Indiana Tribüne, Volume 22, Number 284, Indianapolis, Marion County, 2 July 1899 — Page 10

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Das verwunschene Vett. Eine nnheimlicke Ceschlc!.te von S. Sp. Geliebte!" Das Wort schien aus dem Kopfkis" sen neben ihr hervorzuquellen. Mit klopfendemHerzen setzte sie sich auf und tastete zaghaft nach der Stelle, von wo es erklunge.. war. Aber so sehr sie sich auch abmühte, nichts als das weiche Bettzeug begegnete ihren zitternden Handen, das Zimmer blieb nach wie vor in Dunkel gehüllt und ununterbrochen frischte tiefes nächtlichesSchweigen. Hatte sie geträumt? Unmöglich! Noch tönten ihr die drei Silben, klar und deutlich von einer geisterhaften Stimme gesprochen, in's Ohr. Ein tödtllcher Schreck ergriff sie und kalte Schauer rannen ihr den Rücken herunter. Einige Secunden saß sie regungslos da, dann raffte sie sich gewaltsam zusammen, erhob sich und zündete Licht an. Nichts hatte sich verändert, die Thür war fest geschlossen, es mußte ein Traum gewesen sein. Lieschen, antworte mir doch nur ein einziges Wort, mein Herz." Mit einem Schrei sprang sie aus dem Bett und stürzte halb ohnmächtig in einen Sessel neben dem Kaminofen. Erst nach geraumer Zeit vermochte sie genügend Muth zu fassen, um d Kerzen anzustecken. Doch kein geisterhafter Anblick bot sich ihr dar keine wehenden Portieren, keine grausigen Familienbilder, kein geheimer Eingang. Mr gewöhnlich neigte sie sich zum Aberglauben und doch war sie überzeugt, daß die unirdischen Töne von ihrem Lager hergekommen waren. Mit rechten Dingen ging das nicht zu. Um alles in der Welt hätte sie sich nicht neden die gespenstige Stimme niedergelegt; sie ergriff ein Buch, rückte sich in dem Lehnstuhl zurecht und überließ dem Phantom den ungestörten Besitz des verwunschenen Bettes. Noch zwei Mal hörte si: die Uhr schlagen, dann fielen ihr die Augen zu und nicht eher wachte sie cuf, als bis ihr die Morgensonne hell in's Gesicht schien. Nun erhob sie sich und überdachte das Geschehene noch einmal. Beim freundlichen Tageslicht sah sich alles anders an. Wie hatte sie nur so dumm sein und ihr warmes Nestchen, eingebildete? Schrecknisse wegen, verlassen können? In der Erinnerung an ihre Thorheit brach sie in ein zorniges Lachen aus, aber angenehm klang es ihr nicht entgegen trotz allem und allem hatte sie das zweiteMal nicht geträumt. Unsinn, sie wollte nicht mehr daran denken. So hastig als es ihre steifen Gliedmaßen erlaubten, kleidete sie sich an. Zxräulein Barr verbrachte die PfingstWoche bei dem reichen, gastfreien Baron von Bernau, einem alten Freunde, der jetzt Wittwer war, mit ihrer Nichte Julie, die ihr dlesenBesuch abgeschmei-

chelt hatte. Sie selbst wäre lieber zu Hause geblieben, und sie konnte nicht begreifen, was in das Mädchen aefahren war. Doch als sie kurz nach der Ankunft ihres leichtsinnigen Neffen Heinz unter den Gästen bemerkte, ging ihr ein Licht auf. Diese Begegnung war ihr sehr unangenehm, die Neigung der beiden jungen Leute paßte ihr nicht und an eine eheliche Verbindung war nicht zu denken. Die schöne Julie, ihre zukünftige Erbin, konnte etwas Klügeres thun, als einen vermögenslosen Lieutenant zur See heirathen, und Heinz war überhaupt noch nicht alt genug. an einen derartigen Schritt ernstlich zu denken. Trotz aller seiner Fehler mochte sie aber den frischen Burschen gern vielleicht weil er sie an einen anderen erinnerte, den sie einst geliebt hatte. Dies war nun schon lange, lange her und der schmucke Officier lebte nicht mehr. Wieder ist es -Schlafenszeit, die Tante hat sich vortrefflich unterhalten, denn der Baron war außerordentlich aufmerksam gegen sie gewesen. Wenn es doch noch nicht zu spät wäre? Schon einmal hatte er sie begehrens'verth gefunden, und ein Blick in den Spiegel zeigte ihr, daß sie noch nicht aller Reize bar war. Mit neununddreißig Iahren ist man auch noch nicht zu alt zum Heirathen! Jetzt aber rasch zu Bett. Die schlaflose Nacht hatte sie müde gemacht und heute wollte sie sich ihren Schlummer durch nichts stören lassen. Kaum waren ihr jedoch die Augen zugefallen, als die geisterhafte Stimme von Neuem zu sprechen anfing, und dieses Mal hörte sie deutlich ihren eigenen Namen: Julia. Fest entschlossen, das Geheimniß zu entrathseln. blieb sie ruhig liegen und rief so laut als es ihr wild klopfendes Herz gestattete: Wer Du auch seist, menschliches Wesen oder gespenstiger Geist, störe meinen Frieden nicht länger und laß mich schlafen." Ihrer Anrede folgte ein seltsames Geräusch. War es ein Lachen? Dann klang es fürchterlich gruselig. Die nächsten Worte, die sie verstehen konnte, waren indessen nichts weniger als spukhaft. Alle Wetter, daran hatte ich nrcht gedacht. Habe ich Dich erschreckt, Geliebte? Hast Du denn nicht gesehen, daß ich ein Telephon zwischen unseren Zimmern angebracht habe? Das Mundstück ist zwischen der Draperie am Kopfende des BetteS verborgen." Hastig machte sie Licht und fand, daß die Stimme Recht hatte. .Schweiaen Sie sofort still, Sie anmaßender Mensch, wer Sie auch sein mögen,- erwiderte sie durck tyis Televbon mit aller tyr zu Gebote stehenden Strenge. :e snf?(Js Wn fflrTi?nhimnä IU UClUt VlJlUVy VW Wkvni.i3 draht durchschneiden und Ihnen Ihre Unverschämtheit nicht so rasch verzeiben." . .Beraieb mir. Lieblina. ertönte es bittend zurück, .taasüber habe ich so StUtn lÄelaenbeit. Dich zu tauchen.

Versprich mir wenigsten?, daß Du mich morgen Abend hinter dem Fliederöusch imGewächshaus treffen willst. Wenn ich Dich beleidigt habe, will ich Dir auf den Knieen Abbitte leisten." Die erzürnte Dame würdigte ihn

keiner Antwort. Getreu ihrer Aus--sage, schnitt sie die Verbindung durch und versuchte zu schlafen. Der eine Theil des Räthsels war gelöst, nun blieb noch der andere. Wer mochte der unbekannte Bewunderer fein? Der Baron? Wenn man ihn ansah, war es schwer, ihn einer solchen Ezcentricität fähig zu halten. Und doch! Kein anderer Schluß war möglich. Verliebte Männer verfallen eben oft auf die sonderbarsten Dinae. Darüber schlummerte sie ein und träumte, 2 f . ,,. (-. ;i r? o-. f . lic yanc sieg mn einem ricjigcn .cicphon verheirathet. Es war am Pfingstsonntag Abend. Nach dem Nachtessen saß man gemüthlich im Salon beieinander, doch war es Julia bis jetzt noch nicht möglich geWesen, etwas zu entdecken. Allerdings war der Baron sehr, sehr liebenswürdig, doch Spuren von Verwirrung zeigte er keine, so oft sie auch das Gesprach auf die modernen Ersindungen und insbesondere auf das Telephon brachte. Am anderen Ende des geräumigen Zimmers hatte sich eine Gruppe junger Leute zusammengefunden und das Lachen und Schwatzen nahm kein Ende. Plötzlich rief eine Stimme: Kommt, das müssen wir sehen," und alle stürmten nach der Thüre. Julie!" rief die Tante der Nichte zu, wo willst Du hin?" In den Garten, es soll ein großartiger Sternschnuppenfall zu sehen sein." . .Jetzt, zu Pfingsten? Du bist nicht recht bei Troste!" Ach, laß mich, die Nacht ist so schön." Schon wollte sie dem Mädchen die Erlaubniß verweigern, als sie sich des Stelldicheins im Gewächshaus erinnerte. Das Geheimniß mußte in jedem Fall aufgeklärt werden. Meinethalben," sagte sie also gut gelaunt, ich sehe in's Gewächshaus, wenn es sich der Mühe lohnt, kannst Du mich rusen." Mit diesen Worten ergriff sie ein Spitzentuch, das Jemand liegen gelassen hatte, und begab sich an die bezeichnete Stelle. War wirklich ein Herr dort? Ja, hinter dem Fliederbusch bewegte sich eine dunkle männliche Figur. Vorsichtig lugte sie um die Ecke und erkannte ihren Neffen Heinz. Schon wollte sie sich unbemerkt entfernen, als sich zwei Arme leidenschaftlich um sie schlangen. Mit einer gemaltsamen Bewegung befreite sie sich aus der Umarmung. Dabei fiel ihr die Hülle vom Kopfe und entgeistert starrte ihr der junge Mann in's Gesicht." Heiliger Bimbim, Tante Ju," entfuhr es ihm und ehe sie noch etwas erwidern konnte, war er in wilder Flucht davon gestürzt. Gott se: Dank, daß ihr unbekannter Verehrer diese Scene nicht gesehen hatte! Aber die Lust an Abenteuern war ihr vergangen und sie kehrte in den Salon zurück, wo sie Julie auf ihrem alten Platze vorfand. Ob Heinz wohl auf sie wartete? Argwöhnisch blickte die Dame nach ihr hin, aber das Gesicht des jungen Mädchens, das sich über ein Buch beugte, war nicht zu erkennen. Nun schloß sie dasselbe, klagte über Kopfschmerzen und verließ das Zimmer. Wie merkwürdig blaß sie aussah! Wenn dem armen Kinde nur nichts Ernstliches fehlte! Und der Lösuna des Geheimnisses war sie auch nicht näher gekommen. Kein Zweifel, es mußte der Baron sein. Mnastmontaa. Unter den Briefen. die für Fräulein Barr angekommen waren, befand sich einer, der sofort beantwortet werden mußte. Sie begab ncd desbalb ln das Arbeitszimmer des Barons, wo in einem Erker, der durch Portieren von dem größeren Raume abgetrennt war, der Schreibtisch stand. Als sie gerade mit ihrem Briefe zu Ende war. wurde die Tour aeofsnet und ?lulie trat ein. Sie warf sich in einenSessel und brach in Thränen aus. Was mochte ihr nur zugestoßen sein? Den ganzen Morgen hatte sie so blaß ausgesehen und ihre Augen waren wie vom Weinen gerathet. Schon wollte die Tante die Vorhänge zurückschlagen und auf sie zugehen, da trat Heinz haltig ein. Unbemerkt zoa sie sich zurück, um zu sehen, was nun folgen werde. Julie schien nicht zu wissen, daß noch Jemand im Zimmer- war. Sie hatte sich tief über den Brief gebeugt und versuchte nach Kräften ihrSchluchzen zu stillen. Einiae Augenblicke sah Heinz schweigend auf sie nieder, dann beaann er: Willst Du mich mit Gewalt um meinen Verstand bringen, Julie, daß Du mich so behandelst? Was habe ich Dir gethan? Du kannst mir doch nicht im Ernst wegen der dummenTelephor.geschichte zürnen. Glaube mir Geliebte" Du hast noch Zeit genug, Aeine Entschuldigungen vorzubringen, wenn ich mich über Dein Benehmen beklagn werde. Ich verstehe nicht, von waS Du sprichst. Wie Du siehst, bin ich beschäftizt, also verlasse mich." Dann sage mir wenigstens, wes halb Du gestern Abend nicht in das Gewächshaus kamst, wo wir uns unge stört hätten sprechen können, nachdem ich die Anderen alle zum Narren gehabt und zu dem Sternschnuppenfall geschickt hatte?" Selbst wenn ich hätte kommen wollen, hätte ich nicht gewußt, daß Du dort warst. Du scheinst Dich ja auch über meine Abwesenheit getröstet zu haben. Jcb wäre jedenfalls zu viel ge.

Wesen. Zwei find sicher genüg, öe? Dritte stört nur." Was soll das heißen? Ist es m'Jrr lich, daß Du die Begegnung mit Tcite Ju gesehen hast?" In der Erinnerung daran lachte der junge Kerl H:rzlii5i auf, während sich Julie in ihrer ganzen stolzen Schönheit ausrichtcte und erzürnt entgegnete: Ich glaube, wenn einer hier das Recht zu fragen hat. so bin ich es. Mir kann es gleich sein, wen Du dort triffst oder nicht, es interessirt mich nicht im geringsten, ich begreife aber nichl. was Tante Julia dabei zu thun hat." Nun, Liebling, wenn das mein ganzes Verbrechen ist, dann kann ich mich rein waschen. Ich wartete auf Dich als ich eine D?me herankommen sah, die Dein Spitzentuch, daß Du den Abend bei Dir trugst, um d:n Kopf geschlungen hatte. In dem dort Herrschenden Halbdunkel dachte ich. Du seist es. Denke Dir meinen Schrecken, nicht meine einzige klein? Braut, sondern die Tante befand sich in meiner Umarmung. Meine freudigen Gefühle kannst Du Dir leicht vorstellen. So rasch ich konnte, erariff ick das Qasen-

panier. Hoffentlich hat sie mich nicht L l V?. 1! crianni, oenn oz siiuailon war le.ne angenehme." Also war es Tante Julia, die ich m lernen Armen sag?" Aber natürlich, Herzblatt! Du glaubst ja selbst nicht, daß ich eine andere liebe." Ach, Heinz, Heinz, verzeih mir, ich war so elend." Dann mußt Du mir auch die Geschichte mit dem unglückseligen Telephon vergeben." Telephon? Was für ein TelePhon?" Das Telephon, das ich in Deinem Zimmer anbrachte und worüber Du so ärgerlich warst." Ich weiß nichts von einem TelePhon. Heinz. Heinz, was hast Du nun wieder angestellt? Das ist ja noch schlimmer, als das Abenteuer mit Tante Ju." Allmächtiger! Schliefst Du drnn nicht im blauen Zimmer, Nummer sie. ben?" Ich? Nein am anderen Ende des Eorridors." Aber ich hörte doch selbst, wie unsere Wirthin sagte, Nummer sieben sollte für Fräulein Varr zurecht gemacht werden." Ja, Fräulein Barr, natürlich, das ist Tante Julia." Himmlischer Vater, jetzt ist alles vorbei, ich kann mich auf der Stelle aufhängen." In diesem Augenblick, wo sich Bestllrzung und Verzweiflung auf ihren Gesichtern malte, wurde der Verhäng zurückgeschoben und die Tante stand vor ihnen. Ja, junger Mann," sagte sie, es war Tante Julia, der Sie Ihre zärtlichen mitternächtlichen Liebesbotschaften zuraunten. Da Ihr aber beide zwei junge Narren seid, die es sich in den Kopf gesetzt zu haben scheinen, mit oder ohne meine Einwilligung zu hei rathen, will ich gute Miene zum bösen Spiel machen und Euch meinen mütterlichen Segen nicht vorenthalten." Schnarcher auf Reisen. Ein englischer Graf befindet sich in einem Schlafwagen der Canada - Paeis ic - Eisenbahn. Sein einziger Reisegefährte ist ein Amerikaner, ein Mann von derber Art. aber doch ein braver Bürger der großen Republik mit lithographirten Visitenkarten: Silas P. Higgins. Früh am nächsten Morgen wird Silas P. higgins gesprächig. Sagen Sie 'mal, sind Sie eigentlich, was man einen Lord nennt?" Sein Gegenüber bestätigt die Thatsache. Vielleicht sind Sie sogar ein Graf?" Der Gefragte bedauert in höflichster Form, daß er auch das leider nicht bestreiten kann. Silas P. Higgins wird durch die liebenswürdige Art seines Mitreisenden zu weiterenSchritten verleitet. Sie sind doch auch wohl ein reicher Mann, der über 100.000 Dollars verfügen kann?" Der Graf nickt, und bei all' der angeborenen Scheu amerikanischer Demokraten vor den Leuten aus der alten Welt, die einen Titel führen, klingt Higgins' vierte Frage wieder kleinlauter: Ich möchte nicht verletzten, vielleicht besitzen Sie sogar 200.000 Dollars?" Der englische Magnat äußert bescheidentlich, daß sein Vermögen auch wohl diesen Betrag erreichen könnte. Na," ruftSilaS P. Higgins jetzt, indem er sich zu einem nochmaligen Schlafe in Positur setzt, wenn ich ein Graf wäre mit all' diesem schönen Gelde, so würde ich mir sicherlich einen Schlafwagen für mich allein nehmen, wenn ich so schnarchte, wie Sie eö thun!" De r a u s einer Mücke gemachte Elephant hat oft nur das Leben eine? Eintagsfliege. Inmitten einer großen Kinderschaar, die sich aus dem Spielplatz im Berliner Thieraarten tummelte, erschoß sich in der fünften Stunde der Wachtmeister a. D. Grabitzky aus der Bliicherstraße 66. Gra. bitzky, ein Mann in den 70er Jahren, war früher Wachtmeister und Negimentsschuhmacher im Garde - Kürassie? - Regiment. Seit 28 Jahren lebte er im Ruhestande, ein schweres Nervenleiden quälte ihn schon lange. In der fünften Nachmittagsstunde setzte er sich aus dem Spielvlatze inmitten der Kmderschaar auf eine Bank; ohne daß man etwas Auffallendes an ihm wahrge nommen hatte, zog er plötzlich einen Revolver aus der Tasche und jagte sich zum Entsetzen der Kinder eine Kugel in den Kopf. Bewußtlos und schwer verwundet wurde er von zwei Schutzmannern in ein Krankenhaus gebrach.

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nkunft und Ldzzng ön verschiedenem in dahnzüge ta Union Do:, Jndia-po!iS. Vandalia. Abgang Postzug 7 05 ?d Expreß 11 55 ttm Expreß l??5 Nm Aocomodation 7 2 1 m Expreß 4 00 3 rn Expreß RIOY01 Ankunft Expreß 3 vO Tu Expreß 4 45 5TnAccomodatisn .lOsx? Expreß 2 25 Sirn Schnellzug 7 93 im Aecomadatic Schnellpostzug 8 20 Nm Tledeland, Cmelnnati, Chicago und St. öoui,. JndianavoliS und Cleveland DivtNon. Abaang Expreß 4 16 Expreß 6 35 9' Expreß 10 35 trn Limited Expreß 11 15 n or Fb-.. 62oS. Ankunft Expreß 4 10 NnExpreg 1130m LimUed Expreß 8 45 Ab Expreß 3 10 Nm Erpreß 10 50Nm St. LcuiS Division. Abgang Expreß 7 30Lm Limited Exprsß 11 45 Vm Expreß 11 20 Kni Expreß, täglich 3 50Nm Ankunft Expreß täglich 4 05Vm Expreß 10 30 Vm Limited Expreß 5 30Nm Expreß S 10 Vm Zhicags und Cincinnati Diviston östlich Abgang Schnellzug . 3 45 Tm Accomodation tögli 70Bm Accomodation 10 60 Vm Postzug 2 45 Nm Accomsd. lnur Sonntags). Accomodahon 6 SO fim Ankunft-Rushville Accomodation. Postzug 11 40 Jnv'plS Acc. (nur Sont.). Accomodation 11 15 Vm Accomodaticn 6 40 Ab Schnellzug 11 05 Nm Chicago und Cincinnati Diviston rcesnicy Abgang Accomodation ScknellPost Lafayette Accomadation. . . . Schnellzug Ankunft Schnellzug Lafayette Accomodatioa . . . Schnellpost Accomodztu: 7 10 Vm 11 45 Vm 5 16 Nm 12 30 Vm 3 30VM 10 30 Vm 2 85 Nm 5 45 L.'m Peoria Division reestlich. Abgang Expreß 7 25 Vm Expreß 11 45 Nm Danville Accontodation 4 35 Nm Expreß 11 15 Vm Ankunft Expreß 3 30 52m Danville Accomodation 10 30 Dm Expreß 2 42 Nm Expreß 6 1 Not Peoria Division östlich. Abgana Expreß 6 20 Vm Accomodation Erpreß 3 25 Nm Ankunft Expreß ..1135 Accomodanon Expreß..... 9 00 Lake Erie und Weßern. Abgang Expreß 7 00 Vm Expreß 1 20 Nm Expreß 7 00 Nn? Schnell'Ervreß Ankunft Schnell Expreß Cxprey iüzo öui Expreß 2 40Nm Expreß S00Nm Pittzi'urg, Cincinnati, Chicego und Et. Lonis. Jnttanapolik Division. Abgang Expreß 50) Nm 7afinKiS OT - . .c. if PV ä J CYV .lumvu 4tvmöoaiwli. . . w vrn ENreß 3 25 Vm Schnellpostzug No. 14 8 25 91 Expreß 710Vm An?unft cyneuzug 3 05 Nm Expreß.... 12 25 Km Accomodatwn 816Nnt Expreß 6 50Nm Erpreß 10 00 Nm Ehicago Division via Rtl:v.o. Abgang Expreß 11 35 Vm Ervre ?2 Ankunft Expreß 8 45Nm Cxprev 3 2jm LouiSvilleDivifton. Abgang Expreß 3 30Vm oulövllle AccomodUton... 8 15 Vm Schnellzug 3 3jShn Accomodation 4(0 Nm Ankunft Accomodation 10 20 Vm Schnellzug 11 0 Vm Accomodation 5 4 Nm Spe.ial täglich 12 25 Km Cincinnati, Harnilto und Dayton Abgang Mail 8 05Cm Abgang Expreß 3 45 Cntcmnat, Aceomottta . . 10 45 Vm Expreß 7 00 6 Expre k 4 45 Nni Ervre t 2 45Nm akunft Accomodation 11 45 Vm Cxpre, 12 45 Vm Expre l 7 60Nm Expreß 10 35Lu Erpreß 6 60 82m Ankunft MaU 6 60 5m Indianapolis und VincenneS. Abgang Expreß .. 815 Vm VincenneS Accomodatro .. 4 20 Ankunft Bincenn?s Accomodat enlO 40 Lrn Expreß 4 50Nm Cincinnati, Wabash und Mchigan Abgang Expreß 35 Vm Expreß 11 15 Vm Erpreß 4 50 Ankunft Expreß 9 25 Vm rvntz 8 10 Nm Crji 8 45 Km Indianapolis, Deeatur und WeSern Abgang Expreß.. 8 15 Vn. Accomodation 3 45 Sfon Schnell' Ervrei, 11 lomn Otcksft SchnellExpreß 3 35Vm ecomooanoa 10 40 Vm cnß 440 Srn Chicago, Indianapolis unb LoniSville. uottOtt uoute. C2 pxt. 12 55 Vm ... 335(1? ( 11 U2tL - 7nnim Z'-' r-WÄldia 3 O & S3) llkOVm C 'IrS 8 80 Vm Elatl., sSSWZ 2 40 km '-br 4 37 31m 7 55N.

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