Indiana Tribüne, Volume 22, Number 325, Indianapolis, Marion County, 13 August 1899 — Page 4

Fudiana Triöüne.

Erschein! Täglich und gcg&go is täglich TMÜne kostet durch den Xxw i dtntx per Woche, die eontaaltitöel St ptx 9oe. 9tlU umxrmU lltl ,b U Gcntl pkk Rmt. Ver iiuierhald , UM igcht t rSi,tzlg V K tmt 10 CO GUalama Cttab Sndianapoli, Ind., 13. August 1899. Sonntags pitoi. Ein Berichterstatter unsere? Blatte? hat etwas auf dem Herzen. Er will es absolut heruntertrugen. Ich will ihm an diese? Stelle Gelegenheit dazu geben. Der Plauderer. Glaube aber nicht, lieber Leser, daß ich Dir angenehme Dinge sagen will. Die augenehmen Dinge findest Du in den Lokalspalten, wenn Du die Beichte über daS erfolgreiche Konzert, oder die schöne Ausschmückung Deines Hauseö und Gartens bei Gelegenheit Deine Familienfestes liest. Und was schwarz aus veih gedruckt ist, soll angeblich immer wahr sein. Der gerechte Berichterstatter bekommt taglich von seinen Freunden und Bekannten moralische Hiebe, weil er eS versäumt hat sich seine Neuigkeiten von A. bis Z selbst zusammenzuholen, oder weil er etwaS berichtet, was sich nicht absolut mit der Wahrhttt deckt. Aber Folgende? ist eine wahre Geschichte : ES ist gegen Schluß der Office Stunden. Die Arbeit ist gethan, die Leser haben die Abendzeitung in den Handen. . Ich überlege mir gerade, in welcher Speiseanftalt ich mein Abendessen wohl heute einnehmen werde, als plötzlich das Telephon neben mir rappelt. Ich ziehe eS zu mir heran. nehme daS Höhrrohr in die Hand und rufe Hälloh. Vom andern Ende deö Drahtes höre ich dasselbe Wort, jedoch in verstärkter Auflage, ein gewisses Zeichen, daß die betreffende bis jetzt noch unbekannte Person sich in etwas nervöser Stimmung befindet. Ich spitze die Ohren und lausche. Mein Name ist X. X., ich nehme soeben die Tribüne" in die 'Hand und finde nichts, absolut gar nichts von meinem gestrigen Gartenfest." So sprudelt daS Telephon und ich bin geknickt wie eine Lilie aus dem Felde. Verehrte grau, vir haben leider nichts davon gewußt, aber ein andermal machen wir'S besser", versuche ich sie zu trösten. Ach waS, daS stand heute früh schon in den Morgenblät tern." Dann kam noch eine ganze Portion hinterher und ich verstehe bloß noch daS Wort Schande", höre den Knacks des Telephons aus der anderen Seite und sinke vernichtet in meinen Stuhl zurück. Einige Wochen später (ich hatte mich mittlerweile wieder erholt) sehe ich mir die ''Personal and Society" Nachrichten einer hiesigen englischen Morgenzeitung an und finde, daß bei Madame X. X. für den Abend eine musikalische Soiree angesagt ist. Dieö mal willst Du die Scharte wieder auSwetzen, denke ich, ergreife die Feder und AbendS stehtS im Stadtherold" von wegen der musikalischen Soiree. Am selbigen Abend beschloß ich,' mich von deS TageS Last und Hitze bei dem Gartenkonzert deS Deutschen HauseS zu erholen und Musik, Luft und Bier zu kneipen. Bald war ich mitten unter lieben Freunden, die daS gleiche Bedürfaiß dahin geführt. . Der Abend war herrlich, die Stimmung im Freun deSkreise animirt und daS Bier und die Leistungen der Kabelle gut. WaS kann man noch mehr verlangen ? und so gab ich mich ganz dem Augenblick hin und führte meinen StärkungSvor satz auS bis- ja biS daS Geschick mich auch hier unbarmherzig packte, ch hatte einen Freund am anderen Ende deS GartenS entdeckt und wollte mich zu ihm begeben, um ein wenig zu plaudern. Ich stand auf, und schlängelte mich langsam durch die Reihen der grünen Tische nach den Platz meines Freundes. Schon war ich in nächster Räche, als auf einmal meine Augen wie gebannt aus einer weiblichen Gestalt ruhten, die doch nach der Tribüne" an dem Abend eine musikalische Soiree veranstaltete Mit dem instinktiven Gefühl, nur schleunige Flucht rettet dich, wollte ich mich seitwärts in die (noch anzulegenden) Büsche deS GartenS schlagen. aber eS war zu spät. Die unerbittliche Hand deS Schicksals hatte sich bereits aus meinen Arm gelegt und jeden ' Weg zur Flucht abgeschnitten. Refig nirt ergab ich mich in mein Schicksal und drehte mich mit einer überrascht aussehen sollenden Seitenbewegung halb, nach rechts, machte meine beste Tanzftundenverbeugung und sagte dann etwas von angenehmer Ueberrasch-

ung" und' sehr erfreut die geehrte Frau so wohl und blühend zu sehen"

und dergleichen mehr. Die Dame ah mich einen Augenblick prüfend an. drohte mit ihrer ochsenblutfarbigbehandschuhten Rechten und sagte mit einem leichten Anflug von Aerger in hrer Stimme : WaS in aller Welt, haben Sie wieder angegeben!" Ich"? kam eö von meinen Lippen mit der unschuldigsten Miene von der Welt, waS habe ich denn verbrochen?" Die Dame (und ich danke eS ihr heute noch) besaß jedoch Lebensart. Sie ni.hm mich bei Seite und dann kanzelte sie mich ab und zwar gehörig, gründich. Geradeso, wie eine verständige Frau Mama ihrem Herrn Sohn die Leviten liest. Ich ließ ruhig den ganzen Redeström über mich ergehen und' erklärte ihr dann meinen Standpunkt. Ich sagte ihr, daß deutsche Zeitungen eS nicht erschwingen können sich einen Extra Society Editor" zu halte. Ich sagte ihr ferner, daß von Seiten der Leser eS fast stets versäumt wird deutsche Zeitungen zu benachrichtigen und ich hielt ihr ihre eigenen Worte vor : Ach waS, das stand schon in den Morgenblättern." Ich sagte ihr außerdem, wie schwierig eö sei, immer daS Rechte auS den Berichten anderer Zeitnngea herauszufühlen und wenn man Persönliches" nachdruckt, sei eS stets ungewiß, ob sich die Sache auch so verhält. Außerdem sei eS eine einfache Manipulation nach unserer Office zu telephoniren,'wenn persönliche Bor kommnisse zu. veröffentlichen seien. Die Dame sah dies ein, versprach sich zu bessern und wir schieden als gute Freunde. DaS, lieber Leser, ist meine Geschichte. Und die Moral ? Sehe einfach ! Wenn Du selbst daran denkst der Zeitung Deine persönlichen Angaben zu machen, dann kann eS nicht vorkommen, daß Dein Name mißbraucht wird. Dann kann eS nicht vorkommen, daß etwas vergessen wird und dann kann eS nicht vorkommen. daß etwas im Stadtherold" nicht stimmt. Der Berichterstatter. Auf der Spur. HumoresZc von Joseph Montet. Jia so etwas." saate Eamille Eil bert, eine Zeitung durchftiegend, schon wieder ein Verbrechen!" -liin Verbrecken? Wo denn?" sraate ProKpcr Landry und entriß sich der 11 1 l V q as-.A.a ! W . C ' 1 'enure oes scursoucyes, in oas er in einer halben Stunde vertieft war. Mitten in Varis. im fcoiel Conti nental, Boulevard des Capucins, zehn Uhr Morgens, drei Thuren erbrocykn vier Tolcdstöne. secks Revolverscküsse zwei Frauen getödtet, sür 500 000 Francs Brillanten gestohlen Und der Mörder?" Natürlich entwischt!lind die Polizei?" .5 st auf der Rührte?Wie gewöhnlich!" versetzte Prosper vanory achselzuaend. Plötzlich aber versetzte er dem Mar mortisch einen so heftigen Faustschlag das die Seidel und Gläser erschreck aufsvranaen und rief wüthend: Nen, das ist doch wirklich zu stark, ttickt einmal Sonntaas bot man Rube Und dabei hatte ich mir zugeschworer Varis beute um ieden Vreis ni verlad sen, um nur grüne Bäume und blaue yimmel zu seyen." ..Was bindert Tick denn daran?" Was mich daran hindert? Na, und meine Zeitung, meme Rubrik Lola les", sür die ich verantwortlicher Re dakteur bin, und die Polizeipräfec tur, die ich aussuchen muß, um Nach richten zu bekommen? . . . Bedenke dock Unglücksmensch, daß ich blamirt bin bis au die ttnochen, wenn lch nicht Punk für Punkt den Lesern des Diderot morgen früh mittheile, was die Polizt beute entdeckt bat." Aber du weißt doch vorher, daß sie garnichts entdecken wird!" Ein Grund mebr. WaS würden die Le er des Diderot". deS .bestunterrick teten" Blattes von Paris, sagen, wenn it nicht morgen früh den genauem ttommentar für diesen Mißerfolg aü zwei Spalten vertheilt vorfinden Nein, ich sage Dir, alle meine Pläne Und zu Waner. Adieu, haville und Meudon, Samt-loud, Vlroflay, Ar aenteuil und Sannios und all ibr an deren Ausflugs-Paradiese! ... Mein Pech! . . . Heute. Sonntag, erscheinen die Abendzeitungen um ein Ubr statt um vier, und das erste Blatt, das mir in die Häude fällt, nagelt mich wegen dieser blödsinnigen Mordgeschichte in Pari? fest." Dabei faßte Prosver Landry in ko Mischer Verzweifln seinen Kovs mi beiden Händen und versank in einen Abgrund schwarzer Melancholie. Vor seinen Augen zeigten die enggedruckten Spalten des Kursbuches ironisch ihre verlockenden Listen: Von .Paris nach contmorency, von Paris nach Saint Germain, von Paris nach Versailles. ., Sieh, sieh, das ist aber merkwür biftl" Neugierig hob er das Kursbuch hoch um genauer nachzusehen. Ja, wahrhaftig, von Paris-Saint Lazare nach Paris.Saint-Lazare.. .. diese Tour kannte ich noch gar nicht; senau an denselben Punkt zurückzu. kommen, von dem man ausgegangen M,.... das ist eine originelle Reise!"

öt oiicd einen ?lugcnvna stumm und

bewahrte die Haltung eines Mannes. der übe: einen Plan nachdenkt; dann zuckt ein Lächeln um seine Lippen und er rief: Ja, warum Nicht, es lst zweieinhalb Uhr, der Zug geht um drei; ich habe ge rade noch Zeit, um hinzufahren.... Hör' mal. alter Junge." fuhr er fort. sich an feinen freund wendend, ich habe eben einen famosen Answeg gefunden." Nämlich?" Die Gelegenheit, zuerst einen Aus slug aufs Land zu machen und dabei gleichzeitig der Präfektur emen Streich zu spielen." Also einen doppelten streich, und wie ist Dein Plan?" Begleite mich bis zum Bahnhof, lch werde es Dir unterwegs sagen. n. Zwanzig Minuten später trat Pros per Landry auf dem Bahnhof Saint' Lazare an einen geöffneten Schalter. (ins erster ma e nach Parls.Samt' Lazare, bitte!" Ein erstaunter Kopf erschien hinter dem Gitterfenster. Nach Paris.SalntLazare? Aber da sind Sie ja eben, mein Herr!" ..Das wein ich wohl, mei Fräulein: trotzdem wünsche ich dorthin zu fahren." Und mit welchem Zuge, mein Herr?fragte die Billetverküuferin brummig. 'Mit dem Dreillhrzuge, mein Früü lein, der in fünf Minuten abfährt und und mich um 5 Uhr 55 Minuten wieder zurückbringt nnd unterwegs Saint tiloub, Marly-le.Rol. Nollv-IeRoy, Versailles und wieder Saint-(5loud berührt; genügt Ihnen das?" ,. Vollkommen", erwiderte' die Ver käuferin trocken. ,,Aber ich habe keine Billets von Paris nach Paris, mein Herr." ..Das ist sehr bedauerlich, mein Fräulein ; dann stellen Sie mir eins aus." Wüthend gehorchte die Verkäuferin und reichte Prosper Landry ein ,, Ticket", auf dem sie mit Tinte den Namen der Ankunftsstatlon und den Preis vermerkt hatte. Macht 4 Francs 90 Centimes." Der Journalist nahm das Ticket und betrachtete es aufmerksam. Bon Paris - Saint Lazare nach Paris Saint - Lazare, Stimmt! Hier sind Ihre 4 Francs 90; ich habe die Ehre, mich Ihnen zu empfehlen." Damit wandte er sich dem Wartesaal zu, an dessen Thür er seinen Freund Gilbert bemerkte. ,.Sei um 5 Uhr 55 Minuten hier, ich glaube, wir werden Stoff zum Lachen haben. Da sieh nur, die gute Frau hat wahrhaftig jchon einen (Zon troleur herbeigerufen." In der That neigte sich ein Mann mit galonirter Mütze mit ausmerksamer Miene über den Schalter. Seltsam, sehr seltsam." murmelte er mit gehelmnikvoller Miene; dahin ter steckt sicherlich etwas." ,,Muß doch mal mit dem Eommissär darüber sprechen!" Damit entfernte er sich, nicht ohne vorher einen mißtrauischen Blick auf den Mann geworfen zu haben, der sich die seltsame Laune einer Reise von Paris-Saint-Lazare nach Paris-Saint Lazare ohne den geringsten Aufenthalt leisten wollte. Bei den ersten Worten des Beamten stürzte der (Zommissär auf eine Zeitung zu, die auf dem Tische lag. ..Kein Zweifel möglich", rief er. dieser Reifende ist ein Verbrecher, der die Polizei auf eine falsche Führte zu lenken sucht. Wer weiß, vielleicht ist er der Mörder aus dem Hotel (5ontinental." Damit ergriff er ein Papier und kritzelte darauf hastig einige Worte. Bringen Sie das dem Stations' Vorsteher", sagte er zu dem Beamten, der, so hastig er konnte, davonstürmte. Nun ergriff der (lommissür seinen Hut. setzte ihn auf 's Ohr! stürzte die Treppe herunter, sprang in einen Fia ker und rief dem Kutscher zu: Nach der Polizeipräfektur." Herr Thomas", sagte er zehn Minuten spüler, m ein tabinet tretend. in dem ein kleiner Mann mit goldener Brille hinter einem Tische saß, wir brauchen ja wohl eine Revanche für den noch immer nicht, entdeckten Mord des Prüfekten von (iure, nicht wahr?" Allerdings, leider", versetzte der kleine Mann. Nun, Herr Thomas, diese Revanche werden wir haben." Und die Herren vertieften sich in ein wichtiges Gespräch. III. Behaglich im Coupe erster Klasse sitzend, die Cigarre im Munde, fuhr Prosper Landry auf der Linie Ver sailles-Paris dahin; außer ihm befand sich Niemand im Coupe. Da er sicher war, in seiner Träumerei nicht gestört zu werden, so entwarf der Journalist eine ländliche Idylle, der er nachernan der die Landschaften zum Rahmen gab. die in schnellem Fluge an seinem Äuge vorüberzogen. Blau und grün, grün und blau. . . . überall der Azur des Himmels, der sich von dem jungen Blattwerk der Bäume abhob Ach, wie schön mußte es sein, sich hier irgendwo auf einem fri schen Rasen auszustrecken, ohne an den nächsten Artikel zu denken und ohne sich um oas gelzelmninvoue erorecyen oder die dunkle Blutthat" kümmern zu müssen. Wie er alle die glücklichen Schuster, die fröhlischen Klempner, die lustigen Tischler beneidet, die an diesem wundervollen Tage auf allen ständigen oder schattigen Wegen mit Frau und Kind emher spazieren! , Nur der (bedanke tröstete ihn ein we nig, daß in derselben Stunde, da er in seinem rollenden Gefängniß die Tanta lusquallen erlitt, die er sich selbst aufer legt, seinen gewöhnlichen Henkern eine grausame Enttäuschung zu Theil wer den würde. Cv sie wohl in die Falle aeaanaen waren? ProSper Landrs

kannte sie zu gut. um nicht diese füße Hoffnung zu nähern.

.Samt.kloud!" Die Thür önnet sich und ein Controleur erscheint. Auf den ersten Blick, den er ihm zuwirft erkennt unser Freund, daß er bewach! wird.... Der Beamte nimmt sein Billet, betrachtet es prüfend und giebt es ihm dann, ohne eine Bewertung zu machen, wieder zurück Kein Zwei fel mehr ist möglich; die Polizei ist aus feiner Fährte! Marly-le-Rm" .... Prosper Lan. dry sieht aus dem Fenster; aus dem Perron wechselli zwei Männer Zeichen und deuten auf sein Coupe. Roisy-le-Roi- Der Stations. Vorsteher steigt selbst aus den Tritt und Wirft einen Blick scheinbarer Gleichgiltigkeit in den Waggon. Strahlend vor Vergnügen setzt sich ProSper Landry wieder in seine Ccke. Berfailles'. Ein Gendarnöffnet die Thür, steigt ein und läßt sich scheinbar gleiaiglltig nieder. Pro-ze. Landry beißt sich auf die Lippen, um Nicht loszulachen, und zieht mit raffinirt grausamer Ironie den )in über die Augen. Bei dieser Geste hat der Gendarm eine taum merkliche Beweguna gemacht; das Zittern des Hundes, der das Wildpret gewittert hat. Pans-Saiiit-Laare!" Cs ist 5 Uhr 53 Minuten. In dem Wartesaal harrt Camille Gilbert pünktlich wie ein Chronometer seines Kollegen; sobald er ihn bemerkt, ergreift er ihn beim Arm und zieht ihn nach dem Ausgang. Mein Lieber." flüsterte er ihm ins Qhr, Tu bist verfolgt worden, wie man noch nie einen Mörder verfolgt hat; ich habe zehn Criminalbeamte geZählt." Famos," murmelte der Reisende, ruft einen Wagon vor dem Bahnhofsgebäude an, giebt dem Kutscher ein Zeichen und flüstert ihm eine Adresse zu. Hinter dem Fiaker der freunde sejzeu ?!ö drei andere Flaker in Bewegung und nehmen die Fährte auf. IV. Cine halbe Stunde später betrat Prosper Landry das Gebäude der Polizeipräfectur und wandte sich einem Bureau zu dessen Thüre ihm ein Diener mit vertraulichem Gruß öffnete. Mein werther Herr Thomas," sagte er, auf einen kleinen Mann mit goldener Brille' zugehend, der an einem Tische schrieb, ich möchte mir über das Verbrechen von heute Morgen Nachrichten holen .... Wie steht es damit?" .Mein lieber Herr Landry." versetzte der kleine Mann; man ist dem Mör der auf der Spur; ich hoffe, Ihnen seine Verhastung in einigen Minuten mittheilen zu können." In diesem Augenblick trat ein Beam ter ganz athemlos in's Zimmer. Herr Thomas," sagte er schnell; etwas ganz Merkwürdiges; der Mann ist hier!" Wo hier?" Ja, in der Präfectur, er ist eben eingetreten; ich war ihm fast auf den Fersen." Plötzlich fielen seine Augen auf Prosper Landry, den er noch nicht gesehen hatte, und er rief: Na, das ist doch zu stark; da ist er ja!" Wer, er?" 7,Na, dieser Herr!" Tummkops!" brüllte der kleine Mann erbost und erhob sich wie von einer Sprungfeder in die Höhe 'geschnellt, Sie haben sich in der Fährte geirrt." Ich versichere Sie. Herr Thomas, dieser Herr ist der Reijende von Versailles." Wie, Herr Landry. also Sie haben ein Billet von Saint-Lazare nach Saint-Lazare genommen?" Mein Gott, ja, Herr Thomas!"' Aber warum denn?" Nun, ganz einfach, um ein bischen spazieren zu fahren!" Cine merkwürdige Idee!" Cine ausgezeichnete Idee; ich sage Ihnen, ich habe eine brillante Tour gemacht." Für Sie mag sie vielleicht brillant gewesen sein; mir aber hat man noch nie einen schlimmeren Streich gespielt; mein Gott, was wird der Herr Präsect dazu sagen? Cr dars von der ganzen Geschichte nichts erfahren!" Cr erfuhr sie aber doch, denn tf anderen Tage stand sie zum Vergnüge aller Leser im ,,Did:rot". Dem Mörder aus dem Hotel Conti' nental ist man mittlerweile noch imme, auf der Spur". Saubere Wirthschaft. Hören Sie. Wirthin! Der Schweinsköpf ist ja ganz voll Borsten; der ist nicht ordentlich gereinigt worden." Das aber nit! 's könnt' höchstens sein, daß die Köchin statt der Butter die Haarwuchspomad erwischt hat und daß 's scho wieder nachwachsen!" I m T h e a t e r. Herr (zu seinem Sitznachbar): Entschuldigen, warum applaudiren Sie denn immer, dieses neue Stück ist ja miserabel." Der Angesprochene: Ach was, mir ist der Autor noch immer den Anzug schuldig, den ich ihm creditir! habe, darum darf das Stück nicht durchfalkn." fronte des Schicksals. Zuchthausdireltor: Da Sie sich zwanzig Jahre gut g'sührt haben, sind Sie von Ihrer lebenslänglichen Strafe begnadigt worden." Zuchthäusler: .Ach Gott. 5)err Direktor, und , ich giaubte mich nun für's ganze Leben versorgt!" - A e n g st l i ch. Frau (zum Professor. der auf dem Standesamt, die Geburt seines Kindes anzeigen soll):,Aber nicht wahr, Männchen. Du nimmst Deine Gedanken zusammen... nicht daß Du Dich da auf dem.Standesamt noch -einmal - verheirathen läkt!"

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