Indiana Tribüne, Volume 22, Number 270, Indianapolis, Marion County, 18 June 1899 — Page 5
Dr, J. A, Sutcliffe,
Wnnd-Arzt, Geschlechts-, Urin und Rectum' Krankheiten. Office: 155 OstMarketstr. Tel. 941 Osficekund : 9 bi, 1 Uhr Vorm.; 2 bis 4 Uhr Rm Dr.O.G.Rfuff hat seine O'ftce nach dem Willoughby Gebäude, No. 24 Nord Meridian Str., erste Etage, verlegt. Offtce-stunden : Bon 2 bis 4 Uhr Nachmittag Telepho : Office 2SS Wohnung 36. Die Wohnung befindet siÄ wie bisher : 1537 Nord Pennsylvania Straße. Dr. I. Wühler, 120 Sst ffcCnrty Str. Sprechfiunven: 8 ct3 9tI$r2orn.; 2tt3 : x Nachm.: 8 bis 9 Uhr ZlbendS Telephon 144. rreftundt: onataa nux ortttag. Die Office von Dr. H. PM und Dr. C0LE, befindet sich in No. 24 Oft Ohw Straße. Telephon No. 927 wie bisher. C. C. EYERTS, Deutscher Zahn - Arzt. Ns. 8z Nord Pennsylvania tr. ?o wird auf Wunsch angewandt. WüUers Seber - Pillen ist daS beste und nebenbei auch gelindeste Mittel gegen Unoerdaulichkeit, Verftpfung, Leberleiden etc. 23 (5evtS die Schachtel bei Z?erd. 21. Müller, Äpotheker, Ccke Saft und Washington Str. ab ancb in all ändert Ipolljefin. 0TT0 DEPPERMANN, Deutschor Zahn-Arzt. Msjestic Gebäude. Zimmer No. 207. mimiim 4? CtuRbnt YttxUn Sonarrtzöa nd uinuul ?n Un. crganf kurA Cim(.n -m uratbobnt ohn Unbtqutrnlirnttn. Prei (MITTI M t..i f!. n)lf G . ftl .um i.jniini w. V. C. er 2081. He flotf. : Hüt Teutschen trinken Seebacks Thee. (Deutsche Schweizer Kräuter.) i b,siti,t Mrtvve. reinigt Blne. Plgit, zulirt die Leber. ftZrkt die Nie?', desördert Ltuhlgang ; tessnder ?krae zu empfehle. Psftftki SO. Lgenten verlangt. B. Seebach. Peru, Jll. Paint&YarnisliCo lZlnzige deutsche Farbenhandlung in Z n i a r apo ( i . Alle Sorten von Farben, Lelen, Pinseln usw. für Maler. Vsnst?rg5us In aZk Erkötn zu ten n-.Izizsten Preisen. 426 Oft Washington Str. Tel. 334. 5t. Andreasderger ZIanarieN'Vögel, CC Papageien, Roth Vögel und alle Sorten Sivg und Zier.Vögel. Sine große uSN?ahl aller Sorten Käfige, mm : . 4 s,? 1 Vfrsr ic JMUIUIUV VfcVVC vf wv.xf Ferner dai beste Spottvogelfutter, besten szel-Saamen zu 7c das Packet, 3 Pactete Zri stA sur äjciuo. C. F. Klepper. HZ tR4afttl vnu, Zvisch Vermont und ichtga träfe. Aergert Dich Dein Auge s, reiße ei Sicht aus. und werfe I ulcht von Xti sondern enoe i an mm ?l rzww . r'füyu"! 'J.,A. ltV,-0r .XLMVA vV-" -WIMN wo Xtr für Xein Auge das Nöthige Ela anfertigt, Sunstltche Augen erden schmerzlos cinaefeftt. Brillen werde ach de deften Methode der Augen an iciait. Theo. F. Smither, geschickter und zuverlässiger Dachdeckern eh- und Kieödächer. Dächer von Asphalt und Gilsonit. E,gr,tH5ndl t lle rte ,gDachtri ,. Telephon!,. LOIVest kksr1n6. St. evstAii S, Misftl?xt d Mr,ld tr.
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Mein lieber Herr Nedacktionär! Der Mister Pressedent Hot mich inweitet, den Owend noch mit ihn zu stehn, bikahs er sagt, ,er deht mich gleiche, weil ich so streht sin un mei Appinjien sage duhn mitaus Fier. Die Leit. wo um in erum sin, die wäre als e Ruhl rehgeller Stiffs un dehte no? immer die Koht nach den Wind hänge un er hätt nie nit e Tschehns, sich emol diesend auszuspreche. Well, mir sin wies dunkel is geworde, in den Presse dent sei Kattetsch gange un hen e Battel Wein gedrunke. Ich war'n ganz surpreist. Wei, hen ich gesagt, ich hen immer gedenkt. Sie wäre temperenz. Do sagt er, in Popplick do wär er, awwer wann er mit e paar gute Fremde beisamme is, so gleicht er gern eins zu pjtfe un do deht er auch nicks drum gewwe, wann er emol e wenig gut fiehle deht. Er Hot dann von e Schelf e Backs mit Zigahrs erunner geholt un sagt, Mister Sauerampfer, schmohke Se eins mit mich. Sehn Se, Hot er gesagt, sell is auch so en Nonsenz. Ich hen emol e wenig e Nest hen wolle, denn, wenn mer so en Wahr mit mache muß. dann is mer ausgepleht un teiert. Off Kohrs hen ich doch iwwer ebbes komplehne müsse un do hen die Dacktersch odder wie mer uff Deitsch sage duht, die Viehsisckens gesagt, ich deht zuviel schmohke, wann ich eckspeckte deht gesund zu werde. Den Weg hen ich e Tschehns kriegt, emol in die Kontrie zu komme un mit e paar gute Freinde e gute Zeit zu hen. Hier, wo mich niemand nit nohtisse duht. do werd geschmoclt un Weinche gedrunke, daß en Hund jammert." Ich hen gesagt, ich deht wunner?, daß er sein gute Freind Meik Hanna nit mit sich Hot. O, well sagt der Mist:r Pressedent, mir sin ja ganz guteFreinde. awwer zwische Jhne un mich, er duht zuviel Palliticks tahke un biseids das muß er doch auch, wann ich in Fekehschen sin. e wenig nach unser Jnterre ausgucke, do muß an alle Ecke gewatscht wer'n, daß nicks häpn:ne duht. Mir hen noch e ganze Weil getahkt. bis der Mister Pressedent emol autseit gange is. sor noch ebbes zu ordere. Do hen ich dann ganz mit mich allein gesosse un do hen ich mich ganz schön ausgedenkt, daß ich ihn noch emol nach ebbes frage wollt, nämllch lwwer den Feller. wo rn Net Jork so fuhlische Stoff iwwer den Kaiser Willem getahkt Hot. Ich hen mich e ganze Weile for de Name von den Feger besonne. Ich kann Jhne sage, die englische Lengwitsch ist die fuhlischste Lengwitsch, wo's gewwe duht. Do werd awwer auch kein einziges Wort pronaunzt, wie's gespellt werd. Do !s die deitsche Lengwitsch doch ebbes ganz anneres. wei, wann mer do spelle duht: ich hen Dorscht, so kann ich gar kein annere Weg sehn, wie das different pronaunzt könnt wer'n. Die Englische gehn awwer her un sage: Ei hehf Dorscht". Jetzt bitt ich Jhne um alles in die Welt, wo kommt do das Ei her? Die Fellersch gehe einfach her un gehn hin, nemme das deitsche I- in de Mund, schlenkern's e paar mol hin un her un wanns eraus kemmt, dann is es e weiches Ei! Ich denke, sell is fuhlisch. Den Weg is es auch komme, daß ich nit an den Feger von Nei Jork sein Name riememberd hen. Ah, jetzt hen ichs Widder gewißt: Gockelhahn Hot er geheiße. Es is zwar different gespellt worde, awwei mer duhts dieselwe Zeit Gockelhahn pronaunze. Der Mister Pressedent is jetzt inseit komme un Hot noch e paar Vattelcher gebracht un do hen mer noch emol gestart. Der Mister Pressedent is so tschallie geworde. wie alles un uff eemol do sagt er.wann ich 'hm e großes Fehwer duhn wollt, dann sollt ich doch stappe. immer Mister Pressedent zu ihn zu sage, ich sollt jh7, Mäck kahle, das deht er viel besser gleiche zu höre. Ahlrecht hen ich gesagt, sell könne mer auch mache. Un von do an hen ich Mäck zu ihn gesagt un ex Hot mich Phil gerufe. Sie wer'n sich denke jönne. daß ich so bei un bei auch gut gefiehlt hen. denn mein Stommeck iö doch auch kein Strump. Do hen ich mich dann e Herz genomme un hen von den Gockelhahn gestart. Ich hen gesagt, dak der Feller emol en rechte Fühl aus sich gemacht Hot. Der deitsche Kaiser wär ahlreit un es hätt kein Mensch das Viknek Fonn immer ihn zu mache. Do saat mein Freind. das wär so un e? 3..- ' , ,. c!. hätt s auch gar nii gegtiaze. awwer oleselwe Zeit hätt er doch arig iwwer das sonniae Lied, wo der Käpten Gockelbahn gelunge hat. lache müsse. Do hen ich gesagt, Mäck. all was Sie mich duhn könne is. leid. Wie en diestnttt Mann, wo aut aerebst is morde un wo e gute Eitjükehschen gehabt Hot, iwwer so ebdes lache kann, sell kann ich int begreife. Wisse Se. daß mir uff so en Weg iesig en Wahr mit Schermennie kriege könne? Denke Se, die Zittisenz von die Juneitet Stehts könnte noch emol e Wahrtäcks an das Bier stende? cr i :... eyi 1 cm i jiai an mui uiiuciy. qcu uiu
den Jenko-Spenio Wahr alles waS mer in die Lein stende könne un an die Eckfpenzes for das Vergniege, do hen noch unser Kindskinner zu lecke. Sie sin nit in Kjuhbe gewese. awwsr ich sin dort gewese un ich kann e Liedche dervon singe. Awwer das leicht Ihr Herre nit zu höre. Do sagt der Mister Pressedent: Mister Sauerampfer, Sie sin en arig guter Mensch, awwer auch e ferchterlich großes Nindsviehch. denke Sie dann, die Juneitet Stehts wollt mit Schermennie Wahr hen? natt motsch. Mir denke viel zu viel von das alte Kontrie. In riegahrd zu den Käpten Gockelhahn, do kann ich Jhne sage, daß der en große Mistehk gemacht Hot, awwervas könne Se dann mit en besoffene Sehler anfange. Er werd nicks mehr duhn, wo driwwer sich mei deitsche Freinde ärgern solle. Wisse Se, die Schermenns un die Eirische sticke zusamme." Dann hen mer 5)änds geschehkt un ich hen ihn noch prammisse gemüßt.daß ich ihn bald Widder besuche soll UN dann sin ich fort. Ich kann Jhne sage ich hen doch keinder praud gefiehlt. Well der Wedesweiler werd Auge mache,' wann ich den alles verzehle. Daß mich der Pressedent e Rindsviehch gerufe Hot, sell macht mich gut fiehle. Do kann mer sehn, daß er mich gleiche duht. Womit ich verbleiwe Jhne Jhrn liewer PhilippSauerampfer. Die Zricdensconscrcnz. (Originalbericht deS Wivpcben's). H a a g, im Mai 1899. Heute ist der erste Spatenstich zum Frieden gethan, die Friedensconferenz ist eröffnet. Ich melde Ihnen dies mit von einem trübseligen Kopfschütteln erstickter Stimme, trotzdem Sie wohl schon vernommen haben, daß die Verhandlungen im verschlossenen Janustempel stattfinden so darf man wohl das Huis ten Bosch", in welchem die eingeladenen Mächte tagen, nennen. Die Presse ist ausgeschlossen. In einem Augenblick, wo die ganze Welt die Ohren wie einen verzeihen Sie das harte Wort! Faber No. 1 spitzt, verstopft man die Spalte, aus welcher der Wortlaut der Verhandlungen her vordringt: die Spalte der Zeitung. Man löscht das Lauffeuer; dem ähnlich sich die Beschlüsse durch die civilisirten Staaten verbreiten würden. Man knebelt die Fama, welche die Nachrichten aus der Friedens - Konferenz herausposaunen wollte an die Lauscher. Man knickt die Windrose, anstatt dafür zu sorgen, daß nach deren sämmtlichen Richtungen jedes Wort dieser wichtigen Debatten sofort den Draht besteigt, um allgemein bekannt zu werden. Es ist. als ginge man in eine neue Oper, erhalte aber am Eingang von einem Schutzmann zwei Stücke Watte, um sie in die Ohren zu stopfen, weil die In-
tendanz das Hören verboten habe. Ich will erzählen, wie es mir erging, als ich heute in meiner Eigenschaft als Berichterstatter den Eonfenzsaal betreten wollte. Der einköpfige Eerberus an der Pforte hielt mich an. Wohin? wedelte er mir entgegen. ' Die Frage machte mich schon nervös. Wohin? Wenn man als Berichterstatter am 18. tm Haag ist und das Hms ten Bosch betritt, so fragen Sie: Wohm? Ich will den Verhandlungen bei wohnen. Die Presse ist ausgeschlossen, sagte der Diener mit der Ruhe eines KirchbosZ. Ich bin pass. rief ich. Ja. lieber Herr Paff, meinte nun der Diener, wußten Sie denn nicht, daß hier geheim verhandelt wird? Ich heiße nicht Paff, antwortete ich ärgerlich, ich wollte sagen: Ich bin perplex. Dann bitte ich um Verzeihung, Herr Perplex, sagte jetzt der die deutsche Sprache nur sehr gebrochen verstehende Holländer, mir war es, als hätten Sie Paff gesagt. Aber ich wiederhole Jhnen. Herr Perplex, daß ich Sie nlcht einlassen kann. Was sind Sie denn eigentlich? Ich bin Vertreter der siebentenGroßmacht, rief ich stolz. Die siebente Großmacht ist das Weib, antwortete phlegmatisch der Hüter des Hauses, der augenscheinlich verheirathet ist. Ich sah nun. daß mit diesem Manne nicht weiter zu kommen war, und ich befahl ihm also, eine der sechs Großmächte herauszurufen, weil ich um jeden Preis dem Eongreß beiwohnen müsse. Sagen Sie nur einem der Herren, bat ich, ich sei außer mir und müsse eintreten. Ach was. rief nun dieser verhängnißvolle Portier. Erst nannten Sie sich Paff, dann Perplex und nun heißen Sie Außer mir. Das kommt mir verdächtig vor. Machen Sie. daß Sie. fortkommen, sonst ruft ich einenSchutzmann! Lediglich dic Angst, daß Ich mich an diesem Wütherich und dann an dem Schutzmann vergreifen könnte, bewog m'ch, den Stab 7p weiter wie möglich zu setzen. Aber wohl noch nje hat ein Esvenlaub so wie ich am ganzen Leibe gezittert. Wie immer, wenn ich aus dem Häuschen fahre, flüchtete ich'mich zur Beruhigung meiner Nerv?n in den Schatten des Pegasus und griff mu thig in die Saiten der Leier. Ich ging aus mein Zimmer und schrieb das foj gende Liehz DerFriedens-Kutschke. Was kraucht imHuiS ten Bosch, herum? So fragt Europas Publikum. Sie schlössen gar die Thür, um nun Ganz fürchterlich geheim zu thun. Doch dem Verdacht wer kann davor? WirdaeoMet Thür und Thor
l W&ijart sind sie so sehr diskret? Am Ende wird da hoch gejöt. Es kann auch ganz gut möglich sein. Sie schlössen sich im Saale ein. Den Staat zu stürzen und Altar, Das wäre denn doch schauderbar. Sie nennen's, oder auch: man nennt's Zwar eine Friedensconferenz, Doch wird vielleicht, was Keiner ahnt, Daselbst ein großer Krieg geplant. Wozu auch sonst die Munkelei Und die Geheimnißkrämerei! Denn wer ein gut Gewissen hat,
Hat Angst vor keinem Zeitunzsblatt. Meine Leser fürchten aber hoffentlich nicht, daß ich ihnen keine Berichte aus der Friedensconferenz senden werde. Ich bin noch immer, und zwar zu meinem großen Bedauern der Alte, weiß nach wie vor. daß auch die derschlossenen Thüren Ohren haben, und werde niemals den Bock schießen, mich in dessen Horn durch ein Vl.rbot jagen zu lassen. So kann ich schon heute mittheilen, daß Rußland üb&r die Ernennung des Professors v. Stengel zum deutschen Vertreter auf der Friedensconferenz sehr verschnupft ist, weil er eine Broschüre gegen die Idee einer allgemeinen Abrüstung geschrieben hat. Was wollen Sie hier?- fragte ihn Rußland heute nach der Eröffnung. In einer Versammlung von Vegetariern hat der Fleischfresser nichts zu suchen. Da steht Einer auf. dem das Wasser im Munde zusammenläuft, wenn er von Erbsen und Sauerkohl spricht, und gleich darauf sagen Sie es dem Wildschwein auf den Kopf zu, daß dieser eine Delikatesse und daß im Vergleich mit ihm das Gemüse nicht die Bohne werth sei." Erlauben Sie," warf der Professor ein, ich " Ach was." rief Rußland, da ist nichts zu erlauben. Sie sind gegen die Abrüstung und kommen zur FriedensEonferenz. Wenn Sie einen Hausknecht brauchen, haben Sie im Nonnenkloster nichts zu suchen. Kommen die Brummschädel zusammen, um das Trinken abzuschaffen, so hat der Kellner nicht mitzureden. So könnte ich noch eine Weile fortttden, aber ich weiß, daß ich tauben Ohren in den Wind predige." Wenn " wagte der Freund d's Kriegszustandes zu sagen. Auch das gebe ich nicht zu,- warf Rußland ein. Deutschland hätte uns einen Freund des Friedens schicken sollen. Mein allergnädigster Zar ist von Ihrer Broschüre sehr unangenehm berührt worden." ' Freilich " entgegnete Herr v. Stengel. Das bestreite ich entschieden," brauste Rußland auf. v. Stengel: Allerdings Rußland: Auch das ist nicht stichhaltig." v. Stengel: Als - ' Rußland: Das habt ich schon fru-, her widerlegt." ; v. Stengel: Jedem " Rußland: Sie betreten einen Ton. auf dem ich Ihnen nicht folgen kann. Es bleibt dabei, daß ein Mißgriff zu beklagen ist." v. Stengel: Keinenfalls " Rußland: So viele Worte, so viele Irrthümer. Ich sehe, daß ich mit Jhnen über diese Frage nicht in's Klare komme und kann nur sagen: Keinc Rose ohne Stengel." Damit war die Unterredung' zu Ende. Nun stellt es sich auch als sehr störend heraus, daß einige Länder und Fürsten nicht eingeladen worden sind, so: die südafrikanischen Republiken. der Sultan von Marokko, der Emir von Afghanistan, der König Stumm, der Mikado, von Sullivan, der Alpenkönig, die Haberfeldtreiber und Andere. Dagegen sind Einladungen aus Rußland an Adressen abgegangen, die augenscheinlich mit völliger Unkenntniß geschrieben worden und natürlich als unbestellbar durch die Post zurückgekommen sind. Ich nenne nur die Einladung an die Großherzogin von Gerolstein. den Fürsten von Thoren, den König Midas von Heiberg, den König Marke, die Ghibellinen und Guelfen. den König Lear, den Tyrann von Mottenburg und manche Andere, von denen man in Rußland nicht viel mehr als den populären Namen gekannt hat. Nun ist denn die FriedenszEonferenz eröffnet, und wir dürfen auf die Er. gebnisse gespannt sein. Die Stimmung ist nicht die beste, doch darf man die Hoffnung nicht aufgeben, daß sie sich im Lauf der Verhandlungen verschlechtem wird. Die Bevölkerung ist freudig bewegt und drängt sich in lebhaft holländisch debattirenden Gruppen vor den verschlossenen Thüren, Tritt einer der Bevollmächtigten her aus. so sucht man zu errathen, wer eö sei. Als heute der persische Delegirte in seiner phantastischen Tracht das Haus verließ, rief Alles: Hoch Frau v. Suttner! bis der Verwechselte. Graf Mirza Rizo Khan, etwas unmuthig Van XI tfr r 3 t&As&j Iviivm UU U(U Vll CIUC9 UUlCUVttl tw.Ul men Säbels griff. Wnn man ?ile hat. Ein in Brüssel weilender Fremder muß eiligst abreisen. Vorher begibt er ficb nock in ein Geschäft. UM ein Paar Handschuhe, zu, raufen. Ein? ' c on r-1 i Pame w pcn Vierzigern w hwm dem Ladentisch .Madame, ick wün sche ein Paar Handschuhe." Die Dame grüßt mit verbindlichem Lächeln -und erhebt sich langsam. .Ein Paar Hanvschuhe, mein en?" .Ja. Madame. ein Vaar araue öandsckube. aber nicht perlgrau, sondern mausgrau." Mausgrau, mein Herr?" .Ja. Madame, 7Z." .Gut. mein Herr. 11. Haben Sie die Güte, Platz zu nebmen." 5kck danke, es ist nicht nötbicu ick babe ein wenia Eile."
Sie haben ein wenig Eile?" Ja, man erwartet mich." Nehmen Sie gefälligst Platz." Die Dame geht in den Hintergrund des Ladens, wo eine kleine Schneckcntreppe emporsteigt, und ruft hinauf: Eugenie!" Eine junge, frische, reizende Stimme antwortet von oben Mama!" Komm ein wenig herunter, es ist ein Herr da, der Eile hat!" Ich bin mit Fristren gleich fertig und komme." Eile Dich!" Ja, Mama!" Die Dame kehrt hinter den Ladentisch zurück. So nehmen Sie doch Platz, mein Herr!" Ein wenig betreten, aber mit dem Wunsche. Fräulein Eugenie kennen zu lernen, nimmt er den Stuhl an und setzt sich. Bleiben Sie lange in Brüssel, mein Herr?" Drei oder vier Tage." Aber Sie kennen die Stadt?" Schon lange. Brüssel, Neapel und Paris sind die drei angenehmsten Städte Europas." Ich bin auch schon in Paris gewesen, mein Herr. Ich habe dort Jemand geliebt." - Ich beneide sein Glück." Aber es war ein Schwindler." Das wundert mich nicht; die Franzosen sind im Allgemeinen etwas leichtfertig."
So legen Sie doch Ihren Hut ab!" Ich danke; ich fürchte mich zu verspaten. Die Dame wendet sich wieder zu der Treppe: Eugenie! Der Herr will fortgehen!" Ich komme, Mama, ich komme!" Blond, mit einem Teint wie Rosen und Lilien, mit Lippen wie ein Herz-Aß und mit einer tadellosen Reihe kleiner blendend-wei-ßer Zähne erscheint die junae Vrüsselerin ganz strahlend und fragt mit dem einnehmendsten Lächeln: Was ist gefällig, mem Herr?" Mein Fräulein, ich wünsche ein Paar 5)andschuhe." Nehmen Sie qefälliast Platz." Graue Handschuhe." Hellgrau?" Nein, dunkel." Erlauben Sie, mein Herr, Ihr Hut ist Ihnen unbequem." O bitte, durch aus nicht. Erlauben Sie, ich will lhn hierher auf den Ladentisch stellen." Meinetwegen, wenn es Ihnen Vergnügen macht." Also Handschuhe, mein Herr. Herrenhandschuhe?" Ja. mein Fräulein." Welche Nummer?" 7?." Fräulein Eugenie wiederholt leise vor sich lim: Graue Handschuhe für Herren 7Z ..." Dann sagt sie mit erheiterndem Lächeln: Die haben wir nicht, mein Herr!" Unfreiwilliger Humor. Chef (sehr aufgebracht zu seinem Diener): Sie haben meinen Auftrag schon wieder nach Ihrem eigenen Gutdünken ausgeführt und nicht so, wie ich es Ihnen befahl; Sie besitzen doch einen rechten Quadratschädel!" Diener (zerknirscht): Ich bitt' schön ich hab' glaubt " Chef: Schon gut, schon gut" (nach einer kleinen Pause, da der Diener noch wartet und ein Anliegen zu haben scheint) auf was warten Sie noch?" Diener: Ich hab' Sie bitten wollen, Herr Chef, ob Sie nicht wieder einen alten Hut für mich haben, denn Ihre Hüt' passen mir so gut." deutlich genug. Karlchcü (mit seinem Schwesterchen beim Großpapa gratulirend): Lieber Großpapa, wir wünschen Dir auch viel Glück zum Geburtstag, und Mama hat gesagt, wenn Du uns einen Thaler schenkst, sollen wir ihn ja nicht verlieren!" Anknüpfungspunkt. Onkel: Schrecklich, wie viele Menschen bei dem jüngsten großen Eisenbahnunglück wieder um's Leben gekommen sind!" Studiosus: Onkelchen, da könntest Du mir aber schon ausFreude, daß Ich nicht in dem Unglüciszuge war, 20 Mark pumpen!"
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in in zuverlässiges Rad. Es ist immer in Ordnung es ist stark gebaut ud d'her die tfuu djchast, welche jeder Fahrer eines Waverley Rades für sein R d hat Ltit1t)(n&& 4 5 ßtJPC werden von keinem Rad ;u (tfVimJVV& jjU gleichem Preiö üve.lrvssen Hier hergestellt. flndiana Bicycle Company, Pennsylvania und Ohio Straße.
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(Sin hervorragender deutscher Redakteur bezeugt tlle Zrettsumen Kräfte ÜUftv Arzneimittel. Ich habe zwei Lackete von Dr. Ke y' S R n ov a t or gebraucht und fuble jetzt besser. alS vvr fahren. Ich bin überzeugt, da die großen Erfolge Idrer Heilmittel die erbetenen Bekanntmachungen rechtfertigen. Ich süblte durch und durch krank, ermüdet und hinfällig. Ich gebrauchte ihren Renovator vorfchnftsmüfjig. In den ersten Tagen fühlte ,ch mich p schnnchter. aber nach einer Woche weiteren Gebrauchs tktgte sich ein mertllcher SLkchsel zum öfter erden. Ich nehme ieyt gelegentlich. e nach Bedürfniß, jeden Nachmittag ein bis zn?ei Tosen. Turch den Gebrauch IbreS Renovators habe ich in einer nalurlichen tieie meine Eingeweide wieder in die gehörige Thätigkeit gebracht"
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zu haben, ans das er sich verlassen kann.
