Indiana Tribüne, Volume 22, Number 303, Indianapolis, Marion County, 22 July 1899 — Page 2

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FQVWna Tridüne. Erscheint Täglich und Sonrtsp Di, täglich TrtbSn- kostet durch denXrlft i nUi r Woche, lie Eot2z..rrtbSe'I Sextl p Woche. Vktd uf sne IS Cents n eI p 0t. per Vft ierStli dt. Oitl fg4$t U rsallt.MUnj V t SHt. CTfcmi 13 LSd Lllatama Gitatu Snttanapoliö, Jud., 22. Juli 1899. Sie Siftmischer von Zsebely. Wor dem Crimmalgerichke in TenieSva? haben die Schlußverhandlungen in dem sensationellen' Processe der Giftmischer und Gattenmörderinnen von Zsebely nach 10 - tägiger Dauer ihr Ende erreicht. Dieser Monstra Giftmordproceß stellt ein überaus düsteres Pendant zu der Criminalaffäre von Hodmezö - Vasarhely dar. Während hier ungarische Bauern bestimmte Personen aus dem Leben schafften, um sich dann die im Versicherungswege fälligen Leichenprämien auszahlen zu lassen waren es in dem Zsebelyer Giftmordprocesse beinahe durchwegs moralisch verkommene rumänische Bauernweiber, die ihre Männer, in einzelnen Fällen wohl auch ihre Zuhälter, ja sogar ihren Säugling vergifteten, um den Gatten, dessen sie überdrüssig wurden, loszubekommen und mit ihrem Galan ein neues Liebesleben beginnen, ihren sinnlichen Trieben ungestört fröhneu zu können. Nebenbei mag wohl euch di: nach dem Gatten verbleibende Erbschaft, Haus und Ackerfeld, unter den Motiven des Verbrechens figurirt haben. Das Mordwerkzeug war auch in Zsebely das nachgerade populär gewordene Arsenik, dieses unverfänglich aussehende, geruch- und geschmacttose weiße Pulver, welches als Rattengift oder auch als Serecfika" in Form des beliebten Schönheitsmittels anstandslos verkauft wird, freilich nur in minimalen Quantitäten, aber doch unter so lazer Controle, daß es gar leicht wird, für verbrecherische Zwecke auch größere Mengen zu erlangen. Wie im Hodmezö - Vasarhelyer Processe figurirte übrigens auch in diesem Processe ein Gifthändler; das Pendant zur berüchtigten Jager Mari war George Korin, den das ganze Dorf mit cynischer Aufrichtigkeit, den Apotheker" nannte, so offen und ungenirt wurde der verbrecherischeGifthandel in Zsebely betrieben. Und trotzdem die Mordpläne, wie aus der Anklageschrift erhellt, sozusagen auf dem offenen Markte besprochen wurden, trotzdem man mit den Fingern auf die Gattenmörderinnen wies, trotzdem der Apotheker" aus den Einkünften seines verbrecherischen Handels ein wahres Schlaraffenleben führte und eir Ackerfeld nach dem andem sich erwcrb, kam es dennoch zu keiner gerichtsbehördlichen Einmischung, denn der Gemeindearzt es ist der Chirurg. Johann Mayer der meist zu spät gerufen wurde, behandelte die hilflosen Opfer gegen Darmentzündung" und Magenkatarrh", stellte auch den Todtenschein in diesem Sinne aus, ohne weiter nachzuforschen, ob diese Erkrankungstype mit ihrer entsetzlichen Gleichmäßigkeit und dem unerbittlichen letalen Ende nicht vielleicht gewaltsam herbeigeführt worden war. Ja, in einem Falle, in demjenigen des vergifteten Dimineßku, kam es sogar vor, daß der Arzt Lungenentzündung" als Todesursache einschrieb, obschon bei der rechtzeitig erfolgten Obduction keine Spur einer Lungenaffection constatirt wurde. Wer weiß, wie lange dieses so frech betriebene Lasier den Friedhof von Zsebely bevölkert hätte, wenn sich nicht das Gewissen eines Anonymus geregt hätte, der den Temesvarer Gerichtshof mit der Unterschrift Rumänisches Pfarramt in Zsebely" von diesen Verbrechen in Kenntniß setzte. Die anonyme Anzeige bezog sich vorerst nur auf den Tod eines Marcus Nikodem; sie klang aber so ungeheuerlich, daß man auf die Deposition des Arztes hin, der Genannte sei in Folge Genusses von papricirtem Schnaps, den er gegen Fieber genommen hatte, gestorben, das weitere Verfahren einstellte. Der Anonymus ward dadurch keineswegs entmuthigt; er schrieb eine neue Anzeige und führte darin sechzehn neue Giftmorde an. worauf dann der Gerichtshof die Sache energisch in die Hand nahm und zunächst die Erhum: rung sämmtlicher bezeichneten Leichen anordnete. Em großer Theil des Zsebelyer Gottesackers wurde aufgewühlt und eine ganze Wagenladung von Leichenresten ging nach Budapest an den Landes - Gerichtschemiker zur Analyse. Die Aralyse lieferte nun geradezu ein entsetzliches Ergebniß, trotz der langen Zeit von zwei bis fünf Jahren, welche vom Aoleben b:s zur Erhumi rung verstrichen war, fanden sich in den Ueberresten der Opfer noch derart große Quantitäten des todtlichen Gif tes, daß die Verbrechen offenkundig wurden. Diese Resultate der Untersu chung erhielten ihre Bekräftigung in den Geständnissen mehrerer Hauptangeklagten, wobei geradezu ungeheuerliche Details zum Vorschein kamen. Unter den Anklagten befand sich eine Frau, die ihren Mann vergiftete, um dem Geliebten anzugehören, welcher wieder seine eigene Frau tödtete, um auch seinerseits frei zu sein. Andere besprachen auf dem Markte ihre Mordplane und redeten den Freundinnen zu, das Gleiche zu thuu. Eine Mutter, die ihr Kind säugte, wollte sich desselben, weil eS blind zur Welt kam, entledigen. Auf Anrathen einer Freundin füllte sie einen großen Löffel mit Milch und mit der Muttermilch gaö sie dem ar inen Wurm das tödtliche Gift ein. Die Mehrzahl der Angeklagten beharrte freilich beim hartnäckigen Leugnen A:nd Allen voran der Apotheker" Geo. tctorin, der trotz htt erdrückenden Last M. t rr r . n rvt jr öejranonll! no icywer.ier

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nischer Beharrlichkeit von sich wies. Gegen einzelne Angeklagte " mußte trotz der erwiesenen Vergiftung wegen Unzulänglich eit der BeweiZmomente die Anklage sollen gelassen werden; zwei der Hauptthäter ereilte die Nemesis tm Kerker: Juon aga, ein via. bolischer Mordgeselle, starb während der Untersuchung und die Mörderin Jkonia Dimineßku wurde irrsinnig, nachdem sie vorher vei klarem ewuktsein ein umfassendes Geständniß abgelegt hatte. Es verblieben somit vierzehn Angeklagte und von diesen wurden verurtheilt: Maria Nikodem wegen Veruvung von zwei 'coroen zu Z?k?nslänalickem5iuckitkaus. Katbarina Urszika, Zzimcsa Trisuni und Marie Eioran weaen Mordes zu 15 Jahren Zuchthaus, Leorge Korin. welcher das Gift den Mörderinnen verlauste, wegen Mitschuld an fünf Morden zu lb abren Nucktbaus. Die anderen neun Angeklagten wurden freigesprochen. . . . . i Der Staatsanwalt uns vle jücrunqcu ten meldeten die Berufung an. Tscherkessenrache. Ein entsetzliches Verbrechen ist in Tiflis verübt worden. Der Gutsöesitzer Mesenzow kehrte in Begleitung eines Bekannten nach seinem Gute im Dagestanschen Bezirk zurück, ließ die Pferde ausspannen und begab sich mit dem ibn begleitenden Shtun ins Wohn haus. Nach kurzer Zeit trat er auf den Hos hinaus, um den Leuten einige efehle zu ertheilen, als plötzlich von ver schiedenen Seiten Schüsse erdröhnten. Schwer verwundet stürzteder Gutsbesitzer nieder.während sämmtliche Arbeiter und Knechte, wohl 50 an der Zahl, schleunigst das Weite suchten, allenthalben in den Wirthschaftsräumen steckend. Verschiedene unheimliche Gestalten tauchten nun plötzlich auf und beaaben ficb in das Wohnhaus, wo Frau Mesenzow sich gerade im Speisezimmer aushielt. ie womx orangen auf sie ein mit Dolchen und Mesfern, so daß sie, aus vielen Wunden kl,it?nd. bald ibren Geist aufaab. Der Gast des Hauses sah sonderbarerWeise L r Y a Y m - . . 3 Warn oem jcnicaiicgcn Vorgänge uu vwu Nebenzimmer zu, ohne sich zu regen. Nur das 15jährige Töchterchen der Familie eilte der Mutter zu Hilfe. Zwei im Zimmer anwesende Räuber feuerten auch auf sie, doch ohne sie zu treffen. Das Mädchen eilte schnell zur Küche, um Wasser zu holen, doch war dieselbe verschlossen, da sich darin eine ganze Anzahl Gutsarbeiter versteckt hatten; sie schlug das Fenster ein. brachte Wasser und benetzte damit das todte Elternpaar. Merkwürdiger Weise hatten die Mörder nichts aus dem Hause entwendet, alles stand wohlgeordnet am Platze. - Es handelt sich offenbar um einen furchtbaren Racheatt. Noch ist es der Polizei nicht gelungen. der Mörder habhaft zu werden. Recht bezeichnend ist das Factum, daß fünfzig Arbeiter sich feige versteckten. ohne den Unglücklichen Hilfe zu bringen. uö der Tragikomödie des LebenS. Wohl selten hat ein Bühnendichter eine Tragikomödie auszusinnen vermocht, wie sie sich in einem bescheidenen Bllrgerhause in der Rue d'Aligre in Paris, nahe der Bastille, abgespielt hat. Dort wohnte seit 35 Jahren das Ehepaar de Roy mit einem Hausfreunde. Louis Gensens, in rührender Eintracht zusammen. Gensens, der 10 Jahre jünger war als de Roy, war der Hahn im Korbe und übte in dem gemeinschaftlichen Heim eine unbestrittene Herrschaft aus. Vor ungefähr sechs Monaten nun wurde Madame de Roy von einer schweren Krankheit befallen, und als sie den Tod herannahen fühlte, konnte sie den Gedanken, daß ihr theuerer Freund Louis nunmehr Heimathund mittellos werden könnte, nicht ertragen. Sie ließ sich deshalb von ihrem Gatten das Versprechen ablegen. die Wohnung mit ihrer Einrichtung GensenS zu verschreiben, da dieser, der 10 Jahre jünger sei. ihn ja überleben würde. Bald darauf hauchte sie ihren letzten Seufzer aus und de Roy ließ, seinem Versprechen getreu, Wohnung und Einrichtung Gensens verschreiben. Die beiden Greise lebten friedlich und gemüthlich bis zur vergangenen Woche zusammen. Da wurde tl dem wackern Gensens, der inzwischen auch bereits das 65. Lebensjahr überschritten hat. zu einsam und er führte eine 45jährige Wittwe als neue Eroberung m das ge meinsame Heim ein. Der alte 75jäh rige de Roy war darüber im höchsten Grade entrüstet und machte .seinem Freunde wegen seines Mangels an Ge fühl und seiner Taktlosigkeit heftige Vorwürfe. Gensens nahm diese aber übel auf und warf, auf seinem Schein bestehend, den alten de Roy aus seiner Wohnung , heraus. Der unglückliche Alte lieh sich bei einem Freund einen Revolver aus und kehrte in seine, d. h. Gensens Wohnung zurück, um noch einmal daö Zimmer zu sehen, in dem seine Frau gestorben. : Gensens wollte ihn aber wiederum wegjagen. Da legte der GrelS auf den ungetreuen Freund an und gab zwei Revolverschüsse auf ihn ab, die Gensens am Arm und am Schenkel verletzten. Der Verwundete wurde ins Spital überführt, während de Rey nach dem Depot gebracht wurde, um sich spater vor den Geschwore nen wegen seiner That zu verantwor. ten. Wegen grober MißHandlungen ihrer Stiefkinder verur theilte die Berliner Strafkammer die 43 Jahre alte Frau des Putzers WilHelm Bischof aus Charlottenburg zu 3 Monaten Gefängniß. Das rohe Weib hatte die Stikfkinder, zwei Mädchen im Älter von 12 bezw. 13 Jahren, durch Schläge und Hungernlassen derart maltraitirt, daß die 12jahrige Jda sich aus dem Fenster der Wohnung auf die Straße stürzte, wobei das Kind seinen Tod fand, während die 13jah rige Anna sich in der Spree zu ertränUn versucht aUxjitzttttt wurde. .

Französische Justizirrthümer.

Dreyfus hat den französischen Bold'en wieder betreten, um vor die Richter in Renneö gestellt zu werden. In r . . cm i in 3 1 mU-m-vielem üjcomzm i es cnmuci yi reich, einen Blick auf die Rechtspflege Frankreichs zu werfen, die Martyrologie der unschuldig Verurtheilten aufzuschlagen. In der Geschichte jedes Staates findet sich dieses beschämende Capitel, aber die Rechtsirrthümer in Frankreich sirö besonders zahlreich und weisen fast durchweg 'das charakteristische Merkmal des Dreyfus - Processes auf, das zähe Festhalten am gegebenen Urtheil. Zahlreich sind Vt Fälle, in denen schon bald nach gefälltemSchuldspruch schwerwiegende Gegenbeweise zu Tage traten, die Lfentliche Meinung umschlug, eine Revision verlangt wurde immer hat sich das Gericht mit aller Macht dagegen gesträubt, seinen Fehler gutzumachen, immer mußten sich erst einflußreiche Personen für den Verurtheilten einsetzen, und ost war der Unglückliche, wenn seineRecht fertigung endlich erreicht wurde, inzwischen im Zuchthaus seinen Qualen erlegen. Fast kein Jahr ist in Frankreich verstrichen, das nicht der Gedenktafel des Irrthums einen Namen eingemeißelt hätte. Nicht weniger als 75 Prozesse sind in den letzten hundert Jahren zur Wiederaufnahme gelangt und endeten mit völliger Rehabilitirung der Opfer. Ihrem Wesen nach lassen sich zwei Hauptgruppen unterscheiden, die der Justizirrthümer und die der Justizfrevel. Die Justizirrthümer traurige Beispiele für die Begrenztheit des menschlichen Scharssinns entspringen derVerkettung unseliger Umstände; unerklärliche Aehnlichkeiten. falsche Zeugenaussagen, aus Leichtsinn oder Bosheit gegeben, irrige Expertisen verwirren das Urtheil von Richtern und Geschworenen, schaffen ein scheinbar festgefügtes Netz von Beweisen, aus dem sich der Angeklagte nicht zu winden vermag; in all diesen Fällen giebt es ein Opfer, aber keine Schuldigen, wir können beklagen, aber nicht anklagen. Anders steht es mit den Justizfreveln, hier regieren alle schlechten, niedrigen Leidenschaften, Unschuldige werden geopfert, um Höhersteheirde zu retten, Einflußreiche wollen lästige Personen aus ihrer Nähe entfernen. Haß, Rachsucht, Bestechlichkeit, politische Intriguen sitzen über Schuldlose zu Gericht, und 'die wahren Verbrecher sind die Männer im Talar oder auf der Ehrenbank der Geschworenen, welehe wissentlich die Ehre, das Leben eines Menschen, einer ganzen Familie vernichten. Jean Fabry. gleich Dreyfus Offider, wurde gleich diesem durch ein bestochenes Kriegsgericht mit falschen Beweisstücken verurtheilt, um die Sünden der Vorgesetzten, unter denen sich auch hochgestellte Personen befanden, zu vertuschen. Die Geschichte spielt 1815 im Elsaß. Fabry, Zahlmeister im Straßburger Generakdepot, entdeckte die Unter schleife in den Armeelieferungen. Er wird hierauf von seinen Vorgesetzten, welche selbst die Diebe sind, gefangen genommen und wegen Insubordination und Unterschlagung zu Degradation und Galeere verurthellt. Die Revlsion. welche seine Gattin unter tausend Mühen erreicht zu haben glaubte, wird von den Verschworenen hintertrieben. Fünf Jahre währte der Kampf der schwachen Frau gegen die mächtigen Gegner; inzwischen erduldete der Gatte die furchtbarsten Qualen endlich ge lang seine Rechtfertigung, und der Galeerensträfling erhielt den Orden der Ehrenlegion. Im selben Jahre, 1821 war's, da erwirkten Weiber aus dem Volke die Rehabilitirung und Freilassung ihrer Männer Rispal und Galland, die als Mörder verurtheilt waren. Es gelingt den Frauen, nachzuweisen, daß der ganze Jndicienbeweis des Prozesses einzig .und allein auf der Lüge des Belastungszeugen aufgebaut war; dieser wollte durch die Wand 'der Gaststube ein verfängliches Gespräch belauscht haben. Erst Jahre später ergab der Lokalaugenschein, daß die Wand zu dicht sei. um selbst ganz laut gesprochene Worte hindurch zu vernehmen, daß der Zeuge an dem betreffenden Tage überhaupt nicht in dem Gasthause geweilt hatte. Finanziell ruinirt. körperlich gebrochen wurden Rispal und Galland nach mehrjähriger Mangsarbeit entlassen. Galland'S Frau, starb an den Folgen der Aufregung wenige Tage später. JmJahre 1861 ward Rosalie DoiseGardin des Vatermordes überführt. Sie war guter Hoffnung und brachte im Gefängniß ein todtes Kind zur Welt. Zwei Jahre später gestand ein Landstreicher unter anderen Thaten auch die Ermordung des alten Doise. Rosalie Doise erhielt im Wiederaufnahmeverfahren einen Freispruch; aber der Staatsanwalt, genöthigt, den Justizirrthum zu veröffentlichen, fand sich bemüßigt, die Rehabilitirung -mit den Worten einzuleiten: ..Soll ich die Unschuld Rosalie Doises erklären? Soll ich über einen begangenen Rechtsirrthum klagen? Nein, ich würde hiermit der Justiz einen unverdienten Vorwurs machen. Rosalie Doise hat ihren Vater nicht ermordet, aber wie wir aus den Zeugenaussagen wissen, haßte sie ihn, sie hat sozusagen einen Gedankenmord begangen, und vor Gott, der in den Herzen liest, war diese Frau eine Vatermörderin." So lautete die Rehabilitirung. welche ein französischer vtaatsanwalt Dem Opfer gerichtliche? Leichtsinns zu Theil werden ließ. Ein wahrer Sensationsroman aui dem Leben ist das Schicksal des Lieutenants de la Ronciere. Keine DichterPhantasie vermöchte Seltsameres und Unwahrscheinlicheres zu ersinnen. De la Ronciere, ein lebenslustiger, junger Officier, verkehrt im Hause des Generals de Morelle mit dessen Gattin und der 16jährigen Tochter. Ein anderer Bekannter des Hauses ist sein Kämerad d'Estouilly. Plötzlich werden Madame und Mademoiselle Morelle. sowie id'Eltouillv mit anonbmn oder viel

mehr R. gezeichneten Briefen behelligt.

Diese enthalten bald Liebesbetheuerungen, bald Schmähungen an das junge Mädchen, Drohungen gegen den Officier und führen eine höchst exaltirte, unverschämte Sprache. Kurz daraus wird emes Nachts Fraulem de Morelle von ihrer Erzieherin in ihrem Zimmer blutüberströmt aufgefunden. Sie erzählt, Ronciere sei durch das Fenster eingedrungen, labe ihr Gewalt angethan und sie mit einem Dolch verwunder. Vor Gericht gestellt, leugnet Ron ciere sowohl die Briefe als auch die That; die Sachverständigen erklären, daß die Briefe nicht von seiner Hand stammen, hingegen mit der Schrift des Fräuleins de Morelle große Aehnlichkeit zeigen. Diese Vermuthung wird entrüstet zurückgewiesen: Es sei undenkbar, daß ein reines, unschuldiges Mädchen aus vornehmer, religiöser Familie Dinge, wie sie die Briefe enthielten, nur gedacht, geschweige denn geschrieben habe. Um das Schamgefühl der jungen Dame zu schonen, wird diese mit keinerlei ärztlichen Untersuchungen belästigt, und obwohl es kaum möglich war, daß de la Ronciere durch das Fenster des im zweiten Stock gelegenen Zimmers eingedrungen sein konnte, wurde er dennoch für schuldig erklärt. Da seine Appellation zurückgewiesen wurde, trat er 1835 eine zehnjährige Strafe an. Bald jedoch vollzog sich in der öffentlichen Meinung ein Umschwung zu seinen Gunsten. Der Hannover'sche Arzt Dr. Mathaei schrieb eine Broschüre, in der er den Fall des Fräuleins de Morelle als eine besondere Form schwerer Hysterie klarlegte. Diese Auffassung wurde bald von allen medicinischen Autoritäten getheilt und durch das spätere Leben des Mädchens vollauf bestätigt. Lord Albinger, einer der berühmtesten englischen Rechtsgelehrten, schrieb dem jungen Mann einen Brief, der gleich Zolas J'accuse" die Runde durch die gesammte Presse machte und das franzöfische Gerichtsverfahren auf's Heftigste angriff. Aber trotz alledem und obwohl auch Gerichtspräsident Ferrey dreimal versuchte, die Begnadigung herbeizuführen, büßte Ronciere die volle Strafzeit ab. Erst als 1849 andere hohe Functionäre die Stelle der ihm feindlich gewesenen einnahmen, fand seine Rehabilitirung statt. Ronciere starb 1874 als Obercommandant von Tahiti und Ritter derEhrenlegion. Kaum ein Jahr ist verflossen, seit die französischen Gerichte den vor 23 Jahren in Guyana verstorbenen Pierre Bau? rehabilitirten und seinen SLHnen 100.000 Francs Schadenersatz ausbezahlten. Achtzehn Jahre lang war Pierre Vaur, ein Mann von hoher Bildung und hervorragendem Talent, Sträfling in Guyana. Nicht einen Augenblick gab er bis zu seinem Tode den Kampf um's Recht auf. der, von seinen Erben fortgesetzt. 45 Jahre währte. Auch in diesem Falle ist der Sieg der Wahrheit gekommen viel zu spat nur für den armen Märtyrer! Wahrlich, die Tafel der unschuldig Verurtheilten verdiente in zedem Ge richtssaal ihren Platz zu finden ein beschämendes und heilsames Memento für alle, denen ihre Pflicht oder ihr Beruf es auferlegt, über ihre Mitmen schen zu richten. Oom 3tsra, Frau Jesse Cornell. die mit ihrer Familie in Emmittsbura. Md.. wohnt, hat den Versuch gemacht. sicy ihres Gatten zu entledigen, indem sie gestoßenes Glas in dessen Suve schüttete. Frau Cornell hielt auch eine geladene ffllnte zu demselben Zwecke. wie man alaubt. zu Qause. und erst kürzlich soll sie ihres fünf Jahre alten Kindes Kleid mit einem Streichholz haben in Flammen setzen wollen. Richter Stokes erklärte die Frau für geistesgestört und wurde dieselbe in das Montevue - Asyl" in Frederick, Md., gebracht. In ihrem Geschäftslokal zu Camp Verve. Arizona, sind zwei junge Kaufleute. I. M. Rogers und Clinton D. Wingfield, ermordet worden. Zwei maskirte Männer betraten den Laden und riefen den beiden Kaufleuten zu, die Hände hoch zu heben. Trotzdem sie dies sofort thaten, gaben die Räuber mehrere Schüsse ab, welche 'die Ueberfallenen zu Boden streckten. Der Knall der Schüsse rief mehrere Nachbarn herbei, und bei deren Herannahen entflohen die Räuber, ohne die geringste Beute gemacht zu haben. In einem Geldspind befand sich eine größere Summe Geldes. .Versunken aber nicht vergessen" wird man bald von dem Wrack des Schlachtschiffes Maine" sagen können. Jetzt ragt nur noch einMast und ein kleiner Theil des Achterdecks aus dem Wasser hervor. Das Schiff ist in den 16 Monaten seit der Katastrophe um 15 bis 18 Fuß tiefer im Schlamme deT Hafens von Havana gefunken. Erlaubniß zum Besuch des Mtacks ertheilt der Militär-Gouver-neur. Gen. Brooke. Die Wachtposten sorgen jedoch dafür, daß die Reliquienjäger nickt Theile des Decks oder des MasteS als Souvenirs mitnehmen. U'.lternehmende Geschäftsleute in Havana haben aber .alle Sorten von .Maine"Souvenirs in Gestalt von verbogenen Stahl- und Eisenstücken auf Lager. Ob dieselben aber immer echt sind, darf bezweifelt werden. Der 27 jährige Farmer David B. Brightbill. dessen Besitzung etwa vier Meilen von Belleville, Mich., entfernt liegt, wurde vom Blitz erschlagen. Brightbill hatte mit einem Knecht und seinem Gespann in einem Schupmen Schutz vor dem Unwetter gesucht, als plötzlich - der verderbenbringende Strahl durch das Dach fuhr und beide Männer niederwarf. Auch eines der Pferde stürzte nieder und zwar gerade über Brightbill hin. Als man nachsah, fand man in dem Hute des Mannes ein Loch, ihn selbst todt. Der Strahl hatte ihn augenscheinlich am Kopf getroffen, war dann durch den Rücken hinunter Flausen bis ju den M&ctl wo er noä

die Schuhe in 'Fetzen riß. Zur selben Zeit verlor ein Nachbar Brightbill's eine Kuh, ebenfalls durch einen Blitzschlag. Daß die Haut von Negern in Folge von Krankheiten eine hellere

Färbung erhalt, ist schon oster vorgekommen, aber daß ein farbiger Men schenbruder schwärzer wird, dürfte noch nicht dagewesen sein. Ein derartiger Fall wird aus Pontiac, Mich., berichtet. Der dort ansass.ge Sieger George Brooks, ein ziemlich hellfarbiaer Mann, hatte bei eine? Schlittenfahrt im verflossenen Februar furchtbar von der Kälte zu leiden, namentlich wurden seine Füße, Hände und Nase mitgenommen. Im Laufe der Zeit erholte der Mann sich vollständig und r dachte nicht mehr an sein Mißgeschick, bis er jüngst bemerkte, daß seine Haut eine dunklere Färbung annahm, bis sie so schwarz wie Ebenholz wurde. Die Aerzte führen diese merkwürdige Erscheinung auf die Wirkung des Frostes zurück. Allgemein bekannt i st die heilkräftige Wirkung der Elektricität bei Rheumatismus, Lähmungen u. s. w., daß aber der Blitz bei einem Gelahmten die Thätigkeit einer elektrischen Batterie ausgeführt hat. steht wohl vereinzelt da. Eine solche wunderbare Heilung ist in Brootfield. Mass.. vorgekommen. Seit 13 Jahren war der linke Arm von Eli Forbes infolge von Rheumatismus gelähmt gewesen. Dieser Tage saß Herr Forbes während cines Gewitters am offenen Fenster, als er plötzlich nach einem heftigen Donnerschlage ein eigenthümliches Lebegefühl in seinem bisher gelähmten Arme empfand. Er versuchte ihn und fand,aß er denselben wieder benutzen könnte. Die Heilung, welche die Elektricität des Blitzes erwirkt hatte, scheint eine voll ständiae au sein, denn Forbes' aelähm ter Arm ist jetzt ebenso kräftig und beweallck. wie sein gesunder. Im Jähzorn hat der 24 Jahre alte Taylor Kn! in Eordella ca. 25 Meilen von Cloud Chief. O. F. seine verwittwete Schwester, Frau Jda Yarboutough erschossen. In genanntem Orte wollte eine Gesellschaft sich zu einem Picnic begeben, und Kirk gerieth mit semer Schwester wegen eine Platzes auf dem zu benutzenden Wagen in so heftigen Streit, daß er seiner. Revolver zog und die Schwester niederschoß. Er bedrohte dann die übrigen Mitglieder der Familie mit dem Todk für den ftall. das; sie etwas von seine: That verlauten lassen würden, und wies seinen jüngeren Bruder an. auszusagen, daß die Unglückliche Selbstmord begangen habe. Vor der Coronersjury verließ den jungen Mann jedock der Mutb. und er bekannte die Wabrbeit. und auch der Mördez räumte darauf seine Schuld ein, und enijt t' u' in fiatt. Dca acjtottts D i e Leichen der deutschen Touristen Dr. lcönnich aus München und Dr. Ehlert aus Straßbürg, die zu Neujahr von Gadmen über Susten nach Massen auf Skl fah ren wollten, sind oberhalb Gadmen an einer Randmorane (Sterngletscher) von einer oernlschen Semlnarclasse ae funden worden. Beide Touristen, welche Gadmen am Neujahrstag Morgens 7 Uhr verließen, waren offenbar bei einer Steilhalde gestürzt und wurden, nach der Lage der Leichen zu schließen, von nachstürzendem Schnee zugedeckt. Das nach unter gekehrte Gesicht Mönnichs war noch gut kenntlich. Ehlert, die Füße nach oben gekehrt, war schon stark verwest und von Raubthleren an gefressen. Die Tagebücher, der Chro nometer, die Kappe mit Clubabzeichen. die Karten, eine Blechbuchse mit In halt und Werthsachen wurden der Stadtpolizel rn Bern geschickt. Monnich war Assistent der meteorologischen Station m München. In Indien hat die Cholera, die mit besonderer Heftigkeit in Kurrachee (Hindostan) aufgetreten war. eine bedeutende Abnahme erfahren. In den ersten zwölf Tagen nach ihrem plötzlichen Auftreten raffte sik 1393 Opfer hinweg. Es waren diei zumeist Mekranis, die als Kulis die nen und im Allgeminen gesunder Constitution sind. Nach vierzehntägiger Dauer der Epidemie, waren 1923 Er krankungen und 1486 Todesfall zu verzeichnen. In dieser kurzen Zeit bat Kurrachee im Handel urrd Verkehr mehr Schaden genommen, als selbst durch die Pest, die während des ganzen Winters geherrscht hat und selbst jetzt noch fortdauert, wiewohl ihre Kraft sehr abgeschwächt zu sein scheint. Mar zahlt noch rm Durchschnitt zwei bi! drei Pesttodesfälle täglich. Die Cholera zedoch. die besonders die Kulis ergriff, hatte zur Folge, daß das Lader und Löschen der Schisse gänzlich eingcstellt werden mußte. Daraus erwuchs eine wahre Handelspanik, die dem Platze ungemern großen Schaden zugefügt hat. Die Hochzeit des ErbPrinzen Danilo von Montenegro mit Prinzessin Jutta von MecklenburgStrelitz dürfte, wie in eingeweihten Kreisen verlautet, einen Aufschub erleiden. .Veranlassung zu diesem sich überaus hartnäckig erhaltenvcn Gerüchte giebt derGesundheitszustand des prinzlichen Bräutigams. Dieser erkrankt, vor zwei Jahren, so daß ein Arzt aus Ragusa, welcher früher am fürstlichen Hofe lebte, zu dem Patienten berufen wurde und an demselben eine energische Operation vornahm. Das Leiden wurde dadurch vermindert, jedoch nicht vollständig behoben. Prinz Danilo reiste vor einigen Tagen nach Wien, um den Rath eines bekannten Spezialisten einzuholen. Dieser besteht nun auf einer systematischen und gründli chen Kur. ehe der Thronfolger daran denken dürfe, seine junge Braut heimzusühren. Personen, welche den Prinzen in den letzten Wochen öfter zu sehen Gelegenheit hatten, bestätigen dessen hinfälliges Aussehen und die große Niedergeschlagenheit des früher blühen, den und lebens frischen FürstensohmZ.

Sommer

Eine gute ommer, Medizin tft nöthig gegen Unordnungen des Magen, der Leber und besonders gegen

Unvcrdaulichkeit, Bittiösität, j.opfschmerzen, Appetitlosiakcit.

sör mlche ttta ifidyttt Heilmittel gesunden werde kann al Ir. Kugug Köniz's 1kgnUl,,r1t'r Tropken

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A practicing physician in Shelbyville relates that his atten tion was sirst directed to 1MP'A TAIBULES by a brother doctor while on a visit to the National Capitol at Washington, D. C, sorne years ago. "1 first tised the Tabules rnyself experirnentally," says the Illinois doctor, 4 ' and derived such benefit srorn thern that I at once adopted thern as a part of rny medical armormentarium. They have given great satissaction and in one case where the stomaen was insected by karge stomach worms, the Tabules destroyed the worms and expelled them, greatly to my surprise and also to the permanent relief of my patient."

Anarchist und Pantoffelheld. Anarchist A.: Was, um neun Uhr willst Du schon aus der Kneipe gehen?" Anarchist B.: Ja. weeßte, wenn ick später nach Hause komm', is meene Alte auch immer gleich für die Propaganda der That!" W e r ' s glaubt. Zimmernachbar: Als Sie neulich so spät nach Hause kamen, schallte die Stimme Ihrer Frau aber durch's ganze Haus Pantoffelheld: Ja, daß sich meinWeiberl ihre lauten Selbstgespräche nicht abgewöhnen kann. Die KeimTIleorie. Eine wichtige Entdeckung. Drch Erneuerung de Shstews werde fast alle Krankheiten geheilt. ES mkrd in diesen Tagen viel über Pilze gesprochen und doch ist dies kein müßiges Ge:ede. DaS Mikroskop enthüllte die Thatache, daß viele Krankheiten durch einen beonderen Keim oder Prlz hervorgerufen wer )en. Ein eingehenderes Studium und ftofc chungen zum Zwecke der Entdeckung einek Mittels, roelches diese Pilze aus dem Sl)sten: entfernen würde, haben vor Kurzem ergeben, daß es nothwendig sei, das System zu erneuern und das Blut durch die Beseitigung der Pilze zu reinigen, um die Heilung dieser Krankheiten zu erzielen. Es stellte sich herauS, daß Dr. Kan's Renovator das vollkommenste Heilmittel für alle diese Krankheiten ist, da bis jetzt entdeckt wurde. ES erneuert das ganze System, reinigt das Blut, bereichert dasselbe, belebt das System und verleiht dem ganzen Körper neues Leben und verjüngte Kraft. Um die wunderbaren Ergeb nlsse beim Gebrauche von Dr. Kay'S Neno vator in allen solchen Krankheiten vor Augen zu führen, geben wir folgenden Auszug auS einem Briefe von Frau E. A. Adams, S. und Martha Str., Omaha, Neb. : .In Beantwortung Ihrer Anfrage, welchen Erfolg ich mit Dr. Kay's Renovator batte, theile ich Ihnen mit, daß ich große Linderung fand und NUN gesund bin. In erster Linie öatte ich die Grippe und eS dauerte geraume Zeit, ehe dieselbe iu weichen schien ; dann trat Malaria ein und ich nahm hinreichend Chinin ein. um den Tod einer Person zu bewirken, verspürte aber keine Linderung, bis ich Dr. Kay'S Renovator gebrauchte. Ich litt an Unverdaulichkeit, starkem Kopfweh und hatte Eckmindelanfälle, und eS war als ob feurige Zäben und kleine Sterne vor meinen Augen gaukelten. ES freut mich, berichten zu kon nen, dak ich nach dem Gebrauche einer Schachtel Ihres RenovatorS großes Besserung wahrnahm und gesund wurde, ehe die iwttt Smacktel ,u l?nk, mnr. mnröiif hiff mißlichen Uebel Dank Ihrem Renovatol gänzlich ausblieben. Ich kann nicht um hin, denselben der leidenden Menschheit zu empfehlend Er ist daS beste bestehende H,llMittel, weil er alle Krankheiten heilt, bei welryen ,ogar aue anoeren Mittel veraeoiic an cewand: wurden, wie: Unverdaultchkeit, Leoer und Nieren-Krankh,iten. lNerstofu.ia. Kopfschmerz, Zagenbeschmerden, Geschwüre, s..tkl. tX. fi j. . f usnyiuy. wiurnuyc, yucvciycujiuuuiycu, Schwindel, Frauenkrankheiten, Drusenver frößeruna, Sodbrennen, unreines Blut, Schlaflosigkeit, Galligkeit, Verdauungsbeschwerden, Mattigkeit, Malaria, geistige Abn. acl..i:i a To...r: uctuiup iiyci, H9uuiuu9inu9, vicuiuiyiu, Nervenschwäche. Scklaafluk. Beulen. SU fluß. Skropheln je. Er hat eine wunderbare Wirkung auf den Magen, Leber und Einaemeide; er steigert den Appetit, fördert die Berdauuna und b,ilt aflt KtLruna? dieser Theile. Er schmeckt angenehm, ist leicht zu neymen, vouiornrncn icyer uno nie oem xca gen widerlich. Er ist in Form von Leltchen, rtnrtrtrf sfrfrrfit iMnmmvnnfht VIIVIItll1l MVV. 5 I UIVH V . und enthält zwei bis viermal mehr Dosen rf n rr - w. . . r j . . ? , nie oie nun 'gen Arzneien, roeicye sur ccnia den Preis verkauft werden. Dr. Kay's Re rtTirtt'rtf ist nn nl frtft rtTTn 9snntfifm in haben. Preis 25 und tzl. Sollte Ihr Apo v.r. iT.: c .t v lycici usiitiücii mufi uuuuiyiy quueu, vuuu sende man den Betrag und schreibe an die Dr. B. I. Kay Medical Eo. (westliche Of fice), 620 südl. 16. Str., Omaha, Neb., wor rftiif kn, hfrMfie rornnt rtrr Nn6 nS wg - y - " -y W - mär tiortnfr! irrf Aitft mtrh. SMf ittrmft veröffentlicht serner Dr. Kaj's Hand Book of ' Valuable Reeeipts and a Treatise on Diseases,4 welche Broschüre nach Einsen t wl . rr . t 2w .v. l f p Jt zyrer 59 nm fbftttrtt ffiArt rfnimt Tttrfif ftrr 9!hrsf tnntsrt t4. VVIHHIh ...M,., .tQMlV.den, denn diese Broschüre ist unentbehrlich. C, 33 r?eat ird im laut

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