Indiana Tribüne, Volume 22, Number 268, Indianapolis, Marion County, 16 June 1899 — Page 2

FNdwna Tribüne. Erschein -Tliä und Z?lM2p.

Sie tSgltck .TribSn- kostet du-rch bn Xxtyx J ttenti Per Osche, die SonntagSTribS'! ZtntB ptx Wsche. eid ufasrae 16 tS In USentI per Vr U, plzeschi im V,r5tte,,h:nz V pv 9M. CffUtt Ist Cüb Slsdsms StrsKe Sndiauapolis, Ind., 16. Juni 1899. Im Vanne der Camorra. Dr Gaunerproceß von Neapel, von welch n wir bereits die Hauptumstände berichteten, nimmt immer größeren Umfang an. Die bis jetzt entdeckten Hauptschuldigen heißen Ernesto Susio, Guglielmo Taraschi, ZZelix Herrmann und Pasquale del Forno. Susio. der Leiter der lichtscheuen Unternelmungen, die meist mit .einer entschiedenen weltmännischen Gewandtheit und einem Anfluge von flottem Humor durchgeführt wurden, lft Advocat und Lebemann, den aber jeii, maitresses et chevaux" längst cu?'3 Trockene gesetzt und ZUM Schlepper der bekanntesten Wucherer der Stadt degradirt haben. Als solcher stand er sich ganz gut, bis er auch sie über's Ohr zu hauen suchte und die Kundschaft verlor. Taraschi dient ihm als rechte Hand; er ist ein ganz junger, aber ebenfalls schon mit allen Hunden gehetzter Mensch, dem das Laster auf der Stirn geschrieben steht. Doch ist er gewandt und verschlagen und weiß vortrefflich bald den Polizeideamten oder Zollwächter, bald den Arbeiter, bald den vornehmen Fremden zu spielen. Felix Herrmann ist Schweizer und Mitinhaber eines Wechselgeschäftes; seinVater soll schweizerischer Consul gewesen sccn. Er war als leidenschaftlicher Sportsmann bekannt, hatte einst die schönsten Pferde und Fuhrwerke und ist mit einer Neapolitanerin aus angesehener Familie verheirathet. Ferner ist erwiesen, daß ein Finanzsoldat, Namens Romeo, zu der Bande gehörte. Er und ein anderer, noch nicht ermittelter Kamerad gingen beim Advocaten Susio aus und ein. Als die -Saae ruchbar wurde, wußte sich Romeo, de: auch als Detectiv gegen die Socialdemokraten Verwendung fand, in's Ausland zu retten. Jeden Tag melden sich Personen, welche von den Gaunern geschädigt sind, die verlörenen Summen gehen in die Millionen. Der Erste, welcher den Muth besaß, mit einer offenen Anzeige hervorzutreten, war der Fürst Bakunin, der Sohn eines geflüchteten russischen Nihilisten. Die Gauner hatten ihn vor zwei Iahren in ein Landhaus bei Neapel gelockt und ihm mit dem geladenen Revolver einen Check über 40.000 Lire abgenöthigt. Aus Furcht vor der Rache der Eamorristen schwieg der Fürst bis heute. Interessant ist es nun, wie die Gauner jetzt bestrebt sind, aus Rache den Fürsten mit in die Affaire hineinzuiebensy daß. er sich genöthigt sah, in allen italienischen Zeitungen Ehrenerklärungen abzugeben. Gewöhnlich gingen aber die Gauner nicht mit Gewalt vor, sondern wußten auf angenehmeren Wegen zu Gelde zu gelangen. Sie setzten sich mit einer Falschmünzerbande in Verbindunq, welche ganz vorzüglich Billets bei Banca d'Jtalia fälschte. Einer von den Herren ging eines Tages nxi drei von diesen Billets zum Kassirer bv: Bank und drückte ihm seinen Argwobri aus, daß sie falsch seien. Der Cassirer besah sich die BilletZ von vorn und hinten und sagte endlich: Wenn diese Scheine falsch sind, können wir unsere Bude zumachen." Auf diese Aeußerung des Cassirers wagte man den Gaunerstreich. Zwei Mitglieder der Actiengesellfchaft für Gaunerei" begaben sich in das Haus des übrigens verarmten Fürsten von Presicce und boten ihm für 60,000 Lire Duplikate der Banca VJtalia im Nennwerth von 250.000 Lire an. Der Fürst, den seine Liebschaften mit Brettlsänzerinnen in arge Verlegenheiten gebracht hatten,' ging auf den Antrag ein, und das Geschäft war gemacht. Auf diese und ähnliche Art half die Gesellschaft in Hunderten von Fällen verarmten Grundbesitzern, Geschäftsleuten, verschuldeten Aristocraten aus der Patsche. Natürlich mußten bei besonderen Gelegenheiten die verkappten Caravinieri, Polizeiagenten und Finanzwächter eingreifen. Uebrigens hielt es der Fürst von Presicce bald für vortheilhaft, selbst der Gaunerbande beizutreten und wurde eines ihrer arbeitsamsten Mitglieder. Den Gewinn" brachten die Gauner mit Damen der Halbwelt durch, denen sie prächtige Wohnungen, Equipagen und Pferde hielten. Ihre luxuriöse Lebensführung erregte in Neapel Aufsehen, aber wer hat dort Zeit, sich den Kopf zu zerbrechen, wie als verschuldet bekannte Leute plötzlich solchen Auswand machen können? Mehrere von den bekanntesten italienischen Brettlsänaerinnen sind in die Affaire verwickelt, so Diana de Lyd, Maria Belfiore, Jda Capocci. Sie erklärten dem Untersuchungsrichter aber kurz und bündig, sie könnten sich nicht darum kümmern, wo ihre Liebhaber das Geld hernähmen. ' Diese Damen sind über die Compromittirung" nicht einmal erzürnt, im Gegentheil, sie sind geradezu stolz auf die plötzliche Berühmtheit, zu der sie auf diese Weise gelangt sind, und vor allem weiß die schöne Diana de Lyd vom Olympia, deren Liebhaber Marchese Cervati dem Zusammenbruch der Gesellschaft durch Flucht entronnen ist, die Constellation vortrefflich für sich auszunutzen. Die ganze vornehme betrogene Gesellschaft passirt durch ihr Boudoir, alte Herzöge, junge principi, Marchesen im reifen Alter und CavalIerieofficiere alle diese benutzen die Gelegenheit, um sich ihr zu nähern, und Diana hält Cercle ab wie eine Königin. Ebenso wenig beunruhigt zeigt sick di: Turineser Sängerin Maria Belsiore. Am Tage nach der Vernehmung zeigte sie sich im prächtigen Frühlings-Co-"$üm & la Victoria mit zwei Pferden C& Um Rennplatz fco ihren Ver

ehrern jubelnd begrüßt. Man würde aber dieses eigenartige Milieu nur unvollständig schildern, wenn man nicht auch der Spielhöllen gedächte, welche die Gaunerbande in Neapel ttrieb, und auö welcher sie colossale Summen zog. Man versichert, daß trotz der Intervention der Poliz diese Spielhöllen weiter bestehen, daß man aber nicht mehr bei Nach, sondern jetzt bei Tage spielt, und die Polizei steht dabei und kann nichts machen, so groß ist die Macht der Camorra in Neapel. Der LOtnterpalast des Zaren. Eine der interessantesten SehensWürdigkeiten der Newastadt ist das Palais, das der Selbstherrscher aller Reußen während der Wintermonate mit seiner Familie bewohnt. Dieses colossale Bauwerk dürfte im wahrsten Sinne des Wortes der zimmerreichste" Palast der Welt sein. Außer zahllosen Empfangssälen enthält der Prachtbau so viele Zimmerfluchten aus je drei und mehr Räumen bestehend, daß irgend eine, die jemals einem fürstlichen Besuch zugewiesen war und vielleicht nur wenige Tage von diesem benutzt worden ist, danach immer zu seinem oder ihrem ausschließlichen Gebrauch in demselben Zustande erhalten wird, in dem der erlauchte Gast sie verlassen hat. Dies gilt selbst dann, wenn die angemeldete Persönlichkeit, für die man das elegante Logis vorbereitet hatte, gar nicht angekommen ist und auch aller Wahrscheinlichkeit nach nie ihren Fuß über die Schwelle des kaiserlichen Palais setzen wird. Man geht sogar noch weiter in dieser seltenen Pietät. Gewisse luxuriös ausgestattete Gemächer harren heute noch der Ankunft des längst verstorbenen Prinzen von Battenberg, für den sie einst hergerichtet wurden. Eine peinliche Sauberkeit und Ordnung herrscht in diesen Räumen, als erwarte man, der Heimgegangene könne jeden Augenblick aus dem Jenseits zurückkehren und von ihnen Besitz ergreifen wollen. Im Allgemeinen macht das Innere des Petersburger Winterpalastes den Eindruck eines gigantischen Museums. Die Mehrzahl der unbewohnten Zimmer, selbst die fast endlos erscheinenden Corridore sind mit werthvollen, interessanten alten Gemälden behängt. Ueberall fällt der Blick auf größere und kleinere Glasgehäuse, unter denen unschätzbare Porzellan-, Gold- und Silberservice prangen. Alles ist in großem Stil gehalten, der entschieden imponirt, aber in Bezug auf Gemüthlichkeit viel zu wünschen übrig läßt. Eine Ausnahme hiervon machen nur die von der jungen Zarina benutzten Appartements, die mit ihren Wandbekleidungen von zartblauen Brokatstoffen, mit den prächtigen Gobelins, den duftigen Spitzenvorhängen und hellfarbigen Smyrnateppichen ein feenhaft schönes Ensemble bilden. Man findet hier auf permuttereingelegten oder goldverzierten EbenholzEtageren, in zierlichen, kunstvoll geschnitzten Schränken und auf eleganten Paneelen tausend reizende Kleinigkeiten, Photographien in goldenen, edelsteinbesetzten Rahmen, indische, chinesische und japanische Nippes. allerlei exotische Raritäten u. dgl. m. Alles ist aber so geschmackvoll arrangirt, daß es nichts Museenhaftes mehr an sich hat. Bade- und Ankleideimmer der Kaiserin sind verhältnißmäßig einfach; wirklich luxuriös erscheint darin nur der mit wunderschönen russischen Spitzen drapirte Toilettentisch nebst Spiegel und das rosig gefärbte muschelförmige Badebassin. Bon den mehr oder weniger interessanten Reliquien, die zum Andenken an frühere Herrscher und Herrscherinnen Rußlands in bestimmten Räumlichkeiten des Palastes aufbewahrt werden, dürfte besonders erwähnenswerth eine immense Standuhr sein, die die Gestalt einer neun Fuß hohen Silbertanne hat und einst der berühmten Katharina zum Geschenk gemacht worden ist. Auf der Spitze dieser merkwürdigen Uhr prangt ein Pfau, während Hunde, Kaninchen und andere Geschöpfe am Fuße des Baumes Platz gefunden haben. Sobald das Werk eine volle Stunde anzeigt, fängt alles Gethier an, sich zu bewegen. Der Pfau schlägt ein Rad, andere Vögel klappen mit den Flügeln, die Hunde bellen und dieKamnchen machenMännchen und reiben sich mit den Vorderpfoten das Gesicht. Das Ganze wirkt außerordentlich komisch, die Ausführung der einzelnen Theile des Automaten ist aber unkünstlerisch bis zum Extrem. Qlaö-Metecr ten.

Die Moldavite, jene räthselhasten, glasigen Massen, die seit Ende des vo riaen ?kaKrbundertS aus dem lüdlicken Böhmen bekannt sind und auch bei Jglau m Mahren gesunden werden, sind jüngst von Dr. Franz Sueß genauer untersucht worden. Derselbe kommt zu dem Erbn!sse. dak er sieb bei diesen Glasmassen umKörper handelt, die aus dem Weltraum auf die Erde gekommen find. Dr. Suek fand Tic at legentlich seiner geologischen Aufnahme der Gegend zwischen Trebitsch und cayrijcy romau ,m Felsooden der hügeligen Hochfläche zerstreut, zusammen mit Quarzschotter von diluvialem und spättertiärem Alter. Sie sind, übrigens relativ selten, nur die Landleute, welche tagaus tagein auf den Aeckern beschäftigt sind, haben Aussicht, eine größere Menge' davon zu sammeln. Ein absichtliches Suchen, wenn auch durch mehrereStunden fortgesetzt, wird meistens erfolglos bleiben. Die Mehrzahl der Stückchen hat die Größe einer Walnuß oder Haselnuß, und nur ausnahmsweise gehen sie in der Größe über die eipeS Hühnereies hinaus. Keinesfalls können sie als diluviale Geschiebe oder Gerölle aufge faßt werden; denn die eigenthümliche, runzelige Oberfläche zeigt nur in seltenen Fällen Spuren von Abschleifung. Der Ursprung dieser Schlackenmassen ist stets streitig gewesen, die meisten Ansichten vereinigen sich zuletzt dahin, daß eS zufällige Nebenprodukte alter GlaSbütten feien, de dah eS lÄ da

bei nlösl üm'vurcanische Prödu'cle'handein kann, ist. nach dem ganzen Vorkommen derselben außer Zweifel. Professor I. Makowsky in Brünn hat die Idee, daß es sich um alte Glasschlacken bandle, am nachdrücklichsten verfochten:

-daaeaen haben indessen Professor A. , Habermann und A. Wenzliczke die autzerorventltcy icywere cymelzoarrett der Moldavite gegenüber allen künstlichenGläsern hervorgehoben, und ebenso unterscheidet sie von diesen ihr höherer Gehalt an Aluminium und ihr geringer Calciumgehalt. Dazu kommt endlich die merkwürdige Thatsache, daß auch außerhalb Europas Moldavite ge funden werden, und zwar aas einem Gebiete, welches sich über ganz Australien und über einen Theil von Niederländisch - Indien erstreckt. Besonders in Australien scheinen sie eine räumlich große Verbreitung zu besitzen und sie treten dort unter Verhältnissen auf, die jeden Gedanken an vulcanischeHerkunft ausschließen. Nach Stelzners Bericht waren die australischen Forscher schon seit langem bemüht, sich eine Erklärung für die räthselhasten Bombenfunde ihres Continents zurecht zu legen; man dachte an Verschleppung durch Eingeborene oder durch EmuS oder an einen diluvialen Eistransport vom antarktischen Gebiete des Erebus und Terror. Wieder andere," schreibt Stelzner, sind der Meinung, daß das Räthsel nur dadurch gelöst werden könne, daß man den Bomben", obwohl sie eine von jener aller andern bekannten Aerolithen sehr abweichende Beschaffenheit zeigen, trotzdem einen kosmischen UrIprung zuschreibe Dieser Meinung, die wohl aus bedeutsamen, wenn auch blos negativen Gründen hervorgegangen ist und deren ursprünglicher Autor nicht genannt wird, beizupflichten, hat sich Stelzner nicht entschließen können, obwohl er die eigenthümliche Skulptur der Bomben als Wirkung der Atmosphäre während des Fluges erkannt hat. Van Verbeek trat dagegen, trotzdem er die Sculptur der Billitonkugeln blos für die Wirkung eines Gerölltransports hielt, ebenfalls blos auf die negativen Gründe gestützt, entschieden für den außerirdischen Ursprung dieser Körper ein. und zwar hielt er sie für vulkanische Auswürflinge des Mondes. Die genauen Untersuchungen dieser Masse durch Dr. Sueß machen es nun aanz unzweifelhaft, daß sie weder einen künstlichen Ursprung haben, noch von irdischen Vulkanen herstammen, sondern aus dem Weltraum auf die Erde herabqefallen sein müssen. Ihre che mische Verschiedenheit von den übrigen Meteoriten kann nicht als Elnwurs ge oen diese Anschauung betrachtet werden; denn unsere Kenntniß kosmischer Voraänqe beruht auf einer Verhältniß mäßig sehr kurzen Erfahrung. Wenn man in den meteorischen Eisen die Trümmer der innern Kerne von zer borstenen Himmelskörpern vermuthet hat, so kann man mit Recht auch einmal erwarten, die kieselsäurereichen und thonerdehaltlgen Glieder, welche der äußeren Feldspathülle unserer Erde entsprechen, unter den Aerollthen anzu treffen. Sie sind in den hier kurz beschrieben! Gläsern gefunden, welche somit das System der Aerolithen mit der Gruppe der Moldavite vervoll ständiqen." Die LagerungS - Verhält nisse der Moldavite lassen schließen, daß eine größere Menge dieser Gläser gegen Ende der Tertiärzeit oder zur Quartärzeit zur Erde gefallen ist. Es fragt sich aber, ob die Falle im boh misch - mährischen Gebiet und diesen! gen in der weitaus größeren australisch - indischen Region ein und demsel ben Ereigniß oder verschiedenen angehören. Darüber läßt sich zur Zeit etwas Sicheres nicht aussagen. Kleine Verschiedenheiten im äußeren Habitus und besonders in der zerhackten Gestalt der Oberfläche können dadurch erklärt werden, daß die böhmischen Stucke tu nen längern Weg durch die Luft zu rückaeleat haben, und daß sie in h'öhern Grade erhitzt, zähflüssig geworden und Wörtern Corronon ausaesedt akweser. ."" . V er . . . rr wi.i , in Ilso. ioon gewinn leieornen iji zudem bekannt, daß sie, obgleich an weit voneinander entfernten Orten aufaefunden, doch einem und dem nämlichen kosmischenKorper angehört haben mussen. So könnte es also auch bei den Moldaviten" der Fall gewesen sein. Nur ist höchst merkwürdig, daß nur einmal oder jedenfalls doch höchst selten. solche Glas - Meteoriten zur Erde geschleudert, worden sind, und zwar in vorgeschichtlicher Zeit, sonst niemals wieder. Das scheint zu beweisen, daß der Vorgang in den Himmelsräumen, der diese Glasschlacken lieferte, ein äußerst seltener gewesen sein muß, wenig stens im Vergleich zu denjenigen Vor gängen, welche die Meteorsteine und Meteoriten liefern. Vielleicht handelte es sich thatsächlich um Auswürflinge aus einem Mondvulcane. Teutsch. Belgien. Für die erfreuliche Thatsache, daß die 50,000 Deutschen Belgiens nicht rettungslos der Verwelschung anheimgefallen sind, liefert eine neue Zeitschrift Deutsch - Belgien- einen voll giltigcn Beweis. Der Kampf zur Er Haltung ihres Volköthums datirt vom Jahre 1893, wo in Arel (Arlon), der Hauptstadt Deutsch - Belgiens, ein Deutscher Verein zur Hebung und Pflege der Muttersprache" gegründet wurde, dessen Organ die neue, von dem Lutticher Professor Gottfried Kurth herausgegebene Zeitschrift ist. Ueber den Ursprung und die bisherige Thä tigkeit des deutschen Vereins,' des Trägers der deutschen Bewegung in Belgien, berichtet in fesselnder Weise der Schriführer, Friedensrichter Jungers in Arel. Der von Kurth gegründete, anfänglich nur 18 Mitglieder zählende Verein hatte mit den größten Schwierigkeiten zu kämpfen, wovon die bedeutendste die allgemeine Gleichgiltigkeit war, mit der seine Bestrebungen in Deutsch - Belgien selbst 'infolge . der allzu stark eingefressenen Verwelschung aufgenommen wurden. Nach und nach glückte es jedoch dem Verein, diese Sleicbailtiakeit iu brechen. Es aelanz

iM, jährliche, gut besuchte Versammlungen der Deutsch - Belgier abzuhalten, öffentliche Vorlesungen und dramatische Abendunterhaltungen zu veranstalten, einen für das Volk bestimmten, LffentlichenLehrgäng der deutschen Sprache in Arel einzurichten, zwei deutsche Volksbibliotheken zu gründen, im Jahre 1896 eine Flugschrift herauszugeben und gelegentlich der Erörterung des niederländischen Sprachgesetzeö im vorigen Jahre eine allgemeine Bittschriftenbewegung des deutsch-bel-gischen Volkes an die Regierung behufs amtlicher Anerkennung der deutschen Sprache in's Werk zu setzen. Jnzwischen stieg die Zahl der Mitglieder auf 86. Mit froher Zuversicht blickt der Berichterstatter in die Zukunft. Der Bestand des , Vereins ist nunmehr gesichert, und sein erstes Ziel, nämlich die Wiedererweckung des deutschen BeWußtseins im deutschredenden Theile Belgiens, ist in ziemlich befriedigender Weise erreicht. Die amtlichen Erfolge der Bewegung sind hingegen bisheran noch ganz geringfügig. Energisch wird das Recht auf deutschsprechendeBeamte und auf eine gründliche Umwandlung des Unterrichtswesens in Deutsch-Bel-gien betont. Daß es auch dem deutschen Verein gelungen ist, eine gewisse literarische Thätigkeit unter seinenAnHängern in's Leben zu rufen, dafür zeugen die Abhandlungen von H. Bischoff, Professor der deutschen Sprache und Literatur an der Lütticher Universität. Die eine handelt von der deutschen Sprache im Allgemeinen, die andere vom deutschen Volkslied, das der Verein bemüht ist, in Belgien zu neuem Leben zu erwecken. Beide volksthümlich gehaltenen Aufsätze sind aus Vorträgen hervorgegangen, die der Verfasser in den Versammlungen des Vereins gehalten. Ein noch höheres und specielleres Interesse beanspruchen die Beiträge von Prof. Kurth: Deutsch-Belgien-und Arel oder Arlon". Der erstere enthält alle nur wünschenswerthen Aufschlüsse über das deutsch-bel-gische Land, eine vollständige Beschreibung desselben und außerdem eine Ge-

schichte der deutschen Sprache ln Bel gien. aus Grund der sorgfältigsten hi storischen Studien, von den ersten Ansängen bis zur Gegenwart, eine tüchtige wissenschaftliche Leistung, wozu Niemand besser ausgerüstet war. als der Verfasser der von der belgischen Akademie preisgekrönten Geschichte der belgilcken Sprachverhältnisse. Nicht minder gründlich und belangvoll ist der zweite Beitrag desselben Verfas sers. worin unumstößlich nachgewiesen wird, daß die jetzige Namensform der Hauptstadt Deutsch - Belgiens. Arlon. eine gefälscht verwelschte und die allein beglaubigte und geschichtlich begründete die urdeutsche Arel ist. Zrüylmgsrausch. on Paul Bliß. Hand in Hand gingen Vater und Tochter durch das blühende Feld. Und die Sonne schien hell und wari auf die bunte blumige Wiese, und aus den frljchgrünen Zweigen hervor m belten Hunderte und Tausende von kleinen Sängern ihre Weisen heraus. und ein lauer Windhauch wehte ganze Wogen von frischen Frühlingsdüften heran. es war eine Wonne, zu leben und all' diese Pracht und Herrlichkeit genießen zu können! Und der alte Herr nahm seinen Hut ab, tbat ein paar tiefe Athemzüge, schickte dann einen dankbaren Blick zum Himmel empor und sagte: Ach, lieber Gott, wie ist doch Deine Welt so wunverschön!" Die Tochter schwieg, ein leiser Seus zer nur entrang sich ihrer Brust. Erstaunt sah der alte Herr sie an: Was fehlt Dir denn wieder, Louise? fragte er mit lieber zärtlicher Stimme. Auch jetzt noch schwieg das junge Mädchen; es sah den Vater nicht an. sondern ließ suchend und sehnend den Blick in'S Weite schweifen, und in sei nen Auaen alänzte etwas feuchtes. Aber Kinning, Tu hast ja thränen im Aua'! Was hast Tu denn, Mä deichen?" Und er stand still, hielt ihre Hände fest, zog dann ihren Körper an sich, legte seinen Arm um ihre Schulter und drückte ihren Kopf an seine Brust. Und so, am Herzen ihres guten Va terS, so wurde daS schwere Herz der Tochter leichter, so vergaß sie für einen Augenblick alles um sich, klammerte sich an den Hals des VaterS und verbarg ihr thränenvolles Gesicht an seiner Brust. Mein liebes Kiud", bat er dann, sag mir doch. waS Dir fehlt..Nichts fehlt mir, Vating", entgeg nete sie jetzt leise und machte sich frei, nur bemüht, der Stimmung Herr zu werden. Aber Du bist schon seit einigen Wochen so still." Ich weiß nicht, was es ist." Hast Du Kummer, Kindchen?" Schweigend verneinte sie. Kind, Du machst Tir und mir das Leben unnütz schwer: was könnte Dir denn auch fehlen: Tu bist jung und gesund, lebst in guten Verhältnissen, in wenigen Wochen kommt Dein Schatz zurück, dann könnt Ihr Hochzeit machen; weshalb plagst Du Dich mit trüben Gedanken ab? Siehst Dn denn nicht, wie eS mich angreift. Dich so traurig zu sehen?" Streichelnd glitt seine Hand über ihr blonde, weiches Haar. Verznh mir, Vating", sprach sie erröthend, aber diese Stimmung kommt so plötzlich und stark über mich, daß ich hinsinken und immersort weinen könnte, und eine Sehnsucht befällt mich dann, eine Sehnsucht nach etwas nie Gekanntem, nach etwas Wunderbarem, nach einem Land, wo alles nur Lust und Friede und Freude athmet, und dann plötzlich ist mit einem Mal die ganze Traurigkeit verschwunden, eitel Wonne und Glück ist mir dann wieder daö Leben, und ich könnte die ganze Welt umarmen." Mit stillem Lächeln nickte der Alte: Ja, mein Kind, das liegt im Früh. ling so tn der Lust, das haben wir in jungen Jahren Alle durchzumachen, daö kommt vie ein Rausch über unö: aber

wir müssen stark sein, denn nach dem Rausch folgt das Erwachen, und wenn wir dann nicht Herr der Stimmung sind, dann erliegen wir einem moralischen KaNenjammer, und deshalb

i mein Liebling, sei stark und tapfer, dann ' kommst auch Du darüber hinweg! Denk' nur immer an Teincn Bräutigam, in kaum vier Wochen ist er ja hier, dann macht ihr Hochzeit, und dann wird alles anders und besser werden." Er zog den Arm der Tochter an sich und so gingen sie ihrem Hause zu. Taheim angekommen ging Louise in ihr Zimmer. Sie fetzte sich an's offene Fenster und schaute mit träumenden Blicken hinaus in die Frühlingswelt. Der Flieder blühte, der blaue, schwer duftende Flieder. Süßer, wohlig süß betäubender Tust drang herein. Und müde, so wohlthuend ermattet, sank sie zurück in die Lehne ihres Stuhls. An des Vaters Worte dachte sie denk' nur immer an Teincn Vräutigam" in kaum vier Wochen ist er hier, dann macht Ihr Hochzeit" ein leichtes Frösteln durchschauerte sie. Sie fand keine Erklärung dafür. Aber es war ihr, als empfände sie Furcht vor dem Augenblick, da ihr Franz zurückkeh ren sollte. Und sie wußte, daß er sie liebte, sie immer schon geliebt hatte, um ihretwillen war er ja vor drei Jahren hinausgezogen in die Welt, das Glück zu suchen, Äeichthümer zu erwerben, um ihr das Leben angenehm und glücklich zu gestalten, und nun er zurückkommen und sie heimführen sollte, nun zitterte sie vor dem Augenblick, da sie ihm sür immer angehören sollte. Nicht Furcht vor der Ehe hatte sie, nur vor dieser Ehe fürchtete sie sich. hier lag die Zukunft vor ihr, wie ein ebener schnürgerader Weg. hier sah sie in Gärten mit lauter schön gepflegten Blumen und Bäumen, alles so gerade und ebenmäßig abgezirkelt, alles zwar blühend und schön, aber dennoch nicht zum Herzen sprechend, weil es zu gewollt, zu erkünstelt wirkte alles so unglaublich steif und korrekt, just genau so, wie der Franz war, wie er damals gewesen war, als er hinauszog in die Welt. Sie hatte das wohl damals schvn gemerkt, aber sie hatte e$ nicht so empfunden, denn er war ein stattlicher Mann, in d.n man sich schon verlieben konnte, jetzt aber, nachdem sie Zeit genug gehabt, über alles das nachzu denken, nun sie andere Männer kennen gelernt, begann sie, Bergleiche anzustellen, und nun war ihr nach und nach die Furcht vor dieser Ehe in's Herz ae kommen, denn ihre Seele wollte nicht untergehen in des Tages Einerlei, nicht verkommen in steifer Eorrektheit und glatter Schönthuerei, nein! nein! in ihr lebte ein heißer Trang nach wildem Leben, nach glühender Liebe, die nicht sragt und nicht wägt, die nur geben und geben will, um liedend wieder zu empfangen, nach Schönheit lechzte ihre eele! Nach freier ungebundener Schönheit! Mit einem eben so em pfinbenden Wesen verbunden zu sein. und so die ganze Herrlichkeit der schönen Welt genießen zu können! Tas war ihr Ideal, dem träumte sie seit Wochen und Wochen schon nach. Und mit einem Mal stand eine Gestalt vor ihrem Gedächtniß, eine hohe. elegante, männlich schöne Gestalt, mit wilden ollenden Augen und keckem Schnurrbart, in seligem Erschauern schloß sie die Augen, und dieser war es, an dem ihr Herz hing, seine Künstlerjeele hatte sie erweckt aus ihrer Le thargie dumpfer Grübelei, ihn liebte sie mit allen Fasern ihres Seins, und weil sie ihn nicht lieben durste. deshalb liebte jie ihn erst recht. Und sie fragte nicht nach der Zukunft, nach nichts! nach nichts! Nur an den Au genblick des Glücks dachte sie, an den Augenblick, wenn er bei ihr war. Eine Uhr schlug. Es war fünf. Erschreckt sprang sie auf. Tie Zeit, zu der sie sich täglich trafen, war da. Schnell nimmt sie Hut und Sckirm, und entflieht ungesehen aus dem Hause. Und nun mit eilenden Schritten nach dem Park, zu der Stelle, wo sie sich täglich treffen. Ihr Herz jubelt, ihr Gesicht strahlt vor Freude, kaum kann sie die Zeit erwarten, ihn wiederzusehen. Endlich ist sie da. Aber er ist nicht gekommen. Wie im Taumel hält sie sich an die Banklehne fest. Er ist nicht da! Aber er kann ja noch kommen. und so wartet sie, setzt sich und wartet still und geduldig, und ob ihr das Herz auch fast zerspringt vor Angst und Sehnsucht, still und geduldig sitzt sie da und wartet, und sieht, scheinbar gleichgiltig, auf die Vorübergehenden. So wartet sie eine viertel, eine halbe, eine ganze Stunde, aber vergebens, denn er kommt nicht. Tann rafft sie sich wieder auf und geht nach Hause. Sie hört und sieht nichts, mechanisch geht sie weiter, theilnahmslos, gleichgiltig; je nähr sie aber ihrem Haufe kommt, desto größer wird ihre Unruhe, denn sie hat das Gefühl, die feste Gewißheit, daß sie zu Hause etwas Fürchterliches vprfinden wird. Endlich ist sie daheim. Zitternd schleppt sie sich in ihr Zimmer. Ihr erster Blick, als sie eintritt, fliegt nach dem Schreibtisch, und da! Sie wußte es ja! Da liegt der Brief! Wie erstarrt steht sie da. aebannt an der Stelle, und sieht mit irren, mü den Augen immer hinüber nach dem Brief. Oh, sie welk ganz aenau was darin steht, sie fühlt es ia Sie bat eö schon vorgeahnt, als sie noch im Park saß und wartete. es ist ein Abschiedsbrief, ein Lebewohl, es ist aus, alles, alles aus! Und nun stürzt sie binüber. reikt den Umschlag auf und durchfliegt die Zei' len, dann ein Schrei, und sie sinkt ohnmächtig um. Im nächsten Augenblick ist der Bater bei ihr, dann kommt auck die alte Maad hinzu. Behutsam bringt man die Ohnmächtige wieder zu sich und bettet tte dann aus tyr Lager. Und der alte Herr findet den offenen Brief, und liest ihn mit erstaunten, er schrockenen Augen Mein Lieb, ich gebe fort, es tbut mix leid, aber es mutfein. glaube mir.

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U?tf itrnfttrf-fön

&liH5L o von zu viel Arbeit und Vergnügungen in, Freien kühlen wir uns , rasch ab, und al Resultat leiden wir an

teifheit der Glieder.

Die Anwendung von st. bringt schnelle und

" Tot a long timc," said the farmer's" vife, " I suffered from gtstric'troubles and dyspepsia. After all my meals I experieneed a disagreeable, heavy sort of feeling and oftentimes in the morninjj my tongue would be coated ; in fact, this would be the case for whole days at a time. I bad recourse to the whole catepory of corrcctivcs, aperients, laxatires, etc, but the relicf I found was only temporary. Indeed, in most cases, akter I bad taken them for any length of time, the early fficaey seemed entirely vitiated. I bad so Osten een in tbe ad vertisements of Ripanis Tabolesj the statemenf, one gives reüef, that at last it so impressed itself upon me tbat I ? decided to give them a trial. A trial was entirely convincing and in a short time I was well. While I have now no regulär use for them I always leeep them oa band, to be used in case of emergency."

M i-eirr so, denn cm Anderer neyl ja Zwisten uns, so daß wir nie zusaal. neu kommen können. Besser also, schnell ein (5nde machen! Zürne mir nicht. Gcdedke der schönen Tage! Es war ein ruhlingsrausch! Leb wohl! Tcin Ncinhold.Wehmüthig winkt der Alte und steckt den Brief ein. In seinen Augen schim mein Thränen und mit leise erzittern der Stimme flüstert er: Tarum also ihre trüben Stimmungen, mein armes Louising!" Zehn Minuten später kommt der Sanitätsrath. (5r macht ein bedenkliches Gestcht und sagt: ..Nervenfieber. größte Nuhe und Schonung. Ich weroe zwei chwestern- schicken". Tann ist der alte Herr allein bei sei ner geliebten kranken Louising. Genau vier Wochen später ist der kranz, der glückliche Bräutigam, zu rückgckehrt von seiner Weltreise. Der alte Herr kann s.ar nicht genug staunen, wie sehr sich der junge Mann in diesen Jahren zu seinem Vortheil rerändert hat, alles Kleinliche und Peinliche, was ihm ehedem eigen war, hat er abaestreift. aus dem korrekten" Menschen, der immer nur bestrebt war, das Prestige peinlich zu wahren, ist ein Weltmann geworden, ein Mann mit tlugen offenen Augen, mit weitem Ho ri;ont. ein Mann, der das Leben kennt, der für Alles ein mildes verzeihendes Wort findet, weil er selbst mitten im wilden Kampf des Lebens gelanden und o alle Tieten und Löben des Taseins erkannt hat. Als er mm ersten Mal an das N,tt der Kranken trat und ihr die Hand reichte, da sah er an dem iäbcn tfnrä. then seiner Brant, daß mit ihr etwas vorgegangen war, was sie ihm verheim liehen wollte. Aber mit nicht einer tiene verrietb er sein Erkennen. Meick und lieb streichelte er ihre Hand und redete ihr mit herzlichen Worten guten Muth zu. daß alles bald better werden würde, daß sie nicht verzagen dürfe. Und so kam er dann ieden Taa. und jedes Mal war er herrlicher und aufmerlsamer, immer ein paar frische Blumen und Früchte und Lecksrcien, und immer voll Milder zarter Rücksicktnähme, so daß die Kranke ganz gerührt war von iclner Anthellnahme, und sich mit leiser Beschämung eingestand, daß sie ihm viel, viel Unrecht gethan hatte. Nach Wochen dann endlick ward alles wieder gut. Auf den Arm des Ver lobten gestützt, aina Louise zum ersten Mal wieder in den Garten. Lächelnd glitt ihr Blick Über all die bunte Früh, linasvracht und Serrlickkeit. und mit vollen Zügen scg sie die frische würzige Luft ein. Wie schön das Alles doch ist", faate sie mit mattem Lächeln, erst wenn man so lange gelegen hat, wciß man das ganz zu würdigen." lr antwortete aar Nichts darauf. Sah sie nur mit verliebten Augen an und zca ihren Arm fester an sich. Und da legte sie beide Arme um sei nen Hals und flüsterte unter leisem Schluchzen: Du guter. Du bester Mann!" So fand sie den Weg zu seinem Herzcn wieder. lvlzvrr,orgung. Papa, was ist eigentlich Civilversorgung? Wenn der ausgediente Unterofficier irgend eine Versorgungsstelle bekommt und der aktive Qfficier eine Bankierstochter heirathet.

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