Indiana Tribüne, Volume 22, Number 310, Indianapolis, Marion County, 29 July 1899 — Page 1

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Gditorielles. Der bekannte Mayor JoneS von Toledo sprach sich dieser Tage über die Trusts, wie folgt au :

Auf Grund meiner genauen Kenntniß der Methoden, welche die OelTrustö in den letzten 25 Jahcen befolgten und als Sozialist, als welcher ich an Brüderlichkeit glaube, zwingt mich meln GerechtlgrellSgesutzl, zu sagen, daß die Handlungsweise der Standard Oil Co. weiter nicht als da Spiegelbild der Prinzipien ist, die heute in der Geschäftswelt im Allgemeinen herrschen. Die schwerste Beschuldigung, welche gegen sie erhoben werden kann, ist die, daß sie Erfolg hatte; sie hat ihre Concurrenten. welche nach demselben Ziele strebten, überflügelt. Unsere Misere ist nicht in den offen," Aristokraten, Corporaiooen, der Standard" usw. zu suchen, andern in dem System, welche? die Brüderlichkeit verleugnet und den schwächeren Bruder zum Opfer des stärkeren stempelt.. Die Standard Oil Co. erkannte frühzeitig, daß Concurrenz ein Fehlschlag sei, und beseitigte sie daher. DaS Volk könnte von den TruSS etwas lernen und sollte in geordnete? Weise daS an sich nehmen, vaS ihm gehört und wofür eö theuer bezahtte. Indem eS alle Trusts besitzen und ihre Unternehmungen bereiben wird, beseitigt eö die Covcurrenz und fördert sein eigenes Wohl." DaS ist eine sehr vernünftige Aufassung und eS liegt weit mehr Verstand darin, als in dem ewigen Geammer über die Trusts und dem Todtchlagenwollen derselben. . Der Rabbiner M. 3. Ledy von San Francisco, welcher kürzlich in Hawaii war, berichtet Folgendes : Ich besuchte daS Gefängniß in Oahu und meine Aufmerksamkeit wurde auf 27 Galizier gelenkt, welche eingesperrt waren, weil sie ihren Ar-beitS-Kontrakt brachen. Sie hatten denselben in Bremen abgeschlossen. Ich habe ihn gesehen. Er lautet auf drei Jahre Arbeit aus der Plantage. Der Lohn ist aus $18 per Monat fest gesetzt, die Kosten deS Transports werden in Abzug gebracht. Wenn ein Kontrakt-Arbeiter krank wird, erhält er keinen Lohn und der Kontrakt gilt um soviel Zeit länger, alö er durch Krankheit versäumt haben mag. Nachdem einer der Kontraktarbeiter, Jakob Teper, nahezu 2 Monate gearbeitet hatte, war er noch acht Dollars an den Plantagenbesitzer schuldig geworben. Der Galizier erklärte, daß sie grausam behandelt würden und so schlechte Nahung erhielten, daß sie die schwere Arbeit nicht versehen könnten. Sie werden im Gefängniß gehalten, bis sie entweder ihre Schuld bezahlen oder die Arbeit wieder aufnehmen. Sie erklären aber, daß sie lieber auf Lebenszeit im Gefängniß bleiben, als auf die Plantage zurückgehen werden." Eö ist schon früher über diese Galizier und auch zugleich über Hawaiier Arbeitsverhältnisse gesprochen worden. Die dortigen Arbeitskontrakt. Verhältnisse sind bloß eine andere Form der Sklaverei. Man hat die alten Gesetze auf Hawaii, daS jetzt einen Theil der Ver. Staaten bildet, weiterbestehen lassen, und unter diesen Gesetzen ist die Weigerung, einen ArbeitSkontrakt einzuhalten, ein Criminalfall. ES muß eine hübsche Lage sein, in der sich die Arbeiter befinden, wenn sie daS Gefängniß vorziehen. Bisher wurde auf Hawaii die Arbeit meist von chinesischen KuliS verrichtet, aber die Einführung von Chinesen ist unter den Gesetzen der Ver. Staaten nicht gestattet. Jetzt sucht man Skladen auS Suropa zu importiren. Daß die unwissenden Galizier und Ruthenen, welchen $18 per Monat bei freier Wohnung ein großer Lohn zu sein scheint, getäuscht werden, daß sie keine Ahnung haben, waS ihrer in dem tropischen Klima der Südsee Inseln wartet, ist klar. Sehr treffend bemerkt daS Phila delphia Tagblatt" dazu : ES ist nicht über allen Verdacht erhaben, daß die ZuckerlordS in Hawaii die Zusage der Fortdauer deS Systems erhalten haben, sonst würden sie vielleicht die Annektion nicht gewollt ha ben. Aber aus dem Gebiet der Ver. Staaten darf td keine Sklaverei geben. Wenn der Zuckerbau auf Hawaii nicht ohne Okladerei möglich ist, so

mögen die Inseln einfach wieder Viehweiden werden und die Bevölkerung wird dabei glücklicher sein, als wenn ein paar tausend PlantagenlordS für viele Millionen Dollars Zucker in'S

Ausland schicken und horrende Prosite einstecken können." Aber wir haben doch die Mission die Barbaren zu zivilifiren ! ! ! AmglnlllHrichlen. ' Wetterbericht. Vielleicht Gewitterregen heute Nacht; schönes Wetter Sonntag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 82 Grad, niedrigste 69 Grad. Ochlssel's Badeanstalt. Temperatur 81 Grad. Die Anwerbung. Washington, 28. Juli. Oberst Ward, welcher an der Spitze deS Re-krutirungS-DepartementS der GeneralAdjutant? steht, giebt heute bekannt. daß die Gesammtzahl der Rekruten, welche sich für die neuen BundeS-Frei-willigen-Regimenter haben anwerben lassen, sich auf 5409 mit Einschluß der gestern angeworbenen 617 belauft. " Blech! N e w S o r k, 29V3uli. Der He rald" veröffentlicht ein Interview seineS Korrespondenten mit Dewey, wobei derselbe sagte, baß England der natürliche Verbündete Amerikas sei, und daß unser nächster Krieg mit Deutschland sein werde. Wir brauchen eine größere Flotte. (ES ist kaum denkbar, daß Admiral Dewey solchen Unsinn geschwatzt hat. D. R ) Frucht verdirbt m a s s e n -haft. N e w 3 o r k, 28. Suli. Der Streik der Frachtverlader der Pennsylvania Bahn aus der New Jorker Seite hat zur Folge, daß sehr viele Frucht in Fäulniß übergeht. Inspektoren der Sanitätsbehörde eonsiSeirten gestern auf den Docks 80.000 Pfd. Wassermelonen, 40,000 Pfd. Melonen und 4600 Pfd. TomatoeS und Gurken. Seit Samstag wurden im Ganzen 700,000 Pfd. verdorbene Früchte und Gemüse mit Beschlag belegt. Dieselben wurden nach Barren Island gesandt. Auf der New Zerseye? Seite ist der heute erwartete Streik nicht ingetreten. Die Arbeiter beschlossen, ein Comite zu dem Superintendenten Shephard zu schicken. 3m Stuhl wird sie begraben. Pavling,N. I ,28. 3uli. Die 67 Zahre alte Gattin deS hiesigen BauUnternehmers George S. Norton starb am letzten Montag plötzlich am Herzschlag in dem Schaukelstuhl, in welchem sie diele 3ahre leidend zugebracht hatte, und in dem alten Stuhl wird sie nun zu Grabe getragen werden. Kurz vor ihrem Ableben hatte .sie ihrem Gatten daS Versprechen abgenommen, den Stuhl ihr mit in'S Grab zu geben. Getreu seinem Worte läßt der Mann nun die Leiche seiner Frau sitzend in dem liebgewonnenen Stuhle einsargen. Eine große Kiste wird zu diesem Zweck auS polirtem Kuftanienholz angefertigt. Die Form dieses eigenartigen SargeS hat viel Aehnlichkeit mit den Verpackungslisten für Upright"PianoS. Der Sarg wird in einem Gewölbe, daS brunnenartig in die Erde gebaut wird, beigesetzt und die Oessnung mit Cement und schweren Steinen verschlossen werden. Dort wird die Verstorbene im Schaukelftuhl ungestört ruhen. SchauderhafteSBerbrechen. Dallaö, TeraS, 23. Juli. In gannin County, 75 Meilen von hier, herrscht große Entrüstung über ein schauderhasteS Verbrechen. Ein 11jährigeS Mädchen, die Tochter deS Farmers Alonzo Newton, wurde an einem Baum in der Nähe deS Wohn hauseS erhängt gesunden. DaS Kind war allein zu Hause geblieben, wahrend der Bater am Morgen zur Arbeit ging. Sobald der Vater die Leiche seines Kindes fand, alarmirte er die ganze Nachbarschaft und die ganze Gegend wurde nach dem Mörder abgesucht. Der Sheriff tat zwei Personen in Verdacht, glaubt aber sich vorläufig ans ihre Ueberwachung beschränken zu müssen.

Stahlkäfig für Sträflinge. Co lumbuö. O.. 28. Juli. Im

hiesigen Staatögesängniß sind die vier unverbesserlichen Sträftinge Zra Mar.lath, OtiS Hurley, Sohn O'Neil und John Atkinson in einen eigenS für sie gebauten Stahlkäsig gesperrt worden Sie sind alö die ZuchthauSteufel" be. kannt und gefürchtet. Ein Jeder dieseS Quartetts ist wegen MordeS zu Zuchthausstrafe auf Lebenszeit verur theilt, weigert sich aber, trotz Anwendung der schärfsten Zwangsmittel, irgend welche Arbeit zu verrichten. Wiederholt haben sie sich thätlich widersetzt und Ausseher vermessert oder mit Revolvern, die sie ihnen im Kampfe entrissen hatten, niedergeschossen. Gleich wilden Thieren hat man sie jttzt in den Stahlkäsiz gesperrt. Man vermuthet, daß der Gesängnißwarden die Wütheriche zusammengethan hat in der stillen Hoffnung, daß sie sich gegenseitig abmurksen werden. Die vier Sträflinge wehrten sich wie rasend, als man sie nach dem Käsig brachte. . ,, , Deutschland der gefährlichsteKonkurrent. B e r lin, 23. Juli. Die Thatsache, daß die Regierung in Washington zur Zeit eifrig damit beschäftigt ist, den Abschluß von Handelsverträgen mit anderen Nationen zu erledigen, ehe deren Vorgänger abgelaufen find, daß aber die Verhandlungen mit Deutschland immer noch nicht zum Abschluß gerathen find, giebt dem Börsencourier" Veranlassung zu der Behauptung, daß die Ver. Staaten Regierung mit Abschluß der Verträge mit anderen Nationen wohl schnell bei der Hand sei, aber bei den deutschen HandelsvertragsVerhandlungen mit auffallender Vorficht und zögernd verfahre, wofür der Grund wohl darin u suchen sei, daß sie Deutschland als ihren gefährlichsten Konkurrenten erachte. Deutsch-französische Verb rü d er u n g. Berlin. 23. Juli. Die Blätter wissen diel von den Mitgliedern der Mannschaft deS französischen Aviso JbiS" zu erzählen, welcher in Gtestemünde vor Anker liegt. Dem Diner, welches den französischen f sfizieren von den deutschen Offizieren gegeben wurde, folgten ähnliche Festlichkeiten nach. DaS beste Einvernehmen herrscht nicht allein zwischen den Offizieren beider Nationen, sondern auch zwischen den Matrosen und Marinesoldaten. Noch kein Mißton hat die fortgesetzten VerbrüderungS - Festivitäten gestört, an denen nicht allein die alten gedienten Theerjacken, sondern auch Landratten" theilnehmen. Daß hierbei die edle Weiblichkeit nicht fehlt, ist wohl selbstverständlich, haben doch die schmucken Schönen von Geestemünde und Umgegend bald genug auSgefunden, daß die Franzosen famose Tänzer find. Ganz besondere Erwähnung fand in den gestrigen Blättern ein derartiges Tanzvergnügen, bei welchem Franzosen und Deutsche zusammen nach der Melodie tanzten : Wir halten fest und treu zusammen." Capitän Karlowa, die Offiziere und die Mannschaft deS Dampfers Pretoria" der Hamburger Packet-Dampf-schifffahrt-Gesellschaft haben vom Kaiser Orden und Geschenke erhalten, weil sie im Febrnar aus hoher See gelegentlich eines schweren Sturmes eine anerkennenSwerth muthige Haltung bewahrten, trotzdem daS Steuerruder gebrachen war. Unfall der Lahn". L o n d o n, 23. Juli. Der aus New Jork kommende britische Dampfer Europe meldete beim Pasfiren deS Lizard, daß er ben Dampfer deS Norddeutschen Lloyd Lahn angesprochen hat, welcher beigelegt hatte, um etwaS an der Maschine in Ordnung zu bringen. Hilfe glaubte er nicht zu benöthigen. Die Lahn ging am 26. d. M. von New Jork nach Southampton ab. Die Abrüstung? - Conferenz. Haag, 23. Juli. DiS Comite, welches den Schlußakt der Conferenz redigiren soll, hat sich über die Frage nicht einigen können, unter welchen Bedingungen Nichtsignatur - Machte sich den Entscheidungen der Conferenz anschließen dürfen, und beschloß deshalb aus Vorschlag deS Herrn Bourgeois, die Entscheidung der Frage spätere

Verhandlungen zu überlassen, während

blö zum Schluß der Conferenz der Bei tritt freisteht. , ,,, 0chisss,5!aHriSte. Angekommen in : N e w I o r k : Pretoria" von Ham, bürg; Britannic" von Liverpool. Hamburg: Graf Waldersee" von New Jork. Southamptou: Prinz Regent Luitpold" von New Fork. Liverpool: Germanic" von New Jork. QueenStown: Jtalian" von Philadelphia. Boston: Ultonia" von LiverPool. ,, m allerlei. An der Tollwuth ist das vier Jahre alte S'öhnchen des Eontrao tors John F. O'Neil, in Montclair. N. I., gestorben. Vor etwa sechs Wochen wurde das flmd vor der Thüre seiner Wohnung von einem tollen Hunde gebissen und schlimm im Geficht verletzt. Die Eltern gaben den Kleinen sofort in dem New Vker Pasteur - Institut in Behandlung. Es dauerte nicht lange, so wurde das Kind als geheilt entlassen und die Assaue gerieth in Vergessenheit. Da mit einem Mal erkrankte der Knabe plötzlich. Dr. L. Case wurde gerufen und erkannte sofort, daß der Junge an Tollwuth erkrankt war. Sofort wurden alle Mittel angewendet, um das Leben zu retten, ledoch ohne Erfolg, denn schon wenige Stunden später gab der Kleine unter furchteruchenSchmerzen seinen Geist auf. Beim Heraufziehen eines schweren Gewitters sah der Weber Charles Mocbus in Riverside bei Paterson. N. I., in seinem Garten unter einem Kirschenbaum, während sein Sohn in einer Hängematte, die an den Zweigen dieses Baumes befestigt war. laq. Als die ersten Regentropfen fielen. eilte der Mann nach seinem Hause, doch wurde er von einem Blitz niedergeworfen und betäubt. Als er wieder zu sich kam, sah er seinen Sohn anscheinend leblos in der Hängematte liegen. Man brachte den Knaben in das Haus und stellte dort Wiederbelebungsversuche an. die auch von Erfolg gekrönt waren. Darauf wurde der Knabe umgekleidet und nun fand man, daß an etwa 15 Stellen etwa erbsengroße Stucke Blei in seiner Haut steckten und auch in seinen Schuhen Stückchen von demselben waren. Der Junge hatte eme bleierne Zündholzbüchse in der Tasche gehabt; der Blitz hatte das Metall geschmolzen und Stückchen davon über seinen ganzen Körper verbreitet. MitdemDampferFriesland" ist das Ehepaar Boermer mit drei Kindern in New York angekommen. von welchen eines, der 5jährige Karl Boermer, durch seine Eltern zum thatsächlichen Trunkenbolde gemacht worden ist. So meldete wenigstens der Schifssarzt der Einwanderungsbehörde. Auf der Reise soll der Knabe mehrmals vom Säuferwahnsinn befallen worden sein, sagte der Doctor. und die Ursache für diesen außerordentlichen Umstand sei. daß die Eltern des Kindes diesem schon von frühester Kindheit an Schnaps eingegeben haben, um es zur Ruhe zu bringen und am Schreien zu verhindern. Dem Knaben war somit der Schnappsgenuß systematisch angewöhnt worden, und wenn er Verlangen darnach trug, was sehr häufig geschah, gaben ihm die Eltern ohne Weiteres Branntwein. So ist der Junge thatsächlich mit 5 Jahren ein Trunkenbold. Das Kind hat übrigens einen Wasserkopf, und ist stets, wenn nicht betrunken, schlecht gelaunt. Der Kleine wurde nach dem Long Island College Hospital gebracht. Sein fünfzigjähriges Bestehen hat der älteste deutsch - amerikanische Cchützenverein in NeuBraunfels, Texas, gefeiert. Nach einem Festzuge mit Musik fand auf dem Schützenplatze ein Preisschießen statt, das mit einer Auszeichnung der vier ältesten Mitglieder und Vereinsgründer, Ehrenpräsident Capt. E. Dosch von San Antonio.. Ed. Krueger von Spring Branch, Hermann Seele und Wilhelm Seekatz von Neu - Braunfels endete. Denselben wurde nämlich je ein prachtvoller Pokal als Ehrenpreis überreicht. Alle vier, obwohl hochbetagt, hatten noch stramm am Schießen theilgmommen. Capt. Dosch betonte in der Festrede, daß die deutsche Büchse der Cultur den Weg im Westen bahnen half, denn sie war der treue und oft einzige zuverlässige Freund des deutschen Pioniers auf seinen von Gefahren umgebenen Pfaden in der Wildniß. Seine guteBüchse, die ihm in Deutschland der Großvater schenkte, und die beim ersten Schützenfest in Neu - Braunfels vor fünfzig Jahren die drei ersten Preise gewann, vermachte Herr Dosch am Schluß seiner Rede dem Neu - Braunfelser Schützenverein als Andenken.

Chronische Dhspepfla

kurirt. LUH.ach nahezu dreibigjährigem Leiden an DyS. 2s pepsia schreibt Mr. H. E. Dugdale, die " w ffrau klNi-S prominenten GrfchäjlSmanneS von Warsaw. N. .Seit 28 Jahren litt ich fortwäbrend an Tvspcpsia und schwachem li: k. Tie leichteste Nahrung erzeugte Beschwerden. verursachte heftige Schmerzen und Forint rung von löas. Einerlei wie sorgfältig ich meine Diät wahrte, ich litt quälende Schmerzen nach dem Essen. Ich wurde von vielen Aerzten dchan: drlt und versucht, zahlreiche Aittel ohne bauernde Adhilse. Vi?r zw.-i Jähren begann ich Dr, MileZ' Nerven- und Vcber-Pillen und ervine tu nehmen, innerhalb einer Woche stellte sich ii'kfferung ein und U4j bar dsid im Ctande zu essen, waj mir bcliebie. ohne iidle Folgen. Ich halt, dieselben steil vor.öthig und eine einzige Tofit vertreibt irgeiidwclche alte Symptome. Xr. MileS' Mittel wir den durch aii: Apotheker verlaust unter einer positive l irantie: die sie Flasche niiht oder da! Geld wird zurücker stattet. Buch übet die Krankheiten dcZ VerzenZ und der Nerven frei. MiW Nervinöj Restores ii HealthV dr?ffe: D r. M ! l , M e d ! e a l E Elkhart. Ind. Der Stadtrath von Nijeveen, in der Provinz Drenthe, sollte in seiner letzten Sitzung einen Tag sür die Eheschließungen der Armen seitsetzen. Ein Vater der Stadt schlug den Freitag vor. Allgemeines Entsetzen! Unter dem Beifall der ganzen Versammlung erklärte ein anderer Stadtrath, daß der Freitag von jeher alö llnglückstag" betrachtet werde und daß er außerdem noch auf den 13. eines Monats fallen könne, wodurch das Unglück noch bedeutend verschlimmert werde. Q Graus! Man setzte dann einen anderen Tag für die Eheschließunaen der Armen fett. Zwischen Renne s und Paris richten französische und englische Zeitungen für die Dauer des DreyfusProcesses eine Brieftaubenpost ein. Dieser Gedanke ist keineswegs seltsam. Denn man muß bedenken, daß bei besonderen Gelegenheiten auch die dringlichsten Telegramme oft zwei Stunden liegen, bis sie befördert werden. Rechnet man auf die Bestellung in Paris noch eine Stunde, so leuchtet ein, daß der flinke Segler der Lüfte" über den französischen Telegraphen manchmal den Sieg davonträgt. Bor einigen Tagen hat der englische Dampfer Ella", von Southampton kommend, in St. Malo 106 Körbe mit Brieftauben gelandet, die 200 dieser Thiere enthielten. Hiervon waren 78 Körbe für Rennes bestimmt. Auf diese Weise können die dortigen Correspondenten der englischen Zeitungen in wenigen Stunden ihre Berichte nach England schicken, ohne die Verzögerungen durch das Warten am Telegraphcnschalter und sonstige Hindernisse und, was serner nicht unwesentlich ist, ohne das berühmte Cabinet: noir" zu fürchten. Ueber das Dorf Kozieglowka bei Zawiercie in Galizien entlud sich vor einigen Tagen während des Vormittagsgottesdienstes ein heftiges Gewitter. Plötzlich ertönte em ohrenbetäubender Donner, der Blitz hatte in die Kirche, die von Andächtigen dicht gefüllt war, eingeschlagen. Man sah mehrere Personen umsinken, Schwefelgeruch erfüllte das Gotteshaus, und, eine Vrandkatastrophe befürchtend, drängte alles nach dem einzigen Ausgange, den die Kirche hat. Ungeheure Panik bemächtigte sich der Kirchenbesucher, ein lebensgefährliches Drängen und Schieben schien das Unheil noch zu vergrößern, die Katastrophe noch bedauerlicher machen zu wollen. Da eilte der Priester vom Altare weg auf die Kanzel und mahnte mit lauter, den Lärm übertönender Stimme die vor Schreck sich wie sinnlos geberdenden Leute zur Besonnenheit. Die Aengstlichsten hatten inzwischen bereits daS Freie erreicht, und so trat denn allmälig Ruhe ein. Nun erst konnte man nach den vom Blitze Getroffenen sehen. Drei Personen, die nahe demEingange, etwa unterhalb der Orgel, gestanden hatten, waren todt, sechs andere, darunter der als Organist fungirende Ortslehrer, lagen bewußNos in der Nähe ihrer Plätze, wurden jedoch zum Bewußtsein gebracht und in ihre Wohnungen geschafft. Eine weitere An zahl von etwa zwanzig Personen hatte im Gedränge beim AuSgange leichte Verletzungen erlitten. Salzfluß tritt oft auf bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körpertbeile. Hood's Sarsaparilla, der große Blutrelniger heilt Salzfluß.

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