Indiana Tribüne, Volume 22, Number 331, Indianapolis, Marion County, 19 August 1899 — Page 1

o O rlC AV rlO A u ü W O ?? kS I ft tfvft l9 v O W V W y- W G G V Office : No. IS Göb Alabama Otratze. Telephon 1171. Jahrgang SS. Indianapolis, Zndiana Samstag, öen $ August 1899. No.331

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Wir glauben nicht, daß eö zu einem Kriege zwischen England und der Transvaal Republik kommen wird, Letztere wird wohl oder übel dem Drucke nachgeben und eine liberale Politik den Ausländern gegenüber einschlagen müssen. Solch rückschritt liche, veraltete Institutionen, wie die im Transvaal zur Zeit herrschenden lassen sich bei dem Wachsen der Be völkerunz. bei dem Zuströmen von Einwanderern und der Entw cklung deö Bergbaus oder der Industrie nicht auf die Dauer aufrecht erhalten. Gehört nun auch der Krieg nicht zu den Wahrscheinlichkeiten, so gehört er doch zu den Möglichkeiten und einige Nähere über die Wehrkraft der BurenRepublik zu erfahren, ist nicht ohne Interesse. Bei den Tranövaal-Buren sowohl wie bei denen deö Oranje FreistaatS, beide Staaten haben seinerzeit ein politischeö wie militärisches Schutz und Trutz. Bündniß abgeschlossen ist die allgemeine Wehrpflicht für den Kriegöfall in der vollkommensten Weise durchgeführt. 3n Transvaal dauert sie vom 16. biö C0. Jahre, imOranjegreiftaat vom 18. bis 60. Lebenöjzhre. Bei der frühreifen körperlichen EntWickelung der Afrikander" liefert das nach unseren Begr ffen sehr jugendliche Alter durchaus brauchbares SoldatenMaterial. Nach dem Wehrgesetz von 1895, welches die StaatSa.rtillerie reorganiirte, soll dieses KorpS den Kern der Kriegsmacht der Republik bilden. Die militärische Ausbildung muh so geregelt sein, daß die Mannschaften am Ende ihrer Dienstzeit im Stande find, wenn nöthig, als Unteroffiziere einzureten. DaS KorpS besteht etatSmäßig aus 32 Offizieren, 80 Unteroffizieren, 290 Mann und ist für den Dienst in der Artillerie (Reitende, SebirgS-, FestangS-Artlllerie). bei der Feldelegraphie, Intendantur und dem Krankenwesen in erster Linie alö Lehrtruppe vorgesehen. An der Spitze derselben steht der Kommandant-Gene-ral, welcher beiläufig ein JahreSgehalt von 12,500 Dollar bezieht. An Gechützen verfügt daS KorpS, welches in einem Lager bei Pretoria stationirt ist, über einige Zeldbatterien und eine größere Anzahl PofitionSgeschütze, meistens von Krupp geliefert. Auch Schnellfeuer-Kaaonen find vorhanden. Die Hauptkireitmacht von TranSoaal bildet jedoch die Büraerwebr. Die statistischen Angaben über ihre Stärke schwanken zwischen 25,000 und 26.000 Mann webrvssichtiaer BurgherS, von denen sich 15,000 blS 16.000 im kräftigsten ManneSalter befinden. Die weiße Bevölkerung von Transvaal zählte im Jahre 1893 etwas über 320.000 Köpfe, darunter aber auch zahlreiche UitlanderS", welche jedoch der Mehrzahl nach bisher vom Waffendienste alö nicht wahlberechtigt ausgeschlossen waren, aber jetzt nach einer neuen Verfügung, im Kriegsfalle ebenfalls int Ver theidigung herangezogen werden sollen eine Maßregel, die aber eher die Transvaal Streitkräfte schwächen als stärken dürste, da die in Dienst gepreßten brwassneten UitlanderS beständig überwacht werden müßten. Bon den 650.000 Köpfe zählenden KaffirS find ungefähr 60,000 Mann zum Kriegsdienste verpflichtet. SS erscheint aber zweifelhaft, ob im Krieg?falle auf diese im Uebrigen minderwerthigen Hilsötruppen zu rechnen ist. Die militärische Eintheilung deö Lande? ist streng durchgeführt und ermöglich! eine ungemein rasche Mobilifirung, da jeder Bürger verpflichtet ist, mit Pferd, Waffen, Au?rüftung und Proviant unverzüglich nach Eingang de? Aufgebote? auf den Sammelplätzen zu erscheinen. Der Freistaat ist für diese Zwecke in Distrikte, jeder Distrikt in Feld kornetschasten (Wicken) eingetheilt. An der Spitze deö Diftriktö steht ein Kommandant, an der Spitze der Wjcken Feldkornetö, die im Frieden wie im Kriege große .Machtbefugnisse besitzen. Bei einem Aufgebote würden sofort 30.000 Mann regulärer Truppen un ter Waffen ' stehen, die in äußerster Noth noch durch 5060,000 ZuluHilsötruppen verstärkt werden können Dank der vorzüglichen Mobilisirun?.' eintheilung in 17 Distrikte vnd 40

Kreise ist jede feindliche Ueberrumpelung ausgeschlossen, daö zeigte sich bei dem Uitlanderaufstand in 1890 und

dem Einfall Jameson'S in 1895. der sehr erstaunt war, a!S ihm der Marsch ach KrüaerSdorf durch 2000 wie auö der Erde gestampfte Waffenträger der sperrt wurde. I)ni ijliiiifljiidjlni. Wetterbericht. 3m Allgemeinen schöne? Wetter heute Nacht und Sonntag; fortgesetzt warm. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 89 Grad, niedrigste 63 Grad. Schissel'S Badeanstalt-Tempera tur 81 Grad. Der D r e y f u ö-P r o z e ß. (Speziaidepesche des Chicago Record.) Renneö, 17. August. So unf 11mKIS A fit CtVtfltA Kt Clttft t4 t IIUIIUIIUJ Ufc JLltMU9 V UUt ivai welche die gestrige Verhandlung durchwehte, so außerordentlich günstig für ihn kann daö Resultat der heutigen Sitzung bezeichnet werden. Zum ersten Mal seit Beginn deö Prozesse? traten Zeugen zu seiner Vertheidigung auf und der Ton, der die heutigen Verhöre beherrschte, war vergleichsweise ein sehr freundlicher. Während der gana. a rt1 M n a . zen vteve des vticyters Berluius, cie ein machtvolles Argument für Freisprechung war, nahm Hauptmann Dreyfuö eine Haltung, wie sie noch nicht an ihm beobachtet wurde. Sein Kopf beugte sich vorwärts und seine Augen hasteten auf seinen Richtern. alö versuche er ihre Gedanken zu errathen und zu erforschen, welche Wirkung die Aussage auf sie ausübe. Dieö zeigte die Ungewißheit an, die er bezüglich seineö Schicksals fühlt nach seiner Erfahrung im Jahre 1894. Die interessanteste Scene im beutigen Akt deö DramaS war die Eonfron tation von Richter Bertuluö mit Madame Henry. Letztere ist ein Weib von ziemlich gewöhnlicher Herkunft und von nur mittelmäßiger Intelligenz, die schlimmste Art von Personen, mit denen sich umgehen läßt. Sie beleidigte Herrn Bertuluö zweimal und wandte sich einmal an ihn in einer Weise, als volle sie sich auf ih stürzen. Oberst Jouaust machte sie mit strenger Stimme daraus aufmerksam, daß sie ihre Worte an ihn und nicht an Herrn Bertuluö zu richten habe. Letzterer blieb dagegen kühl und behandelte Madame Henry alö Frau und Wittwe, d. h. rücksichtövoll und ehrerbietig. Trotzdem nahm er von seiner schrecklichen Anklage gegen ihren Gatten kein Iota zurück. Während der Pause spielte sich eine eigenthümliche Episode ab. Der auögezeichnete sozialistische Redner Jean Jaureö, umgeben von Zeitungöleuten mit JuleS Elaretie an der Spitze, wiederholte unter den schattigen Bäumen deö Lyceum. Hofes Herrn Bertuluö' Rede. Thatsächlich hatte dessen Auösage die Natur einer Rede angenommen und Herrn Jaureö' Wiederholung derselben war umso interessanter, alö Herr Bertuluö so leise gesprochen hatte. daß man ihn nur auf der vorderen Bankreihe verstehen konnte, wo Jaureö sß. Nach der Pause kam der wichtigste Zeuge für die Vertheidigung an die Reihe, der Mann, der seine Carriere, seine Gesundheit und beinahe sein Leben für die Ehrenrettung Dreyfuö, opferte. Die Freunde deö Gefangenen können aber erst frei aufathmen, wenn Oberst Picquart seine Zeugenaussage morgen beendet haben wird, denn wenn er inzwischen ebenfalls einem Revolverschuß zum Opser fallen sollte, wäre dieö ein schrecklicher Schlag für Hauptmann Dreyfuö' Sache. Der Oberst geht aber nicht nur selbst bewassnet, sondern hat einen Freund, der ihn nie verläßt. Keinem Besucher ist eö erlaubt, sich Herrn Picquart zu nähern, ehe nicht seine Persönlichkeit und der Zweck deö Besuche gründlich untersucht ist. .Maitre Demange machte eö im Kreuzverhör dem General Roget ziemlich heiß. Die dem General vorgelegten Fragen waren daö Resultat einer Berathung mit Maitre Laborie, der, obwohl immer noch im Bette, an nicht? andere? al? den Proceß denkt. Da? Auftreten der Offiziere im Gericht, al? General Roget verhört wurde, bestätigt jedoch, wa? ich Ihnen gestern Abend cabelte. Drevfu?' Anwälte müssen vor diesem Kriegsgericht nicht

so handeln, .:lö befänden sie sich vor den Assisen. Einmal, alö Maitre Demange den braven General so in die Ecke gedrückt hatte, daß eö kein Entkommen für ihn gab, machten Oberst

Jouaust und Major Carrier, die Vertreter der Regierung, unterstützt von dem Zeugen selbst natürlich, gemein same Sache gegen den Anwalt. Dieser stand kluger Weise davon ab, die Sache zu weit zu treiben, um nicht eine, seinem Clienten ungünstige Wirkung her vorzurufen. Man sieht, daß Maitre Demange wohl weiß, waö er will und den richtigen Kurö eingeschlagen hat Maitre Mornard, der heute Abend hier eintraf und morgen der ProzeßVerhandlung beiwohnen wird, wird die Weisheit" dieses Gerichts zu bewundern Gelegenheit bekommen. Vielleicht ist die Verwundung des Herrn Labori ein Segen in Verkleidung," denn die Reibung zwischen den beiden Anwälten hätte sicher zugenommen Maitre Demange vertritt die Familie Drlysuö und wünscht die Freiheit deö Gefangenen herbeizuführen. Daö ist sein ersteö Ziel und in seinen Händen wird der Prozeß, wie biöher, jeder politischen Färbung beraubt. Herr Labori sieht jedoch in dem Drehfuö-Pro-zeß einen gewaltigen Kampf zwischen der militärischen und bürgerlichen Macht. Gerechtigkeit und Ungerecht, gkeit, häusliche und private Rücksichten kommen für ihn bei diesem Prozeß nicht in Betracht. Aber jene von unö, die den ganzen Morgen in daö müde Gesicht Dreyfuö geblickt haben, fühlen mit Maitre Demange, raß Weiv uno lnoer, der' Mann, Gatte und Vater zuerst auöschließliche Berücksichtigung verlangen. Theodore Stanton. -mD i e heutigen VerHandlungen im DreyfuöProzesse. R e n n e ö, 19. August. Hauptmann Culguet, der die Fälschung Henry'ö entdeckt hat, war heute der erste Z?uge. Er sagte nichts Neues. Er sprach die Ansicht" auS, daß die Erklärung Schneiders diesem abgezwungen worden sei. Du Paiy de Clam wurde ausgerufen, ließ sich aber wegen Krankheit entschuldigen. DaS Gericht ordnete seine Vernehmung in Paris an. Gen. Boiödessee sagte, er sei überzeugt, daß Dreyfuö daö Bordereau geschrieben habe und daß er schuldig sei. Gen. Gonse war der nächste Zeuge. Er erzählte, daß er Hauplmann LebrunRenault am Tage nach der Degradirung Dreyfuö' zu Kriegsminister Cavaignae führte, wo er die Erzählung von dem Geftändniß wiederholte. Auf die Fragen Demanche'ö gab Gonse die Wahrscheinlichkeit zu, daß die in dem Bordereau angeführten Dokumente niemals abgeliefert wurden. Dreyfuö- stellte dann selbst einige Fragen an Gonse, und stellte mehrere Dinge, die er gethan haben soll, entschieden in Abrede. Da gab General Gonse zu, daß eö nicht wahrscheinlich sei, daß Dreyfuö diese Dinge gethan habe, daß eö aber möglich sei. Die neuesten Fälschungen. Renneö, 18. August. Alö heute Morgen die Schneider-Depesche durch öffentlichen Anschlag bekannt wurde, jubilirten die Freunde Dreyfuö'. Die Gegner aber fühlten schwer den Schlag. Gen. Mercier hatte die Wichtigkeit deö Schneider'schen Briefes schwer betont und den Brief dem Gerichte mit triumphirender Miene übergeben. Die Generäle haben keinen Advokaten mit dem sie berathen. Ein juristischer Berather hätte sie nach den bereit? vorhandenen vielen Fälschungen vor der Gefahr diesen Brief ohne Weitere? zu benutzen, gewarnt. Ein weiterer schwerer Schlag für die Generäle ist die Veröffentlichung einer Depesche de? Obersten Panizzardi, ebenfall? im Figaro, die Behauptung de? Gen. Roget, daß er an den italienischen Gesandten, Signor Roßmann, bezüglich der Beziehungen zwischen Schwarzkoppen und Dreyfuö geschrieben habe, als Lüge und Fälschung bezeichnend. Die östreichische Gesandtschaft und die italienische Gesandtschaft beglaubigen die Echtheit der bezüglichen Depeschen. Die Spitzbüberei de? General? Mereier wurde klar dargelegt, al? der Vertheidige? ihn fragte, warum er den

Kommentar Gueneeö der Depesche mit jden Worten: Diese Canaille D." nicht beigefügt habe. Mercier antvortete, daß dieselbe für seinen Pridatgebrauch bestimmt gewesen sei.

Ah sagte Demange dann wußten Sie also, daß daö D nicht Dreyfuö, fondern Duboiö bedeutete. Wie Dreyfuö lebt. Renneö, 18 Äug. Dreyfu? lebt noch immer nur von Milch und Eiern. Beim Aufstehen de? Morgen? um 6 Uhr trinkt er ein Gla? Milch. Nach Schluß der Gerichtssitzung trinkt er wieder ein Glaö Milch und um 1 Uhr ißt er ein weicheö'Ei und trinkt wieder ein GlaS Milch. Um 2 Uhr besucht ihn seine Frau und verbringt ein paar Stunden mit ihm. Dann besuchen ihn Verwandte, die bleiben eine halbe Stunde. Um halb fünf Uhr kommt sein Advokat und bleibt biö 7 Uhr. Dann bringt er zwei Stunden mit öesen und Studiren zu und um 9 Uhr begiebt er sich zu Bett. Er ist im All', gemeinen bei guter Stimmung und hofft mit Sicherheit auf Freisprechung. Nicht der Rechte. Renneö, 18. August. In Dold wurde ein Mann verhaftet, der behauptete. er habe den Schuß auf Labori abgeseueit. Er wurde hierhergebracht, aber Picquart, Gast und Andere erklären, er sei nicht der Thäter. Der Mann schrieb einen Brief an die Polizei, worin er sich der That rühmt. Man halt ihn für verrückt. ' England und Transvaal. Kapstadt, 18 August. MilitärContigente gehen täglich von hier und von anderen Städten nach der Grenze von Transvaal ab und die Rekrutirung wird eifrig fortgesetzt. Pretoria. 18. August. Die Regierung hat noch keine Antwort auf ihre. Depesche an die Behörden in Lo. renzo Marqueö bezüglich der Fest Haltung der in der Delagoa-Bai angekommenen Sendung von Verrathen erhalten. Der Volköraad setzte heute die DiSkulfion deö Dynamit-MonopolS fort, w v ; 4 . uno cic ajcDslnc wuroe vlS zum Schluß der Sitzung noch nicht beendet. Lorenzo Marqueö, DelagoaBai, 18. Aug. Die Regierung der Südafrikanischen Republik macht große Anstreigungen, die hiesigen portugiefischen Behörden zur Gestattung der Passage von Waffen und Munition zu bewegen. Präsident Krüger hat persönlich ein dahingehendes telegraphisches Ersuchen gestellt, indem er erklärte, ein Moduö vivendi mit England sei ge-sichert.

Tranövaal macht Zugeständnisse. Lond on, 18. Aug. DerZohanneöberger Correspondent der Daily Mail" sagt : Ich höre, daß die Regierung von Tranövaal, anstatt aus den Vorschlag deö Herrn Chamberlain zu antworten, der die BürgerrechtsControverse an eine gemischte Untersuchung. Commission verwiesen sehen will, zu verstehen geben will, daß sie fünfjährigen Aufenthalt zur Erlangung deS Bürgerrechtes anzunehmen geneigt ist und daß die Vertretung der Goldfelder auf ein Viertel deö Volksraad erweitert werden soll, während Sir Alfred Milner nur ein Fünftel verlangt hatte. Diesen Zugeständnissen sollen keine Gegenforderungen gegenübergestellt werden, aber eö soll der englischen Regierung nahe gelegt werden, 'Gegenbewilligungen zu mächen. Diese augenscheinliche Unterwerfung muß jedoch mit Vorsicht aufgenommen werden. Wenn die neuen Gesetze nicht durch wirksame Bürgschaft gesichert find, mag eö nur ihre Abficht sein, den Schatten von Reformen zu bewilligen, um Zeit zu gewinnen und England im Nachtheil zu lassend Die Correspondenten der Timeö" und Standard" in Johannesburg beftätigen die Angaben deö Correfpondenten der Daily Mail" und behaupten, daß der neue Plan daö Resultat reiflicher Ueberlegung und Berathung zwischen Pretoria, Bloemfootain und den afrikanischen Politikern in Capetoan sei. Der Johannesburger Correspondent der Morning Post" berichtet, daß die Soerö in den außer-? .ikrikten dro- " 'N

hen, im Falle eineö Krieges alle Engländer todtschlagen zu wollen. Alle BurgherS" im KrügerödorpDistrikt haben gestern Befehl erhalten, zu irg,nd einer Minu'e bereit zu sein,

in'S Feld zu rücken. Bleibt fest. Pari, 18. August. Guerin wieö da Anerbieten deö Generals Jockey ab und verbleibt in seiner Festung. Die Regierung macht bekannt, daß sie auö Rücksichten der Menschlichkeit daö Hanö nicht stürmen lassen, aber alle und jede Verbindung mit demselben abschneidenwerde. SSiffS.NaSriSten. Angekommen in : New Jork: Fürst Biömarck" von Hamburg; Cusic" von Liver Pool. Southampton: Auguste Victoria" von New Jork nach Hamburg; Lahn" von New Jork nach Bremen. Hamburg: Pretoria" von New Jork, via Plymouth und Cherbourg. Queenötown: Campania" von New Jork. Boston: Cephalonia" von Liver Pool. allerlei. unter tonverbaren Un ständen fand in London ein NachtWandler Namens Thomas Vunting seinen Tod. Er hatte, einen Ausflug gemacht und benutzte den in der Nacht nach Willenhall zurückkehrenden V:rgnügungszug zu seiner Heimfahrt. Gegen Mitternacht, kurz nachdem der Zug Liverpool verlassen hatte, fiel Bunting in einen tiefen Schlaf. Eine Stunde nachher sprang er plötzlich auf, fuchtelte mit den Armen um sich und ging zur Coup6thür, die er öffnete. Als man ihn zurückhalten wollte, war es schon zu spät er war aus dem Wagen gestürzt. Man fand ihn später mit zerschmettertem Schädel auf den Schienen. Es wurde festgestellt, daß der Verunglückte ein notorischer NachtWandler war und oft mitten in der Nacht sein Haus verließ, um längere Spaziergänge zu machen, an die er sich am Morgen absolut nicyt zu erinnern wußte. Nachdenjetztoeröffentlichen richten t:3 fla.-.zösischenActer-bauministeriumZ ücer die Einnahmen des Totalisators im Iah 1893 sind nicht weniger als L'21,Ö'J3,Ü00 Francs an den Schaltern der keinen Holzbuden auf den Rennpläuen eingezahlt worden. Fast die Gesammtheit dieser Summe, nämlich 200,358.000 Francs entfällt auf die in Paris und Umgebung gelegenen Platze. Bekanntlich erhebt d:e Verwaltung 2 Procent von diesen Einnahmen für wohlthätiae Stiftungen.. Demnach steuerten die Rennenbesucher im verflossenen Jahre 4.443.372 Francs zu wohlthätigen Zwecken bei. Für das laufende Jahr ist eine ganz bedeutende Erhöhung der Einnahmen zu erwarten, da die Buchmacherwcttkn verboten sind und die Spielleidenschaft eher zu- als abgenommen hat. Natürlich liefern diese Ziffern den Volkswlrthen reichhaltiges Material zu ernsthaften Betrachtungen über die verderblichen Wirkungen der Rennwetten nicht nur hinsichtlich der einzelnen Familien, sondern auch des Nanonalwohlstandes. Ein Kampf mit Bären hat dieser Tage im Volksmuseum Skansen" in Stockholm stattgefunden. Schon vor einiger Zeit machten die Bären den Versuch, ihren Wächter zu überfallen, doch gelang es ihm, sich rechtzeitig zu retten. Seit dem Tage gingen die Wächter nur zu zweien und mit Stöcken bewaffnet in den BarenZwinger hinein. Wie nothwendig diese Vorsichtsmaßregeln waren, sollte sich bald zeigen. Als die Wachter kürzlich am Morgen den Käfig betraten, um die Baren zu futtern, stürzte einer der Bären sich plötzlich auf den einen Wächter und warf ihn zu Boden. Dann griffen beide Baren den anderen Wachter an, der, während der andere Mann sich schleunigst flüchtete, um sich zu retten, in's Wasser sprang. Die Bären folgten jedoch nach, und im Wasser entstand ein wüthender Kampf, während dessen Mann und Thier im Wasser verschwanden. Einigen in der Nähe arbeitenden Leuten, die den Larm gehört hatten und zur Hilfe eilten, gelang es mit großer Mühe, den Unglücklichen aus den Klauen der Bären zu befreien. Er war ledoch sehr schwer verletzt und hatte über 30 Wunden erhalten. i Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut ansangen. Hood's Sarsaparilla beseitigt die Ursache diese? Uebel? und heilt Catarrh dadurch, dost sie da? Blut reinigt. Hood'S Pillen wirken milde. aber rasch und sicher auf die Leber und

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