Indiana Tribüne, Volume 22, Number 338, Indianapolis, Marion County, 26 August 1899 — Page 1

h s S -xsx AA N 0 sK V Vft rlsv rii riAs 1 i iiAi P v O W W W H V Offlce : 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Jahrgang 83, Indianapolis. Zndiana Samstag, öen' 26 August (899. No.338

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Lditorielles.

Der Dreyfuö - Prozeß ist eine Schande für Frankreich und eine Beleidigung des gesunden Menschenverstandeö. Die New Jorker Arbeiter Haben in einer von Delegaten der Gewerkschaften zahlreich besuchten Versammlung nun doch die Gründung einer Arbeiterpartei beschlossen. Sie haben eine Plalsorm ausgefleur, ln ceren Einleitung eS unter anderm heißt : SnniWfXi &Tihit nfin nfnnnmisA lilllliw ii.nif.i. vf't h., jj ,, p0. . ...,-.:.-.. ezvfl cic unaogangiguue' viuiuiung wendet sich an unabhängige Produzenten, Farmer, Handwerker und Kauf leute, die im Besitze ihrer Werkzeuge und Instrumente find und ihre Arbeitö Produkte aus dem nächsten Markt derkaufen". Durch da? Wachsthum der modernen Industrie sind die einfachen Werkzeuge des Handwerks durch mäch tige Maschinen verdrängt worden, die Werkstatt de unabhängigen Meisters durch die große Fabrik, in welcher Hunderte und Tausende von Lohnurbeitern unter der Herrschast eine Kapitalisten schassen, unter einer Herrschzst, so absolut wie die deö Zaren. Der lokale Käufer ist durch den von Eisenbahn-Corporationen controllirten Markt verdrängt worden. Der Boß in der Fabrik findet sein Gegenstück in dem politischen Boß. Souverän im Namen, hat der amerikanische Wähler nur die Wahl, einen von den sich befehdenden Candidaten zur Macht zu bringen, die von den mit einander .i!i!fi n. ! concurrirenoen poiuiajin Vlerarcylen I . . v nominttl weroen, roezqe wieoer von "nem mu ao,olurer ma)i uuvgeu teten Konlg conlrolllrl weroen. . . . Politische Demokratie kann heute nur noy aus oem gunoamenr oer rn p & . L k . ou,trleuen vemorraile weoer eiabnri . , im. C A A werden. Jchersonö Demokratte t 1..... n- n nur em raum ,n emer von runs oeherrschten ?lallon. Baö Zettatter oer Konkurrenz ooruver. Ä.ru,is uno m . r- n m V Eartelle sind daß Resultat der ökonoml Ischen Gesetze und können durch negative Anti-Trust-Gesetzgebung nicht be I . F l. . n r a .r j r a rampsl ooer rn oen encyien geieglos gemacht werben, sondern nur wenn das . - . . or . i v. rc:. il.. . X i .. u v v v!i vas lgcniyumsrrz uno sin etneb aller Inouflnen uvernrmmk, schnell wie diese unter die Controlle Mgggpgs. Trust und Cartelle kommen. Soweit die speziellen Forderungen in der Blatform nickt lokaler Natur h tntuaUen folgende Punkte von ,h,.tU.nn . o ' (tt -.r. m.cu v ... ' " lrapenoayn, eiepoone, elettri,qrn Anlaaen etc Initiative und Referendum und Minoritätö. Vertretung. Achtstündige Arbeitszeit für alle bei staatlichen oder städtischen Arbeiten Angestellte. Abschaffung deö Kontraktsystems bei öffentlichen Arbeiten. Hastpflicht der Arbeitgeber für Einfitifj Qfttt nhi ffi.siiMkTi.tf IVMp Wl VVV VV VIHUlftll Angestellten während der Arbeitszeit. Zweckdienliche Gesetzgebung zur Abschzssung des SchwitzsyftemS. Gegen all dies ist wenig einzuwenden, gewiß nicht vom Standpunkte des Arbeiters. Aber bei der Gründung einer Arbeiterpartei ist vorläufig für It "B-f- :x& i. : - m r.i . v. crf-i i viijoig nicgi oic er Ptlform maßgebend, sondernder Entschloß beS AuShaltenö. kann, sollte alö selbstverständlich gel Iren. Lelder aalt es blS lest nickt wr löftverständlich, sondern die Arbeiter erwarteten bei jedem selbständigen po tschen Versuche sofort zu siegen. Da iouic rwarruna na rnai eriuuie. v'.r. re. . . r r e , traten Enttäuschung und Muthlosigkeit ein uno ote titnu wuroe tns orn ae worsen. ES ist sebr diel Wahrscheinlichkeit 1 ' fcafÖr vorhanden, daß eS diesmal wie sg wied. Dnis)liiiidjnssjlcii. Wetterbericht. WarmeS, schönes Wetter heute Nach und Sonntaa. Höchste Temveratur in aß afMV.M OO ukuui u wn4Mm Grad, niedrigste 71 Grad. Schlssel'S Badeanstalt-Tempera tur 84 Grad.

Der Streik in Cleveland. Cleveland, 25. August. In der Versammlung der Central Ar

beiter - Union wurde ein Comite ernannt, welches mit dem Czekutivcomite der streikenden Straßenbahn leute conferiren soll, um ihnen vorzu schlagen, daß die Staatö-AuSgleich ungSbehörde ersucht werde, den Streik zum Gegenstände einer Untersuchung zu machen. 3n den Bureaux der Straßenbahngesellschaft erfährt man, daß eine Anzahl Streiker die Arbeit wieder aufgenommen haben und daß Andere sich um Wiederanstellung beworben haben. Der Boycott verliert täglich an Kraft, und die Zahk'der- Fahrgäste vermehrt sich täglich. WiederAufruhr. New S or k, 25. Aug. Eine Depefche von Pari? an daS Evening Journal sagt, daß eS zu ernstlichen lnruhen zwischen Anti- und Pro Dreyfusarden kam, wobei zwölf Peronen verletzt wurden. Die Polizei nahm viele Verhaftungen vor. Der D r e y s u S-P r o z e ß. Renn eS, 26. Aug. Bertillon beendigte heute seine Aussagen. Labori machte ihn darauf aufmerksam. daß er in 1894 gesagt habe, das Bordereau sei in der natürlichen Handchrist DreysuS' geschrieben, während er jetzt sage, DreysuS habe seine Handchrift verstellt. Bertillon sagte, er sei zu dieser Ansicht durch sorgfältiges Nachdenken gekommen. Freystadter, einer der Richter von 894 sagte im Gegensatz zu Maurel, dem Vorsitzer in 1894, daß dem Geichte verschiedene geheime Dokumente übergeben worden seien, darunter biographische Notizen, welche DreysuS alö unzuverlässig darstellten, daS Dokument, welches den Satz enthielt : Diese Canaille D., und die Panizzardi Depesche, in der Version : Uner Emissär ist gewarnt DreysuS ist verhaftet. Die Erwähnung deö letzteren Dokumentes, daS bekanntlich eine Fälschung st, brachte Gen. Mercier aus die Beine, welcher den Zeugen einen Lügner hieß. Freistadter ließ sich aber nicht auö der Fassung bringen, sondern blieb bei einer Behauptung. Maurel rief laut : Ich habe gar nichtö zu sagen", warüber daS Publikum lachte. Mercier wurde wieder ausgezischt. Er suchte die Sache aus Sandherr zu schieben, woraus Labori arkastisch bemerkte : Natürlich SandHerr ist todt, Henry ist todt und du Clam ist krank im Bett. Jauval, ein Handschristen-Sachver-ständiger sagte auö, daö Bordereau sei nicht in der Handschrist Dreyfuö, die Folgerungen Bertillonö seien total alsch. ,- Z u m P r o z e s s e DreysuS. (Tpezialdepesche deö Milw. Herold und Chicago Record.) RenneS, 25. August. Die Takik der Offiziere wird augenscheinlich von Tag zu Tag ausgeprägter. Nahezu 20 solcher Zeugen, alle in Uniform, waren heute im Gericht anwesend. Obwohl sie ihre Aussagen bereits gemacht haben, wohnen sie doch jeder Sitzung bei mit dem Ziel im Auge, die Entscheidung deö Tribunals zu beeinflussen, daS ist vollkommen klar. Sie betreten den Zeugenstand, ohne kaum um Erlaubniß dazu zu ersuchen und sprechen sogar von ihren Plätzen au? dazwischen. Oberst Jouaust beklagte sich heute unter Gelächter der Zuhörer: Ich kann nichts verstehe!', wenn Vier zugleich reden." Ein zweiter Zweck, den die Offiziere verfolgen, ist, Maitre Labori in einen Streit zu verwickeln, eine Einladung", die nur zu bereitwillig angenommen wird. Obgleich Herr Labori diesen ziemlich dickköpsigen Offizieren gegenüber, die ihre schlechtbestellte Sache auszubauschen versuchen, fortgesetzt im Vortheil ist, so kann er doch keinen entscheidenden Sieg erringen, denn wo er Gelegenheit hätte sie festzunageln, derweigern sie einfach die Beantwortung seiner Fragen. Daö Betragen dieser Generäle übersteigt manchmal alle Grenzen. Ich habe noch niemals eine solche Mißachtung der Regeln der Gerechtigkeit gesehen, Wie General Reget sie zur Schau trägt. Er schritt heute vor den Rich tern aus und nieder, sprach, wann und

so viel eö ihm beliebte und sagte

schließlich zu Herrn Labori, daß er dessen Kreuzverhör alö langweiliges Zeug" betrachte. Daö war aber denn doch zu viel für den Anwalt. Er sprang auf und rief auS : Der General darf nicht vergessen, daß er hier alö Zeuge anwesend ist und ich werde ihm nicht erlauben, diß er den Gang der Verhandlungen leitet." Roget sah, daß er zu weit gegangen war und zog sich ohne Erwiderung zu rück. Manche Leute glauben, daß die Offiziere ibr beste thun, um Maitre Labori zu einem Punkt der Aufregung zu bringen, wo er die Selbstbeherrsch ung verlieren und nicht nur sie, son dern auch Oberst Jouaust und die an deren Richter beleidigen wird. Diese Fehde zwischen Herrn Labori und den Generälen hat aber zwei auS gezeichnete Folgen gehabt: Oberst Jouaust bestrebt sich alö Friedensstifte? zu handeln, aber da er nicht direkt gegen die Ofsiziere auftreten kann, so hat er sich sozusagen nach einem Gegengewicht" zu seinem sonstigen Benehmen gegen DreysuS umgesehen, den er jetzt bedeutend rücksichtsvoller behandelt und dieö heute Morgen durch die That bewies, indem er DreysuS' Gruß erwiderte, alS er daS Gericht verließ, um in seine Zelle zurückzukehren. Die zweite Folge ist eine ähnliche Aenderung in Drrysuö' Auftreten, der viel ruhiger und weniger hitzig geworden ist, wenn ihn Zeugen angreifen. Richter und Angeklagter flehen jetzt unfraglich auf freundschaftlicherem Fuße. Maitre Demange, der Einzige in dem ganzen Drama, der sich garnicht geändert hat, wendet seine ganze Klugheit an, diese freundschaftlicheren Gefühle noch zu verstärken, die sich zwischen Richter und dem Gefangenen eingestellt haben. Die gegenwärtige Lage scheint meine Meinung über den von Maitre Demange eingeschlagenen CurS zu bestätigen, über den ich Ihnen bereitS cabelte. Er scheint weiser zu sein a!S seine College und kann, wenn die Gelegenheit eö erfordert, tüchtige Hiebe austheilen, wie er mehr alö einmal in dieser Woche bewiesen hat, aber er fordert die Offiziere nicht absichtlich heraus. Jedenfalls kann eö nicht in Abrede gestellt werden, daß er allein keineAufregung zeigt und Niemand wird mit größerer Achtung angehört werden, wenn der Augenblick da ist um die Schlußrede an die Richter zu halten. Dieser Augenblick ist jetzt nicht mehr fern. Der Proceß nähert sich schnell seinem Ende, da alleö wichtige BeweisMaterial entgegengenommen ist. Ich glaube, daß die Nichter sich bereiti eine Meinung gebildet haben. Ihre Gesichtözüge und ihre Fragen wiesen heute ganz darauf hin und daö heute Nachmittag herrschende Gefühl ist, daß Freisprechung höchstwahrscheinlich erscheint. Zwar brüsten sich die Generäle mit neuen Zeugen, aber die Zeugen kommen und gehen und kein Beweiö der Schuld Dreyfuö' erscheint. Die Oeffet!ichkeit sieht eö, die Offiziere können eö nicht verbergen und die Richter können sich dem nicht entziehen. Daö ist heute in den Caseö und Hotels, wie in Privatkreisen daö Gesprächsthema. neu Gu erinö Ausdauer. P a r i ö, 25, Aug. 3n der Rue de Chabrol ist die Lage unverändert geblieben. Herr Guerin hält mit einer bewunderungswürdigen Ausdauer und einem moralischen Muth auö, der einer besseren Sache würdig wäre. Er zeigt sich jetzt nur selten am Fenster und, wenn er eö thut, bittet er nur um Medikamente für seine Gefährten. Die Marktweiber von Pariö, die Damen der Halle, hielten heute eine Versammlung ab, in welcher die Red nerinnen darauf drangen, eö sollte der Versuch gemacht werden, Guerin mit Nahrungsmitteln und Medikamenten zu versehen. Hunderte von Frauen leisteten der Aufforderung Folge und versammelten sich auf dem Platz Mon tholon mit großen Körben, in welchen LebenSmittel aller Art enthalten wa ren. Die Szene war höchst malerisch und eS fehlte nicht an unterdrückter Aufregung, die Versammlung ging jedoch auseinander, ohne ihren Zweck er reicht zu haben. Sin Blick nach dem Eingang zur Rue de Chabrol genügte, um die Damen zu überzeugen, daß eö unmöglich sei, in die Straße zu ge langen, geschweige Lebcnömittel in oas Paus oes errn uerm zu

schassen.

Daö Publikum sängt jetzt an, sich

zu wundern, ob die Regierung wirklich glaubt, daß Guerin und seine Genossen am Verhungern find. Waö die Behörbea in dieser Hinsicht aber auch glauben mögen, jedenfalls leiden die Belagerten an vielen zum Leben noth wendigen Dingen Mangel. Heute Abend geht wieder daö Gerücht um, daß die Festung noch in dieser Nacht gestürmt werden würde, und Leute, die gut unterrichtet sein wollen, sagen, der Sturm werde um 10 Uhr erfolgen, ich komme jedoch soeben auö der Rue de Chabrol, habe aber dort keine Zeichen besonderer Lebhaftigkeit bemerkt, wenn auch die Stimmung eine ernste zu sein schien. Pariö, 26. Aug. Heute Morgen um 4 Uhr erschien an einem Fenster eine schwarze Fahne. Vermuthlich ist einer der Insassen gestorben. Die Pest. Oporto, Portugal, 25. August. Da hier die Beulenpest herrscht, hat der Polizeipräfekt die Schließung der Schulen angeordnet. Dr. Heppenese ist jetzt mit 2000 Phiolen Heilserum gegen die Pest hierher unterwegs. Er kommt auf die Veranlassung der Prinzessin Eugenie von Oldenburg, der Präsidentin der russischen Gesellschaft zur Bekämpfung der Pest. 3n einer amtlichen Erklärung, welche ergangen ist, heißt eö, daß die Erkrankungen an der Pest sich allein auf Oporto beschränken. Berlin, 25. Aug. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung behauptet, doß in Astrachan, der Hauptstadt deö russischen Gouvernements gleichen Namentö, zwanzig Erkrankungen an der Beulenpest vorgekommen find. . .... SchittS'SlachricÄtieu. Angekommen in : Liverpool: Cymric" von New ' Jork; Derbyshire" von Boston. New Sork: St. Louiö" von Southampton. Boston:' New England", von Liverpool. (Allerlei. Der Vlih schlug in Ferdinand in die Scheuer des Herin Ger bar'ot Hollinden und !ö?tete ein Vferd. Tas 86 bei ö0 Futz große Gedaude mitsamvt drm Inhalt de? letzten Ernte wurde vvm Feuer vernichtet. Knslrs Bbilivvs. der Sobn von Chaltlen Vlzilipps. der bis vor Kurzem das Hotel Elkton" in Elkton. Md., besaß, liegt in Readina. Pa.. bedenklich krank an Blutvergifmng darnieder, m wuroe in irmon, wohin er auf Besuch kam, von einem Moskito gebissen. In C o n st a n t i n e. Ind.. kourde der Nachtwächter Cranston von Einbrechern, welche in das Postamt dringen wollten, erschossen. Schweiß- ' v- . v c s. ev"ti. c-i, yllllvc lvurveil UUI uic juiic ycycs1 und folaten einer Svur bis zum öause kines gewissen Thos. I. Hammer, früder von Columbus, Jno.. welcher auch sofort verhafte! wurd er Äenslelv, n n e vi x u ndel Co., Md.. wurden der Farmer Chas. Griffin und Frl. Garrettson. die daselbst zum Vesucke weilte, vom Blitz erschlagen. Hr. Grifsin und Familie saßen mit Frl. narrellson auf der Veranda. Um einen Trunk frischen Wassers zu holen begaben sich Hr. Griffin und Frl. Garrettson nach einer 100 Yards entfernten quelle. Kaum hatten sich die Beiden entfernt, als ein Unwetter losbrach; ein Donnerschlag erdröhnte, und die Familienckitglieder begaben sich in's Haus. Da Hr. Griffin nicht zurückkehrte, sandte Frau Griffin nach der Quelle, wo Beide todt neben einander lagen. Der Blitz hatte Beiden das G:ficht entstellt. I n a n c a t t x, Kl)., versucht e n Einbrecher in die Wohnung von Chas. Blanks einzudringen, indem sie ein Fenster zerbrachen. Durch das Gerausch wurde die Frau des. Hauses wack. und als sie nachsehen wollte und an das Fenster trat, schleuderte ihr einer der Kerle emen zploswstofs :n das Geficht, wodurch die Frau gefährlick verlekt wurde. Von den Schur ken bat man keine Svur. Sie retteten sich durch die Flucht. Die Frau wird wabrsckeinlick sterben. Mit dem Tode hat in Louisville, Kto.. ein junger Mann Namens Tom Haney für seine Tollkühnhelt büßen müssen. Er wollte emer aroken Mensckenmenae. die sich einaefunden hatte, um einen Ballonaufstieg von Towhead Island anzuseyen, zeigen, daß er ebensoviel Courage habe wie der Aeronaut. und sprang von der Bia ??our - Brücke in den Ohio. Er schlug mit dem Bauche auf das Wasser und war augenblicklich todt.

Ein rührenderLiebesroman wird aus Genua gemeldet. Eine reiche, schöne Amerikanerin Miß Alice Moffat, Sängerin und Malerin, hat sich in einem Hotel vergiftet. Man fand ihre Leiche knieend vor der Photographie desComponisten Leoncavallo, den sie hoffnungslos liebte. Miß Alice kam als Waise nach Europa mit einer Rente von 35.000 Francs, die sich infolge der reichen Erträgnisse ihrer Min:nactien verdoppelte, verdreifachte. Dank ihrer Großmuth hieß sie in Pa. ris Fräulein Geldsack". Sie sang eine Zeitlang in den Folies Bergeres als Miß Firefly". zog sich aber auf Anrathen ihrer Freunde bald vom Cafe chantant wieder in ein ehrbares Privatleben zurück. Auf einem Künstlersouper im Jahre 1895 lernte sie den Componisten der Pagliacci" kennen

und faßte eine abgottisckeLiebe zu ihm, die hoffnungslos war, da Leoncavallo glücklich verheirathet ist. Durch vier Jahre folgte sie dem Geliebten auf allen Reisen. Endlich verzweifelte sie. Man fand sie neben der Chaiselongue knieend. Auf dem Tische stand eine zur Hälfte geleerte Flasche Laudanum und daneben lag der Anfang eines Briefes an Leoncavallo. Da heißt es: Du fehlst mir wie das Licht einem Wesen, das plötzlich erblindet ist und uie wirst Du das Ende erfahren Weiter kam die Unglückliche Mcht. T)as lÄist braann u wirken, tte kniete nieder und starb. I n einem unweit der französischen Grenze gelegenen elsässischen Dorfe stellten sich vor einigen Tagen der Wehorde zwei Fremdenlegionäre in voller Uniform: der eine ein Wirthssohn aus Sachsen, der andere der Sohn eines Lokomotivführers in Metz. Beide waren imAlter von noch nicht 16 Jahren ihren Eltern entlaufen und hatten drei Jahre in der FremVenlegion gedient. Dann hatten ihre Eltern sie auf ihren Wunsch reclamirt. Da die Burschen bei ihrer Anwerbung t 1 j(l in IV f 5 , noch nicyi ( ayre all gewesen waren wurde der Reclamation auch Folae aegeben. Die beiden kamen vollständig mittellos aus deutscher Erde an. JnMilowbatteseiteiNiger Zeit der in Brandenburg angestellte Lehrer Kahle mit Frau und beiden Töchtern Sommerwohnung genommen. Neulich Abend badeten die beiden 16- resp. 18 - jährigen Töchter mit einer Freundin in der Havel. Plötzlich stieß die letztere einen Hilferuf aus; während aber die beidenTLchter Kahle's dem Mädchen zu Hilfe kommen wollten, ainaen sie selbst unter, die Freundin aber konnte gerettet werden. UntersonderbarenUmständen starb in London der Bice-Prä-sident der Conscrvative Association in Portsmouth. Er hatte sich wegen eines Nierenabscesses einer Operation unterzogen. Als die ihm zugewiesene Pflegerm am folgenden Tage seine Temperatur abmessen wollte und er zu dem Zweck das Thermometer in seinen Mund steckte, biß er ein Stück vom Thermometer ab -und verschluckte die Glassplitter und Quecksilber. Dadurch wurde sein Tod unmittelbar veranlaßt. Der Kranke stand unter dem Einfluß einer Morphiumeinspritzung, die er unmittelbar vor Eintritt der Pflegerin erhalten hatte. In Nancy hat sich der 37jährige Töpfer Jules Element unter folgenden dramatischen Umständen selbst den Tod gegeben: Er war mit einem Fräulein Perin verlobt gewesen, diese Verbindung war aber wegen des Widerstandes der Mutter des jungen Mädchens gelöst worden. Darüber gerieth Element in die höchste Verzweiflung. Er begab sich mit zwei Pistolen bewaffnet, zu seiner ehemaligen Braut, um iyr mit thränenden Augen sein Herzleid zu klagen. Während diese ihn zu trösten suchte, zog er sachte eme der Pistolen aus der Tasche und schoß sich eine Kugel durch die Schlafe. Das Blut spritzte über die Kleider des jungen Madchens, über das der Leichnam hinfiel. Frl. Perm ist über diesen blutigen Auftritt derartig erregt, daß man für ihren Verstand fürchtet. NacheinerEifersuchtsscene brachte der Vicomte v. Assaily in Paris seiner Geliebten, Baronesse Suzanne Arnernlle, rn Gegenwart deren Mutter drei gefährliche Schußwunden', an der Brust, am Halse und am Oberarm, bei. Bon der Mutter verfolgt, entkam dr Vicomte und hatte vor seiner Verhaftung reichlich Zeit, ein großes Quantum Absynth zu trinken, so daß derPolizeibericht wahrheitsgemäß melden konnte, der Verhaftete befand sich im Zustande der Trunkenheit. Suzanne und deren Mutter gaben aber an. er sei im Augenblicke der That vollkommen nüchtern gewesen. Der Vicomte ist jungverheirathet; seine Gattin weilt gegenwärtig im Seebade. mu Wenn Ihr ein guteö Mittel haben wollt, Euer Blut zu reinigen, die Nerven zu starken und die Confti tution zu kräftigen, braucht Hood'ö Sarsaparilla. Gebraucht nur Hood'ö. Hood'ö Pillen heilen Brechreiz, Köpfst' erzen auö de Magen und

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