Indiana Tribüne, Volume 22, Number 292, Indianapolis, Marion County, 11 July 1899 — Page 1

o s r VT t n -sVfr n V4 w i W V v" W ak ?i Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171 Jahrgang Stt. Indianapolis. Zndiana Dienstag, öen Juli 1899. No. 293

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Lditorielles. Man muß eö der franzöflsche'n Regierung lassen, sie geht energisch vor, um der Erledigung der DreyfuSSache den Boden zu bereiten. Mehrere Generäle find bereit versetzt worden, Bertillon, welcher die Handschrist deS Bordereau als die deS DrehfuS erklärte, ist abgesetzt worden und ebenso ist man gegen den Gouvernör der Inselgruppe Verfahren, zu welcher die TeufelSinsel gehört, weil er DreyfuS grausam und brutal behandelte. Wenn erst DrehfuS freigesprochen sein wird, was kaum ausbleiben kann, werden wahrscheinlich noch mehr daran glauben

müssen. DaS Ministerium hat die Kammer über die Sommerserien vertagtund sich somit die Freiheit der Aktion geschassen. Wir und Andere haben Befremden darüber ausgedrückt, daß Millerand in ein Kabinet trat, dessen Mitglied der Schlächter Gallifet ist. Der Pariser Korrespondent des Berliner Vorwärts" schreibt darüber : Gallisset ist daS Gleichgewicht gegen Millerand und umgekehrt. Letzteres so sehr, daß von Millerand'S Eintritt inS Ministerium die Lösung der Krise abhängig war. ES braucht nicht erst gesagt zu werden, daß Millerand'S Entschluß von jeglichen ehrgeizigen Beweggründen frei ist. Der sozialistische Abgeordnete hat vielmehr dabei ein großes Opfer gebracht im Dienste der Republik und folglich der sozialistischen Partei. ES unterliegt keinem Zweifel, daß Millerand sich zuvor über die Haltung deS Ministeriums und insbesondere Galliffet'S veraewissert hat. Demgegenüber hat eS nicht? zu bedeuten, daß Gallisset, sonst ein Anhänger der DreyfuS-Revifion (er war Entlastungszeuge für Picquart), vor zwei Monaten in einem Briefe an daö Journal deS DebatS" jede Maßregelgegen die verbrecherischen Generalstäbler bekämpft hat. JaureS, der bedeutende Redner und Theoretiker, spricht sich darüber, wie folgt auS : Ich weiß, daß daS Kabinet einen Namen enthält, der dem Proletariat ein Greuel ist. Aber waS kann der SozialiömuS dafür, daß die bürgerlichen Republikaner keinen Mann sinden konnten, der dem militärischen Uebermuth einen Dämpfer aufsetzen könnte ? Die Republik ift in Gefahr. Hat ein Ministerium den Muth, die Aufrührer im Wasstnrock zu treffen, so ift eS unS gleich, welches Werkzeuges eS sich bedient. Ich für meinen Theil und unter meiner persönlichen Verant vortlichkeit zolle Millerand vollen Beifall dafür, daß er in diesem Kamps Ministerium einen Posten angenommen hat'. ES ist etwaS Großes, daß die bürgerliche Republik in der Stunde der militärischen Verschwörung selbst tU sozialistische Entschlossenheit anfrufc:'.muß. Eö ist ein EeschichtSdatum, und unsere Partei durste die seö Anerbieten deS Schicksals nicht un benutzt lassen." Wie der genannte Korrespondent schreibt, war die Lage eine drohende. Die zehn Tage lang verschleppte Mi Nisterkrise hatte sich zuletzt zu einer Staatökrise zugespitzt. ES fehlte wenig dazu, den Präsidenten der Republik zur Demission zu zwingen. Die sonst

so machtlüsternen Politiker hatten einen wahren Ministerstreik erklärt. Die Einen, wie Poincare und Meline'S Kreaturen, mit dem Hintergedanken, ein rein gemäßigtes", de? Fälscher-

bände und den Nationalisten genehmeö Kabinet zu erzwingen ; die Anderen, wie die Radikalen Brisson und nament lich Leon Bourgeois, auS schlotternder Angst vor der schweren Verantwort lichkeit. Zum zweiten Mal von Loubet mit der KabinetSbildung betraut, weil kein anderer Kandidat aufzutreiben war, mußte Waldeck - Rousseau um jeden Preis unverzüglich seine Auf gäbe lösen. Daß eS keine Kleinigkeit dar, ein Ministerium zusammenzubringen, daS sich in der Unterdrückung der Uebergriffe und der Anmaßung deS Militärs und in der Erledigung der Sache DreyfuS einig war und dazu den Muth hitte, daS ist begreiflich. ES galt die Rettung der Republik und da durste man keine Dogmenreiterei treiben. Der augenblickliche Kampf muß zu Ende geführt werden. Darüber hinauö wird auch dieseS Ministerium nicht dauern. - ArHMWen. Wetterbericht. Schöne Wetter heute Nacht und morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 85 Grad, niedrigste 66 Grad. Schissel'S Badeanstalt-Tempera-tur 80 Grad. D a S G e r ü st st.ü r z t e ein. Cleveland, O., 10. Juli. Bei dem Legen deS Ecksteines für eine jüdische Synagoge an der Woodlawn Ave. und Jackson Straße stürzte ein Gerüst, auf dem etwa 30 Personen standen, ein und die Mehrzahl der Personen sie! mehrere Fuß tief aus. den Erdboden herab. Glücklicherweise wurde Niemand getödtet. Der Rabbiner S. Drechsler, der Rabbiner Aaron Hahn und Richter 3. E. Bloch und dessen Sohn wurden schwer verletzt und ein Knabe Namens Samuel Eohn erlitt einen Beinbruch. Der Unfall erregte große Aufregung und eö entstand nahezu eine Panik, denn eS wurde allge mein angenommen, daß mehrere Peronen getödtet worden waren. - Ein riesiger Verlust. E a l d w e l l, Texaö, 10. Juli. Nach Abschätzung von sachverständigen Peronen sind nicht weniger als 200 Quadratmeilen Baumwollenländereien überschwemmt worden, von denen jeder Acker einen Ballen gebracht hätte. Die auf diesen Plantagen zerstörte Ernte hatte demnach einen Werth von fast $4,000,000. Gut unterrichtete Peronen sind der Anficht, daß diese furchtbare Ueberschwemmung dem Staat TezaS annähernd Z10.000,000 kostet. ES find taufende von Maulthieren umgekommen, ebenso sämmtliche KauShiere; Hunderte von GeschSftöläden mit großen Waarenvorräthen stehen unter Wasser, und zahllose WohnHäuser find zerstört worden. Es ist keine einzige Brücke mehr vorhanden, und zwischen Brennan und Nilino ist auf der Santa Fe-Bahn seit einer Woche kein einziger Zug gelaufen. Antireligiöse Kundgebung in Innsbruck. Berlin, 10. Juli. Im strengkatholischen Tirol ist eS zu einer antireligiösen Manifestation gekommen. die vielleicht nicht eingetreten wäre, wenn die nationalen Wirren nicht der LoS von Rom"-Bewegurg die Bahn geglättet hätten. Der Fürstbischof Dr. S. Aichner von Brizen hatte in einem Hirtenbriefe diejenigen getadelt. und mit Kirchenftrafen bedroht, welche in diesem Jahre an der Sonnenwendfeier theilnehmen würden. Trotz deö Hirtenbriefes dielleicht gerade wegen desselben wurden in ganz Tirol, Ober-Oefterreich und in dem bayerischen Oberlande am Johan nistage wie gewöhnlich die Johannis feuer angesteckt und die Feier besonders festlich begangen. Auch in diesem Jahre spielte der Sonneuwendmann seine Rolle als vilber Jäger, und bei lodernden Bergfeuern spielten sich auch Heuer alle die Brauche ab, die Scheffel so herrlich schildert, die aber auch an daS krasse Heidenthum erinnern. Bei den Vorbereitungen für dieses gest hatte das neue, in Tirol weit der-

breitete Witzblatt. "Der Scherer" sich

mit dem JnnSbtvcker Festausschuß besonders wohl um das Fest verdient 'gemacht. Der Fürstbischof verbot in Folge dessen den Gläubigen, daS Blatt weiter zu lesen und zu halten, und ordnete für den Festausschuß eine Sühneandacht vor dem Allerheiligen an. DaS war aber den Liberalen zu viel. Vicebürgermeister Ejler von JnnSbrück proteftirte gegen die kirchliche Anmaßung" und forderte alle Gleichgesinnten auf, dafür einzutreten, daß die Kirche sich nicht in altdeutsche Brauche einmische, welche im nationalen Bewußtsein durch ihr Alter geheiligt seien und erhalten werden müßten. Von allen Seiten wurde agitirt. Die Deutschen und Liberalen wollten ihre.Anficht zum öffentlichen AuSdruck bringen und arranglrten sür ihren Innsbrucker Ehrenbürger, den Dichter Dr. Adolf Pichler Ritter v. Rautenkar, der in seinen Werken daS alttiroler Leben so lebenswahr geschildert und stets für daS Deutschthum eingetreten war, ostentatiöS einen Fackelzug, dem die schmarzrothgoldene Fahne vorausgetragen wurde. Leider artete dann die patriotische Demonstration dadurch auö, daß die Demonstranten vor dem Kloster der Ursulinerinnen eine Abschrift d'eS fürstbischöflichen Hirtenbriefe? feierlich verbrannten. Hauptmann DreyfuS. P ariS, 10. Juli. ES heißt hier, in Folge , der Enthüllung der gegen DreyfuS auf der Teufelsinsel verübten unmenschlichen Grausamkeiten, werde auch gegen den Justizminister Ledon vorgegangen werden, welcher für die Befehle verantwortlich war, welche Herrn Deniel zugingen, während er den Befehl über die Teufelsinsel alö Strafanstalt führte. Die Regierung soll nicht gesonnen sein, sich aus d'e gestern erfolgte Entlassung Denielö zu beschränken. Wie DreyfuS behandelt wurde. (Nachstehende Depesche ist einige Tage alt. Wir veröffentlichten sie nicht sofort, weil sie auS einer Quelle kam, die unS nicht glaubwürdig erschien. Die neuerdingS berichtete Absetzung deS GouvernörS der JSle de Salut zeigt, daß doch etwas Wahres daran ist. D. R ) N e w I o r k, 8. Juli. Dem Journal" wird auS Paris gemeldet: Advokat Labori sagte, daß DreyfuS ihm Von seinen Leiden und Torturen, die er durchgemacht hat, erzählt habe. ES ist eine lange Reihe unglaublicher Grausamkeiten, die er schilderte. Seine Wächter waren die roheften und herzlosesten Gesellen, die auö der Guinea Polizei herausgesucht werden konnten. Unsäglich waren die Leiden, die er auSstand. EineS TageS stieß er, als er in hohem Fieber lag, auö Versehen ein bei seinem Bette stehendes Gefäß mit Wasser um. Zur Strafe erhielt er 24 Stunden lang kein Trinkwasser. Gegen Mittag deS nächsten TageS war er fast verschmachtet. AlS der damalige Kolonialminister Lebon einen Brief erhielt mit der Warnung, daß DreyfuS die Abficht habe zu fliehen, ließ er den Gefangenen, obgleich sich herausstellte, daß der Brief eine Fälschung war. in Eisen legen. Obgleich er schwer krank war, wurde er mit Ketten an sein Bett gefesselt.. 3n diesem Zustand blieb er 20 Tage ohne ärztliche Behandlung. Diese Schmach jedoch rettete DreyfuS, wie er sagte. Er war gebrochen an Selb und Seele und wünschte zu sterben; als er jedoch erkannte, daß die Absicht vorlag, ihn bei Seite zu schafseo, nahm er alle seine Energie - sammen und widerftad, um zu leben. Die Behauptung dagegen, daß er in einem Käsig eingeschlossen war, ist nicht wahr. Er befand sich jedoch in nerhalb einer hohen Einzäunung, die nicht viel besser als ein Käsig war und selbst den Blick auf die See ausschloß Eine andere störende Maßnahme war, daß jede Nacht über seinem Bette eine Lampe brannte, um jede Bewegung deS Gefangenen bewachen zu können. DaS Licht zog ganze Schwärme tropi scher Insekten herbei, die den Aermften schon lebend zu verzehren drohten. Die Nachtruhe wurde dadurch zu einer Qual, so daß DrehfuS sie mehr fürchtete wie die brennende Sonne. Aber noch schlimmer als daS : Diese

Hyänen stahlen Dreyfuß Nahrung, in-

dem sie behaupteten, die Angehörigen deS Gefangenen hätten die Geldsendungen eingestellt. Monate lang wurden di. Briefe der Frau und der Angehökigen deö Angeklagten unterschlagen. Alödann hatten die Wachen Austrag, Dreyfuß zu quälen und zu bearbeiten, er solle ein Geständniß ablegen. Seht, Eure Familie sogar hat Euch ausgegeben. Eö ist besser nachzugeben und zu gestehen, sagten sie. Thatsächlich wurde Dreysuö de? Spielball seiner Kerkermeister. Häusig horte er sie in respektwidriger Weise von seiner Frau reden und daß eö daö Bestreben derselben sei, sich wieder zu verheirathen. Dreysuö schrieb dringende Briefe und bat um Erklärungen. Dieselben wurden nie befördert. So wurde er ganz verzweifelt. Selbst den Zutritt zu dem kleinen Hofraum, in dem er spazieren zu gehen Pflegte, verweigerten ihm die unbarmherzigen Menschen. Vier Jahre lang war er in seiner Zelle bei verschlossenen Fenstern und Thüren eingeschlossen, so daß er vor Hitze fast verrückt wurde. Er war einmal nahe daran, einen seiner Quälgeister zu erwürgen, aber er sagte sich noch rechtzeitig, daß der geringste Borwand willkommen geheißen würde. ihn niederzuschießen. er alle Infamien schwelgend. Einer der gemeinsten Streiche war, daß die rohen Burschen ihm einen angefangenen Brief an seine Frau, in dem er sein Herz ausschüttete, fortnahmen und so laut, daß er eö hören mußte, sich über seine Gefühle lustig machten und gemeine Bemerkungen darüber fallen ließen. Alö Lebon seineö Amteö enthoben wurde, traten humanere Wächter an die Stelle der bisherigen. Auf die Frage, wie DrehfuS die Zeit hinbrachte, erwiderte Labori, mit Lesen und Schreiben und mathematischen Studien. Alö jedoch daö Klima und d:e Leiden die Gesundheit - deö Gefangenen untergruben, wurde seine Fähigkeit sür geistige Anstrengung geringer. Monatelang verbrachte er mehrere Stunden deö Tageö damit, wie ein Löwe im Käfig am Zaun auf und ab zu gehen. Schließlich besaß er nicht einmal mehr dazu die Energie. Er kauerte sich in einer Ecke nieder und rückte nur mit der Sonne mit, um im Schatten zu bleiben. Er war so gleichgiltig geworden, daß selbst die einfachste Sorgsalt sür den Anzug unterblieb. Während der letzten zwii Jahre trug er sich häufig mit Selbstmordgedanken. Seit die Agitation zu seinen Gunsten in Frankreich begann, fürchteten die Wärter nichts mehr, als daß er Selbstmord begehen werde, weil sie alsdann ohne Zweifel als seine Mörder beschuldigt worden wären. Endlich erlöst. St. Pe teröburg, 10. Juli. Der Bruder deö Zaren, Großfürst Georg, ist heute gestorben. Bekanntlich litt derselbe seit Jahren Hoffnungloö an der Schwindsucht, und man suchte sein Leiden zu lindern und sein Leben zu verlängern, indem man ihn nach den verschiedensten klimatischen Kurorten, je nach der Jahreszeit, brachte. Der Großfürst war am 27. April 1371 geboren. Muthmaßlicher Thronerbe ist jetzt der Bruder des Zaren, der Großfürst Michael von Rußland, welcher gegenwärtig in London weilt. chts?S.5?aÄriSteu. Angekommen in : N e w S o r k : La Normandie" von Havre; Tauric" von Liverpool und Frieöland" von Antwerpen. Southampton: Kaiser WilHelm der Große" von New Jork nach Bremen.. Bremen: Königin Louise" von Newgork. Gibraltar: Aller" von New Sork. Liverpool: Roman" und Vancouver" von Montreal. Glasgow: Siberian" von Philadelphia. m in i Daö Blutbad bei Hazleton. Wien, 10. Juli. Die amerika nische Regierung hat den Vorschlag Oesterreich - Ungarn? abgelehnt, die Schadenersatzansprüche, welche auf die Erschießung der Oesterreich - Ungarn in dem Massakre bei Hazleton, Penn.,

gestützt werden, welches im September 1897 von dem Sheriff Martin in

Szene gesetzt wurde, einem SchiedSi geeicht zu unterbreiten. Washington, 10. Juli. Die hiesigen Beamten bestätigen die Nachricht auS Wren, daß die Ver. Staaten den Vorschlag, die Ansprüche auf Schadenersatz wegen der Schießerei in Hazleton, Pa., an ein Schiediaericht zu verweisen, abgelehnt haben. Damit glaubt man die Angelegenheit hier für erledigt, obgleich die Verhandlungen zu nichts geführt haben. JneinemGeküschnahe Forestville.Prince Georg's Eounty.Maryland, wurde die gräßlich zerfleischte Leiche eines etwa 9 Monate alten Kindes gefunden. Bereits seit einigen Tagen hattcn in der Nachbarschaft Wohnende bemerkt, daß eine Anzahl RaubVögel sich in das Gebüsch niederließen, und als man nachforschte, machte man die grausige Entdeckung, daß an der Stelle, wo man die Vögel bemerkt, die Leiche eines kleinen Mädchens lag. Der Verdacht, daß ein Mord vorliege, richtete sich gegen Della öocne und Mary Thomas, und bei einem Jnquest stellte fic& heraus, daß die beiden Grauensversonen kürzlich in das Gehölz aeaangen, um Waldbc:rm zu sammeln. Da das kleine 5imd, das st: mitgenommen hatten, ihnen viel Umstände machte, batte die Thomas das Kind, wahrend die Mutter es hielt, zu Tode gewürgt. Sie ließen dann m Ltqt im Walde lieaen und erzählten, daß sie das Kind bei einer Familie zur Pflege nntergebracht hätten. Die beiden Frauen wurden sofort nach Marlboro ms Gesangniß gebracht. Dieö)armonie m : t G'nscfüßchen der Vrooklymr Sänger ist sprichwörtlich geworden. Da es Leute giebt, welche nicht dran glauben, legen sich die Sänger demonstrativ ttei wie Qarmomc ". Eintracht, fernicieir. Vereinigung", Bund", Eoncordia" und deral. mehr bei. und dann kann die Rauferei los gehen. Die neueste Illustration hierzu Uefcr!e kurziicy ver orddiutscke Harmonie G.-V.". Lor Kurzem spaltete sich die 5)armonie in zwei Laaer. die von Pra . 3t)n m mann und Sekr. Etzhardt einerseits. Vice-Präs. Hollmann und Schatzmeister Käsemann andererfttts vefeyttgl wurden. Die .Harmonie" gedieh so vortrefflich, daß vor Kurzem die Majorität unter Vice-Präsident Hollmann beschloß unter Mitnahme des Vereinseigenthums nach einer anderen Halle zu muhven . Als aber der Auszug bewerkstelliat werden sollte, widersetzte sich die Gegenpartei. Vier Polizisten wurden abgesandt, um die Harmonie aufrecht zu halten. Die Faktion Hollmann erwirkte nun im Supreme-Ge-rickit einen vrovisorischen Beschlagnahmebefehl und zwei Deputy - Sheriffs wurden mit der Ausführung veaustraat. Sie kamen vor verrammelte Thüren und unter Bedeckung der Polizei wurden die Thüren eingeschlagen und das Vereinseiaenthum im Triumph nach einem Auktionslokal gebracht, wo es verbleiben muß. bis die Gericttr das Eiaenthumsrecht entschieden haben. Am Abend feierte die Holl-Mann-Z?a!tlon ihren ?iea durch einen Umzua mit Musik nach dem neuen Versammlungslokal. in Neunzig Prozent aller Menschen haben unreines Blut und dieses verursacht viele Krankheiten. HoodS Sarsaparilla kurirt diese Krankheiten, indem eö die Unreintgrerten entfernt. Sood Villen irritiren nickt und find die einzigen Pillen, welche mit HoodS Tarlaparrua genommen werden tollten. ntnct Bau- und Spar-Verein macht Hypotheken-Anleihen ZU den niedrigsten ZinS-Ratev. Abzahlungen der Schuld nach Belieben. Man erkmdize sich bei den Beamten: murt E. Metzger, kswest. Loutk telken. i.Präsnt. Unniv Vohn. Sekntk. Carl H. Lieber, Schatzmftn. Versammlung jeden Samfrag Vlbend im Deutschen HanS. ByessoV Gösw, Abstracto of Title:, 84t MuM und PmslvIa Str. The Lsmcke, 11. 000 .Im Ia M9 CW VW 1IW Judiauave.lt. FRED LAGLER. ach folg o Min ik, vto. 15 Süd Ulabaa Straße, DampsOcdletf-Stabltssement Rastrmeffer sür Barbiere, LSeeren. Cliv perS und chirurgische Instrumente werd schneu und gut grsqtr.ten. uue Sttcu fisratitirt. .

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