Indiana Tribüne, Volume 22, Number 337, Indianapolis, Marion County, 25 August 1899 — Page 1

O ri sVs r1 5 ytz AO A A rfi W v W V V Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Jahrgang 32. Indianapolis. Zndiana Freitag, ätn 25 August (899. No. 337

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durchschlüpfen, um so seltener aber kann ein Unschuldiger derurtheilt wer-den.

Ä, l1 jss'lsll. Wetterbericht. SchöneS Wetter heute Nacht und moallwerwelse amftaa : warmer Samstag. Höchste Temperatur inner halb der letzten 24 Stunden 91 Grad, niedrigste 71 Grad. Qchlssel'S Badeanstalt. Tempera tur 84 Grad. Von Manila. Wasb inaton. 24. Aug. Vom General OtiS ging heute dem Kriegsdepartement folgende Depesche zu, welche die Rückkehr deS Generals Bateö und die von ihm erzielten Resultate wie folgt meldet : General BateS ist zurückgekehrt. Seine Mission war erfolgreich. Ein Abkommen ist geschlossen, wonach der Sultan und StandatoS die Souveränität der Ver. Staaten über den ganzen Zolo-Archipel anerkennen und ihre Flagge zu Wasser und Land geführt wird. Die Ver. Staaten dürfen alle Punkte, welche ihnen nothwendig erscheinen, occupiren und controlliren. Die Einfuhr von Feuerwaffen wird verboten. Der Sultan wird bei der Unterdrückung deö PiratenthumS helfen. Er verpflichtet sich, Verbrecher auszuliefern, deren Vergehen nicht von Muhamedanern gegen Muhamedaner gerichtet sind. Die Beziehungen zwischen den amerikanischen Truppen und allen Muhamedanern sind äußerst freundlich. Zwei weitere Punkte werden von den amerikanischen Truppen besetzt, von denen auS der HandelSverkehr controllirt werden kann. Die Muhamedaner im westlichen Mindanao find freundlich gesinnt und bitten um Erlaubniß, die Insurgenten vertreiben zu dürfen. Bericht folgt per Post. IHM Wieder ein kleines Versehen beim Lynchen. Little Rock. 24. Aug. Wiley Bunn, der Neger, welcher sich kürzlich den Behörden in East St. LouiS stellte, st in Fordyce deS Mordes im ersten Grade schuldig befunden worden, nachdem er gestanden hatte, daß er vor vier Jahren in Ealhouu Eounty den an gesehenen weißen Bürger A. Martin umgebracht habe. Zwei andere Neger waren wegen deS Verbrechens, zu welchem sich schließlich Bunn bekannte, gelyncht, und ein driter von einem Ausgebot erschossen worden, welches irrthümlich glaubte Bunn vor sich zu haben. , ,,, Der Dreyfu ß.P r o z e ß. Rennek, 24. August. Immer klarer lassen die Verhandlungen die Spuren einer geschickt und wohl vorbereiteten Verschwörung erkennen. Sämmtliche Zeugen, welche zu Gunsten der Anklage aussagen, fuhren eine kegelrechte Komödie auf, wie sie sonst nur auf der Theaterbühne zur Ausführung gelangt. Alles, bis auf die Stichworte, ist vorgesehen und darauf berechnet, die armen Teufel von Solbaten, welche daS Kriegsgericht bilden und vor den Herren Generälen ohnedies in Ehrfurcht ersterben, trotz absoluten Mangels von Beweisen, , in einen solchen Zustand zu verletzen, daß sie sich unmöglich dazu erheben können, den zum Opfer der ZeneralftabS-Korrup-tion auSersehenen Juden freizusprechen. Wie genau AlleS abgekartet ist, beweist am besten die Farce, welche die Wittwe de Fälschers und SelbstmörderS Henry im Gericht aufführte. Nachdem der Major BertulluS seine .AuSsagen über Henry gemacht, die, weil sie der Wahrheit entsprachen, für diesen nicht gerade schmeichelhaft waren, erhebt sich die Wittwe Henry und läßt eine kolossale Tirade gegen BertulluS loS. Am Schluß derselben reißt sie ihren Wittwenschleier vom Gesicht und schleudert dem ruhig dasitzenden Ber tulluö daS Donnerwort Judas" an den Kopf. BertulluS erhebt sich gelassen und sagt zu den Richtern : WaS soll ich dieser Frau erwidern ? Aber ich kann dak Gericht nicht in dem Wahn lassen, als ob dieser AuSbruch sittlicher Entrüstung etwa ein spontaner sei. SS ist AlleS wohl vorbereitet. Heute früh erhielt ich einen anonymen Brief, worin mir mitgetheilt wurde, daß die Wittwe Henry hier diese Scene aus führen und am Schlüsse mich JudaS" nennen werde. Hier ist der Brief."

Und damit überreicht er dem Gericht daS Schreiben, welches ihn von der soeben abgespielten Farce schon vorh;r in Kenntniß setzte. Die Komödiantin, die ihr Spiel verrathen sah, erbleichte, wußte aber nichts zu erwiderr.. Und dieses Verschwörer - Gesindel, dessen Zeugniß den Angeklagten belasten soll, weiß trotz alledem auch nicht

den Schatten dessen, was im juristischen Sinne einem Beweis ähnlich sähe, vor zubringen. Wenn noch vorher an der Existenz einer Verschwörung gezweifelt werden konnte, so ist dies nach den Vorgängen, die sich soeben in Paris abspielten kaum noch möglich. Diese Anar. chiften"-Ercesse sind so augenscheinlich echt französische Machet ob durch die Polizei oder durch eine mächtige reak tionäre Clique veranstaltet, ist zunächst gleichgültig, daß kein Kenner sranzöfischer Verhältnisse sie für echt halten kann. Diese? ganz zwecklose Radaumachen, diese? Stürmen und Plündern von Kirchen, daö Verbrennen von Heiligenbildern, Altären und sonstigem Kirchenschmuck ist, mit genauer Kenntniß der Wirkung, welche dergleichen Excesse aus den konservativen Theil deö französischen Volkeö haben müssen, darauf berechnet, den letzteren gegen Alles, was er in seinem blöden Geiste als der bestehenden Ordnung." wozu vor Allem die Armee gehört, gefährlich hält, zur höchsten Wuth zu entflammen. Und auch der liberale Bourgeois, dem die ganze DreyfuS-Geschichte ohnedies höchst unangenehm ist, macht sich bereit, seinen Frieden mit irgend einer Staats-streich-Clique zu machen, wenn er dadurch nur Ruhe und Ordnung" erkaufen kann. Renn eö, 26. Aug. Gleich nach Eröffnung der Gerichtssitzung heute Morgen wurde ein Schreiben von zwei gänzlich unbekannten Aerzten verlesen, deö JnhalS, daß Du Path de Clam daS Bett nicht verlassen, also nicht nach Renneö kommen könne. Labori beantragte, daß zwei bekannte Aerzte beauftragt werden, de Clam zu untersuchen, aber Oberst Iouaust wieö den Antrag ab. Rowland Strang, Korrespodent einer englischen Zeitung, bezeugt, daß Esterhazy ihm gestanden habe, daö Bordereau geschrieben zu haben. Leveque, ein Schreiber im Kriegsamt, sagte auS, daß ihm DreyfuS einmal über die Schulter'gesehen habe, als er ein geheimes Dokument kopirte. Gobert, der Handfchriften-Sachver-ständige der Bank von Frankreich, erklärte sehr entschieden, daß daS Bordereau nicht die Handschrift DreyfuS' trage. Den Rest der Sitzung verbrachte der bekannte Bertillon mit dem Versuche, in dem Bordereau die Handschrift Dreyfuö' nachzuweisen. Er brachte eine riesige Menge on Karten, Photographieen, Zirkeln, Maßen, Logaritbmentafeln u. s. w. mit und demonstrikte damit in einer Weise, welche kein Mensch verstand. Die Richter sahen gelangweilt auS, die Zuhörer liefen davon, die Berichterstatter schliefen ein. Er maß jeden Strich, benutzte allerhand geheimnißvolle Apparate und die ganze Szene machte den Eindruck der Lächerlichkeit. Bertillon, der Erfinder deö nach ihm benannten Systems zur Jdentisizirung von Verbrechern, scheint ein completer Narr geworden zu sein. Die preußische Krisis. B erlin, 24. Aug. Der Correspondent der Assoc. Presse erhält aus autoritativer Quelle die Versicherung, daß Kaiser Wilhelm die Annahme deö Rücktritts deS KabinetS verweigert hat. Später wird aber eine theilweise Reorganisation deS Ministeriums stattfinden. Die Stellung deS ViceprSfidenten deS preußischen StaatSministeriumö und Finanzministers, Dr. von Miquel, ist so fest wie je, und dieS beweist die UnWahrscheinlichkeit einer Auflösung deS Landtages. Der Kaiser ist, trotz der jüngsten Er eignisse, welche seine Achtung vor den konservativen Mitgliedern deö Kabi netS sehr afsicirt haben, nicht gewillt, eS zum Bruche mit den Confervativen kommen zu lassen. Die politischen Allianzen, welche die Freifinnigen Führer und ihre Presse ihm bieten, er scheinen ihm nicht annehmbar. Eine weitere Sitzung deö preußischenStaatSrathS wird heute stattfinden I

und in derselben wird der Wunsch deS

Reichskanzler?, Fürsten Hohenloh', nach einer Auflösung der Kammern diökutirt werden. ES gilt jedoch für zweifelhaft, ob Fürst Hohenlohe die Sache zu einer Kabinetöfrage machen wird.

England und Transvaal S o u t h a m p t o n, 24. Aug. Der britische Dampfer Arundel Caftle" ging heute von hier mit 30 Offizieren und 770 Mann von verschiedenen Re gimentern nach Kapstadt in See. Durban, Natal, 24. Aug. Die hier wohnenden Leute, welche zur bri tischen ersten Reserveklasse gehören, haben Befehl erhalten, sich in Bereitschaft zu setzen, um zu ihren Regimen tern stoßen zu können. Johannesburg, 24. Aug. 3n einer hier abgehaltenen Versammlung von 200 Deutschen wurde ein Comite ernannt, welches der Regierung von Transvaal die Bereitschaft der deutschen erklären soll, im Falle deö Kriegö freiwillig in den Militärdienst einzutreten aber daS Ersuchen zu stellen hat, daß sie in Anbetracht der Leiden, welche sie in dem Magalo-Feldzuge zu erdulden hatten, ein besonderes Corps bilden dürfen. K a p st a d t, 24. Aug. Der Dela-goa-Bai-Zwischenfall in Verbindung mit dee enormen Durchfuhr von Munition hat die Aufmerksamkeit der britischen Beamten aus die ungeheuere Ansammlung von KriegSmunition in den südafrikanischen Republiken, besonderS Transvaal, gelenkt. Meuterei unter Franzosen im Sudan. Paris, 24. Aug. Der Figaro" erzählt, daß Oberst. Lieutenant Klobb und Lieutenant Meunier im französischen Sudan durch Mitglieder einer französischen Ezvedition getödtet worden sind. Oberst - Lieutenant Klobb war angewiesen worden, Gerüchte zu untersuchen, wonach eine Expedition unter Leitung der Hauptleute Voutet uud Chanoine sich Ungehörigkeiten hatte zu Schulden kommen lassen. Die Untersuchung ergab, daß die Gerüchte begründet waren und Klobb erhielt Befehl, daS Commando der Expedition zu übernehmen und die angeklagen Offiziere und Mannschaften nach der Küste zu bringen, wo die Leute vor ein Kriegsgericht gestellt werden sollten. Klobb machte sich auf den Weg und sandte einen Boten voraus, um Voutet und Chanoine im Marsch anzuhalten. Der Bote kam zu Klobb mit der Antwort zurück, der Oberst - Lieutenant möge sich alö todten Mann betrachten, wenn er seine Instruktionen ausführe. Alö Klobb, begleitet von Meunier, die Expedition einholte, gab Voutet seinen Leuten den Befehl, zu feuern. Klobb und Meunier wurden Beide getödtet. Ihre Begleiter flohen und brachten die Nachricht von dem Borgefallenen nach dem nächsten Militärlager. Voutet und Cbanoine haben sich in die Wildniß geflüchtet. Die L,bre Parole" veröffentlicht eine Unterredung mit dem Afrikadurchquerer Major Marchand, welcher voll Entrüstung behauptet, die im sranzösischen Colonial-Ministerium eingelzufene Nachricht über den Tod deö Oberst-LieutenantS Klobb und seiner Geführten könne unmöglich richtig sein, da Klobb und seine Colonne gar nicht dahin gelangt sein könnten, wo die Hauptleute Voulet und Chalowe mit ihrer Expedition operirten. Der Correspondent der NewS in RenneS sagt : Capitän Chanoine ist ein Sohn deS ehemaligen KriegsMinisters Chanoine, der mit den anderen Kriegsministern versuchte, die DreyfuS-Assaire zu vertuschen. Die Nationalisten hatten ihn in der Hand. Cbanoine aina in daS Kabinet Brisson, lief aber plötzlich weg, nach dem er eine Szene in der Kammer gehabt. Der Nationalisten-Führer aber wxßte um die Schandthaten, welche sein Sohn und Capt. Voulet an Männern, Frauen und Kindern im Sudan verübt hatten, die einfach nicht verös fentlicht werden können. Chanoine ging in daS. Kabinet Brisson, daö darauf verpflichtet war, die Revision des Prozesses DreyfuS herbeizuführen. Aber gerade so, wie Präsident Faure gezwungen wurde, sich derselben zu widersetzen, indem man seine Familien - Affairen auszubeuten drohte, wurde auch der General Chanoine zur

Resignation und zum Uebertritt zu den

Chronische Dyspcpsia knrirt.

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LtzH.ach nahezu drkibiqjäbrigem Leide an TyZ ?fpepsia schreibt Mrs. H. S. Duzdale. die m w Vixau tmti prominenten rfcbästsmannks von Warsaw. N. Y.: .Ceit 23 Jadren litt ich sortwädrcnd an Tyspcpftz und schwachem Magen. Tie leichteste adruna erzeugte Beschwerden. verursachte dektige Ct,mkr,cn und Forr-.i. rung von GaS. iaia wie sorgfälliz ich meine Tiät wahrte, ich litt quälende Schmerzen nach oem ncn. 3$ ttuxtt l n t::n Aerzten behandelt und versucht.' ich: ' tiltel ohne tauernte Abbitte. ü'cr $i uci begann ich Dr. MileS' Nerven: A:.2en vn N?rin, zu nehmen. Jnnerdli, rin.r ioe stellte sich Besserung in un i.z r.ar 'oa?) im Stande zu essen, was mir bclu:;: ?tne kAe s?olaen. f"ch kalte dieselben ftaJ "onitbi? mit eine einzige DosiZ vertreibt kair......;? al.e Eymptzine. xr. Stiles jjiiri.i werden durch al'r Apotheker verkauf unter einer poüliJe,, Garantie: die .U fflasche nützt ober dss Ö4fld wird zurückerstattet. Buch iil.T die Krankheiten deZ Herzens und der Ierven frei. lp Mites $ h Nervine: p Restores Yt Hoalth vvF I. .Xte Adresse: D r. M ! ! e , M e d t c a l E o.. Elkhart. Ind. Attgcrt Dich Dem Auge s reife eS nirfii au, und werke ei ntrfit tonn TAy sondern ende Dich an wo man Dir sfir Dein uge da nöthige la anfertigt, künstliche Uuaen werde ckmer,lo eingesetzt. r i l 5 e n werden ach den besten Methoden der ugen an aepaszt. Unterffützt die MWM UM betrieb douio Vaschmädche. No. 232 238 Virginia Avenue. O' Ä. fmfVOf tfVttiff. 9VtVfQtt Gegnern von Dreyfuö gezwungen, indem man drohte, die Unthaten sein SohneS zu veröffentlichen. . SchissO-TlaSriStts, Angekommen in : New Sork: Nritannic" von Liverpool. Q u e e n ö t o w n : Derbyshire" von Boston. Rotterdam: Spaarndam" von New York. Liverpool: Servia" von New Jork; Germanic" von New Fork. Genua: Aller" von New Jork. Hamburg: Patria" von New Jork. Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut anfangen. Hood'S Sarsaparilla beseitigt die Ursache diesek Uebels und heilt Catarrh dadurch, dap sie daö Blut reinigt. Hood'S Pillen wirken milde. aber rasch und sicher auf die Leber und den Magen. 25c. Der jjew york tore fMablirt 1853.) M;..,a. Buttttick Muster ! HausausstattullgsGegenstände. Spezialosserten in diesem Departement morgen. 17 Ot. Granite Geschirrschüsseln, zc reg. ö0c, Samstag Lüh 6 Qr. Granite Pudding Schüssel, Ea reg, 29c, Samstag IJu Granite Waschschüsseln,- reg. 19c, En Samftag uu Granite Seifenbehalterv sonst 10c, jjQ Oelöfen, reg.69c, AC Samftag Tülj Star Lauge, reg. 5c die Kanne, Sam- En stag 2 Kannen für Jli Enameline Ofenwichse, Qn die Schachtel :.. üb Osenbürsten, reg. 12e Qn für 0li Vn säumen Sie diesen Verkauf nicht. NeueS Aasement. kW IHil

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