Indiana Tribüne, Volume 22, Number 311, Indianapolis, Marion County, 30 July 1899 — Page 5

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GssenerSchreibebnesSesMipp Sauerampfer. Cfjf1tfrtl87 tfc Qrmm Pr C. N 0.

Mein lieber Herr Redacktioncir! Ich hen den' Wedesweiler verzehlt, daß die Lizzie, was meine Alte is, die Jntenschen Hot, for das Pehper zu schreiwe, daß ich awwer nit dran glauwe deht. Der Wedesweiler Hot different gedenkt. Er sagt, ich sollt alles uffbiete. daß die Lizzie nit so en Unsinn mache deht. Wann die Lizzie starte deht, Briefe z' poblische, dann hätt's for mich geschellt un er selbst wär e wenig effreht, bikahs die Lizzie deht in ihren Unverstand Sache schreiwe. wo mir nit gleiche dehte. Ich kann Jhne sage, wie ich den Wedeswcile? den Weg hen spreche hörn, do hen ich gar nit ectstra gefiehlt. Well, mer wolle hoffe, daß sich die Alte die Sach noch emol iwwerdenke werd. Ich hen en Drink genomme un dann hen ich gesagt: Seh Wedesweiler. dehst du gleiche, mit mich uff e Picknick zu gehn? Die Kids battere das Lewe aus mich un ich kann se jetzt nit mehr gut dissepeunte." Do sagt der Wedesweiler, er deht nicks drum gewwe, wo dann das Picknick wär. Ich hen gesagt, ich wußt nit, awwer das deht o auch kemDlfferenz nit mache. Ich hen ihn geprammist, daß mein Karlie for ihn de Saluhn tende sollt un domit war er sattisfeit. Mir hen dann noch ausgemacht, wann mir starte wollte un ich sin heim un hen die Buwe gesagt, daß mir all zu den Pinick gehn wollte un daß der Mister Wedesweiler auch mit deht gehn. Do hen se sich awwer gefreit, wie die Stallhase, wann se cn Kopp Lettis hingeworfe kriege. Du bischt nit so bös ästerahl", Hot der Johnny gesagt, was is die Matter mit Pa?" Hie's ahlreit!" Hot die ganze Gang gehallert. Ich hen gesagt. daß se noch alle Errehnschements mache un ihrn Stoff schön zurecht lege sollte un dann hen ich se ins Bett gehn mache. Ich sin dann noch e wenig zu den! sK'htZmnfr mniv M hr hen ausaemacht, daß mer um siwwe Uhr starte V'V-WlVVftV " " 9 w j -w ww - wollte, bikahs mir hen mit die Trehn gehn wolle un die Trehn duht for Niemand warte. Ich sin den Owend bald heim qange un hen mich ins Bett geleat. 6s war so ebaut vier Uhr Morgens. do is der Johnny zu mei Bett komme un Hot mich gefragt, ob s noch nit Zeit wär for sich rettig zu machen. Nosser, hen ich gesagt, geh in dei Bett un schlof. Well, in sei Bett is er gange, awwer geschlofe Hot er nit. Er Hot den Fränkie getickelt. daß er wach is aeworde. Der Hot gekickt wie en Stier, daß er ihn uffgeweckt Hot un dann is die Feiterei losgange. Ich sag Jhne. die Zi?ellersch hen gesell, wle dle In diens, bis ich aus mei Bett usfgestanne sin un die Kunne emol mlt demBruhmstick gelernt hen. daß die schönste Tugend Frie: un Einigkeit is. Dodruff hen se geschlofe un ich hen mich auch wieder in die Klapp gelegt. Schuhr genug sin ich Widder eingeAlofe un ich sin erseht um sechs Uhr uffgewicht. Jetzt is awwer gehosselt worde! Well, die Feger solle mich nor noch einmal komme, daß se uff e Picknick gehn wolle. Der Johnny Hot sei Stackins gesucht, der Frankie Hot sei Gartersch nit sinne könne, der Freddie Hot sei Schuhstrinz verknippelt gehabt un so Hot jedes sein Trubel gehabt. Off Kohrs hen ich alles fickse gemüßt un ich hen dabei geschwitzt wie en Pohrkrohst. Breckfest hen mer den Morgen keins gehabt, awwer dafor Ware mir auch in Zeit fertig. Der Wedesweiler Hot schon for uns gewart, awwer mer wäre fünf Minnits zu siwwe an das Diepoh. Dort hen mer erscht erfahre, daß die Trehn gar nit um siwwe, sondern erscht um L Uhr starte duht. Do hen mer uns hingehockt un die Kids hen vor lauter Langeweil, de ganze Lunsch, wo mir mitgenomme gehabt hen. uffgesse. Der Wedesweiler un ich. mir hen e wenig geschmohtt un dann hen mer Dorscht kriegt un dosin mer in de nachste Saluhn. for ein abzubeiße. Wisse Se. ich gleich nit so früh ein zu packe, bikahs das duht nit mit mein Stommeck ekriee. For die Buwe hen mer noch e Watermellen mitgenomme un dann is es Zttt for die Trehn gewese. Men hen kaum in die Kar gesosse, do hen se auch schon von die Watermellen hen wolle. Se hen so lang gebattert. bis der Wedesweiler Jedem e Stick so groß, wie en Kindskopp gewwe Hot. Do hen se eingehaue, als wann se seit ferzehn Dag nicks mehr gehabt hätte. Es Hot nit lang genomme, do Hot der Johnny gestart. zu komplehne.daß er so e beeses Bellerehk hatte. Der Frankie Hot gegreint, daß en Hund jammert un er sagt, er hatt auch ganz schreckliche Pehns un er müßt emol autseit aebn. Ich hen gesagt, mir sin jetzt !n die Trehn un du kannst nit autseit gehn. du mußt warte, ms mer uf die Plck nick Graunds komme. Dv Hot er awwer gehallert: Ich kann vtt, ach mein Leib, ach mein Leib! Ich siehle so scAecbt. acb mein Leib, xeo mn Leib!

Well,' hen ich gedenZt. was iö do zu mache, in meiner größte Noth hen ich an die Sicknel Lein gepullt un mitte in e Farmland Hot der Trehn gestappt So schnell, wie en Hund gauzt. war ich mit den Feller draus un es Hot auch nit lang genomme. do Hot er Widder gut gefiehlt. Off Kohrs war die

Trehn fort un ich hen mein Meind uff gemacht, for die neckste Trehn zu warte. Awwer was wer n Se denke, sechs Stunde hen mer m die gllhendste Son nehitz do gelege befor daß e Trehn kom me is. Bei Galle, sell war awwer emol eins. Wei, mei bische Brehn, wo ich noch gehabt hen, das is mich fascht uffgetreit in die Sonn. Es war kei Fuß breit Schatte da un all was ich hen duhn könne, war, daß ich mich e paar Tornipps-Liefs lwwer mn Nos gelegt hen. Ich war'n effreht sie deht noch rother wer'n in die Sonn un dann dehte doch off Kohrs die schlechte Mensche gleich sage, es deht vom Sause komme. Un en Dorscht hen ich gehabt, sell war schrecklich. Endlich is dann en Trehn komme, awwer nit nach den Pickn'.ckgraund, sondern de annere Weg. Sell war mlch noch newer. Der Bub Hot off Kohrs gegreint, wie alles, awwer ich hen nicks drum gewwe. Wie mer Helm sin komme, do sin ich streht in den Wedesweiler sein Saluhn gange un do hen ich mein Dorscht geslckst. Spät Owends is der Wedesweiler mit die Kids komme. Er Hot gesagt, er hatt immer for mir gewart, sonst wär er schon lang Widder heim, bikahs an die Picknick Graunds do hätts nicks zu drinke gewwe, wie Lemmenehd. Ei tell juh, do sin ich awwer doch froh, daß es sor mich den Weg komme ls. Womit ich verblelwe Jhne Ihrn liewer PhilippSauerampfer. Die Gnädige. Wiener Lebensbild von Wilh. Geiger. Personen: Frau Zwickl: Susi, ihre Köchin; HerrWald, Elavierverlnher; m Fleischhauer; die Hausoesoraerin: Mamsell bei Maison Svi: Herr Gold, Weinhändler. (Ein Salon in höchster Unordnung, wie beim Uebersiedeln. Es riecht nach Naphthalin. Auf dem Tische steht eine Flasche Zacherlin.) Frau Zwickl (eine hübsche, kleine Brünette mit lebhaften Augen ' und wohlfrisirtem Kopfe, zahlt Taschentücker. die sie dem offenen Kasten ent Nimmt): ' 26, 28, 30, 32 . . . 40. Da fehlen mir zehn Taschentücher. Das ist niederträchtig. Zehn feine Battisttücher. Susi (die Thür öffnend): Gnädige, hob ich keine Schmalz und keine Zucker. mit was soll ich Mehlspels machen ? Greißler gibt Nix mehr... Frau Zwickl: Machen Sie heute keine Mehlspeise, morgen gehen wir ohnedies aus's Land, wird draußen Alles eingekauft werden. Sie, Susi, mir fehlen zehn Taschentücher, wo sind diese? Susi: Weiß ich mt, mussen's alle da sein. Frau Zwickl: Sle sind verantwortlich dafür, weil Sie allein mit der Wäsche umgehen. Susi (keck): Glauben's. Gnädige. brauch' ich Jhnere Sacktücher, bin ich arme Dienstbot, aber . . . Frau Zwlckl: Sind Sie mcht so keck! Einer anderen Frau müßten Sie das ersetzen, ich bin zu gut für He. Susi: Glauben s, bin ich verruckt ; m'öchten's neuche Sacktücher für alte, zurissene haben. Wenn's glauben, hob' ich genommen, so hoben s mich ja in Hand; hab schon sechs Monat keine Lohn gseh'n, ziehen mi holt ob... Frau Zwickl: Genug, gehen Sie m Ihre Küche. Und das Andere sagen Sie memem Mann! (Susi brummend ab.) Wenn ich nur schon diese Person aus dem Hause hätte! (Packt Wäsche in die bis zur Hohe volle Kiste.) Susi (in der Thüre): Bitt' scheu, is Herr draußen, will mit Gnädige sprechen. Frau Zwickl: Heut bin ich sur Nie manden zu sprechen. Herr Wald (eintretend): Küss' die Hand, gnädige Frau. Frau Zwickl (freundlich): Ah! Sie sind es, lieber Herr Wald. Soeben habe ich meine Köchin ausgezankt. Ich bitt' Sie. wie es hier ausschaut. Und wie ich aussehe! . . . Wir gehen nämlich schon morgen auf s. Land. Ich wollte Ihnen noch heute schreiben... Herr Wald: So? So? Wohin denn, gnädige Frau? Frau Zwlckl: Diesmal nicht weit. Wir bleiben in der Nähe Wiens, wir gehen nach Böslau. Es ist mir nur wegen der Kinder, die sich dort wunderbar erholen. Ich für meine Person ginge lieber nach Jschl, Marienbad, Franzensbad... Zudem kann mein Mann täglich bei uns sein und sich ein paar Stunden in guter Lust erholen. Herr Wald (lachend): Glauben Sie das nicht, gnädige Frau, daß sich die Herren hier nicht auch gut erholen ! Bentdig im Prattr . . . Fttlu Zwickl (ebenfalls lachend): Ich hab' gehört... Umso besser, wenn der Mann täglich zu semer Familie kommen kann. Das Elavier nehme ich selbstverständlich mit. Die Musik ist auf dem Lande eine wahrhafte Erho lung . . . Und das Clavier ist wunderbar. Herr Wald: Gewiß!" Frau Zwickl: Ich könnte mir wohl draußen auch eines ausleihen, aber meine Melanie will nur aus dem Ihn gen spielen. Herr Wald: Schön, das freut mich ... Ich möchte bitten Frau Zwickl: Sie meinen die Rechnung. Wie viel haben wir schon ? Ich glaube drei Monate, das sind 18 Gulden . . . Lassen Sie. ich bitte, die Rechnung hier! Mein Mann bezahlt

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Herr Wald: Bitt' schön. (Ueberreicht die Rechnung.) Frau Zwickl (ihm die Hand reichend): Also, leben Sie wohl, aus Wiedersehen im Herbst. Herr Wald (die Hand küssend): Angenehmen Sommer! (Ab.) Frau Zwickl: Ach, wenn ich nur schon mit der Arbeit fertig wäre! (Legt den Deckel auf die Kiste und schlägt einen Nagel ein.) Susi (die Thür öffnend): Gnädige, is Fleischhauer da. Frau Zwickl (laut): Ich hab' jetzt keine Zeit! Fleischhauer (vomVorzimmer): Der Herr laßt bitten um 37 Gulden für Fleisch. Frau Zwickl: Kommen Sie, wenn mein Mann da ist, ich hab' heute kein Geld. Mein Mann bezahlt Alles auf

Heller und Pfennig. Fleischhauer: Das sagen S' qon lang, aber zahlen thun S' nix. Frau Zwickl: Sind Sie nicht srech! Fleischhauer: Freili, erst auf Aora essen und d' Leut' für Narren halten. tfnm Zwiül (erregt): Ich werd' Sie klagen. Sie haben mich in nieiner Wohnung in Gegenwart meines Dienstboten beleidigt! Fleischhauer: Ja. das kunnt a eder sagen, wir wissen schon . . . (Ab). Frau Zwickl (schreiend): Wenn Sie mir noch einen Menschen heute in die Wohnung lassen, können Sie gleich gehen . . . Sie wissen, daß ich heute sehr reschastlgt bin und der Herr mcht zu yauze it. Susi: Wos konn ich dafir, wann geht's nit surt . . . Kann ich gleich auch geh'n, zahlen's mi meine Geld aus . . . Frau Zwickl (schlagt die Thur zu und läßt sich erschöpft auf einen Sessel nieder): So eine Niederträchtigkeit ! Ach ,wenn ich nur schon draußen wäre! (Schlagt einige Nagel in die Kiste. Man läutet.) Frau Zwickl (öffnet die Thüre, steckt den Kopf hinaus und spricht leise): Susi, nicht aufmachen, schauen Sie erst, wer's ist. Susi (leise zur Tour und flüstert): Die Hausmasterin. Frau Zwickl (öffnet selbst die Borzimmerthür): Grüß Sie Gott. Frau Deutsch! Schauen Sie sich nur nicht um. wie es heut bei mir aussieht. (Führt sie in den Salon.) Ich hab' da gerad' a paar schöne Kleidchen zurechtgelegt, für Ihre Kleine zurechtgelegt, aucy ein schönes Huterl, ein paar Schürzerln; können iie sie verwenden? Hausbesorgerin: Küss' d' Hand, gna' Frau, o ja, recht gern. Der Inzpector laßt sich empfehlen und laßt fragen, was denn mit 'n Zins ls. Es kommt schon bald a neuch's Biertelahr. (Zutraulich): Wissens, gna Frau, er will Jhna d' Kündigung schicken, i hätt' gar schon eine Partei, aber... Frau Zwickl: So eine Partei bekommen Sie doch nicht sobald. Jetzt wohnen wir schon drei Jahre da, und wegen dem Zins . . . Mein Gott, da braucht er sich nicht zu sorgen. Meine Möbel sind Gott sei Dank noch so viel werth. . . Hausbesorgerin: Ich sag' Jhna, gnä' Frau, wie's wahr is. derscn's Jhna nit beleldlnga. Der Inspektor fragt ml , ob denn das nothwendl ls, daß Sie mit zwei Dienstbot'n aus's Land gehen müassen. wann's umadum nit z samm geht. Und da hat er o Necht . . . . Frau Zwlckl: Ich muß aus's Land gehen! Das bin ich meinen Kindern schuldig . . . Was würden sich die anderen Frauen über mich denken, wenn ich hier bliebe? Hausbesorgerin: Es bleiben wirklich sehr schöne Leut' in Wien, die 's gut thun könnten. Frau Zwickl: Ich habe erne bet rathsfähige Tochter. Meine Melanie möchte sich zu Tod kränken. Und dann bin ich s Gott sei Dank noch im Stande . . . Wegen einer momentanen Geschäftsstockung werde ich mich nicht gleich in ein Mausloch verkriechen. Hausdesorgerm: Mir kann s recht sein. Frau Zwickl: Und wegen des Zinses, sagen Sie das nur meinem Manne, er wird schon zahlen. . Bessere Menschen mit einer heirathssahlgen Tochter verdienen doch noch Vertrauen. Hausbesorgenn: Mir wer n schon machen, der gnä' Herr soll nur selber mit'n Inspektor reden, am Sunntag is er da . . . Küss' die Hand, gnä' Frau. t.) Susi: Gnädige, is Schneiderin Mit Kleid da. Soll's kommen? Frau Zwickl (freudig): Gewiß! (Oeffnet die Thür:) Kommen Sie nur, liebes Fräulein! Mamsell: Küss' dieHand, Gnäd'sche. Eine Empfehlung von der Gnäd'schen, hier bringe ich die Toilette. Frau Zwickl: Entschuldigen die Unordnung. Ich gehe zwar erst nächste Woche aus's Land, aber ich lasse mir nicht Alles auf den letzten Tag. (Oeffnet die Umhüllung des Packeis und besichtigt das Kleid.) Sehr schön. Ja, Maison Spitz ist doch keine Kleinig keit. Ich bekäme solches anderswo ebenso schön und billiger. Aber dieses künstlerische, poesievolle Arrangement trifft doch nicht eine Andere. Ich bin auch eine treue Kundin und habe dem Hause auch schon viele Damen empsoh len. Frau Hisst läßt doch gewiß noch bei Ihnen arbeiten .. . Mamsell: Die Gnäd'sche läßt bitten um Salvlrung. J Frau Zwickl: Gerade in dem Momente bin ich nicht bei Cassa. Ich hab' mich ganz verausgabt. Ich bitte Sie, man hat so viel einzukaufen. Mein Mann kommt erst am Abend. Wenn Sie sich morgen um diese Zelt herumbemühen wollen, oder soll ich es hin schicken? Mamsell (zögernd) : Ich darf das Klnd mcht wer lassen, ohne... , . Frau Zwickl (üherrascht): So, das.

lsk erne schone Vereidigung sur eine Dame, wie ich eine bin. Mamsell: Ich kann Nichts dafür, Gnäd'sche. Frau Zwickl (lieb): Ich weiß das, liebes Kind, aber ich denke. Sie könnten die Toilette auf meine Berantwortung hier lassen. Ich gebe Ihnen einen Brief mit und Sie sind ganz außer Verantwortung. Und für Ihre Bemühung. Fräulein . . . (zieht dasGeldtäschchen. entnimmt demselben 2 Gulden und steckt sie der Mamsell direct in die Hand). So, Sie werden eine Minute gedulden, ich schreibe nur einige Zeilen. Ja? Mamsell: Ja. Gnäd'sche. wenigstens kann ich mich rechtfert'schen. Frau Zwickl (geht in's andere Zimmer, kommt gleich wieder mit einem geschlossenen Brief zurück): So. liebes Kind, das geben Sie der Gnädigen, ich sr., ,:c r . r.cr

lliß UHU) UUf UjUU. Mamsell: Kllß' die Hand. Gnad'sche. (Ab.) Susi: Weinmann is da. Frau Zwickl (lustig in der offenen Thür): O ja. er soll nur kommen. Grüß Sie Gott, lieber Herr Gold. Der letzte Wein war ausgezeichnet. Wir haben einen Gast gehabt, ein steinreiche? Mann ujid Weinkenner, der bat Ihren Wein für vorzüglich gesunden. V .'tngen Sie uns wieder welchen? Wir gehen ja schon morgen auf's Land. Herr Gold: Ich habe keine Bestellung bekommen. Möchte bitten um . . . Frau Zwlckl: Recht gern, Sle brauchen gar nicht zu bitten. Mein Mann ist heute mcht da, und ich hab' mich ganz verausgabt. Soeben. Sie sehen noch das ötleld, habe lch die Rechnung bezahlt . . . Aber, lieber Herr Gold, stt müssen mir sagen, ob Sie uns auch draußen in Vöslau mit Wein versorgen werden. Dort sind wir an der Quelle Herr Gold: Glauben Sie mir, Frau von Zwickl, gerade dort, wo der Wein wächst, bekommt man ihn nicht echt, weil der echte in's Ausland geht. Frau Zwlckl: Das sagt auch mein Mann. Deshalb wollen wir nur bei Ihrem Wein bleiben. Also besorgen le uns 100 Flaschen vom letzten. Gleich morgen, n?ir bekommen Gaste. Und schreiben Sle Alles auf die Rechnung. Mein Mann ist ja täglich hier ... Hier ist unsere Adresse. (Ueberreicht ihm eine Karte). Herr Gold: Sie werden mich auch mit diesem Wein loben. Empfehle mich bestens. (Ab.) Frau Zwickl: Adieu, lieber Gold. (Ruft:) Susi! Dieses Paar Schuhe tonnten Sie noch ganz gut tragen, mir sind sie zu groß, sie sind noch neu. und dann, wenn die Sophie kommt, soll sie mit dem Zacherlin einstauben. Ich geh' jetzt fort. Richten Sie das Essen auf halb Zwei. Susi (devot): Küss' de Hand. Gnadige! (Sie küßt die Hand der Frau Zwickl.) Drohung. Heute minien Sie mich unbedingt bezahlen." Es isi mir aber nicht möglich." To werd. ch allen Ihren Gläubigern erzählen, Sie hätten mich bezahlt." Gutmüthig. Frau (zun Gerichtsvollzieher, der wieder einina zum Pfänden kommt): Guten Mor zen. Herr Schindler gelt. Sie hab' i halt a' rechte Plag' mit uns?!" ' Unerwartet. ...Vatcr (de? ein,m Jungen bei der Ausgabe gehe, en hatte): Nun. was hat der ehre. zu der Uebersetzung gesagt ?" Je Hr. ny: Er hat gejagt, daß ich jeden Ta di'n?v vs "

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