Indiana Tribüne, Volume 22, Number 269, Indianapolis, Marion County, 17 June 1899 — Page 1
o 7 fCs AS Cs YH A f x k l9 'ii iii ' i x 1 i iiii I n v k O vv W s w ich a H Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Jahrgang 22, Indianapolis. Zndiana Samstag, öen 7. Juni 1899. No. 269
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Sditorielles.
Mit Bezug auf die neueste Idee, welche, vm den Anti-Semitismuö zu bannen, oen VerluS maöen will, die laroke Masse der Juden, die in der ganzenWelt zerstreut leben, auf einen Punkt, nämlich auf Palästina, zu koncentriren, bleibt nur Eine? wunderbar : daß sonst so gescheidte Leute, wie z. B. M05 Nordau, ihre Kraft und Zeit ver schwenden, um den Versuch zu machen, diesen ganz aussichtslosen Plan zu verwirklichen. Die jetzt wieder mit erneuter Kraft betriebene Agitation für den Zionismus" giebt der Sache wieder die Bedeutung einer TageSfrage. Bei vernünftiger Beurtheilung der Sache spielt die Religionösrage fast gar keine Rolle, die Rassen-Neigung resp. -Abneigung schon eine größere, die größte aber daö wirthschaftliche Moment, indem auf der einen Seite die jüdischen Kapitalisten in dielen Ländern zu den erfolgreichsten AuSbeutern gehören,. auf der andern die jüdische Lohnarbeiter in Ländern, wo die Lebenshaltung der Arbeiter im Allgemeinen eine verhältnißmäßig hohe ist, in Folge ihrer Bedürfnißlofigkeit, mit sehr niedrigen Löhnen zufrieden sind und deßhalb natürlich von ihren, an höhere Löhne gewöhnten Nebenarbeitern nicht mit sehr freundlichen Augen angesehen werden. WaS Amerika betrifft, so stehen in dieser Beziehung die jüdischen Arbeiter nicht mehr aus der untersten Sprosse der Leiter; italienische und halbasiatische Einwanderer drängen bereit? nach und schieben, sozusagen, die jüdische Arbeiter in eine höhere Rangordnung. Aber unzweifelhaft find es diese wirthschaftlichen Momente, welche auch heute noch dem Anti-SemitiSmuS, als einer politischen Parteibewegung, zu Grunde liegen uiYb ihm seine treibende Kraft verliehen. Ganz besonders wäre er Anti-SemitiSmuS alö der SozialiömuS der dummen Kerle" nach oben, gegen die Ausbeuter gerichtet, ganz undenkbar, ohne die großartigen Erfolge, welche, wenigstens in Europa, die Juden alö Unternehmer überall errungen haben. Nun giebt eö aber noch immer Leute, wie z. B. diese Zionisten", die von der Idee ausgehen, daß eS Hauptfachlich die angebliche Absonderung der Juden, als deS auSerwählten Volkes", von anderen Volkselementen sei, velcbe den Anti-SemitismuS erzeugt.' Und sie sehen daher keinen andern Auöweg aus dem Dilemma. und werden dabei von einem Theil der amerikanischen Presse unterstützt, alö die Schaffung eines neuen israelitischen Staates auf dem Schauplatz der historischen Thätigkeit der jüdischen Stämme, in Palästina. Läßt sich daS nicht verwirklichen, so wird den Juden gleichsam als ein VerzweiflangS-Akt gerathen, ihre Rassen-Absonderung aufzugeben und sich den arischen" VolkSelementen zu asfimiliren. Daß die Juden nicht nach Palästina gehen werden, dafür bürgt unö ihre Klugbeit und der ihnen angeborene : . der sie gerade unter dem . riet .; ; t ihren Konkurrenten ann: überlegen macht. ES ist nicht nöthig, darüber noch ein Wort zu verlieren. Bleibt also nur daö Aufgehen in andere Volkselemente, daS besonder? von dem Theil der amerikanischen Presse, welche, wie die Sun", ebenfalls der Meinung ist, daß der Zionismus" ein Unsinn ist, den Juden dringend anzerathen wird. So lange die Juden, heißt es da, sich abgesondert halten, wird der Anti-SemitiSmus immer neue Nahrung erhalten. Nun aber ist die Rassenvermischung der Juden mit arischen" Volkselemen ten im Laufe der Jahrhunderte schon in einem solchen Maße vor sich ge gangen, daß eö heute überhaupt nur noch wenige, der Abstammung nach reine" Juden giebt. Und dann siadet die behauptete Absonderung" heute überall nur da statt, wo sie durch die bestehenden Gesetze und Institutionen erzwungen wird, wie z. B. in Rußland ; oder aber in anderen Ländern überall da, wo daö Moment der Re ligion noch eine große Rolle spielt Wenn wir aber näher zusehen, so sin. den wir bald, daß dieses religiöse Mo ment überall schwindet, wo die gesetz. liche Absonderung ihm nicht einen ge wissen Halt verleiht. Die erste Generanon der hier emgewanderten rus sischen, polnischen unb sonst östlichen
Juden mag sich auch noch auS religiö
sen Rücksichten abgesondert halten, die zweite schon nicht mehr. Und im weiteren Verlaus der Jahrzehnte wird man noch kaum im Stande sein, einen Unterschied zu sizden, weder in den Gewohnheiten, noch in der äußeren Er scheinung eines von Juden Abstam menden. Ware eS nicht der Thatsach halber, daß die Fluthen deS ost-euro päischen Anti-SemitiSmuS nach Eng land und Frankreich einige leichte Wellen geworfen : man würde in bei den Ländern, in welchen die Juden nie malö zahlreich genug waren, um in daö wirthschaftliche Leben tief einzugreifen kaum irgend etwaö vom Anti-Semi tiSmuö wissen. Der Anti-Semitiömuö wird von der allgemeinen sozialen Bewegung in nicht zu ferner Zeit gänzlich verschlungen werden. N. S. VlkSztg. m ArGlMWk. - Wetterbericht. WäemereS, schönes Wetter heute Nacht und Sonntag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 70 Grad, niedrigste öl Grad. Die Ernte im Ausland. Washington, D. E., 1. 3uni. DaS Ackerbau - Departement hat in einem Circular den wesentlichen Inhalt der bis zum 10. Juni eingegangenen Berichte über die ErnteauSsichten im Ausland veröffentlicht. Darin heißt eö, daß eine britische Schätzung bin Ertrag der Weizenernte deö Jahreö 899 in der ganzen Welt auf 2.504,, 000,000 Bushel angiebt, gegen 2,748,000.000 Bushel in 1893, waö einer Abnahme von 244.000.000 Bushel oder nahezu 8.9 Prozent gleichkommt. Eine andere Schätzung rechnet mit einer Abnahme von 352.000.000 Bushel. Wie gemeldet wird, find in der Gegend von Odessa und Nlkolajew die Ernten durch Dürre ganz vernichtet; aus drei oder vier anderen GouvernementS lauten die Meldungen ebenso ungünstig und eö ist offenbar, daß Rußlands Ernte an Brodkorn keine große sein, vielleicht sogar nicht größer alS die deS JahreS 1897 ausfallen wird. D e r neue Trust. Baltimore, Md , 16. Juni. Samuel Rosenthal, jr., von hier, hat sich daS Vorkaufsrecht aus 160 große Kleidermacher-EtablissementS gesichert und geht mit der Absicht um, eine große Gesellschaft zu bilden, die in New Jersey inkorporirt und mit $100, 000,000 in Aktien zu je $100 kapitaifirt werden soll. 15 Jahre Zuchthau ö. New Jork, 16. Juni. George Beauregard Barrows, welcher die Hauptrolle bei der Entführung der kleinen Marion Clark, Tochter von Arthur Clark, hieselbst gespielt hatte, wurde heute zu 14 Jahren und 10 Monaten Zuchthaus verurtheilt. Die VerHandlung war seit Mittwoch im Gange, und alS StaatSzeugin trat gegen den Angeklagten Bella Anderson oder Earrie JoneS auf, welche daS Werkzeug BarrowS und seiner Ehefrau gewesen war. Die Jury brauchte nur wenige Minuten, um zu einem verurtheilenden Verdikt zu gelangen, und die Verkündigung deL Urtheils erfolgte sofort. Earrie ZoniS, welche sich schuldig be kannte, kam mit vier Jahren Zuchthauö davon. Der Prozeß der Frau BarrowS wird sich sofort anschließen. , ,, Der Streik in Clevelanr. Eleve land, 16. Juni. Heute Morgen verhielten sich die Anhänger der Streiker vollständig ruhig, aber die Angriffe aus die auölausenden Wagen wurden um die Mittagszeit wieder erneuert. An verschiedenen Stellen sam melten sich die Menschenmengen und bewarfen daS Personal der Wagen mit Steinen, und die Polizei mußte die Leute unter ihren Schutz nehmen und die Aufrührer zerstreuen, wobei meh rere Verhaftungen vorgenommen wur den. Kurz nach Mittag sammelten sich Fabrikarbeiterinnen im Fabrik-Diftrik und hielten einen Wagen ander Cuclid Avenue an der Ecke der Superior und Bankftraße an. Auch sie verhöhnten die Motorleute und Condukteure, und
Männer und junge Burschen besorgten
dann daö Steinewerfen. An der Willson Avenue wurde ein Wagen durch einen Torpedo, welcher auf die Schienen gelegt worden rix, mit großer Gewalt auS dem Geleise geworfen und die Flammen schlugen durch den Fußboden deö Wagenö, wurden aber bald gelöscht. Passagiere be fanden sich aus dem Wagen nicht. Die Polizei fand später auf den Schienen die Rette eine? Torpedos, welcher auö zwei Stücken Blech hergestellt war, die mit Papier umwunden waren. .Die Bruchstücke wurden r.ach dem Polizeibureau genommen. ' - England spielt seine alte Rolle. Berlin, 16. Juni. Die in der letzten Zeit über die Friedenskonferenz im Haag veröffentlichten Berichte, be sonders die der englischen Zeitungen, enthalten so viel Falsche? und Deutschfeindliches, daß eS leicht wird, die innere Triebfeder und den intellektuellen Urheber dieser Preßtreibereien zu entdecken. Zuerst hat die deutsche Regierung ein würdevolles Schweigen bewahrt, aber nach und nach drängt sich doch den politischen Kreisen die Nothwendigkeit einer nachdrücklichen össentichen Erklärung seitens der Regierung auf. Wie man hört, wird diese denn auch in den nächsten Tagen erolgen. Ein bekannter Gewährmann wurde deshalb über die zu erwartende Erklärung der Regierung befragt, und azte, daß dieselbe ungefähr folgende Gesichtspunkte enthalten werde : Im vorigen Jahrzehnt kam eö beinahe dazu, daß durch plumpe Elsiidungen vte Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland gestört wuren; die Regierung darf deshalb eine Wiederholung dessen, waö durch gehäffige, antideutsche Falschmeldungen verursacht werden kann, nicht alö eine Kleinigkeit oder unbedeutende Sache ansehen. Die Engländer behaupten, baß die deutsche Delegation daö störende Element in der Friedenö-Konfe-enz reprasentire und den ewigen Frieden zu verhindern suche. Diese falsche Meldung in die Welt hinauSzuschicken, hat nur den Zweck, Deutschland mit Rußland zu verfeinden und die Ausmerksamkeit der Welt von der Thatache abzulenken, daß England eS ist, welche? die Abrüstung zur See für undebattirbar erklärt hat, ebenso wie die Abschaffung der mörderischen Dum-Dum-Geschosse und der submarinen Torpedoboote. Gleichfalls hat Engand gegen den Schutz von Privateigenthum im Seekrieg opponirt. Die Protokolle, welche die FriedenSkonferenz soweit geführt hat, werden später lar und deutlich nachweisen, daß nicht Deutschland alS Störenfried gehandelt hzt oder den Verhandlungen hindernd n den Weg trat, sondern daß Engand eS ist, welches die meisten Schwierigkeiten machte und thatsächlich daran Schuld trägt, daß die Konserenz noch zu keinem greifbaren Resultate gediehen ist. Die Delegaten, welche eS ehrlich mit den hohen Zielen der Konferenz meinen, haben immer wieder betont, daß praktische Erfolge nur dann erzielt werden können, wenn man in den Zielen maßhalte und alle utopischen Pläne vermeide. Wenn man, wie England, auf der einen Seite nichtssagende, Niemanden verpflichtende SchiedsgerichtsVorschläge beantragt und auf der and;ren zu gleicher Zeit jede schiedSgerichtliche Begleichung wie in der Alakka-Grenzfrageund derTranSvaal Kontroverse, ablehnt, dann ist wohl alle Welt zu dem Schlüsse berechtigt, baß der englische SchiedSgerichtkvorschlag lediglich eine Falle sei, die Großbritannien den anderen Nationen und besonders Deutschland stellen will. Die schreckliche Hungerö -noth. London, 16. Juni. Der Corresponbent der Timeö" in St. PeterS bürg meldet, daß die Lage in dem Hungerdiftrikt in Rußland heute diel schlimmer sei, alö während deö Noth ftandeö von 1891 und 1892. Er sagt, wenigstens die Halste der Bevölkerung der betroffenen Provinzen, 11 Millio nen Köpfe stark, leide schrecklich an Hunger und Krankheiten. Die Behörden überall erwiesen sich alS ganz unfähig, um mit der Calamität fertig zu werden. Die HilfSagenten erhiel ten unverschämt hohe Bezahlung und die Regierung fordert soviel für Saat
getreide, daß die Bauern eö nicht annehme wollen. In einem Distrikt von Kasan sei nicht ein einzige dieseö Jahr geborene Kind am Leben ge-blieben.
Du Krisis in Frankreich. P a ri ö, 16. Juni. Herr Poincare hat sich nach dem Elysee-Palaft be geben, um dem Präsidenten mitzutheilen, daß er die Bildung eineS Ka binetS ablehnen müsse. Der Grund wird darin erblickt, daß die Radikalen gegen die Ausnahme der Herren Ribot und Bartbou in da Kabinet find. , - . , -r welche Herr Poincare zu Mitgliedern wünscht. Senator Pierre Waldeck - Rousseau hat jetzt die Ausgabe übernommen, das Kabinet zu bilden, nachdem Herr Delcasse dies abgelehnt hatte. Man glaubt, daß auf den erst heute auS Toulon eingetroffenen Herrn WaldeckRousseau ein starker Druck ausgeübt worden ist, aber da die Radikalen und die Sozialisten die Situation beHerrscheu, so steht keine langlebige Combination in Aussicht. OchlssS-Nachrichte. Angekommen in : N e w I o r k : Pretoria" von Hamvurg. Rotterdam: Spaarndam" von New Jork. Liverpool: Britannic" von NewFork. Hamburg: Graf Waldersee" von New Jork." Glasgow: Norwegian" von Boston. QueenStown: Etruria" von New Jork nach Liverpool. allerlei. .N i m m 1 i e y i n als Dein Eheweib und möge der Gott bn Schlachten Euch beschützen und beschirmen!" Mit diesen ungewöhnlichen Worten copulirte der Friedensrichter Fay in Custer, S. D., ein AusreißerPärchen, das um' die Mitternachtsstunde in sein Schlafzimmer drang un) um seinen Segen" bat. Auf de: Straße hörte der Richter den Vater der Braut herangaloppiren, der die Eheschueßung inhlblren wollte, abex einige Minuten zu spät kam. Weil der Friedensrichter Edward Hayes in Newark, N. I., vom Jus nicht mehr versteht, wie eine 5wh vom Lauteschlagen, lst Gustav Newbett um ein Legat von $5500 gekom men. Als die lsattln des Letztgenannten, Frau Augusta Hohn Newbett, ihr letztes Stündlein herannahen fühlte, beauftragte sie den Friedensfürsten" Hayes mit der Abfassung ihres Testaments, in welchem sie ihrem Gatten $5500 vermachte. Der wackere HayeS ließ letzteren das Testament als Zeuge unterschreiben und die Frau starb bald darauf. Als das Testament im Gericht zur Registnrung eingereicht wurde, fiel der Wittwer aus allen Himmeln ; die letztwilllgen Verfugungen der Frau wurden nämlich annullirt, weil Niemand ern Testament, in dem lym ein Legat ausgeworfen wird, als Zeuge unterschreiben darf. Vor elnlgen Tagen verschwand ein Patient aus dem IrrenAsyl zu Rochester. Minn. Der Wärter m ti. r?j. r vi. A.. irc. lspiuane maozie nq aus vi? Suche und entdeckte auch bald einen Mann, der dem Eisenbahngeleise entlang ging und dem Entflohenen ähnlich sah. Aus, Splllane's Aufforderung, nach dem Hospital zurückzukehren, erklarte dieser, dak er sich in der Person irre, doch machte trotzdem der Wärter den Versuch, den Eingefangenen" zuruckzubnngen. Dieser wehrte sich und sah sich Spillane schließlich gezwungen, den in der Nähe wohnenden Wärter Roy Palen zur Hilfe zu rufen. Den beiden gelang es denn auch, den vermeintlichen Irren in's Hospital zurückzubringen, aber dort machten sie die Entdeckung, daß derEingefang:ne nicht der Gesuchte, sondern ein harmloser Streckenarbeiter war. Nach einer langen Reise von 161 Taaen ist die italnische Bri gantine Montevideo" von La Plata. Südamerika, mit einer Ladung Knochen für Hufnagel. Plottier & Co. in Baltimore angelangt. Die Mann schaft des Schiffes hat während der Reise sedr viel ausae landen: ver Pro viant ging nämlich auf die Neige, und wenn nicht passirende Dampfer apl Rosa, den Führer der Brigantine, mit frischen Lebensmitteln versehen hätten, dann wäre die ganze Mannschaft ver lmnaert. Vier derselben waren bei Antunft des Schiffes so schwach, daß sie ihre tfojm nicht verlassen ronnten Das Nabneua wurde 75 Meilen nördlich von der Einfahrt zu den Hampton Roadö von einem Schleppdampfer an getroffen und nach Baltimore gebracht. Die Besakuna war Nicht mehr im Stande, das Schiff zu lenken.
Chronische Dhspepsia kurirt.
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LtzHach iMljeu dreißigjährigem Leiden an Tt,S W pepsia schreibt Ars. H. E. Dngdale. die 3 5 prominenten (ÄrfchästSmaimez von Warsaw, 91. Y.: Seit 23 Jahren litt ich sortwädrend an Tvspkpsia und schwachem Magen. Tie leichteste Nahrung kr,eugte Bkschcr, dkn. dcrursachte hrktige Schmerzen und Formi. rung von Gas. Einerlei wie sorgsältig ich meine Diät trahrte, ich litt quälende Schmerzen nach dem Essen. Ich wurde von vielen Aerztcn bchan, delt und vttsuchte zahlreiche Mittel ohne da, ernde Adhilfe. V)ot jnci Jahren begann ich Dr. MileS' Nerven- und Lebcr-Pill?n uns Nervine zu nehmen. Innerhalb kiner Woche stellte sich Besserung ein und ich tsar bald im Stande ,u essen, was mir beliebte, ohne üble Folgen. Ich halte dieselben ftcts rriräthig und eine einzige TofiZ vertreibt irgendwelche alte Symptome. r. wuty Ailliri werden durch alle Apotheker verkauft unter einer positiven Garantie: die erste Flasche nützt oder das Geld wird zurllcker stattet. Buch über die Arankdeiten deZ Herzens und der Nerven frei. LvbÄI K rvsiids hftervinoj k m. 21 ) nesiore IT., U.UI..N 's nvUMi y xyi..i.yy Adresse: Dr. M i l e t M e d i e a l So., Elkhart. J,d. Ein Greis, d e r e i n st in Reichthum uns Ansehen gelebt, wurde im Stadtpark von Temasvar bei einem Taschendiebstahl auf frischer Thct ertappt und verhaftet. Sein Name ist Georg Mittler; er stammt aus einer vornehmen Hermannstädter Familie und ist auch heute noch dorthin zustandig. Vor mehr als dreißig Jahren Mittler ist gegenwärtig 72 Jahre alt verließ er seine Frau und seine drei Kinder, um einer Cukusreltenn in die weite Welt zu folgen. So lange sein Vermögen anhielt, lebte er in Saus und Braus, dann verließ ihn die Geliebte; er wurde Hotel - Portier, Kellner, Canalräumer und sank moralisch und physisch immer tiefer, bis er nun dabei ertappt wurde, als er einer älteren Hausbesitzerin, welche im Parke auf einer Bank eingeschlafen war, die Geldbörse ziehen wollte. Er wird jetzt per Schub in seine Vaterstadt zurückkehren, welche er als reicher Lebemann irlassen hatte. " Die Stadt Krefeld b e - absichtigt, das nahe gelegene Rheinstadtchen Linn einzugemeinden und dort einen großen Industrie- und Handclshafen anzulegen. Zu diesem Zwecke hat die mit der Prüfung betraute Commission sich ein Gelände von 1000 Morgen gesichert, um neben dem nöthigen Raum für den Hafen, auch dle erforderlichen Terrains zur Errichtung neuer Fabruetaolissements zu gewinnen. Es ist eben Zweck der ganzen Hafenanlage, neue Industrien zur Niederlassung zu veranlassen, um der fast ausschließlich auf die Teztilbranche angewiesenen Bevölkerung günstige neue Erwersquellen zu schassen. Trotz des Aufschwunges der Seiden- und Sammet-Jndustne kann sie bis heute noch nicht alle zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte beschäftigen, weshalb mindestens 4000 jüngere und nament lich für die schweren Industrien verwendbare Arbeitskräfte genöthigt sind. ihren Erwerb auswärts zu suchen. Die gerichtlichen Behörden der Kantone Wallis und Genf machen große Anstrengungen, um eine vom Gensersee auf einem Nachen ans Ufer getriebene Leiche zu identificiren. Man vermuthet, es handle sich um einen russischen Fürsten, der, von Nizza kommend, einen Theil des Winters in Montreux verbracht hat. Der Todte ist 1.68 Meter groß; er trug einen rothen Bart ä la Henry IV. und mag etwa 30 Jahre alt sein. Aus dem Schmiern, in dem man den vermuthnchen Russen entdeckte, fand sich ein Manustript, welches am Schlüsse lautete: Ich bin ein Fremder. Ich schreibe französisch, damit man nicht weiß, woher ich komme. Meinen Namen wird man nie erfahren, es ist unnütz, danach zu suchen. In den Hotels habe ich falsche Namen angegeben. In meinem Vaterland bin ich ohne Verwandte. Mein ganzes Vermögen habe ich einem armen Manne vermacht, der vorFreude fast verrückt geworden ist. Mittelst Morphium habe ich mich vergiftet. Ich hoffe, fünf Gramm dieses kräftigen Pulvers genügen, um mich dieser be sten der Welten" zu entreißen. Ich habe die Mitte des Genfersees zur Dekoration gewählt, um das Delirium des Todes noch zu erhöhen." " WaS die Leute über SoodS Sarsavarilla sagen, ift. daß tl kurirt. wenn alle anderen Mittel nichts helfen. Darum sollten Sie HoodS Sarsaparilla allen anderen Mitteln vorziehen. HoodS Pillen kuriren Hartleibigkeit. Durch die Post für 25c zn beziehen
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