Indiana Tribüne, Volume 22, Number 314, Indianapolis, Marion County, 2 August 1899 — Page 1
O o l -sVO T r (YY r1 O kS I A K rf s V vV O W VW W O y W W 4 Office : No. 18 Süd Alabama strafte. Telephon 1171. Jahrgang SS. Indianapolis. Indiana Mittwoch, öen 2 August 1899. No. 3X4
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Lditorielles. Die Haager Conserenz ist vorüber. Sehr viel ist dabei nicht heraukgekommen und einen Wendepunkt in der Geschichte bezeichnet dieselbe nicht. Der ursprüngliche Zweck, eine
Reduktion der stehenden Heere herbeizuführen, ist ganz verloren gegangen. DaS einzige positive Resultat der Kon ferenz besteht in der Einsejjung eines permanenten Schiedsgericht?. Da eS aber dem Willen der Betheiligten überlassen ist, das SchiedSzerich'. anzurufen, so ist der Krieg durchaus noch nicht abgeschafft. Streitigkeiten einem Schiedsgerichte zu übergeben, war auch vor der Haager Konferenz nicht auSge schlössen. Der Unterschied liegt nur darin, daß das Schiedsgericht nicht erst ernannt zu werden braucht und daß dessen Zusammensehung also keinen Punkt der Unterhandlungen bildet. Es ist nun möglich, daß die bloße Thatsache deS Bestehens eines permanenten Schiedsgerichtes einen solchen moralischen Einfluß ausübt, daß daSselbe in der That häufiz angerufen wird. Ob dieö der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Waö die Abrüstung oder Verminderung der militärischen Rüstungen betrifft, so hat die Besprechung der Sache die vollständige Aussichtslosigkeit der Annahme eines solchen Vorschlages ergeben. Diese Aussichtslosigkeit liegt darin, daß die militärische Stärke eines LaxdeS nicht bloß von der Zzhl der Mannschaften, sondern von noch sehr vielen anderen Elementen abhängt, wie von der finanziellen Lage deS Landes, von der Ausdehnung seines EisenbahnnejeS und der Leistangösahigkeit der Bahnen u s. w. So hkt sich kürzlich ein deutscher Staatsmann folgendermaßen auSgesprachen: Selbst wenn man eS für möglich hätte halten können, daß die Mächte sich über eine Verminderung ihrer Streitkräfte verständigten, so wäre dies bedeutungslos geblieben, denn eö ist nicht die Präsenzstärke des HeereS, sondern die ganze militärische Organisation dtö einzelnen Staates, die hierbei maßgebend ist. Wer wird bestreiken können, daß der Bau von neuen Eisenbahnlinien die Verthei digung;- und Angriffökräfte eines Landes ganz erheblich entwickele, und wie würde man dies hindern können ? Mit Bezug auf die Landheere kann man vielleicht sagen : ein Mann ist ein Mann; wenn eS sich aber um Kriegsflotten handelt, kann nicht behauptet werden, daß ein Schiff ein Schiff sei. Gerade jetzt steht Großbritannien im Begriff, sämmtliche englische Kolonien und die dortigen Flottenstationen mittelS Kabel miteinander zu verbinden. DaS bedeutet, daß man von London auS mit der Schnelligkeit deö BlitzeS allen Flottenabtheilungen den Befehl wird übermitteln können, sich an einem bestimmten Punkte zu konzentriren, und diese Möglichkeit bedeutet viel mehr, als der Bau von zwanzig neuen Panzerschissen. Wer wird aber die Kabellegung verbieten können ? Die damit verbundenen großen Kosten werden ja nicht mal von den militärischen Ministerien bestritten. Und wer hätte die militärischen Ausgaben der derschiedenen Staaten kontrolliern können, wenn für jeden einzelnen Staat ein Mazimum festgesetzt worden wäre ? Selbst in den konstitutionellen Staaten wäre eine solche Kontrolle überaus schwierig geworden; einem Staate wie Rußland gegenüber wäre jede Kontrolle völlig unmöglich, und daraus würde eben Rußland ein großer Vortheil erstehen." Was die Verhinderung der Kriege betrifft, so liegt von anderer Seite folgende zutreffende Aeußerung vor: So die die Dinge heute stehen, ist der beste Garant deö Frieden? die Aussicht auf die kaum erschwinglichen Kosten eineö modernen Krieges Diese Summen, die in kürzester Frist auszubringen wären, in Verbindung mit der unausbleiblichen ökonomischen Krisis im Innern, die sich in erster Linie in einer panikartigen Zurückziehung der Einlagen der öffentlichen Sparkassen äußern würde, sind die Gespenster, die daS KriegSgespenst im Schach halten. . So paradox eS klingt, so entspricht eS doch den Thatsachen, daß der Friede um so gesicherter erscheint, je größer die Rüstungen find. DaS mag ein Widersinn, ein schlechter Witz unserer Kulturgeschichte sein,
auch die Nationen haben, wie der Ein
zelne, ihre Ungereimtheiten; in der Politik hat die Logik manchmal die Schellenkappe an." Wir bemerken dazu, daß hier weder ein Witz noch eine Schellenkappe ,u finden ist. Der Krieg macht sich curch seine Entwicklung selbst unmöglich. ES ist dieselbe Erscheinung, die wir in den wirthschaftlichen Verhältnissen, wo die Konkurrenz durch ihre Entwicklung sich selbst vernichtet, finden. Es g'ebt ist der Entwicklung aller Zustände einen Punkt, an dem dieselben in ihr Gegen theil umschlagen. i m i Amhlllllchlilhleil. Wett tTbt richt. SchöneS . Wetter heute Nacht und Donnerstag. Höchste Temperatur innerhalt' der letzten 24 Stunden 84 Grad, niedrigste 72 Grad. Um 1 Uhr heute Mittag stieg das Thermometer bis auf 96 Grad und siel bis 3 Uhr auf 95 Grad. Schissel'S Badeanstalt. Tempera tur 82 Grad. - Der Boycott in E l e v e la n d. Eleve land, O., 1. Aug. Die Soldaten haben viele kleinlicheScheerereien dadurch, daß die Kaufleute sich weigern, ihnen die nothwendigen Bedarfsartikel zu verkaufen. General Azline weist nun daraus hin, daß die betreffenden Kaufleute auf Grund deS Gesetze? belangt werden können, welcheS die Inhaber von Kneipen, rationenundöffentlichenVergnügungöPlätzen verpflichtet, alle Leute gleichmäßig zu bedienen, und wenn weitere Beschwerden von Soldaten über Zurücksetzungen einlaufen, so werde er einen Iudge Advocate General ernennen, um die Geschäftsleute geeichtlich verfolgen zu lassen. Der Boycott geht jetzt schon soweit, daß zwei Leute einem bekannten Arzt, welcher ein erkankteö kleine? Mädchen behandelte, empfahlen, die Kur einzustellen, da der Vater deö Kindeö ein Scab sei. Der Arzt erwiderte ihnen. sie möchten; dem lieben Herrgott nur Mittheilung von dem Boycott machen, damit er daö Kind nicht in den Himmel aufnehme, denn das Kind werde sich bald dahin aufmachen. Den Streik hat man fast ganz auö den Augen verloren in der allgemeinen Ausregung über den Boycott. Jedermann spricht davon, und die Zeitungen bringen viele Geschichten, welche die Durchführung und die Methode illustriren, deren sich die Streiker bedienen, um daö Publikum zu verhindern, die Straßenbahnwagen zu benutzen. Leute aller Gesellschaftsklassen und aller Berufe werden mehr oder minder durch den Boycott in Mitleidenschaft gezogen und daö Geschäft leitet außerordentlich darunter. Die Straßenbahngesellschast fährt fort, alle Linien in Betrieb zu halten, aber viele Wagen fahren vollständig leer, während die Wagen der Little Eonsolitated Co. und die Union Omnibusse überfüllt find. Hitze in Deutschland. Berlin, 1. August. Eö herrscht eine Hitze in Deutschland, wie sich die bekannten ältesten Leute" einer solchen nicht erinnern. Eö giebt zwar zahlreiche Gewitter, sie haben aber bis jetzt die Temperatur nicht abgekühlt. Hundert Grad im Schatten wurden gestern hier notirt. Die wohlhabenden Leute haben Berlin größtentheilö derlassen. Zahlreiche Eewitterberheerungen werden gemeldet. Bei Göttingen hat der Blitz in 14 BauernHöfe eingeschlagen. Bei Smö ist der Eisenbahnverkehr zeitweilig durch Fluthen gestört wordene In Halle schlug der Blitz in daö Kriegerdenkmal. In Württemberg haben Hagelschläge die Ernte auf große Strecken vernichtet. In Oberschlesien gab eö einen regulären Wolkenbruch und Ueberschvemmungen der dortigen Flüsse werden wieder befürchtet. Der Streit in Belgien. Brüssel, 1. Aug. Daö Kabinet beschloß heute Morgen, nachdem ge stern daö Parlamentöcomite alle von der Regierung vorgelegten Vorschläge zur Umgestaltung deö Wahlrechte? ab gelehlxhatte, zurückzutreten. Nach der Si g unterbreitete der Premier Van d Peerboom dem König die Nesigna deö Ministeriums und
dieser conferirt j tzt mit dem früheren Premier Herrn de Smet de Nayer. Bei der Eröffnung der Sitzung der Kammer kündigte der Premier Herr Van den Peerboom die Resignation deö KabinetS an und fügte hinzu, wenn die Kammer nicht dagegen habe, so stelle sich daS Ministerium zur Erledigung
der laufenden Geschäfte zur Verfügung. Der Sozialist Van der Velde protestirte gegen diesen Vorschlag und verlangte, daß alle Debatten vertagt würden, da die Kammer keine Fragen in Abwesenbeit eines verantwortlichen Ministers diökutiren könne. Die Kammer beschloß darauf, sich nur mit unbestrittenen Angelegenheiten zu beschäftigen. . Despotismus in Serbien. L o n d o n, 1. August. Der Korrespondent einer Wiener Zeitung schreibt seinem Blatt auö Belgrad, im Auölande mache man sich keinen Begriff, welche Schreckensherrschaft in Serbien geführt werde. Es ist längst erkannt, daß das angebliche Attentat aus den Ex-König Milan von der Polizei sabrizirt war, um derselben Gelegenheit zu geben, gegen die Radikalen zu wüthen. Die Führer dieser Partei werden nun eingesperrt, die Presse unterdrückt und ganz Serbien in Schrecken gehalten. Der junge König Alexander tritt ganz in die Fußstapfen seineö Vaterö und daö würdige Paar treibt die skandalösesten Dinge, während daö Land immer mehr versumpft. Karageorgewitsch, der Konkurrent der Dynastie Obrenowitsch, war in St. Petersburg und flehte den Zaren an, ihm freie Hand zu geben, damit er daS Land durch Vertreibung deö Königö Alexander und seines V5terS Milan retten könne. Der Zar konnte bis jetzt keine Entschließung fassen. Die Obrenowitsch find ihm zwar nicht sehr anö Herz gewachsen, er fürchtet aber, durch eine Revolte in Serbien die ganze orientalische Frage aufzurollen. D i e protzige Schwiegerm u t t e r. Simla, 1. Aug. Frau Levi Z. Leiter in Chicago, die Schwiegermutter des Vice-KönigS Curzon von Indien, die im Februar mit ihren Töchtern Daisy und Nancy zum Besuch ihrer verheiratheten Tochter von New Jork nach Indien abfuhr, will im September wieder nach den Ver. Staaten zurückkehren. Ihr Protzenthum hatte sie bald mit der ganzen Gesellschaft in Simla in Konflikt gebracht und Vicekö.lig Curzon wird ein Stein vom Herzen fallen, wenn diese Schwiegermutter abgedampft ist. Eö heißt, die Spitzen der Gesellschaft hätten sich sogar beschwerdeführend gegenhre Arroganz an Königin Victoria gewandt. chisss.NachriHien. Angekommen in : P l y m o u t h : Pennsylvania" von New Jork nach Hamburg. Queenötown: Cephalonia" von Boston nach Liverpool. Eherbourg: Pennsylvania" von New Jork. New Jork: Wersternland" von Antwerpen; Brasilia" von Hamburg; Friedrich der Große" von Bremen. allerlei. George Kinsel, der städ'jische Elektriker von Decatur. Ind.. vermiete seit längerer Zeit werthvolle .Hühner. Um dem Diebe aus die Spur kommen zu können, brachte er in seinem Schlafzimmer eine elektrische Glocke an und stellte eine Verbindung mit seinem Hühnerstall her. Neulich Nacht ertönte die Glocke. Kinsel und mehrere seiner Nachbarn bewaffneten sich und umstellten den Stall, wo - sie auch wirklich den Dieb erwischten. Wie groß war ihr Erstaunen, als sie in dem Diebe einen der wohlhabendsten Farmer und Grundbesitzer in der Umgegend von Decatur erkannten. Als der Mann sich entdeckt sah, bat er flehentlichst um Gnade, und Kinsel ließ denselben schließlich laufen. Die Asfaire hat in der Gegend das größte Aufsehen hervorgerufen, und die Frau des Diebes soll sich entschlossen haben, auf Scheidung zu klagen. .D. Felix Thompson von Spartaburg. S. D., heirathete vor einem Jahre Adeline Guilliard, die ein fünfjähriges Töchterchen mit in die Ehe brachte. Thompson behandelte das Kind stets grausam und schlug es icibarmherzig. Dieser Tage war das Kind zu schwach, das Bett zu verlasIirt, aber er nahm es heraus, trat es
war's e herum. Als eöIch zeigte, das Kind st-rben werde, 'wurde Thompson von der Furcht . ergriffen, die Nachbarn möchten ihn lynchen; er nahm die Mutter in den Wald, band
fe an einen Baum und entfloh. Die iyxau befreite sich und kehrt?, zu dem .ötinoe zurua; es war todt. Die Tod- . tmschau wies nach, daß das Kind von ? "tn (sfmsfrn ftÄ an n ßn!n ffl.r- ' V , Q K W. hillWII NJk' letzungen an sich trug und daß auch oic inneren Organe Durch Fußtritte und Schläge beschädigt waren. Thompson wurde ergriffen und ins Gefängniß gebracht. Ein unbekanntes Insekt ist in der Umgegend von Mount H?lly, N. I., in großen Schwärmen aufgetaucht, und man erzählt sich bereits allerlei Räubergeschichten über das Thier, das man Stangling Vug" nennt. Erstickt ist zwar noch Keiner daran, aber der Postmeister Samuel R. Ware von Columbus, einem bei Mt. Holy bclegenenOertchen. und seine Gattin sind auf einer Spazierfahrt in eine dichte Wolke der Würgekäfer gerathen. Zum Glück hatten sie ein schnelles Pferd, das Herr und Frau Ware in Sicherheit brachte, ehe pe ganz erstickt waren. In der Umgegend von Mount Holly will man mehrere schwarze Wolken dieser Käfer bemerkt haben und in mehreren Schaufenstern in Mt. Holly sind einzelne Exemplare des Würgekäfers ausgestellt. Die Thiere sind von schwarzer Farbe und ungefähr zwei Zoll lang. Räuber sprengten den Geldschrank im Bahnhof der Burlington Bahn in Prescott, Wis., wodurch das ganze Gebäude demolirt wurde, erbeuteten aber nur $25 in Baar und einige Tickets, die jedoch, weil ungestempelt, werthlos sind. Der Ueberfall erfolgte um 1 Uhr früh. Der Agent hatte sich einige Schritte vom Bahnhof entfernt, um eine Weiche zu schließen und kehrte dann nach dem Stationsgebäude zurück. Dort traten plötzlich zwei maslirte Männer aus ihn zu. Einer hielt ihm einen Revolver unter die Nase, während der andere ihm die Auaen verband, die Arme zusammenschnürte und ihm einen KnebN.m den Mund steckte. Der Agent wurde dann nach der Combination des Geldschranles gefragt, aber er gab an, sie nicht zu kennen. Die Räuber machten dann aber kurzen Prozeß und wandten Dynamit an. Nachdem sie fertig waren, flohen sie über den Missisfapi nach Minnesota. Eine Niesentonne, die das berühmte Heidelberger Faß an lröße bedeutend übertrifft, soll auf der Pariser Weltausstellung 1900 eine besondere Sehenswürdigkeit bilden. Eine Böttcherei in Nancy ist seit Monaten damit beschäftigt, eine Tonne von fabelhaften Abmessungen anzufertigen. Dieses Ungethum wird eine Höhe von fast 10 Meter und an der weitesten Stelle einen Durchmesser von 9 Meter haben. Die einzelnen Dauben sind 16 bis 24 Centimeter stark. Zur Herstellung des Fasses war für 60.000 Franken Holz nothwendig. In den Urtväldern deS Mississippigebietes wurden 100 ausgewählt schöne Bäume, deren Stämme wenigstens zwei Meter hatten, gefällt und von jedem Stamm, der bis zur Höhe von 30 Fuß keine Ustknoten zeigen durfte, schnitt man zwei bis fünf Dauben. Jede einzelne mög etwa 20 Centner. Das gesammte Holz ist zu der Riesentonne verwendet worden; sie wiegt 4800 Centner und tst in 12 Eisenbahnwagen verpackt worden. Bier Monate lang hatte man oamit zu thun, die riesigen Baumstamme zu fällen, zu behauen und zum Gebrauch zuzurichten. Weit über ein halbes Jahr ist bereits verflossen, seit man die ungeheure Arbeit begonnen, und noch fünf bis sechs Monate dllrften dahingehen, phc die 145 Arbeiter, t damit beschäftigt sind, das Werk beendigt haben werden. Eine gewaltige E x t? I o sion erfolgte im Keller der Mittmann'schen Destillation in dem Pvsener Bor orte Wilda. Der Destillateur Mittmann war im Keller mit der Destillation beschäftigt, als Spiritus. in Brand gerieth. Auf sein Hilfegeschrei eilten der Former Schulz und mehrere Arbeiter herbei. Das Feuer verbreitete sich aber schnell weiter, eine große Spiritustonne ezplodirte. Kohlen geriethen in Brand, die Treppen des Hauses wurden bis zum L Stock zerstört, die Fensterscheiben platzten und sonst fanden noch verschiedene Verwüstungen im Gebäude statt. Schwer verwundet wurden Destillateur Mittmann, der Former Schulz und ein Fabrikarbeiter, die sämmtlich nach dem städtischen Krankenhause in Posen überführt wurden. Die Leichtverwundeten brachte man nach ihren Wohnungen. Die schweren Verletzungen des Formers Schulz geben zu Befürchtungen für sein Leben Anlaß. IIIH ' Wenn Ihr ein guteö Mittel haben wollt, Euer Blut zu reinigen, die Nerven zu stärken und die Conftltution zu krästigen, braucht Hood'ö Sarsaparilla. Gebraucht nur Hood's. Hoad'ö Pillen heilen Brechreiz, Kopfschmerzen auö dem Magen und
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