Indiana Tribüne, Volume 22, Number 304, Indianapolis, Marion County, 23 July 1899 — Page 4

Snvtana Tribüne.

Erscheint Täglich und orrassgso Gi tägliche Trtiäne- kostet durch lenXrlff J etö per Woche, die ontag.rNba' ke,tZ pn rZoche. Bitte nsse 18 Cents tlr U et ptx Lt. per P,ft ui,halt U UH izchi ix SirilltMUaj V 91. Cfltot 18 C&b Vlabama StraH Indianapolis, Ind., 23. 3uli 1899. Sonntags - puöcrci. Hinter dem Courthanse steht jetzt ein großes Zelt, tat über 7.000 Menschen saßt. Wer sagen wollte, daß daS Zelt eine Zierde für den Platz ist, würde einen sehr schlechten Geschmack derrathen. Allein daS Zelt bleibt nur einige Tage stehen und der zusammengetretene Rasen laßt sich ja wieder auöbe'rn. Nicht so schnell aberläßt sich der Zirkusgedanke ausrotten, welcher daS Aufstellen deS ZelteS derursachte. Der ZirkuSgedanke ja ! Denn wie daS Zelt äußerlich einem ZirkuSzelte gleicht, so auch daS waS darin vorgeht. Ich glaube nicht, daß sich einer meiner Leser durch diese Bemerkung wird beleidigt suhlen und ich glaube voraussetzen zu dürfen, daß die Leser dieses Blattes zwischen religiösem Gefühl und dem Dränge nach religiösen Schaustellungen vohl zu unterscheiden wissen. Mir iftS ganz gleich, ob 2iner gläubig ist, oder nicht. Und wenn er eS ist. ist mir'S auch ganz gleich, waS er glaubt, wenn er nur ein anständiger Mensch ist. Ich sorge für keines Menschen Seelenheil und es brauet auch keiner für daS meinige zu sorgen. DaS aber kann ich sagen, daß dieses Parademachen mit der Frömmigkeit mir in der Seele zuwider ist, wie alles Paradiren überhaupt. Man kann nichts gegen öffentliche Demonstrationen und gegen daS Zurschautragen einer Gesinnung in Dingen haben, selche Jedermanns Sache sind und Jedermann angehen. Aber daö ostentiöse Zurschutragen einer Gesinnung in einer Sache, welche so ganz und gar Privatsache ist, wie die Neligion, ist äußerst widerlich. Wahlhast religiöse? Gefühl ist immer achtenswerth, ob eS sich in Handlungen des WohlthunS und Mitgefühls, oder in solchen deö frommen Glauben?, oder in solchen deS humanen Streben kundgiebt. Aber wahrhaft religiöses Gefühl stellt sich nicht auf dem Markte unter Posaunenstößen zur Schau auS. Jedoch Amerika ist daS Land der Parademacherei und tausend Dinge geschehen, bloß der "show" halber. Man macht Parade mit der Religion, man macht Parade mit der Nationalitat, man macht Parade mit nichts, bloß um der Parade willen. Ich getraue mich, zu wetten, daß ganz Europa mit seinen vierhundert Millionen Einwohnera in zehn Jahren nicht so viel "badges" verkonsumirt, wie die Ver. Staaten in einem Jahre. Wenn ich plötzlich ein Pferd ausfliegen sähe, so ttüroe ich daS für ein Wunder ansehen. Aber ich hielte eS für ein weit größeres Wunder, wenn Jemand die Gelegenheit, ein "badge" anzuhängen, unbenutzt vorübergehen ließe. Da hat man Gesellschaften und Orden, welche gar keinen Zweck weiter habe als den der Unterstützung bei Krankheit oder Tod. Dazu gehört nun weder viel Ritterlichkeit noch braucht man dazu Degen und FederHut. Da legen sie sich aber allerlei Ritternamea zu, geben ihren Beamten allerlei fabelhafte hochtönende BeZeichnungen und legen Uniformen an, welche in allen Farben deö Regenbogen? schillern. Wozu ? Parade, Show! Sonst nichts. Man sieht eben nach etwas aus, wenn man sonst nichts veiter ist. Eitelkeit macht erwachsene Menschen zn kleinen Kindern. Hunderte von Zusammenkünsten und Conventionen virden hierzulande abgehalten, zu g2r keinem anderen Zwecke, alS um show zu machen", aus purer Wichtigthuerei, aus purer Eitelkeit. Jaden meisten Fällen berührt mich das veiter nicht. Wenn es den Leuten Lpaß macht, Anderen thuts ja nicht weh. Aber das Kokettiren mit der Religiöfität, die pharisäische Eitelkeit des FrömmlingS, die schauspielernde Aufdringlichkeit deS MuckerS wirken im Einzelnen sowohl, wie alS MassenVorstellung entsittlichend, und beleidigen den wahrhaft Religiösen noch mehr als den Skeptiker. Der Plauderer. Dampfer - Passage nach und von Suropa. Für Fahrkarten auf allen Linien wende man sich an P. Psifterer, No. 26 Virginia Ave.

Der Geishawalzer. Lon M. z. Megede m2ü la la la la la!" Richtig da war tx wieder! Der Geishawalzer nämlich. .Lala la la la la!Seit drei Tagen wurde er drüben im Hinterhause gespielt, und jedes Mal, wenn bie Klänge an sein Ohr schlugen, fuhr Hans-Christian nach einem Schlafkammerftnster. Vorausgesetzt natürlich, daß er zu Hause war, wozu er als junger Referendar ja nur venig Zeit hatte. Nein wirklich, er war reizend dieser Geishawalzer! Erstens an und für sich; zweitens weil er so ngenehme Erinnerungen an Berlin wachrief; und drittens nun um daraus zu kommen, brauchte man wirlich nicht eingebildet z sein! Es war ja Thatsache, daß hier meist nur für ihn gespielt wurde. Hans-Christian hatte es ausprobirt. Schade nur, daß er eigentlich mcht wußte, wer ihn spielte; d. h. er wußte es schon; seine Wirthin hatte es ihm gestern beim Kaffeebringen gesagt. Die junge Clavierspielerin war die Tochter eines emeritirten Schullehrers, und sie bemühte sich ln dieser Stadt vergeblich um Stunden. Die Hauptfache war ja doch, daß er sie sah, und dazu hatte er trotz aller einschlägigen Manöver bisher nicht gelangen iönnen! Hans-Christian hätte sich gern revanchirt, obwohl er heute tigenllid) nicht in der rechten Laune sür die Walzerspielerin war. Das machte, er hatte am Abend eine Tanzgesellschast vor. Und weil es bereits fünf Uhr geschlagen hatte, konnte er mit Recht in Sorge sein, ob er wohl mit dem Scheiteln seiner dichten, braunen Haace, mit dem Brennen seines Schnurrbartes und dem Poliren der langen Nägel, die sein Stolz waren, bis sieben fertig sein würde. Aber auch außerdem war HansChristian ein wenig aufgeregt. Diese Tanzgisellschaft war ja keine gewöhnliche. Schon daß sie im Juni stattfand und ganz ohne zwingende Aerpflichtung seitens der Gastgeber was die Herren, die lieber im Freien Bier tranken, und die Mütter, di: keine Tochter zu verh:irathen hatten, übligens wundcrbar fanden , qat ihr etwas Auffallendes, Für Hans-Chri-stian war ,vch noch mehr dibe'.! Und während derGeishawaizer verklang und die beiden Bürsten in seinen Händen ihm den Schädel voschriftsmäßig blank bohnerten, WZ? er im Geist bei der letzten Cotillontru? des letzten Balles. Er sah ein rosa Ballkleid und einen HeckenrosenZranz auf einem kleinen, blondlockigen Kopf. Das Kleid war so dustig und frisch trotz der späten Stunde, und die Blumen konnten ja nicht verwelken, wcil si? künstlich waren. Trotzdem wurde der Referendar bei ihrem Anblick melancholisch. Er seufzte tief: Das letzte Mal, gnädiges Fräulein!" Ein feiner Hals drehte sich schnell, und ein Paar hübsche, sichere Augen blickten ihn an. O, wer weiß!" Aber alle haben ihre Gesellschaften gegeben." Und Hans-Christian begannn die Haupt- undNebensäulen der Geselligkeit an den Fingern her zu zählen. So arrangiren Sie noch etwas!" Ja, wenn es anginge, aber wir hatten bereits eine Schlittenpartie, ein Clubkränzchen, einen Landwehrball, ich fürchte " Fürchten Sie nichts, ich werde Papa bitten. Wir werden noch eine Gesellschaft geben und dann nun wollen Sie dann wieder den Cotillon haben?" Ein rascher, glühender Dank, dann wurde Hans-Christians juristisches Gemüth von neuem Zweifel erfaßt. Aber nach fünf Diners, drei Soupers und einem Ball der Herr Präsident wird finden, daß er genug für die Geselligkeit gethan hat und " Ihr reizendes Gesichtchen, dessen kindlicher Ausdruck alle Welt bezauberte, sah ihn voll an. Und ohne etwas an dem naiven Lächeln zu ändern, nur mit einem eigenthümlichen Ton in der Stimme antwortete sie: Sagte ich nicht, daß ich ihn bitten werde? Wenn ich das thue, geschieht alles, was ich will. Sie dürfen es glauben, alles !" Bei dieser Erinnerung zog sich Hans-Christians Herz wonnig zusam men. Er mußte sogar eine Pause im Bürsten machen. Alles wcs sie wollte! Nun denn: Mochte sie wollen! In diesem Augenblick merkte er erst, wie glühend er sie liebte; das And?' dagegen wußte er schon langst, nämlich, daß der Präsident die ausgezeichnetsten Qualitäten zumSchwiegervat.'r besaß. Er war nicht nur ein sehr einslußreicher, sondern auch ein sehr vermögender Mann. Doch wie die Sache auch endete, das war gewiß: Hans-Chri-stian hatte sich in dieser Saison himmlisch amüsirt. Eine Tanzgesellschaft im Juni legte besondere Verpflichtungen aus. schon wegen der Garderobe, in der man sich bei Tageslicht anziehen und .zurecht machen muß. Alle Damen hatten das erkannt, und deshalb war?n an den meisten Toiletten bedeutende Erneuerungen und Veränderungen vorgenommen worden. Denn ein Ballerfolg wird zum größeren Theil in der Garderobe vorausbestimmt, und es sind immer die Damen, die lhn zu schaffen oder zu schmälern wissen. Deshalb war es ganz natürlich, daß eZniaermapen verwunderte Blocke nach ewer Ecke deS SarderobezimmerS slogen, wo ein junges Mädchen die Gum mischuhe von den hohen Lederstiefeln zog und das etwas unmod:rnk, kni sterirde, braunseidene Kleid von einem ebenso wenia eleganten Mantel befreite. Um oen Hals trug die Fremd sine neue, abfctaifc .Svikvirlilche. die

von einer ' lsränatbrösche geqilten wurde. Glattgekämmtes Haar von gewohnlichem Dunkelblond umschloß ihr bleichsüchtiges, nervöses Gesicht: auch die Figur war dürftig und von sehr bescheidener Haltung. Man wußte bald, daß das Mädchen die Tanzspielerin des heutigen Abenvs sei. Was sie leistete, mußte natürlich dahingestellt bleiben, jedenfalls war sie die einzige Person dieser Art gewesen, die man auftreiben konnte. Denn Herr A.. der dereidete Waer- und Quadrillentrommler des Winters pflegte ja leider die Stadt jevesma! nach dem officiellen Schluß der Suson zu verlassen. Jetzt öffnete dec Diener einenThürspalt und winkte das Mädchen mit einem vertra"lichcn: pst! pst!" heraus. Er hatte den Auftrag, sie in daS ab gelegene Stübchen zu führen, wo ihr Antheil am Souper servirt war und sie bis zum Beginn d:s Tanzes warten sollte. Im Flur standen mehrere junge Herren, den Hut unter dem Arm und noch an ihren Cravatten und Handschuhen glättend. Es war der reine Zufall, daß Hans-Christian zu den vordersten gehörte, und ebenso zu fällig kam es, daß er die Clavierspielerin groß ansah. Sie aber, während sie seine hübsche, frische, siegesgewisse Erscheinung einen Moment mit den Augen umfaßte, fühlte sich von einem prickelnden, wonnigen Schauer erfaßt, und in den Händen mit den etwas großen, etwas kurzen, hartgelben Handschuhen zitterten die Notenhefte und Blätter und drohten zu Boden zu fallen. Hans-Christian brauchte also nicht die Gabe des zweiten Gesichts, um sofort zu erkennen: Das war sie! An jedem anderen Tage wäre er vielleicht stark enttäuscht gewesen. Er wußte nicht warum, aber er hatte sie sich immer hübsch gedacht. Heute befand er sich indeß in einer zu menschenfreundlichen' . Stimmung. Und deshalb faßte er die Zuneigung der kleinen Bleichsüchtigen als das auf, was sie ja auch wirklich war: Eine neue, gute Note unter das Zeugniß seiner Reize. Es war eine tiefe und doch etwas vertrauliche Verbeugung, mit der Hans-Christian das vorbeihuschende Fräulein grüßte. Indessen saß das Mädchen in dem .leinen Zimmer, wo noch kein Licht angezündet war. und über den Teller mit Braten und das Glas mit rothem Wein starrte sie in den Frühlingshimmel hinaus. Welches Glück, daß sie heute hierher gekommen war! Freilich ganz im Stillen hatte sie immer geglaubt, daß er sie ein wenig gern möchte. Wie hätte er auch sonst den Ruf des GeishaWalzers so gut verstehen können. Aber es hing doch an einem Haar, daß sie sich vielleicht nie im Leben ordentlich gesehen oder gar gesprochen hätten! Denn in drei Tagen ging sie fort, nach England, um in einem Institut eine Stelle als Musiklehrerin anzunehmen. Es war ein faoelbaftes Glück

bei ihrem zurückgezogenen Leben und lhren mangelhasten Connexionen! Mit einem Lächeln, das ihr scmales Gesicht fast hübsch machte, sah die Clavierspielerin den Diener an. der von Neuem in der Thür erschien. Kommen Sie, Fräulein. Ick soll Sie von der andern Seite in den Saal führen. Sie werden gleich von Tische ausstehen. Viele Gäste wußten, daß man heute Abend auf ungewöhnliche Ereignisse vorbereitet sein konnte. Denn die reizende Präsidententochter hatte ihrer besten Freundin eine Mittheilung gemacht, wodurch es die drei Nächstbesten erfuhren, die dann allerdings ihre sieden oder acht Intimen nur mit Andeutungen abspeisen durften. Hans-Christian war über die Maßen gedankenvoll und zurückhaltend. Allerdings fühlte er sich stets magnetisch, diesmal von einem blauen Tüllkleid und einem Vergißmeinnichtkranz angezogen, aber da er wußte, daß die Augen des halben Saales auf ihm ruhten, hatte er sich vorgenommen, daß die Thatsache zuguterletzt doch noch als Ueberraschung wirken sollte. Während er solche Enthaltsamkeit übte um Mißverständnissen vorzubeugen, mußte er ja auch im Verkehr mit den übrigen jungen Damen vorsichtig sein konnte es ihm nur eine angeneMe Unterhaltung gewähren, die kleine Clavierspielerin und ihr thörichtes Thun zu beobachten. Denn thöricht war sie wirklich! Zuerst spielte sie recht gut, und einige der Herren und Damen ließen sich ihre Adresse nennen und sprachen die Absicht aus. sie bis zum Winter zu merken. Aber jedesmal, wenn Hans-Christian in der Nähe des Flügels vorbeitanzte, schwankte sie ein wenig im Tact. Und das wurde immer schlimmer, je öfter sie seine Augen auf sich ruhen fühlte. Schon wurde hie und da eine abfällige Kritik laut; eine junge Wittwe, die am Clavier immer besonders gut aussah, meinte sogar, daß es bald geboten sein würde, diese unmusikalische Person abzulösen. Das Fräulein konnte sich wirklich beglückwünschen, daß die Hausfrau in diesem Moment eine Pause anordnete, in der in den anlleaenden Salons Eis aeaessen und die hitzr deS Saale? durch Oeffnen der Fenster gemildert werden sollte. Im Nu waren die hellen Kleider, die rauschenden Schleppen, die schwarzen Fracks und Uniformen verschwunden. Die kleine Braunseidene fand sich ganz allein. Nur von draußen kam der Frühlingswind und brachte den Duft der Blumen aus den Vorgärten. Er spielte mit den Gardinen und schlug die Noten um, knisternd, Blatt für Blatt. Als er aber beim Geisha-Wal-zex angekommen war, konnte fr nicht weiter, denn eine tonlose Stimme begann zu summen: La la la la lala!- . i .

. Reizenb, Fraulein! 'La la la la la la!" setzte Jemand fort. ES war .Hans-Christian, der auf der Suche nach blauem Tüll und Vergißmeinnicht durch den Saal kam, denn da der Cotillon und die Entscheidung nahe rückte, brauchte er sich keinen Zwang mehr aufzuerlegen. Sie haben ihn heute noch nicht gespielt, aber Sie werden das nachholen, nicht wahr?" Hans-Christian beugte sich ein wenig über das Clavier, an dem er stehen geblieben war, die ganze Zärtlichkeit, die er schon längst für eine Andere, in Bereitschaft hatte, sprach aus seinen Augen. Nein, welch' abscheulicher Zug, Sie werden sich erkälten! Soll ich das Fenster schließen?" O nein, danke!Dann darf ich Ihnen aber wenigstens eine Erfrischung hierher schicken? Ein Glas Bowle? Etwas Kuchen oder Eis?" O nein, danke!" Sie war wieder allein, die kleine Braunseidene. Ihre Hand lag noch immer zwischen den Notenseiten, sie zitterte sogar noch stärker, aber auf ihrem Gesicht stand ein helles, beinahe übermüthiges Lachen. O nein, danke!" Weiter kein Wort, und doch war ihr. als habe sie soeben in einem Theaterstück mitgewirkt und der letzte Act sollte erst noch kommen ein-herrlicher, ein ganz unerwarteter letzter Act! Ja. nun wollte sie den Geishawalzer spielen, weich, geheimmßvoll und doch wie ein Triumphlied. Und von der ganzen Gesellschaft würde ihnNiemand verstehen außer einem. Unmöglich konnte von HansChristian verlangt werden, daß er seine Gedanken vollkommen beisammen habe, als er endlich den hellen Handschuh, der zu dem blauen BaUkleide gehörte, auf seinem Arm fühlte. Im Gegentheil, jeder, der in die Verhaltnisse eingeweiht war. fand es nur natllrlich, daß er etwas wild in den Stu-

ben umherrannte, um die zwei Stühle auszutrelben, die für den Cotillon eben so wichtig und oft eben so schwer zu beschaffen sind wie das Gegenüber für die Quadrille. Als die Lohndiener sie dann endlich herantrugen, war er ganz erschöpft. In überflüssiger Sorgfalt band er sie noch mit dem Taschentuch zusammen und achtete mcht im mindesten darauf, daß er. mit dem Rücken natürlich, in möglichster Nähe des Flügels zu sitzen kam. Ein Tischchen mit Blumen und ein Kissen mit Orden stand bereits in der Mitte des Kreises. Der Hausherr gab einen Wink, und der Geishawalzer vegann. Für die kleine Stadt war er etwas Neues; die alteren Damen sahen ein ander an und flüsterten einige Worte, dann traten sie mit den Füßen ganz leise den Tact und wiegten ein wenig die Köpfe. Sogar im Nebenzimmer ließ der oder jener alte Herr für einen ÄugendNa die Hand mit den Karten sinken. Die Jugend aber war ganz electrisirt und drehte sich in buntem Wirbel. Da geschah etwas, was gerade jetzt allgemeines Mißbehagen und Verstimmung erwecken mußte. Die Spielerin am Flügel kam plötzlich aus dem Concept; sie griff falsch, bielt inne. wiederholte und ließ sich nach einem heroischen Versuch von zehn bis zwölf Tacten von Neuem und noch gründlicher durch ihre Unsicherheit übermannen. So allgemein war die Entrüstung, daß alle, selbst die. welche es sich zur Ausgabe dieses Abends gemacht hatten. Hans-Christian und seine Nachbarin zu beobachten vergaßen. Und doch hatte er sich gerade in diesemAugenblick v W 1 (- ... . i zu "i urnclgl uuu u)z zum z wellen Mal ein und dieselbe Frage voraeleat. Sie aber hielt die Lider gesenkt und zachelte, mit dem Fächer spielend, ib cr;-ri . - ' ' ' lilivliynes wachem. Nein, das ist ja nicht mehr aus,u halten!" rief plötzlich die jirngeWittwe. Mit einer Falte zwischen den Brauen eiste sie zur Präsidentin, und diese, wie Jedermann sonst, fand es ganz reizenv, van sie sich erbot, die schreckliche Virtuosin- da drüben für denRest des Abends zu vertreten. Während dann eine junge, ärmliche Gestalt im verschlissenen Seidenkleide durch die duftige, weiche Nackt wie aedeitscht nach Hause filte, standen zwei Andere auf dem Balcon der Präsiden-ten-Wohnung und sprachen in eifrigem i)iu,lerlon zu einander. Aber so rede doch. Liebste. Beste ! Ich sterbe vor Neugierde. Was hat er Dir gesagt?" Er hat" und in den Kinderaugen unter dem Vergißmeinnichtkranz leuchtet eine sehr erwcchsene Genugthuung er hat mir einen Antrag gemacht!" Also wirklich! Und Du?" Ich? Nun, ich finde ihn reizend, wie Du weißt, aber schließlich eine passende Partie ist er doch nicht. Und außerdem wollte ich ja auch nur so schrecklich gern einmal einen Kord aus theilen. Doch davon dürfen wir Niemand erzählen, nein. Niemand!" Die beiden besten Freundinnen schworen einander auf dies Niemand" einen hohen Gib. Dann aber fanden sie doch, daß es angezeigt war, auf morgen das ganze Kränzchen zu einer Eztra-Chocolade zu bitten. m m m Frei an leidende Krauen ! 34 litt Z,Hla flInnHT dk, schmerzhaft, fimskm, wt tm Ib, ia.n er &tHtmutXtxttt. nbma ttimngcn, unk sank 1ltU'Ufake, sich,, H,,. wliUL eichst ich tz, ititltcht jbllf letltt. D itT 4ilaiUtl iut graut. f fut jcht, sich UU im Borjüjt j fibtrpugcm. Ich ftnk el mit iSftlnkiac ,,ach Mwrifuf fett am tckt IttkaU fu, VUm streikt 0 Mr. C Qu&ituf, Coitfl Ctnt, Sttltx, U. 8.4. Lkuüo's Tiaanenladen btsindet

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