Indiana Tribüne, Volume 22, Number 351, Indianapolis, Marion County, 8 September 1899 — Page 1
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Office : No. 18 Sud Mabama Straße. Telephon 1171 Jahrgang 2 Indianapolis, Zndiana Freitag, öen 3 September 1899. No. 331
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Woche Iufl'pls llilitaer- Kapelle ton 20 Mao. H,rr? jtlautmann, Dirigent. , Noch eine Woche : , IUubobs - Mm hüwf. Li seiosten ittmcgraxh ildn, welch, och je G, zeigt wurde. Eintritt zum Park frei. Eintritt zum tu uns et 25 etS. Das Jahres fest dc, Deutschen Allg. Prot. Waisen - Vereins sindet am Sonntag, 10. Sept'br. auf dem waisenhausplatz statt. Für Unterhaltungen und Erfrifchun gen bestens gesorgt. DaS Comite. Indiana vom 13. bis 23. September. Vssonders DttrntXtionen: James Wilson, Ackerbauminifter Washington, D. 55., wird Donnerstag, der gairwoche einen Vortrag halten. Frau S. T Norer, vom Ladieö Home Journal," hält vom Dienstag an Vortrage über Küche und HauS. Wettrennen, 4 Tage beginnend Dienstag, drei Kennen täglich. SousaS Kapelle von 60 Mann und ein Kivderchor von 500 geben Mittwoch und Donnerstag Abend um 7 Uhr Konzerte. Alle fragewürdigen Ausstellungen und Glückslyiele ausgeschlossen. Eintri 30 Cents. Tickets haben für Diejenigen, welche bleiben wollen, auch für die Abendkovzerte Giltigkeit. Tickets ach 6 Uhr AbendS an den Konzertabenden 25c. Tribüne 25c ertra. : : Berlegt. : : Dr.Pantzers Office nach dem WILLOUGHBY BLOCK, 224 Nord Meridian Straße. Exrtchftunde tZz'ich 1 -4 Uhr, ulzeaamm, Ttitt 4. nlaj 910 Uhr. CastU lam und kZohnunz wii iilher. Bellinger's Musik-Schule wird ant II. Septemberwiedereröffnet. Unterricht $5 IS $50. verlange Sie ein Eircul. No. 505 Nord Delaware Straße. Turner Bau- und Spar-Verein macht Hypotheken-Anleihen zu den niedrigsten Zinö-Raten. Abzahlungen der Schuld nach ?elieben. an erkundige sich bei den Beamten: Albert S. Metzger. JJxMiiat. Lonts telke. ice.PrSsident. Strato Bob. Ceftttar. Sarl H. Lieber, eaimtißit. Versammlung jeden Samstag Vbend im Deutschen HauS. GirclePark MÖDTPIEIL ! Bar- und Billiard -Room. Euter deutscher Mittagstisch ?Z5jm.Hmm Angekommen : Cuba Papageien ! Jetzt ist die Zeit billig zu kaufen, jeder Vogel wird garantirt gut sprechen zu lernen. C. F. Klepper, 423 MAachftt nu, xvtsch Blaust H V&fetgM ti.
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Lditorielles.
WaS immer in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit deö Urtheils in dem DreyfuS-Prozesse telegraphirt wird, eS beruht auf bloßen Vermuthungen. WaS in den Köpfen dieser sieben Stich ter vorgeht, kann kein Mensch wissen. aS Mißtrauen, daS man gegen sie hat, ist freilich gerechtfertigt. EineS ist sicher, wenn DreyfuS verurtheilt wird, so geschieht eS nicht, weil er schuldig ist, sondern weil man ihn derurtheilen will, so geschieht eS, weil diese siebe Richter nicht den intellek. tuellen und moralischen Muth haben gegen die Ansicht der '.Generäle zu ur theilen. Denn DreyfuS ist unschuldig Während deS ganzen Prozesses ist auch nicht der Schatten eines Beweises gegen ihn vorgebracht worden, nichts was bei irgend einem vorurtheilSloS denkenden Menschen auch nur eine Anklage rechtfertigen würde. Wir können im Falle einer Verurtheilung nicht glauben, daß die Regierung sich ruhiq darin fügt. Allein eS ist nur daS Gerechtigkeitsgefühl, daS sich dagegen sträubt. Sonst ist daö, was in Frankreich und zumal unter Umständen, wie die gegenwärtigen, geschieht, außer aller Berechnung. Daß daö öffentliche Gewissen sich bei einer Verurtheilung beruhigt, ist ebenfalls kaum anzunehmen. Eine Verurtheilung endet die Sache nicht. Der Kampf zwischen öer bürgerlichen Gewalt und der Militärclique muß zu Ende geführt werden und mit dem Siege der ersten enden, wenn Frankreich als Kulturnation weiter bestehen soll. 9 3n einem Artikel über Deutsche und Amerikaner, welchen Hugo Münsterberg im Atlantic Monthly veröffentlichte, und worin sich der Verfasser sehr freimüthig über die Leziehungen zwischen Amerikanern und Deutschen auSsprach, bekommen die Amerikaner einige sehr derbe Wahrheiten zu hören. Der Versasser verwahrt sich namentlich dagegen, daß Amerika ein freieres Land sei alS Deutschland; und daß der Deutsche so servil sei, wie der Amerikaner ihn sich vorstelle. Er weist daraus hin, daß seit Luther und Kant jede große FreiheitSbewegung von Deutschland auSging. Dabei hat er natürlich die innere Freiheit, den Freiheitsgedanken, den Freiheitsdrang im Auge. Auf die äußeren Formen der Freiheit zu sprechen kommend, weift er darauf hin, daß er sich nicht darüber auSsprechen wolle, ob Alger ein guter Kriegsminister gewesen sei oder nicht, aber daS könne er sagen, daß eö dem deutschen Kaiser nicht möglich sei, einen Minister über ein Zahr lang gegen den ausgesprochenen Willen deS Volkes im Amte zu halten, und daß er keinen Krieg führen und keine Kolonieen gründen könnte, wenn erst kurz vorher die öffentliche Meinung sich gegen eine solche Politik auflehnte. Ein Präfident", sagte er, mit solch großer Macht, Parteien unter der Leitung von Bossen, Stadtverwaltungen unter der Peitsche von Beutejägern, die Wirthschaftliche Welt unter der Tyrannei von Trusts und alles zusammen unter der selböherrlichen Gewalt der gelben Journale ! Nein, ich liebe und bewundere Amerika, aber Deutschland scheint mir wirklich freier zu sein I" 3n dem, waö Herr Münfterberg sagt, liegt sehr viel Wahres, wenngleich eS unS scheint, daß er in Bezug auf die Freiheit Deutschlands etwas übertreibt und einseitig urtheilt. Denn die Freiheit der Rede und der Schrift ist in Deutschland doch immerhin eine ziemlich schabige, die lex AronS hat sogar in die Freiheit der Universitäten ein bedenkliche? Loch gestoßen, daS Vereinkrecht und VersammlungSrecht hat viele Lücken, in denen von einem Recht nichts mehr vorhanden ist und die preußische Gesindeordnung ist weit mehr ein Stück mittelalterlich feudaler als moderner Gesetzgebung. Aus der anderen Seite ist ei aber ganz richtig, daß der Präsident der Ver. Staaten eine Macht besitzt, wie sie nur wenig Monarchen auszuüben im Stande sind, sicherlich kein konSitutioneller Monarch. Wie groß auch theoretisch die Freiheit in unserem Lande sein mag, praktisch giebt eS wenig Regierungen in der ganzen Welt, welche so unabhängig vom Volksvillen, so völlig ohne Rückficht auf die Volks pimmnng handeln können, wie die uns
rige, weil die Parteisklaverei, weit starker ist, alS die unabhängige Gefinnung. 3n keinem Lande find die großen Korporationen unabhängiger und rücksichtsloser alö in dem unsrigen, in keinem spotten sie mehr deS Gesetzes,
so wenig auch davon vorhanden ist, daö sie hindern könnte. 3n keinem Lande können sich die Ordnungöbehörden größere Willkürlichkeiten erlauben, als in dem unsrigen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden, wobei eS sich immer nur um arme Teufel handeln darf, und in keinem. Lande ist daS Bürgerthum allen Rücksichtslosigkeiten der Behörden, speziell aber der Korvorationen gegenüber feiger und serviler. alS bei unS. Waö sich daö Volk in Amerika in Beschwindlung, Betrug. Bevormundung, Rücksichtslosigkeit und Ausbeutung bieten läßt, daS ließe sich kaum irgend ein anderes zivilifirteS Volk gefallen, und nirgends herrscht der Kapitalismus mit solch uneingeschränkte? Roheit und RückfichtSlofigkeit all bei unö. Wie sehr bei unö die Freiheit sich nur an die Form klammert und wie wenig der Freiheitöbegriss in den Geist deö Volkeö eingedrungen ist, daS zeigt sich auch in der noch so unentwickelten Arbeiterbewegung, deren Charakter so wenig JdealeS an sich hat, und mehr ParteiserviliömuS und Parteicorruption zeitigt, als wirklichen Freiheitöund Unabhängigkeitssinn. ES ist nicht unsere Abficht, Vergleiche zwischen Deutschland und Amerika zu ziehen, obwohl wir, offen gestanden, glauben, daß die geistige Atmosphäre in Deutschland eine weit freiere, der intellektuelle Muth ein weit größerer ist. Jedenfalls aber möchten wir doch eindringlichft davor warnen, sich der Täuschung hinzugeben, daß unsere Freiheit daS Ideal aller Freiheit sei. ?)riis)liiiiri)tirijlni. Wetterbericht. Kühler, möglicherweise Gewitter während der Nacht ; kühleS, schönes Wetter Samstag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 98 Grad, niedrigste 68 Grad. Schissel'S Badeanstalt. Tempera. tur 92 Grad. Feldlager d e r G. A. R. Philadelphia,?. Sept. Kurz nach der Eröffnung der heutigen Sitzung deS nationalen Feldlagers der G. A. N. zog Herr Leo Nassieur auS St Louis seine Kandidatur für daS Amt deS Höchstkommandirenden zurück und sprach für die Wahl deS Col. Albert D. Shaw von New Fork, und dieser wurde per Acclamation gewählt. ES fand dann der Empfang deö Frauen. HilfSkorpS der Armee-Kran-kenpflegerinnen und der Söhne der Veteranen statt und dann wurden die folgenden Beamten erwählt : Zrving RobinS, von Indianapolis, Senior-Vice-Commandeur. H. Minton, von' LouiSville, Ky., Juniour-Vice-Commandeur. Wm. H. Baker, von Lynn, Mass., Seneral-Arzt. Jacob L. Grimm, von Maryland, Kaplan. Verhän gnißvolleS Schein. gefecht. C o lu m b u S, 7. Sept. Während eiaeö Scheingefechts in Painö Schauftellung, Die Schlacht bei San Juan", auf dem StaatöauSftelluvgSplatz wurde unter den Zuschauern der 10jährige Chaö. Lrag gktödtet und Soldat Revitta Smithson von der Company F deö 4. Regimentes Ohio tödtlich vermundet, und der Kaufmann Max Guggenheimer wurde schwer verletzt. Guggenheimer wurde eine Kugel aus seiner Wunde gezogen und die anderen Wunden scheinen auch von Kugeln herzurühren. Man vermuthet, daß durch ein Versehen unter die Platzpatronen, welche bei dem Scheingefecht benutzt wurden, scharfe Patronen gerathen find. ,, Der Dreysuö-Pro zeß. R e n n e S, 7. Sept. Der Umstand, daß daö Gericht die Vernehmung Schwartzkoppenö.vnd Panizzardiö verweigert hat, giebt zu verschiedenen Deutungen Veranlassung.. Die eine geht dahin, daß daö Gericht deren Aussagen so wie so keinen Werth beilegen würde, weil sie den Spion schützen müssen, die andere, daß die
nlllzler aucy oone vti9 seugnip oereitS entschlossen find, freizusprechen. Wirklichen Werth hat weder die eine Anficht noch die andere. ! Wenn der Wahrspruch verkündet wird, wird DreyfuS nicht anwesend sein. Er wird ihm nachher vorgelesen werden und ob Freisprechung oder Schuldigsprechung erfolgt, er wird aus ebenso geheimnißvolle Weise von Ren neS fortgebrocht werden, wie er hingebracht wurde. Wenn eine Mehrheit der Richter für Freisprechung ist, so tritt diese in Wir kung. Sind 4 der Richter gegen ihn und nur 3 für ihn, so geht er ebenfalls frei auS, aber dieS gilt nicht alö SchuldloSsprechung, sondern alS bloßen Mangel an Beweis. Eine Wiederverurtheilung kann also nicht stattfin den, wenn von den sieben Richtern nicht mehr alS zwei gegen ihn find. Sofort als Major Carriere seine Rede begann, verließen sämmtliche Ossijiere den Saal. Sie hatten vom Kriegsminister Befehl, sich innerhalb zwei Stunden zu ihren Regimentern zu begeben. Als das Gericht sich vertagte und DreyfuS an Labor, an Jaureö und anderen Freunden vorüberging, siüfterten sie ihm zu : Muth, Muth !" DreyfuS lächelte und ging weiter. Renneö, 8 Sept. Als DreyfuS heute den Gerichtöfaal betrat, schien er guter Stimmung zu sein. Demanche begann ohne weiteres Zögern mit seiner Rede. Er sprach außerordentlich eindrucksvoll und hob namentlich die starken Beweise gegen Efterhazy hervor. Glauben Sie, sagte er, daß wenn in 1894 DreyfuS und Efterhazy vor dem Gerichte gestanden hatten, daß DreyfuS verurtheilt worden wäre? Gewiß nicht! Demanche spach mit großer Wärme und lockte Allen, selbst einem der Rtch ter Thränen in dirAugen. Er brachte seine Rede heute nicht zu Snde und wird dieselbe morgen fortsetzen.3 n n d i e n drohenPest und Hungersnot h. O p o r t o, 7. Sept. Drei neue Fälle von Erkrankungen an der Leulenpest und ein durch dieselbe verursachter Todesfall wurden gestern angemeldet. B ombay, 6. Sept. Lord Sadhurst, Gouverneur von Bombay, erklärte i einer in Puna gehaltenen Rede, daß die Beulenpest um sich greife und daß in Folge deö Ausbleibens M Monsun der Bevölkerung außer der Pest auch eine schreckliche HungerSnoth drohe. Er sprach die Hoffnung auS, daß die Septemberregen Abhilfe bringen würden, und sagte, daß in der Zwischenzeit Arrangements zur Unterstützung der Leidenden getroffen werden würden. England und Transvaal. Pretoria, 7. Sept. Auf den Wunsch der Regierung von Transvaal ist der britische Obereommissär von Südafrika. Sir Alfred Milner, durch den hiesigen diplomatischen Agenten, Hrn. Conyngham Greene, eine Anfrage zugestellt worden, ob eine Erklärung bezüglich der Mobilmachung der britischen Truppen an der Grenze von Transvaal gegeben werden würde. Simla,i7. Sept. Drei Regimenter Kavallerie, 4 Regimenter 3nfanterie und drei Batterien Feldartillerie haben formelle Weisung erhalten, sich zum Verlassen ihrer Stationen für den Dienst in Süda.rika in Bereitschaft zu setzen. Die HospitalAbtheilungen haben denselben Befehl erhalten. mt OehiffA.NachriHte. Angekommen in : N e v I o r k : Germanic" von Liverpool. Liverpool: Aurania" von New Jork; Englishman" und New England" von Boston; Belgenland" von Philadelphia. Rotterdam: Amsterdam" von New Sork. Queenötovn: Britannic" von New Lork nach Liverpool. Bremen: Saale" von New Sork über Southampton. Antwerpen: Svitzerland" von Philadelphia. - Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt: Mucho'ö Longfellov.
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allerlei.
In der Nähe vonOwens- ' boro. Sit)., wurden während eines schweren Gewittersturmes drei Personen vom Blitze erschlagen. Joseph McDaniel. ein prominenter Farmer von Davieß County, befand sich mit seinem Sohne und einem farbigen Ar beiter Namens James Shiveley auf dem Felde, als plötzlich der Sturm am Himmel heraufzog und die arbeitenden Leute überraschte. Man suchte unter einem in der Nähe befindlichen Baume Schutz vor dem Unwetter, als plötzlich ein Blitzstrahl in den Baum einschlug und den Farmer und seinen Sohn aus der Stelle todtete. Der Neger hatte anderswo Schutz gesucht, doch schlug der Blitz auch dort ein, wodurch auch der Farbiae um's Leben kam. Der Sturm soll viel Schaden in der Umgegend angerichtet haben. Zwei Knaben von Highland Falls, N. Y.. Namens Harry Nose, 8 Jahre alt, und Arthur Klausen, 13 Jahre alt, zogen zum Fischen aus nach den Usern des Hudson. Wayrend des Fischens warf der ältere Knabe den jüngeren in den Strom und ließ ihn ruhig zappeln, wahrend er sich den Spatz ansah. Der Kleine hatte seine Kräfte natürlich bald erschöpft und ertrank. Bald darauf kam der Vater des ertrunkenen Kindes des Weaes und fragte Arthur nach dem Verbleib seines Söhnchens. Der freche Bengel gab zuerst an, er wisse nicht, wo der Junge geblieben sei. Der alte Rose setzte ihm jedoch so zu, daß er schließlich den Sachverhalt bekannte. Der trostlose Vater rief seine Nachbarn zusammen und 'nach dreistündiger Arbeit gelang es, die Leiche aus dem Wasser zu ziehen. MitdemDampfer Southwart" von Antwerpen kam in New Fork die 14jährige Emma Ulrich an, sie ward aber in der Bärge Office zurückgehalten, um wahrscheinlich nach Deutschland zurückbefördert zu werden. Das junge Mädchen kommt aus Deidesheim in der Pfalz, wo sie seit sechs Monaten bei einer Tante wohnte. Ihr Vater ist Wittwer und wohnt inMannheim.' Bruder und Schwester zankten sich, und die Tante, anstatt die Kleine ihrem Vater zurückzuschicken, spedirte sie, ohne diesen davon in Kenntniß zu setzen, zu einem bei Cleveland, Ohio, ansässigen Onkel. Da der Vater seine Zustimmung nicht dazu gegeben hatte, Emma hierherzuschicken, und der Onkel in Ohio sich geweigert, sie unter diesen Umständen bei sich aufzunehmen, werden die Behörden sie wahrscheinlich in ihre Heimath zurückschicken. Der nahe Eumberland. Ind., ansässige deutsche Farmer Fred. Hartmann wurde entseelt am Boden des Brunnens hinter seinem Wohnhause vorgefunden, der ausgepumpt worden war. um ausgebessert zu werden, da sein Wasser kürzlich einen schlechten Geschmack gehabt hatte. Nachmittags waren Hartmann's FamilienAngehörige zum Kartoffelgraben auf die Felder ausgezogen. Als die Familienmitglieder um 5 Uhr heimkehrten, war der Großvater, das Haupt der Familie, verschwunden. Er hatte seit Jahr und Tag an den Folgen eines Schlaganfalles gelitten, war sehr unsicher auf den Beinen gewesen und. während alle Familienmitglieder auf dem Felde weilten, wahrscheinlich infolge eines plötzlichen Schwindklankallö in den offenstehenden Brunnen geirurzt und hatte dort seinen Tod gefunden. Der Commandant dez Gendarmerie Division von Siena, Major Lombardi. wollte sich m der Angelegenheit derErschießung des Bnganten Moriani in einem Postwagen nach Oviedo begeben. Auf halbem Wege aber wurde der Wagen von zwei maskirten Räubern angehalten. Der Major sprang heraus und wollte sich vertheidigen; er konnte jedoch nur einmal seinen Revolver abdrücken, denn schon im nächsten Augenblick war er durch einen Flintenschuß aus nächster Nähe, der ihm die Brust streifte und die rechte Hand zerschmetterte, kampfunfäh!g gemacht. Die Banditen entkamen. Ein blutiges Liebeödrama hat -sich in Erfurt abgespielt. Die 34 Jahre alte Wittwe Becker, Mutter eines 12jährigen Mädchens, unterhielt mit dem um 10 Jahre jüngeren Arbeiter Steinbach, einem veihei ratheten Manne, ein Liebesverh'ältniß, daö die Frau indeß wieder zu lösen wünschte. Sie packte ihre Sachen und schickte sich an, zu ihrer Schwester in einem Nachbarorte zu reisen, als ihr mit einem Male ihr beliebter, der sich bis dahin in der Wohnung verborgen hatte, mit dem Revolver entgegentrat. Nach kurzem Wortwechsel feuerte der Mann einen Schuß ab, der die Frau in die rechte Seite traf und sie tödtlich verletzte. Der Mörder ergriff di, Flucht, wurde aber bald eingeholt und in daö Gefängniß abgeführt. Auf Veranlassung der Berliner Staatsanwaltschaft hat die Sicherheitsbehörde in Pößzeiten (OstPreußen) einen anscheinend wichtigen Fang gemacht. Vor längerer Zeit waren falsche russische und amerikanische Werthpapiere, sowie falsche Rubel- und Dollarstücke in den Verkehr gebracht und auch zahlreich in Deutschland ab?
Chronische Dhspcpfla
kurirt. LVUach nahezu dreißlfljShrZgem Leiden anDyS Ißt, pepfia schreibt MrS. H. S. Dugdale, die " Frau prominenten Grfchäflsma?,neZ von Warsaw. N. .Seit 23 Jahren litt ich sortwälzrend an Tvspepsiz und schwachem Magen. Die leichteste Nahrung erzeugte Beschwer den. verursachte heftige Echmrrzkn und Formtrung von Gas. Einerlei wie sorgfältig ich meine Tiät wahrte, ich litt quälende Schmerzen nach dem Essen. Ich wurde von viel, Aerzten behandelt und versuchte zahlreiche Mittel ohne daurnde Abhilfe. Vor zwei Jahren begann ich Tr. MileS' Nerven und Leber-PiUen und Nervine zu nehmen. Innerhalb einer Woche ftellte sich Befferu ein und ich war bald im Stande ju essen, xoai mit beliebte, ohne üble Folgen. Ich balte dieselben stets dorräthig und eine einzige Dofil vertreibt irgendwelche alte Symptome. werben durch alle Apotheker verkauft unter einer positive Garantie: die erste Flasche nüt oder das Geld wird zurücker stattet. Buch über die rankdeiten dei Herzens und der Nerven frei. r. Din' luanti ürszz K Mileft d orvmoz Restores H maaurv 'JA .i.i . .Vv" wm fci. v Adresse: Dr. MileS Medical Co., Elkhart. Ind. gei.ey! woroen. In Aerlln gelang es den Falschmünzern ebenfalls, einen Theil ihrer Fabrikate unterzubringen. Die Berliner Staatsanwaltschaft entwickelte daraufhin eine rege Thätigkeit zur Ermittelung der Falschmunzer und ihrer Schlepper, und hatte derart Material gesammelt, daß jetzt auf ihre Anordnung am Postschalter in Pößzeiten der frühere Buchhalter des russischen Fürsten Orginski beim Ab. holen eines Geldbriefes, den er auZ Amerika, erwartete, verhaftet werden konnte. Die sofort mit, Beschlag belegte Sendung enthielt als Einlage mehrere falsche 50-Dollarscheine. i 50 a n e u : l cy t in me 1 1 öourner Hafen eingetroffene englische Barkschiff Otterburn" hatte den Führer und die gesammte Besatzung der italienischen Brigg Maria G." an Bord, die ohne die Begegnung mit dem Engländer voraussichtlich sämmtlich ihren Tod in den Wellen gefunden haden würden. Die Otterburn" hatte New Jork im vergangenen März verlassen und schon ein gutes Stück ihrer Reise nach Hobson's Bay zurückgelegt, als dem Capitän gemeldet wurde, daß man in geringer Entfernung die Masten eines Schiffes sehe, das äugenscheinlich im Sinken begriffen sei, Trotz des herrschenden Sturcs ließ der Capitän sofort seinen Curs ändern und hielt auf das fremde Fahrzeug zu, worauf die an Bord des letzteren beEndlichen Personen eiligst alle Boote zu Wasser ließen und auf die Otterburn" zugerudert kamen. Nachdem sie bei dem hohen Seegange nicht ohne Schwierigkeiten an Bord genommen worden waren, berichteten sie,, daß ihr mit Holz beladenes Schiff bereits vor mehreren Tagen leck geworden sei und jeden Augenblick versinken könne. Sie hätten auch schon alle Hoffnung aus Rettung aufgegeben und sich mit dem Capitän zu einem letzten Gebete vereinigt, als die Otterburn" in Sicht gekommen sei. Thatsächlich hatten sie auch kaum mit kurzen Worten die Erlebnisse geschildert, als die Maria in den Wellen versank. Dieaussallendsten Heil - ungen von Skrofeln, die man kennt, find mittelst Hood'ö Sarsaparilla erzielt. Diese Mittel sucht seine, Gleichen bei Blutkrankheiten. Braucht nur Hood's. Hood'ö Pillen sind mit der Hand gemacht und völlig gleich an Größe und Gewicht. 25c. Der New Bork Store ist morgen auö Veranlassung deö Todeö deS Präsidenten der Gesellschaft den ganzen Tag geschlossen.
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