Indiana Tribüne, Volume 22, Number 341, Indianapolis, Marion County, 29 August 1899 — Page 1
o ti rfr Y rlr O rl M O P V US A vs 0 rfl vy iy iy 3 w v w O lfV A i Office : No. 18 Süd Mubama Otrahe. Telephon 1171. Jahrgang 22. Indianapolis. Zndiana Dienstag, öen 29 August 1899. No. 311
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Editorielles. Ein Soldaten. Urtheil über den Krieg auf den Phlippinen enthält ein Brief, den jüngst ein Advokat in KanfaS City, KanfaS, von einem Korporal Leftwich, der beim 3. Missouri Frei-villigkv-Regiment in Manila steht, erhielt. Der Brief hat u. A. folgen, den Inhalt : Ich möchte, daß Sie mir einige Zeitungen schicken. Wir alle möchten gern wissen, wie das Volk der Ver. Staaten und besonders von Ran saß City über den Krieg denkt. Wir find hier deö Kriege überdrüssig, da wir aber nie eine Zeitung erhalten, wissen wir nicht, waS Ihr davon denkt. ES kommt einfach auf dieö herauS: Wir find SSdlinge. Wir kämpfen für Geldlohn. ES läßt sich gar nicht anderS darstellen, so lange die Filippinoö ür Freiheit und ein Princip kämpfen. Der wirkliche Stand der Verhältnisse wird verheimlicht. ES sind heute wenigstens 8000 Mann krank im Hofpital, nicht zu reden von Denen, die krank gemeldet oder als im Quartier" bezeichnet werden. Meine Kompagnie hat 105 Mann, aber nur 45 können sich zum Appell stellen und viele selbst von diesen find bei weitem nicht gesund und diensttauglich. Ich weih von wenigstens 200 amerikaniscken Soldaten, die destktirt und zu den Re. bellen übergelaufen sind. Sie thaten dieS, weil sie fühlten, daß sie für Geld gegen ein freiheitsliebendes Volk kämpfen. Sie kämpfen j,tzt auf Seite der FilippinoS gegen unS." WaS können unsere Imperialisten dieser Schilderung eines Betheiligten berichtigend entgegenhalten ? ! -9 Der letzte Kongreß bewilligte für die Unterhaltung der Armee, abgesehen von den Kosten der BefestigungSarbeiten, die runde umme von chtzig Millionen Dollars. Bei Bewilligung dieser Summe war man von der Anficht ausgegangen, daß eS sich für die Regierung nöthig machen werde, von dem vom Kongreß gefaßten Beschluß, die Armee eventuell auf Hunderttausend Mann zu erhöhen, Gebrauch zu machen. Würde daS Kriegsdepartement seine Ausgaben nach den Wünschen deS Kongresses eingerichtet haben, so wären tnm etwa sö.öuu.uuu monaitey zur Verfügung gestanden. Nun ist aber die Armee bisher nicht auf die Höhe von 100.000 Mann gebracht worden und noch nicht zwei Monate deS neuen Fiskaljahres, das mit dem 1. Juli begann, find inS Land gegangen und schon wird gemeldet, daß in diesen nicht ganz zwei Monaten von den vom Kongreß bewilligten Geldern für militärische Zwecke bereits über 31 Millionen Dollars verbraucht worden find. Man hat also nahezu zweieinhalb mal so viel Geld für militärische La sten ausgegeben, als dafür bewilligt worden sind. Statt der 80 Millionen, die nach dem Beschluß der Gesetzgebung im lausenden Jahre für militärische Unkosten ausgegeben werden dürfen. werden, wenn auch für den Rest des IahreS dasselbe Verhältniß beibehalten wird, nahezu 200 Millionen Dollars ausgegeben werden. Und kein Zweifel, der Kongreß wird nach seinem Zusammentritt daS Ueber schreiten deS Budgets durch daS Kriegs
Departement gutheißen, wird die er-
forderliche Summen bewilligen und die Masse des Volkes wird zu zahlen haben. SS ist der Fluch der bösen That, daß sie fortzeugend BöseS muß gebären. ArchllMichlen. Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht und Mittwoch. Höchste Temperatur inverhalb der letzten 24 Stunden 83 Grad, niedrigste 66 Grad. Ochissel'S Badeanstalt. Temperatur 84 Grad. Die Nachfrage na ch Goldc e rti si c ate n. Washington, 23. Aug. Bis heute sind Goldmünzen und Bullion im Betrage von Z33.376.320 aeaen Goldcertisikate bei den Schtzämtern eingetauscht worden. Baptisten - Prediger alö Brenner. Ehattanooga, Tenn., 28 Aug. Der Baptisten - Prediger Thomas Payne, welcher in North Earolina nicht weit von der Grenze von Tennessee wohnte, bisiadet sich im hiesigen Countygefängniß, weil er eine unerlaubte Schnapöbrennerei betrieben haben soll. Er wurde vor etlichen Tagen von BundeSbeamten in Benton, Polk County verhaftet und war nicht im Stande, die ihm abverlangte Bürgschaft bis zur Verhandlung der Sache im Oktober auszubringen. Einsturz deS neuen Eolis e u m S. Chicago, 28. Aug. DaS ganze Stahlgerippe deS neuen ColiseumS, welches an der Stelle deS alten Libby Prison an der 16. Straße und Wabash Avenue aufgeführt war, stürzte heute Nachmittag um 4 Uhr 30 ein und man veranschlagt die Zahl der Erschlagenen auf 10 bis 15 und die Zahl der Verwundeten ungefähr ebenso hoch. DaS Gebäude wurde von der PittSbürg Bridge Company errichtet und das Gerippe deS BaueS war fast fertiggestellt. In kurzer Zeit waren 12 Todte unter den Trümmern hervorgeholt, aber bei dem ungeheuren Haufen von Pfeilern, Streben und Eisen- und Stahlschienen den die Trümmer bilden, zu denen sich noch eine ungeheure Masse von Backsteinen gesellen, ist eö unmöglich, schon jetzt mit Bestimmtheit die Zahl der Opfer anzugeben und eö dürste eine Woche in Anspruch nehmen, bis die Trümmerstätte aufgeräumt ist. SS heißt, über hundert Neugierige, Männer, Frauen und Kinder, hätten sich zur Zeit der Katastrophe auf dem Bauplatz befunden, und bei dem Eisenwerk sollen 10 u. bei der Mauerarbeit 20 bis 30 Mann beschäftigt gewesen sein. Die ganze Dachconstruktion war biS auf einige Streben, welche auf dem Nordende anzubringen waren, vollendet. Damit war man gerade beschäftigt, als die Katastrophe eintrat und der ganze Bau in südlicher Rich. tung zusammenbrach wie ein KartenhauS. Die hervorgezogenen Leichen waren meistens auf schreckliche Weise verstümmelt und vielen hatte die furchtbare Stahlakasse im Sturz die Glieder und Köpfe abgerissen. Nachdem sich die Ausregung etwas gelegt hatte, wurde eonstatirt, daß die zwölf Stahlbogen, jeder im Gewicht von 33 Tonnen, welche den Oberbau hätten tragen sollen, eingestürzt waren. So viel bekannt, wurden sechs Perfernen erschlagen und man vermuthet noch die Leichen von dre'i anderen Verunglückten unter den Trümmern. Sieben Verletzte wurden nach dem Hospital geschasst und davon sind zwei dem Tode sicher und einer wahrscheinlich verfallen. Alle zwölf Bogen waren fertiggestellt und den letzten hatte man gerade beendet, so daß die Ueber gäbe heute Abend an die Generalunternehmer erfolgen sollte. Der DreyfuS-Pro zeß. R e n n e S, 29. Aug. Der Prozeß DreyfuS zreht sich furchtbar in die Länge. Oberstlieutenant Cordier, Mitglied deS 3n?elligenzbureauS, sagte, daß er DreyfuS früher für schuldig ge halten, aber seine Anficht geändert habe. Gen. Roget fragte ihn, ob er in 1894 nicht Antisemit gewesen sei. Er
sagte, er sei eö noch, aber, und er blickte Gen. Noget scharf dabei an, nicht genug, um falsches Zeugniß abzulegen. De Freycinet, ehemaliger Kriegsminister saate. dak er die Sacke von
- . i o - r k hrn HnhiPrtt mit 5? Millionen nur VW W(W W mW9wmwwmw ww mm m vom Hörensagen habe. Beweise dafür habe er keine. a 3 y Mercier entflohen? Renneö, 28. Aug. Ist , General Mercier entflohen oder nicht ? Diese Frage hört man seit gestern Abend fortwährend und Niemand scheint im Stande zu sein, eine befriedigende Antwort zu erhalten. Ansichten werden indeß viele laut. Viele glauben, daß Mercier entflohen ist, Viele glauben eS nicht. Alö ich gestern dem HauS, wo er und Frau Mercier wohnen, einen Besuch abstattete, stand eine geschlossene Kutsche vor der Thür. Ein zuverläßiger Zeuge, der bald nach mir hinkam, erklärt mir, daß er selbst General Mercier begegnete, alö dieser gerade daö Hauö verließ und daß Genera! Mercier ihm mitgetheilt habe, daß er weggehe, um den Sonntag in Saint Malo zu verbringen. Mehrere Pariser Zeitungen erklären heute Morgen, daß er weggegangen sei und auö Paris laufen wiederholt per Telephon Anfragen von Personen ein, die daö Gerächt bestätigt oder unbegründet erklärt haben wollen. Ein zuverlässiger französischer Jour nalist begab sich heute Nachmittag zu Mercier'S Wohnung, wurde aber nicht zugelassen. ES wurde mitgetheilt, daß General Mercier daS Gerücht weder bestreiken noch bestätigen werde. Diese Erklärung wurde in Gegenwart meiner selbst, sowie zweier oder dreier anderer Journalisten gemacht, sie mag aber vielleicht nur bedeuten, daß der General fühlt, daß er während der letzten zwei Tage in seinem Benehmen den Zeitungen gegenüber unbesonnen handelte. . ' Zugleich sollte natürlich nicht vergessen werden, daß die Gemahlin Mereier'S, die ihm sehr zugethan ist, erglisch ist und daß Southampton per Dampfer nicht weit entfernt ist. Madime De Bonnemain bestimmte General Boulanger unter ähnlichen Umständen zur Flucht. Nach Erwägung aller bekannten Einzelheiten bin ich jedoch der Anficht, daß wir Mercier, der bisher jeder Gerichtssitzung feit Beginn deS Prozesses beiwohnte, auch in der morgigen Gerichtösihung sehen werden. Wird dieS nicht der Fall sein, so wird eS einfach bedeuten, daß er keine Zeit verloren hat. ,, Goetheseier in Frankfurt 0. M. Frankfurt a. M., 23. August. Unsere Stadt ist heute auf daö Herrlichste mit Flaggen zu Ehren deS 150. JahreStageS der Geburt Goethes geschmückt, welcher allgemein gefeiert wird. DaS Geburtshaus deS Dichterfürsten war von Besuchern auS allen Theilen Europas und Amerikas überfüllt. Die Kaiserin Friedrich wohnte der Feier bei, welche unter den Auspicien der freien deutschen Akademie und deS Goethe - Vereins abgehalten wurde. Die Festreden wurden von Prof. Erich Schmidt und Prof. Valentin aus Londen gehalten. Filipino gegen Filipino. Manila, 28. Aug. Hier geht aus Cebu die Nachricht ein, daß Dato Mundi mit seinen Kriegern den KriegSpfad gegen die Insurgenten beschritten hat, welche Zamboango besetzt halten und daß eS zu einem heftigen Gefecht gekommen ist. Mundi bewillkommnete General BateS und sprach den Wunsch auS, amerikanischer Bürger zu werden und die Insurgenten bekämpfen zu können. ES wurde ihm eine amerikanische Flagge gegeben. General BateS wird nach dem SulnArchipel zurückkehren, um ArrangementS für die dort anzulegenden amerikanifchen Garnisonen zu treffen. Die dortigen Insurgenten erboten sich vor etlichen Wochen zur Uebergabe der Stadt unter der Bedingung der Rückgabe für den Fall, daß Aguinaldo aus der Insel Luzon Erfolg habe, aber diese? Vorschlag wurde abgelehnt. Dato Mundi ist ein befähigter Mann, der seine Ausbildung im AuSlande erhalten und durch und durch loyal gegen die amerikanischen Interessen ist. - BateS geht am 30. von hier ab, um Truppen nach den Sulu-Jsel zu
bringen und man wird auch bald Trup
pen nach Zamboango und Isabella, der glottenstation auf den Bafilan-Jnseln senden. DieBeulenpest. Op ort o, 23. Aug. Heute kamen wieder zwei Todesfälle in Folge der Beulenpeft zur Anmeldung. . Ochiffs-NachriSte. Angekommen in : New Sork: Sardinian" von Montreal, Southwark" von Antwerpen, Bulgaria" von Hamburg. Numadian" von Glasgow, Königin Louife" von Bremen. Bremen: Bremen" von New Sork. allerlei. O i't s'a l's'cbe m" Silöeizelde sind einzelne Gegenden in Delavaxt förmlich überschwemmt. .Bei tu nein Feste, das in Oak Orchard, einem Ausflugsplatze an der Jndianttiver Bay in Sussex County, abgezalten wurde, brachten Falschmünzer licht weniger als 200 nachgemachte galboollar - Stucke an den Mann. John Thompson und dessen Frau, ein zwischen Cable und Lear Gape, Pa., wohnendes greises Paar, wurden in ihrer Wohnung todt Sekunden. Beide batten Scbukwunden im Kopfe. Es sind alle Anzeichen dar . v r. cy r e .1 sllr ooryanoen, oay yompon iciii? Frau ermordete und dann Selbstmord beging. Man glaubt, daß Eifersucht die Ursache der That war. ?kbrLeben für ibrenöut gab Frl. Martha Forchek in Wittesdarre, Pa., hm. Sie bestleg Abends, lls sie aus der Kirche kam, eine elektrische Car, und während der Fahrt flog chr der Hut vom Kopfe. Ohne sich zu bedenken, sprang sie von der rasch sahsenden Car, stürzte und zog sich so schwere Verletzungen zu, daß sie bald vorauf stavb. Eine Tasse voll Gasolin trank in Algona, Ja., der zwei Jahre alte Sohn von K. P. Weaver und zwei Stunden später starb er unter gräßlichen Schmerzen. Die Wirkung des Gasolins war ähnlich wie bei strychnin; der Körper wurde gleich nach dem Genuß des Gasolins steif und starr und alle Rettungsversuche blieben erfolglos. Dreimal war der Versuch gemacht worden, die Wirthschaft v" . J"W-k . 1 V. C von George Biaa lN vogansport. JNO., !n die Luft zu svrenaen. es war aber unmöglich. Black zu vertreiben. Derselbe richtete das Haus nach Art einer Festuna ein und führte sein Geschäft ruhig weiter. Jetzt haben -ihm eine Zlnzahl Tempercnz - Cranls seme Kneipe abgekauft. Als einige junge Geschäftsleute in Peoria, Jll.. Mitglieder ver Y. M. C. A., vor einigen Tagen das Gymnasium betraten, um ihre gewohnten Uebungen vorzunehmen, sanoen sie das Badezimmer voller Neger, die ebenfalls zur Association gehören. Sie verlangen sofort in der Office, daß ihre Namen von der Mitgliederliste gestrichen würden. Ueber der Umgegend von Camp Douglas, Wis.. kam ein furchtbares Gewitter zur Entladung. Der Blltz schlug in einen Farmstall, sechs Meilen von Camp Douglas in der Villäge Clifton, ein und die Frau und die Astxi Sohne des Besitzers. Engelbert JerSley, die sich darin befanden, wurden vom Blitz erschlagen und der Stall emeäschert. Mit ihrem Neffen durchgebrannt ist die 67 Jahre alte reiche Wittwe Louise Page aus Bristol, Conn. Seine Gattin und sein dreijähriges Kind hat der Treulose, der in der Jngraham Clock Company" dortselbst angestellt war. in hilfsbedürftiger Lage zurück gelassen. Die verliebte Alte soll den Neffen vollständig umgarnt haben. In aller Stille entführte sie ihn. nachdem sie noch, wie es einer guten Tante zukommt, seine Schulden im Städtchen bezahlt hatte. Der Neffe wird ihr jedoch noch theurer zu stehen kommen, denn die verlassene hefrau bat die Tante wegen Entfremdung 'des Gatten" jetzt auf Zahlung von $10,000 Schadenersatz verklagt. Ausschließlich aus Negern setzt sich die oa. 400 Köpfe starke Bevölkerung der Ortschaft Hudson City, Ala.. zusammen. Durch Volksabstimmung, die ohne die gerrngste Störung vor sich ging, ist jetzt von der schwarzen Bürgerschaft der Beschluß gefaßt worden, ihre Niederlassung tncorporiren zu lassen. Der Ort hat drn Kirchen, ein Schulhaus, mehrere Geschäftsläden und keine Mrthschaft. Nur Abkömmlinge der Negerrasse sollen sich dort ansiedeln. In den nachsten Tagen wird die Oitsverwaltung durch die Wahl der nöthigen Behörden gehörig eingerichtet werten. Die Zukunft wird dann zeigen, ob die Neger, wenn sich selbst überlassen, eine geordnete Selbstverwaltung zu führen im i Stande sind.
' In Pulgcerda bei Per pignan schlug, während die Arbeiter der Manufactur Michel Patan ihr Mittagsmahl einnahmen, der Blitz in ! den Schornstein der Fabrik und drang z in den Kessel, wo er ein Httausdringen
des Dampfes und lochenden Wassers verursachte. Drei Kmder und ein Arbeiter wurden von dem kochenden Wasser getroffen und schwer verletzt. Der Arbeiter starb noch aaf dem Weg: in das Spital, während der Zustand der drei Kinder hoffnungslos ist. I n f o l g e e i n e r p I o VH q einsetzenden Bd'e kenterte zwiscq?n Möltenort undFriedrichsort die dienstlichr Segelgig des Kieler Hafencap,'täns mit acht Mann Besatzung. D -r Hafendampfer Boetticher" rettete einen Deckofficicr, einen Obermaat, und das bei den Schießübungen in Friedrichsort assistirende Dampfboot nahm vier Leute auf. Ertrunken sind die Matrosen Oellerich aus Ahlbeik, Dachner aus Eggetin und Münsterberg aus Zarkau. sämmtlich zur erstenCompagnie gehörig. Der gerettete Obttmaat war bereits dem Ertrinken nahe, da ihn ein ertrinkender Matrose mit in die Tiefe zog. Als er für einen Augenblick an die Oberfläche kam. konnte er eine ihm vom Führer des Dampfers Boetticher" zu'orfene RettungStoxt erf??n. 9 JüngstfandinLemverg eine Versammlung nationaljüdischer Studenten statt, die eine Denkschrift an die Universitäten richtete, die um Anerkennung des Judenthums als besondereNationalität ersucht. Die Fechtkunst wurde als zeitgemäßer Sport empfohlen. Ferner wurde beschlossen, auf einen Bund der jüdischen Vereine Galiziens" hinzuarbeiten, dem der Wiener Verein Bar Kochba als Centralorgan dienen soll, sür eine hebräifche Volksuniversität, Pflege der hebräischen Sprache und im Besondern dahin zu wirken, daß die Juden ihre hebräischen Namen nicht ins Polnische übertragen. Ein blutige Scene spielte sich in der Wohnung der Wittwe Thiemecke auf der Straße Pännerhöhe" in Halle a. S. ab. Der von seiner Ehefrau getrennt lebende noch jugendliche Schwiegersohn der Frau, Eisendreher Mühlberger, war erschienen, um sich mit seiner Frau auszusprechen, besonders auch wegen ihres Kindes von 9 Monaten, das die Frau bei sich hatte. Im Verlaufe der Auseinandersetzung zog er plötzlich einen Revolver und schoß auf seine Frau, traf aber nicht diese, sondern das Kind und erschoß sich dann selbst. Er selbst' war äugenblicklich todt, das Kind starb bald danach in der Klinik. Ein beklagenswert!) er Unfall i)ai sich bei der Landung de? Mannschaften des mit dem Lothar Bohlen" in Windhoet angekommenen Ablösungstransportes ereignet. Ein Boot mit 15Mcmn kenterte, obwohl die See an ienem Tage gar nicht besonders schlecht war, etwa 30 Meter vom Strande entfernt in der Brandung. Von den Insassen des Bootes wurden zwölf Mann gerettet, während drei Mann trotz der sofort angestellten Rettungsversuche ertranken. Wahrscheinlich sind die Verunglückten von dem umschlagenden Boote getroffen und dadurch betäubt worden. Die Ramcn der Verunglückten sind: Hintz (früher 6. Husar), Gemulla (früher 16. Husar) und Jörck (früher Eisenbahnbrigade). Auf Zeche Erin" bei Castrop wurde kürzlich der Brückencontrolleur Schmidt dabei abgefaßt, als er im Verwaltungsgebäude den Geldschrank anbohren wollte, um ihn öffnen zu können. Der Thäter entfloh, wurde aber in Dortmund vor einigen Tagen abgefaßt und inhaftirt. Der. Mann ist geständig, er behauptet aber, zu der That von Anderen gezwungen, bezw. gegen Versprechung einer hohen Summe beredet zu sein. Er habe gar nicht stehlen, sondern nur Bücher beiseite schaffen sollen, um von Ankeren begangene Unterschlagungen zu verbergen. Die Revision der Bücher hatte denn auch schon bis heute ein Defizit von 20.000 Mark ergeben. Wie hoch es im Ganzen sein wird, weiß man nicht. Verschiedene Aerzte deS Hospitals La Misericordia in Oporto in Portugal, wo sich jetzt zwei Spanier krank und isolirt befinden, erklären, dieselben litten zweifellos an der schwarzen Pest. Neun Spanier wurden vor einigen Tagen beim Ausladen eines Schiffes plötzlich rasch nach einander von einer unerklärten Krankheit ergriffen, welcher sieben in Kürze erlagen. Alle hatten zusammen in der Rua de Fönte Taurina, einem schmutzigen Gäßchen der unteren Stadt, gewohnt und nachdem der zweite von ihnen gestorben, wurden die Uebrigen nach dem genannten Hospital geschafft, daselbst isolirt und die von ihnen bewohnten Häuser polizeilich abgesperrt, sowie mit einem Polizei Cordon um geben. E t l o h n t s i ch. Hood'S Sarsaparilla zu brauchen. Bei reinem Blut braucht 3h? keine Angst zu haben vor Grippe, Lungentzündung, DiphteritiS oder gieber. SoodS Pillen find von den ausgesuchtesten Pflanzen sorgfältigst
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