Indiana Tribüne, Volume 22, Number 333, Indianapolis, Marion County, 21 August 1899 — Page 1
0 s ss AS ks As) m 'II I I s M r 1 I Ill i vw w K v H Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Jahrgang 2, Indianapolis. Zndiana Montag, öen 2 August (899. No. 33l:
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Wetterbericht. , Kühlereö, schone Wetter heute Nacht und morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 89 Grad, niedrigste 70 Grad. Schlssel'S Vadeanstalt-Tempera-tur 84 Grad. Was Schurmann sagt. Omaha, Nebr., 20. Aug. Präfident Schurman von der PhilippinenCommission sagte in einem Interview: Eö würde weise sein, einen Plan durchzuführen, welcher unS ermöglichte, Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhal ten, so daß den Philippinern kein An laß zur Unzufriedenheit gegeben- wird. Viele Amerikaner werden überrascht sein zu höreu, daß die gebildeten Phi lippiner jedem anderen Volke der Welt gleichstehen. Amerika muß milde mit den Philippinern verfahren. Sie sind zu wohlwollender Rücksichtnahme berechtigt. Sie haben viele sympatische (Hjarak terzüze. Ihr Familienleben ist ex:mplansch, er ist entgegenkommend gegen Nachbarn und Vorgesetzte. Wenn man sei Vertrauen hat und offen und ehrlich mit ihm verfährt, werden alle Mißverständnisse verschwinden und sie werden erkennen, daß wir ihre Freunde sind." Der erste Preis. (Spezialdeprsche der Ind. Tribüne.) W ab a s h, Ind., 21. August. Bei dem hier gestern stattgefundenen Wettfingen gelegentlich deS SängerfesteS deS Nord Zndiana und Ohio SängerbundeS hat der Sozialistische Sängerbund von Indianapolis unter elf Vereinen den ersten Preis erhalten. - Deutsche Nachrichten. Berlin, 19. Aug. DaS Abgeordneten - HauS lehnte heute biegesammte Canal - Vorlage mit 225 gegen 147 Stimmen ab. 32 Mitglieder enthielten sich der Abstimmung. Die Vorlage für den Dortmund - Rhein - Canal wurde mit 275 gegen 134 Stimmen abgelehnt. Vor der Abstimmung erklärte Fürst Hohenlohe, die Vorlage würde selbst im Falle der Ablehnung aus der TageSordnung stehen bleiben. Der unüberwindliche Wiederstand der Conservativen war eine Ueberraschung nicht allein sür den Kaiser, sondern auch für daS gesammte Cabinet. Der Kaiser soll gesagt haben, er bedaure, daß daS Cabinet oft die wichtigste Sache so ungeschickt sühre, daß er aktiv eingreifen müsse. Weder Fürst Hohenlohe noch Herr von Miquel haben sich sehr für die Vorlage'engagirt, so daß die KreuzZtg." sagt: Man weiß nicht, ist Dr. von Miquel sür oder gegen die Vorlage." DaS Wort Auflösung" ist gar nicht angetippt worden, obgleich fast alle Minister anwesend waren. Der einzige RegierungS-Vertreter, der ernsthaft inö Zeug ging, war Oberst Vudde, welcher erklärte, der Canal sei eine militärische Nothwendigkeit. SS ist klar, daß ein Theil deS CabinetS deS Kaiser Ansichten nicht theilt. Auch scheint eS, daß unter diesen Umständen daS Cabinet reorganisirt werden muß AuS der Umgebung deö Kaisers ist stets versichert worden, er werde den Landtag auflösen und an die Wählerschaft appelliren. Aber der AuSgang würde doch sehr zweifelhaft sein. Der zweite DreysuS - Prozeß wird selbstverständlich viel besprochen, be sonderS dS Attentat auf Maitre La bori und Gen. MercierS sogenannte Angriffe. Diese nimmt Niemand ernst. Man lacht über die Behauptung, Deutschland sei aus dem Punkt ge wesen, den Krieg zu erklären. In dem Punkt ist die ganze Presse einig. AlleS, waö geschehen wäre, wenn Präsident Casimir-Perrier die wüthenden AuS fälle gegen die deutsche Botschaft nicht hatte zum Aufhören bringen können, wäre eine lange Beurlaubung deS Bot schafterS gewesen. Aber unter keinen Umständen wären die Beziehungen drohend geworden. DaS Tageblatt" nennet d'.e Snthüllungen MercierS unglaublich, und die Frankfurter Zeitung" sagt, sie könnten nur Belustigungen hervorrufen. Die Kölnische Zeitung" bezeichne den Zustand der öffentlichen Meinung
in Frankreich als eine Art Wahnsinn, und sagt, in Deutschland nehme Niemand den General Mercier ernst. Obgleich daS Urtheil über die französische Regierung im Allgemeinen günstig ist, werden doch Zweifel laut,
ob sie im Stande sein wird, die Abneigung der Armee zu überwinden. Kaiser Wilhelm, der die Nachricht von dem Attentat bei der Enthüllung deS Denkmals seines Großvaters in Arolsea erhielt, sprach sich sehr energisch über die That auS. Erhält sie für den Theil einer Verschwörung. Se. Majestät wird genau über den Fortgang deö Prozesses unterrichtet. Ihr Korrespondent hört, daß dem Kaiser der Vorschlag gemacht worden ist, einige Dokumente, im Besitze der deutschen Regierung, zu veröffentlichen, welche DrehfuS' Unschuld über allen Zweifel klarstellen würden, und daß der Vorschlag eingehend erörtert worden ist. Aber man ist zu der Ueberzeugung gelangt, daß eS unmöglich ist und daß man nicht eingreifen darf. Die Presse stimmt mit dieser Anficht überein. Wichtig ist für die deutsche Politik die Annäherung an Holland und Belgien. Die Avancen kamen von den kleineren Ländern. Der hiesige holländische Gesandte hat einen BündnißVorschlag unterbreitet. EtwaS EntcheidendeS ist noch nicht beschlossen. Aber sicher ist, daß Verhandlungen gepflogen werden. Holländische Blätter agen, ein derartiges Bündniß sei wünschenöwerth, da die Gefahr bestehe, daß die Ver. Staaten die holländischen Besitzungen in Weftindien und Asien angreisen könnten. Die deutsche Presse steht dem Vorschlag sympathisch gegenüber, mit Ausnahme der altdeutschen und der Iingoblätter, welche meinen, Holland mit seinen Colonieen werde Deutschland so wie so zufallen. Der hier veröffentlichte Entwurf zum neuen Samoa - Vertrag ist im Ganzen identisch mit dem in Amerika bekannt gewordenen. Wie man hört ist Deutschand bereit, ihn zu ideotisiciren, obgleich weder der Kaiser noch Graf Bülow ganz zufrieden gestellt ist. Sie finden, deutsche Interessen seien nicht durch den Wortlaut sicher gestellt. Die ..National - Zeitung" und Frankfurter Zeitung" empfehlen dringend die Annahme der Einladung zur Philadelphia Industrie - Ausstellung. Sie sagen, die Handels - Beziehungen önnten allerdings besser sein, aber eS iege kein guter Grund zur Ablehnung vor, und persönliche Berührung zwischeu die Kaufleuten beider Länder könne nur dienlich sein. 3m Dezember kehrt Prinz Heinrich auS dem Orient zurück. Die fettesten Colonial - Stellen gehen betteln. Stellen mit 10,000 Mk. und Schreiberstellen mit 7,500 Mk. in Oft-Afrika finden keine Bewerber. Die zwei Brände, von denen Marienburg unlängst heimgesucht ward, und von denen der erste ganze Straßengedierte in Asche gelegt hat, sind, wie allgemein behauptet wird, aus die ruchlose Thätigkeit von Brandstiftern zurückzuführen. Infolge dessen giebt sich in der ganzen Stadt große Ausregung kund, zumal viele prominente Bürger Drohbriefe erhalten haben. In einem Privatgarten in Wieöbaden ist zum Entsetzen der Rheingauer WeingutSbeptzer ein ReblauSheerd aufgefunden-worden. Die üblichen Vorsichtsmaßregeln gegen die WeiterVerbreitung deS gefürchteten UngezieferS sind alSbald getroffen worden. Der Vorwärts" und andere Sozialiftenblätter erzählen eine etwas romanhafte .Geschichte vom kurzen Verweilen deS Kaisers bei der Reise nach Dortmund, in der schöne Fabrikstadt Solingen. Der Kaiser sei von einem dortigen Gesangverein, der, kaum daß ein Lied beendet war, ein neues anstimmte, so unerbittlich ange sungen worden, daß er schließlich den Dirigenten um Schonung seiner Oh ren bitten ließ. DaS habe jedoch nicht gefruchtet, die Sänger hätten immer wieder von Neuem -loSgelegt und der Dirigent habe dazu mit seinem Tact Sock in der Last herumgefuchtelt, bis ihm schließlich ein Polizeibeamter in den Arm gefallen sei und diesen nebst Tactstock festgehalten habe, mit der Drohung : wenn er jetzt nicht aushöre, würde er nebst seinen sämmtlichen Sängerbrüdern verhastet werden. ., Der Dr'eyfuS-Pro zeß. N e nn e S, 21. August. Der Prozeß gegen Dreyfuö wurde heute fort
gefetzt. Eine Anzahl Offiziere zeugte
! rAkfift föi srtrtfn fi f tyltyfctt KtlWVi Wg., f ten DreyfuS für schuldig, aber sie brachten keine Thatsachen gegen ihn vor. Nach der Manier der Generäle brachten sie nicht vor als haltlose An deutungen und Insinuationen. Ein Hauptmann Jungk bafirte sein Glau den" darauf, daß er gesehen habe, wie eine Prostituirte DreyfuS grüßte. Der Vertheidiger ließ die Aussagen ver lesen, welche derselbe Zeuge vor dem Cassationöhofe gemacht hatte, und eS ergab sich, daß dieselben ganz verschie den von seinen jetzigen lauteten. Bei einer anderen Behauptung deS Zeugen wies DreyfuS nach, daß er zu der Zeit, als der Zeuge angeblich mit ihm zu lammen in Paris war, in Wirklichkeit h MüHlHiufen bei dem Begräbniß seines VaterS war. ES ist offenbar, daß eS diesen Osfizieren in ihrem Hasse auf die grobsten Lügen nicht ankommt. (pezialdepesche deS Chicago Record.) R e n n e S, 20. August. Die Ereignisse, die sich gestern Vormittag in der Verhandlung deS DreyfuS-Pro-zesseö abspielten, waren nicht viel mehr, als eine Wiederholung vom ersten Tage des Prozesses. ES war ein Wiedererscheinen er Ossiziere vom Generalstab, die die alten Geschichten wiederholten und gemeinschastlich in derselben Richtung arbeiteten, fälschlich die Schuld deS Hauptmann DreyfuS zu begründen. Zwei weitere Generäle hatten heute den Muth diese schmachvollen Angrisse fortzusetzen. General Boiödeffre ist physisch und vielleicht moralisch zu sehr gebrochen, um Bewunderung einzuflößen. Man kann eS kaum glauben, daß dieser Mann mehrere Jahre lang Oberbesehlöhaber der französischen Armee war, daß er im Kriegsfalle die Operationen im Felde hätte leiten können. Sein langjähriger Freund, General Gonse, der ihm. als Zeuge" folgte und ein sehr stumpfsinniges Gesicht besitzt, scheint in der That ein passender Gefährte zu sein. Wie Maitre Demange und Hauptmann DreyfuS diesem braven General heimleuchteten ! DreyfuS' hohe Intelligenz und korrekteS Benehmen gewinnen ihm täglich neue Freunde. Ich habe daS gestern hier circulirende Gerücht, daß Hauptmann Dreyfuö auf feinem Wege vom Gefängniß noch dem Lyceum einen Leutnant zwang, ihn zu grüßen, untersucht- und fand, daß eS vollständig auf Wahrheit beruht. Dieser Zischenfall scheint auf Oberst Jouauft einen guten Eindruck gemacht zu haben, denn heute Morgen erwiederte er, zum zweiten Mal seit dem Beginn deS Prozesses, DreyfuS' Gruß, al dieser vor seine Richter geführt wurde.' Gewöhnlich giebt der General vor, daß er zu beschästigt sei, um zu sehen, wenn Drey. fuS eintritt, eine der vielen kleinen Beschimpfungen, die der Gefangene über sich ergehen lassen muß, der, obwohl vor dem Gesetz nicht schuldig, von allen Ossizieren wie ein schon Verurtheilte? behandelt wird. DaS Vorkommniß mit dem Leutnant ist daS erste Beispiel, wo DreyfuS diese Beleidigungen geahndet hat. ES herrscht hier allgemein daS Gefühl, als fei der Prozeß jetzt an seinem Wendepunkt angelangt. Alle hohen Ossiziere, die Aussagen zu machen hatten, haben dieS gethan. Alle, ohne Ausnahme, halten DreyfuS für schulbig und steht eS wohl kaum zu erwarten, daß sie von dem nun einmal eingeschlagenen öurS abweichen werden. Denkende Leute beginnen, sich zu fragen: WaS wird daS Resultat sein?" Ich habe heute mit den meisten Führern der DreyfuS-Seite gesprochen und habe sie sehr ermuthigt gefunden. Die Richter zeigten auch heute, daß ihr Interesse durch Oberst - Lieutenant PicquartS Zeugniß erweckt wurde. Die nachfolgende Meinungsäußerung spie gelt vielleicht am besten die Anficht deS ganzen gemäßigten Flügels" der DreyfuS-Partei wieder. Sie wurde von Herrn Gabriel Monod abgegeben, einem der angesehensten Professoren der Universität von Paris und auSgezeichneten Gelehrten, der von Anfang an auf der DreyfuS-Seite kämpfte. Herr Monod sagte zu mir : Die gegenwärtige Lage ist sehr eigenthümlich. Diese Richter und Generäle find ebenso revolutionär wie Herr IaureS und die Anarchisten. Sie kümmern sich nicht im Geringsten um die Ent
scheibung des Obergerichts von Frank
reich und führen den Prozeß ruhig weiter und sammeln solch BeweiSmaterial", wie eS ihnen beliebt, als ob daS CassationSgericht nicht vorgeschrieden hätte, wie die Untersuchung gefuhrt werden sollte " Aber trotz dieser offenen GesetzesVerletzung find fie unfähig, einen thatachlichen Beweis dafür zu finden, daß DreyfuS ein Verräther ist, trotzdem sie olche Beweise" jahrelang fleißig geachthaben. Sie können höchsten? und auch dann nur in ihren eigenen Augen erfolgreich sein, indem sie gewisse Muthmaßungen" stichhaltig befinden, und dann möglicherweise DreyuS zu einer Reihe von Jahren Geängniß verurtheilen können. Da er aber diese Strafe schon verbüßt hat, müßte er dann freigelassen werden, obwohl er dann dennoch vom StandPunkt seiner Richter und Feinde auö eine moralische Verurtheilung erleiden würde. Hauptmann DreyfuS wird nie nach der TeuselSinsel zurückkehren, dessen können Sie sicher sein." BlutigeKrawalle. P a r i S, 20. August. Paris war heute der Schauplatz ernster Unruhen. Die Anarchisten hatten eine Versammlung auf der Place de la Republique. AIS die Polizei in Folge aufreizender Aeußerungen die Versammlung auflösen wollte, kam eS zu lärmenden Demonstrationen und zu heftigen Kämpfen. Schaaren der Leute durchzogen die Straßen, demolirten eine Kirche und zwei Cafeö und hatten einen Zusammenstoß mit den Guerinisten, wobei von allen möglichen Waffen Gebrauch gemacht wurde. Die PolizeiprSfektur giebt die folgende Statistik über die gestrigen Krawalle aus : Verwundet wurden 380 Personen, in daS Hospital geschickt 360, vom Personal der Polizei wurden 69 Mann verwundet, abgesehen von den Commissären Goutier und Dolmine. Verhastet wurden 150 Personen und 80 wurden unter Ausficht gestellt. BeklagenSverth ist, daß der Vorfall als DreyfuS freundlich betrachtet wird und deßhalb die Aussichten auf Freisprechung verschlechtern wird. Man glaubt, daß die Krawalle die Folge von der Schwäche find, welche die Regierung in der Guerin-Assaire gezeigt hat. Der Wunsch der Regierung, Blutvergießen zu vermeiden, ist falsch aufgefaßt worden und daS wird die schlimmsten Folgen haben. NeueS Interview mit Dewey. L o n d o n, 20. Aug. Der Correspondent der Daily NewS" telegraphirt auS Neapel den Inhalt eines Interviews, welches er mit dem Admiral Dewey gehabt haben will.- Der Admiral sagte, er glaube, die Philippinenfrage werde bald gelöst sein. Seines ErachtenS feien die Bewohner deS Archipels zur Selbstregierung besähigt, und der einzige Weg, dem Aufstände ein Ziel zu setzen, und die Prosperität zu sichern, bestehe darin, daß man sie ihnen bewilligt. Er erklärte, er sei nie sür die AnWendung von Gewalt gegen die PhilippinoS gewesen, und bemerkte, nachdem man ihnen die Autonomie eingeräumt habe, lasse sick von der Annezion reden. Als er gefragt wurde, ob ein Conflikt zwischen Deutschland und den Ver. Staaten wegen der Philippinen möglich sei, erwiderte der Admiral nach d:r Versicherung deS Correspondenten : ES ist unmöglich, daS Unvorhttsehbare dorherzusehen. OchissA.Nachriyten. Angekommen in : Bremen, Lahn" von NewSork. H a v r e, La Champagne" von New-Sork. Liverpool. Ultonia" von Boston. New-Sork, La Normandie" von Havre; New-Sork" von Southampton; Marquette" von London. -- Dieauffallendften Heil ungen von Skrofeln, die man kennt, find mittelst Hood'S Sarfapanlla er zielt. Dieses Mittel sucht seines Gleichen bei Blutkrankheiten. Braucht nur Hood'S. Hood'S Pillen sind mit der Hand gemacht und völlig gleich an Größe und Gewicht. 25c.
Ein zerrüttetes Nervensystem Schließlich Herzbeschwerden. esundheit wlederhergefteUt durch Dr. MileS'S Nervin,.
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err Edward Hart,, der jonialt PZans Sfj ger des groöel Stores der veppcrs üo. v& ju üracemüe, Jll.. schreibt: ch w:r nie einen Tag krank in meinkin Leben, bis l&Ö. Ich litt so schlimm an nervöser kkrscklassung. das, ich meine Etellk nicht versehkn konnte und zu mcdi,'niren ansangen muhte. Ich versuchte unsere Lokal-Äerzte und einen in Joliet. aber Uintt konnte mir helfen und ich dachte, ich würde fterden. Ich wurde verzagt und stand unsägliche Angft auS. konnte wev effen, noch schlaf? und rüden, et schien als könne ich nicht eristiren. Nach Verlauf von secht Monaten , war ich nur ein Schatten und zuletit wurde mein Hcr; ergrifsen und ich war toadrdast elend. ?ck nahm sechZ oder acht Flaschen von Tr. MileZ' Rervine, die mir von Ansang an Linderung brachte und mich schlicblich kurirte. Der gröbte Segen meine; Lebens. Dr. MileS' Mittel werden durch alle Apotheker verkauft unter einer positiven Garantie: die erft Flasche nützt oder das Geld wird zurückcrstattet. Buch über die Krankheiten deZ Herzens und der Nerven frei. dreffe: .tfÄ On Z Mlles 3 Nervine ! Roctores Health v' Vaiul S x. M i I I M d i c a l Co.. lkbart. Ind. Angekommen : Cuba Papageien ! Jetzt ist die Zeit billig zu kaufen, jeder Vogel wird garantirt gut sprechen zu lernen. C. F. Klepper, 433 Nassachufit Voinni , zwtschin Vermont und Michia, trah,. li n Der VI ant von A r m i n a ton. ist in einer kalbverfallenen 5)ütte eine Frau Betsey Griffin vereinsamt gestorben, unter deren Papieren man Dokumente fand, die glaubwürdiae Beweise enthalten, dak die Verstorbene dem höchsten altenglischen Adel entstammt und höchst wahrschemUch nock au einer Millionen-Erbschaft be rechtigt war. Frau Griffin kam im Jahre 1856 nach Amerika, veryeirathete sich im Jahre 1864 und imJahre 1872 verlieb sie ifir Gatte, da er keine Scheiduna. von ihr ergangen konnte. Seit der Zeit hat j!e einsam in einem kleinen Hause g.i.oh.lt und stets jedwede Hilfe von S.:te:i ihrer Nachbarn abgeschlagen. Wari;m sie eigentlich nach Amerika auswanderte, darüber hat man keine nähere Auskunft erlangt. Ihr Urgroßvater soll der Carl von Charnock gewesen sein. Als Övfer übermäkiaen Theegenusses liegt Frau Bridget Kelly, 46 Jahre alt und die Mutter von elf Kindern, auf den Tod erkranU im Bellevue Hospital, N. I., darnieder. Ihr Zustand ist als Wassersucht erkcmnt worden, die jedoch direkt auf den konstanten Genuß von Thee zuruckzuführen sein soll. Wie die Frau erklärt, hat sie schon als Kind in Irland ihre 3 und 4 Tassen Thce zu jeder Mahlzeit getrunken, später steigerte sich das Quantum auf 30 Tasten oder mehr pro Tag; wenn sie recht durstig war. trank sie öfters eine ganze Kanne in einem Zug aus. Bis vor Kurzem fühlte sie sich hierbei aber recht wohl, dann aber trat eine vollständige Zerrüttung des Nervensystems und Berfall der Kräfte eiu Der - ew Yr n tore lgtablirt 1853.) "M,,,. Butterick Muster I Haushaltungssachen. Etwa 28 einfache GaS - Brenner, Nickelplattirt, kosteten $1.25 PQn und 51.50 Oüü Eine Partie 14 Quarts haltiger Geschirrschüsseln, blau und grau, R Qft werth 75c, etwaS beschädigt.. . 431 Nickelvlattirte Bügeleisen, daS C ft Pfund..... ÜÜ Sroße Waschzuber auS CQn Holz Oüü 10 Quart Wassereimer auS fn Blech..... lUli Jndiana Globe Waschbretter (On reg. 25c sür I du Große Spähn-Waschkörbe, reg. On 25c für lb 25c Parlorbesen I5C Kommen Sie morgen und sehen Sie waS wir sonst noch haben. mi m bis im
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