Indiana Tribüne, Volume 22, Number 276, Indianapolis, Marion County, 24 June 1899 — Page 2

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Erscheint Täglich und vzüzrs. tt tägliche Tribäne- kostet durch den Xxi&x i 3cti per Woche, dle SontagS.rribü'I Et per Voche. etd uftsrw 1k ntf d Ab Seats per Stosftt. Per P,ft ierhalb c. CUV ptgeschi Im BiiaulJt.tJUita V pv SMU. Cfftos 18 Oüd ttlatama Gitatu Indianapolis, Ind., 24. Stint 1899. Ein barbarisches ffest. T Im Nussuli Khan- in Stambu! feierte dieser Tage die persische Colonie den zehnten .Muharrem-Tag" oder Todestag von Hassan und Hussein. Die Ceremonien bei dieser Festlichkeit zeugen von einer Barberei sondergleichen, und kein civilisirterMensch, der einmal Augenzeuge der Vorgänge nxnr, wird sich entschließen können, dein unbeschreiblich grausamen Schauspiel ein zweites Mal beizuwohnen. Das ist nur etwas für Fanatiker und Leute mit eisernen Nerven. In dem schwarz ausgeschlagenen, aber strahlend erleuchteten Hof des persischen Bethauses versammeln sich die passiven Festtheilnehmer um eine Estrade in der Mitte, die speciell für den nie fehlenden persischenGesandten und die übrigen Mitglieder der Gesandtschaft errichtet ist. Das Ceremoniell beginnt mit einem Gebet für den Sultan und den Schah. Dann ziehen zwölf Proceß ionen ai den Zuschauern vorüber. Voran der Anführer mit dem symbolischen Stab; ihm folgen die Träger der Standarten und Fackeln und zuletzt die Trauernden", von denen sich einige mit eisernen Ketten schlagen, während der Rest sich mit Fäusten die Brust bearbeitet. Das große Ereigniß desAbends aber kommt ganz zum Schluß, wenn die Männer in ihrem Fanatismus thatsächlich Wahnsinnigen gleichen. Mit den lauten Rufen: Hassan! Huein!" versetzen sie mit den Schwerter:., die sie tragen, ihren Köpfen unbarmherzige Hiebe und Stöße. Di: Scene ist im höchsten Grade widerlich. Der Mond übergießt mit seinem silbernen Licht das Gewühl von weißgekleideten Menschen, die heulend und kreischend sich die Köpfe zerhacken. Das Blut fließt in Strömen an der hellen Gewandung herab. Der Qualm der Fackeln in Verbindung mit dem Geruch von Blut ist geradezu unerträglich. Bei dem letzten Umzug machen die silagemänner" vor dem Platz des Gesandten Halt und verlangen von ihm die Freilassung irend eines Gefangenen. Um einen Exceß zu vermeiden, wird der Wunsch stets erfüllt. Hiermit lst das barbarische Fest beendet, und in wenigen Minuten kehrt man nach Pera zurück. Beim Anblick der märchenhaft schönen Scenerie vor sich die reizend gelegene Stadt, zur einen Seite das Goldene Horn und zur andern den Bos porus drang! sich einem unwillkürlich der Gedanke auf, das eben Erlebte könne nur ein grausiger Traum gewesen sein. Am nächsten Tage hörte man, daß drei Männer an den Wunden, die sie sich selbst beigebracht, schon wahrend der Nach! gestorben waren. Der Triumph des Phrenologen. Von einem .berühmten" Londoner Phrenologen, der sich zur Zeit auf einer Tour durch die Provinzen befindet, erzählt ein Londoner Blatt, ein amüsantes Geschichtchen. Bei seinen Vorträgen läßt der Professor aus dem Auditorium Leute verschiedenen Be rufs zu sich auf das Podium kommen. und aus den Erhöhungen und Vertie fungen an ihrem Schädel sagt er ihnen, welche besonderen Geistes- und Charaktereigenschaften sie besitzen. rnes Abends, als er zu dem crimina len Theil seines Vortrages gelangt war, bat er, daß irgend Jemand aus dem Publikum, der schon einmal im Gefängniß gelebt hätte, sich zu ihm bemühen möchte. Ein großer breitschulieriger Mann erhob sich und folgte der Aufforderung. Sie geben zu. daß Sie Insasse einer Strafanstalt geWesen sind?- fragte der Phrenologe. Jawohl, Sir," war die ruhige Antwort. Wie lange?" Zwanzig Jahre." Mit leuchtenden Augen lud der Gelehrte den Riesen ein, auf dem Ezperimentirstuhl Platz zu nehmen. Als dies geschehen war, fuhr er ihm mit den Fingern beider Hände in das dichte Haar und einen nachdenklichen Ausdruck annehmend.beaann er: Dies ist ein vorzugliches Ezemplar eines Verbrecherschädels. Hier sind alle Merkmale eines niedrigen Charakters wahrzunehmen. Gefühle der Selbstachtung' und der Menschenliebe fehlen vollkommen. Der Trieb zum Zerstören ist außerordentlich entwickelt. Auch ohne das Geständniß dieses Mannes hätte ich sofort angeben können, daß er der schlimmsten Schandthaten fähig ist. Welcher Art war das Verbrechen, das Sie begangen haben?' wandte sich der Charakterleser zuletz an das ihn halb erstaunt, halb wü ihend anstarrende Versuchsobjekt. Ich habe überhaupt mchts verbrochen, ent aegnete der Mann auf dem Stuhl in grollendem Tone. Aber Sie sagten 'doch, daß Sie zwanzig Jahre in einem Gefängniß zugebracht hätten!" rief der entrüstete Professor. Allerdings, ich bin der Direktor der Strafanstalt in B.! Ja, so! EinZusammenstoßdes Nachtschnellzuges Zürich - Genf mit zwei Vorspannlocomotiven hat Nachts in Aarau stattgefunden. Ein lnterna tionaler Lyoner Wagen erster Klasse wurde zertrümmert und dabei Frau Dr. Lommkl auS Bern und Herr Pich ler, Kaufmann aus Zürich, getödtet. 5Dr. med. Lommel, Nechtanwalt 'Stierlin aus Aarau und Commis Ho fer aus Zürich wurden schwer verwunkdet. Frau Lommel war die Tochter fcei reichen Fabrikanten Weber in

cWttLnSüsiS). .. ....

Zur NordpolForschung. Auf der Stell polare", dem ehemaligen Seehunds-Fängerschiff Jason". hat der Herzog der Abruzzen dieser Tage von Christiania seine Polarezpedition angetreten. Um seinem nun-

mehrigen Zwecke zu entsprechen, vorAllem, um die Widerstandskraft gegen die Angriffe des Eises zu erhöhen, ist. das Schiff, das seinerZeit Nansen zum . ersten Male nach Grönland trug, be- j deutend verstärkt worden, kann aber; trotzdem mcht als Elsmeerschiff mit der gram" verglichen werden, die ja mit besonderer Rücksicht auf die Eisschraubungen" während des Gefrierens construirt wurde. Stella polare" hat einen Raumgehalt von 300 Tonnen. Mit seiner Maschine von 400 Pferdekrasten kann das Schiff ohne Fracht 1012 Meilen pro Stunde zurücklegen. Ueber dem Maschinenraume liegt in der Schlffsmitte der Salon und zu beiden Seiten die Cajüten für die Ofiiciere und Gelehrten der Expedition, eine besondere für jede Person, während die Mannschaftscajüten auf dem Vorderdeck für je 4 Mann eingerichtet und ganz dunkel sind, so daß sie Tag und Nacht durch künstliches Licht erhellt werden müssen. Die Besatzung besteht aus 20 Mann, unter denen 10 Norweger sind, darunter der Capitän, Steuermann und Maschinist. Der Capitän, Namens Evensen, hat 1213 Jahre das Eismeer befahren und den ehemaligen Jason" 4 Jahre lang gefuhrt. Der Plan für die neue Ezpedltion ist sehr verschieden von dem Nansen's, hat dagegen viel Guneinsames mit dem des Amerikaners Wellman. Der Herzog der Abruzzen hat bis jetzt tiefes Stillschweigen darübeR beobachtet. Nach dem, was bis fei rn die Öffentlichkeit gedrungen ist, ist der Plan der Expedition folgender: Stella polare geht von Chnstrama direct nach Archangel, wo die Kohlenvorräthe erneuert und 120 sibirische Hunde an Bord genommen werden und richtet sodann den Cours direct nordwärts nach Kap Flora aus Franz Josefs - Land. Von hier aus wird an der Ostküste von Franz Josefs - Land entlang in n'ördllcher Richtung gesteuert und versucht, so weit gegen Norden vorzudringen. wie die Elsverhaltmsse es gestatten. Wenn das Schiff nicht weiter vorwarts kommen kann, will der Herzog einen sicheren Hafen suchen, wo es vorlaufig liegen bleiben soll, um als fester Ausgangspunkt für die ferneren Operanonen und als Winterquartier sur die Expedition zu dienen. Kleinere Streiszuge über das Eis in nordlicher Richtung sollen zur Einrichtung von Depots dienen, die von Nutzen werden können, wenn die Expedition im nächsten Frühjahr zu ihrem eigentlichen Angriff auf den Pol selbst vorgehen wird. An diesem Theile der Expedition nehmen jedoch außer dem Herzog selbst nur Capitän Cagni, Dr. Cavalli, vier Alpenführer und zwei italienische Seeleute theil. Mit Hase amerikanischer, von Hunden gezogener Schlitten gedenken sie so weit als möglich gegen Norden vorzudringen, während gleichzeitig beim Vorrücken Depots errichtet werden zur Sicherung des Ruckzuges. Stella polare" wird mit dem Rest der Besatzung inzwischen die Rückkehr der Expedition rn dem oben erwähnten sicheren Hafen" erwarten. Der Koh-len-und Proviantvorrath des Schiffes ist auf einen Aufenthalt von fünf Iahren in der Polarregion berechnet. Zu der eigentlichen Schlittenexpedition soll nur Proviant für 120 Tage mitgenommen werden. Der Herzog der Abruzzen. der Brudersohn des gegenwärtigen italienischen Königs, ist erst 26 Jahre alt. Der junge Fürst hat sich stets vom Hofe ferngehalten, in dessen Kreisen er init seinen ausgeprägten Interessen für Sport und Forscherexpeditionen gleichsam als Wilder" betrachtet wird. Bei einer Expedition nach Alaska hatte der Herzog schon Gelegenheit, Fähigleiten an den Tag zu legen, die ihm bei der Durchführung seines neuen Unternehmens noch mehr zu Statten kommen werden. Die erste Bergbahn in den Vogesen. Vor einigen Tagen wurde die erste Bergbahn in den Vogesen dem Verkehr übergeben, welche für die Entwickelung des Fremdenverkehrs in diesem großartigen Gebirge von größter Bedeutung werden dürfte. Die Bahn führt von Türkheim bei Colmar (zweiter Station der Reichseisenbahnlinie Col-mar-Münster-Metzeral) nach Drei Aehren. dem 659 Meter über dem M'ere gelegenen, vielbesuchten, Herrlichen Lustkur- und altberühmten, Im Jahre 1491 gegründeten Wallfahrtsorte, der Perle der . Vogesen", wie Drei Aehren mit Recht genannt wird. Drei-Aehren ist rings' von großen Waldungen umgeben. Dank der bequeme'n Verbindungen, 4 Fahrstraßen führen dorthin , der hervorragend günstigen Lage auf dem HöhenZuge zwischen den beiden großartigen Vogesen - Thälern, dem MünsterThal und dem Kaysersberger Thal, und :m Mittelpunkte der interessante sten Vogesen - Touren, wie Großer Hohnack, Schwarzer und Weißer See, Grenzkamm Wanderung nach der Schlucht, Brezouard, der herrlichen Aussicht auf Vogesen, Rhemebene, Schwarzwald, Jura, Ost- und WestAlpen, sowie Dank der vortrefflichen Hotels erfreute sich Drei-Aehren auch bisher bereits emes überaus regen Be suches. Die Bahn ist nach dem Projekte des Hrn. Geh. BaurathZ Walloth zu Col mar von der Elektricitäts Aktien sellschast, vormals Schuckert und Cie. zu Nürnberg erbaut und wird auch von dieser Firma betrieben. Sie lst em gleisig und mit 1 Meter Spurweite ausgeführt und. hat eme Gesammt länge von 7,7 Kilometer. Von Türk heim aus benutzt sie zunächst auf eine Länge von 4,7 Kilometer die nach Drei-Aehren führende Landstraße, durchquert dann auf eigenem Bahnkor per und auf 2,8 Kilometer Länge den Tunheuner Wald, um darauf der mit 2txmoiiäastiUv Gmuütt bis in die

Nähe von Drei-Aehren zu folgen, welche, yndstation zuletzt gleichfalls wieder Äf eigenem Bahnkörper erreicht wird.- Die Bahnlinie verläuft vvn Türkheim nach Drei-Aehren, abgesehen von den ersten 1.5 Kilometer, in andauernder Steigung von 6,8 Procent. Als Betriebskraft dient die Elektricität, welche in einer in unmittelbarer Nähe der Trace errichteten Centrale mittels Schuckert'scher Dynamomaschinen als Gleichstrom von 600

Volt Spannung erzeugt und in ungefähr 6 Meter Höhe über den Gleisen durch eine an Auslegengittermasten ausgehängte sogenannte Contaktleltung" fortgeleitet wird. Aus dieser Contaktleitung, zu deren Sicherung gegen atmosphärische Entladungen in Abständen von etwa 500 Meter (an den Masten) Blitzableiter angebracht sind, entnehmen die Motorwagen die aus drei Speiseleitungen zugeführte und zur Fortbewegung nöthige elekirische Energie, deren Ruckleiuing theils durch die Schienen, theils auf kürzerem Wege durch den Wald m unterirdischem Kabel erfolgt. Die Wagen haben im Inneren 18 Sitzplätze und aus den Plattsormen 16 StehPlätze in solcher Anordnung, daß- die Passagiere während der Fahrt die dielen schönen Ausblicke ungehindert genießen können. Jeder Motorwagen ist mit 2 starken Elektromotoren versehen und zur Erzlelung völliger Betriebssicherheit mit zwei von einander unabhängigen, kräftig wirkenden Bremsen einer elektrischen Bremse und einer Handbremse ausgerüstet. Die Züge werden je nach den Bedürfnissen des Verkehrs aus 13 Motorwagen gebildet, sodaß auf einmal bis zu 100 Personen befördert werden können; bergauf kann die ganze Strecke bei einer zugelassenen mittleren Geschwmdigkelt von 15 Kilometer pro Stunde in 40 Minuten, berqab unter Zulassung einer gleich großen Durchschnittsgeschwlndlgkelt in derselben Zeit zurückgelegt werden. Es verkehren täglich in jeher Richtung windestens 7 Züge mit Anschluß an die zwischen Colmar und Türkheim verkehrenden Züge der Reichseisenbahn. Von Jahr zu Jahr erschließen sich die Vogesen mehr dem Fremdenverkehr. Seit Jahrzehnten hat in unermüdlicher Arbeit der Vogesenclub durch Anlegung von bequemen Fußpfaden und Errichtung von Wegweisern, Bänken und Orientirungstafeln sie dem Naturfreund immer bequemer gangbar gemacht. Treffliche Hotels sind entstanden und nunmehr bringt die Elertricität den Reisenden ohne jede eigene Anstrengung zu einem der schönsten Punkte des Gebirges. Sitten im Kaukasus. Abscheuliche sociale Verhältnisse herrschen im Kaukasus. Die wichtigste Stadt ist bekanntlich Baku, die, am Kaspischen Meere gelegen, eine Vevöls kerung von etwa 120,000 Einwohnern hat. Charakteristisch für die Bewohner Bakus ist dieBehandlung des Weiblichen Geschlechts. Es ist so empörend es auch Hingt dort geradezu eine Kleinigkeit, ein schutzloses Mädchen in die Arme der Prostitution zu treiben. So hat vor kurzem ein Mann seine Frau, mit der er in Unfrieden liebte, als Prostituirte registriren lassen. Die arme Frau versuchte alles mögliche, dagegen Einwand zu erheben, aber es ist ihr bis jetzt noch nicht gelungen, ihre Streichung aus der Zahl der Prost'ltuirten zu bewirken. Die Frau eines Branntweinhändlers, der es ähnlich erging, hat sich durch Gift umgebracht, denn sie ertrug die Schanbe nicht, sich den ärztlichenUntersuchungen unterziehen zu müssen. In letzter Zeit hat auch ein anderer Fall von sich reden gemacht. Ein Perser schlich sich in das Vertrauen einer Wittwe, die eine erwachsene Tochter besitzt, und forderte eines Tages, daß diese seine Geliebte werde. Andernfalls drohte er, sie als Prostituirte registriren zu lassen. Die Wittwe flüchtete sich mit ihrer Tochter nach einer andern Stadt. Der Perser folgte ihnen aber und ließ das junge Mädchen nach einem Hotel locken, wo sie bei einem angereisten Kaufmann eine glänzende Stelle erhalten sollte, und vergewaltigte sie. Damit aber gegen ihn nichts unternommen werden könne, sandte er sofort am andern Morgen nach der Polizei und forderte die Aufnahme des Mädchens in die Zahl der Prost'ltuirten. Das Opfer war von dieser Gemeinheit so außer Fassung gerathen, daß sie dem erschienenen Polizeibeamten nichts erwidern konnte und es ruhig duldete, daß ein Protokoll aufgenommen nurd, welches ihre Unsittlichkeit documentirte. Nur zufällig erfuhr davon ein Mann, der die Sachlage kannte und sich mit solcher Energie des Mädchens annahm, daß dasProtokoll vernichtet wurde und sich der Perser nun vor Gericht verantWorten muß. Postsparkassen iu Nußland. Im Jahre 1881 begannen die Vorarbeiten zur Gründung von Postsparlassen, deren günstiger Einfluß auf das öffentliche Wohl vom Re'lchsrath besonders betont worden war. Zum Studium sandte man einen Beamten des Finanzministeriums in's Ausland und ernannte 1883 eine Commission aus Finanz- und Postbeamten, welche die erhaltenen Vorschläge berathen sollte. Da die russischen Postanstalten ihre Einnahmen im Allgemeinen an die im Orte befindlichen Staatskassen abliefern, war beabsichtigt, die russische Post nur die Rolle eines Vermittlers zwischen dem Sparer und den bereits bestehenden staatlichen 'Sparkassen Übernehmen zu lagen. Im Laufe der Berathungen neigte aber die Commission mehr dahin, von der Mitwirkung anderer Behörden abzusehen, die Geschäste der Sparkasse vielmehr lediglich der Post zu übertragen.' da deren Anstalten am volksthümlichsten . und mit dem öffentlichen Leben in steter Berührung seien, zumal gerade der Post von dem kleineren Manne das größte Vertrauen eutaeaensehractserde. .

Im Marz 1884 wurden die Commissionsberathungen geschlossen, ohne zu einem bestimmten Ergebniß geführt zu haben. Die Sparkassenfrage ruhte hierauf bis 1889. In diesem Jahre traten dann die Postsparkassen mit

Genehmigung des Zaren rn's Veven. Die Regierung war dabei aus den ursprünglichen Plan zurückgegangen, so daß die Postsparkassen lediglich als Agenturen der seit 1863 bestehenden staatlichen Sparkassen eingerichtet wurden. Dadurch haben die Postsparkassen auch bei den Geschäften einer Lebens-, Militär- undHrnathsversicherung, serner einer Pensions- und Sterbekasse mitzuwirken. Die Einzahlung von Geldbeträgen kann bis 1000 Rubel erfolgen. Für Gesellschaften, Vereine, . Stiftungen u. s. w. sind Einlagen bis zu 3000 Rubel zulässig, für N'rchen ist die Höhe derselben unbegrenzt. Die Einlagen können auch für Andere bewirkt werden. So können Eltern auf den Namen ihrer Kinder Gelder ansammeln und bis zu deren Großjährigkeit darüber verfügen. Verboten ist. die Beamten darüber auszufragen, wer Gelder auf der Sparkasse besitzt; die Beamten sind zur größten Verschwiegenheit verpflichtet. Die Einzahlung von Sparbeträgen erfolgt entweder zur Wiederabhebung oder nach Bestimmung des Einzahlers zu besonderen Zwecken. Hierdurch wird Eltern Gelegenheit gegeben, für Knaden Gelder bis zur Ableistung ihrer Militärzeit, für Mädchen bis zur Verheirathung anzusammeln, wobei die Möglichkeit der vorherigen Abhebung ausgeschlossen ist. Es ist ferner zulässig, Capitalien mit der Bestimmung einzuzahlen, daß für den Ertrag der jährlichen Zinsen Seelenmessen gelesen werden. Die Zinsen werden auch auf Wunsch an Armen- oderArbeitshäusrr. Stiftungen oder an bestimmte, in diesen Anstalten untergebrachte Personen ausgezahlt, ferner an Schulen z. B. als Belohnung für den besten Schüler oder als laufendes Stipendium für Studirende u. f. w. Hat die Einlage den Höchstbetrag erreicht, so wird der Inhaber aufgefordert, das Spargut durch Abhebung oder Ankauf von Staatspapieren zu kürzen. Wird dem Ansuchen innerhalb eines Monats nicht Folge gegeben, so kauft die Sparkasse selbstständig eine 4procentige kaiserliche Rente an. Auch in anderen Fällen besorgt die Sparkasse auf Verlangen den Ankauf von Staatspavieren kostenlos, beaufsichtigt die Ausloosung und fügt den Betrag der Coupons den Sparguthaben bei. Spargelder können gegen eine maßige Gebühr, auf Wunsch jederzeit auch telegraphisch aus einer Sparkasse in die andere überwiesen werden. Die bei der Einzahlung von Geldern einzuklebenden Sparmarken entsprecken im Bilde den betreffenden Scheinen des russischen Papiergeldes. So aleicbt d Rubelsvarmarke dem ver kleinerten Rubelschein, die Marke zu 5 Rubel dem Funsrubelschem u. j. w. Hierdurch soll auch dem Schreibunkundigen eine gewisse Controlle über seine Einzahlungen ermöglicht werden. Um die Zahl der Sparkassen nach Möglichkeit zu vermehren, können bei Fabriken, großen Gütern, Schulen und sonstigen Anstalten Sparkassen eingerichtet werden, wobei der Staat die Gewähr für die eingezahlten Gelder übernimmt. Außerdem werden auch Geschäftshäuser zur Entgegennahme von Svaraeldern ermächtigt, wo eine größere Entfernung bis zur nächsten Sparkasse dies wunschenswerth erschelMtt läßt. 5km Zarenreiche sparen iekt 1.6 vom Hundert der Bevölkerung (gegen 43 vom Hundert m Dänemark, 39.6 vom Hundert in der Schweiz, 19,5 vom Hundert rn Preußen). Im Jahre 1896 bestanden in Rußland 846 staatliche Sparkassen der Bank und 3.354 Postsparkassen. . Die staatliche Sparkasse 'hatte im abre 1889. nach 26 äbriaer Wirksamieit, 521,891 Sparer mit 91.301.323 Rubel; d Postsparkasse dagegen in Jahre 1896, also nach 7jährigem Brfiehen, 16.345.759 Sparer mit 2.033,)94.960 Rubel. Brasiliens Bevölterung. Ganz kürzlich erst veröffentlichte der Chef des statistischen Amtes der Ver. Staaten von Brasilien in einer "8)'n()p8e do Recenseamento dos Eatados Unidos de Urazil" die Ergebnisse der lebten Volkszählung vom 31. Dezemeber 1890. Die Wirren, durch die das so häufig von politischen Erdbeben heimgesuchte Land seit jener Zeit gegangen ist, haben die Staatsbeamten kaum zu ruhiger Schreibstubenarbeit' kommen lassen. Nach den jetzt verarbeiteten Ergebnissen zählen die Staaten Minas Geraes, Bahia, Pernambuco und Sao Paulo die meisten Einwohner; das ungeheure Matto Grosso mit den bekanntenSteinzeitvölkern Karls von den Steinen hat trotz seiner 1,327.000 Quadratkilometer (doppelt so groß wie Oesterreich-Un-aarn) nur 92.827 Einwohner. Auch Minas Geraes, der dichtest besiedelte Staat, weist bei 574.855 Quadratkilometern (also größer als das deutsche Reich) nur 3.184.099 Einwohner auf. Guter Kompagnon. Erster Gauner: Was, der Kaufmann Meyer ist Dew Geschäftsfreund?- Zweiter Gauner: Natürlich, der verdient daZ Geld und ich stehl's ihm.V 1 1 m y a i. u c n. Herr: Denken Sie sich. Fräulein Mathilde, ich träumte neulich, daß ich Ihnen eine Liebeserklärung gemacht hätte!" Fräulein (brüsk): Zu dumm!" Herr: Nicht wahr, wie man nur so albernes 5.eug träume kann!" Neue Auffassung. Mama: Gleich gibst Du Deinem Brüderchen die Halste Deiner Orange! Bedenke doch, daß ein altes Sprichwort sagt: Getheilte Freud' ist doppelte Freude!- Junge: Geh', Mama, laß' mich doch aus mit diesen alten Sympathiemitteln!' Heutzutag' glaubt kein Mensch ehr daran!- ..

Neues aus Natur und Heilkunde.

Die Entdeckung des Cocains und seine Verwendung zu Heilzwecken hat den Anbau des Cocastrauches in Peru ungemein gehoben und günstig auf den Wohlstand einiger Provinzen des Landes eingewirkt. Bor der Anwendung des Cocains als schmerzstillendes Mit tel war der Verbrauch der Eocablatter auf ihre Heimath beschränkt, namentlich auf die Bergwerksdistrikte, da die Leute sich weigern, in den Minen zu arbeiten, wenn sie nicht ihre Tagesgäbe Cocablätter erhalten, die sie wie Tabak kauen. Der Cocagenuß setzt Durst- und Hungergefühl herab und erleichtert die Mühen schwerer körperlicher Arbeit, und deshalb ist er für die Ausbeutung der Minen Perus ebenso unentbehrlich wie für Landarbeiten und Aehnliches. Doch wird nicht verschwiegen, daß die indianische Rasse durch den übermäßigen Cocagebrauch stark verkommt und zu Grunde geht. KünstlichePerlenzucht. Von Erfolg sind die Versuche begleitet, die man in Italien auf dem Gebiete der Perlenzucht unternommen hat. Cavaliere Comba, ein bekannter Naturforscher, ließ sich im Jahre 1860 von der Küste Ceylons echte Perlmuschein (Meleagi'ina rnargaritifera) kommen und verpflanzte sie in ein zu diesem Zwecke errichtetes Aquarium in Turm; ihr neuer Aufenthalt sagte den Thieren derart zu, daß sie. bis auf wenige, nicht nur gediehen, sondern sich auck vermenrten. Als tzomoa im Jabre 1881 nach längerer Unterbrechung seine Versuche wieder aufnahm und 1884 die im Aquarium geborenen Perlmuscheln öffnete, enthielten diese wohlqebildete Perlen. Es hat sich nun eine Gesellschaft aebildet. die an der Küste Calabriens bei Bora 10.000 echte Perlmuscheln auszusetzen beaoslchtigt. Man hofft, nach Ablauf von sieben Jahren der bekannten Verwehrung dieser Thiere entsprechend mindestens 3z Millionen Muscheln dem Meere entnebmen zu können. Da die Schalen selbst in der Perlmutterdrechslerel Verwendung finden, o würde der Gewinn, selbst wenn sich Perlen nicht bildeten, beträchtlich sein. Der Marstag. Die Tageslänge auf dem Planeten Mars, oder, mit anderen Worten, seine Umdrehungsdauer, ist kürzlich wieder um genau bestimmt worden, und zwar von dem bekannten englischen Astronomen Denning. Es wurden zahlreiche Beobachtungen benutzt, die im Monat Februar der Jahre 1869 und 1884 gelegentlich der größten Erdnähe des Planeten gemacht wurden. Als FixPunkt galt dabei die sogenannte Große Syrte, eines der bekanntesten Landschaftsgebilde auf der Marsoberfläche. Die letzte Beobachtung geschah dann am 7. März 1899. Zwischen dieser und der ersten Beobachtung am 4. Februar lagen 10,987 Tage 21 Stunden und 31 Minuten, während welcher Zeit der Mars 10,710 Achsenumdrehunzen vollführt hatte. Die Dauer der einzelnen Umdrehung beträgt dem nach 24 Stunden 37 Minuten 22.7 Sekunden, also etwas über eine halbe stunde mehr als der Erdentag. Leuchtende Erdwürmer. Es ist schon seit 5)labrzebnten be kannt, daß es Würmer gibt, die 'ein phosphorescirendes Licht von sich zu geben vermögen. Schon im Jahre 1836 beschrieb ein Zoologe Namens uges einen Elchen leuchtendenWurm unter oem Dramen Luinbiicus pbos phoreus, indem er ihn zu de? Gat tuna der Reaenwürmer zäklte. Neuer dings hat Dr. Michaelsen in Hamburg vie Zugeyorigkelt des leuchtenden Erd Wurmes zu einer anderen Gattung fett gestellt, nämlich zu Microscotex (moaestus). Wahrend die Verwandten dieses Wurmes sämmtlich auf da südlichste Amerika beschränkt' faid kommt der leuchtende Vertreter der Ballung nicht nur aus dem europäl schen Festlande, sondern, wie neuer dings festgestellt ist, auch in England vor. Dort erhielt Veddard einige kleine Erdwürmer aus der Gegend von Worcester übersandt, indem ihm gleichzeitig mitgetheilt wurde, daß sie mit einem Lichte ganz ähnlich dem des Glühwurms zu leuchten vermöchten. Dies erwies sich als richtig, und man konnte die Würmer sogar zur Abgabe des Lichtes reizen, wenn man auf den Rafen stampfte, auf dem sie lagen. Früher wurde angenommen, daß das Leuchten der Regenwürme? von lichterzeugenden Bakterien herrührte, die in dem Hautschleim auf dem Wurmkörper enthalten wären. Die neueren Beobachtungen machen es jedoch wahrscheinlich, daß das Leuchtvermögen eine Eigenschaft des Wurmes selbst ausmacht. KönnendieThiererechnen? Mit dieser Frage hat sich ein russischer Arzt, Dr. Timofleff. neuerdings eingehend beschäftigt und zahlreiche Experimente angestellt. Papageien, so behauptet er, können bis 4 zählen, Krähen bis 10, Hunde bis 24, Katzen nur bis 6. Die Pferde scheinen am befähigtsten im Rechnen. In einem Dorfe im Gouvernement Pokoch studirte Dr. Timofleff das Pferd eines Bauern und entdeckte, daß es immer bei der 20. Fische innehielt, und zwar nicht aus Müdigkeit. Darin war das Pferd so zuverlässig, daß sein Besitzer die Zahl der Furchen danach berechnen konnte, wie oft das Pferd still gestanden hatte. Ein anderes Pferd wal von selmm mfi sv gezogen Worten, daß es bei jeder 25 Werst Futter be. kam. Einmal aber blieb es bei der 22. Werst stehen. Diesen Irrthum erklärt Timofleff dadurch, daß das Thier seinen Weg nach den Telegraphenstangen berechnet und sich nun geirrt hatte, weil drei ganz ähnliche am Wege gestanden hatten; dasselbe Pferd war daran gewohnt, sein Futter in einem Stall zu verzehren, neben welchem die Stadtuhr 12 schlug. Dr.' Timofleff sah selbst, wie das Pferd die Ohren spitzte und aufhorchte, aber dann enttäuscht den Kopf sinken ließ, wenn weniger als 12 GzäAjipt tztänUn. . . j

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The Tabules are a compact, convenient, accurate form of a prescription universally used by phjsiciaiw in treating digestive troubles. The exact formula from which Ripaos Tabules are made is in tlaily use in the greatest hospitals in the world, where the highest medical skill recognizes it as the be preparation ever devised for derangements of the stomach, liver and bowels. If these organs can be kept healthy and active there is little danger of terious sickness. Almost erery illness is traceable directly to Indigestion and its accompanying disorders. Ripans Tabules stimulate the stomach, stop fermentation and make digestion easy and rapid. They stir up the liver and help it to perform its functions. They eure constipation and strengt hen ane invigorate the bowels so that their natural action is restored. One Tabule is a dose. The frequency of the dose is regn lated by the apparent need.

In New B r u n s w i ck. N. I., betrat der Schlächter Thomas Stevens Nachmittags den großen Eisschrank seines Geschäfts. Plötzlich schlug die Thür des Schrankes zu und Stevens war gefangen. Seine Hülferufe verhallten ungehört, da gewöhnlich der Eisschrank am Nachmittag als geschlössen galt. Schließlich vermißte der Partner A. I. Gebherdt seinen Theilhaber und entdeckte ihn endlich halb erfroren in dem Eisschrank. UM Die Aeim-Tlleorie. Eine wichtige Entdeckung. Drch rneueruug de Systems werde fafl alle ttraukheitcn geheilt. Qi wirb in diesen Tagen viel über Pilzr gesprochen und doch ist dies kein müßigeS Ge rede. Das Mikroskop enthüllte die Thatfache, daß viele Krankheiten durch einen besonderen Keim oder Pilz hervorgerufen roer, den. Ein eingehenderes Studium und fto? fchungen zum Zwecke der Entdeckung eineö Mittels, welches diese Pilze aus dem System entfernen würde, haben vor Kurzem ergeben, daß es nothwendig sei, das System zu erneuern und das Blut durch die Beseitigung der Pilze zu reinigen, um die Heilung dieser Krankheiten zu erzielen. Es stellte sich heraus, daß Dr. Kay's Renovator das voukommenste Heilmittel für alle diese Krankheiten ist, das bis jetzt entdeckt wurde. Es erneuert das ganze System, reinigt das Blut, bereichert dasjelde, belebt daS System und verleiht oem ganzen orver neues .'even und ver jungte Kraft. Um die wunderbaren Ergeb nisfe beim Gebrauche von Dr. Kay'S Rcno vator in allen solchen Krankheiten vor Augen zu sühren, geben wir folgenden Auszug aus einem Briefe von Frau E. A. Adams, 6. und Martha Str., Omaha, Neb.:. .In Beantwortung Ihrer Anfrage, welchen Erfolg ich mit Dr. Kay'3 Renovator hatte, theile ich Ihnen mit, daß ich große Linderung fand und nun gesund bin. In erster Linie hatte ich die Grippe und eS dauerte geraume Zeit, ehe dieselbe zu weichen schien ; dann trat Malaria ein und ich nahm hinreichend Chinin ein, um den Tod einer Person zu bewirken, verspürte aber keine Linderung, bis ich Dr. Kay's Renovator gebrauchte. Ich litt an Unverdaulichkeit, starkem Kopfweh und hatt. Schwindelanfällt, und eS wur als ob feurige Zäden und kleine Sterne vor meinen Augen gaukelten. ES freut mich, berichten zu kon nen, daß ich nach dem Gebrauche einer Schachtel Ihres RenovatorS große 'Besse rung wahrnahm und gesund wurde, ehe die zweite Schachtel zu Ende war, worauf diese mißlichen Uebel- Dank Ihrem Renovator gänzlich ausblieben. Ich kann nicht um hin, denselben der leidenden Menschheit zu empfehlen.- Er ist das beste bestehende H,il Mittel, weil er alle Krankheiten heilt, bei welchen sogar alle anderen Mittel vergeblich an Sewandt wurden, wie: Unverdäullchkeit, Le-er-und Nieren-Krankheiten, Verstopfung, Kopfschmerz, P!agenbeschwerden, Geschwüre, Ausschlag, Schwäche, Niedergeschlagenheit. Schwindet, Frauenkrankheiten, Drüsenver, größeruna, Sodbrennen, unreines Blut, Schlaflosigkeit, Galligkeit, Verdauungsbeschwerden, Mattigkeit, Malaria, geistige Ab gestumpftheit, RbsumatismuS, Neuralgia, Nervenschwäche, Schlagfluß, Beulen, Salzfluß, Skropdeln ,c. Er hat eine wunderbare Wirkung auf den Magen, Leber und Eingeweide; er steigert den Appetit, fördert die Verdauung und heilt alle Störungen dieser Theile. Er schmeckt angenehm, ist leicht zu ehmen, vollkommen sicher und nie dem Ma gen widerlich. Er ist in Form von Zeltchen, aus concentmten Ertracte zufammenaesetzt' und enthält zwei, bis viermal mehr Vosen al? die flüssigen Arzneien, welche für densel den Preis verkauft werden. Dr. Kay's Renovator ist nnn bei fast allen Apothekern zu haben. Preis 25c und $1. Sollte Ihr Apo theker denselben nicht vonathig haben, dann sende man den Betrag und schreibe an die Dr. B. I. Kay Medical Eo. (Westliche Ofsice). 620 südl. 16. Str., Omaha, Neb.,norrauf Ihnen derselbe vromvt per Post und zwar portofrei zugeschickt wird. Tiefe Mrma veröffentlicht serner ,Dr. Kas Hand Book of Valuabla Receipts and a Treatise on Diseases," welche Broschüre ttaA Einsen Man versäume nicht, seine Adresse einzusen de. denn diese Broscküre ist: unent&ehrltA-

oung Mer Adresse und Angabe dieser Leitung Ihnen gratis zugeschickt wird. Viele Leute schäden dtren Wertb aus fünf ollars.

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