Indiana Tribüne, Volume 22, Number 299, Indianapolis, Marion County, 18 July 1899 — Page 2
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t tljllcht ,Xrt5ant- kostet durch den Xxlttt J ÄOU ptT Joch, dl eoBntafl,!tTitÜ,l Cixtl ptx Zioiu Leide uf umtx 15 et5 ifen H SentZ pn r?,t. yer yft uierhllS CtaW zkschi t ,rti,hlng V Cm 10 Süd lab am etTdi Indianapolis, Ind., 18. Juli 1899. Der Henker (ZanataB In unserem Lande, soweit die Zo teöstrafe überhaupt besteht, hat man es nicht zu einem Staaishenker ge bracht." Doch braucht man nicht nach europäischen Ländern oder auch nach Südamerika zu gehen, um einen solchen zu finden. Unsere kanadischen Stiefbrüder können mit etwas Aehnlichem dienen. ' Dieser kanadische Deibl (denn gleich jenem französischen Scharfrichter ist er äußerlich ein vollendeter Gentleman) führt den romantischen Namen Radcliffe und haust in Parkdale, einer hübfchi Vorstadt von Toronto, d. h., wenn er sich nicht auf Reisen befindet, was aber sehr häufig der Fall ist. Er wird als ein, mit allen häuslichen Tugenden ausgestatteter Gatte und Familienvater geschildert, und als ein sehr jovialer Gesellschafter und GeschichtenErzähler. Im Adreßkalender ist er als Wagner" eingetragen und wahrscheinlich kennen viele seiner Nachbarn seinen eigentlichen Beruf nicht. Dabei ist er aber auf diesen seinen Beruf sehr stolz! So viel er auch zu thun hat, ist seine directe Bezahlung für seine graufgen Dienste eine magere; er steht auf der Geheimdienst Liste der Dominialregierung mit $800 Jahresgehalt. Aber seine Haupt - Einnahmen kommen aus den Taschen der Sheriffs, in deren Counties die Mörder schmachten. Auch nach dem kanadischen Gesetz geHort das Hängen zunächst zu den Dienstpflichten deS 'Sheriffs; diese abcr nehmen sich dazu st e t s ei.nen Stellvertreter, und zwar keinen ihrer Gehilfen, sondern allemal den StaatsHenker Radcliffe. Er verlangt vom Sheriff jedesmal eine Gebühr von $50, bei zwei gleichzeitigen Hängungen jedoch ist er mit $75 zufrieden; Reisekosten und Verpflegung beansprucht er indetz noch extra. Solcherart stellen sich seine gesummten Einnahmen aus der Henkerei auf unqefähr $2000 das Jahr. Wie schon angedeutet, ist Radcliffe ein sehr beschäftigter Mann. Jedes Iah? hat er viele Tausende von Meilen zu reisen, denn sein Reich" umfaßt die ganze canadischc Dominion nebst Territorien. Er hat selten in einem Jahre weniger, als 25 arme Sünder in die Ewigkeit zu befördern, und in den letzten drei Monaten waren es allein 7. Nsch niemals hat er dabei einen Fehlßriff" gethan. Einen grausigen Ein--vraix macht vravcllsse s Gewohnheit, jedesmal vor einer Hinrichtung dem oder den Delinquenten einen fachp jr. . . . m on f . . äugen abzuschätzen L?texico's Chinesenfurcht. Durch ' die mexikanische Nachbarrepublik hallt zur Zeit der Ruf Atras loS Chinos!- welcher für uns sehr besannt klingt, wenn wir ihn verbeutschen, nämlich: Die Chinesen müssen fort!" So populär ist diese Losung vielfach in Mexico geworden, wie die entsprechende vor noch nicht vielenJahren an unserer Pacificküste war. Es dauerte gar nicht lange, bis es in der Azteken - Republik so weit kam! Vor kaum zwei Jahren wurde dort der Plan, chinesische Arbeitskräfte für die großen Plantagen zu importiren. zur Ausführung gebracht. Obgleich der Bedarf" rasch genug gedeckt wurde, dauerte diese Einwanderung ununter brschen fort. Die Himmelssohne waren froh, daß sie eine Gelegenheit hatten, unbehelligt auf dem nordamerikanischen Continent zu landen, und gar manche derselben schlüpften bei erster Gelegenheit auf dem Landweg in die Ver. Staaten herein. Besonders empfindlich wurde die Chinesen Einwanderung der arbeitenden Bevölkerung an der Westküste Mexicos. In den Districten von Sonora und Sinaloa scheint die Stimmung für die Vertreibung dieser Chinesen am lebhaftesten geworden zu sein, und die dortigen Zeitungen haben einen leidenschaftlichen Anti Chinesen Kreuzzug begonnen. Einige der bezeichnendsten Kraftstellen aus einem dieser Anti - Chinesen - Blätter mögen hier folgen: Mexico hat für seine Entwickelung keinerlei Bedarf für diese pestilenz:alische gelbe Rasse. Es hat 14 Millionen r . , . . r.: v irx.:ii3 oicvuc, wt'. eine uoiijajiuid arbeit zu betreiben vollauf im Stande sind. Wenn der Qandelsdertraa anri schen Mexico und dem chinesischenReich . m T JTt m m uns lolcyes (sewurm zufuhrt. 10 wer den wir ihn noch tausendfach zu be jammern haben. Wir protestiren dage atz. iafc man die Microben des Aus satzeS und der Schwindsucht in unser Land bringt! Soll die monaoliscke ?lnvaston unleren Landsleuten das Brod aus ven cunv nehmen? aujenomal nein! Fort mit den Chinesen!" Und so schallt eS aar vielseitig, und an mexianischen Kearney's scheint kein Mangel zu jn: Acex,co hatte darauf gerechnet, seinen orientalischen Handel aufzubauen, indem es seine Häfen für Chinesen öffnete aber anscheinend neigt es sich bereits stark der Meinung zu, daß es sich dabei arg verrechnet habe. Manche mexikanischen Planta genbesitzer denken freilich noch immer anders, obwohl auch die Arbeitskraft der.Peonen woyltett genng ist. ' E i n e k v ! t i 1 1 Frau will ge .liebt sein, eine gemüthvolle auch verßaa&n mUn. . . . . . . .
inanniiqen" ejucy avzujtatten und ihr Körpergewicht sowie die Dicke ihrer Hälft wenigstens mit seinen Kenner-
Uktas Gifte". Bekanntlich läßt sich auf die Frage, was Gifte im weitesten Sinne des Wortes, also Stosse, die unserem Korpersystem nur Schaden bringen tönnen und was unaiftiae Genuk- und
Nahrungsmittel sind, überhaupt keine! absolute Antwort geben, welche allgemein giltig sein könnte. Denn auch unter den einzelnen Menschen sind die Körpersysteme zu verschieden, und die Gewohnheiten erst recht. Doch hat man früher immerhin ein sehr großes Maß Uebereinstimmung im Verhalten der Körpersysteme gesunder Menschen zu den in sie gelangenden Stoffen angenommen; ja man dehnte diese Uebereinstimmung so ziemlich auf alle im gewöhnlichen Alltagsleben vorkommenden Stoffe aus und machte nur hinsichtlich des Quantums Unterschiede. Viele Beobachtungen und Erfahrungen neuerer Zeit aber haben ergeben, daß auch diese Uebereinstimmung eine äußerst fragwürdige ist, und jedenfalls eine ganze Reihe der bekanntesten Stoffe nicht unter sie fällt! Roch heute dürfte ein sehr großer Theil des Publikums die Angabe belächeln, daß z. B. frische Erdbeeren für manche, sonst gesunde Männer und Frauen ein Gift seien diese herrliche, auch durch Sage und Legende geheiligte, mit der mythischen Götternahrung Ambrosia verglichene Frucht! Aber neuerlich bekannt gewordene, wohlbeglaubigte Vorgänge deuten so start darauf hin, daß man sich nur auf die diesbezüglichen Erfahrungen ärztlicher Kreise zu beziehen braucht, um dem Verdacht zu entgehen, als wolle man nur Hundstags - Märchen auftischen, und es daher an diesem Hinweis hier genug sein möge. Eine derartige Vergiftung kann sich unter Umständen sogar sehr schnell äußerlich und greifbar zeigen: nämlich an einem fchmerzhaften Ausschlag, der an Vergiftung durch wilden Epheu erinnert! Das ist aber nur eines von einer Masse Beispiele, welche meistens sehr nahe liegen! Mit der Angabe, daß der Genuß von Eiern oder Milch, oder von Honig oder Aepfeln, oder von Schaffleisch (wohlgemerkt, das Alles in reiner Form und gutem Zustand!) bei gewissen Menschen die nämlichen Symptome hervorrief, ' wie bekannte Gifte, dürfte erst recht keinen Glauben beim allgemeinen Publikum finden! Und doch ist dies in verhältnißmäß i g zahlreichen Fällen unwiderleglich dargethan worden, ohne vaß man solche Erscheinungen auf Ausnahme-Zu-stände bei den betreffenden Personen zurückführen konnte. Viele der Nahrungs - Artikel, welche von gewissen Personen niemals genossen werden dürfen, haben bei der ärztlichen Wissenschaft sogar einen ausgezeichneten Namen wegen ihrer LeichtVerdaulichkeit. Andere, wie z. B. Krebse und Hummern, werden freilich zu den schwerer verdaulichen gerechnet, stehen aber sonst gleichfalls soweit die Thiere an sich gesund waren in recht gutem Ruf. Und die leichtvervuulichen bilden vle ruße Mehrheit in dieser Klasse und umsahen auch alle die obenerwähnten Artikel. Hammelfleisch wird allgemein zu den gesundesten aller Fleischgattungen gerechnet und ist nicht mit Unrecht bei Athleten hochgeschätzt, und doch gibt es nicht Wenige, die es nie genießen können, ohne sofort und schwer daftr zu leiden. Auch die Auster steht auf dieser zwar nicht schwarzen, aber doch grau gesprenkelten Liste. In manchen dieser Fälle herrscht bei jenen Personen schon von Natur aus eine geheimnißvolle, lebhafte Abneigung gegen diese Stoffe, welche so weit gehen kann, daß u. A. manche Personen schon bei der Berührung, ja schon beim Anblick von Aepfeln und Erdbeeren sofort in Krämpfe verfallen. Man stelle sich ein Ehepaar vor. in welchem der Mann ein leidenschaftlicher Erdbeerenesser ist, aber dieFrucht nur ganz verstohlen genießen darf, weil seine Gattin beim Anblick der Erdbeeren ohnmächtig wird! Ein solcher Fall ist erst vor Kurzem in einer unserer westlichen Großstädte bekannt geworden. In anderen Fällen übrigens haben sol che Personen nicht' nur keine Abneigung, sondern eine hochgradige Vorliebe für die, ihnen Verderben bringenden Speisen und erleiden Tantalusquälen in der Sehnsucht nach denselben. so bestimmt sie auch wissen, daß sie für den Genuß schwer zu büßen haben. (Doch kommen ja auch beim Verhalten gegenüber allgemein anerkannten Giftstoffen beiderlei Extreme vor.) Wie groß die Liste dieser Stoffe eigentlich ist, daS hat man bis zum heu tigen Tage noch nicht festgestellt. Und noch weniger hat man eine sichere Erklärung für solche Wirkungen geben können, außer wo man sich einfach mit dem Wort Vererbung- darüber hinwegsetzen konnte. Das musikalische Hawaii. In ven Tagen unserer Sängerfeste mag der Blick auch nach unseren" Hawaii'schn Bsitzungen hinüberschweifen, soweit sie in melodisch Beziehung von Interesse sind. Und gerade in dieser Beziehung haben sie ein besonders hohes Interesse. Be such der Columbischen Weltausstellung konnten dies bis zu einem gewissen Grade ahnen, wenn sie die Königliche Hawaii'sche Kapelle hörten. Und aus Honolulu schreibt man neuerdings darüber u. A.: Gesang und Musik füllen einen überwiegend großen Theil im Leben der Hawaii'schen Eingeborenen auö und heben sie über so viele Beschwerden und grausame Enttäuschungen tröstlich hinweg! Obwohl zu befürchten ist, daß die alten hawaiischen Volkslieder, mit der entsprechenden Musik, sich nicht in eine ferne Zukunft retten werden, dürften si noch geraume Zeit durch mündliche Vermittlung von einer Generation auf die andere überaehen Und wie melodisch schmelzend ist die Sprache dieser Eingeborenen schon an sich! Fast noch mehr, als die italienische, ist sie schon von Hause aus
Vesang) beflehZ si: 'ösH fast'vollstSndig aus Vocalen. Man muß sie ö hören, um sie würdigen zu können. Unzertrennlich von der Liebe der Kinaeborenen zur Munk ist ihre Liebe
für die Blumen. Der ärmste Arbeiter unter ihnen schmückt sich unfehlbar am Samltaa Abend den Hut mit einem der bekannten Blumen-Gewinde (Leis), und wenn er dann noch seine Laute und außerdem ine in der Bluse versteckte Flasche Gin hat, so ist bis Montag früh glücklich; ln den meisten Fällen ist dann auch nüchtern genug, um sofort die Arbeit wieder aufzunehmen. Die zahllosen, in den eingeborenen Familien verbreiteten und noch allzeit von eingeborenen Herrschern gepflegten Lieder singen vor Allem von Lenz und Liebe" (gerade die KanälenSprache hat übnaus viele, zum Theil für Unsereins sehr überschwänglich klingende Zärtlichkeits - Ausdrücke), aber auch von allen andern würdigen Dingen. An Heldenliedern ist kein Mangel. Die Hawaiische NationalHymne", welch erst vom König Kalakaua componirt wurde, erinnert in der Versform einigermaßen an unserer America-, klingt aber viel melodischer. Auch den Fremden steckt das singende Hawaii schnell an. und ein Ukulele- (das einheimische MusikInstrument) gehört nebst den Blumenwinden zu den ersten Dingen, welche sich hier der Tourist zulegt. Wo daS Sold nachwächst". Im Allgemeinen wird das Gold zu den Naturprodukten gerechnet, die sich nie wieder erneuern, und ein Goldfeld, das einmal wirklich erschöpft ist. bleibt nach beinahe einstimmiger Annahme für immer erschöpft. Es giebt zwar Leute, welche allen Ernstes glauben, daß Gold und andere Edelmetalle wachsen", das heißt, wenigstens von außen her durch Anziehung anderer Stofftheile und Verwaltung derfelben in ihre eigene Natur, sich vergrößern könnten, ähnlicher Weise,, wie manches Gestein zu 'wachsen scheint. Doch wäre es wohl erst, wenn einmal das berühmte Goldmachen wirklich entdeckt sein sollte, an der Zeit, diesen Glauben in nähere Erwägung zu ziehen. Hierorts möge davon nicht weiter die Rede sein. Es sei nur darauf hingewiesen, daß es thatsächlich Localitäten gibt, wo das Gold, wie man sich in Volkskreisen ausdrückt, jedes Jahr wieder wächst", oder frische Lagerungen des Edelmetalls Jahr für Jahr zu finden sind. Diese Localitäten gehören allerdings nicht zu den meistgenannten unter den Goldgegenden, und man darf sich beileibe keine märchenhafte Vorstellungen von dieser GoldErneuerung machen. Aber, wie gesagt, etwas ist an der Geschichte, obgleich man den besagten Ausdruck, nicht, allzu streng nehmen muß. Zu den namhaftesten Distrikten dieser Art in Nordamerika gehört das Edmonton - Land im kanadischen Nordwesten. Hier entnehmen Jahr für Jahr Goldgräber in beschränkter Anzuhl, welche ihren ausschließlichen Lebens - Unterhalt aber keine Reichthümer daraus gewinnen, jedesmal nach den Frühlings - Hochfluthen aus denselben Uferbänken des Saskatchewanflusses. die sie in früheren Fällen gründlich abgesucht hatten, beträchtliche neue Quantitäten Goldes. Was sie aber nachgewachsenes Gold nennen, ist in Wirklichkeit weiter nichts, als Goldtheilchen, welche mit großen Men gen Schlamm und Sand durch die Hochfluthen aus den Gebirgen zugeführt werden. Gewöhnlich lagern dieselben nicht tief und sind Verhältnismäßig leicht zu finden. Dennoch ist der Gewinn aus dem Geschäft im Großen und Ganzen zu unbedeutend, um viele Mitbewerber auf dieses Feld zu locken. Beiläufig bemerkt, liegt einer der wichtigsten Distrikte, wo ähnliche Verhältnisse bestehen, in der chinesischen Provinz Hupeh und ist als solcher schon seit Jahrhunderten in einem gewissen Kreise bekannt. Es ist nicht daran zu denken, daß diese Stätten erneuerten Goldes jemals gefährliche Concurrenten vom Klondike - Distrikt u. s. w. werden könnten! DaS Thierjagen". Die Thierjagd (besser Tyrjagd) oder das Thierjagen- war ehemals ein eigenthümliches Ehegericht, das jetzt nur noch als Sage - und im Sprichwort fortlebt, vor Jahrhunderten aber wie Send" und Fehme" in ganz Deutschland zu Nutz und Frommen tyrannisirter Ehefrauen von tv Gemeinden gehandhabt wurde. Hatte ein Ehemann seine Frau miß handelt und wurde zu semer Bestrafung und Besserung eine Thierjagdverabredet, so versammelten sich die Männer und ledigen Burschen, vermummt und mit Peitschen, Topfdeckeln, Gießkannen Hirtenhörnern und anderen lautschallenden, mißtö nenden Schallwerkzeugen versehen, um Mitternacht vor dem Hause . deö Ehetyrannen. Dieser, nichts ahnend, wurde aus dem Bette geholt. Eine jämmerliche Katzenmusik mit Peitschengeknalle begrüßte ihn, und die widerlich abstoßenden Masken gewahrend, ward er bald inne, daß man ihm das Thier jage. Mit heiler Haut ging dies aber nicht ab. Seine Sünden wurden ihm vorgehalten, die er bekennen und Besserung geloben mußte, wobei Peitschenhiebe und Stöße jedes Wort begleiteten. . Den Uebelthäter mit sich führend, zog die Versammlung ".alsdann .unter lärmender Musik durch'ö Dorf, und das Sündenoekenntniß nebst Schlägen wurden vor den Wohnungen des Pfarrers, des Schultheißen und der Schöffen wiederholt. Zum Schlüsse bildeten die Thierjä-ger-ein Spalier, das an einem Bache oder .Teiche auslief. Durch dieses Spalier mußte der Delinquent Spießruthen laufen und schließlich durch das Wasser springen. In den meisten Fällen hatte dieThierjagd" das Gute, daß die geplagte Frau - von ferneren Mißdn,dlungen deI Lausts?ann.en
verschont vltev. Die Obrigkeit aber drückte diese eigenmächtige Justiz mehr und mehr nieder. Unter der Pfalzbayerischen Regierung wurde die Thierjagd" in Jülich-Berg zwar verboten, aber doch geduldet, und erst in neuerer Zeit vermochte man sie gänzlich
zu unterdrucken. j Der Name Tklerlagd" soll aus den Ursprung dieses Volksgerichtes hindeuten. In der mundartlichen Sprache des kölnischen Bezirkes bedeutet Di" so viel als böse Laune" oder Tob sucht" und daher hat man vielerseits angenommen, daß die Thierjagd" bedeutet die Tobsucht austreiben". Damit stimmt das Sprichwort jenes Bezirkes überein: Hä hätt et tood Dier am Liv", hochdeutsch: Er hat das böse Thier auf dem Leib", womit gesagt werden soll: er ist übelgelaunt. Doch ist das Thier hier nicht das gejagte, sondern das jagende, und in tu nein alten Kirchenbuche der Gemeinde Winterscheit findet sich als Merkwürdigkeit aufgezeichnet, daß im Jahre 1393 der Thier (Oirug) den Hans vom Howe, der seine Ehefrau mißhandelt, nächtlicher Weile zu Tode gehetzt habe. Die Thierjagd" ist also deutschheidnischen Ursprungs und das jagendeThier kein anderer als die germanische Gottheit Thor, auch Tyr genannt, der Gott der Schlachten und des nächtlichen Rumors. Früher besaß jedes Dorf für die Mummerei zur Tyrjagd eigene Larven oder Masken; noch in diesem Jahrhundert wurden solche von der Polizei beschlagnahmt, wie sie wohl hic und da auf den Gerichtsstubkn nebst Protokollen über Tyrjagden noch anzutreffen sind. Die ZZombc. Historiette von C. Cpielmann. Der alte Frit war Feinschmecker. Ein feiner Geist, ein feiner Gaumen. Sein Haushofmeister und Küchenchef in Sanssouci, Sieur Noel. ein in der Küchenkunst hochgelehrter und praktisch wohl erfahrener Franzose, kannte den Geschmack seines königlichen Herrn ganz genau und wußte' danach stets dessen Tafel zu beschicken. Zur Zufriedenheit des Königs zwar immer, nicht immer aber zu der der alten Generale, der Theilhaber seiner Siege -und seines Kriegsruhmes, die der König oft um seine Tafel versammelte. ' Die Zunge dieser alten Helden des Feldlagers fand an den Finessen der französischen Kochkunst wenig Freude, namentlich nicht die des alten Husaren Hans von Zieten. Sein etwas derber Geschmack vermißte an der Tafel seines König? allzeit schmerzlich ein gutes Gemüsegericht, schön weich in passendem Fett geschmort, angemessen gesalzen und gepfeffert und mit entsprechender Fleischbeilage versehen. Zieten, Er ist ja heute wie ein Q an didat der GotteSgelahrtheit, der bei sei nem Patron zu Tische ist und vor lau ter Respect die Gabel nicht zu rühren wagt. Ist Er krank und hat Er keinen Hunger mitgebracht, oder schmeckt's Ihm nicht bei mir?" sagte der König bei einer solchen Tafel, woran er mit seinen alten Feldherren zumeist sehr cordial und ganz saus facon verkehrte, zu dem alten Neitersührer. Krank. Majestät? Nee! Krank ist der alte Hans von Zieten nicht, Maje siät, und Hunger Hütte er auch schon rechtschaffen mitgebracht, wie sich 's ziemt wenn sein König ihn zu Tische ladet. Aber, Majestät wollen gnädigst verzeiden, das Geschlecke? heute geht mir rvie der einmal gänzlich wider den altmärkischen Strich, wenn ich's ehrlich sagen soll." . Hm!" meinte der König lächelnd, ganz verstehe ich Ihn und seinen Ge schmack zwar nicht, aber, sage Er doch, woran's für Ihn hier fehlt?" An einem guten Gemüsegericht, Ew. Majestät zu Befehl, an einem Gericht, an dem sich eine preußische Zunge und ein preußischer Magen erfreuen können. Ein solches Gericht soll Er haben an Seine? Königs Tische, Zictcn. Komme er nur am Sonntag wieder zu Tische mit einem redlichen Appetit und einem rechtschaffenen Hunger. Hat Er oft genug für Seinen König gehun gert, kann Der ja auch einmal für Ihn hungern und zusehen, wie's Ihm schmeckt; denn weiter, als sein Gemüsegericht, wird's am Sonntag wohl nicht viel geben, und ich fürchte, ich werde darauf verzichten." Am nächsten Morgen saß der König, von seinen Windspielen umgeben, am Schreibtisch, als der Kammerhusar den befohlenen Sieur Noel meldete. . Mein lieber Noel," redete der König seinen Küchenchef an, Er weiß, wie sehr ich Seine Kunst schätze, an dem mich erfreue, was Er auf meine Tafel schickt. Aber da sind meine alten Ge neräle. meine Tafelgäste, da ist besonders der alte Zieten, dem der Mund nach einem Gemüsegericht wassert. Gut in Fett geschmort, gut gesalzen und ge pfeffert, mit entsprechender Fleischbei läge versehen. Er wird zum Sonntag ein solches Gemüsegericht schaffen müs. sen. Auf mich braucht Er dabei keine Rücksicht zu nehmen, ich werde auf die sen Genuß von vornherein verzichten. Wird Er das Gericht leisten können?" Sieur Noel legte seine Stirn in Denkerfalten und sann einige Augen blicke nach. Majestät!" sagte er dann mit dem Vollbewußtsein seiner Künstlerschast, Majestät! Ich werde das Gericht er. finden, schaffen, und so, daß auch Ew. Majestät Zunge daran sich lehen soll." Ich zweifle nicht daran", entgegnete der König, Seine Künstlerschaft ist ja so groß " Wie Ew. Majestät KriegSruhm!" fiel der Küchenchef etwas respektwidrig dem König in die Rede. Lächelnd machte dieser eine gnädig entlassende Handbewcgung. Die Ta felrunde deS Königs war am Sonntag versammelt. .Nun, Zieten", wandte der König sich an den alten Husaren, als eine Schüssel servirt wurde, auf der ein grobes Etwas von grünlich.weißlicher Färbung prangte, das einer oben und unten ein wenig abgeplatteten Kugel glich, nun. Zieten, da hat Er Sein beaehrtes Gemllsegerit. Bombe & la
Saroanaval yat es Steur Noel getauft. Es ist von ihm eigens für Ihn erfun den, und er und ich hoffen und wün. schen damit Seinen Geschmack getroffen zu haben. Sei Er der Erste zum Angriff. Vorwärts also zur Attaque!" Der alte Feldherr betrachtete das sonderbare Ding mit kaum verbebtcm
Mißtrauen, wenn ihm auch dess:n Tust sehr lockend und einladend in die aje zog. Zögernd nur senkte er den Löffel ein und legte sich vor, mit dem Probiren wartend, bis auch der König und die anderen Gäste würden bedient sein. Doch: Haue er ein, Zieten, auch hier als der Erste, wie er s ,a so oft in mancher Schlacht gethan hat!" com mandirte der König. Ich bin gewohnt, zu gehorchen. Majestät, wenn das Eommando gegeben ist!" entgegnete der General und ließ die Gabel spielen. Anfangs behüt sam, zaghast fast. Nach einigen Bissen aber schon aß er eifrig, seine Augen glänzten von freudiger Erregung und als .der mit lächelnder Miene ihn bco bachtende König sragte: Nun. Zieten?" versetzte er entzückt: Unvergleich. lich Majestät, ganz unvergleichlich! Deutsche Kraft und Stärke gepaart mit französischer Finesse, französischem Naf. finement! Diese Bombe ist so köstlich, daß auch erlauchte Geister, wie Ew. Majestät, daran sich letzen können." Ei, Zieten! Er wird ja zum Dichter, da muß die Bombe allerdings wirk lich köstlich sein. So Probiren denn auch Wir einmal!" Der König wurde bedient, aß, und auch seine Augen begannen zu leuchten. Wahrhaftig! Er hat Recht, Zieten. diese Bombe ist so herrlich, daß sie auch Mich zum Dichter machen könnte, wie sie Ihn dazu gemacht hat!" rief er. Ihrem Schöpfer soll denn auch ein Lohn dafür zu Theil werden, wie ihn noch nie ein Küchenkünstler empfangen hat!" Um elf Uhr -am nächsten Vormittag meldete auch heute wiederum der Kammerhusar den befohlenen Sicur Noel. Mein lieber Maiire d'Hotel," redete der König seinen Küchenchef in gnädigster Weise an, Seine Bombe a la Sardanapal gestern war einnq, großartig, so großartig, daß sie nicht bloß memen alten Zieten, sondern auH Mich begeistert hat. Ganz bin Ich ihren Grundsubstanzen Ich muß da? leider bekennen! nicht auf den Grund gekommen. Was war es eigentlich? Natürlich soll es Sein freier Wille sein. es mir zu sagen. Man soll die Wer! statt'Geheimnisse der Künstler respecti ren. Indessen meine Ich, es sei ein Kohlkops gewesen, unter dessen Blät tern kleine Würstchen steckten?" So ist es.- Majestät. Es war ein simpler Kohlkopf mit kleinen Würst chen." Nun, mein lieber Sieur Noel. um desto mehr Ruhm für Ihn. Mit klei nen Mitteln Großes zu schaffen, das ist ja das Entenum der wahren Künstler schaft. Bitte Er sich eine Gnade aus. eine Belohnung für Sein Kunstwerk." Die Gnade um die rch Ew. Maze stät bitte, ist allein Ew. Majestät Gnade! Eine Belohnung? galten Ew. Majestät meinem 5künstlerstolz zu Gute, wenn ich diese darin nnde. meinem er habenen König durch meine Kunst einen Genuß für euren winzigen Moment be leitetet zu haben." Ueber des Königs Gesicht flog ein be friedigtes Lächeln. Er ist ein echter Künstler, mein lie der Sieur Noel. Als Künstler soll Er denn auch für Sein Kunstwerk. Seine Bombe & la Sardanapal, von Seinem König belohnt werden. Da! Nehme Er! Auf diesen Blättern hat Sein König Ihn und Sein Werk in Seiner Sprache besungen." Und der König reichte lächelnd seinem Küchenchef ein paar von seiner Hand eng beschriebene Blätter hin, welche die Ueberschrrft trugen: A Sü;iir Xoel, Mnitre d'Hotel und auf welchen der Königliche Dichter m französischer Sprache in 138 elegant gebauten Versen mit kunstvollen Reimverschlingungen den Sieur Noel und denen Werk, die Bombe a la Sardana pal, besungen und verherrlicht hatte. Der überraschte und entrückte Kücken künstler nahm die dargebotenen Blätter aus der Hand des Königs und drückte sie an sein Herz und seine Livven. So entstand das Gedicht des alten Frit): "A Sieur Noel. Maitre d'Hotel", das in den Werken des Philosophen von Sanssouci aufbewahrt worden ltt. Gedankensplitter. Einsehen, daß man beschei den ist. heißt es zu sein aufhören. Manche Leute machen ein recht dummes Gesicht wenn sie ge lehrt ausschauen wollen. Wer in Hülle empfangen hat. fühlt's oft am bittersten, wie inhalts leer dieses Leben ist. Mancher wird für einen Phi losophen gehalten, weil er etwas Selbstverständliches unklar auszu drücken versteht. E S gibt Naturen, die nur für andere klug sein können. Mancher sitzt auf hohem Roß-, ohne die Mittel dazu zu haben. Andere wieder hätten die Mittel dazu und begnügen sich mit einem Stecken-Pferd.-I n d e n Thränen eines schönen Weibeö ertrinkt die männliche Willenskraft. Keine Liebe ist so wenig heiß, daß ,man sich nicht die Finger dabei verbrennen, könnte. Schlau. Madame (unvermuthet von der Reise zurückkehrend): Wie, Sie tragen mein blaues Kleid, Anna?- Dienstmädchen : Gerade hatte ich es angezogen, Madame; ich wollte einmal sehen,' ob ich auch so eine schöne Figur hätte, wie Sie!" BoshafteFrage. Haben Sie schon gehört? Ich bin im Theater zu einer der Hauptrollen in dem neuem Schwank Die Schöne und die Häßliche engagirt!" Eollegin: Ich gratulire, apropos, . wer spielt denn die Schöne? . .. . . ..
Sitze fä)Bü&)t
Z) und
Uttbcrdaulichkeit und Kopfschmerzen. ZIk. August Köniz'z gsnilüzrgkr Cwpstn siärkcn, rkguliren und heilen.
A resident of Shawnee, Tennessee, tays : " I want to teil of the bcnefit I reeeived frorn tating KopM TaiWtes, My stomach had got into such a fix I could not digest my victuals at all ; everything I ate I threw up, vrith great paios in my ehest and beweis. I tried several doctors, who did me no good. At last, after spending about $75, a friend advised me to try Ripans Tabules. I commenced taking them and soon I could eat almost anything, and I had the satisfaction of knowing that what I eat ' would stay witli me.' I am grateful for such a medicine, and I . hope before many years it will have place in tbe bouse of every family in tbese United States."
Oo VusranV. Eine verwegene Flucyi zu Wasser unternahmen die im Garnisonlazareth zu Diedenhofen untergebrachten Soldaten Küsters und Neele. Nachdem sie unbemerkt aus der Heilanstalt entkommen, bestiegen sie den dort vor Anker liegenden großen Kahn der Sanitätsoffiziere und fuhren stromabwärts, vermuthlich nach dem Großherzogthum Luxemburg zu. Vor Ausführung ihrer Flucht verübten sie im Lazareth mehrere Diebstähle an Kleidungstücken und Vaargeld, Küsters, welcher sich wegen eines Augenleidens im Lazareth befand, hatte bereits fünf Jahre in der französischen Fremdenlegion gedient und war dann nach seiner Entlassung freiwillig zu seinem jetzigen Truppentheil zurückgekehrt. Neele, welcher noch Rekrut ist, erlitt bereits eine Vorstrafe wegen UrlaubsÜberschreitung. Bisher hat man weder von dem Kahne, noch von seinen Insassen etwas in Erfahrung bringen tonnen. I m Cirque du Nord" in K 0penhagen ereignete sich ein trauriger Vorfall. Ein deutscher Artist, der den noni de guerre" Pelombargos führte, in Wirklichkeit Emil Kunhe hieß und der Sohn eines in Berlin wohnhaften Tischlers war, war während' der Vormittagsprobe mit der Einübung eines schwierigen Kunststückes, das darin bestand, Balance auf mehreren über einander gestelltenStühlen zu halten, beschäftigt, als er plötzlich ausglitt und zu Boden fiel. Obgleich die Höhe gar nicht bedeutend war, blieb er bewußtlos liegen. Seine Kameraden eilten ihm zu Hilfe und sorgten für seine Ueberführung in's Hospital. Hier constatirten die Aerzte, daß das Rückgrat gebrochen und daß im unteren Theile des Körpers vollständige Lähmung eingetreten sei. Der Unglückliche konnte, als er wieder zum Bewußtsein kam, nur noch einige Worte stammeln. Am folgenden Tage erlag er seinen Leiden. Von unbegreiflichem Aberglauben zeugt eine That, die in einer Ortschaft bei Rosenberg in WestPreußen vorgekommen ist. Eine dort wohnende Jnstmannsfrau .r?ar lange Zeit sehr nervenkrank. Vergeblich hatte man bereits allerlei Mittel angewandt. Auch eine sogenannte Wunderdoktorin, die man zu Rathe zog und die sich dafür gut bezahlen ließ, brachte keine Hilfe. Endlich gab eine kluge Frau vor, die Ursache des Leidens und gleichzeitig auch die Mittel zur'Heilung entdeckt zu haben. Die Kranke war nach ihrer Meinung von einer genau bezeichneten Nachbarin behebt" worden. Um gesund zu werden, sollte sie sich das Gesicht mit dem Blute der Hexe einreiben, ferner ein Stück von deren Unterrock verbrennen und die Asche in einer Flüssigkeit trinken. Die Kranke war sehr bald davon überzeugt, daß diese Kur die allein richtige sei. Unter einem Vorwande wurde die vermeintliche Hexe an das Bett der Kranken gelockt. Hier wurde die nichts böses ahnende Frau von der Tochter der Tochter der Kranken festgehalten, wäh rend diese selbst ihr unter Aufbietung ihrer schwachen Kräfte das Gesicht zerkratzte. Auch wurde ihr ein Stück vom Rocke c.bgerissen. Diese That hat insofern einen Erfolg für dre Kranke gehabt, als sie später, nachdem sie durch ärztliche Hilfe hergestellt war, die Frau reichlich entschädigen mußte. -
verursacht Fünfzig Jahre unermüdlichen deutschen ötrebens in Indianapolis von TttEODOK STEMPFEL. Kest-Schrist zur Feier der Vollendung deö Deutschen Hauses Brochirt 50c ; gebunden 51.00. Postporto betragt 16e. 11 (aBen in fest Offiz dir .Tribüne. (Xann ch cet cet P. xudci o., tn in utpee cci .xeicgtapg m Teutsch Haust gtkaust werden.) Unterstützt die i-iii umn betriebe tonnTltcioB SssSmSdche. No. 232 238 Virginia Avenue. C ürntmTflC. &tarr,
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