Indiana Tribüne, Volume 22, Number 284, Indianapolis, Marion County, 2 July 1899 — Page 1

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v O M I .A A vfC A 0 IV 'i 'A.;f f. r 1 N 1 Iw 5 . v H t. Office: No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Jahrgang 23, Indianapolis. Zndiana Sonntag, ttn 2. Juli 1899. No. 284

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sich auf Massenchöre zu beschränken und bezahlte Solisten wegzulassen. ES wuröe bestimmt, daß die Vereine einzelner Staate., sich in Verbände organifiren und jährliche fessle abhalten sollen und Toledo versprach, damit so-

fort voranzugehen und den Ansang zu machen. Ferner wurde den Vereinen empfohlen, Jugendklassen zu organifiren, da die Einwanderung nicht mehr genügt, die Reihen der Sänger zu füllen. Die Musik für die Sängerseste soll künftighin von einem Comite auögewählt werden. daS auS zwei Vereindirigenten bestehen soll, die von den Bundesbeamten gewählt werden und ohne Entschädigung zu sungiren haben. Der Festdirizent wird vom Bund gewählt. Der Grund, warum daS nächste Sängerfest in Busszlo in 1901 abgehalten wird, liegt darin, daß in jenem Jahre die panamerikanische Ausstellung daselbst stattfindet. Unser Musikverein amüsirte sich am Freitag Nachmittag mit einer Bootfahrt. Viele der Besucher verließen heute schon die Stadt, eine bedeutende Zahl de? Sänger reiste ebenfalls heute schon ab, so daß der Chor heute Abend bedeutend kleiner war, als gestern. Dagegen kamen andere Besucher auS der Umgegend in grober Zahl und auch auS nahe liegenden Städten-, welche da große Volksfest, den Schluß des Ganzen, mitmachen wollen. Nachher kommt der Katzenjammer und dann die Erinnerung. Cincinnati, 1. Juli. Die Indianapoliser Vereine treffen Sonntag Vormittag um 11 Uhr 40 Minutenin Indianapolis ein. Der Männerchor und Liederkranz statteten heute Nachmittag Fort Thomas einen Besuch ab, der Musikverein amüsirte sich -im Zoologischen Garten. 3n der heutigen Sitzung der Delegaten wurde die revidirte Conftitution deS Sängerbundes angenommen. Von dem deutschen Sängerbund traf eine Glückwunschdkpesche ein. Der Louiöville Liederkranz, der einzige Verein, welcher von den Gründern des Sängerbundes noch übrig ist, wurde als Ehrenmitglied erwählt. Der dahingeschiedene Componift Balatka wurde durch Trauerbeschlüsse geehrt. Die alten Beamten, darunter. John P. Frenzel, Schatzmeister, wurden biß aus den Finanzsekretär wiedererwählt. AlS Finanzsekretär wurde Adam Link, St. Louis, erwählt. Zu Ehrenpräsidenten deö SängerbundeS wurden die Herren John Dimling von PittSburg und Bernhard Bettmann von Cincinnati erwählt DaS Nachmittagskonzert war gut, ganz besonders verdient der Kinderchor de? Erwähnung. Trohdem die Reihen der Sänger bedeutend gelichtet waren, war das Abendkonzert ein großartigerErfolg ES schloß mit dem Lied "Star Spangled Banner", daS von Chor und Zuhörerschaft gesungen wurde. Herr John P. Frenzel überreichte dem Festdirigenten, Herrn LouiS Ehrgott, im Namen deS Indianapolis Männerchor einen prachtvollen Lorbeerkranz und brachte ein dreifaches Hoch auf ihn auS. DaS Sängerfest schließt morgen mit einem großen Volksfest im Zoologifchen Garten. Leo M. Rappaport. 464 Kranke. Washington,!. 3uli. General OtiS berichtet dem KriegSdepartemevt, daß der TranSportdampfer Morgan City am 24. Juni mit 464 Kranken an Bord, von Manila nach San Francisco abgegangen ist. HU DaS gelbe Fieber. Washington, 1. Juli. Sin Bericht, welcher die Situation in Santiago de Cuba bezüglich deö gelben FieberS bis zum 26. Juni zukammenfaßt, ist beim Generalarzt deS MarinehospitaldiensteS eingegangen. Er constatirt, daß während dieser Saison im Ganzen 35 Personen am gelben Fieber erkrankt und elf daran

'gestirbkn find. Alle d esc Fälle b s auf vier betrafen amerikanische Sol-

daten. DreysuS in Renne S. NenneS, 1. Juli. DreysuS kam heute Morgen um 6 Uhr h'er an. Er schien guter Gesundheit zu sein. Sein Haar wird grau, sein Bart ist von röthlicher Farbe und er hält sich sehr ge rade. DreyfuS landete gestern Abend gegen 9 Uhr in Quiberon während äußerst stürmischen WetterS und unter großen Schwierigkeiten. DreysuS wurde in einem Boot anS Land gebracht. Am Landungsplätze war eine Compagnie Soldaden ausgestellt. Auf der Fahrt nach dem Bahnhofe sprach DreysuS kein Wort. Der Extrazug, der ihr nach Renneö brächte, hielt bei Rabelais, drei Kilometer von der Stadt. Daselbst bestieg er eine Kutsche, welche in raschem Trabe nach dem Gefängniß fuhr. Vor dem Gefängnisse hatte eine große Menschenmenge seit Mitternacht gewartet. Als die Kutsche ankam, drängte die Menschenmenge vorwärts und Alles schrie : Hier ist er." Berittene Gensdarmen kamen rasch hinzu und Dreyfus wurde ohne besonderen Zwischensall inS Gefängniß gebracht. Die Menge zerstreute sich sodann. Der Eouvernör des Gefängnisses schickte Frau DreysuS sofort Nachricht von der Ankunft ihreS Gatten. Als sie ankam wurde sie auch sofort zu ihm gelassen. Die Szene deS Wiederfehens läßt sich besser denken, als beschreiben. Es war Niemand gegenwärtig als eine Frau Haxel, welche Frau DreyfuS nach der Zelle ihreS Manneö geführt hatte und welche sich in respektVoller Entfernung hielt. Frau DreyfuS verließ daö Gefängniß titf bewegt und brach fast zusammen vor Ausregung. Sie fand ihren Gatten sehr gealtert, Haupt- und Barthaar war theilweise ergraut und der Oberkörper gebeugt. Von den Vorgängen der vergangenen zwei Jahre wußte DreyfuS nichts. Die weinende Frau würdigte die Höflichkeit, mit der man ihr begegnete. Brest, 1. Juli. Die Landuug DreyfuS' in Quiberon war eine vollständige Ueberrafchung für die hiesige Admiralität und die Offiziere derselben, welche selbst jetzt noch keine ofsi zielle Information erhalten haben. EchiuS-Nachrichte. Angekommen in : N e w S o r k : Island" von Stettin. Liverpool: Derbyshire" von Boston; Germanic" von New Jork; Belgenland" von Philadelphia. - Neunzig Prozent aller Menschen haben unreines Blut und dieses verursacht viele Krankheiten. Hoods Sarsaparilla kurirt diese Krankdeiten, indem eS die Uneinigkeiten entsernt. HoodS Pillen irritiren nicht und find die einzigen Pillen, welche mit HoodS Sarsaparilla genommen werden sollten. allerlei. Der schnellste tranöcontinentale Eisenbahnzuz auf unserem Continent ist der Jmperial Limited der Canadian Pacific - Bahn, welcher die 3000 Meilen betragende Entfernung zwischen Vancouver und Montreal in 100 Stunden zurücklegt. Dies sind 12 Stunden weniger als der schnellste Zug der Union Pacific-Bahn zwischen San Francisco und New )ork braucht. Dem Veteranen Marien Smith in Chattanooaa, Tenn., hat die Enthaltsamkeit vom Schnapsgenuß den Tod gebracht. Der Mann, welcher seit dem Bürgerkriege Jag für Tag bedeutende Quantitäten Whisky zu dertilgen pflegte, schwor dem Schnapsteusei ab und beschloß, nur noch Wasser zu jrwken. Dies war aber mehr, als seine zerrütteten Nerven' vertragen tonnten, denn drei Tage darauf war er eine Leiche. Der Geschäftsmann Mar! Wilson brachte dem Farmer John Canter jn Lynnville, m Graves County, Ky.. in ine:n Streite eine lebensgesährliche Wunye bei. Eanter 1 wollte ein Ralirmesser taufest, was ihm

zu theuer war worauf er Streit ant'ng und sich mit einem Messer auf den adenbesitzer losstürzen wollte, doch

dieser war schneller und feuerte einen Schuß ab, der dem Gegner m den Magen drang. Canter wird wahrschem llch sterben. In Gegenwart von twa 1000 Personen tratCapt. Wm. A. Andrews von Atlantic City, N. I., in seinem kaum zwölf Fuß langen und fünf Fuß breiten Boote The Doree" eine Reise über den Ocean an. Er wird zuerst die Azoren zu erreichen versu chen, um hier Proviant einzunehmen. Es ist dles sein fünfter Versuch,, in kleinen Booten den Ocean zu kreuzen. Das kleine Fahrzeug ist schwarz angestrichen, damlt es, wne Andrews sagt, nicht wieder, wie bei früheren Reisen, von Walen und Haien oelqtlgt wlrd. In Rush City, Minn., ist ein jungerMann Namens Alfred Westbürg an Verletzungen gestorben, welche er sich wahrend des Tages denn Pflügen zugezogen hatte. Er hatte die Zügel um semen Leib gebunden, als die Pferde plötzlich ine Wendung machten. Mestburg wurde über den Pflug hinaus unter die Hufe der Pferde geschleudert, welche auf ihm herumtraten. Dle Spitzen von zwei gebrochenen Rippen drangen in seine Lunge, welche Verwundung seinen Tod herbeiführte. Im Weizen erstickt ist der 11 Jahre alte Sohn des Herrn Carl Ripcke in Windom. Minn. Der Kleine ging mit eirem Spielkameraden in die oberen Räume von seines Vaters Getreidespeicher, um darin zu spielen. Zu derselben Zeit wurde unten der Auslauf aufgemacht, um bin Weizen in den Eisenbahnwagen zu lassen, und der Knabe wurde von der Körnerfluth mitgerissen. Niemand bemerkte den Unfall und so kam der Kleine elend um' Leben. Ä e r a u s V ö hm e n g e b u u Hat und in Zöblitz in Arbeit stehende Nagelschmied Joseph Ardelt versuchte. als er imGrenzdorfe Rübenau seiner in Begleitung ihrer Mutter und ihrer y r' l v. tj-;-ci r tzscywetter oesmollcyen ielleoieil vcgegnete, die letzteren beiden zu todten, indem er auf sie je., einen Schuß abfeuerte und dann entfloh. Im Walde brachte er sich zwei Schüsse bei, an denen er nach 2 Stunden verstarb. Auch die Schwester seiner Geliebten, die Holzarbeitersehefrau Reuber, der die Kugel in den Unterleib gedrungen war, ist imStadtkrankenhaus Marienberg, wohin man sie gebracht hatte, verstorben. Bei der Geliebten des Mörders konnte die in die Schulter gedrungene Kugel ärztlicherseits entsernt werden, so daß eine Lebensgefahr hier nicht vorliegt. Der Grund zu dieser That ist darin zu erblicken, daß die Geliebte Ardelt's auf Veranlassung ihrer Schwester das Verhältniß lösen wollte. Abermals hat man im Tunnel von Villefranche einen todten Mann aus den Schienen gefunden. Derselbe dürfte ein Fremder sein, da er keinerlei Gepäck hatte, man fand bei ihm nur die Retourmarke Ventimiglia - Monaco - Nizza. Der Todte war sehr dick, elegant gekleidet und hatte grauen Vollbart. Die Taschen waren umgekehrt und leer, man fand aber eine Uhr und 5 Frankenstücke auf der Erde, sonst nichts, auch keinerlei Papiere. Unlängst attakirte ein Amerikaner eine alleinreisende Dame in demselbenTunnel; sie schlug zurück und rief so laut, daß andere Reisende zu Hilfe kamen. Bei der Ankunft in Nizza geberdete sich .der Angreifer so rasend, daß er gebunden auf's Commissariat gebracht wurde. wo er als der Millionär und Fachtenbesitzer Corweth erkannt wurde. Er kam 'mit 8 Tagen Gefängniß davon, da die Aerzte und Vertheidiger ihn als nervenleidend" entschuldigten, was er mit Champagner heile (ode? hervorruft). Auf dem Jahrmarkt zu Antwerpen brach in dem italienischen Circus deö Herrn Borin Feuer aus; bald stand die ganze Baracke, die einen Werth von 33.000 Francs hatte, aber nicht versichert war, in Flammen. Als die Feuerwehr wenige Auge,lblicke später eintraf, stürzte bereits der Circus zusammen und alle Habe des Diktors und seiner Truppe war verloren. Jn demselben Augenblicke stiegen aus dem Hippodrom die Flammen auf und mehrere andere Baracken geriethen in Brand. Gleich darauf wurden zehn dreistöckige Häuser von den Flammen ergriffen, die Insassen, meist Kaufleute und Handler mit ihrenFamilien, mußten im Nachtgewand eiligst fliehen. Einige zögernde Frauen wurden, nur mit dem Hemde bekleidet, von der Feuerwehr mit Decken umhüllt. . aus den Stockwerken heruntergeholt. Nach zweistündigen Anstrengungen gelang es, das Feuer in vier Häusern zu l'öschen, aber die übrigen sechs 5)äuser sind derartig beschädigt, daß sie niedergerissen werden müssen. Auf dem Jahrmarkte selbst herrschte die schrecklichste Panik. Der 'Schaden ist sehr groß.

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