Indiana Tribüne, Volume 22, Number 291, Indianapolis, Marion County, 10 July 1899 — Page 2

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Csii IS C0& Vladsms Strebs Indianapolis, Ind., 10. Zuli 1899. ' Wie d?, Alten fungen. Soeben veröffentlich Graf Remacle in Paris eine Reihe neuer Memoiren aus der Zeit, da die erste französische Republik unter dem (Konsulate mit vollen Segeln dem Caesarismus entgegeneilte. Damals strebte der Mann auf. der auch heute genügen würde, das schwache und wankelmüthige Regime der Parlamentsrcgierung in Frankreich über den Haufen zu werfen: Napoleon Bonaparte, der ernsthafte Boulanger im Anfang des Jahrhunderts. Diese Memoiren zeigen, mit welcher Vereitwilligkeit und Unterwürfigkeit sich das republikanische Frankreich dem Manne der That unterwarf und wie wenig die Gesellschaft von heute sich von der damaligen Pariser Gesellschaft unterscheidet. Greifen wir aus der Fülle der neuen Darbietungen nur einige heraus: Ein Gericht in der Provinz hatte zwölf Verbrecher zum Tode verurtheilt. Da man schon unter dem Direktorium angefangen hatt?, von der Guillotine einen sparsameren Gebrauch zu machen, wurde das Urtheil an den ersten Consul geschickt, ob er eine Begnadigung verfügen wolle. Napoleon berief eine Rathssitzung des Cassationshofes ein, der er selbst präsidirte. Nachdem man eine Weile debattirt hatte, erklärte Napoleon, er finde, die Verurtheilten seien Uebelthäter, welche die Todesstrafe reichlich verdient hätten. Damit wäre die Sache erledigt gewesen. Nun aber erhob sich der General-Procurator Abrial und erklärte: Die Weisheit Ihres Ausspruches. Herr Consul. ist so groß, daß ich schon gestern die Hinrichtung der Leute habe vollziehen lassen." Großes Tableau! Napoleon sieht sich in seinem Ansehen geprellt und ist wüthend. Endlich aber stellt sich heraus, daß Abrial nur eine verunglückte servile Redensart gebraucht hatte. Die Verurtheilten lebten noch und wurden erst nach Geheiß Bonapartes geköpft. Auf einem Balle tanzte der als Trunkenbold und roher Patron bekannte General Lagrange mit Fräulein Talhouöt. Napoleon meint, das gäbe ein hübsches Paar. Diese Anmerkung wird als Befehl betracht?!, und vier Tage später ist Fräulein Talhout Generalin Lagrange. Vierzehn Tage später findet die junge Frau ihr Leben an der Seite dieses mehr als robusten Helden unerträglich und beklagt sich bei dem feiner gesitteten General Manou. Dieser erschrickt: Sie sind Generalin Lagrange? Der Mann ist ja schon längst verh?irathet, seine Frau und Binder sind Zu Egypten." Ohnmacht der zweiten Frau! Aber Bonaparte darf nicht Lügen gestraft werden. General Lagranze wird nachträglich von seiner ersten Frau geschieden. Allerdings leuchtet Napoleon allen Franzosen an Chauvinismus voran, und damals schon galt seine Eifersucht in erster Reihe England. Man legt ihm die Correcturbogen eines Alma nach national" vor. in weichem die Staaten Europas nach dem Alphabet geordnet sind. Anbieter" als erster, und dann viel später France". Der Consul tobt, schon soll ein neues Alphabet verordnet werden, das mit F anfangt, als ein Weiser entdeckt, man könne auch Grande Bretagne" sagen, und damit ist die Hochnothpeinliche Sache erledigt. Ein Minister fällt auf der Reise durch die Normandie in schwere Ungnade, weil er die an muthigen Landschaften dort mit englischen Gärten" vergleicht. Der thörichtste Schwindel wurde betrieben, um Bonaparte dem Landvolke als künftigen Gebieter plausibel zu machen. So wurde in der ganzen Provmzpresse erzählt. Bonaparte sei ein richtiger Bvurbon. Der Gefangene der Bastille mit der eisernen Maske" sei ein Zwillingsbruder Ludwigs XIV. gewesen und habe ein Fräulein Bonpar geheirathet, das nach der Festsetzung des Gatten, mit ihrem Sohne nach Corsica ging. Dort sei aus Bonpar" eben Bonaparte" geworden. Und das wurde geglaubt. Napoleon protegirte für das Theater das große historische Drama. Besonders schwärmte er fürJulius Caesar", aber die Tragödie der Ermordung des Urm e . c n i . r -J yevers oer anerrvuroe i unier inner Herrschaft nie aufgeführt worden. Und die Gesellschaft jener Tage? Den großen Salon in Paris hielt die schöne, engelhaste liebenswürdige Gattin des Banzulers Röcamier. die Freundin Chateaubriands. Im Hause der schönen Julie verkehrten alle führenden Männer; die Generale und Minister, Gelehrte undKünstler, welche der neuen Zeit dienten, kamen mit grollenden Republikanern zusammen, selbst etliche Aristokraten in das allmachlich wieder bezogene Faubourg St. Germain. Nur die jungen Herren natürlich suchten im Salon R6camier leichte Unterhaltung. Eines Tages Kar dort ein alter Graf eingeführt worden, der durch seine lächerlichen Manieren den Spott der ganzen Gesellschast geweckt hatte. Verzweifelt wandte sich Madame R6camier an einen jungen Vicomte: Was wird man in 'der Welt von mir denken?" Der Äitomte erwiderte ihr lächelnd: Be--ruhigen Sie sich. Madame! Die Welt res Foubourg St. Germain interessirt sich nicht im geringsten dafür, ob und N:e Sie ezistiren." Einen Widder mit fünf 'Hörnern besitzt der im Cedar SpringsDistrict, ctv., ansässige Farmer Wm. parjlaa.

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Seltsamer Wandervogel. Schon bei einer früheren Gelegenheit war von den verschiedenen Gattungen Wandervögel und von der verschiedenen Art, wie sie ihre Wanderneigung bethatigen, die Rede gewesen. Indeß gibt es auch Wandervögel, tu sich in l e u n e r jener Gattungen unterbringen lassen, und einer der merkwürdigsten dieser ist der rothe Ibis (mt dem teil, gen Ibis des Orients nahe verwandt), welcher kürzlich wieder r. Californien ziemlich viel von sich reden uu-aiic. v ' rx mi , r: r; t orr Zum ernen Acai iwumu, OinTtn so saaen wenigstens die Geflügelkenner ist die,er interessa. Vogel besuchsweise wieder in Californien ausgetaucvr. vszmt cigcn.. Heimath hat er vorwiegend ;n den Sumpf - Waldländereien von Brasirw 4 ! L rn li'n und lAcntraiainerua, lvv ei Schilf nistet. Denn er ist ein ausgewracken trovisckes Geschöpf und liebt über Alles die einsamen Tummelplätze des blauen Reihers, des Pelicans und des Flamingos. Aber einmal icoes tnhT sammelt er sick in aroken Schwärmen, um aus die Wanderschaft I ' . . m . rr i. zu gehen, und diese seme Wanoerunaen erfolgen überaus regellos und unbestimmbar! Es scheint, daß die jeweilige Laune dieses so gels. oder die Richtung und Schnelligkeit des Windes in den oberen Luftschichten, in welche er sich erhebt. weit mekr seine Wanderuna bestimme. als irgend eine feste Gewohnheit oder ein eingewurzelter Instinkt.' wie man dies sonst von allen Wandervögeln sagen kann. Er ist deshalb als ein ttnicum unter seinesgleichen zu oezeicynen. und es kann sehr wohl vorkommen, daß er ein Vierteljahrhundert oder länger eme Gegend mcht wleoer besucht, ohne daß man zemalö eine besondere Ursache für sein Ausbleiben oder Wiederkommen hat entdecken können. Als ebenso unverhoffter Gast, wie diesmal in Californien mag er in anderen Jahren in Lousiana oder Florida auftauchen, oder er mag auch in Mexico seinen Wanderzug beschließen. Ja. was besonders merkwürdig erscheint, er ist gelegentlich weit auch von den Kalbtroviscken Ländern hinwea aeflogen und plötzlich in Massachusetts oder einer anderen nordischen Zegeno aufgetaucht, wo ihn Gelehrte und Landleute dann, zu ihrer großen Verwunderung fro st schauernd vorfanden. Der rothe Jbi's wird auch seines Fleisches wegen gesucht und gejagt. Dieses Fleisch hat ein stark fischiges Aroma, erinnert aber sonst sehr an dasjenige der Sumpfente, mit welcher er übrigens durchaus keine Verwandtschaft hat. Sehr beliebt sind bei Manchen auch die grünen Eier dieses Vogels, deren er jeweils drei legt, und bei denen, wenn man. sie abkocht, sich von dem röthlich-orangefarbigen Dotter das Eiweiß" als ein leberfarbiger Gelee absondert. Bei der Jagd auf den rothen Ibis wird seine eigenthümliche Neigung, sich auf kürzlich überschwemmt gewesenen Ländereien herumzutummeln und sie nur ungern zu verlassen obwohl er ein fast ebenso guter Schwimmer, wie Flieger ist ihm oft verhängnisvoll, und sein schrilles nächtliches Schreien und Quintschen verräth ihn. Unter solchen Umständen sind auch unlängst auf kalifornischen Ländereien jener Art viele rothe Ibisse von Jägern erlegt worden, welche wol)l nicht anders geglaubt hatten, als daß es auf eine Entenjagd gehe, und über den Anblick der Beute höchlich überrascht waren, da keiner von ihnen zur älteren Generation der Sportsleute gehörte. Trotz ihrer Unerfahrenheit hatten sie ziemlich leichtes Spiel, da die Ibisse ihnen scgut wie gar nicht aus dem Wege gingen. Jerome, die Lündcnstadt. In den letzten paar Monaten ist das Anzonaer Bergbauer - Stadtchen Je rome öfter in kurzen Depeschen er wähnt worden, deren jede aber eine große Ungluasbotschast enthielt. Diese Botschaften bezogen sich fast alle auf furchtbare Feuersbrunste. Die letzte derartige Nachricht, welche in der letzten Hälfte des Mai über das Land ging, meldete, daß der Geschaftstheil von Jerome beinahe vollständig durch eine Feuersbrunst vernichtet worden sei. Und fast wörtlich ebenso lauteten Meldungen vom 11. September 1893. vom Weihnachtsabend 1897 und von mehreren dazwischen liegenden Zeiten. Im Ganzen ist dieses Stadt chen jetzt genau dreizehnmal sogut wie abgebrannt! Das ist ein Ausweis, wie ihn wohl in ganz Nordamerika kein anderer Ort aufzuweisen hat, er müßte denn etwa eine viel weiter in die Ver gangenheit zurückgehende Geschichte haben. Ungefähr so bald, wie die Häuser jedesmal wieder aufgebaut sind, brennen sie auch wieder ab. Natürlich macht diese Kette von Ver Hängnissen viel von sich reden; die Mei nungen darüber sind aber sehr getheilte. Wenn die Ausspruche gewisser Propheten und Prophetinnen der Heils armee und der Temperenz - Elemente maßgebend sein sollen, so hätte man Jerome einfach für eine gottverfluchte Sündenstadt, für ein modernes Sodom und Gomorrah zu halten, das die Rache des Himmels so lange fühlen müsse, bis es tuaendsam werde. Das ist es. was von männlichen und weiblichen Heilsarmee - Soldaten aus den Straßen von Jerome und ander wärts in flammenden Worten gepre digt wird. Diese Jonasse erklären. daß Jerome gegenwärtig die sundyas teste, unmoralischste Stadt in ganz Amerika sei. Be: der Vorliebe, rrnt welcher sie auch sonstwo Superlative anwenden und auch jene Städte in Grund und Boden hinein verdammen oder doch nur mit ganz heroischen Mitteln für rettbar erklären will dies gewiß etwas heißen. Am feurig sten predigt in dieser Art eine wollköpflge Heils - Krleaerm. bekannt un ter dem familiären Namen Tante Tbomas". Ein..merkwürdlg.er Um

st 'd 'iil c? dabei, daß die neueren

Riesenbrände in Jerome jedesmal ganz kurz auf das Eintreffen der Heilsarmee und den Beginn ihres Feldzuges gegen den Teufel- folgten. Es iiegt bis jetzt kein Grund vor. diese Erscheinung irgendwie zu Ungunjten ver Heilssoldaten .zu deuten, diese aber gehen noch viel weiter und deuten sie mit großer Beredtsamkeit zu ihren Gunsten, als eine Art Rückzugs - Manöver des. vor ihren furchtbaren Angriffen weichenden, aber leider immer wieder in seine alte Position zurückkehrenden Erzfeindes! Sonstige TugendElemente legen sich die Sache wieder ein Bischen anders zurecht, erklären aber gleichfalls übereinstimmend, daß Jerome der größte Sündenpfuhl weit und breit sei. In ganz anderer Weise sehen die Versicherungs -. Gesellschaften die Geschichte an. Sie sagen zwar, ebenfalls, die Bewohner dieses Kupfer - Bergbauerstädtchens (das Gold' hat hier herum, wenigstens unter derErde. nicht viel zu suchen) seien selber an allen ihren Brand - Heimsuchungen schuld, aber einfach deswegen, weil sie beharrlich so elende Fachwerk - Häuser hinsetzten, statt einigermaßen feuersichere Gebäude. (Mit sehr wenigen Ausnahmen.) Und auch die VersicherungsGesellschaften zwiebeln diese Men. schenkinder ganz gehörig! Im Sommer des Jahres 1897 hatten die Feuer-versicherungs-Raten in Jerome 2 bis 5 Procent pro Jahr betragen; aber anläßlich der schrecklichen nachmaligen Feuersbrünste wurden sie auf 10, 12 und 15 Procent pro Jahr erhöht. und endlich fand sich überhaupt keine Feuerversicherungs - Gesellschaft mehr, welche dort ein Risiko zu irgend einem Preis annehmen wollte, außer auf Stein- oder Cement - Gebäude. Infolge dessen ist bei dem jüngsten Brand fast alles betroffene Eigenthum ohne einen Dollar Versicherung in Rauch aufgegangen. Uebrigens sind auch die Versicherungs - Gesellschaften weit entfernt. Jerome für eine tugendhafte Stadt zu halten. In der That blüht hier da? bekannte Hurrah - Leben" westliche! Bergbauer - Orte in einem Maße, wie es seist heutzutage fast nur noch in Dime - Novellen zu finden ist. aber in Leadville und vielfach anderwärts seine geschichtlichen Seitenstücke gehabt hat. Das Uebrige kann sich der geneigte Leser selber ausmalen. . Was immer fül ftcfoen daraus bervoraehen mögen neugierig fragt man sich allgemein: Wann wird der Feuermoloch zum vierzehnten Mal erscheinen? -- Die Körbe" eines Königs. Das Königreich" Serbien dürfte demnächst wohl das interessanteste" Land der Balkanhalbinsel werden, bereiten sich dort Zustände vc. die geeignet sind, wieder einmal die Blicke der Welt auf jenen Hexenkessel zu lenken, in welchem beständig Dinge gebraut werden, die in den Rahmen der europäischen Culturwelt recht schlecht hineinpassen. Von einschneidender Bedeutung für die Zukunft Serbiens ist es vor allem, daß die seit etwa 50 Jahren bestehende, auf einen Schweinehirten zurückführende Dynastie- Obrenovic zum Aussterben verurtheilt ist. König Milan war trotz all' seiner recht orien talischen Passionen immerhin ein Mann, mit dem die Politik des Landes rechnen durfte; wohl hat er das Seinige dazu gethan, um das von der Natur keineswegs stiefmütterlich bedachte Serbenland zu einem der geprllftesten zu machen, die es auf der Erde giebt; aber er war doch ein Mann, der wenigstens für seine Dynastie- Werth hatte. Sein Sohn, der zur Zeit noch regierende" König Alexander, ist dagegen nicht einmal mehr in der Lage, Hoffnungen zu erwecken. Der junge Königist der am meisten zurückgewiesene Freier Europas. Wenn erhaltene Körbe Schwimmblasen wären, mit denen man auf dem Meere der Politik leicht zu schwimmen vermag, so könnte König Alexander ganz ruhig der Zukunft ent gegenblicken. Bald nach dem Regierungsantritt Alezanders trugen sich die unzufriedenen Elemente Serbiens mit dem Plane, den jungen König aus dem Lande zu schaffen. Als König Milan davon erfuhr, faßte er sofort den Entschluß, für eine neue Fundamentirung seiner Dynastie zu sorgen, d. h. seinen einzigen ehelichen Sohn angemessen zu verheirathen. Wohl agitirte Königin Natalie gegen diesen Plan, da sie fürchtete, in Belgrad für alle Zeiten ausgespielt zu haben, wenn im Konak eine neue Königin rcsidirte; aber das dynastische Interesse war denn doch wichtiger als die Befriedigung des Ehrgeizes der schönen Natalie und so setzte sich's denn Milan in den Kopf, seinem lieben Sohne eine österreichische 'Erzherzogin zu verschaffen. Da er gute Beziehungen zu Oesterreich hatte, so glaubte er, daß es ihm nicht schwer werden würde, seinem königlichen Sohne eine Prinzessin aus dem Hause, das selbst für seine Kammerherren zwölf Ahnen väterli-cher-und mütterlicherseits verlangt, zu erobern. Eines Tages war denn auch in der officiösen serbischen Presse zu lesen, daß König Alexander', sich demnächst mit einer Tochter des Erzherzogs Josef von' Oesterreich verloben würde. Man war in Wien über diese Nachricht so überrascht, daß Milan sich beeilte, nach einer neuen Schwiegertochter zu suchen. Er glaubte sie jetzt in einer hessischen Prinzessin gesunden zu ha ben. Die Sache nahm sich diesmal sehr ernst aus. Die Zeitungen .Belgrads brachten bereits das Bildniß der Braut- und große Artikel, in welcher über das Vermögen der Prinzessin und über die Vortheile, welche aus der Vereiigung eines Obrenovic mit einer deutschen Fllrstentochter für Serbien erwachsen würden, orakelt wurde. Auch ein Oheim der Prinzessin kam nach Belgrad, um sich die serbische Dynastie etwas näher anzusehen er kam sah und entfernte sich und mit der Verlobung war es wieder nichts. Di6er zweite Korb lchreckte Milan

nicht ab.' Er llopfte bei fa,I auen mitteleuropäischen Höfen an überall fand er verschlossene Thüren; selbst m Athen wollte man nichts von einem serbischen Schwiegersohne wissen. In Verzweiflung wandte Milan sich jetzt nach Ungarn; er hoffte, dort eine reiche Magnatentochter für Sascha kapern zu können; es fanden sich auch wirklich ein paar FamiTien, die nicht abgeneigt waren, ihr Blut mit dem der Dynastie Obrenovic zu mischen sobald die maßgebenden Personen aber in Belgrad gewesen waren, schreckten sie zurück; und endete denn auch auf ungarischem Boden jede Werbung mit einem verletzenden Korbe. Jetzt kam Milan auf eine originelle Idee: Eine

reiche Jankeetochter sollte Serbien und das Haus Obrenovic retten. Zu diesem Behufe setzte sich Milan mit den größ.en a.aerikanischen Heiraths - Vermittelungsbureaux in Verbindung, und bald las man in gewissen Zeitungen lange, mit Bildern gezierte Artikel, welche die Königlichen Schlösser, die Krondiamanten und Krondomänen Alexanders schilderten. Selbst Krone, Scepter und Reichsapfel, Jnsignien, welche Serbiens Könige nie besessen, wurden in den Zeitungen abgebildet, um die Aankeetöchter lüstern zu machen nach dem Glanz der Königskrone aber selbst diese Reclame half nichts auch die amerikanischen Nabobs hatten kein Zutrauen zu dem Sohne Milans und Nataliens. Allmalig hatten diese nicht enden wollendenKörbe das Mutterherz Nata liens verlebt und sie beschloß, jetzt selbst für ihren verschmähten Sohn zu werben und rechnete mit ihrer russischen Verwandschaft, die es ihr ermöglichen sollte, für Sascha eine russische Prinzessin zu erobern. Aber auch ihr gelang es nicht, eine russische Prinzessin zu gewinnen, sie mußte sich endlich dazu entschließen, bei den nicht ganz vollgiltigen kaukasischen Fürstengeschechtern Umschau zu halten. Schon hatte es den Anschein, als ob der alte Fürst Urusow, ein Verwandter der Königin, eine seiner Töchter für das Haus Obrenovic opfern wollte aber als der alte Herr in Belgrad gewesen war. schüttelte auch er sein graues Haupt und zog sich versagend zurück. Jetzt richtete sich das Auge der Königil' auf Cetinje. Die serbische Diplomatie arbeitete denn auch mit allem Eifer an den Vorbereitungen, und alles wurde, in Bewegung gesetzt, um die Reise desKönigs nach Cetinje und seine Brautwerbung vorzubereiten da tras die geradezu niederschmetternd wirkende Botschaft in Belgrad ein, daß sich die schöne, junge Fürstentochter mit dem Kronprinzen von Italien verlobt hatte. Man hoffte nun wenigstens noch auf eine andere Tochter Nititas; dieser erklärte jedoch feierlich, daß er einem Obrenovic keine Tochter zur Frau geben würde. Damit war jede Hoffnung, eine Fürstentochter für den serbischen Thron zu gewinnen, erloschen. Um die Dynastie Obrenovic überhaupt noch aufrecht zu halten, kamen Milan und Natalie überein. den 5iönig mit einer serbischen Patricierstochter zu verheirathen. Die Tochter des Gardeobersten Konstantinovic wurde ausersehen, den serbischen Thron zu besteigen. Konstantinovic ist ein Verwandter der Obrenovic, und seine Frau, eine Nepusenooic, hat von ihren Verwandten viel geerbt. Frau Konstantinovic ist überdies eine ehrgeizige Dame, und so hält man es denn für selbstverständlich, daß Alexander wenigstens ein Fräulein Konstant'movic zum Altar führen wird. Aber das Unerwartetste trat ein die Eltern der Braut- dankten im letzten Augenblick für die Ehre, indem sie den bedenklichen Gesundheitszustand des Königs zum Vorwand der Ablehnung nahmen. Und so rückt in immer unheimlichere Nähe das unvermeidliche Ende der Dynastie Obrenoöic. Per Spieler. Von Zoltan von Ambruk. Um sechs Uhr Nachmittags schlief Major Nicaragua noch. Im Traume erschien ihm endlich, nach langem Sehnen die Coeur-Tame in der vollen Pracht ihrer Schönheit, die CoeurDame, welcher sein sehnsüchtig pochendes Herz seit Wochen schon entgegen schlug: Die Erscheinung trug ein ins Purpurrothe spielendes korallcnfarbiges Seidenkleid. Auf ihrem runden Halse schimmerte ein RubinenkoUier, in ihrem nachtschwarzen Haare strahlten Feuerrosen. Sie winkte, und der Major wollte von seinem Lager auf. springen, allein er vermochte sich nicht zu bewegen. .... Weiter drin, im anderen Zim mer. hockte neben einem wackeligen Tische, welcher fortwährend torkelte und pochte, gleich einem unzufriedenen, brummigen, alten Diener, eine blasse, blonde Frau über eine armselige Hand arbeit gebeugt. Neben ihr buchstabirte ihr kleiner Sohn Robinsons Abenteuer. Im ersten Augenblicke vermochte man nicht zu sagen, ob die blonde Frau zwanzig oder vierzig Jahre zahle. Ihr Aussehen klagte viele traurige Jahre an, allein in ihren Augen lag ein gewisses naives Vertrauen, welches die Jahre aaS demselben noch nicht zu verlöschen vermocht hatten. Sie blickte genau so in die Welt, wie ihr kleiner Sohn. Das Zimmer wurde von dem gelben Scheine einer Gasflamme zum Theile erhellt. Die Wohnung mochte früher ein Geschäftslokal gewesen sein, und den glücklichen Umstand der vorhandenen Gasleitung benutzend, brannte, die blonde Frau kein Petroleum. Der kleine Knabe ließ sich verneh men: Papa geht heute nicht in's Amt." Er hat noch Zeit- antwortete die blonde Frau. Das Amt beginnt erst um neun Uhr." Wann ich zu Bette gehe??Ja, wann Du zu Bette gehst.Ter kleine Knabe widmete eine Weile seine . Aufmerksamkeit wieder Freitag, dem Diener 'Robinsons, dann stützte er den Kopf in die Hand und wandte sich wieder leiner Mutter: .Saae. Ma.

ma, was für ein Amt hat denn der Papa?"

Auf dem bleichen Gesichte der blon- i den Frau erschien eine matte Rothe. Der Papa ist Major,- antwortete sie i kurz. Da? weiß ich," sprach der Knabe. : Warum trägt er aber keine Soldaten kleider wie die Anderen?Weil er schon genug gekämpft hat,erllärt ihm die Mutter. Jetzt kämpfen die Jüngeren, während er im Amte schreibt. " Der kleine Knabe wußte schon, daß das, was die blonde Frau sagte, heilig sei, und er fragte nicht mehr. Die Wanduhr setzte ihr eintöniges Ticktack fort. Die Blonde blickte eine Zeit lang träumend vor sich hin, dann erhob sie sich leise und ging in das andcre. finstere Zimmer hinüber. Es fiel ihr gar nicht ein, ihren Gatten aufzuwecken. Ter Major hatte irgend ein Herzübel; wenn man ihn aus dem Schlafe aufstörte, vermochte er es ! selbst in drei Tagen nicht zu vermin I den. Sie setzte sich nur neben sein Bett hin und'wartete still. Sie war so geräuschlos wie ein zitterndes Mäuschen, dennoch erweckte den Major dieser Blick, welcher in der Dunkelheit auf ihm lastete. Bist Du es?Jch bin es." Wie viel Uhr ist's?- . Es ist gleich sieben." Zünde eine Kerze an." Sie gehorchte und setzte sich wieder in ihren Sessel zurück. Sie saß dort gleichsam wie die personisizirte stille Er gebung. . Mit wirrem Blicke betrachtete der Major den bekannten Schatten. Willst Du etwas?" fragte er nach einer kurzen Pause. Tie blonde Frau beantwortete die Frage mit einer anderen Frage. ..VerlorstDu?" Ja, ich war im Verluste. Viel?" Sehr viel. Warum?" Die Frau zauderte ein wenig. Das Dienstmädchen fordert seinen ' Lohn," sagte sie endlich. Es ist schon der vierte Monat, daß wir ihr nicht zahlten. Tie Kohlenrechnung bringt man auch jeden Tag. Was soll ich ihnen sagen?" Ter Äcajor sann eine Weile nach. Warte bis morgen," sagte er. Heute ist es unmöglich. Mein ganzes Vermögen sind scchsundfünfzig (öulden." Während er dies sagte, schien er hundert Jahre alt. Dann ging er ins Badezimmer hin ein und machte Toilette. Eine kurze kalbe Stunde nachher trat aus dem finsteren, zwei Schritte weiten Raume ein eleganter, glatt rasirter alter Herr in tadelloser Abendtoilette heraus; auf seinem blendend weißen Vorderhemde schimmerten die zwei falschen Steine in blendendem Gefunkel, und das Ehrisanthemum, wel ches sein Knopfloch schmückte, verbreitete die Illusion, daß das Haar dieses Kavaliers wohl grau sei, doch sein Arm noch jung. Er wechselte einige Worte mit dem kleinen Knaben, schickte ihn schlafen und zog dann seinen Winterpelz, das Familienkleinod, an. Tann schickte er sich zum Gehen an. In der Thür jedoch blieb cr stehen. Richtig.- sprach er dann zu der blonden Frau unück, bcn.iruhta Cich wegen des TicnsimädchenS nickt. Morgen nimm ans meiner Brieftasche hundert Gulden heraus und bezahle, was zu zahlen ist." Er nickte seiner Frau zu und promenirte hinaus. Sein glänzender Eylinder verschönte fast die schmutzige Mohrengasse. Ein Stück Weges ging er zu Fuß, doch bald darauf bestieg er eine Troschke. Tie Klubdiencr sollten nichts merken. Er . setzte sich im Wagen zurecht und monologisirte lautlos wie folgt: Sechsundfünfzig Gulden!" Als der Wagcn schon in der Nähe des Klubs der Jugend war, setzte cr die Gulden Eigarre in Brand. So wie die falschen Steine, der Winterpelz und Ehrisanthcmum war auch diese GuldenCigarre blos eine Geschüftsinrestitur. Im Klub durchschritt er apathisch sämmtliche Säle: blieb da und dort stehen, um ein paar Worte zu wechseln' und erkundigte sich nach Dieser und jener Schauspielerin. Endlich nahm er an einem der Spieltische P'atz, wie Jemand, der nicht weiß, wie er seine Zeit todtschlagen soll. Jedermann mußte anerkennen, daß er herrlich spiele. Er störte den Gang des Spieles durch kein einziges Wort; auf seinem Gesichte war weder die Gunst noch die Ungunst des Spieles wahrnehmbar. Er theilte, gewann oder verlor so, als ob ihm das ganze Leben langweilig sei. Inmitten der hochgerötheten und grünlich gewordenen Gesichter bewahrte blos sein interessanter Kopf das Phleg. ma des ersten Augenblickes. Mit der tiefinneren Ruhe einer egyptischen Gottheit nahm er an den gleichgültigen Spielen theil; bei Gelegenheit großer Zusammenstöße hingegen war er schroff und feierlich, gleich einem Pontifex maxirnus, der an einem hohen Festtage celcbrirt. Während die Anderen gegen Morgen einander erregt in die durchwühlten, verlebten Gesichter blick ten, war in seinen Augen keine Leiden, schaft zu bemerken, ebensowenig als man auf seinem Vorhemde ein Staubchen wahrnehmen konnte. Als es schon tagte, fiel dies selbst den Fremden auf. Wie munter und gelassen ist doch dieser schöne alte Herr!Tenn sein Gesicht, auf welchem die Augenringe, die Backenknochen und die Lippenfalten so scharf gefurcht waren, wie man dies nur auf Porträts jeer Künstler, die sehr gut zeichnen und all das suchen, was stilisirt ist), sein schöneö, interessantes Gesicht blieb die ganze Nacht gleichförmig. An diesem Abend hatte er wieder kein Glück. Ohne irgend welche besondere Emotion verlor er seine sechsundfünfzig Gulden, und, einen seltener erschei nenden Bekannten erblickend, hörte er gelassen zu spielen auf. Richt wahr, Herr Major, Sie waren päpstlicher Zuave?" fragte ihn der Bekannte,' während sie Arm in Arm deV Speisesaal Luschlenderten. Ich

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teisheit der Glieder.

Die Anwendung von O t oi. bringt schnelle und An intelligent matron, a resident tO all her netghbors that she thinks ipaou r

She believes that they saved the life of her son, a boy of twelve, who haj been taken sick with what the doctors called liver trouble and catarrh of the stomach. She says that after treating him a year, without doing hira any good, the doctors gare him up to die. About that tinie his unde, v ho had had experience wilh Ripans Tabulcs and found that they hai done him much good for catarrh of the stomach, insisted that his nephew should try them. After they had been taken two months. aecording to directions, the boy was able to go to school and four montha after he tegan taking them he replied to an inquiry : " Why, I am just as well as ever I vras."

nahm Darour eine Welle an, und ich glaube, ich habe die Wette gewonnen' ,,Eie haben sie gewonnen," antwortete der Major und erzählte seinem Bekannten die ganze Geschichte des Papstthums, als ob gar nicht er es wäre, der sein ganzes Vermögen draußen im anderen Saale gelassen hatte. Für sich aber bemerkte er einige Mal: Wenn es Balthasar heute nicht einfällt auf einen Sprung heraufzukommen?" Zum Glücke kam Balthasar herauf. Richtig, Herr Major, ich bin Ihnen hundert Gulden schuldig geblieben " Bitte, es ist nicht der Rede werth." ,.Im Gegentheil, ich danke Ihnen lehr." Major Nicaragua ließ seine Lanae weile noch einmal durch sämmtliche Salons schleudern, dann blieb cr hinter den Spielern stehen. (ine Weile sah er dem Kampfe zu, dann setzte er Uch, als würe ihm schon das aan Erdcndasein zuwider, auf 's neue zwip i. , " legen Die epieier. Tie hundert Gulden Balthasars trugen bessere Zinsen als die ersten Gelder. (5r war schon im Gewinnst?, als er auf einmal zwei rothe Figuren in die Hand bekam. l? war gerade der Theilende. Ich erwarte Dich, Geliebte!" sprach cr bei sich, denn sein Traum fiel ihm cm. Und er gab die Karten so theuer als es nur möglich war. Alles Geld, wel ches auf dem Tische lag, wanderte in die Kasie. AIs er auch die zwei anderen Karten in Augenschein nahm. lächelte ihm in der That die CoeurDame entgegen mit ihrem Pagen dem Aß. Im nächsten Augenblicke häuften sich an tausend Gulden vor ihm auf. Zehn Minuten nachher schaute er auf seine Uhr und erklärte kühl, er sei grausam schläfrig. Am nächsten Tage konstatirte der kleine Knabe voll Ueberraschung, daß sein Papa nicht den Smoking anziehe, nicht das Chrisanthemum aus dem Glase herausfische, sondern daß er in ein Gewand schlüpfe, wie es die übrigen Bewohner der Mohrengasie tragen und sagte: heute gehen wir in den CircuZ. Es verhielt sich in der That so. Die kleine Hoswohnung in der Mohrengasse schwamm den ganzen Tag in einer fabelhaften Wohlhabenheit; selbst die Wangen der blonden Frau zeigten ein! ge Röthe. Man machte sich einen recht lustigen Tag. und der Major sprang im Stadtwäldchen herum, wie ein altes Känguruh. An diesem Tage zog Major Nicara gua einen seiner abgetragenen Röcke an und ließ seinen berühmten Pelz zu Hause, er rauchte FünfkreuzerCigar ren und lachte aus vollem Halse. Mit einem Worte er feierte diesen Tag voll ständig. Sie gingen spät nach Hause, und die blonde Frau schlief glücklich ein. Am dritten Tage waren von den tau. send Gulden achthundert wieder zurück verloren. Und aus dem Klub heimkehrend, monologisirte Major Nicara gua in dem Wagen wie folgte Wie prächtig haben wir uns vorgestern für zehn Gulden unterhalten! Und wie bitterlich waren heute diese paar Strni den, während welcher ich die achthun dert Gulden verlor! Es giebt wirklich keinen grausameren Frohndienst als das Kartenspiel. Was soll ich aber thun. Von etwas muß man doch le ben! Und schließlich zuerst kommt das Amt und erst dann. . . . das Vergnü gen."

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