Indiana Tribüne, Volume 22, Number 294, Indianapolis, Marion County, 13 July 1899 — Page 1

o s C rlC ri 00 AO P ks m ao vy o vv &s Office : No. 18 Güd Alabama Stsahe. Telephon 1171. Indianapolis. Zndiana Donnerstag, öen Zuli l8?Z. Jahrgang SS. No. 294

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käuflich übernommen habe. Ich werde die- sen. Nun schlug die östreichische Ne-l sein Eigenthum an seine Frau überselbe in der gleichen erster Klasse Weise weiter gZ.ng ein Schiedsgericht vor. Unsere tragen und seitdem nur davon gelebt,

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&&ifl(i i Qipiirt'ti'Pi' Arbitrationöplaneö liegen, daß diel Ein hiesiges Comite don hervorraCIUJCU ch bie der gesetzlichen genden Mitgliedern beider Parteien

Wieder auf dem alten Platz, I?0. 221 n. 223 N. Delaware Str. Tel. 250.

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- ' , ' r Z J(.sKe" -5SSäWPt"' Editorielles. Der freisinnige öftreicbifche Abgeordnete Kronawetter hat einmal den Antisemitismus den SozialiömuS der Dummen genannt. ES scheint unS, daß die Silberbevegung dieselbe BeZeichnung verdient. Eine Temperenzler - Delegation hat sich bei dem Präsidenten über die Auslegung beschwert, welche der Bundeö - Eeneralanvalt dem Sesej: betrrsss der Militärkantinen zu Theil werden ließ. Diese Auslegung geht dahi, daß daS Gesetz nicht die antiNkN selbst, sondern NUr die Führung r.,,.- K...X ßffi.;.., und SnlK,, lDfn Cüiq VJNNWf. UND VolvalkN vervtele. ES vergeht sich von selbst, daß unser unsterblicher Eli Ritter zur Delegation gehörte. Der Präsident meinte, der General-! anmalt sei ein guter Jurist, und sollte derselbe finden, daß er sich geirrt habe, so werde er nicht anstehen, dieS zu bekennen. Der Bescheid war für die Patentmoralischen nicht sehr trostreich. I I Bei der bekannten Hazelton l

Affaire wurden bei dem Heranziehen Grundeigenthum im Werthe von 550,der streikenden Bergleute von der 000 und Möbel und Gemälde im Mannschaft deö Sheriffs mehrere öst- Werth von $12.000. sowie eine ftor-

reichische Unterthanen erschossen. Die ;a. 'i:fi. c . r . I u unqi qe Regierung eryoo oarausl ' ' 0 ' njl r9 nnltii.M ivlliliAk!iii..i. . I Vfc, a.mi(ttunywH " r, . rrs.' r tr . I iprucy?. leieloen wuroen avgewie-1 Reakeruna ini, ki,s,n N,säs s. I'V V 9 -w v vf IMJ V Nun wird von Wien auS berichtet, daß man sich dort über die Zurückweisung lhifÄ 9nvfATrtrt ?InrtRAf h i&f .T I lung der Ver. Staaten bei der Haager Konferenz sehr wundere. Dazu be-I ImffftttunM Fiini J?,wil" . ' m -w m . .. r ? I V ff I c . . r I " y uiuimrcn iann, mupl etwas zu arbitriren da sein. Hier ist M m Ux 8aII 68 muß irgend eine gesetzliche Verbindlichkeit vorhanden sein. Hier besteht keine, etc." I Wir begreifen wirklich nicht, wie! man sich durch ein so falsches Argument auS der Sacke lieben kann, ei I Argument, da die ganze Arbitration. id;e hinfällig machen würde. Denn auf Grund dieser Ansckauuna würde sich die Arbitration nur auf die Fest-l 'llung der Höhe der Verpflichtung beschränken, aber niemals mit der ftrage der Verpflichtung selbst etwaö zu thun haben. Wenn die eine Seite die Ver-I pflichtung von vornherein in Abrede! stellt, ist es eben mit der Arbitration! vorbei. I Zugegeben, deramerikanische Stand-! punkt, daß in diesem Falle keine ge-I setzliche Verpflichtung zur Entschädig-! unz bestehe, sei richtig, so ist da? einst weilen doch immerhin der Standpunkt der einen Seite. Wenn nun Oestreich! anderer Ansicht ist, so kann (von Krieg oder Nachgeben abgesehen) doch nur ein Dritter darüber entscheiden. Die Hauptfrage in solchen Fällen ist doch v:. t, . nsifx;vi g'raoe vie, vo unz nlicyavtgung. . rr r . r n r i ? r t. . r we . n vsttazr oeneyi, oie voye oerelven in ooc? nur eoensragr. O . t . . FS kann doch nicht im Geiste deS Verpflichtung einseitig von der einen Partei entschieden wird, und nur die Nebenfrage, welche oft nur eine Sache

. 5 . . n t ; . v . VrHNlhrilhle!!. Wetterbericht. WarmeS, im allgemeinen schönes Wetter heute Nacht und Freitag. Höchste Temperatur innerhalb der letztea 24 Stunden 94 Grad, niedrigste 71 Grad. Scblsscl'S Badeanftalt-Tempera-tnr 83 Grad. fH Der arme Mann ! New Jork, 12. 3uli. Albert Croöby von Brewster, Mass., welcher früher der Eigenthümer des Croöby House in Chicago und der McAvorY rauere war-töurde heute hier in einem Bankerottverfahren vernommen. 3n seinem Bankerottgesuch giebt er seinen Besitz als aus einigen alten Kleidungsstücken bestehend an. Er wohnt in einer bübscben Wobnuna in Eape Cod und seine Gattin, Frau CroSby, sagte auS, daß sie $160,000 Baargeld auf der Rank habe, außerdem weitere 5160,000 in Hypotheken, derung in der Höhe von 550.000 gegen r , vr" tz,rooy oense. Ä n .7 . , . 3 nt.v IX.AlKh a.flA.t. r vl . v v y' n . w r r. - , genuano, er oaoe tm ayre au' dk ,t hn s.in-r .ls. v w w r v m i j V V V habe. Außerdem habe er als Bicepräsibent ttr TOrIhnrh R n M. halt von 51000 per Monat. Dafür liege er der nützlichen Beschäftigung ob, linlSuroh hftummrfUnt T Ü I Eine GaSquelle entdeckt. Birmingham, Ala, 12. Juli. Beim Bohren eine artesischen BrunnenS wurde heute auf dem Grundstück der Alabama Brewing Company eine Naturgakquelle entdeckt. Der Brunnen war sckon über tausend Ruft tief, als das GaS zuströmte. Die aewöbnlicbe Proben wurden angestellt und ergaben ein bekriediaendeS Resultat. DaS GaS trieb Wasser und Schlamm in eine Höhe von 40 Fuß. Wie man hier Feste feiert. N e w V o r k, 12. Juli. Hier und in der Umgegend sind bereits sieben Personen am Starrkrampf gestorben, in welchen sie in Zolge von Verlebun' gen verfielen, die sie sich am 4. 3ul zugezogen hatten, und andere befinden sich in kritischem Zustande. m Eine neue Wahrung ö-E o nventron. R i ch m o n d, La., 12. Juli. E V. Smalley, der General-Sekretär de, nationalen Gutgeldliga hielt heute hier mit einer Anzahl Goldwährung? I . . e r .. teuren erne Konferenz ao, um ,ur ven I r , r , . ? . Ansang zrrooer eine vier aozuyati. k i; an;t re t I lenoe nalionaze vayrungv-onserenz inS Werk zu setzen. wird die Arrangements für die Convention treffen, und die Einladungen an die Redner erlassen. Ein Ausruf

iti Kiiiuiaiion tu, klnem cylevegerichte unterbreitet wird. DaS wäre ein willkürliches, unavfrichtiges Umg'hen der Sache, welches diese selbst völlig hinfällig macht. Man prüfe die Prozesse, welche in unseren Gerichten geführt werden. ES handelt sich fast immer nur um die Entscheidung über die gesetzliche Ver pflichtung oder Haftbarkeit. Ist diese festgestellt, dann macht zumeist die Feststellung dkö Betrages keine Schwierigkeit. Gewiß, unfere Regierung hat keine Verpflichtung, sich auf ein SchiedSgericht einzulassen. Wenn sie nicht will, dann will sie eben nicht. Aber auf der einen Seite Schiedsgerichte ausschlagen und sie auf der anderen empfehlen darin liegt doch ein Widerspruch. Denn die östreichische Regierung hat doch auck keine Verpflichtung, sich überzeugen zu lassen. Wenn sie nicht will, dann will sie eben nicht. Und wenn in diesem Falle auch nicht die geringste Wahrscheinlichkeit für einen Krieg vorhandln ist, so ist eS doch gerade der Konflikt in den Anschauungen, der oft zum Kriege führt und der Zweck der Arbitragen ist der, in dem Konflikte zwischen den derschiedenen Anschauungen zu ent-scheiden.

zu der Convontion wird dtkmuthllch

im August erlaben werden. ,, Zöllner' Versunkene Glocke".' B erlin, 12. Juli. 3rn hiesige,' Theater deS Westen" hat Heinrich ZSllntt'ö Musikdrama Die versunkene Glocke", eine Composition der gleichnamigen Märchendichtung Gerhart Hauptmann'S, einen äußeren Erfolg erzielt, indem der Componift und die Solisten häufig gerufen wurden, doch war die Aufführung mittelmäßig und die Regie geschmacklos. Die Kritik anerkennt, daß der Componist ein begabter, kenntnibreicher Tonkünstler ist, doch habe derselbe Unmögliches versucht und den Märchenzauber der Dichtung hinweggesegt. Aus ein fertiges Kunstwerk ein zweites zu stülpen, fei immer bedenklich und habe etwa? Gewalt fameS an sich, und eS sei zu verwunder, daß Gerhart Hauptmann gegen die Componirung seiner Dichtung nicht Widerspruch erhoben habe. Die gelbe Pest. Santiago d e E u b a, 12. Zuli. Oer Militär - Gouvernör General Leonard Wood ist heute Vorm'ttag auö den Ver. Staaten zurückgekehrt und hat sofort strenge Maßnahmen zur Ausrottung deö gelben FieberS ergriffen. Er sindet die Situation bedenklicher, als er sich dieselbe vorgestellt hatte. Morgen wird daS Hauptquartier nach Sango verlegt, einem Platz, der 20 Meilen nördlich von der Eisenbahn, 1000 Fuß über dem Meeresspiegel iegt. Ebtndorthin kon.men auch die VerwaltungS-DepartementS. mit AuSnähme deS SanrtatS - Departements und einiger immuner ClerkS im Slabe deS QuartiermeifterS und deS VerpflegungSwesenS. Der Zahlmeister ist angewiesen worden, alle Zahlungen an die kubaaischen Trupven so lange einzustellen, bis dLSg?t'ber'''i!nzZich ' unterdrückt worden ist. Ferner sollen sich die Soldaten während der Jieberperiode geistiger Getränke enthalten. Viele prophezeien Ruhestörungen, obald die Ver. Staaten Truppen die Stadt verlassen haben. Zn derselben befinden sich bereit mehrere Hundert Mangel leidende kubanische Soldaten, welche Bezahlung erwarten, jedoch au guten Gründen aus einen Monat zurückgestellt wurden. Die Lage in Spanien. Madrid. 12. Juli. Senor Estervanez, der im Jayre 1873 unrer oer Republik Kriegsminister war und jetzt der Führer der radikalen Republikaner in Spanien ist, hat sich folgendermaßen geäußert : Die Lage in Spanien hat sich in den letzten Wochen nicht geändert und wird sich auch nicht ändern. Das Land will die ihm kürzlich auferlegten Steuern nicht bezahlen und weigert sich entschieden, sich in nierechtigter Weise belasten zu lassen. DaS Kabinet muß das Budget beschneiden, oder abdanken. Die kürzlichen Unruhen in den derschiedenen Städten der Halbinsel sind der Anfang der unvermeidlichen Revolution. Man braucht die Zeitungen nur zu lesen und man riecht schon daö Pulver. Selbst die Reden in den Eorteö find entschieden demagogisch. Die republikanische Minderheit ver langt die Vertreibung der Jesuiten und die Aufhebuug der Klöster. Monarchische Redner, wie Canade gas und Romero Robledo sangen an, sich zur Demokratie hinzuneigen, ob gleich sie kein Vertrauen zu dem Volk haben, daS mit Steinen in der Faust die Ausweisung der Mönche und der anrüchigen Politiker verlangt. Diese Leute find brillante Redner, haben aber ihrem Lande niemals Gutes ge than." Der Kriegsminister Polavieja, der mit der Unterstützung der Königin mit einem Staatsstreich droht, wird nicht beachtet, weil er allgemein für unfähig gilt. General Weyler fährt fort, eine Militärrevolution anzubieten und wird deshalb verlacht, denn er wird für einen Feigling gehalten, und der Ge neral Martinez CampoS, der belieb teste von unseren Generälen, hat alle Autorität verloren. Der Premier Sil vela übrigens fürchtet die Generäle sogar noch weniger wie die Truppen. ..Die Republikaner stehen auf der Wacht. Alles deutet darauf hin, daß sie noch, ehe daö Zahr zu Ende ist, die

Macht in Händen haben werden. Allenthalben herrscht Armuth und die Zukunft ist in Dunkel gehüllt. Selbst die Jesuiten fangen an, über die Grenze zu gehen wie die Ratten, dieein sinken-

des Schiff verlassen." ' Die Dreyfuö - Affaire. Pari, 12. Juli. Gen. Ducheöne hat dem Kriegsminister General de Dallifet seinen Bericht über die Bel m m w m. m rr , zlryungen oes enerals Pemeux zu dem Major Efterhazy eingereicht. Halbamtlich wird in Abrede gestellt, daß die Regierung beabsichtigt, den Chef-Kommandeur und Vice-Präst deuten deS obersten KriegSratheS, Ja mont, abzufetzen, mit der Versicherung, daß er daö volle Vertrauen der Regierung besitzt. ES hatte geheißen, daß der General Brugere fein Nachfolger werden solle. RenneS, 12. 2uli. Der Rechtanwalt Demange hatte heute eine lange Conferenz mit dem Präsidenten de Kriegsgericht bezüglich deS Versahrens und des Datums deS Prozesses, welche? noch nicht festgesetzt ist. Der Anwalt hatte später auch eine zweiständige Besprechung mit seinem Klienten, dem Hauptmann DreyfuS. Paris, 12. Juli. Der frühere Kolonialminister Lebon hat an die Regierung ein langes Schreiben in Beantwortung der von Louis Habet erhobenen Beschuldigung gerichtet, daß DreyfuS während der Haft auf der Teuselöinsel grausam behandelt worden sei. Der Minister sagt, im Jahre 1896 habe niemand die Schuld DreyuS' in Frage gezogen, und eS sei damalS berichtet worden, ein amerikanicheS Schiff beabsichtige den Gesängenen zu befreien. Der damalige Minister wurde deßhalb wegen der Sicherheit deS Gefangenen besorgt und ließ Dreyfuö in seiner Hütte unter doppelten Verschluß bringen, doch stand eine Wache innerhalb derselben. Sobald die Hütte mit einer Paliade umgeben war, wurde die Hütte wieder geöffnet, aber die Herstellung der Palisade nahm längere Zeit in Anspruch, als man erwartet hatte, jedoch litt die Gesundheit deö Gesängenen keineswegs unter dieser Art von Haft. Herr Lebon bestreitet, daß er ich in Dreysuö' Correspondenz eingemischt habe. Heute Nachmittag hieß eö, Derouede und Marcel Habert seien wieder verhaftet worden, aber im Ministerium deö Innern wurde diese Nachricht als anhaltöloS bezeichnet. Dewey in Suez. Suez, 12. Zuli. Admiral Dewey angte hier heute an Bord deö amerikanischen Kreuzerö Olympia an und erklärte, daß sein Gesundheitszustand vorzüglich ist. Man sieht ihm daS an, und dasselbe gilt von der gesammten Bemannung der Olympia. Die meisten von den Leuten haben an Malaria gelitten, sind aber gegenwärtig vollkommen hergestellt. De Kaiser Depesche nach Bielefeld. Berlin, 12. Zuli. Die gestrige Depesche deö Kaisers Wilhelm zn der Enthüllung der Tafel in Bielefeld zur Erinnerung an seine Rede im Jahre 1897, in welcher er der nationalen Arbeit Schutz versprach, hat in politischen Kreisen großes Aufsehen erregt. Sie war an seinen früheren Jnstruktor, Dr. Hinzpeter, gerichtet. Da eö auch Bielefeld war, wo er zuerst von der Einbringung deö Gesetzeö bezüglich der Arbeiter-Avgele genheiten sprach, so legt man sich daö Telegramm dahin auö, daß der Kaiser sagen wollte, er werde sich noch nicht bei der Ablehnung der bekannten Vor läge bezüglich der Streiks, welcher man den Namen Zuchthauö-Vorlage gege ben hat, durch den Reichstag beruhigen. In der Depesche hatte der Kaiser gesagt, er werde der Stadt einen Abguß der für Berlin bestimmten Statue deS Großen Kurfürsten schenken, zur Erinnerung an seinen Besuch in Viele feld, und alS eine Mahnung daran, daß er, wie sein Vorfahr, einen un beugsamen Willen besitze und trotz der Opposition unentwegt den KurS ver folgen werde, welchen er als den richt igen erkannt habe. Deutschland und Frankreich. M a l m o e, Schweden, 12. Juli. Auf die Nachricht von dem Besuch deö Kai

serS Wilhelm auf dem französischen Schulschiff Jphigenie in Bergen am 6. Zuli und dem Depeschenwechsel zwischen dem Kaiser und dem Prästdenken Loubet hat König OSear dem

Kaiser in einem Schreiben seine große Freude darüber ausgesprochen, daß der erste Schritt zu einer freundschaftlichen Wiederannäherung zwischen zwei der wichtigsten Staaten Europa hinfichtlich der Kultur in dem Gebiet deö Vereinigten Königreiche Schweden und Norwegen stattgrfunden habe. Er sprach gleichzeitig die Hoffnung aus, daß dieser Schritt zu einer Verständigung zwischen den beiden Ländern führen werde, von denen der Friede der Welt hauptsächlich abhänge. Ein ähnliches Glückwunschschreiben hat der König an den Präsidenten Loubet gerichtet und zwar durch die Gesandtschaft in Paris. Der Dampfer Paris. Falmout h, 12. Juli. Superintendent Aiöbet, welcher die Bergung deö amerikanischen Dampfer? Paris zu leiten hatte, ist hoch erfreut über daö Gelingen seiner Aufgabe, welche sich unerwartet leicht vollzog. Zaföllig steigerte der Stnd tcs Windeö die Fluth um einen v?ll:n Fuß gegen den gewöhnlichen Stand, urd sobald man dieö bemerkte, setz'e man li:.c Dampfwinde in Bewegung, welche durch ein Tau mit dem Stern deS SchisseS in Verbindung gefetzt war, und daS Schiff wurde in kurzer Zeit flott. Während der Nacht verringerten die Pumpen den Wasserstand im Raum der Paris noch erheblich, und heute werden die Feuer der Paris angesteckt werden, so daß sie ihre Pumpen selbst treiben kann, obgleich noch große Löcher in ihrem Boden zu schließen sind. DaS größte Loch mißt vier Fuß im Quadrat. Man hegt nicht die geringste Besorgniß, daß die Bergung deS SchisseS nach so vielen Bemühungen noch mißglücken sollte. Fal m outh, 13. Juli. Der amerikanische Dampfer Paris lief kurz nach Mitternacht glücklich in den hiefigen Hafen ein und eö werden jetzt Vorbereitungen getroffen, um ihn während der Fluth auf den Strand zu setzen. eM5S.5taS,riSten. Angekommen in : New 3 o 1 1 : Furnessia" von GlaSgow. Liverpool: Rhynland" von Philadelphia; Ultonia" von Boston. Queenötown: Aurania" von New Aork nach Liverpool. Bremen: Kaiser Wilhelm der Große" von New Jork. Southampton: St. Louiö" von New Jork. Rotterdam: Maaödam" von New Jork. London: Manitou" von New Jork. Der i: 5t o kv ille im Couniy Clinton. Ind.. ansässige James Briley soll, wie Viele Andere, das Arvetten nickt erfunden baben. 5 ??olae seiner ausgeprägten Vorliebe für feiertäglichen Müßiggang hat bet seiner Famme Schmalhans sich als Küchenmeister eingestellt und deshalb erhielt er eine Lection. die er wohl nie vergeben w:rv. wölf iunae Männer, die sich nach Weißkappenart mit Masken versehen. hatten, erschienen Nachts vor lemem 5ause. Nachdem sie sich mit Gewalt Eingang verschafft hatten, wurde Vriley aus dem Bett gezerrt, in den Hof geführt und dort mit Theer bestrichen. nachdem er splitternackt ausgezogen war. Sodann wuroe oas Gipser oer Sittenrichter an einen Stacheldrahtzaun gebunden und dort mit Hickorygerten so grausam durchgepeitscht, daß an vielen Stellen die Haut aufgerissen wurde und das Blut floß. Schrecklich zugerichtet und mit Blut und Theer bedeckt, wurde ihm sodann von oem Anführer der Hoosier-Haberfeldtreiber der Befehl verlesen, daß er schleunigst Haus und Hof verlassen und nach einer anderen Gegen übersiedeln müsse, falls ihm sein Leben lieb sei. Briley wanderte unter großen Schmerzen nach Danvslle im County Hendricks, wo ihn am Bahnhof ein mitleidiger Telegraphist mit der nothwendigen Kleidung versah. in , Die Muoiak-.it im ZrübV J T jähr ist verschieden von der. welche von Arbeit berrübrt. Die Ledtere wird durch Ruhe kurirt, die Erstere durch i . ai.rx A v 4 t . einige tfioajcn von ooov aia parilla. Magenbeschverden nach dem Esse werden von Hoodö Pillen gehoben. Sie verursache kein Leibschneiden. 25

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