Indiana Tribüne, Volume 22, Number 329, Indianapolis, Marion County, 17 August 1899 — Page 1

H WO I n KV S A 0 US A M r II III I f I I III o w v w 3' L IS ,y NN SV v. v Office : 18 Vüd Ztlabanta Strafte. Telephon 1171. Jahrgang LS Indianapolis. Zndiana Vonnerstag, öen T August 1899. No. 329

(st WJ

5'Äu'lw .ffltf' V. i '.,-

MW k'"' : . , jru --,V' - renzel

MMMM,

'M

"' -;--r'- -Vw-v.,

No. 1 Wcst Washington Straße, -:. i National Bank.)

Ein europäisches Departement. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Europas. Schisssscheine nach und den Europa. Anund Verkauf ausländischen Geldes.

Geld zu verleihen ! wir borgen Geld aus l Gutes, schuldenfreies, j Grundeigenthum nehmen g wir zu irgend einem Vetrag als Sicherheit. in j sicht prompt genommen, g Konsultationen in dieser N Einsicht sind brieflich oder persönlich erbeten. Inäiana Trust Company Pffisp f?rf ffttashinaton Strafe undVlramla ?rve. Vinpital $1,000,000. AebsrschuK. $65,000 Beamten: Ä. V. Irenzel. Tkred. Jabnlev. l. Vizk-Präs. . . EorneltnS. 1. 8!ji?iSf. ctobn A.Autler. TektttZr. Eroßes Conzert und Sommcrnachtsfest veranstaltet von sämmtlichen Logen des deutschen OrdenS Harugari und des Harugari Sängerchors zum Empfang des Ober - Groß - Barden, Nud olph Gyra, bin Denver, Col. im Phoenix-Garten, . am Donnerstag, den 7. August '99. Eintritt 10 Eentö. FAIR jetzt am schönsten. Versäumen Sie nicht die Wasserlilien in der Fontaine zu sehen. Zehn seltene Sorten stehen jetzt in Blüte. Nur noch drei Wochen. Ksw YcrkDarnsa Symphonie OrchesUr Konzerte jeden Abend und Dienstag, Donnerstag und Samstag Nachmittag. Eintritt . . frei. CirclePark MdDTIEIL! Bar- und Billiard -Room. Euter deutscher Mittagstisch J255 (Deaatls. Keo. Hficrriiiniiin Ossiee: 26 Süd Delawarestr. Ställe, 220. 222, 224, 226, 228 Ost Pearlstr. Telephon 911. Offen Tag und Nacht.

RAM.

r -V -vTvMH JS l1 '4&&z-,Uk$ BVWMWMchR UMHchWMZn X&z'--xrSi

r' y

Brothers, Sditorielles. Von Manila wird gemeldet, daß 300 FilippinoS den Ort Angeles angriffen und zurückgeschlagen wurden. Großartiger Erfolg ! .. Gen. Hale und Gen. OliS sollen sich mit einander gezankt und Hale soll OtiS einen Feigling genannt haben. Ein Duell giebtS nicht. Die Verhandlungen vor dem Kriegsgerichte in RenneS machen einen eigenthümlichen Eindruck, Spaltenlange Berichte über die Aussagen der Zeugen werden veröffentlicht, aber der Leser wird sich bis j,tzt vergeblich nach irgend einer Thatsache umgesehen haben, welche nachweislich in irgend welcher Beziehung zu DrehsuS steht. ES ist wahrscheinlich, daß irgend eine große Schurkerei stattgefunden hat, welche man zu vertuschen sucht, aber selbst diese ist noch nicht klar gelegt und was bis jetzt ausgesagt wurde, wirft in den Augen jedes Unbefangenen noch nicht einen Schatten von Schuld aus DreyfuS. Hundert Dinge, welche gesagt wurden, könnten ebensogut aus jeden zbeliebigen Anderen passen. Fünf Er-KriegSminister, und an ErMinistern ist in Frankreich ja kein Mangel, erschienen vor dem Gerichte und sprachen wie Staatöanwälte. Sie hielten lange Reden voll von Ansichten, Meinungen, Muthmaßungen, aber Thatsachen, bestimmte Thatsachen brachten sie nicht vor. Daö ganze Gebäude der ungeheuerlichen Anschuldigung stützt sich auf eine Liste von offiziellen Dokumenten (da? Bordereau), welche man zerrissen in der deutschen Botschaft gefunden. Sie trägt keine Unterschrift. Esterhazy gesteht, sie geschrieben zu haben, der KassationShos fand, daß Esterhazy sie schrieb, aber die Kriegminister bleiben bei der Ueberzeugung, daß DreyfuS sie schrieb. ES handelt sich nun darum, nachzuweisen, daß DreyfuS die in dem Bordereau verzeichneten Dokumente der deutschen Botschaft auslieferte. Die deutsche Regierung erklärte offiziell keine Beziehungen zu DreyfuS gehabt zu haben. Selbstverständlich sind die Ez-Kriegsminister trotzdem anderer Meinung. Als Beweis für ihre Behauptung führen. sie die PanizzardiDepesche" an, welche angeblich die cm . . rr r n 2O30iic: vieie nanaiue hält.Nun können zwar viele Namen mit D. anfangen, aber für die Ex. Kriegs minister giebt es nur einen einzigen Namen, der so anfängt und daS ist DreyfuS. Die Depesche war seiner Zeit von dem italienischen Militär - Attache Panizzardi, der sich auf Urlaub von Paris nach Rom begeben hatte, an den deutschen Militärattache Schwartz koppen in Paris gerichtet, aber von der französischen Regierung abgefangen worden. 3m Ministerium dek Aeuße ren wurde der Versuch gemacht, die schwierigen Zahlen-Ehissren zu ent räthseln und in der ersten ziemlich man gelhasten Uebersetzung glaubte man allerdings die Worte DreyfuS und Deutschland entziffern zu können Diese erste Abschrift ging dem Kriegsminister Mereier zu und auf ihr baute er alle seine Trugschlüsse der Schuld von DreysnS auf.

Später kam man aber im Mini sterium deö Aeuhern zur Ueberzeugung, daß die erste Entzifferung falsch war; man verfaßte eine neue auch aus bloßen Muthmaßungen bafirende Uebertra-

gung und sandte sie dem KriegSmini ster, aber dieser unterschlug sie. weil sie ihm nicht mehr in den Kram paßte. DaS Ministerium deS Aeußern hatte schon bei der Verhandlung vor dem KassationShof den Muth, durch seinen Vertreter Paleologue zuzugestehen, daß die erste Uebertragung falsch war und der Name DreyfuS nicht darin vorkomme. Paleologue wiederholte am Samstag diese Angabe und der Berliner Militär-Attache, der ein Ezperte im Enträthseln von ZifferEhissreS sein soll, mußte ihm beiPflichten und damit die früheren AuSsagen Panizzardi'ö bestätigen, der immer emphatisch erklärt hatte, daß er DreyfuS gar nicht gekannt habe. Daß daS angebliche Geständniß DreyfuS' nicht abgelegt wurde, hat der frühere Präsident der Republik Ea-imir-Perrier bezeugt. Somit stürzt das ganze Gebäude der Anklage in sich elbft zusammen. Sollte daS Kriegsgericht DreyfuS dennoch schuldig finden, so gehört eine Revolution nicht zu den Unwahrscheinichkeiten. ArHMiltzleil. . Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht und Freitag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 84 Grad, niedrigste 64 Grad. Vchissel'S Badeanpalt-Tempera-u? 78 Grad. Hilfe unterwegs. N e w s o r k, 16. August. Linnen wenigen Tagen werden die Opfer der Verheerungen, die durch die jüngsten grausigen Stürme auf Porto Rico angerichtet wurden, die erste Hilfe durch die Regierung der Ver. Staaten erhalten. Der Bundes - TranSportdampfer McPherfon" ist heute Mittag von der Navy Fard in Brooklyn mit einer Ladung von LebenSmitteln aller Art nach Porto Rico in See gegangen, u. A. 600.000 Pfund Bohnen, 6.000.000 Pfand Eis und einem großen Posten Baumaterial aller Art für den Miederaufbau der Militsrbaracken ;nd sonstiger durch die Gewalt deS OrkanS zerstörten Baulichkeiten. Mit dem nächsten Transport werden große Quantitäten Stockfisch nach Porto Rico abgehen. Einkausöagent Major Little erklärte, heute Morgen, daß ihm eine Requisition für einen großen Posten Stocksische für Porto Rico zugegangen sei. Der nächste Proviantranöport für Porto-Rico von hier wird mit dem Bundeödampfer Burnside" abgehen. Der TranSportdampfer McElellan" sollte eigentlich als nächstes Proviantschiff in See gehen, loch wird das Schiff zur Zeit umfassenden Reparaturen unterzogen. Die beiden Admirale. Chicago, 16 Aug. Lieut. Kkhrl von der deutschen Marine ist auf einer UrlaubSreise hier abgestiegen. "Er war Offizier auf dem Kreuzer Gefion" dem glaglchlff öeö Admirals von DiedrichS, in der Bai von Manila während deS spanifch-amerikanischen Krieges. Ueber die Beziehungen deS deutschen Geschwader - Kommandeurs zu Admiral Dsvey sagt Lieut. Kehrl Folgendes : Zwischen Dewey und von Died richS bestand ein Mißverständniß über Hafen-Verordnungen, doch der Vor fall wurde in den ZeitungSmeldungen stark übertrieben. Beide Admirale waren gute Freunde und dinirten häu fig zusammen. Die Geschichten von feindseliger Gesinnung zwischen Bei den kommt auS englischen Quellen. England wünscht bei den Amerikanern den Eindruck zu erwecken, als hätte ei diesem Lande große Hilfe geleistet, um dadurch für daS gewünschte Bündniß mit den Ver. Staaten die Wege zu ebnen. Nichts würde England besser ge fallen, als ein Krieg zwischen den Ver Staaten und Deutschland, denn väh rend seine gefährlichsten Handels Rivalen sich bekämpfen, könnte Eng land in entsprechendem Maße den Welthandel an sich bringen. Die nach

I ...i.ix.. -.(.. H9f(ft0

mummen iiuymuiuujiiu - uiiuiiu Erbitterung in Deutschland infolge der Manila. Affaire ist überhaupt nicht vorhanden. IHM Fünf Angriffe gegen Frauen. Little Rock, Ark., 16. August Innerhalb der letzten 24 Stunden sind gegen fünf weiße Frauen hier von Ne gern brutale Angrisse verübt worden und man glaubt allgemein, daß ein und derselbe Neger die sämmtlichen Schandthaten verübt hat, obgleich be reitS drei Verdächtige verhaftet worden find. Alle diese Verbrechen wurden in den hiesigen Vorstädten begangen und zwar daS erste gestern Nachmittag gegen Frau Aiken. Als diese die 21. Str. Passtet,, packte sie ein Neger und schleppte sie inö Gehölz. Sie leistete jedoch Widerstand und schrie, und Passanten kamen ihr zur Hilfe, nachdem der Neger sie arg mißhandelt hatte. Heute Morgen wurde in derselben Weise und in derselben Gegend Frau Foung von einem Neger angegriffen, und mit solcher Gewalt zu Boden gechleudert, da ihr eine Nippe gebrochen wurde und sie ernste innere Verletzungen davontrug. Frau Foung wehrte sich heldenmüthig und schrie um Hllfe, worauf der Neger sich ihrer Börse bemachtigte und damit im Gehölz verchwand. . Eine Stunde später wurde Frau Kennedy in ihrem Hause in der Nähe von West End Park zu Boden geworen, geschlagen und gewürgt, aber ihr Kind kam ihr zur Hilfe und der Neger entfloh. Um 11 Uhr wurde Emma Longcoy, die Tochter eineS Grocerö, von einem Neger angegriffen und geschlagen, aber sie entzog sich ihm durch die Flucht. - Der fünfte Angriff ereignete sich heute Morgen und daS Opfer wurde eine bekannte junge Dame an der 20. und Eroßstraße. Sie wurde gleichfalls zu Boden geschlagen und mißhandelt und ihr Geficht ist verschwollen und verfärbt. Der Sachverhalt wurde zur Kenntniß deö Gouverneurs IoneS gebracht, und derselbe hat 5100 für jede Verhastung und Ueberführung eineS der Schuldigen ausgesetzt. Sollte der Schuldige gefaßt werden, so wird es den Behörden schwer werden, ihn gegen die Wuth der Bürger zu schützen. Bis zum Abend waren vier Verdächtige verhaftet und im Gefängniß untergebracht worden. Mit Eintritt der Dunkelheit sammelten sich viele Menschen in der Umgegend deS Gefängnisses und bis 10 Uhr war die Zahl auf 2,000 gestiegen. Um 11 Uhr 30 wurde ein Versuch gemacht, daS Gefängniß zu stürmen, aber der Führer der Menge wurde vom Sheriff Kavanaugh wegen Aufreizung zum Aufruhr verhaftet und im Gefängniß untergebracht. Die heutigen Verbandlungen im DreyfuSProzesse. RenneS, 17. August. Endlich hat auch DreyfuS seinen Tag gehabt. DaS Verhör deS Gen. Roget wurde heute beendet. Roget hat ebenfalls nichts NeueS vorgebracht. Seine AuSsagen glichen dem Plaidoyer eineS StaatSanvaltS. U'ter den Fragen deS Vertheidigers schwand außerdem sein selbstbewußtes Auftreten. Nach ihm kam der Untersuchung? richtet BertuluS an die Reihe. Er hatte die Voruntersuchung in der An klage gegen Esterhazy geleitet. Durch ihn wurder. Papiere in der Wohnung der Maitresse EsterhazyS mit Beschlag belegt. Er erzählte, wie während der Unter suchung er fand, daß Henry der Schul dige sei. Er sagte zu diesem: Ester hazy und Paty de Clam find schuldig." Der Letztere möge sich erschießen, gegen Esterhazy werde die Gerechtigkeit ihren Laus haben." Darauf siel ihm Henry um den Hals und dar ihn unter Thränen, ihn um der Ehre der Armee willen zu retten. BertuluS sagt, Henry habe sich ganz und gar in den Händen EsterhazyS be funden. Er habe alle Beweise unter sucht und nicht daS geringste. Zeiche einer Schuld DreysuS' gesunden. Noch mehr, er sei absolut überzeugt, daß DreyfuS unschuldig sei. AlS Frau Henry den Zeugen mit Erlaubniß deS Vorsitzenden fragte, ob

er nicht Henry wegen seiner Aufrijtigkeit belobt habe, sagte dieser: 3m

Gegentheil ! Der nächste Z?uge war Oberstli,utent P'cquart. Während dieser se? e erstlieute. nant P'cquart. Während dieser se' e Aussage abgab, war nicht ein einziger der Offiziere anrntsrnh. Or nm. ! daß er erst einige Zeit nach der Verurtheilung DreyfuS' sich für die Sache intereffirte. Er war Anfangs 1896 Chef deS JntelligenzbureauS und Gen. BoiSdeffre sagte ihm, die DreyfuS-Ange-1tll L-t. . -n r se. r i i n , oe er,i oegonnen. r ep durch DetectiveS die Anschuldigung untersuchen, daß DreyfuS Beziehungen zu Frauen zweifelhasten RufeS gehabt habe und fand, daß dieselben auf Gerächten beruhten. Er wurde zuerst auf den Gedanken gebracht, daß Esterhazy der Schuldige sei, als die Postkarte, daS sog. Petit Bleu in der deutschen Botschaft gefunden wurde und darauf der Name EsterhazyS klar erkenntlich war. Er verschaffte sich dessen Handschrist und fand die vollste Ähnlichkeit mit der Handschrist deS Bordereau. Er theilte feine Entdeckung dem Gen. BoiSdessre mit, der ihn an Gen. Gonse verwieg. Dieser sagte, eS sei sicher ein Irrthum vorgefallen, rieth aber Picquart, zu schweigen. AlS Kriegsminister Covaignac eine Untersuchung gegen Esterhazy anordnete, wurde dieser gewarnt und kurz darauf wurde er (Picquart) nach TuniS geschickt, auf einen gefährlichen Posten. Zeuge fragte, wie eö möglich sei, daß DreyfuS die militärischen Geheimnisse kannte, die er verrathen haben soll, wenn er (Picquart) als Chef deS InelligenzbureauS selbst sie nicht kannte. Sie konnten nur in dem Bureau du Paty de ElamS bekannt sein. Die letzte Bemerkung ries große Sinsation hervor. Picquart wird seine Aussage morgen fortsetzen. DaS Befinden L a boris. RenneS, 17. Aug. Labori verbrachte eine schlechte Nacht. Daö Fieber, daß sich nach Anwendung der'-Strah-len einstellte, hat ihn sehr geschwächt. Die Aerzte sind sich noch nicht einig wegen Sondirung der Wunde. Herr Mornard, der Anwalt der Frau Dreysuö vor dem Kassationöhofe, hat sich erboten, der Vertheidigung beizu stehen. - D i e Stimmung in Paris. (Cpezial-Cabeldepesche de? Chicago Record.) P a ri S, 16. Aug. ES ist gut, daß gestern ein Feiertag in Frankreich war, denn daö französische Volk brauchte die 24 Stunden, um gründlich über tie Ereignisse der letzten zwei Tage nachzudenken. Auch RenneS brauchte diese Pause. Wie viele weitere Verbrechen und Attentate werden dem an Labori verübten schurkischen Attentat noch folgen ? Die giftige Aufregung der enttäuschten Feinde DreyfuS' will sich nicht legen. Alle Klassen haben jetzt Gelegenheit gehabt, die Zeugenaussagen der samosen süns Kriegsminister zu prüfen, Zeugenaussagen, aus welche die Demagogen der NationalistenPartei so große Hoffnungen gesetzt hatten. JmAllgemeinenist jede rechtdenkende Person jetzt zu dem Schluß gelangt, daß eine weitere, mit sauler Lust gefüllte Blase geplatzt ist.' Auch nicht einer der fünf früheren Kriegsminister hat irgend etwas gesagt um zu zeigen, daß Hauptmann DreyfuS nicht auf Grund der nichtssagendsten Muthmaßungen verurtheilt wurde. AlS waS für eine Ungeheuerlichkeit maß dies der übrigen civilisirten Welt erscheinen. Von den fünf Ministern war General Mereier der einzige, wel cher vorgab, eine ordentliche Anklage gegen DreyfuS zu Präsentiren. Welchen Reinfall er dabei erlitt, ist Ihnen bekannt. General Billot zeigte sich alS ein sentimentaler alter Mann, der durch ein Mißverständniß der ihm durch den CorpSgeist" vorgezeichneten Pflicht in seinen Irrthum hinein ge zogen wurde. General Chanoine geiserte in nichtssagender Weise. General Zurlinden glänzte nur mit seiner Ueberzeugung" und Herr Cavaignac war augenscheinlich durch seine famose Rede vor der Depktirtenkammer noch nicht genug gedemüthigt worden. In jener Rede basirte er seinen Glauben an die Schuld DreyfuS' bekanntlich aus reine Fälschungen . und präpa

J. tzHrttt$sim . Petmittlßm

Zimmer im"ft? :ft: A ft. "Urvw A a.iÜS U1W C UGGUVLW zu reduzirteu Raten. i DaS femste O fic,'Sbäude rn der Ctadt. Vollstancig Feuer sicher. Schnelle Fahrstühle uno aue more nen Bequemttcy:etten. Nachzufragen bei GREGORY & APPEL.2taenten, für die Indianapolis GaS Co. r.rte" Dokumente. Kein Rickter auf rde ein. solche euenau. r,., flu4 nur ,in.n Aua.nk.lick in Gr. wagung ziehen. WaS soll man also von den fünf Ministern sagen ? DaS Fiakco derselben wird den Anti-Drey fuSarden verhängnißvoll werden. Von jetzt ab kann DreyfuS als freier Mann gelten. Der D r e y f u ö-Pro z e ß. (Tpezialdepesche deö Chicago Record.) RenneS, 16. Aug. DaS Hauptereigniß der vorgestrigen Verhandlung war, daß süns frühere Kriegsminister, einer nach dem anderen, den Zeugenstand betraten ein würdige Quintett, daS schon immer Schulter an Schulter gegen DreysuS stand. Ihr gestriges Debüt ließ sie in derselben kitzlichen Lage. Als sie fertig waren, setzten sie sich in die erste Reihe der für die Zeugen bestimmten großen Stühle. General Billot ist ein tüchtiger alter Soldat von 1870-71. Bei seinen soldatischen Eigenschaften und großer Rednergabe erregt eö wirklich Bedauern, daß er in seiner unhaltbaren Stellungnahme verharrt. General Zurlinden, ein jüngerer Mann, ist physisch daS prächtige Muster eineS französischen Offiziers. Er ist groß, kräftig und gewandt, aber sein Gesicht sticht durch seinen niedrigen Ausdruck unvortheilhaft vom übrigen Körper ab. Zurlinden hat augenscheinlich seine Rolle gelernt, war aber nicht taktfest, so daß er, als ihm Maitre De Mange einige verfängliche Fragen vorlegte, zu stammeln begann und zwei oder drei Zugeständnisse machte, die günstig für DrehsuS lauteten. Der Gefangene besaß Geistesgegenwart genug, um eine solche Gelegenheit zu seinem Vortheil auszunützen. General Zurlinden sagte rämlick, daß man gewisse Dokumente, die mit dem Bordereau n Derdinkung flehen, herbeschaffen sollte, um der Wahrheit deS Bordereau auf den Grund gehen zu können. . 3n diesem Augenblick erhob sich DreyfuS schnell von seinem Sitze und rief auS : Ich bin derselben Anficht, mein Oberst. Auch ich wünsche, daß die Wahrheit an den Tag kommt. Eö ist ja Alle, um waö ich bitte !" Den schlechtesten Eindruck von allen Zeuge machte General Chanoine. Nicht durch daS, waS er zu sagen hatte. denn er wußte nicht viel, da er erst in elfter Stunde in die Affaire verwickelt wurde, sondern durch die Art und Weise, wie er sprach. Er war sehr nervös und verwirrt und seine Hand zitterte bedenklich, als er sie erhob, um vereidigt zu werden. Sein ganzes Benehmen war, kurz gesagt, dasselbe, daö er an den Tag legte, alö er im letzten Oktober zur Zeit der Kabinetö-Krifiö vor versammeltem Parlament Herrn Brisson im Stich ließ. Herr Godefroy Cavaignac war der einzige Civilist im Quintett und sein Benehmen war gerade deöwegen um so bejammernöwerther. Am Ende seiner Zeugenaussage wurde dieö auch vom Gefangenen und dessen Anwalt gebührend cbarakterisirt. Maitre DeMange warf Cavaignac mit. General Mereier in einen Topf und meinte, er habe geglaubt, daß Beide als Zeugen erschienen seien, während sie sich alS Ankläger aus spielten. AlS DreyfuS gefragt wurde, ob er etwas zu erwidern hätte, ant wortete er verächtlich : Alle diese An klagen hat daS CassationSgericht mei neS Landes vor Wochen erledigt und eS würde vermessen von mir fein, darüber jetzt noch Worte zu verlieren." S S l o h n t s i ch, Hood'S Sarsapsrilla , zu brauchen. Bei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zu haben vor Grippe, Lungentzundung, Diph teritiS oder Fieber. HoodS Pillen find von den ausgesuchtesten Pflanzen sorgfältigst zubereuet. 25c.

SrnJ? ..

3eßt in dielen Wirthschaften an versorgt. ..xa CVn QisrtsrtW rtiqcgen . , 7 IM V Indianapolis

Frieren Sie nicht diesen Winter,

sondern kaufen Sie einen von Hartmannö Oefen. Die größte Aukwahl in der Stadt. Wir verkaufen alle Oefen zum alten Preise biö zum 1. Sept.

und bewahren dieselben für Sie auf biö Ihnen 35 Prozent. Haus.Auöstatter. 317

$ Square östlich vom Courthouse. Telephon 1721.

k. r

jlilETIIE

No. X03 9lotb Pennsylvania Str. Geld Anleihen.

UZT

$100 biö $1000 und aufwärts. Raten ; reelle Bedienung. Die befte

mit feinstem, importirtem Havana Filler." & JECJQ.IUCDIHIS) Fabrikant.

ALBERT

(Nachsolgerlvon Fabrikant LyLWJ-

0

CTT

(5

1 T 1 I

Seine Chocoladen eine Specialttöt. Händler in geschälten und ungeschälten Nüssen.

Banker, Groeeriften, Sonntag Sschnlea, Vereine und Logen werden gebeten, mir ihre Kundschaft zuköOmen zu lassen. 5lo. 108 Süd ZZennsylonnin Strafe, gegenüber der GaS-Ossiee, Majestic Bailding.

Deutsche

Feuer-Versicherungsgesellschaft von TXT?n cH Ti ctvcd co Hauptoffice : 7 Oüd Delatsare Qtt., Indianapolis, nd? Die älteste Verfichernngö-Se,ellschast mit 44jährige ehrenhasteu Bestaube. Oolid! Olöet! Oillig ! Capital 0100,000. Aktiva: $393f787G? DtxKttt auö eeZkn OäZ'Lttlosien und Gfera'Ktf l

Theodore Stein. Präsident. Lorenz Oehmldt. Odrrtli. Oox7stld Seiden tielzcr, Cclultrr.

. JC4-' j . v

0r

Die Nachfrage nach unserem

Würzburger Bier ist groß. ES ist auö Malz und importirtem Hopsen gebraut und kommt dem besten Bier der Welt gleich.

Zapf andere auf Verlangen damit 1 ncz t.. re..i...w 4, .!,nr,zv. r-K fVfcMV toing Co. sie gebraucht werden. Wir ersparen

L. EABEMABTEr,

und 319 Oft Washington Strafe. El Abzahlung nach Belieben ; niedrigste

m,

10c Cigarre

KRULL

Krull Schmidt.) aller Oorten VU - Ll. S 00 Theodor Reyer. OZsZmrtpei Angnit Döppero. c7M,.H otaatk'Rgenl

7Nl n xtn

I I 1 I 11s 1