Indiana Tribüne, Volume 22, Number 281, Indianapolis, Marion County, 29 June 1899 — Page 1

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Lditorielles. Unsere Regierung sieht endlich ein, daß eS so nicht weiter gehen kann, und hat beschlossen, von der durch den Kongreß ertheilten Ermächtigung 35,000 Freiwillige einzureihen, Gebrauch zu machen. ES ist der Fluch der bösen That, daß sie sortzeugend BöseS muß gebären.

Al im ReickStage bei der Ver Handlung über die guchthauövorlage, (so genannt, weil nach den Bestimmungen derselben über streikende Arbeiter, welche andere zum Anschluß zu bewegen suchen, Zuchthausstrafe derhängt werden kann) ein sozialistischer Abgeordneter über die Oeynshausener Rede deö Kaisers sprach, entgegnete lbm ein Mlnnttr. öak bteS unstattbatt sei und daß in keinem Parlamente der Welt Reden deS Monarchen in die Debatte gezogen würde. Schlagfertig antwortete ihm der Abgeordnete, daß es auch sonst nirgends vorkomme, daß Kaiser Reden halten. Dem Kaiser Wilhelm wäre zu rathen, sich diesen Wink mit dem Zaunpfähl zu Herzen zu nehmen. Er redet entschieden zu viel, bringt dadurch seine Minister in stete Verlegeriheiten und verschJsst sich selbst ärgerliche Niederagen. Die Abweisung der ZuöthauSvorläge war längst vorauszusehen, da die Abgeordneten deS Centrums eö nicht wagen dürfen, durch ihre Zustimmung sich die zahlreichen katholischen Arbeiter abwendig zu machen. Der Bundtkralh hat sicherlich die Vorlage mit Widerwillen eingebracht, die Minister sahen eine Niederlage voraus und waren wohl auch mit der Sache selbst nicht ganz einverstanden, aber der Kaiser hatte geredet, er hatte die Vorlage angetündigt und man konnte doch den Kaiser nicht deSavouiren. So wurde denn Alles aufgtboten, um den BundeSrath zu veranlassen, die Vorlage einzubringen. Ging nun auch formell dem Reichstage die Vorlage vom BundeSrathe zu, so wußte dcch im deutschen Reiche Jedermann, daß der Kaiser der UrHeber derselben war, um so mehr, da die OeynShausener Rede im Reichsanzeige? abgedruckt war. Unter solchen Umständen nimmt eS sich auch geradezu lächerlich auS, wenn man über die Rede deS Kaisers nicht reden soll, wenn gleichsam der Reichstag nicht wissen darf, waS ganz Deutschland, ja die ganze Welt weiß. Die Minister müssen die Prügeljungen für den Kaiser machen, eine Rolle, welche ein Mann von Selbstgefühl gewiß nicht gerne übernimmt und Kelche auch nicht dazu angethan ist, der Regierung Ansehen zu verschaffen. Einstweilen hat der Reichstag der Vorlage sogar die Ehre verweigert sie an eine Commission zu verweisen und die Schlappe, die der Kaiser erlitt war eine empfindliche und wohl der. diente. Wetterbericht. Schönes Wetter, wärmer morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letz ten 24 Stunden 88 Grad, niedrigste 60 Grad. Schissel'S Badeanstalt-Tempera tur8SSrad.

DaS Sänflerfest. (Spezial-Zorresponderiz.) Cincinnati. 28. 3uni. Wäh. rend deö ganzen heutigen Tage strömten die Sänger aus allen Richtungen deö Landes in die geststadt. GeschäfkSkäuser sowie Privathäuser waren zu Ehren deö Ereignisseö in bunten Farben geschmückt. Die Indianapoliser Vereine kamen um 3 Uhr Nachmittags an und wurden von einem Komite am Bahnhof empfangen. Von da auS begab man sich unter Musikbegleitung zur Musik Halle, wo der offizielle Empfang statt-

fand. Sänger sowie Zuschauer waren in der besten Stimmung und nachdem ein kleiner Imbiß eingenommen worden war, hielt Mayor Gustav Tafel eine EmpfangSrede, ir. der er.die Sänger im Namen Stadt herzlichst willkommen hieß. Die aktiven Sänger aus IndianapoliS, welche sich zum Besuche deS FefteS hier befinden, vertheilen sich wie folgt: Deutscher Klub und Musikverein 1. Tenor : Henry Rauh, Karl Hofmann, Jacob Willem, Gustav Krumme. Albert Müller. Martin Birk, Christian Meßmer; 2. Tenor : Robt. Lieber, Herman Lieber jr.. Otto Kipp, Gustav Schnull, Albert Krull, Joseph Becker, Gottlob Grüb, Geo. Kothe; I.Baß: Albert Mkdger. Otto L:eber, Albrecht Kipp, Adolf Wocher, 3. Geo. Müller, Cmmerich Schmidt, F.Balz.Dorella, Cl. Vonnegut jr ; 2. Baß : Olive? Isensee, Geo. MaaS, fvrank Maas. Anton Schäkel, Cd. Lauth, Peter Hammacher, Henry KlauSmann, Wm. Gauding. Indianapolis Männerchor 1. Te nor : Otto Ehrgott, Victor Jose. Hy RSbke, Julius Burckhardt, Wm. Grieb, Ernst Ziegler, Wm. Wagner. Andrew Smith; 2. Tenor: Adolf Ziegler, OScar Hetzer, Rudolf Müller, HanS Duden, Jacob Löper, Otto Busching, Carl Gierke; 1. Baß : Emil Steinhilber, Paul Krauß, Aloiö Geiger, Fred. Mack, Wm. Kiemeyer, CharleS Adam, Frank Reikner, Geo. Strcbel, Weßley Rhodehamel, Frank Binninger, Walter Quill; 2. Baß : 3. P. Frenzel, Fritz Francke, Jacob Mayer, LsuiS Rezroth, Franz Happeröberger, George Schmidt, Fred. Steinkühler, Benj. Güdelhöfer, Fred. Nölke, Waler Schultz. Der Indianapolis Liederkranz hatte eine Liste noch nicht fertiggestellt, dieelbe wird deshalb erst morgen folgen. Alle Jndianapoliser Vereine find mit ihrer Einquartierung sehr zufrieden. Leo M. Rappaport. (Cpzzialdepesche der Tribüne.) Cincinnati, 29. Juni. Eine große Enttäuschung stellte sich gestern Abend ein, indem die Festhalle nicht ertig geworden war und die Konzerte deshalb verschoben werden mußten. ES st sogar fraglich, ob die Halle heute fertig sein wird, so daß daS erste Konzert möglicherweise in der Musikhalle abgehalten werden muß. Tausende von Menschen stellten sich gestern Abend bei der Festhalle ein, da der Aufschub nicht vorher angezeigt worden war. Die Folge davon ist, daß viele der Besucher den Konzerten überhaupt nicht beiwohnen werden, da sie wegen der rücksichtslosen Behandlung, die ihnen von Seiten der Festbehörde zu Theil geworden ist, unzufrieden find. Die Besucher beklagen sich bitter darüber, daß die Verzögerung nicht frühem mitgetheilt wurde und die Festbehörde wird in der Kritik stark mitge nommen. Selbst noch um 6 Uhr AbendS dieß eS, daß die Festhalle fertig werden würde, aber um 9 Uhr standen noch alle Gerüste und die Sitzplätze fehlten vollständig. Die Besucher find sehr erbittert und zuweilen hört man über die Festbehörde sehr unsreundliche Bemerkungen. Die Vergnügungen der verschiedenen Vereine werden programmmäßig auS geführt. Der Deutsche Klub und Mufikverein veranstaltete heute Morgen im Zoolo gischen Garten einen Frühschoppen, dem folgende Vereine, den Einlad ungen gemäß, beiwohnten : Germania Männerchor, Chicago; Liederkranz, St. LouiS; Mufikverein, Milwaukee; Harmonie, Detroit; Harmonie, Dayton; Mannerchor, ColumbuS. Außerdem betheiligten sich an dem Frühschoppen Mayor Gustav Tafel, die Beamten deS Nordamerikanischen

Sängerbundes, Festdtrigent Lou,S

Ebrgott, die Exekutive der Festbebörde,! Pastor HugoEisenlobr. Vorfitzender deS Musikkomiteö, Dr. N I. Slsendeimer,

der Componitt der Festdymne, Robert - der Stadt au und ist mit seinen EeKlkserltng, Carl BaruS, H. A. Rot- hülfen biS i'M im Stande gewesen.

termann und Andere. Herr George Kothe hielt im Namen des Verein die Begrüßungsrede. Er betonte, daß der Mufikverein zwar der jüngste Verein im Bunde sei, aber dennoch an dem gtste regen Antheil nehme. Er sagte ferner, daß eS das Bestreben deS Vereins sei, deutsche Sitten und Gebräuche aufrecht zu erhalten und ersuchte zum Schlüsse die Mitglieder ein donnerndes, dreifaches Lebehoch auf die Gäste" auszubringen. Der Frühschoppen war in jeder Beziehung gemüthlich und gesellig. Toaste wurden ausgebracht, auf den N. A. Sängerbund, Popa" BaruS. daö deutsche Lied und da deutsche HauS. Trctz deS Aufschubs der Konzerte amüsiren sich die Gäste sehr gut und auch den Zndianavolisern gefallt es in Cincinnati. Warren Baldwin, der Architekt der Festhalle, brach gestern Morgen bor Äusregung und Erschöpfung zulammen und es wird an seinem Auskommen gezweifelt. Leo M. Rappaport. ArchllMllhleli. AdmiralDeweyöHeim reise. Washington, 23. Juni. DaS Marinedepartement hat die Nachricht erhalten, daß Admiral Dewky von Solombo nach Port Said abgegangen ist. C o l o m b o, 23. 3uni. Der Kreuzer Olympia ging heute Nachmittag mit dem Admiral Dewey nach Port Said in See. Der Admiral hat hier sehr zurückgezogen gelebt und ging heute Morgen um 10 Uhr an Bord. Die üblichen offiziellen Besuche wurden im Laufe des TageS erledigt. GineTurnhalle verbrannt Patterson,N.3., 28. Iuni.Nachdem vor einigen Jahren ein eleganter Neubau, eine Turnhalle, einem Brande zum Opfer gefallen, ist heute früh auch die Turnhalle, welche dann erbaut worden war, ein Raub der Flammen geworden. Beinahe wäre noch Kastellan ChaS. Mahler und seine Familie umgekommen. Sie waren infolge deS dichten Qualmes, der auS den unteren Stockwerken kam, aus ihrem Schlafe aufgeschreckt worden und hatten sich auS dem 6. Stockwerke, wo ihre Wohnung war, auf den Weg die Treppen hinab gemacht. Indessen fanden sie bald, daß ein Vordringen unmöglich sei und so eilten sie an die Fenster an der Vorderfeite deö Hauses, wo die Feuerwehr sie über Leitern rettete. Die Feuerwehrleute setzten ihr eigene? Leben ausS Spielund wurden für ihr Heldenwerk durch brausende Hochrufe der gewaltigen Zuschauermenge belohnt. Daö ganze Gebäude ist niedergebrannt. Der Schaden beträgt $25.000, der theil weise durch Versicherung gedeckt ist. Wie daS Feuer entstand, ist nicht bekannt geworden. 3 o n e S läuft" unabhängig. ColumbuS, Ohio, 23. Juni. In einemBrief an einen seiner hiesigen Freunde erklärt sich Mayor S.. M. Joneö von Toledo zur Annahme der Candidatur für daS GouvernörSamt auf einem unabhängigen Ticket bereit, mit dem Hinzufügen, er sei mehr alö je überzeugt, daß die Zeiten der politischen Parteien und Parteimaßnahmen vorüber seien; diese müßten erkennen, daß sie in diesen Tagen sozusagen kei nen Job" mehr haben; -fie seien für die Allgemeinheit eine kostspielige und furchtbare Bürde, eine positive Bedrohung der Freiheit und ein Hemmschuh für den Fortschritt; er habe den selben keinerlei Zugeständnisse zu machen. , Unruhen in A n d e r s o n, Ind. Anders on, 3ad., 23. Juni. In Lapel ist heute Jedermann bewaffnet, und daS Heine Hotel ist in eine Festung verwandelt, um bei der drohenden Rückkehr deS nichtunionistischen Mobs Widerstand leisten zu können, welcher gestern Morgen früh alle Fenster deS Gebäudes und einen Theil von diesem selbst demolirte. Die Drohung, zu-

, rückzukehren und daS Gebäude und alle

Unionleute in die Luft zu sprengen, hat diese Vorbereitungen 'veranlaßt. Sberlss Moore übt die Gewalt in die streitenden Faktionen unter dem Daumen zu halten. Man fürchtet je doch, daß der Tanz jeden Augenblick beginnen kann, und wenn es dazu kommt, wird eS jedenfalls diesmal eine scharfe Schießerei geben. Die Unionleute halten sich gut, obgleich b:e Nichtunionisten die ganze Stadt und Umgegend gegen sie aufgebracht haben. Daö gelbe Fieber. SantiagodeCuba, 28. 3uni. Nach dem amtlichen Bericht sind hier in den beiden letzten Tagen 14 neue Fälle von gelbem Fieber konstatirt worden. Damit steigt die Gesammtzahl der Erkrankungen auf 50, und davon verliefen bis dahin 12 Fälle tödtlich. Major Carr meldet, daß derdächtige Fälle nicht weiter vorliegen und daß der Gesundheitszustand der Truppen gut ist. Deutsche Vorstellungen in Paris. Berlin, 28. 3uni. Dem Berliner Theater - Direktor Lautenburg und der berühmten Schausvielerin AgneS Sorma ist eS gelungen, sich deö Vorrechts zu versichern, während der Pariser Weltausstellung deutsche Vorstellungen geben zu können. Der Untergang der Bourg o g n e . Pariö, 28. Juni Madame Resal hatte hier eine Klage auf Schadenersatz für den Verlust ihreö Gatten angestrengt, welcher bei der bekannten Kollision deS Dampfers La Bourgogne" mit dem britischen Segelschiff Cromartyshire" am 4. Juli 1698 aus der Höhe von SabelS Island an der Küste von Neuschottland seinen Tod gesunden hatte. Daö Gericht sprach ihr gegen die Gesellschaft eine Forderung von 100.000 Francs zu. Die Unruhen in Spanien. Madr id, 28. 3uni. 3n Saragossa sktzt der Pöbel die Krawalle fort und neue Truppen haben die strategisch wichtigen Punkte bei der Stadt eingesv i . a nommen. Bitle Verwundete nno ver steckt worden, und eö ist deshalb schwer. ibre Zahl zu beurtheilen. 3n Sevilla und Valencia ist die Ruhe wieder hergestellt. Die große Arbeitösperre in Dänemark. Kopenhagen, 28. Juni. Die allgemeine Erbitterung, die gegen die vereinigten Unternehmer auögebrochen ist wegen ihres Schreibens an den Bund der deutschen Bauunternehmer, hat neue Nahrung erhalten durch die Aufdeckung der Thatsache, daß die Aussperrung von langer Hand geplant war und daß sich die Unternehmer schon vor der Aussperrung an andere deutsche Unternehmerverbände gewandt haben mit dem Ersuchen, dänische Arbeiter nicht zu beschäftigen. Die Entrüstung kommt auch in der bürgerlichen Presse zum Ausdruck. Danebrog" fragt: Waren die Forderungen angesichts der AuSWeisungen auS Nord-SchleSwig, mit den Deutschen alle GeschSftSverbind ungen abzubrechen, nur eine Spekula tion in verletztem Nationalgefühl ?" Die noch beschäftigten Arbeiter Dänemarks bringen die größten Opfer, um den Triumph der Unternehmer zu Verbindern. Dre meisten zahle 10 bis 15 Prozent ihres Lohnes zur Un terstützung der Ausgesperrten. Aber trotz dieser großen Opfersreudigkeit find sie nicht im Stande, die 3 400,000 Mark, die wöchentlich nöthig find, selbst zu beschaffen. Sie rechnen deöhalb auf die Arbeiter deö Auslandes. Nach dem letzten Bericht ist die Zahl der Ausgesperrten auf 70.000 gestiegen. Der Ausschluß begann am 2. Mai mit der Entlassung von 3500 Schreinern in Kopenhagen, weil in sieben kleinen Ortschaften die Arbeiter dieses Ge Werkes an den Streik gingen. Mehrere Versuche der Arbeiter, den Streik beizulegen, zerschellen an der HalSarrigkeit der Kapitalisten. Am 24 Mai wurden alle in Maschinenfabriken und Eisengießereien beschäftigen Leute, sowie alle Maurer, Zimmerleute, Ma ler u. s. w. ausgeschlossen. Augenscheinlich ist eö daö Bestreben, eine

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