Indiana Tribüne, Volume 22, Number 339, Indianapolis, Marion County, 27 August 1899 — Page 4

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wi tätliche .Tribüne- kostet durch den Xtlg ?ent per Woche, die onntZgS..rNbae'k Um per lSoche. Beide ,use I Cent teil Gents y Vtmat. Ver P,ft ußerhalb b SMtd ezeschi I V,rakb,hlz " p 3. Dffii 10 Süd kllabams StraJk Indianapolis, Ind., 27. August 1899. K OlUltagS - PKlllklMi. Vor acht Tagen machte ich einige Bemerkungen über den sogenannten göttlichen Heiler, Glatter. Seitdem kam mir ein Blatt in die Hände, betitelt: ''Christian", ein Journal für christliche Wissenschaft. Ich habe darin sonderbare Dinge gelesen, Ich bin immer", sagt der Herausgeber, in Little Rock, gleichviel vo mein Körper sein mag". Wenn dem so ist, so möchte ich doch sehr gerne wissen, was von ihm da ist, und waS seinem Körper fehlt, wenn er irgendwo ohne daS herumläuft, waS sich in Little Rock befindet. Von solch sonderbaren Sätzen ist daS Blatt voll, aber waS mir am meiften imponirt hat, daS ist der folgende Satz : Ich werde größere Werke derrichten als Zesuö, denn meine Welke werden bleiben, sie werden dauern; wenn ich einen Menschen von den Todten erhebe, dann wird er erhoben bleiben, wenn ich einen Kranken heile, dann entferne ich die Ursache der Krankheit". Und an einer anderen Stelle heißt eö : Ich heile alle Krankheiten, einschließlich Armuth. Armuth ist eine Krankheil". Dann erzählt er, daß er in den Vibrationen" der Armuth geboren sei. Eine geistige Vibration" hielt die Familie in Armuth. Ich habe die Vibration geändert. Selbst wenn kein Nickel im Hause war, sagte ich : We are allright. Ich bin Geld und wir haben genug von allem. Seitdem Wird alles in meinen Händen z Celd und Tausende machen Geld durch die Macht in den Vibrationen meines Wortes". Hier entsteht für mich die Frage: Ist der Mann ein Schurke, oder ein Narr ?" Er behauptet, irgendwo im Westen eine Goldmine zu besitzen, die eine Million wertd ist. Ce will ne entdeckt haben in Folge einer Vifion Er mag sich einbilden, eine solche Min, zu besitzen, er mag wirklich eine be fitzen, er mag den Umkand'in schür, klscher Weise zu Reklamezwecken be nützen. Nehmen wir an, er sei ein Narr, so wird man zugeben, that there is rnethed in his madness. Er behauptet, daß er für sein Blatt hunderttausend Abonnenten habe Und er ist sehr liberal. DaS Blatt kostet zwar 60 Ctö. per Zahr, aber wer Nicht bezahlt, der bekommt daS Blatt doch. Warum? DaS ist nicht schwer zu errathen. Er sagt nämlich: Ich bin ein wissenschaftlicher Heiler, daö heißt eS ist ein reguläres System in der Behandlung. Dein Name wird auf die Liste gesetzt und deine Schmer zen, Leiden und . Bedürfnisse werden aufgeschrieben. Ich benutze diese fitste und rufe dich jeden Tag "in the Silence" auf. Ich spreche mein Worl für dich und daS Wort thut seine Ar beit, gleichviel, ob ich je wieder von dir höre oder nicht. Ich thue dieö weil ich Gott bin, und mich in Ver. bindung mit dem Allmächtigen setz? Der Ich bin" hat mir massenhaft Geld, Gesundheit und Freunde gegeben Ich habe alles, waS Gott der Allmäch tige hat. DaS Gesetz sagt, du muß' den Regeln nachkommen und mindlstenS einen Dollar jeden Monat für die Be Handlung schicken. Jedermann, dei dieS thut, bekommt hundert Mal mehr dafür." Betrachtet man daS übrige gänzlich unverständliche mystische Zeug, daS i? dem Blatte steht, so ist zwar die Frage berechtigt, ob der Mann ein Narr ode ein Schurke ist (wobei man indeß seh geneigt ist, das Letztere zu glauben) aber daß Diejenigen Narren sind, welche dem Manne auch nur einen Cent für das Blatt oder für Behandlung schicken, ist klar. Ja einem anderen Blatte, daS mir zugestellt worden ist, lese ich, daß eine grau Sddy Unterricht in der AuöÜbung der christlichen Wissenschaft und dem christlichen Heilve, fahren giebt und für einen Kursus $800 rechnet. Dieser Preis zeigt, daß der Schwindel sich bezahlt. ES ist nicht, daran zu zweifeln, daß die Frau Schüler und Schülerinnen bekommt, welche die Ausgäbe von $800 als eine gute Kapitalsanläge betrachten. Die aus dieser Schule hervorgehen, find betrogene Betrüger. ES wäre nun ganz falsch anzunehmen, daß Diejenigen, welche sich auf öiesen Unsinn und Schwindel einlassen

an sich dumme Menschen seien. Die

Meisten von ihnen werden allerdings schwerlich sich über ein Uebermaß von Klugheit und Verstand zu beschweren haben. Viele von ihnen aber besitzen ein bedeutendes Quantum natürlichen Verstandes, find aber an den Versuchen mehr wissen zu wollen, als der Mensch wissen kann, einfach übergeschnappt. Der OkkultiSmuS, wozu SpirituallSmuS, Theosophie, christliche Wissenicyast uno anoerer unnnn geyoren, schasst Schufte und Narren. Man kann ebensogut sagen Betrüger und Betrogene. Der Plauderer. 5er verhcXte Gamsvock. Humoreske au? den bayerischen Bergen dlm ' Jo'ef Naertl. Die Försterei Namsau im Berchtesgadener Ländchcn hatte für den in den Ruhestand getretenen alten Reviervorstand einen neuen bekommen, und zwar in der Person des überschlauen" (das glaubte natürlich er nur selbst von sich) Forstpraktikanten Toniesl, der bisher seine Klugheit und Kenntnisse nur draußen auf dem flachen Lande zur Geltung bringen konnte. Bei dem jungen" Doniesl er zählte zwar auch schon Mitte Dreißig, aber man hieß ihn so im Gegensatz zu dem alten Försterlenz (Lorenz), . der mit seinen fünfundsiebzig Ashren auf dem Buckel noch wie ein Steh aus den Bergen herumkletterte schien sich das Sprichwort wahr zu machen: Neue Besen kehren gut." Wie er sich vornahm, wollte er der seit undenklichen Zeiten eingebürgerten Wildiebereibinnen vier Wochm ein Ende machen, und hatte dem Oberförster seinen Kopf zum Pfande angeboten, während eines Monats sämmtliche Wildschützen lebendig oder todt dem Landgericht einzuliefern. Nur nit zu hitzig!" hatte dieser bei dem Eifer des jungen Grünrocks gemeint. Lieber Freund, in Bertelsgadencrland sand die Wildschützen koane Stadtherr'n, die sich, nit weiter auf'n Brg trau'n, als drob'n GraS wächst. Boi uns sand sie die wahren Teusi, und dann dann muaß man sie halt auch erst kennen lernen." Doniesl verzog bei dieser wohlmei nenden Warnung mitleidig lächelnd das hübsche Gesicht, dem der stark auf gedrehte Schnurrbart eher das AuSsehen eines preußischen Gardelieutenants als das eines hanebüchenen Forstmannes verlieh. Ja. kennen lernen wollte ich sie schon, denn dazu hatte er schon in den ersten Tagen seinesHierseins die nöthigen Schritte gethan. Der Gendsdarmeriewachtmeister hatte ihm den Poltererhans und den Kramerferd'l als die schlimmsten und verwegensten Wilderer bezeichnet, von denen alle Welt wußte, daß sie sich des Nachts mit dem Stu tzen in der Hand auf den Bergen herUmtrieben;, aber bis jetzt war noch keiner auf frischer That zu ertappen geWesen, obwohl der alte Försterlenz auch nicht als einer von den Dummen oder Zaghaften galt. Aber heute hatte er Wind" bekommen, daß er die beiden Verdächtigen oben im Mauth-(Grenz-)Wirthshaus beisammen finden würde, und deshalb kürzte er seinen Besuch beim Oberförster auf das Möglichste ab, um ja so schleunig, wie er es nur vermochte, nach dem Rendezvous der Wilderer zu kommen. Und der Doniesl hatte thatsächlich richtiges Jaagerglück". Als er eintrat, fand er die Beiden friedlich am Stammtisch sitzen, und er hielt es für nützlich, sich ihnen in der harmlosesten Weise als Nachfolger des Försterlenz vorzustellen. So so, der neue Förstner bist meinte der Poltererhans, ein schon stark ergrauter, aber noch unglaublich rüstiger Sechziger, und wischte sich den weißen Vierschaum von dem riesigen Schnauzer. Kann mi' nur freu'n, daß wir endlich so a schneidig's Mand'l (Männchen) kriagt hab'n". Na, warum denn?" entgegenet Doniesl fast überrascht. Warum?" Der Gefragte ließ sein scharfes blaues Adlerauge lächelnd auf demNeuling ruhen. Zweg'n die Wildschützen freut's mi. Dös is ja schon gar nimmer schön, wie die seit die letzt'n Jahr hier rum g'haust hab'n. Der alte Förstnerlenz hat ihna nimmer auf die Händ sehg'n könna, und da sand halt sie die Herr'n word'n hier ob'n im Gebierg." .Weiß, weiß " bemühlte sich Daniesl im möglichsten Hochdeutsch zu antworten. Bei mir wird die Wirthschaft nimmer lang dauern."Er ließ seinen Blick dabei forschend auf seinen beiden Wildschützen ruhen, diese aber zuckten mit keiner Wimper und thaten, als ob sie noch zeitlebens keine Büchse in der Hand gehabt hatten. Aber schwer, schwer wird's Dir halt dengerst werd'n meinte der Kramerferdl. ein blühender Bursche von etwa lecysundzwanzigJahren, dem man es auf dem ersten Blick ansah, daß er der würdige Partner des Alten war. Warum denn? Mir wird nix zu schwer." Red nix. Du wirst es seh'gen," beharrte der Kramerferdl auf seiner Meinung. Unsere Wildschützen könna mehr wie Brodessen. Da frag nur den .alten Förstnerlenz. Hab i nit recht, Poltererhans?" Ja, er hat Recht" stimmte ihm dieser bei. Unsere Wildschützen verstehn'n 's Hexend 's Hexen!!!" .Doniesl lachte' laut auf und schlug mit der Faust auf den Tisch, daß die Bierkrüge in die Höhe hüpften. , Ja, ja, dös is mei Ernst" fuhr der Polterer.bays fort. .Es iß mt

schon einmal 'der Fall g'wes'n, daß die Jaager 'an alten Hund oder so was anderes g'funden hab'n anstatt den Rehbock oder den Hirsch, auf den sie abdruckt hab'n." Oes Lauser wollt's mi wohl foppen?" rief Doniesl lachend. Mir kann so was in mein' Leb'n nit Pasiir'n m lim waS woll'n wkr wetten?" rief der Kramerferdl mit unzweifelhaftem Ernst. Um den ersten Gamsbock, den t nachher schiaß." Guat. die Hand drauf, Förster" rief der Kramerferdl ruhig und hielt ihm die schwielige Rechte hin. Und Du, Polterer, haust durch!" wandte er sich an seinen Spezi. Jawohl, wir gwinna- den Bock" rief der und trennte vurch einen kräfligen Schlag die verschluna?nen Hände, und hiermit war die Wetic nach Landessitte rechtsgiltig abgeschlossen. Und nun. was wollt Ihr dann wetten, daß i binnen vierzehn Täg zwoa der g'sährlichst'n Wildschütz'n abLsang'n hab?" wandte sich Doniesl in übermüthiger Zuversicht an seine Gegner, von denen er annahm, daß sie keine Ahnung von seiner Kenntniß ihrer Persönlichkeiten hatten. Um zwanzig Maßerl" rief der Poltererhans pflegmatisch. Guat, die Hand drauf, und Du haust durch!" wandte sich Doniesl an den Kramerferdl, und dieser beeilte sich diesem Wunsche nachzukommen. Eine Viertelstunde später verabschiedete sich der Förster von den beiden Wildschützen, und als er hinaus war, da warfen sich diese einen Blick zu. der mehr sagte, als Andere in einer Biertelstunde erzählen können. Es mochten etwa acht Tage nach dem Abschluß der vorstehenden Wetten vergangen sein, als Doniesl um die abendliche Dämmerung die Vorberge zum Watzmann hinanstieg. Ihm war recht melancholisch zu Muthe. Er hatte sich seine neue Stellung viel leichter vorgestellt. Nicht nur, daß ihm, der Landratte, das Bergsteigen recht beschwerlich fiel, er hatte auch täglich seinen Aerger mit dem Oberförster, der ihm schon angedeutet, daß er um seine Abberufung einkommen müsse, wenn er nicht bald dem Treiben der Wildschützen Einhalt thun könnte, die es gleichsam zum Hohn der Jagdbehörde jetzt noch toller als früher trieben. Aber das war nicht so leicht. Die Herren Wildschützen, hatten wahrlich den Teufel im Leib, sie waren stets da, wo Doniesl nicht hinkam, und die Thatsache war nur zu sehr geeignet. die Zuversicht des edlen Forstmannes bedenklich zu verringern. Der Poltererhans und der Kramerferdl thaten so unschuldig, wie halbwüchsige Schulknaben, keiner wollte sich erwischen lassen, und so gerieth er auch noch in die Gefahr, seine Wette von zwanzig Maß Bier an sie,zu verlieren. Ganz in diese trüben Gedanken versunken, stieg er schweißtriefend aufwärts, als plötzlich in kurzerEntfernung das Gezweige knackte. Aufhorchend hielt er an. War es vielleicht einer der ersehnten Wildschützen? O nein, es war kein menschliches Wesen, aber ein kapitaler Gambsbock, der jetzt aus dem Unterholz trat und dem Doniesl das Blatt entgegenbrachte. Der Ueberraschte hätte kein Jäger sein müssen, wenn er sich diesen Augenblick eines Anderen besonnen hätte. Blitzschnell riß er das Gewehr an die Wange, ein Knall, und das edle Wild lag, als sich der Pulverrauch verzogen, todt auf dem weichen Moose. Wenigstens was" murmelte Doniesl, und freudeklopfenden Herzens eilte er auf den Platz zu, um seine Beute aufzubrechen. Er war inmitten dieser Arbeit, als in kurzer Entfernung von ihm aber tiefer ein zweiter Schuß ertönte. Donnerweter, das war ein Wilderer, und der sollte ihm nun nicht mehr entgehen. Hastig steckte er sein Jagdmesser ein, ließ den Gambsbock ruhig liegen und eilte über Stock und Steine der Richtung zu, aus welcher der Schuß erklun-

gen. Er war noch nicht fünfzig Schritte entfernt, da trat eine riesige Gestalt hinter einem Felsblock hervor. Sie war keine andere als der Poltererhans, der, mit Rucksack und Gewehr ausgerüstet, sich vorsichtig zu dem Gambsbock heranschlich, dem Doniesl vorhin pas evensllcyt ausgeblasen. Den Bock hätt' wir also g'wonna" murmelte er lachend, während er niederkniete, um die Aufbrecharbeit zu vollenden. Als er damit fertig war, öffnete er den Rucksack und zog eine todte Wildkatze hervor, die er an den Platz des Bockes legte, den letzteren aber schob er sreudegrinsend in das grüne Tuch, und dann war er ebenso geräuschlos, wie er sich herangeschlichen, wieder im dunklen Tann verschwunden. Unterdessen hatte Doniesl die ganze Gegend abgesucht, aber kein Laut rührte stch, keme menschliche Seele war zu erblicken und selbst Waldmann" sein Hund sah versiändnißinnig zu ihm empor, als wollte er sagen: Wieber nichts, wieder zu spät, die Kerle sind uns' abermals entwischt." Doniesl fluchtf wie ein ungarischer Reitersmann, aber unter solchen Umständen konnte er nichts Anderes thun, als wieder umkehren, um seinen Bock nach Hause zu bringen. Für heute war ihm jede Lust an der Jägerei vergangen. In ingrimmiger Stimmung kletterte er an seinen Standort zurück, als auf einmal Waldmann wüthend ausriß und mit einem wahren Wuthgeheul auf den Platz zustürmte, an den er vorhin den Bruch des Gamsbockes halten. . öeim Teufel, sollte sich vielleicht

! gar ekn Raubzeug an den Vock gemacht haben?" dachtesich Doniesl und beschleunigte seine Schritte, er glaubte

jedoch vor Schreck umsinken zu muffen, als er sah. daß sein Gambsbock verschwunden war und an dessen Stelle die todte Wildkatze lag. Malefiz malefiz!" murmelte er, ich hab' doch ich hab' doch o diese elendiaen Erzlumpen, diese Banditen! Dös is ja zum Damisch, werd'n, wie sie mich zum Best'n halt'n! Sogar die Zauberei hab'n sie mich ersahr'n lassen. Was mach i, was thua'i?" Rathlos starrte er auf den famosen Umtausch, und nun begriff er auch, daß der Schuß in der Tiefe nur ein Lockmittel gewesen war, um ihn von' seiner Beute fortzuführen. Nix kann i thuan, gar nix" rief er, unter unzähligen kernigen Flüchen, vor sich hin. 's Maul muaß i halt'n, sonst werd i noch ausgelacht, und mei Wett hab i verlorn. Aber Ihr sollt mich schon noch kenna lernen, Ihr Spitzbub'n. Ihr elendigen." Wüthend schleuderte er die Wildkatz in den Abgrund. Dann lenkte er seine Schritte heimwärts, um seinen Aerger im nächsten Wirthshaus hinabzuspülen. Ah, da is ja der neue Herr Förstner" schallte ih.n eine bekannte Stimmen entgegen, als er in die Gaststube trat. Recht schön guat'n Abend wünsch'n wir." Der Sprecher war kein Anderer wie der Poltererhans, der mit dem hämisch grinsenden Kramerferdl am Ecktisch saß. Doniesl that, als hörte er die Worte nicht, sondern sete sich mit verhaltener Wuth an einen anderen Platz. Hast 'leicht gar die Hexerei verspürt heunt, weil Du so grantig bist" wandte sich der Poltererhans unbekümmert um die Wuth des Ankömmlings an Doniesl. Hätten Blitze au den Augen des Försters todten können, der Spötter wäre von jenem Augenblicke an nicht mehr unter den Lebenden gewesen. Aber was wollte er nun machen, der überlistete Jäger? Poltererhans" sagte er, als die Kellnerin hinaus war, um für ihn Bier herbeizuholen. I will Dir was sag'n. Ja, i hab heunt die Hexerei g'seh'gn, und woaß auch, wer mir mein' Gamsbock verzaubert hat. Mit Kurzem, "i könnt die Hexenmeister anzeig'n, weil i sie kenn aber i will stahd sei mit oaner Bedingniß: Poltererhans und Kramerferdl, haltet's Maul, sonst werd i obendrein noch ausg'lacht!" Und die Wetten, Herr Förstner?" Hab i verspielt. Verkauft's den Bock und sauft das Bier aber koa Wörtl mehr über die Hexerei." Wir danken halt auch recht schön, Herr Förstner" meinte der Kramerferdl mit niederträchtiger Liebenswürdigkeit. Annamierl," wandte er sich darauf an die dralle Kellnerin, der Herr Förstner hat heunt sein Namenstag, er will was draufgeh'n lass'n. Zwanzig Maßerl hat er uns versproch'n." Ja, die zahl i" stimmte Doniesl bei. Trinkt auf mei' Gsundheit!" Was. Namenstag habtJhr heunt?" fiel Annamierl verwundert ein, I hab immer g'moant, Sie heißen Hubertus. Herr Förstner?" I hab auch noch an andern Name?;," brummte Doniesl finster.. .So. dann gratulier' i halt auch reckt schön. Herr Förstner," versetzte das Mädchen mit schalkhaftem Lächeln. I hab's demPoltererhans nit glaub'n woll'n, wie er gesagt hat, der Herr Förstner wird heunt wahrscheinlich a fcar Maßerl springen lass'n." ,Ja," meinte Doniesl ärgerlich, dem kannst Du Alles glaub'n, dös is a halber Prophet, und 's Zaubern versteht er wie koa Zwoater." Hastig stürzte er das kühlende Getränk hinunter, zahlte die verlorene Wette und verließ mit einem brummigen Guaten Abend!" das Bergwirthsbaus. Wie verlautet, hat sich das Namenstagskind" dort eine ganze Zeit über nicht mehr sehen lassen. . Die Entführung. Er: .Wieviel hast Du mitgenommen, Schatz?" Sie: (Postmeisterstochter: Zehntausend!" Er: Thaler?" -Sie: Nein . . . Centmarken!" DieHauptsache. Bettler (der ein Mittagessen unk einen Schnaps geschenkt bekommen hat): ..Gott vergelt's tausendmal, Frau Wirthin, besonders den Schnaps!" Stolz. A. (höhnisch): Der Meier geht; natürlich, dieser Pantoffelheld muß um zehn Uhr zu Hause sein!" B.: Und Du?" A. (stolz): Ich .". . ich habe heute bis elf Uhr Erlaubniß!" - - A n e r k e n n u n g. A.: In der 1. Etage wohnt ein sehr Aeistreiches Ehepaar, der Dr., Müller und Frau Dr." B.: Ja, ich höre öfters ihre Geister auseinanderplatzen!" Blaublutmaßstab. Ist Herr von Meyer nicht gleichzeitig mit Ihnen geadelt worden, Herr Commerzienrath?" Nein, mein Blut ist um vier Wochen blauer." Protzenbegrllndung. Reisender: Herr Commerzienrath'haben wohl Heimweh?" Commerzienrath: Wie sollt mer nicht bekommen Heimweh, wenn mer hat als Heim e Palast wie ich!" DerreicheVräutigam. Bräutigam (der zum ersten Mal im Hause semer Braut ist, leise): Du Emilie. wie viel Brüder hast Da eigentlich? . . . Jetzt eben hat mich schon wieder einer angepumpt." Erinnerung. Frau: Unsere litterwochen baben wir in dem ickö. n.'n Münzen verlebt,- ach! das war eine selige tl (zu ihrem Mann gewandt): nicht wahr. Karl?" Mann? J& ia. eden Aag selia!" - i

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