Indiana Tribüne, Volume 22, Number 328, Indianapolis, Marion County, 16 August 1899 — Page 1

V h Av Cs TVf ft kS A 4V l5 M n 'i ri f 11 N OV iy iy w V W i F - v . w & V, Office : S!o. 18 Süd Alabama Wtrahe. Telephon 1171 Indianapolis. Zndiana Mittwoch, öen 16 August 1899. Jahrgang 23 No. 338

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Editorielles.

Die Zustände in Oesterreich treiben wieder einer Krisis zu. DaS Mlnifterium Thun regiert bekanntlicb scbon seit aeraumer Zeit ganz ohne Verfassung. Ohne Zustimmung des i w ReichSratheS hat eö den sogenannten Ausgleich mit Ungarn geschlossen, ob gleich sich in dem ursprünglichen AuS gleich von 1867 eine Bestimmung be findet, wonach Ungarn die verfassungömäbiae Mitwirkung de österreichischen Parlaments bei der Erneuerung aus bedingt. Aber davon ist die ungarische Negierung einfach abgestanden. jedenfalls weil ihre Skrupel durch ge wichtige Zugeständnisse materieller Na tur befriedigt worden sind. Sonach war eS nach dieser Richtung hin nicht nö.hig, den Ausgleich durch den Reichs rath zu bringen und alle inneren Anaeleaenbeiten Oesterreichs macht daS oer Berfaljung. wttx vlelgenannre I Vra?akk fnutrt ? "" '"' ..Wenn kick die drinaende Notb I' I v wenblgrelt solcher Yiruncr.una, zu welchen verfassungsmäßig die Zustimmung deS Reichöratheö erforderlich ist, zu einer Zeit herausstellt, wo dieser nicht versammelt ist, so können die selben unter Verantwortung des GesammtministeriumS durch kaiserliche Verordnung erlassen werben, insofern (.14 ftini OT.nh.rtirtft h r &tnt& Vit l t tl V MVMM v v Grundgesetze bezwecken, keine dauernde Belastung deS StaatSschutzeS und keine .-V m . m. A A MM Veräußerung von siaangui oeittssen." :un6 tMiil mmt alfJ itt Paragraph 14, daß sich die Nothwendigkeit zu seiner Anwendung in einer Zeit herausstellen muß, in der der Reichsrath nicht versammelt ist. Die Angelegenheiten, die aus Grund des Paragraphen 14 geregelt werden können, müssen also unvermittelte, undorhergesehene sein. 3n diesem Sinne wurde auch der Paragraph 14 der Nothparagraph geheißen. Der Nothparagraph hat nun aber auch herhalten müssen zu einer Aktion, die er selbst verbietet, und daS schafft eine neue Situation. Die Regieruua f ''"" Sauft dies..' Tag. neu. steuern eingeführt. Die. Geaner der k;.k. n ,, ,.k M . " Worte keine dauernde Belastung deS hl k.. nwctj y v s0g v streitet, daß sich da auf Steuern bezieht und wird von ihren Gerichten jedenfalls Recht erhalten. Die neuen Steuer haben allgemeine Erregung hervorgerufen, Protest - Demonstrationen finden statt, Versammlungen werden verboten, Kundgebungen auf den Tlrapen vurq Pouzel und Vim tär unterdrückt und einige deutsche Städte werden mit dem Belagerung?zustand bedroht. Die Situation ist gründlich verfahren. Der Reichörath hat durch die Obstruktionö. Politik nicht erreicht. Die Sprachen-Ver-Ordnungen find geblieben, der Auögleich ist ohne ihn gemacht worden, Steuern werden ohne ihn erhoben. Die Regierung ist vorläufig Siegerin geblieben. Aber der .Reichörath muß im nächsten Herbst einberufen werden, um Mitglieder der österreichischen Delegation zu erwählen. Die gemein-

be-Mamen" Angelegenheit. der beiden ReichShälst.n werde bekanntlich durch

M1..1 V . '"voronungen orr var.amenre oeioer wniusii. mjsn nun vit 9"9 W eigrrl, ,e,ne ezex rt . SUon zu wählen, resp, durch Obftruk- . . t!il V A !ll oarun oeryinveri wiro, vann um der versaj.iungSw!vrlge Zustand für da ganze Reich ein. Einen Nothpara graphen giebt eö für diesen Fall nicht und zur Zuständigkeit der Delegationen aebört da Militär-Budaet. Obne Bewilligung keine Armee, oder keine verfassungsmäßige Armee. Die Grundursache der Misere besteht darin, daß die deutsch. liberale Gegner schast der Regierung eine loyale" Op Position bleiben will. Ueber den par lamentarischen Widerstand und Kund gesungen in er vr.il uno ,n lüer- ? . v c rr . or fammlungen, soweit die Polizei sie er laubt, will sie nicht hinausgehen. Sie ist keine revolutionäre Opposition, weil sie keine revolutionäre Klasse hinter sich hat. ' Die systematische Steuerverweigerung wurde vermuthlich die Regierung zur Raison gebrach haben, aber da ist dieser Opposition viel zu gesahrllch Darnach wird e nicht verwundern wenn die Regierung vorerst Sieger UUllt Snfc. Xs trtttoittaTM bicfct tt jst keine Regierung und wi vv nwnw(." I mud da Reich untergraben.

RHMMlc,

Wetterbericht. Schöne Wetter heute Nacht und Donnerstag Höchste Temperatur inner - halb der letzten 24 Stunden 81 Grad, niedrigste 59 Grad. Schissel'S Badeanstalt-Tempera-tur 78 Grad. Noch fünf neueRegimenter. New Sork, 16. Aug. Wie dem Herald auS Washington gemeldet wird, wird in den nächsten Tagen die Ordre zur Bildung von fünf weiteren Negimentern für die Philippinen erwartet. Ein definitiver Entschluß über die An Werbung ist noch nicht gefaßt, aber der Umstand, daß Sekretär Root schon die Frage der Besetzung der Offizier stellen in Erwägung zieht, sagt genug. Die 10 neuen Regimenter find be reit vollzählig, aber setzen die Wer bung noch immer fort, und die über zähligen Mannschaften werden vor auSfichtlich an die fünf noch zu bilden den Regimenter abgegeben werden. Die Administration glaubt die erfordere lichtn Mannschaften für 18 Regimenter biö Mitte September ausbringen zu können. Oer deutsche Kriegerbund. E h i e a g o, 15. Aug. Die deutschen Kriegsveteranen, welche Delegaten zu der Convention de nationalen Kriegerbunde find, hielten heute ihre letzte Sitzung ab. Die Convention nahm eine Resolution an, in welcher e heißt : Wir indossiern die von den DeutschAmerikanern von Chicago in der Massenversammlung im Auditorium im letzten März angenommenen Resolutionen, welche gegen die gelbe Presse ttt Lande und ihre Bemühungen proe stiren, eine englisch - amerikanische Allianz zu bilden. Die Beamtenwahl resultirte wie folgt : Präsident, Moritz Oehler, East St. Louiö ; Vice - Präfident, W. E. Bach, St. LouiS ; Sekretär, M. Langenham, Cleveland ; Schatzmeister, Martin Saß, Chicago ; Repräsentant, Carl Schmidt, Cleveland ; Sekretär deS Verkicherungö-DepartementS, Wm Zimmerman, Toledo ; Trustee: Louiö Ertel, Cincinnati ; Ernst Stremmel, San Antonio und Fritz Faß. Pittöbürg. .,. E wird immer besser. M an i l a, 12. Aug. Hongkong, 6 Aug. Postnachrichten von Negro und Euba stimmen darin überein, daß auf diesen beiden Inseln, welche man bi jetzt für sehr freundschaftlich gesinnt hielt, die Insurrektion immer größern Anhang findet. Einflußreiche Männer haben sich aus Seite der 3nurgenten geschlagen und die Wohlhabenden verlassen die Inseln. Ossiziere de Kanonenboote Wheeing, welche von einer Kreuzfahrt die nördliche Küste von Luzon entlang zurückkehrte, erklärten, daß jede Dorf von Insurgenten besetzt sei. - Der D r e Y s u -P r o z e ß. Renne, 16. August. Der ehemalige Colonialminister Lebon war heute auf dem Zeugenstand. Er ist beschuldigt, veranlaßt zu haben, daß DreysuS in so grausamer Weise behandelt wurde. Er meinte, e sei nicht so schlimm gewesen, er sei zu außerordentlichen Maßregeln veranlaßt worden. So z. B. habe sich einmal eine amerikanische Barke in der Nähe der Teufelsinsel aufgehalten. ohne daß man den Grund dafür habe erfahren können. Er sagte, er habe Beweise dafür, daß DreysuS eine unberechtigte Korrespondenz mit seinen Freunden und Bekannten unterhielt. Er habe die Briefe nicht weggenommen, aber er besitze Abschriften. Zum Schlüsse brachte er allerlei lahme Ent schuldigungen vor. Als DreysuS gefragt wurde, ob er Fragen an den Zeugen stellen wolle, antwortete er : Nein, ich habe nicht dem Manne zu sagen, der fünf Jahre lang in barbarischer Weise meine Leiden vermehrte. Ich bin nicht hier zu klagen, sondern meine Ehre zu dertheidigen. Während der Bericht über die BeHandlung DreysuS' verlesen wurde. seine schmerzlichen und bitteren Klagen besonder darüber, daß er keine Briefe von seiner Frau erhielt, der Bericht

über seine Krankheit und sein Leiden,

blieb kein Auge trocken. General Roget sagte auS, er halte DreyfuS für schuldig und sei überzeugt, derselbe habe da Bordereau , gelchr,eben. Pa t y d e Clam will reden. Pari, 10. August. Die Laterne" meldet, daß sie ermächtigt sei zu sagen, daß du Paty de Clam sich entschlössen habe alle zu sagen, wa er über den Fall DreysuS wisse. Er se böse über die Behandlung, welche ihm von seinen früheren Freunden zu Theil werde. Kein Aufschub. Renne, 16. Aug. DaS Krieggericht wie beute daS Ansuchen deö Vertheidiger Demange um Aufschub der Verhandlungen zurück und dieselben nahmen ihren Fortgang. Da Attentat aus Labor i. Pari, 14 Aug. Da Attentat auf Maitre Labori hat in Pari große Ueberraschung hervorgerufen, da die Correspondenten der Pariser Zeitungen in Renne fortwährend mit Emphase versicherten, daß in Renne alle ruhig und keine Spur von Aufregung vorbanden sei. Da traurige Ereigniß hat jedoch keinen Zorn gegen die Nationalisten hervorgerufen, da man sie nicht verantwortlich für die That glaubt. Man hält den Attentäter für einen militärischen Strolch, ter in keiner Verbindung mtt den Anti-Dreysusarden steht. E ist jedoch bezeichnend, daß die Anti-DreyfuS-Organe heute Abend weder Mitleid noch Besorgniß zeigen. Ein Blatt geht sogar so weit, zu sagen, daß Herr Labori empfing, wa er für feine boshaften Thaten" verdienthat. Andere Zeitungen berichten da Attentat ohne jeden Commentar. Eö herrscht hier die Anficht, daß da Ereigniß dem Interesse DreyfuS' nützen wird, selbst wenn Herr Labori durch schwere Krankheit zur Unthätigkeit gezwungen sein ollte. Herr Labori ist glänzend, aber Maitre De Mange ist sicher, stets beeit und zuverlässig. Letzterer glaubt aber, daß eö für die Sache DreyfuS' eir verbänanißvoller Verlust sein würde, falls Herr Labori sterben sollte. Zola ist in Thränen und unter der Neuigkeit au Renne fast zusammengebrochen, da er große Zärtlichkeit für Llbori hegt." ES kann nicht übergangen werden, daß die Anti-Dreyfu. Organe ihren Ton gewaltig geändert haben, seitdem die wichtigsten Zeugen im Prozeß mit hren Aussagen ihnen eine so große Enttäuschung bereitet haben. Sie dersuchen eö zwar wacker, der veränderten Situation inö Auge zu schauen, aber eS gelingt ihnen nur schlecht und so klammern sie sich denn krampfhaft an die Verhaftung von Deroulede und suchen so ihre Confusion und gänzliche Flucht im DreyfuS-Prozeß zu derdecken. Ihre ganze Hoffnung ist jetzt ein Compromiß - Verdikt, wenn ein solche? möglich ist. Herr Clemenceau sagte heute: Ich hätte nicht gedacht, daß so wenig in General MercierS Sack war. General Billot war ein gefährlicherer Zeuge, alö General Mercier." Herr Stock, der bekannte Verleger der Dreyfu. Literatur und einer der Zeugen im Zola-Prozeß, erzählt, daß Oberst-Lieutenant Piquart'S Muth sich bei dieser Gelegenheit, wie gewöhnlich. glanzend gezeigt habe. Er verfolgte den Mörder nahezu eine Meile weit. obwohl dieser fortwährend seine Pi stole auf ihn gerichtet hätte und hätte sein eigenes Leben an die Festnahme deö Schurken gewagt, aber vielleicht zum Glück für Herrn Picquart dieser hatte schnellere Beine. Im bejzmmernöwerthesten Gegensatz zu Herrn Picquart erscheinen die Perr . r c ,onen meyr atö oeren zwanzig welche an Herrn Labori, nachdem er gefallen war, vorüberschritten, ohne ihm die geringste Hilfe anzubieten, ja, ohne auch nur einen Augenblick ihren Schritt zu hemmen. Die zeigt so recht, wie bitter die Gefühle hier gegen Dreyfu find, aber, fügte Herr Stock hinzu, wir find jetzt willen, zum An griff überzugehen. Die Arbelter von Renne sind aus unserer Seite und wir bringen Fond auf, die un in den Stand setzen, diese Arbeiter sicher zu stellen, wenn sie von der Arbeit abberufen werden, um aus. den Straßen den bezahlten Kund-

gedungen da Gegengewicht zu bieten Wir werden nicht länger dulden, daß diese Feinde der Zpublik und Gerechtigkeit un über den Hauken zu rennen versuchen. . Aus allen Seiten

zeigt sich die Neigung, böse Blut zu machen. Eine neue Fälschung ent deckt. Pari, 16. August. Der Matin kündigte heute an, daß Herr Labori gestern erklärte, daß er, da sein Aufkommen zweifelhaft, die Thatsache bekannt machen wolle, daß Herr Ehanoine,' in dessen Händen fiü die geheimen Akten befinden, eine neue Fälschung entdeckt habe. , Da Befinden Labori ö. Renne, 15. Aug. Heute fand keine Sitzung de Kriegsgericht statt, vielleicht wird bi Montag paufirt. Da Befinden Labori bessert sich schnell und eö mag sein, daß er bi Montag wieder im Stande sein wird, den Verhandlungen beizuwohnen. Die Aerzte indeß find der Anficht, daß Labori nicht seine Thätigkeit aufnehmen sollte, ehe jede Gefahr eine Rückfalleö verschwunden ist. Der Korrespondent der associrten Presse erhielt heute volle Bestätigung, daß die Rocktaschen Labori, während dieser verwundet in der Straße lag. geleert wurden. Zu gleicher Zeit wurde ein Versuch gemacht, ihm seine Handtasche, welch wichtige Papiere enthielt, zu stehlen. Al Labori in der Straße lag, näherten sich ihm zwei Männer, anscheinend um ihm zu helfen. Einer sagte, man müsse dem Verwundeten den Rock abnehmen, da eS zu heiß sei. Sie zogen ihm den Rock auS, und später fand sich, daß die Taschen geleert waren. Die Handtasche hatte Labori unter einen Kopf alö Stütze geschoben und er ölen öle elve se i. In oen OToo aschen war glücklicher Weise nichts von Bedeutung. Man nimmt diesen Vorgang alö sicheren Bewei dafür, daß die That die Folge eine wohl überlegten Plane war. Bi jetzt ist es noch nicht gelungen, de Thäter habhast zu werden. Die Verhaftung der R oyalisten. Pari, 15. Aug. Der Haftbefehl gegen Vuerin, öen Präsidenten der Antifemiten-Liga, welcher sich seit Samstag in der Office der Gesellschaft verbarrikadirt hält, wurde heute einem Richter behändigt. Guerin wird jegt alö ein Ausständischer betrachtet, und hat keinen Anspruch mehr auf da Recht, daß er nach Sonnenuntergang nicht mehr festgenommen werden darf, und von den vierzig Personen, welche da Gebäude umringt hatten, gilt dase.be. E ist strenger Befehl ertheilt, jeden zu verhaften, welcher da Gebäude zu betreten oder zu verlassen versucht, und dieser Ordre wurde schon heute Morgen an den Freunden Guerinö vollstreckt, welche. versuchten, daö Gebaude zu verlassen. Sie hatten sämmtlich Revolver mit sechs Kammern, Beile und Schlagringe bei sich. Der Polizeipräfekt wartet noch auf Befehle der Regierung darüber, wie er mit Guerin verfahren soll. P ariö, 15. Aug. Der Premier, Herr Waldeck - Rousseau, konferirte heute wiederholt mit dem Polizeipräselten, Herr Lepine, bezüglich der Op Position deö Herrn Guerin und seiner Genossen gegen ihre Verhaftung, um aber Blutvergießen und die damit verbundene Aufregung zu verhüten, be schloß man, aus ihre gewaltsame Er greifung vorläufig zu verzichten und die Belagerung fortzusetzen. Uebrigen sieht eö so auS, alö werde sich die Sache im Sande verlaufen, denn etliche Freunde Guerinö find bereit mit Ver Handlungen beschäftigt, um seine Uebergabe herbeizuführen, und man erwartet, daß morgen ein Arrangement getroffen wird. Im Laufe deö Abendö kamen wieder einige Reibereien mit der Polizei vor und verschiedene Verhaftungen wurden vorgenommen. Nach Versicherung deö Matin hat der Untersuchungsrichter Farbe jetzt die Beweise von einer Verschwörung gegen die republikanische Regierung und davon in Händen, daß die Orleaniftische

Dulöete 24D

Jahre. LtzHXr. D!aryLeviS, Frau eines promi, zfji nenten Farmers uns tvohibck'.niu untrr 5 allen Bkwohnern nade Belinonk. N. ff. schrribt: Crit 27 Jahr? likt ich fortwährend an nervöser Erschlaffung und bezahlte grobe Geldsummen für Toktoren und angezeigte Mittel ohne Abhilfe. Vor drei Jahn wurde mein Zu ftand beängstigend, der gcringfte Lärm erregte mich und machte mich nervös. Ich kannte nicht schlafen und hatte eine Anzalzl verderlilichcr An fälle und wurde allmählig schlimmer. Ich begann Dr. MileS' Reftorative Vtervine und Nerven und Leder-Pillen zu ebrauchen. Anfang? schien die Medizin nicht zu wirken, aber nachdem ich einige Flaschen genommen, trat Aenderung ein. Ich ruhte NachtS besser, mein Appetit besserte sich und ich befand mich bald woblcr: nun bin ich nahezu wieder gänzlich gesund, wie eine Person meines Alter? e erwarten kann. Gott segne .r. 'ciies' Nervine. Tr. MilcS' Mittel Lc i i .... . werden durch alle Apotheker verkauft unter einer positiven Garantie: die erste Flasche nützt oder daZ (cld wird zurückcrstattet. Buch über die Krankheiten deZ Herzens und der Nerven frei. Adresse: lNtlSS' .Nervino Rdstcro 5 ?V Hoarth VialV' Dr. Mlle Medteal .. Llkhart. Ind. Partei bedeutende Summen für die nationalistische Agitation verausgabt hat. M i q u e l angeblich a m t ö -müde. B e rli n, 15. August. Daö Fern. bleiben des Vice - Präsidenten deö preußischen Staatiministeriumö, Dr. von Miquel, von der Dortmunder Kanalfeier scheint doch nicht bloö auf dringende Beruftgeschäfte zurückzuführen zn sein, sondern einen ernsteren Hintergrund zu haben. So meldet die Staatöbürger-Zeitung, der Chef deö kaiserlichen Civilkabinetö Dr. von Lucanuö habe Herrn von Miquel, alö dieser vom Urlaub zurückkehrte, am Bahnhof erwartet und eine längere Unterredung mit demselben gehabt. Sodannn )tb: itt Reichskanzler Fürst Hohenlohe rrrn ron M'quel im FinanzministerZun im Kostanienwäld. chen ausgesucht u..d eber.sallö längere Zeit mit ihm kosrirt. Die Vermuthung liegt nahe", fügt daö Blatt hinzu, daß der Finanzminister ange sichts der in Folge der großen KanalProjekte drohenden Finanzzerrüttung, welche eine Verdoppelung der direkten Steuern involviren dürste, zurückzutreten beabsichtigte." Ob die Staatöbürger'Zeitung hiermit Recht behalten wird, bleibt abzuwarten. - Salzfluß tritt oft auf bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körpertbeile. Hood'ö Sarsaparilla, der große Blutreiniger heilt Salzfluß. Hood'ö Pillen wirken vorzüglich nach der Mahlzeit u. kurirenKopsweh. 25 f. tore iftW lEtadlirt 1853.) "Wtfir Butterick Muster I Hausausstattungs- Artikel! Eine Ausräumung von SommerWaaren um Raum für Herbstsachen zu bekommen. 500 Wassereimer auö galvanistrtem Silen, reg. 20c Sorte, einen zu einem Kunden 0 s für Uli 0x10 PiePfannen auö Granite, reg. En Preis 12c und 15c für 01 Großer Abfalleimer mit T eckel Q Q p für 030 No. 8 ttranite Theekessel, reg, Preis Ä Cn $1.00, fu? Hob 4 Ct. MaSlm Kessel, innen mit Por- IC zellan au? gelegt, reg. 25 c Sorte, für. .Mb 1 Qt. linmachlannen auö Blech, Qp daö Dutzend lub Siegelwachs, reg. dai Packet 5c, jetzt fZn 2 für 0b Pfannen in der daö Wachs gefchmol- Qn xen werden kann 3 U Heniö verbesserte Fruchtpresse sür 25c Kommen Sie und sehen Sie sich die Sachen an. k B c msL

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