Indiana Tribüne, Volume 22, Number 327, Indianapolis, Marion County, 15 August 1899 — Page 1

x o xT S AA v o kS rt 0 '11 l l l 'irif llll vJ v v V k w W V-W ich 4 Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171 Jahrgang 2 Indianapolis. Zndiana Dienstag, öen b August 1899. No. 32

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Editorielles. Die Wege französischer Militärgeeichte find wunderbar. Generäle können kommen und lange Reden halten und ihre Meinung darüber aussprechen, ob der Angeklagte schuldig ist oder nicht. Unö dünkt, eS ist Sache der Richter und nicht der Zeugen, die Schuld festzustellen. Zeugen sollten angehalten werden zu sagen, waö sie wissen und nicht, waö sie meinen. ,,, Der Bericht deö Penfionkcommissärö für das mit dem 30. Juni beendete Fiskaljahr ist veröffentlicht worden. Wir erfahren auö demselben, daß in Folge deö Kriege? mit Spanien bereits 16,918 Pensionsgesuche eingereicht seien. Bewilligt find zwar erst 295 worden, aber daS dicke Ende wird schon nachkommen. Wenn der Krieg mit Spanien nicht gekommen wäre, so hätte die Penfionöliste jetzt wahrscheinlich ihrenHöhePunkt erreicht und würden sich die Zahlen in absteigender Linie bewegen. Am 30. 3uni standen auf der Lifte 991.519 Namen, um 2,195 weniger als ein Jahr vorher. Bedenklich dabei ist allerdings, daß dies nicht eine reine Abnahme ist, sondern daß mehr Namen ab- alö zugingen. 40.991 neue Namen wurden auf die Liste gesetzt und 43,186 wurden gestrichen. Man bedenke ! Heute, 34 ahre nach Beendigung des Kriege werden noch an 991.519 Personen Pension bezahlt und stehen 40.991 Namen neu auf der Liste. Diese Zahlen zeigen unS, welche Segnungen der spanische Krieg in seinem Schoße für unS birgt. B Ein Correfpondent der N. I. Tribune" behandelt in eingehender Weise das Capitel von den Trustbildungen in Europa und macht über dieselben interessante Angaben. Er entkräftet dabei daS in letzter Zeit vielzitirte Argument deS ZuckertruftMagnaten Havemeyer, daß unser Schuhzoll. Tarif die Grundbedingung für die Sristenz der Trusts sei. Wenn auch die Schutzzoll - Lander deö europaischen Continents schon eine Menge von Trustbildungen auszuweisen haben, so find sie doch nirgends so erstarkt wie in England, trotzt der freihändlerischen Bestrebungen seiner Handelspolitik. Deutschland hat nach der Auszählung eines FachblatteS über hundert verschiedene Trusts, welche, wie die unseligen, das Bestreben haben, den Markt zu kontrolliren, die Preise zu reguliren und die Konkurrenz zu beseitigen. Zeder dieser Trusts wird von einer Centralstelle auö in seinem Geschäftsbetrieb regulirt. Der stärkste Trust in Deutschland ist ein Kohlentrust. Von allen Zndustrieen Duutschland'S hat die chemische Industrie die meisten Trusts aufzuweisen. Größer noch, wie die Zahl der Trusts in Deutschland, ist die in Frankreich, Am größten aber ist ihre Zahl in Eng land. Das Entstehen und Wachsen der Trusts erstreckt sich somit mehr oder weniger über alle Industrieländer. In allen sucht man sich ihrer zu erwehren und sucht nach Mitteln zur Abhilfe. In England find die Trusts von den juristischen Autoritäten für ungesetz lich erklärt worden; trotzdem haben sie

sich bisher noch zu behaupten vermocht. Kein Mitglied eines Trust in England hat daS Recht, Contracte abzuschließen; der Geschäftsbetrieb der Trusts wird ausschließlich durch deren Centralstel-

len vermittelt. Wie eö scheint, verstehen es die Trusts in Suropa besser, sich der Aufmerksamkeit der öffentlichen Meinung zu entziehen, wie die unserigen. Oft genug aber erregen einzelne von ihnen ebenfalls daS allgemeinste Aufsehen, wie beispielsweise in England noch kürzlich, alö der Schwindel deS Londoner Gründers Hooley verkrachte. Der Genannte hatte mit großem Erfolge Trusts organifirt, wie z. B. den Trust in Kautschuck. Radreifen; dieselben verkrachten gleichzeitig mit ihm. m I)iii)linisiHs;leii. Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht und Mittwoch. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 78 Grad, niedrigste 59 Grad. Schifsel'S Badeanstalt. Temperatur 80 Grad. -..- Der Kriegerbuvd von Nordamerika. C. h i c a g o, 14. Aug. Der Kriegerbund von Nordamerika trat heute hier zur GeschästSsitzung zusammen, und Präsident 3os. Schlenker hielt seine JahreSansprache. Die verschiedenen Berichte ergaben die glänzende Lage der Verhältnisse des Bundes. Die Beamtenwahl wird morgen stattfinden, und Vertagung wahrscheinlich am Mittwoch erfolgen. Heute Abend wurde daö silberne Jubiläum deö deutschen Kriegervereiaö von Chicago gefeiert, wobei tausend geladene Gäste zugegen waren. ,,,,, Die Dreyfuö - Tragikomödie. R enneö, 14. Aug., 11 Uhr Ab. Labori ist fieberfrei und sein Befinden hat sich etwas gebessert. Seine Mutter kam heute Abend an, später besuchte ihn Mathieu Dreyfuö, der Bruder deö Hauptmanns. Eö wird davon gesprochen, Albert Clemenceau, den jüngeren der beiden Brüder, kommen zu lassen, um die Stelle Laboriö einzunehmen. Clemenceau war einer der Anwälte Zolaö. London, 15 Aug. Der Korrespondent der Times" schreibt von Renneö: Wenn daö Schicksal sich gegen Drkyfuö , verschworen hätte, so hätte eö ihm nichts Schlimmere? zufügen können, als ihn gerade j?tzt der Hilfe Laboriö zu berauben, des Manneö, der mit seiner Ironie und seinem Sarkaömuö die Anklagen Mercierö hätte vernichten können. Ich übertreibe nicht, daß mit dem Verluste Laboriö die Vertheidigung ihren Boden verloren hat. Daö Kreuzverhör Mercierö durch Demange war sehr schwach, und die Ankläger hatten freien Weg. Demange ist zwar ein guter Advokat, aber sein formelle?, altmodisches Auftreten paßt nicht in diesen KreiS. Labori, der eben erst vom TypbuSsieber genesen war, ist in schlechter Verfassung für eine solche Verletzung. Die schlimmsten Nachrichten würden mich nicht überraschen. AuS Gründen, welche ich nicht nöthig habe, mitzutheilen, halte ich den Vorfall für ein nationales Unglück. - Das Attentat. Renneö, 14. August. Die Polizei glaubt jetzt den Attentäter zu kennen, verfolgt ihn und vermuthet, daß er sich in der Gegend von Fougeres aushält, nachdem er zuerst im Walde von Couseneö Zuflucht gesucht. Die im Lause deö Nachmittag? wiederholt auftauchende Nachricht von der Ergreifung de? Attentäter? erwie? sich jedesmal al? unbegründet, obgleich Gendarmen und Soldaten die ganze Gegend systematisch absuchten. Viele Leute sahen den Mörder fliehen, aber er hatte einen zu großen Vorsprung, al? daß die Verfolgung Erfolg versprechen hätte und die Leute, welche ihm begegneten, bedrohte er mit Todt schlag, indem er seinen Revolver schwang. Da? Attentat aus da? Leben de? Recht?anvalt? war augenscheinlich da? Resultat einer Verschwörung. Morgen? erhielt der Polizei - Commissär ein Schreiben,' welche? ihm von einem gegen General Mercier gerichteten

Attentat Mittheilung machte und in Folge dessen richtete sich die ganze Aufmerksamkeit der Detektiv auf die Person deö General?, ohne baß sie sich um die Sicherheit der übrigen HauptPersonen kümmerten.

Die Verhaftung der Royalisten. Paris, 14 Aug. Die Office der Antifemiten-Liga, in welcher sich Gue rin, der Präsident, und Mox Regi?, der antisemitische Ex-Bürgermeister von Algier, verbarrikadirt haben, war auch heute noch belagert, nachdem die Polizei, mit Revolvern bewaffnet, wahrend der ganzen Nacht vor dem Gebäude Wache gehalten hatte. Die Freunde Guerin? erklären, er. würde feuern, wenn er angegriffen würde. Al? man versuchte, die Belagerten herauszulocken, erklärten dieselben, sie würden siedendes Oel aus die Belagerer gießen. Heute Nachmittag wurde ein neuer Befehl zur Verhaftung GuerinS ausgestellt. Nach dem französischen Gesetz find selbst seine Versuche, sich der VerHaftung wegen eineS politischen Vergehen? zu entziehen, strafbar. Eine starke Abtheilung Polizisten bewacht jetzt die Office der Antisemiten-Liga und ein Publikum von Tausenden hindert allen Verkehr. Selbst die Fenster in der Nachbarschaft find von Neugierigen besetzt, da man einen Sturm aus da? Gebäude erwartet. Die Ladenbefitzer der Gegend haben ihre GeschäftSlokale geschlossen. Einem General, welcher in Uniform zu Wagen die Straße vaskirte, rief man von allen Seiten Vive l'Armee und Mort aur JuisS zu. ft Zum DreyfuS-Prozeß. (Spezialdepesche des Chicago Record.) Renneö, 14. August. Herr Zudet, Redakteur deö ultra Dreyfuöfeindlichen Organ? Le Petit 3ournal", welche? mehr alö irgend ein andereö Organ dafür verantwortlich ist, daß die Meinung der unteren Klassen Über die Dreyfus-Affuire vergiftet ist, fragte nach der Sitzung, alö er plötzlich wahrnahm, daß die Demonstration nur zu Gunsten von Dreyfuö autsiel: Äst daö eine Sache ? Können Ausländer hierher kommen, um unö Gesetze vorzuschreiben ?" Ein editorieller Artikel in einem der hiesigen Morgenblälter, welches seine Inspiration auö Herrn Zudet'ö falschen Behauptungen schöpft, schließt mit den Worten: Einige Ausländer, die wir zu gastfreundlich behandelt haben, versuchten eine dem General Mercier feindliche Demonstration zu veranstalten. Wir find gezwungen, unö die Schande gefallen zu lassen, daß die Uniform eineö französischen Offiziers durch einige Juden von Deutschland und England beschimpft wird." Die wohlbekannte Pariser Zournalistin, Madame Severine, hat die Dinge, wenn auch unabsichtlich, dadurch noch schlimmer gemacht, daß sie erklärte, die amerikanischen Correspondenten hätten die Führung in der Demonstration übernommen. Selbst eine Dreyfuö. Freundin, glaubte sie mit irer Erklärung den Amerikanern ein Compliment zu machen, aber ihre Angäbe ist weiter von der Wahrheit entsernt, alö die allgemeiner gehaltene, daß ausländische Zeitungöleute für die Szene verantwortlich waren und wird so bald nicht vergessen werden. Die zwölf oder mehr amerikanischen Correspondenten hier, obwohl warme Befürworter der Revision, haben den vollkommensten Anstand bewahrt. Eö ist wahr, daß der Sohn eineö ehemals berühmten Philadelphiaer Rednerö dem Hauptmann DreyfuS, als 'dieser nach seinem Rencontre mit General Mercier den Gerichtssaal verließ, die Worte Good boy, good boy" in'? Ohr flüsterte. Und eö 'ist wahr, daß die 70 ausländischen Seitungsleute hier, ohne die einzige Ausnahme, sich veranlaßt fühlten, in einem Dutzend verschiedener Sprachen die ermuthigenden Worte an den armen DreyfuS wiederholen, der sich schnell neue Freunde gewinnt. Die Thatsache, daß die ausländischen Journalisten in ihren Ansichten über DreyfuS übereinftimmen, ist hier beiden Seiten wohlbekannt und die Sympathie, die ihm entgegengebracht wird, scheint die Gefühle der anderen Partei zu verbittern. So mag vielleicht DreyfuS wünschen, von seinen Freunden erlöst zu sein." Die Journalisten hielten heute

Abend eine animirte Versammlung ab, in der bei Berathung der Frage, welcher CurS in Zukunft eingeschlagen werden sollte, die Geister ziemlich auf einander platzten. AIS Madame Severine eintraf, tröpfelte sie Oel auf die Wogen der Aufregung und hielt

ein brillante Rede, welche der Versammlung ein Beweis für die Macht einer verständigen Frau über Männer war. Sie rieth uns, nichts zu unternehmen und den Feinden DreyfuS' keine Waffen in die Hände zu liefern durch die Annahme irgend welcher Resolutionen. So herrscht denn im Augenblick wieder Ruhe, aber sogar die optimistische Madame Severine giebt zu, daß der Sturm nur vorüberzog und jeden Tag zurückkehren kann. --- Glänzende Offerte. B er lin, 14. Aug. Eine glänzende Offerte ist seitens des Jmpressarioö de Metropolitan Opera House in New Vork, Herrn Grau, dem Dr. Karl Muck, Hofkapellmeister und Operndirigent in Berlin, zugegangen. Für die Leitung der deutschen Opern und der SonntagsConzerteim Metropolitan OperaHouse während deö bevorstehenden WinterHalbjahre 18991900 hat Grau dem Dr. Muck einen Contrakt mit $27,000 Gehalt, für sechs Wintermonate angeboten. SchtttS5kachriÄtSV. Angekommen in : New Äork: Taurick von Liverpool; gurnessia" von Glasgow; Phoenicia" von Hamburg. Amsterdam: Cluden" von New Sork. Liverpool: Etruria" von New Äork. allerlei. AurderWerftderWolff & Sewicker Jron Works" in Portland, Ute., tst der (stap llaus des Torpedoboot - Zerstörers Goldsborough" von Statten gegangen. Das Fahrzeug soll den Bestimmungen des Contractes g:maß während zweier Stunden 60 Knoten zurücklegen. Die Läng desselben beträgt 196 Fuß. die Breite 20 und der Tiefgang 5z Fuß. Der Goldsborough" ist nach einem ganz neuen System gebaut worden. DerkleineSohndesinder Nähe von Loganville. Wis., wohnhaf ten Farmers Fred Krause legte sich in einem Roggenfelde nieder, welches sein Vater mit der Maschine abmähte, der ihn jedoch nicht bemerkte, bis die Maschine über ihn gefahren war. Der arme Bursche wurde schrecklich zugerichtet und ein Bein und ein Arm wurden ihm von derselben abgeschnitten; doch dürfte er mit dem Lebs davonkommen. Schlafwandelnd fiel der ILjährige Lee Thomas von James town in der Nähe von Sprintwood, N. D., im Schlafe von einem Zuge und kam merkwürdiger Weise, trotzdem der Zug mit einer Geschwindigkeit von 30 Meilen in der Stunde dahinsauste, gänzlich unverletzt davon. Der Knabe, welcher bei dem Fall selbstverständlich erwachte, marschirte sofort nachSprintwood. die nächste Station, eine Distanz von zwei Meilen. JmSt. JosephsHospital zu St. Paul, Minn., starb infolge eines ihm von seinem Vater versetzten Schlages der 25jährige Albert Uhler am Starrkrampf. Uhler war ein Gemüsefarmer in dem Dorfe West St. Paul. Vor einer Woche gerieth er mit seinem Vater in einen Streit, und der Alte versetzte ihm einen Schlag mit einer Hacke, welcher nur eine leichte Ab schürfung zur Folge hatte, aus der sich jedoch trotzdem der Starrkrampf ent wickelte. Der unglückliche Vater ist verhaftet. FrauCatharineCohen, die Gattin eines Engros - Conditors in No. 320 West 83. Str., New York, starb im Ocean House in Song Branch nach einem Tanze. Sie war mit dem Gatten nach dem Hotel gekommen, um Bekannte zu besuchen, und nach dem Diner begab man sich in den Ballsaal. wo Frau Cohen einige Zeit tanzte. Plötzlich wurde sie von einem Unwohlsein befallen, weshalb sie sich nach der Veranda begab. Hier starb sie wenige Augenblicke später in den Armen des Gatten. Ein Herzschlag war die Todesursache. Der Farmer John Cashman im Town Manitowoc Rapids. Wis.. hat, wahrend er mit einem Selbstbinder im Felde mähte, einen jähen Tod gefunden. Sein Bruder sollte die Maschine ölen, während er selbst die Pferde hielt. Die Pferde wurden unruhig und gingen schließlich durch, wobei Cashman zu Boden geworfen und von dem Selbstbinder überfahren wurde. Das schwere Gefährt hatte deM'Unglücklichen den Brustkasten ein-drückt.

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' ineunertvartete Freude ist den Anverwandten des dieser Tage in Lössau bei Schleiz im Alter von 86 Jahren verstorbenen Maurermeisters R. widerfahren. Bei der Regelung des Nachlasses fand man nämlich in zwei großen Blechbüchsen versteckt Werthpa Piere in Höhe von 1.700.000 Mark vor. Niemand hatte eine Ahnung, daß der Meister ein Millionär war. da er äußerst sparsam und zurückgezogen lebte. Den Grundstock zu rem Vermögen legte ein Lotteriegewinn von 35.000 Mar!. der sich nach und nach durch den reichlichen Verdienst des Mannes vermehrte. Sein Hcimathsdorf Lössau erhält nun eine schöne Steuerquelle und außerdem eme Steuernachzahlung von etwa 50.000 Mark. Ein Massenwalfisckfang fand kürzlich in Sandban aus West-Shetland statt. Die Wale erschienen Plötzlich, viele hundert Thiere stark, in einer einzigen, aufgeregt an der Oberfläche des Wassers daherstürmenden Heerde. Sobald die Fischer die Lage erkannten, eilte alles, was nur in die Boote zu springen vermochte, bewaffnet wie jeder gerade konnte, aber nur wenige mit Walfischharpunen ausgerüstet, auf das Meer hinaus, um die Walfischheerde einzukreisen und dem Ufer zuzutreiben. Die größten Thiere erkannten rechtzeitig die Gefahr und gingen in die Tiefe, um so zu entkommen. aber 71 junge Wale wurden aus den Strand getrieben und dort abgeschlachtet. Die meisten waren 10 bis 20 Fuß lang. Bis zum Jahre 1855 kamen große Walfischheerden regelmäßig und alljährlich nach Sandbay. und ihr Fang galt fü? eine der Haupteinnahmen der Gegend. Seit dem Jahre 1855 aber waren sie vollständig verschwunden, und man hatte nicht einen einzigen Walfisch mehr seither gesehen. Sonst sind die großen Walfischsänge an der nordschottländischenKüste nicht selten. Noch vor vier Jahren wurden auf einmal bei Hoswick 331 Walfische, darunter einige 50 Niesenexemplare. eingekreist und auf den Strand aetrieben. 3 n der Ortschaft Ja s enova, wo sich die Abzweigung der Oravicza - Aninaer Gebirgsbahn befindet, hüteten das vierzehnjährige Töchtercher: Martha und der achtjäh. rige Sohn des Gastwirthes Gyoka Jovanovits eine Schaar von Gänsen. De, Weideplatz liegt in der Nähe des Ka rasbaches, und der kleine Georg bemerkte, daß eine Gans auf das jcnseitlge Ufer hinübergeschwommen sei. Et stieg in's Wasser, um die Gans zurück, zutreiben, gerieth jedoch in einen Wir. bel und wurde von den Wellen fortge, rissen. Das Mädchen sprang nur ebenfalls in's Wasser, um den Kleiner zu retten, sar k jrc ch gleichfalls unxtt und kam nicht u'itx ;um Vorschein Von bösen äifv.vrrt: getrieben, kair der Vater ans dem naycn Wohnhausi in demselben herbei unl stürzte sich oje j.IB in d:n Bach, iiir die Kinder zu trtUv. D?ch auch ei wurde von d.r C.il'.r.u.ig ergriffe? und versank in W.l!cn. Die Dorfbewohner vermcchZcp. nr noch die Lei. chen derVerunglüötcn aus dem Wassei zu ziehen. Die plötzlich aller ihr:rLi:ber beraubte Frau Jonanovits geberdett sich wie irrsinnig über diesen furchtbaren Unglücksfall, und es mußte ihr verwehrt werden, dem Vgrbniß beizu-. wohnen. , Die ausfallendsten Heilungen von Skrofeln, die man kennt, find mittelst Hood'ö Sarsaparilla erzielt. Dieses Mittel sucht seineö Gleichen bei Blutkrankheiten. Braucht nur Hood'ö. Hood'ö Pillen sind mit der Hand gemacht und völlig gleich an Größe und Gewicht. 25c. Das neue öanitarium in M. Jackson ist jetzt offen für die erfolgreiche Behandlung von Rheumatismus, Hartleibigkeit, Leberleiden, Dyspepsia, Nerven, Blut, Nieren und Magen Leiten. Dieses Wasser enthält einen größeren Pro zentsatz heilender Bestandtheile, wie irgend ein anderes im Staat. Bäder sind von 8 Uhr Vormittags bis 9 Uhr Abends zu haben. Erfahrene und zuvorkommende Wärter. Skperate Abtheilungen für Damen und Herren. Patienten erhalten Kost und Logie zu billigen Bedingungen. Gute Küche. Jede Bequemlichkeit für Patienten. Versuchen Sie ein Glas Wasser im St. Anthony Mineral Sanitarium. 329 w. Washington Str. geg. dem Zrrevhauö. LA ULEB BROS., Eigenthümer und Manager?. FRED LAGLER. achsol o Her Ltk, . 15 Süd labama Vtrtze, DampfOcbleif-Otablissement Rasirmess für Barbiere, Scheeren, Slip perS und chirurgische Jrrfkmnente Verve schnell und gut geschliffen. Ullt klrbeU K?rtkt.

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