Indiana Tribüne, Volume 22, Number 295, Indianapolis, Marion County, 14 July 1899 — Page 2
FndwK Tribüne.
Erscheint Täglich und SsttLS. QHt t3flIl(te.Xr!6stne" festet durch den ltc J amt per Woche, die eontzgS,Trtbüve'Z 4Utf per Woche Beide ufxroai 15 mt od u Sentt per r?t. Per Vft ußerhalb d. OUd plgcht tx ,rDbkihls V fco OOt. Csfct 18 Lüd ClUtötact Straße Indianapolis, Ind., 14. Juli 1890. ffalscheS Lpkel. i Demnächst aelanaen in drei ütitäit binea, räumlich von einander fern abliegenden Städten große Spielerprocesse zur öffentlichen gerichtlichen VerHandlung. In Berlin werden Hauptsächlich die Geheimnisse aus dem Glu& der Harmlosen", an vas Licht gezogen; in Mailand handelt cZ sich um ähnliche Vorkommnisse, und !n Lemberg schließllch wird der Bankkrach aus der letzten Zeit wie der Selbstmord des Vankdi rectors ein gerichtliches Nachspiel sinden. Es hat sich dort nämlich bis zur Evidenz ergeben, daß die Diebstähle, Veruntreuungen und Gaunereien, die seinerzeit so viel Staub aufgewirbelt, auf den unseligen Spielteufel und die Ernte einiger professionellen Falsch spieler zurückzufuhren sind. Diese Professions- und Falschspieler sind alle gute Menschenkenner sie wissen, das die Spieleidenschaft gegen alles Uebrige dieser Welt blind macht, und darauf beruht ihre ganze Technik. 5?e Köber die Verluste des Geruvften. um so wilder m der Negel sein Spiel Schließlich weiß er überhaupt nicht mehr, was um ihn vorgeht und fällt selbst auf den plumpsten und brutalsten Trick des Falschspielers herein. Zu diesen Triäs gröberer Natur gehört, in erster Reihe die Arbeit" mit einem Mitwisser, der entweder am Spiele theilnimmt oder als ctibifc" die Aufgabe hat, dem Falschspieler die Karten des Gimpels" wie der Reingefallene im Rothwälsch dieser problematischen Gesellschaft immer genannt wird zu verrathen. Bald sind es ganz unauffällige Bewegungen des Mitwissers, bald harmlose, mit dem Spiel gar nicht zusammenhängendeBemerkungen, die dem Professional" den gewünschten Rapport abstatten. So fragt z. B. der Mithelfer, wann Pfingsten kommen wird oder gewesen ist, und der Falschspieler weiß schon, daß er .grün" auszuspielen habe; er beginn eine Geschichte von irgend einem Brand zu erzählen und fordert damit .roth-, so bedeuten endlich noch Militar Eichel- und Tod .Pique". Arbeitet der Mithelfer als Kibitz, dann verräth er auch die Figuren des Spielers; er sprich: vo.c einem großen Brand" und sagt damit, der Spieler habe noch mWi zzifs Im Talon; er erzählt etwas von einem todten Oberst und meint dairü -König Pique" u. s. w. In Spielpartieen, in denen das Sprechen nicht gestattet ist. muß der Mithelfer sich der Zeichensprache bedienen, er kneift bald das eine, bald das andere lluge zu, gähnt, hüstelt oder lächelt, fährt sich mit der Hand übers Gesicht oder durch Va Haare, verlangt plötzlich eine Cigarre oder Feuer für die Cigarette, kirft diese weg, u. s. w., lauter Zeichen, die Km Falschspieler sofort besorgt wenden, indem er danach seine Karten ausspielt. . , Spiel! der Falschspieler ohne MitHelfer, dann sind die Tricks freilich complicirter. Der beliebteste Schwindel in solchen Fällen ist, den zu Rupfenden mU dem Rücken gegen einen hohen Spiegel zu setzen, daß sich sein Blatt w ....::...r:i,.v..U .rr.jc.ri.:. f. " - - . ,.' ' ycycuu.jcii$ciiucu yaiUjplClCl iin Glase deutlich zeige. Ist ein solcher Spiegel nicht da, oder will der mißirauische Spieler diesen ihm angebote- ' nen Platz n'cht annehmen, dann behilft sich der Glücksritter am besten mit einer ii rr . rr . r glair ponrien, nioernen .igarrenooie. Der Deckel der Dose wird ein wenig hoch gestellt, die Dose selbst aber derart auf dem Tisch placirt, daß der Falschsvieler in diesem natürlichen Svieael vas ganze Blatt seines Gegners sehen kann. Etwas geriebenere Spieler, die unter Umständen selbst zu diesen plum- " pen Mitteln greifen, fallen darauf nicht hinein; diesen gegenüber muß man die Meisterstücke der Falschspielerei ins Feld- führen. Und diese sind gar r.icht so einfach. Sie erfordern einen ungemein scharfen iölick, ein vorzügliches Gedächtniß, eiferne Ruhe und eine Geschicklichkeit, die .nur durch jahrelange Uebung erworben werden kann. Wohl beruhen dieseTricks rnif d?m 5N?a??k?,n h2 6vt,nKs,!,Z fci ' j mfrV r V -V VVUÜVUViUltk "Diese Markirung ist aber eine derart seine, daß sie der Laie nur in den allerselteasten Fällen durchschaut. Die Hauptsächlichjle Markirung - .. 4 ... K. IL ia rlUU . licui uiuciji in wci jiuiic ctui uuu gwar in der Zeichnung ihrer Nuaseite. Bekanntlich giebt es verschiedene Muster in derartigen Rückseite - Zeichnungen, bald kleine Arabesken, die ein Rahmen mit kleinen eingezeichneten Ringen umgiebt, bald sogenannte .schcitifche-, schraffirte Linienfelder. ' bald nur Punkte oder Wellenlinien etc. Die Art dieser Zeichnungen scheint zun auch bei näherer Besichtigung in jedem Spiel für sich ganz genau und gleichartig durchgeführt zu sein, in Wirklichkeit ist dies nicht der Fall. So kann man sowohl bei den Arabesken : v. rntf;iv&n" r?rtt.. Uifc VII Wil uyviiu.yi.u jtivtlll, vci den Punkten wie bei den Wellenlinien in den Ecken ganz verschiedene, charakteristische Merkmale endecken; denn jede Ecke eines jeden Kartenblattes schließt mit einem ganz anderen Bilde ab. Ein geübter Falschspieler braucht nun ein Sviel Karten einige Male bloß durchzublättern, und er hat sich sofort die Rückseiten - Merkmale aller jener Kar "Jen gemerkt, auf die es im Spiele am meiste ankommt. er weiß immer ' . m 11 r ' sr genau, welcyes iöiaii jein Gegner in Handen hat. Deshalb ist auch leicht erklärlich, toarum der Falschspieler in den ersten " vaar Pameen verliert. Zum Theile geschieht dieö wohl auch aus dem Grunde iu RuZlkRd! nigt sofort hie
böse Absicht merken zu lassen, um Un durch das Gewinnen für das weitere Spielen zu animiren.zum größtenTheile ist es aber darauf zurückzuführen, daß der Falschspieler die Karten noch nicht kennt. Bekanntlich werden bei Beginn des Spieles stets frische, noch versiegelte Karten zur Hand genommen der Falschspieler muß sie somit erst selbst studiren und sich die RückseitenMerkmale heraussuchen. In vielen Fällen verläßt er sich aus diese Markirung allein nicht und markirt nun während des Spiels nach seiner eigenenArt. Die einfachste und auch minder auffällige ist die mittels Nagels oder Nadel. So drückt er den Nagel des Daumens an der unteren rechten wie oberen linken Ecke der Karte ein, und aus der auf diese Weise entstehenden Markirung weiß er schon, welche Karte
er seinem Spieler austheilt. Die Mar firuna mit der Nadel besteht darin, dal b er mittels dieser in den öclen der Kar ten seine Stiche macht, und zwar von der Bildfläche aus nach der Rückseite zu. Viele Professionsspieler pflegen am Mittelfinger der linken Hand einen eigens für diese Zwecke präparirten Ring zu tragen. Daß sie endlich während des Spiels vielfache Gelegenheit haben, die gewünschten Karten mit Nagel oder Nadel zu markiren, braucht wohl nicht erst hervorgehoben zu werden. Eine weitere Methode der Nrävaration bestebt auch darin, gewisse Karten der Länge nach, andere hinwieder der Breite nach zu biegen, so oasz sie eine leickte ovale Wölbung bekommen. Dies geschieht ebenso unauffällig, wie etwa das leichte Einbiegen ver Ecken, woran die gewünschten Karten dann leicht schon während des Mischen? erkannt werden. Geaen derartige Mittel und Mittelchen des Corriger la Fortune" wie der classische Nlccaut sagt, kann natürlich der Laie nickt aufkommen: er wundert sich, daß er trotz seines guten Blattes, das er oft erhält, dennoch verliert, und klagt höchstens sein großes Pech an. das ihn unablässig verfolgt. Würde er aber, statt sich immer mehr zu erregen, ruhiges Blut bewahren und semen Spieler unausgesetzt scharf beobachten, müßte es ihm schließlich doch geilngen, ihn bei seinen Manipulationen zu ertappen. Der Vollkommenheit wegen ici schließlich noch des sogenannten rna thematischen Mischens" gedacht. Dieses beruht auf einer ganz bestimmten Zusammenstellung, nach der das Spiel Karten geordnet wird. Der Faschspieler nimmt irgend eine beliebige Karte als Grundkarte an, nach der alle übrigen dann zusammengelegt werden. Er selbst mischt dann als Bankhalter oas Sviel das beikt. er thut so. als würde er mischen, in Wirklichkeit hebt er bloß einige Male ab. Um jeden Verdacht abzulenken, laßt er vom Spieler ebenfalls heben, nun kann sich aber jedermann leicht überzeugen, daß durch das bloße Heben die einmal zusammengestellte Reihenfolge der Karte sich nicht im geringsten verändert. er tfaia svieler wein somit ganz gut, wie die Karten laufen, und danach richtet er sein Spiel ein. Ohne Zweifel giebt es noch eine Unzahl anderer Tricks, die sich die einzelnen Falschspieler t nach ihrer schicklichkeit zurechtlegen, im ganzen und aroken arbeiten" sie aber alle nach den angedeuteten Methoden. Und aus diesen Andeutungen allein ist woyl schon zu entnehmen, daß es ein gefährliches Spiel ist, mit ihnen zu spielen. Ein Drama aus dem Leben. Ein ländliches Drama .von erschlltternder Tragik fand dieser Tage vor dr zweiten Strafkammer am Landgericht II. in Berlin seinen Abschluß. Die 31jährige unverehelichte Anna Bohm war wegen Kmdesmordes ange klagt. Tief traurig wie der Inhalt der Anklage nebst den begleitenden Um ständen, gestaltete sich die Verhandlung ln lhren Aeußerlichkeuen. Um die fest gesetzte Tenrnnsstunde fuhr ein ge schlossener Planwagen durch das Por tat auf den Hof des Criminalgerichts, dem zwei Träger der Unfallstation in der Flensburgerstraße folgten. Von diesem Wagen wurden zwei bejammernswerthe Frauengestalten abgeladen und von den Trägern aus einer mitgebrachten Tragbahre, eine nach der anderen, auf den Corridor vor dem Sitzungssaale getragen. Es waren dies zwei Schwestern, die Töchter eines angesehenen und wohlhabenden Landwirths auf Bohmerbaide bei GroßSchönebeck im Kreise Niederbarnim, die beide seit ihrer Gourt aelahm. sind. Die eine der Schwestern war die Angeklagte, die andere war als Zeugin geladen. Die dritte aber gesunde Schwester begleitete den traur:gen Transport. Im Gerichtssaale wurde die Angeklagte vor dem Richiertische in einen besonders construirten, von der Unfallstation gelieferten Stuhl "gebettet, sie selbst vermochte nicht ein einziges Glied ihres Körpers zu bewegen. ja nicht einmal den Kopf aufrecht zu halten. Wahrend sie mu dem Gmchts Hof sprach, mußten die gesunde Schwester und der als Sachverständiger ge ladene Kreisphysikus Dr. Schulz ihren Kopf halten, vom Sprechen im eigent liehen Sinne des Wortes war nicht zu reden, sie vermochte nur fast unver ständlich zu lallen und wo ihre Laute mit vieler Mühe enträthselt werden konnten, da zeugten sie von hochgradi ger geistiger Beschränktheit. Die VerHandlung fand unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Während dersel ben blieb die kranke Schwester unter der Obhut der Trager draußen aus dem Corridor auf der Bahre liegen. ES bedürfte jedoch ihrer Vernehmung nicht, denn so weit verständlich war die Angeklagte geständig. Der Ange klagten, die am 1. September 1867 geboren ist, wurde, als sie den 17 Jahre alt geworden war, von einem jungen Manne vorgeschwatzt, dah sie gesund werden würde, wenn es ihr gelänge. einmal Mutter zu werden. In ihrer Beschranktheit und von heißer Sehn sucht nach freier Bewegung und dem Glück der Jugend gefragen, glaubte sie dem tytxiühux unöüö dann feit 3oU
gen an daS Llchi 'traten, wurden tfeselben von Mutter und Großmutter schnell beseitigt. DaS Kind wurde im Keller vergraben. Vor mehreren Iahren starb die Mutter der Angeklagten. Die Großmutter hat nun f . . rr t
im vorigen ayre, woyi in einer AusWallung des Schmerzes und wohl auch in Folge ihrer Altersschwäche, das entsetzllche Famlllengehelmmß verrathen und als die Sache zur Kenntniß der Behörde kam und eine Untersuchung eingeleitet wurde, da hat sich die 83jährige Großmutter in Schreck und Angst an der Decke ihres Himmelbettes aufgehängt. Bei den gerichtsseitig angestellten Nachgrabungen lm Kartof selkeller wurde das Gerippe deS vergrabenen Kindes gefunden. Kreisphysikus Dr. Schulz, der das Gerippe untersuchen mußte, vermochte nicht fest zustellen, ob das Kind nach der Geburt gelebt hat. Aus diesem Grunde mußte Anklage erhoben werden. Da die AN geklagte zur Zeit der That das 18. Lebensiahr noch nicht vollendet hatte, gelangte dieSache nicht vor das sonst zuständige Schwurgericht, sondern fand seine Erledigung vor der Strafkammer. Das Urtheil laute auf Freispre chung, weil kein anderer Beweis vorliege als das Geständniß der Angeklagten und weil bei der geistigen Beschränktet der Anaeklagten diesem Geständniß kein Werth beigemessen werden könne. Sie sind frei. S e können jetzt nach Hause gehen!" meinte wohlwollend der Vorsitzende, aber das ging nicht, die Angeklagte konnte nicht .gehen , in derselben traurigen Verfassung, in der sie gekommen, mußte sie gleich ihrer Schwester wieder nach dem Wagen getragen und ihrem Heim zugesuyrr werven. Gefährliche Brücken. Ein unlängst aus Nordindien und China zurückgekehrter englischer Weltreisender schildert in fesselnder Weise die Beobachtungen, die er beim Ueberschreiten jener über die Schluchten der Hymalaya-Ausläufer führenden Stege aus Bambusrohr zu machen Gelegenheit hatte. Diese primitiven Brücken, die in der Schweiz" des fernenOstenL noch vor wenigen fahren das einzige Verkehrsmittel über die Gebirgspässe bildeten, dursten in der That als die unangenehmste und gefährlichste Passage gelten, die man sich nur denken kann. Der erwähnte Reifende hatte nun zwar gerade nicht nöthig, die schwankenden Stege zu benutzen, denen sich selbst die Eingeborenen jener Gegenden nicht gern anvertrauen, aber das Gefahrvolle der Sache reizte ihn. Nachdem er jedoch einmal mit heiler Haut eine der längsten und mehr als achtzig Fuß hoch über dem Wasser angebrachte Bambusbrucke zurückgelegt hatte, würde er um keinen Preis der Welt noch einmal seinen Fuß auf das Teufelsding gesetzt haben. Wie der sonst furchtlose und vollkommen schwindelfreie Brite erklärt, spotten die unheimlichen Empfindungen, denen er ausgesetzt war. während er sich auf dem Stege befand, jeder Beschreibung. Bei emer Schilderung der Gefühle könne man sich nicht annähernd das vorstellen, was man in Wirklichkeit zu erwarten habe. In dem Augenblick, da die Brücke betreten werde, weiche sie zurück und schaukle und schüttle sich aus höchst beunruhigende Weise. Sie schwanke und rolle zur Seite fast wie ein vom Sturme hin und her geschleudertes Boot. Sobald man den Fuß ansetze. gebe es einen jähen Ruck und nicht nur auf und meder, sondern auch nach links und nach rechts winde sich das grauenhafte Dina. Habe man dann mit Zittern und Zagen die Mitte erreicht und fange an, me anoere Halsle hinaufzuklettern, so krümme und beuge sich das leichte Rohrgesüge hinter einem her. als wolle es sich dem Uebermutyigen. der es zu betreten wagte, wie eine Scklinae um den Hals werfen. So bedürfe es der ganzen physischen und seelischen Kraft eines Menschen, um stcy von diesem springenden, schlenkernden, sich wiegenden und schüttelnden Etwas nicht in den Abgrund stoßen zu lauen. Sei man endlich, in kalten Schweiß gebadet, am jenseitigen Ufer angelangt und schaue nach einem Stützpunkt für die Fuße aus, dann habe man das Gefühl, als werde man noch im letztenAugenblick von der Brücke zurückgerissen und müsse unrettbar von dem tosenden Lergstrom verschlungen werden. Erst wenn man auf festem Boden stehe oder vielmehr liege, komme langsam die Empfindung des Geborgenseins über den glücklich der Todesgefahr Entronnenen. Gegen den ttuk. In England hat sich kürzlich eine Vereinigung gebildet, die einen recht originellen Zweck verfolgt. Es handelt sich diesmal um den Kuß. Der An tikuß - Club behauptet, daß es nicht nur im höchsten Grade ungesund, son dern auch unmoralisch sei. sich zu lüs sen, ohne von Herzensgrund dazu getrieben zu werden. Er will alle Kusse reien abgeschafft wissen, ausgenom men den Kuß aus Liebe, der unanfecht bar und ununterdrückbar ist. Es gibt gewissermaßen drei Kategoricen von Küssen, den Gewohnheitskuß, den Freundfchastskuß und den Liebes- oder Zärtlichkeitskuß.. Das Bestreben der Antikuß - Gesellschaft wird nun sein. die beiden ersten Arten vollständig aus zumerzen. Diese Küsse sind wie in letzter Zeit schon häufig von Aerzten nachgewiesen worden ist in der That gesundheitsschädlich. Unter Gewöhn heitskuß versteht man wohl hauptsäch lieh den zwischen Eltern und Kindcrn täglich einige Male ausgetauschten Lippengruß. Wenn nun ein Glied der Familie einen unangenehmen Katarrh hat. so ist es doch wahrhastig nicht nothwendig, daß sich alle Angehörigen des damit Behafteten gleichfalls mit dem Uebel herumplagen. Roch mehr zu verdammen aber sindFreundschaftsküsse, die selten von einem Herzensbedürfniß dictirt werden. Die AntikußLiga nennt den Zärtlichkeitsaustausch zwischen Frauen scheinheilige, lügenhafte Licbkosunaen, und den LZ-arü-
Hungskuß zwischen Männern, der wohl französischen Ursprungs sein dürfte, verurtheilt sie als lächerlich und grotesk. Eine wirklich ernst zu nehmende Frage ist die, auf welche Weise die Kinder vor den geradezu gefährlichen Zärtlichkeiten Fremder geschützt wer-
den können. Die Gesellschaft schlägt vor, Medaillen oder Schleifen einzulhren. welche alle Zartlichkeltsbeweise liebevoller Menschenfreunde streng zurückweisen. Ein ungehovener Schatz, Einen eigenartigen Auftrag hat ein Berliner Detektiv - Institut aus Schlesien übernommen. In einem Dorfe bei Reichenbach war vor nunmehr 16 Iahren ein Kaufmann Moritz H. etablirt. Das Geschäft ging gut und H. wäre im Laufe der Jchre ein vermögender Mann geworden, wenn er Ausdauer gehabt hätte. Diese sehlte ihm jedoch. und um das Relchwerden zu beschleunigcn, machte, er Bankerott. Das brachte zwar den erwünschten Mammon ein, aber Herr H. hatte die Rechnung ohne den Staatsanwalt gemacht, der die Untersuchung wegen betrügerischen Bankerotts einleitete. H. mußte flüchten. Den Preis seines Verbrechens. 25.000 Mark in Silber und Gold, nahm er mit sich. Das unstete Fluchtlingsleben sagte ihm jedoch Nicht ZU, Und er stellte sich bald freiwillig dem Gericht, ueber den ervieiv des Geldes machte er widersprechende Angaben, dann gestand er ein, dasselbe vergraben zu haben. ' Zur Herausgabe war er nicht zu bewegen. Das Gericht verurtheilte H. zu vier Jahren Gefängniß. Von der Strafanstalt zu Schweidnitz aus. wo er seme Strafe verbüßte, machte H. den Versuch, seinen Angehörigen den Ort, an dem der Schatz vergraben lag. zu verrathen. Dies mißlang jedoch. Die Behörde fing seine Kassiber ab, konnte aber doch nicht das Versteck erfahren, da H. Lunte roch und die Correspondenz einstellte. Nur so viel konnte man herausbringen, daß das Geld in der Nähe von Friedland liege. Die angestellten Ermittelungen blieben natürlich erfolglos. Zwei Jahre später starb H. im Gefängniß und nahm das Geheimniß, wo das zu Unrecht erworbene Geld liegt, mit in's Grab. Seitdem sind 16 Jahre vergangen. Die meisten damals geprellten Gläubiger des H. haben den Angehörigen H.'s ihre Forderungen erlussen. Durch Vermittelung eines in Berlin wohnenden Bekannten haben sich die Hinterbliebenen mit einem Tetektivinstitut in Verbindung gesetzt. das das Geld suchen soll. Falls dieö gelingt, wird es der Behörde aukgeli:fert. Nach Abzug der nicht erlassenen Forderungen und der Gerichtskosten durste dann für die Hmterbliebettcn noch ein erkleckliches Sümmchen übrig bleiben. m m Vom Jnlande. Von 9246Goldsuchern. die während der letzten sechs Monate von Seattle nach Klondike abfuhren, sind oereits 5399 wieder zurückgekommen und fast alle mit leeren Taschen. Bei der Aufnahme des Schulcensus im Mayview Distrikt, La fayette County, Mo., gab eine einzige Familie, die des Herrn B. Stüdlc, 1 zum Schulbesuch berechtigte Perso nen an. AufderFroschjagdinGregory's Swamp bei Geneva, N. I., wurde der Farmer Austin Morrison von einer Giftschlange, d'.e ohne sein Wissen m eme Tasche semes Rockes gekrochen war, gebissen. Schweigen ist Goldader.!: offenbar der New Norker Congreß mann Ketcham, denn er hat im nationalen Abgeordnetenhause noch nie eine Rede gehalten, trotzdem er demselben schon 40 Jahre angehört. EinenAdler. dessen Flügelspannweite sieben Fuß beträgt, hat Frau Louise Brisbane in Elkins, N. H., mit ihrem Unterrock gefangen. Auch ungefiederte Adler von dem Geschlechte lionio sapiens haben sich schon m einem Unterrock verstrickt. BeimPslügen wurde der in der Nähe von Montpellier, N. D., ansäßige Farmer Wm. Mazee sammt vier Pferden vom Blitz erschlagen. Ein Blitzschlag schlug ein Loch durch den soliden Stahlsitz eines Pfluges, auf dem Tcaxu seife. Die Bewohner von H e n , w ssey tin südlichen Qilahvma wissen, wie man mit so einem Cyclon umzuspringen hat. Sie haben vor Kurzem vier Kanonen gekauft, welche an den vier Ecken des Stadtchens ausgestellt sind, so di)p das letztere nach al: Richtungen hin gedeckt ist. Schon Zweimal hat die Artillerie von Hcnnesieh einen Kampf mit emem Cyclon zu be stehen gehabt und beide Male wurde der Feind nach kurzer Kanonade ganzlich aufgerieben. Der Erfinder dieses Verfahrens, ein gewisser Hoades. glaubt, daß die kriegerische Stimmung, welche das amerikanische Volk noch beherrsche, wesentlich dazu beitragen werde, die öffentliche Meinung für seine Cyclon Batterien zu gewinnen. In Drift wood, N. Y., am Chantuguasce fand ein Familienzwist ein blutiges Ende. Frau William Beaumont wurde von Squire Tankard erschossen. Der Mörder richtete dann den Revolver auf Herr.i Beaumont und brachte demselben eine schlimme Wunde am Arm bei. Darauf sprang er in den See und richte die Mündung des Revolvers auf s.''nrn Kopf, die Wunde war jedoch nicht erheblich; nun lief er aus dem Wasser und war in dem Walde verschwunden, ehe ein Versuch, ihn zu ergreifen, aemacht werden konnte. Frau Tankard, die Gattin des Mörders, war eine Schwester der Ermordeten, und es hatte seit Monaten ein Familienzwist geherrscht. Tankard und Frau hatten sich getrennt und letztere war zu den Aeaumonts gezogen. . , , . Eine der umfangreichsten Hautverpflanzungen, die je vecfucht wurden, ist an Will Barrett in Wateri loo. Ja vorgenommen worden. Ganze
drei Quadraisuß Haut waren einzusetzen und der nöthige Stoff wurde
durch die Opferwilligkeit von elf ' Freunden des jungen Mannes erlangt. Barrett erlitt vor zwei .Monaten bei dem Brand der Vera - Cottage in Cedar Ravids Park fast tödtliche Brandwunden. Das Feuer kam Nachts in seinem Zimmer durch eme Lampenexplosion zum Ausbruch und sein Bett brannte bereits, als er aufwachte. Er mußte durch's Feuer laufen und war dabei in Flammen gehüllt. So umfangreiche Hautverbrennungen sind bisher gewöhnlich tödtlich verlausen, aber in diesem Falle steht Genesung zu erhoffen. Barrett ist ein Abiturient der Staats - Univerntat. Besonders hervorzuheben ist, daß unker den 11 Freunden, die ihre Haut zu seinem Besten opferten, auch eine Freundin war. nämlich ffräulein Lynda Hindman. die Prinzipalin der Hochschule in Waterloo. Fünfhundert Dollars war die verwitwete Frau Vuena Koch in Baltimore gewillt. demDavis Zorossky zu geben, wenn er sie zur Frau Zorofsky machen würde. 500 Dollars sind unter allen Umständen nicht zu verachten, und wenn man noch als Zugäbe eine hübsche, mit irdischen Gütern gesegnete Wittwe bekommt, ist der Handel so viel annehmbarer," dachte Davis und konnte der Versuchung nicht widerstehen, sodatz er, nachdem ihm die Wittwe einen in zwei Jahren fälligen Wechsel ausgehändigt hatte, sie mit zu einem Rabbiner nahm und aus der Wittwe Koch eine Frau Zorofsky machte. Drei Monate dauerte das Glück der Neuvermählten und dann kam der große Krach. Davis hielt eines Tages Umschau nach seinem Wechsel, den er sicher aufbewahrt zu haben wähnte; so viel er aber auch suchte und forschte, er konnte das kostbare Stück Papier nirgends finden. Schließlich gestand Frau Zorofsky ein. sie habe den Wechsel im Besitz, könnte ihn aber nicht herausgeben. Sie er zählte einer Freundin, sie habe ihn zerstört. Dies kam zu Ohren des Gatten; eine Scene folgte im Zorofsky'schen Haushalte, aber ohne Erfolg für den sich als betrogen Ansehenden, der nun in einer im Gericht anhängig gernachten Klage diese Geschichte von Kabale und Liebe erzahlt und das Gericht ersucht, ihm zu seinem Gelde zu ver helfen. Beim Scheibenschießen wurde Charles Myers jr. in Wate? ville, Wis., von seinem Schwaaer John Longsdorf erschossen. Die Kugel fuhr ihm gerade über dem linken Auge durch den Kopf und das Gehirn, doch lebte ver Verletzte noch neun Stunden. Der14jährigeEugene Har riman, welcher mit einem Fahrrade sich auf einer Tour von Atlanta, Jll., nach Dayton, O., befand, erschoß sich zu Farmer City. In seiner Tasche fand man eine Notiz, man möge das Fahrrad an eine Tante zu Atlanta schicken, was aus seiner Leiche werde, sei ihm gleichgiltig. AlsRichterLynch constituirte sich in Franklin, La., ein gewisser McHugh auf eigene Faust. Der Mann schlich sich in das Parish-Ge-fängniß und streckte den dort in Haft befindlichen farbigen Desperado Louis Guidry aus St. Mary, der drei Morde verübt hat, mit einem Schuß nieder. , ,,, Vom Auclande. I n Schmargendorf bei Berlin versuchte die geschiedene Frau Buchwald aus Schöneberg die Gattin ihres Geliebten, des Gerichtsschreibers Gustav Hahn, zu erstechen, um sich die Möglichkeit zu schaffen, daß sie ihren Liebhaber heirathen könne. Die Verletzungen der Frau Hahn sind nicht lebensgefährlich. Hahn und seine Geliebte sind verhaftet worden. JnLüttich erschoß der 39jäbrige Leiter der Galand'schen Waffensabrik, Portugal, feine 37jährige Frau und dann sich selbst. Man nimmt an, daß Portugal in großer Nerdenaufregung gehandelt hat, derentwegen er schon die Aerzte besragt hatte. Außer einem 13jährigen Sohn hinterläßt das Paar ein vierjähriges Töchterchen. Die Straf kammer in Neidenburg verurtheilte den dreizehnjährigen Schulknaben Borkowsky wegen fahrlässiger Tödtung des Knaben Morinsky zu vier Monaten Gefängniß. Borkowsky warf im Winter auf eine schwache Eisdecke Gegenstände und veranlaßte Morinsky, dieselben herunterzuholen, wobei letzterer einbrach und ertrank.. Bodenheim bei Mainz hat die Ehre, wohl die älteste Frau Deutschlands zu beherbergen. Es ist dies eine gewisse Frau Codini; diese ist nunmehr 101 Jahre alt, sie ist geistig noch ganz aufgeweckt und hat noch ei-
nen recht guten Appetit. Viele Leute kommen nach Vodenheim und wollen die Frau sehen und sprechen; diese Be sichtigung" macht der Frau aber sehr oft keine Freude, und sie äußert sich auch demgemäß. Die Frau lebt bei ihrem Sohne, der in Bodenheim Ackersmann ist. Der junge Apotheker Guiscppi Sederini in Rom war seit mehreren Jahren mit der Signorina Maria Mussa verlobt. Da widerfuhr ihm das Unglück, bei einer Dynamitezplosion in seinem Laboratorium auf das entsetzlichste verstümmelt zu werden. Er verlor beide Augen, beide Füße und den linken Arm. Seine Verlobte bewahrte ihm aber Treue und erklärte, daß sie ihn nun erst recht heirathen wolle, da er erwerbsunfähig sei und der Pflege bedürfe. Kürzlich feierte das treue Paar Hochzeit. Der herzbewegenden Trauung wohnte eine große Menschenmenge bei. Großes Aufsehen erreg t in Brüssel der an dem Pförtner des in der Rue Royale gelegenen Privathotels des Baron Osy. eines Bruders des Generalgouverneurs von Antwerpen, begangene Mord. Das Opfer, ein gewisser Bruyöre. wurde mit durchlL?itte.r .cjfcfe: . .. .
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A Nw York draggist, oa Broadway, wlio seems U be tdling a vksls lot of th ave-etnt cartons of DMMP'A TABU LIES while some of hi ncigbbors say that the goeuis do not move very well, explains the difference in this way: " I keep the sire-cent cartons on the counter where verybody can see them ! Now and then some one takes a Carton or marbe a handful of them, getüng five for a quarter or maybe six. Yhen a medicine is as well advertised as Ripans Tabules are." says he, " there is a good deal of trade to be picked up by keeping them in sight, because. when a customer sees them he recalls the advertisement and ls mclined to tnake a small Investment, "whether he wants it just then or not. Nearly
i j . Pi'nonc TaVinV and I notice that when a
CVCIVUUUJ fcv V buys them once he is likely to bring his gleich Bruyre regelmaßi'g die Kirche besuchte, war er ein verkommener Mensch. Er verkehrte viel mit Soldaten, weshalb man Nachforschungen nach dem Mörder in den Kasernen anstellte. Schließlich wurde der Schuldige in der Person des Corporals Waelmagh vom 9. Linienregiment entdeckt und der Militärjustiz übergntwortet. -Eine neue Briefmarke das war der letzte staatsmännische Gedanke des Handels- und Postministers Delombre, der nun mit Dupuy ausscheidet. Mit dem Jahr 1900 soll eine neue, künstlerisch schöne Briefmarke in den Berkebr gelangen. Die ersten Graveure Frankreichs, Roty. Chaplain und Daniel Dupuis, sowie einige jüngere Kräfte sind eingeladen worden, je drei verschiedene ProbeMarken herzustellen, die als Vorlage dienen könnten. Es soll auch auf eine Vereinfachung der Anzahl der FarbenNuancen Rücksicht genommen und womöglich in der Zeichnung eine Anspielung gegeben werden auf die Pariser Welt-Ausstellung. Durch kriegsgerichtliches Urtheil, das nunmehr seine Bestätigung gefunden hat, ist der am 25. December 1877 zu Elmshorn geborene Matrose Hermann Luther von der 4. Comp. 2. Matrosen-Division, unter Entfernung aus der Kriegsmarine mit sieben Jahren Zuchthaus, zehnjährigem Ehrverlust und ZulWgkeit der Stellung unter Polizeiaufsicht bestraft worden. Dieser Urtheilsspruch erfolgte wegen nicht weniger als siebzehnStrafthaten: versuchten Mordes, versuchten schweren Raubes, gefährlicher KörperVerletzung, eines schweren Diebstahls, zweier einfacher Diebstähle, Fahnenflucht, Betruges im ersten Rückfalle, in sechsFällen versuchten Betruges und Beschädigung von Dienstgegenständen in drei Fällen. Der in Berlin. Königgrätznstraße 46a, wohnende. Schutzmann Bornemann versuchte seine Frau in einem Anfall von Eifersucht zu erschießen. Vornemann verfolgte seine Frau seit längerer Zeit mit unbegründeter Eifersucht, wegen deren es oft zu Streitigkeiten kam. So hatte Bornemann seiner Frau verboten, in der Wohnung eines Kaufmanns die Reimgung vorzunehmen, die sie sonst immer besorgt hatte. Frau B. beachtete das Verbot nicht weiter. Als Bornemann bei seiner Heimkunft die Frau nicht vorfand, steckte er einen geladenen Revolver zu sich und begab sich in die Wohnung des N., in der seine Frau beschäftigt war. Nichts Gutes ahnend, flüchtete die Frau, Bornemann zog den Revolver und schoß zwei Mal, ohne die Frau zu treffen. Er wurde festgenommen und, da er seit Langem an hochgradiger Nervosität leidet, nach einer Heilanstalt überführt. Eins der größten Heiligthümer der buddhistischen Welt hat zu existiren aufgehört. Das Buddhi-ften-Kloster Choryuji in Kami-Kori. Japan, das mehr als 1200 Jahre alt war, ist niedergebrannt. Dabei sind Kostbarkeiten im Werthe von etwa zwei Millionen Jen zerstört worden, darunter auch ein großer Theil einer Sammlung von Handschristen, deren Mehrzahl aus Indien stammte. Auch mehrere Buddhastatuen, welche Augen ausDiamanten hatten, sind verbrannt; für diese Statuen hatte kürzlich ein Amerikaner 40,000 Yen (ca. Z40,000) floaten, -LJ..
Sport.
(?l gl'tbt kaum ein vergnüge Int Srcfcn wobei man sich nicht leicht eine llkrrcnkung oder Wuetschnng n,kehen könnte. gkkbt keine verrenk UNgen und Quetschungen die nicht prompt geheilt werden könnten durch den Gtbraukh von St. Jakoös Sek.
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