Indiana Tribüne, Volume 22, Number 297, Indianapolis, Marion County, 16 July 1899 — Page 4
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(Erscheint Täglich und SornZzz?. Vt tägliche .Tribüne- kostet dirrch ben Xxlm i tut per Woche, die ontagSrriba-ö Seats per Woche. Leide ,s? 15 Etl ,n M Cents per st et. Per Voft uinhalb U muh plgeschi tm ,rati,tzlnz P pv aa. Omni 10 Oüd Vlabs Cä Indianapolis, Ind., 16. Juli 1899. ÄniillM JJsniiÖcrci. DieS ist die Zeit, in welcher die Leute, welche eS dazu haben, auS der Stadt fliehen und in die Sommerfrische gehen. Dabei sind die Geschmacker sehr verschieden. ES giebt Sommersrischen, in denen man sehr diel Sommer und sehr wenig Frische antrifft und wo die Eintönigkeit und die Langweiligkeit so massenhaft vor Händen sind, daß man sie ganz um sonst bekommt. Ich kenne solche in nicht sehr großer Entfernung von 3n dianapolis. Ich war einmal in einer solchen und hielt eö gerade drei Tage auS. Dann war mir alle Irische abbanden gekommen und ich ging nach Hause. ES ist komisch ! Da giebt eS Plähe, wo übelriechendes und schlecht schmeck, endeS Wasser dem Boden entquillt Der schlechte Geruch und der schlechte Geschmack genügen vollständig, um die Leute zu überzeugen, daß daS Wasser eine gewisse Heilkraft habe. Und nun lvird d?r Ort, wo eS daö Wasser giebt, zur Sommerfrische. Da gehen die Leute hin, quartieren sich in einem Hotel oder einem Kosthause ein, begnügen sich mit einem einzigen Zim mer, schlafen in einem harten Bette, genießen eine Kost, die sie nicht gewohnt find und ihnen oft gar nicht zusagt, langweilen sich den Tag über auf einer heißen Veranda, weil sie nirgends sonst ein schattiges Plätzchen finden können. gehen Morgen? oder Abends auf einer staubigen, öden Landstraße spaVslna.M &A.tfl1S.M fonitfi jlCiElI, Ull UUlllll ttUHttVlU VUtMVfr, freuen sich herzlich, wenn sie einmal ein paar schöne Bäume, oder ein Wasserchen sehen, und reden sich dann ein, daS sei eine Erholung. Wenn sie dann nach einigen Wochen heim kommen, dann sagen sie so oft, daß sie sich köstlich amüsirt haben, bis sie es selber glauben. Mein Stschmack ist daö nicht. Ich finde nirgends die Zerstreuung, die ich zu Hause finde, nirgends die Bequem lichkeit, nirgends daS mir so zusagende Essen und ich schlafe in keinem Bette so gern als in meinem eigenen. Und die Luft? Wir haben hier Massenhaft davon, und fi? ist so rein und so gut, wie sie für eine Sommerfrische brauchbar ist. Freilich in der Mitte der Stadt, wo die hohen Stein-Eisen und Backsteinhäuser stehen, da stimmt sie im heißen Sommer nicht sehr poetisch, aber in den äußeren Stadttheilen, entfernt von den Fabriken und namentlich in nördlichen Theile der Stadt läßt sie wenig zu wünschen übrig. 3a, wenn man Zeit und Geld hat, inS Hochgebirge oder an den Strand zu gehen, das lasse ich mir gefallen, aber um eS genießen zu können, muß man nicht nur Zeit und Geld, sondern auch viel Zeit und viel Geld haben. dann lasse ich mir die Sommerfrische schon gefallen. Wenn ich aber sage Strand, dann meine ich nicht den Strand deS White River, der auch von Sommerfrischlern heimgesucht wird. Von Sommerfrischlern, die sich da ein Zelt aufstellen und darin campiren. Sonderbares Vergnügen ! Sonderbare Phantasie, die das ein Vergnügen nennt ! Vielleicht ist'S ein Vergnügen, vielleicht hat die dumpfe Luft in dem kleinen niedri gen Zelte etwas besonders AngenehmeS, vielleicht hat die Gesellschaft der MoSkitoS und anderer Blutsauger ihren besonderen Reiz, aber ich muß gestehen, ich habe kein Verständniß da für. Für einen Langschläfer scheint mir ein solcher Aufenthalt schon gar nicht daS Richtige und ein Freund vom Frühausstehen bin ich nicht. Indeß 3ed.?r nach seinem Geschmack! Und da ich Keiner von Denen bin, welche der Mode halber sich gerne eine Unbequemlichkeit auferlegen, so genieße ich meine Sommerfrische in Indiana poliS. Der Plauderer. Dampfer - Passage nach und von Europa. Für Fahrkarten auf allen Linien wende man sich an P. Psisterer, No. 26 VirglmaAve. Thau'S Pumpernickel, Roggenbrot, Sättigt, macht die Wangen roth ! Zu haben No. 861 HoSbrook Str.! und Marktstand 122. BernhardThau.
Der Klavierspieler.
Von (Gabriele ZapolSka. jfal Julian blieb ganz allein am Klavie; zurück. Alles hatte sich zum Abendessen in die anstoßenden Zlmmer begeben. Stimmenaewirr, Lachen, Gläser klingen und der Geruch einer guten Ztuche drangen herüber. Julian stand auf, rückte den KlaViersessel weiter und wischte sich die schwelkige Stirn. Er wagte es .nicht, sich vom Klavier zu entfernen, als ob er fühlte, daß nur dieses kleine Stuckchen Parkettboden für ihn bestimmt sei. Er reckte die müden Finger, daß sie in den Gelenken knackten, und sah sich mit mattem Blick in dem leeren Salon um. Am Fußboden lagen wie auf einem Schlachtfelde Fetzen von Spitzen, derschiedenfarbige Federchen herum. Neben einem umgeworfenen Stühlchen lag eine Tanzkarte. Julian schaute das alle5 wie geisiesabwesend an. Seine Mundwinkel zuckten nervös, und seine Brust athmete schnell. Er war ein junger Mensch, der kaum dreißig Jahre zählte, aber das Leben hatte ihff schon müde gemacht. Umränderte Augen, eingefallene Backen erzählen von durchwachten Nächten, an der Klaviatur zugebracht, die ihm wie ein blutdürstiges Thier ihre weiße Tasten entaegenstreckte. Die vierzehnte Nacht spielt heute Julian zum Tanz er fühlt seine Hände kaum und schauert vor Mattigieit. Aber was soll er machen? Zu Hause seine Frau, Annchen, die Arme, ein unbeholfenes Geschöpfchen; er muß ihr doch einen warmen Winkel, Essen und Kleidung schaffen. Sie kann nicht verdienen! M, du lieber Gott, wie denn? Die Tochter eines Beamten, im Pensionat erzogen, ist sie doch zur gewöhnlichen Arbeiterin nicht geboren. Es ist schon genug, wenn sie ihm einen Pantoffel für die Ubr stickt oder eine Bettdecke häkelt. Er nimmt es ihr auch nicht übel o, Gott bewahre! Er liebt sie sehr. . . . sehr, und gern würde er noch zwanzig Nächte hintereinander spielen, aber heute geht es gar nicht recht, die Finger sind steif, die Arme -sind wie gelahmt, und vor den Augen tanzen tausend Fllnkchen. Und der Kopf . . der glüht wie eine Kohle, und der Durst quält ihn unaufhörlich. Im Winkel hinter ihm steht eine Fächerpalme, er streckt die Hand aus. reißt ein Stückchen vom Blatt ab, steckt es in den Mund und kaut daran. Es kühlt ihm die Lippen. Im Speisesaal gehles immer lauter zu. Man läßt die schönen Damen" hochleben, wofür sie mit Lachen danken. Julian sieht unruhig nach der Thür. Ist es in diesem Hause nicht Sitte, daß man dem Klavierspieler etwas zu essen giebt? Nicht für ihn o nein! Er ist nicht einmal hungrig . . . aber . . . für . . . sie . . . für Annchen! Sie wartet dort gewiß auf ein Stückchen Torte oder eine Mandarine, die er ihr täglich gegen Morgen in der Tasche des abgenutzten Fracks mit dringt. Sie setzt sich dann gewöhnlich im Bett -auf, vom Schlaf geröthet und warm, streckt ihm die Händchen entgegen und fragt: Was gab's zum Abendbrot?" Sie ißt dabei die Torte oder schält die Apfelsine, ohne die Augen ördentllch zu offnen, wahrend er sich semes Ballstaats entledigt und ihre Fragen beantwortet. Und wie oft muß er lügen! Kann er seinem Aennchen bekennen, daß der engagirte Klavierspieler- höchst selten am Tisch der Herrschaften einen Platz erhält? Daß er nur selten weiß, was es zum Abendbrot giebt? Am häufigsten bringt man ihm kalte Ueberbleibsel in den Salon und stellt it aus's Klavier, alles aus einen Teller Kuchenkrumel und tm kleines Gläschen Wein. Manchmal bringt ihm Der wiener weder Gabel noch Messer, weil er diese Werkzeuae der Civilisation für überflüssig hält manchmal ist zerronnenes Eis oder Creme mit der Fleischsauce vermengt. Manchmal bringt man, außer einem Glas Thee und hartem Zwieback, gar nichts . . . . )as kann Julian seiner Anna Nicht erzählen. Sie hat es überhaupt nur sehr ungern zugegeben, daß sich Julian während des Carnevals engagiren ließ. Zum Theil war es Stolz, zum Theil Eifersucht, die sie davon abschreckten. ,Du wirst zum Tanz aufspielen wie kin Leiertastenmann," sagte sie, ein vrv. l 1 cauicyen zieyeno. Er erklärte ihr. dan es keineSckande sei, denn viele seiner Collegen aus dem Conservatorium thäten dasselbe. Er sagte es und doch bebte seine Stimme, denn er fühlte, daß es ihm schwer fallen würde, sein Talent der tanzenden Menge zum Opfer zu bringen. Aber das Elend stand vor der Thür, er verlor immer mehr Stunden, denn oie Kinder mußten nach den Kmderbällen ausschlafen und hatten keine Zeit zum Ueben. Er vermeldet den Blick seiner Frau. reinigt seinen Frack, den er sich zur Trauung angeschafft hat, mit Benzin und besieht seine vergilbte Kravatte. Sie faßt ihn ungnädig und böse am llrm ... Ja! Du gehst hin, um den Damen den Hof zu machen! Ich weiß schon... ich habe solch ein Gesühl, was daS sein wird! Denn wie alle Frauen, glaubt Anna, daß ihr dürrer, hustender, mer Julian alle Damen" entzücken muß und oad er sie dasur anbetet. .. . . ,
Die DanIZn aber lachen unV amil-
siren sich indessen, wiegen lhre schön frisirten Köpfchen nach der letzten Wal zermelodie, die sie noch in den Ohren haben, hin und her, und denken nicht im Entferntesten daran, daß dort im leeren Salon ein Mensch zurückgeblie ben ist, dessen abgemagerte Hände die Melodie hervorgezaubert haben . . . Und dieser Mensch steht mit gesenk. kem Kopf da, von Licht überstrahlt, und blickt mit gläsernen Augen vor sich hm. . 5 5 5 Endlich erhält der Lohndiener auS der Hand Fräulein Pelagjas, die hier die Wirthschaft leitet, ein kleines Tellerchen, auf dem neben einem Huhnerkotelett ein Stückchen Torte und eine tn Zucker getauchte Apfelsine liegt . Bring das dem . . . dort! . . Sie zeigt nach der Salonthür. Der Diener geht schon, da ruft sie thn noch einmal zurück. Da! Gieb ihm noch das!" Sie legt noch einen Knallbonbon da ZU. Er muß hungrig sein", sagt sie gutmüthig. Fräulein Pelagja hat ein gutes Herz und ißt gern gut und viel. Der Diener zuckt die Achseln. Er ist nicht hungrig, denn er hat sich an der schwedischen Schussel tüchtig satt gegessen, und Kaviar hat er einen halben Teller verzehrt. Unterwegs nimmt er schnell die Apfelsine vom Tellerchen und steckt sie in die Tasche. Dann stellt er den Teller voller Würde auf's Klavier, macht sich an den Lampen zu schaffen und - stellt die Stühle gerade. Julian besieht das Tellerchen. Er bemerkt die Torte und den Bonbon. Er beruhigt sich etwas. Seine kleine Tyrannin würde ihm niemals verzeihen, wenn er mit leeren Händen käme. Sie ist dann den gern zen Tag verstimmt, und manchmal will sie mit ihm nicht einmal sprechen. Sie glaubt nämlich, daß er sie in der Aallatmosphäre vergessen habe und was viel schlimmer ist daß er an eine Andere denke. Du hast gewiß nur die dekolletirten Damen angestarrt! O. widersprich mir nicht . . . Du hast Dich gewiß Vorzuglich amüsirt, besonders während des Essens!" Mein Gott! Wenn sie wüßte! Julian nähert sich dem Tellerchen"; er fühlt, daß er etwas essen müßte, denn die Kräfte verfugen ihm, und die Nacht ist noch so lang ... so unendlich lang ... Er versucht das Kotelett, aber dieses kalte, gehackte Zeug erscheint ihm tmfach eklig. Mit der größten Anstrengung schluckt er kaum den ersten Bissen hinunter. Jetzt ist es ihm am meisten darum zu thun, die Torte und den Bonbon zu verpacken; Papier hat er zu diesem Zwecke stets bei sich. Annchen sorgt schon dafür, daß ein reiner Bogen rn die Tasche des Fracks wandert. Für Annchen, zur Torte,- sagt sie dann zärtlich. In ihrer Einsalt glaubt sie, daß kein Ball ohne Torte stattsinden kann. Julian schaut nach allen Seiten und begegnet dem impertinenten Blick des Dieners, der die Stuhle aufstellt. Der starke, rothe, gutgenährte Kerl sieht den elenden Klavierspieler mit lo Mischer Ironie an. Und so stehen sie sich gegenüber, die beiden zum Vergnügen Anderer für die Nacht Gemietheten und Bezahlten' Der Eine giebt sein Talent her, unterdrllckt den Gottesfunken in dem Tempo von Walzern und Polkas von der Dämmerung bis zum Morgengrauen, in kaltemSchweiß gebadet; der Andere seine breiten Schultern, seine Gestalt, seine unverschämte Arroganz und seine brutale körperliche Kraft. Sie sehen sich eine Welle an. und Julian beneidet Jenen um seine starken Muskeln und seine strotzende Gesundheit. Wenn ich solche Kräfte hätte" denkt er. ich könnte noch zwei Wochen hintereinander spielen .... Annchen könnte sich eine Frühjahrsjacke kaufen, und die Wohnung wäre auch bezahlt. Aber der Gedankensaden reißt plötzlich in seinem kranken Kopf . . . Was werde ich ihr heute sagen? denkt er weiter, was soll ich für das Abendbrot ausdenken? .... Koteletts . ... das weiß ich schon, aber was noch? Was noch? Er hebt die Hand gegen die Stirn. Was noch?" sagt er fast laut. Der Diener hebt erstaunt den Kopf. Nichts! sagt er hinausgehend; das, was man mir gegeben hat, das habe ich gebracht. Drin ist noch Mayonnaise und. Rehbraten . . . aber das ist für die Herrschasten. . Julian sieht ihm mit gläsernen Augen nach. Mayonnaise . . Kotelettes . . Rehbraten . . sagt er mechanisch. gut, daß ich es weiß . . . daß ich es weiß ... daß ich es nur Nicht vergesse . . . die Gedanken verwirren sich so et' genthümlich in meinem Köpf." Er setzt sich wieder an's Klavier und athmet schwer. Er ist leichenblaß, und die Schläfen brennen ihn. Eigenthümlich! Eigenthümlich sagt er zu sich selbst, was ist mir nur? . . . was ist mir? . . . o mevi Gott . . Er springt plötzlich auf. Die Torte ! . . ." Er hat die Torte vergessen. lEr nimmt schnell das Papier und wickelt die weiche, zerschmelzende Masse hinein, bedeckt das Packetchen mit seinem alten Cylinderhut und setzt sich wieder auf seinen Platz. &o sitzt er eine lange Wnle unbeweglich da. Da vlHducb Ichrlckt er zusammen.
denn in der Thür erschallt der lauU
Ruf: Einen Mazur!" Und unter seinen mageren Fingern erdröhnt e:n Mazur viele Paare strömen in den Salon mit rauschenden Schleppen, lachend, flirtend, einen Geruch von Puder und Veilchen um sich verbreitend. Man tanzt lustig, frisch, wild. Die Paare drehen sich, vermengen, lösen sich; die Federn aus den Köpfen der Tanzerinnen heben sich wie Schmetter lingsflügel. Jetzt ist der Mazur in einen Walzer übergegangen, und alles tanzt wieder in sinnlichem Rausch. Es ist ein spanischer Walzer, der von schwarzen Agen und Kastagnetten erzahlt . . . Julian spielt ihn in fieberhafter An strengung, schließt die Augen und zuckt von Zelt zu Zeit nervös mit denSchul tern. Ja. ja. dieser spanische Walzer ist seine Composition damals, vor vie len Jahren, als er von einem glücklichen Leben in Harmonie. Ruhm. Freiheit träumte ... Und diese von ihm geliebte, verzar telte Melodie dient jetzt dazu, einige Paare, die sich im Takt drehen, zu be gleiten, als wenn es Puppen im Leier tasten wären. Und plötzlich glänzen zwei große Thränen in seinen Augen, und wie er den Blick senkt, rollen sie über seine bleichen Backen. Die Melodie des Walzers wird im mer leiser und langsamer. Ein junger Mann, der niaitre le plaisir. stürzt an's Klavier. Aber. Sie schlafen ja!" ruft er, .lustig, laut!" Die Thränen fallen vom Gesicht des Klavierspielers aus vie votxt iaoia tur. Schön, mein Herr! . . Lustig! . . .' Wiederholt Julian mit bitterer Ironie, und mit einem letzten Kraftaufwand sängt er wieder zu spielen an. Die Paare tanzen wie rasend. . . Es ist schon heller Tag, als Julian !n's Schlafzimmer tritt. Das graue Winterlicht füllt das kleine Zimmer aus. das mit einfachen Möbeln vollgestellt ist. Im Winkel steht ein Toilettentisch mit einer Puderbüchse, einem Näpfchen Cold - Cream" und einer Flasche Eau de Cologne. Auf dem Fenster lila Hyacinthen und ein trauriger, einfa. mer Kanarienvogel. Julian ist nur mit Mühe nachHause y rr- ',, ... tt" gekommen, ist zittert am ganzen nvrver und ist mit kaltem Schweift beT - " " ' deckt. Als er die Thür öffnete, war er fast ohnmächtig. Er dachte, er müßte hm stürzen. Er ist doch heimgekommen, und jetzt steht er am Bett seiner Frau und hält sich mit einer Hand daran reit. Mit ver anderen zieht er die Torte, den Bonbon und einen Cotillonorden, den er im Vorzimmer funden hat. aus der Fracktasche. Anncken schla t Nicht mehr. Rosiq. mit hellem Haar, das über der Stirn zerzaust ist. sifet sie im Bett und knöpft sich aus derAchsel das Hemd ZU. Sie zieht ein Mäulchen, wie ein klei nes KlNd, das aus dem Schlafe aufwacht. Was aab's zum Abendbrot?" fragt fle, oyne otc Augen ganz zu ü,,iicii. t c c ... " rc Julian antwortet nicht. Er ist leichenblaß und preßt die Lip pen zusammen. In der Brust und im Kopf fühlt er eine eigenthümliche Leere ' . . i-W . Prf-. l 1 P und ve: Boven emfcvwrnoel fernen Füßen. Die Torte', ruft Anna und ftreal die Hand aus. Das Päckchen mit der Torte entfallt seiner Hand auf die Bettdecke. n pi C . Änna greif! muiniuD mn uno oe fühlt es. Sie lächelt befriedigt. Gut , sagt sie. aber was gav'ö ZUM Abend. . . Julian ist plötzlich zu ihren tfe auf den Boden gestürzt, kalt, van dem Schein des Wrntermorgens hell ve leuchtet. An der Stirn sind ihm die Haare vom Schweiß festgeklebt, sie hat grun liche Streifen, wie man sie bei todten sehen kann. Durch den Fall ganz wacygeruttelt. stürzt Annchen aus dem Bett. Die Torte fällt ihr aus der Hand und entsetzt starrt sie lhren bewußtlo sen'Mann an, dessen Gesicht marmor blaß ist. Julian, Julian!" sagt sie endlich. .also so gut amusirst Du Dlch dort, daß Du betrunken nach Hause kommst? . . Steh' aus! . . . Steh' aus! . . . Du . . Leichtsinn! . . Aber er liegt regungslos da. Unter den halbgeschlossenen Lidern glänzen die gläsernen Augen, die in's Leere starren. . . Aus dem Tagebuche einer höheren Tochter. Gestern war ich wieder bei einem ästhetischen Thee. Es war sehr langweilig. Warum wiro man nicht auch einmal zu einem un ähetischen Thee geladen?" Der Anfanq vom Ende. Ein Ehepaar, das sich auf der Straße I jjcyiugc yai, cricgcini IN egleliung -1 - 3 CV r c erk r , ;;fi ci rj nr . ... eine rncunocs aus oer Pollzeiwacye. und der Polizeilieutenant wendet sich an den Freund mit der Frage: Sie haben dem Anfang des Streites beige wohnt?" Gewiß! Vor zwei Iah. en!" Was. vor zwei Jahren?Na ja. ich war doch auf der Hochzeit der Beiden." Unnöthiae Warnun. Thierbändiger: Wer mir hier in den Käfig folgt, dem zahle ick sofort 100 Mark." Schneitxrfrau (m ihum Mann): Du, daß Du nicht etwa 'rein gehstl-
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