Indiana Tribüne, Volume 22, Number 277, Indianapolis, Marion County, 25 June 1899 — Page 9
Dr. J. A. Sutcliffe,
Wund-Art, Geschlechts-, Urin- und RectnmKrankheiten. Office: 155 Ost Marketstr. Tel. 941 Ofsiunden : 9 lii 10 NZr Vorm.; 2 bi, 4 Nhr Rm V.O.G.Rfttff hat seine Office nach dem Willougnby Gebäude, No. 224 Nord Meridian Str., erste tage, verlegt. f".IK ij3fitr In Y? a l i c tn . a vnkvi.muni , du ui uyi yiaamuiagt 'Tekepho : Okftce SVS Wohnung 930. -Xie Wohnung 6eiUibet stch wie vikher : ',i 133T3crt Pennsyloani, Straße. r - AC - T3 ? f A :U;:ÄfJ.tl i C 4 . 1 L Q Z Srty pcch'.wndTN : y ? i & U?! Ä.r?n ; 2 H3 3 r achm.öZZ u vö: belidZ, " " - ,.' , --. Täi pli o ii ! 44 r ViuattR : Cecsi2Äfc at L!sritkass. Dke Office vsn .Dr. R. PINK ' . ' und - - :J:Dr:'C0LE, ' foftwSal f. 5 VINVVI T No. 24 Ost Ohio Straße. tfy Telephon No. 927 toit bisher. - -rV-i Mirv( jf Ml Tp V -'rjC 11 T 5 C-5i-f frnsv- - Slsvf W Fi PrK vVinfcsr'rT' v. OJ v.v. v t .Ki hiih w.fr teiid auf Wunsch Qnqswsndt. LilüUetrr Seber - Pillen ist das beste und nebenbei auch gelindeste Mittet gegen l!nrerduttch!eit, Perst?pf:mg, Lebleidenktc. 23 Cents die Schachtel bei ZZerd. Sl. Mull er, Apotheker, Ecke Cast und Washington Str. und auch in all andere Apotheken. WALTER FJIANZ, Za?)ttA?zt, No. 90 Ost ÄarZet Straße. Csffin lock. Zimmer 43. ff.ck, Stunde: S blS tZVm., lU5Km., 7bi,S td,nd:. EsnntazZ wa 10 Nhr m. btk 2 Nör Rm mmm X I sin m Stund werdi GonarrdSa vzs ufiufc aus ?n un - t-roonm hur c.i,ili!l)hii 4U:arbobfji M ohne Undkqlich?kitt. Prei I JKJTT i stA (..1 N. -.i.niL9 k Xl'mwlj A.V'. iTI w ui 1.531 11. f vv.. V. O. Vor 2'J3I, e f)orf. 33ST32i222EaT22! Ae Teutschen trinken Seel'ach's Thee. (Deutsche Schweizer Kräuter.) I Er beseitigt rivve. reinigt Blnt. MZgen. rezulirt die "eber, stärkt die Nier'N. besZidert U..-T.,..t , - -. - jDosifrti 50c. Agenten ve.langt. B. Seobach, cru, Jll. PhtlUini t-tianhtrt "imu IU (UlsfebltN. 50 YEARS' ' VSr EXPERIENCE V ' - - DFtTffi c JUUvU . -A Tradc Marks r p ussuina fritT4 Copyrights &a . fH Designs inTMt tcöln a sketch und deacrlptlon maf nulcklr iwerii onr pimon free whether a InTenuoR l ;rrobblr P'itentable. Communlc. tfaru 1 itrlctir stGcfldontiaL Handbook onjatect ent Oldest ccDcy for ecunr. PJtenti. Patents takea toud Munn A o. reoelr tpeeialnotice, withut cliarge. Inth . . t . rT . . .t a aä 5Ctemnic jiniencan. y TTVI 1VTM -W - j . silüf I & Co.3SIBfoadwa,'r.ew Torx lliwitii y ttt-.i. ior, n ' Rraocn Uice. tj r rt 1 huiw. - PAUL PINGPMK'S Dsutschs Buch - Handlung 7 Süd AlabäV Strafe. Bestellungen und AbonnenitS us alle i In und Auslande erscheinenden Bücher und Zettschiiften werden nzenomrne und pronrp, abgeliefert. An und Verkauf alier sMiVisSe mmtei UnrerMtzt tte in mmmi mm . betriebe von utoZsöd,Sde. No. 2)2 2?8 Virginia Avenue. ts rmrrsIU. Vonrorr, Thssssr Msin, Ahtracter of Titlsi, ölt Merket NNÄ Pennsylvania Str. Thk Lemcke, 6uUe 29, eine Treppe hoch. Lelepon 1780. Jndianavoli. .lolpk (011 FTecrtom Riäii.) Sotary Public, Translator, Corresponflent etc. No. 970 West Walnut St. Taks BUka St. Csr4
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. ..Ms Cclcgramm. HumvreZke von Otto Laczemann. Alex Treuenfels und Frau beehren sich. Sie zu der am 17. d. M. stattfindenden Ärmählungsfeier ihrer Toch ter Vetty mit H.'rrn Negierungsbaumeiste? und Lieutenant der Reserve Hilnrich Kampfhahn ergebenst einzulad.'n. axfelde, im August 1898. Die Einladung war etxn, am 2. 'lgust. eingetroffen, und eZ hatte keiner großen Entschlüsse und Erwägungen bedurft, ie Antwort in ablehnendem Sinne rgehen zu lassen. Meine Frau war mit mir ganz einer Meini'.ng, ich bin so glücklich, hier nicht ein malitiöses ausnahmsweise- hinzufügen zu müssen. Wir betrachteten es beide !s ein nicht gar sehr begehrenswerthes Vergnügen, 'mitten im Hochsommer eine lange . und : langweilige Reise unternehmen zu müssen, - um dann womöglich zwischen vollständig fremden Leuten zu sitzen und die gewiß sehr reichlichen und üppigen Tafelgenüi)c durch erzwungene und höchst gleichgültige Gespräche mit den vielleicht recht langweiligen Tischnachbarn zu erkaufen und dafür vielleicht noch gar eine recht böse Magenverstimmung einzuhandeln, die nach den ungewohnten Freuden der Hochzeitstafeln ja selten auszubleiben pflegt. Dazu standen weder Alex Treuenfels nebst Frau und Tochter noch der Herr Regierungsbaumeister und Lieutenant der Re serve Heinrich Kampfhahn unserem Herzen so nahe, um die persönliche Theilnahme an dem Familienfeste als eine NaturnothwendigZeit erscheinen zu lassen. Wir hatten vielmehr als entfernte Verwandte der Hochzeiter, die Einladung nur jenen konventionellen Rücksichten zu danken, die uns wiederum die Pflicht auferlegten, am Tage der Hochzeit die üblichen telegraphischen Glückwünsche nach Marfelde abzusen-
den. In diesem Sinne beantwortete denn auch meine Frau die Einladung. indem sie der leider durch Berufspflichten des Mannes auferlegten Ablehnung der freundlichen Einladung die Schlußworte anfügte: Sei versichert, liebe Cousine, daß wir an Deinem yren undFreudentage im Geiste bei Euch weilen werden.Du," sagte meine Frau, als sie das Schriftstück vollendet hatte, daß wir aber nur nicht vergessen, am 17. August ein Glückwunschtelegramm nach Maxfelde zu senden!" Um des Himmels willen nicht," erwidzrte ich. das wäre ja zu unanzenehm!" .Weißt Du, ich lege die Hochzeiteinladung hier ganz oben in mein Arbeitstörbchen. Da fällt sie mir jeden Tag in's Auge." Ra, Kind." erwiderte ich, das ist mir denn doch nicht sicher genug. Da braucht der Teufel nur sein Spielchen zu haben, und Du hast an dem 17. August den ganzen Tag über keinen Stich zu nähen, dann denkst Du auch nicht daran. Der Sicherheit halbe? will ich doch noch auf dem Abreißkalender den Hochzeitstag roth anstreichen. Da haben wir wenigstens beide dann ein Merkmal!" Am andern Tage machte mich meine Frau mit etwas ironischem Augenblinzeln darauf aufmerksam, daß der Abreißkalender noch das Datum vom vorigen Tage zeigte, und mein Lachen mochte nicht minder ironisch klingen, als ich sie eine Stunde später darauf hinwies, daß die Hochzeitseinladung von Alex Treuenfels in ihrem Arbeitskörbchen gerade zu unterst lag und so wahrscheinlich kein sehr sicheres Merkzeichen für die Absenkung des GlückWunschtelegramms sein würde. Was ist da nur zu thun?" sagte ich zu meiner Frau. Du weißt ja, wie empfindlich diese kleinstädtischen Verwandten sind. Die würden es uns das ganze Leben hindurch nachtragen, wenn wir vergessen würden, einGlückwunschtelegramm zu senden. Komm', lege die Einladungskarte hier witten auf den Tisch des Hauseö nieder. Da werden wir sie täglich vor uns sehen!" Meine Frau war damit einverstanden. aber als wir unS nach etwa einer Woche ganz zufällig wieder der Hochzeit erinnerten, ergab es sich, daß die Hochzeitseinladung unserem sehr ordnungsliebenden HauSmädchen selbstverständlich aus dem Tische des Hauses durchaus nicht am rechten Platze liegend erschienen war, und erst nach längerem Suchen entdeckten wir unser mnemotechnischesHilssmittel unter dieles anderen Visiten- und anderen Karten in der dazu bestimmten Schaale, wo sie als größte Kart, damit sie du anderen nicht bedecke, zu unterst lag. Es wäre natürlich höchst unp'ädagogisch gewesen wenn man dem HausMädchen irgendwelchen Vorwurf wegen dieser Anordnunq gemacht hätte, eben so wenig aber wo.lljen wir ihren Ordnungssmn auch nur im geringsten beeinträchtigen und verzichteten daher aus die Erinnerung du-ch die Hochzeitseinladung ein- für allemal. Täglich kam ich nun auf neue mnemotechnische Hilfsmittel. So 5abe ick aum Beispiel die Gewohnheit, irgend ein Lied, einen Gassenhauer oder sonst eine bekannte Melodie vor mich hinzusummen. Dies geschieht mit einer Melodie so lange, bis die andere mir in die Quere kommt. Damals stand das altbekannte Verschwenderlied auf meinem Repertoire, und ich baute mir nun folgenden Text für diese Melodie zurecht: Ein einz'g Gram, ein einz'geS Leid Erfüllen meine Brust. Daß ä auch denk' zur rechten Z:it Deö 17. August! Was ist'S, daß mich der große Tag Nicht ruh'n, nicht rasten laßt? O, daß ich nur vergess' nicht, ach, Den Wunsch zum HochzeitSfest.Dies Mittel schien auch anzuschla' gen. Ich Ja na awei Ta lana dieS
ungemein erhebende Liedchen, dann aber ging ich Abends mit meiner Frau in's Bariöttheater, hörte daselbst daö rührende Lied von dem Herzen, das einem Vienenhause gleicht, und nun kam mir diese Melodie nicht mehr aus dem Sinn,- so sehr ich mich auch bemühte, sie zu Gunsten meines früheres Repertoirestückes zu vergessen. Der Barbier, der jeden Morgen zu mir kam und den ich gebeten hatte, gegen ein Douceur von zwanzig Pfennig gen mich an das Telegramm zum bestimmten Tage zu erinnern, fragte mich andern Tags, wann und woran er mich eigentlich erinnern solle. Ich Hab's," rief ich endlich meiner Frau zu, so denken wir ganz sicher an das Telegramm! Linke, unser Tapezierermeister, ist, wie Du weißt, bereits zweimal mit seiner Rechnung ti uns gewesen, ohne k'inen von uns anzutreffen. Ich hatte ihm heute den Betrag übersenden wollen, aber ich thue es nicht. Ich schreibe ihm lieber: Verehrter Herr Linke, es thut mrr leid, daß Sie uns zweimal verfehlt haben. Ich bitte Sie bestimmt, sich am 17. d. M. Vormittags bei mir einzufinden. Ich werde dann sicher zu Hause sein." Run werden wir daran denken; der wird bestimmt sein Geld holen, und dann wollen wir uus mer-
ken, wenn Linke sein Geld holt, müssen wir telezraphiren.Wenn er nun aber nicht kommt?" warf mein Frauchen ein. Ja, das wäre bös! Was könnte man denn da noch thun?" Du. ich habe auch eine Idee! Der Siebzehnte ist ein Sonntag. Du wolltest immer schon einmal mit Mertens und Schleichert einen gemüthlichen Sonntagsnachmittagsskat machen. Lade die beiden Herren zum Kaffee mit obligatem Skat ein. Kommt Linke nicht, so kommen die und dienen uns zur Erinnerung an das Telegramm." Gut, mein Kind, das ist ja famos! Ich schreibe sofort: Lieber Mertens, damit Sie sich auch ganz sicher den Sonntag Nachmittag frei halten, bitt: ich Sie schon heute, uns zum 17. d. M. zum Kaffee mit obligatem Skat besuchen zu wollen. Ich lade auch noch unsern guten Freund Schleichert zu gleichem Zwecke ein." Das war geschehen, und andern Tags hatten wir zwei Karten in Händen, von denen die eine lautete: Uon, ich komme!", die andere: Famos, komme gern!" Hoffentlich," meinte msine Frau, geht es uns nun nicht so, wie dem Manne mit dem Knoten im Taschentuch. der mcht wußte, woran ihn der Knoten erinnern sollte!" Aber, Mauschen," erwiderte ich beinahe beleidigt, so vergeßlich sind wir denn doch auch nicht! Das wäre doch unmöglich! Aber der Sicherheit halber will ich das Telegramm nur gleich aufsetzen und groß und breit auf meinen Schreibtisch legen." Ich nahm das größte Blatt Papier. das ich auftreiben konnte, und schrieb fein säuberlich darauf: Den ganzen Tag ich sag' es dreist, Sind heute wir bei Euch im Geist; Mit unserm ganzen Denken, Streben Wir immer heut' bei Euch leben. Und was wir thun allezeit, Dem Wohl des Brautpaars ist'S geweiht, Dem wir per Draht mög's zu Euch klingen, Ein lautes Lebehoch ausbringen." Da bei Hochzeitstelegrammen die Schönheit und Vortrefflichkeit derselben von vielen Menschen, wenn nicht gar von den meisten, durch die große Zahl der Worte, die man telegraphirt. abgeschätzt zu werden pflegt, so zweifle ich nicht, daß die Leser dies Glückwunschtelegramm eben so entzückend finden werden, wie ich und meine Frau es als eine Meisterleistung auf dem Gebiete der Glückwunschtelegramme ansahen. Ich hin nun einmal schon in meiner Familie bekannt als gefeierter Glückwunsch-Dichter. Das gewohnliche donnernde Hoch dem Brautpaare" oder die ungezählten Glückwünsche in gezählten Worten" werden ja heutzutage kaum noch in der Fülle der Hochzeitstelegramme vorgelesen. Mein Telegramm würde zwar drei Mark kosten, so sagte ich zu meiner Frau, die mich in diesem Augenblick als einen der ersten lebenden Dichter betrachtete, aber es würde sicherlich die tzlufmerksamkeit der ganzen frohen Hochzeitsgesellschaft sich erwerben, ich würde von allen den Gasten nicht nur als liebenswürdiger und verwandtschaftlich fühlender Familienangehöriger gepriesen, sondern auch als geistvoller Telegrammdichter gefeiert werden, und das ist schon seine drei Mark werth. - So lag denn, das schone Hochzeitstelegramm auf meinem Schreibtisch, und wenn eS mir auch oft genug im Wege lag, und eS täglich ein halbes Dutzend Mal in Gefahr gerieth, unter andere Acripturen zu gerathen,. so bejvahrt'e es der Himmel doch merkwürdigerweise vor diesem Schicksal, und ich hatte noch am Samstag, dem 16. August, daS Vergnügen, mein achtzeiligeS Opus mir vom Schreibtisch entgegenleuchten zu sehen. An diesem Samstaa nun geschah eS, daß meine Frau am Vormittage aus ging, um einige wirtschaftliche Einkäufe zu machen und Mittags hann heimkehrte mit den Worten: Du, ich habe MertenZ getroffen. Er machte den Vorschlag, morgen lieber eine gemeinsame Parthie auf's Land zu ma chen. Um Euren Skat braucht Ihr ja deshalb nicht zu kommen, den könnt Ihr irgendwo an einem gemüthlichen Plätzchen machen. Ich nehme mir Lectüre mit und lese während der Zeit! Wir haben in diesem Sommer eigentlich bis jetzt recht wenig Aus. flüge gemacht. Wenn Du dem Vorschlag Zustimmst, sollten wir sofort eine
Madtpostlarte'an ihn senden,' würde es dann auch noch persönlichSchleichert
! mittheilen. Mertens schlug vor, um ; sechs Uhr früh, wenn's noch nicht so heiß ist, mit derVahn fortzufahren und Mittags auf d?m Sommerberge zu i Mittag zu speisen!" Ach, das ist ja reizend," sagte ich, ich wollte schon längst einen solchen Ausflug unternehmen. Ich bin Mertens aufrichtig für diese Anregung dankbar. Ich werde sofort eine Karte an ihn schreiben!" Wohl fiel mein Blick, als ick mich I i-i v r je !ti:ri s.Li. ..c jegx an ocn vticionicg Cjjie, aus ou Hochzeitstelegramm, aber ich war mit meinen Gedanken viel zu sehr schon bei dem herrlichen Ausfluge, um meiner Poesie irgend welche Aufmerksamkeit zu schenken. Ich hatte auch am Nachmittage noch zu viel zu thun, um meiner verwandtschaftlichen Pflichten eingedenk zu werden. So mußte ich unter anderem zu einem Barbier gehen, da der meinige ja erst um acht Uhr zu kommen pflegt, wenn ich morgen schon über alle Berge sein würde. Wir Beide, ich und meine Frau, dachten mit keinem Sterbenswörtchen mehr an das Hochzeitstelegramm, und mir kam der Gedanke an dasselbe erst auf unserem Ausfluge, Nachmittags um die fünfte Stunde, als wir gemächlich, mitten im Walde dahingelagert, unseren Skat dreschten. Schleichert zankte mich in einer längeren Leichenrede aus, weil ich Mertens ein ganz unmögliches Nullspiel, das gar kein Nullspiel war, gewinnen ließ. Und als ich mich in heftiger Gegenrede zu rechtfertigen suchte, fing meine Frau über unsern heftigen Disput zu singen an: Da streiten sich die Leut' herum!" Dies hören, an mein früheres Repertoirelie) denken, im ersten Augenblick starr werden vor Schreck, dann mit dem lauten Aufschrei: Das verdammteHochzeitstelegramm!" die Kartcn zusammenwerfen, das alles geschah in einem einzigen Augenblick, der Mertens und Schleichert das Blut erstarren ließ, denn sie glaubten bestimmt, ich sei plötzlich wahnsinnig geworden. Dann aber erklärten wir ihnen die Situation, und wir machten uns auf, um aus der Tiefe des Waldes in civilisirte Gegenden zu gelangen. Nun, ich will unsere Leidenszeit nicht allzu ausführlich schildern. Soviel nur will ich erzählen, daß das erste kleine Nestchen, in das wir kamen, nur beschränkten Postdienst hatte, und daß wir daher dort unser Telegramm nicht los wurden, daß dies erst gegen halb zehn Uhr auf der Bahnstation möglich gewesen, daß aber der Rest unserer Parthie gründlich verstört wurde durch das Hochzeitstelegramm, welches ich nun übrigens nur in die ganz kurzen Worte: Herzliche Glückwünsche dem lieben Brautpaare" faßte, da ich in der Aufregung unmöglich imStande war, meinen Gefühlen ausführlicher und poetischer Ausdruck zu verleihen. Und die Folgen dieses Glückwunsch-telegramm-Abenteuers: Am anderen Morgen erhielt ich einen sehr energischen Brief des Herrn Tapezierermeisters Linke, der mich bat, künftig andere Leute zu foppen als ihn, der meinetwegen eine ihm sehr wichtig gewesene Reise aufgeschoben habe. Mertens und Schleichert aber verfehlen niemals, wenn sie einmal wieder zu uns gebeten werden, mit malitiösemLächeln uns zu bitten, daß wir es ihnen doch lieber gleich sagen möchten, wenn wir sie etwa als mnemotechnische Hilfsmittel einlüden, und einige Tage nach jenem 17. August erhielt meine Frau von einer Schwester, die bei der Hochzeit anwesend gewesen, einen Bericht Über das Fest, in welchem .es hieß: ..Das Festmahl war ungefähr um sechs llhr ZU Ende, dann zog sich das junge Ehepaar zurück, um die Hochzeitsreise anzutreten. Wir Anderen verließen wohl um neun Uhr etwa das ViktoriaHotel, wo die Hochzeit stattfand. Ein Hochzeitstelegramm habt Ihr, wie ich vom Brautvater hörte, gesandt. Es kamen deren so viele an, daß sie gar nicht zur Verlesung gelangten. Leider scheinen auch in dem Trubel einige Telearamme verloren gegangen zu sein. denn ich konnte das Eurige gar nicht finden, aber Treuenfels versicherte mir. es sei sehr lang und, wie stets die Telegramme, von Euch, entzückend gewesen. Ihr seid doch liebe Verwandte, meiste er." Hoffentlich hat der gute Mann nicht noch mein Telegramm nachträglich unter die Finger bekommen, damit er nicht seine gute Meinung geändert bat. Ach. hätten wir daS verflixte Telegramm nur lieber gar nicht abgesandt!" Selb st verrath. Hausirer: Haben Sie vielleicht alte Sachen zu verkaufen?" Rentier (protzig): Wie können Se'glauben, daß ich noch hab' alte Sachen, wo ich mer schon hab' zur Ruh' gesetzt vor zehn Jahren." -üiiic ü c : : : Kneipe. Gast: ..Keller. iti Sie bin. da will sich eimit ir.eii.eni ht:uiti enlf.rnen!" )!kttncr: V:nn, das i dcmHeirn 'Apotheker scw Utbjier der Ihrige ist schon weg!" Ganz derselben Mein u n g. Lieutenant: Veilchenthzl, warum soll der Soldzt nicht mit der Putzjacke über die Strafe geh'n? Veilchenthal: Recht haben Se.'H.rr L'.euicnant: Warum soll er nich?! A e r g st e r Heuchler. D?r 5)err Müller ist wchl ein rechter Zeuch. ler? Pantoffelheld: Wie ein HeirathsVermittler, der den 5zeirathslustigen von Eheglück und Seligkeit erzählt und dabei selbst eine Frau hat." Schlau. College: 5)ast Du das Zehnmarkstück denn fortgenommen, welches Dein Herr aus dem Tisch liegen gelassen hatte?" Diener: I bewahre; einstweilen habe ich's unter das Sopha fallen lassen!
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nkunft und bg,ng der verschiedenen C in bahniüge im Union Devrt. Jndianapott. Vlndalia. Zlbgang Postzug 7 so Rd Erpreß . . 11 35. ?.m Expreß Akkomodation Expreß Erpreß 12 3w 7 2 j S m 4 00 S.m 8 10 n 3?0?,t Ankunft Expreß . . Expreß 4 45 SI Accomodation 10 00 5m Expreß S 25 Nm Schnellzug 7 Vm Vcconiadctior! SchneUpostzug 8 20 Nm Tleveland, eiueinnati, Chicago uvb St. Louis. JndianevoliS und Clevcland Tidtston. Abgang Expreß. . .... 4 IS Zn vxprey tt 35 Vw Expreß 10 35 5m Llmited Expreß II 15 Vm Erpreß ?5 Ankunft Expreß 4 10 NnExpreß II 30Vm Limited Expreß 8 45 Ab Expreß 3 10 Nm reß 10 50 Nm St. Louiö Tiviston. Äbgang Expreß 7 30 Vm Limited Expreß 11 45 Pm Expreß 11 20 Nm Expreß, täglich 3 50 Nm Ankunft Expreß täglich 4 05 Vm Expreß .. .... 10 30 5 m Limited Expreß k 30 Nm Ereß... 10 Tm Thicago und Cincinnatt Division östlich Abgang Schnellzug 3 45 Vr., Accomodationtsgtt. 7 00 Z m Accomodation 10 50 ?m Postzug 2 45 Nm Accomsd. lnur Sonntag?). Accomodation 6 30 $r Ankunft- Rushville Accomodation. Postzug t?H 40 Jnd'plS Ace. (nur Sonnt-). Accomodation 1 1 15 Z'm Accomodation 6 40 Ab SchneLzuz 11 05 3itn Chicago und Eincinnati Division tvcstlia) llbgang LIccomodatikn 7 10 Tn Schnell-Post 11 45 $vLafayette Accomadtuz 5 15 S,m Schnellzug 12 30 r Änkunft Schnellzug 3 30 $rn Lafayette AcconwdatiZN ... 10 31 ?m Echnellpost 2 35Ntr Zlccomcdation .... ........ K 45 5w Peoria Division Keftttch. Übzsna Expreß 7 25 V?. Expreß 11 45 SKn Danville Aeconlodation 4 35 N Expreß ..11 15 DuAnkunft Expreß 3 30 Vn Danville ecomodatton 10 30 Vn: Expreß 2 42Nm Expreß . 6 IK Nm Peoria Division östlich. Abgang Expreß 6 20 33 u Accomodattsn Expreß 3 25 Nm Ankunft-Expreß 11 35 AccomodaUon E5?reß 900 Lake Erie und Weftern. Abgang Expreß 7 00 Vm Expreß 1 20 Nm Expreß 7 00Nn? Scknell.Ervre Ankunft Scönell'Expreß Expreß l0 20Wul Expreß 2 40Nm Expreß 6 00 N PittU'urg, Cineinnati, Chicago un. St. Louik. Indianapolis Division. Abgang Expreß 5 OD Nn Kolumbus Accomodation... 7 00 Zdm Expreß 3 2', Pn. Schnellpostzug No. 14 8 25 Expreß 7 10 Pm Ankunft cyneuzug 8 05 Nm Expreß 12 25 Nm Accomodatton 3 15 vrlXr. Expreß 6 50 ?!z? Expreß 10 00 5w. Ehicago Divisien via okomo. Abgang Expreß 11 35 Vn. ErvreK 12 an Ankunft-Expreß 3 45 31m Expreß 3 2j LouiLville Divistor. Abgang Expreß 3 30 Vrr LoulSville Accomodation. . . 815 Vn. Schnellzug 3 30Nrn Accomodation 4(0 $lm Ankunft Accomodation 10 20 53m Schnellzug 11 30 Pm Accomodation 541 Vlm SpeziaZ täglich 12 25 Nr, Eiueinnati, Hamilto und Dayton. Abgang Mail 8 05 93m Abgang Expreß 3 45 Pn? Clncmnatl Äccomo'c,st?on . . 10 45 Pm Expreß.. 7 00 Ad Expreß 4 45 Nm Expreß 2 45 Nm Aakunft Accomodation 11 45 Pn; Expreß 12 45 Pm Expreß 7 60Nm Expreß..... 10 35 3ui Eixreö 6 50 3m Ankunft Mail 6 50 m Indianapolis und Vincennek. Abgang Expreß L 15 Vm Brncennes Accotnodatlc .. 4 20 Nm Ankunft Vincenn-s Accomedai sn10 40Vm Expreß 4 50 Nm Cincinnatt, Wabash und Michigan. Abgang Expreß 6 85 Vm xprev 11 10 ?m Erpreß 4 50 9cm Ankunft Expreß S25Vm Expreß 3 10 Nm Expreß 8 45Nm Indianapolis, Deeatur und Weftern, Abzana Expreß L 15 Vn. Accomodation 3 45 Nr Schnell, Expreß 11 10 Sin. Knkunft-Schnell,lZxpreS 3 35Vm Accvrnodation 10 40 Vm Expreß 4 40Vm Chicago, Indianapolis und LoniSbille. Monon Noutk. Abgang Expreß 12 66 Vm Elver 3 35 Nm !ail 7 00 25m Expreß (dia JDS W). . ... 11 50 Vm Ankunft Expreß 8 30 Sn Mail 7 55 92m Expreß (via I D 4 W) L40Nm onon Flyer 4 87 Km
