Indiana Tribüne, Volume 22, Number 263, Indianapolis, Marion County, 11 June 1899 — Page 1

o Pt tÄ' OK rtä A oo A-A. ks f V y iy ly W W IV y s W V Office : No. 13 Md Mabama Straße. Telephon 1171 Jahrgang 22 Indianapolis, Indiana Sonntag, btn . Juni 1899. S!o. 3

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4J l Ulf IIIUUJ 1 llMf llU Straßenbahnstreik. Siebe land, 10. 3uni. Heute Morgen um 4 Uhr gingen die (5on dukteure und Motorleute der Straßen bahn an den Streik und der ganze Verkehr war bald daraus eingestellt Die Leute verlangen Anerkennung ihrer Union, und Schiedsgerichte im Falle von Entlassungen wegen Verletzung der Vorschriften. Gegen 9 Uhr machte die Gesellschaft den ersten Versuch, Wagen laufen zu lassen. Die Streiker enthielten sich jeder Gewaltthat, aber versammelte Pöbelhaufen bewarsen die Wagen tritt Steinen. Ein Mann wurde durch einen Steinwurs schwer verletzt. , Neunzig Jahre. T e r r e H a u t e, 10. Zum. Der Thompson Club feierte letzten Abend den neunzigsten Jahrestag der Geburt Richard W. Thompsonö im Terre Haute Hotel. Gegen dreihundert 'Gäste hatten sich eingefunden. Gegen Mitternacht wollte der Gefeierte eine kleine Ansprache halten, mußte sich aber nach wenigen Minuten wieder niedersetzen, weil er sich zu schwach fühlte. Seit ungefähr zwei Jahren leidet er überHaupt an großer Schwäche. Queseda ist versorgt. Havana, 10. 3uni. GeneralGouvernör Brooke hat den Senor Gonzales de Queseda zum Commissär sür Cuba in Washington, mit welchem Amte ein Salär von $5000 per Jahr verbunden ist, ernannt. Diejenigen Cubaner, welche die von General Gomez verfolgte Politik sür eine kluge halten, und zu denselben zählt die Mehrheit der Prominentesten Cubaner in Havana, find von der Ernennung sehr befriedigt und betrachten diese alö eine Anerkennung langer und treuer Dienste ; die früheren Mitglieder der kubanischen Militär-Ässembly aber beklagten sich bitter über die Ernennung und sagen, diese sei ein überlegter Insult gegen die Cubaner, weil Queseda ein Verräther an den wahren Interessen der Insel sei und außerdem amerikanischen Anschauungen huldige, die sür Cuba nicht taugten. Der durch die Bloßstellung der amerikanischen Polizei-Corrumption entftandene Skandal wird immer größer. Die Beweise mehren sich, daß die Polizei die Spielhöllen protegirt und die Zeitungen fordern, der Pouzeichef solle sein Amt niederlegen. General Brooke hat eine Untersuchung" angeordnet. , Au ö Deutschland. B e rl i n, 10. Juni. Die unerwartete Einbringung der Zuchthauövorläge" im deutschen Reichstag hat daö Signal zu einer gewaltigen Protestbeweguvg gegen die dadurch involvirte Bekümmerung des Vereins- und Versammlungsrechts in Deutschland gegeben, eine Bewegung, zu deren Trägerin sich die Sozialdemokratie macht. Mit Entschiedenheit fordert sie die endliche Einlösung deö einst vom Reichskanzler Fürsten Hohenlohe dem Reichstag gegebenen Versprechens, so lange er Reichskanzler sei, werde kein Versuch zur Verkümmerung der verfassungsmäßig festgelegten Verein?rechte gemacht werden. Nicht weniger alö neunzehn sozialdemokratische Massenversammlungen find hier gestern Abend in den verschiedenen Stadttheilen und Wahlbezirken von Berlin abgehalten worden, in denen diese Forderung in lebhafter Rede gestellt und begründet wurde. AIS Redner in diesen Versammlungen haben, neben vielen anderen Parteileuchten" pie ReichStagSabgeordneten Bebel, Liebknecht, Auer, Singer, Haase und Heine sungirt. Die Sitzungen deö Landtages deS HerzogthumS Sachsen - Koburg und Gotha wurden gestern plötzlich abgebrachen, weil StaatSminister v. Strenge in verletzender Weise die Behauptung als unwahr hinstellte, daß er der Landtags - Kommission versichert habe, eS werde dem vundeörath keine ZuchlhauSvorlage unterbreitet werden. ES wurde angesichts der schroffen Stellung, welche der Staats

minister in der Angelegenheit annahm beschlossen, in Zukunft streng darau

zu sehen, daß keine- Verhandlungen in der Kommission mit dem Minister v Strenge geführt werden, ohne daß die Protokollführer anwesend find. Zu. dem wurde ein Beschluß angenommen in welchem der Landtag sein Bedauern darüber auöspricht, daß Koburg im BundeSrathe, in welchem Staatsminifter v Strenge als WttittUt btl HerzogthumS sungirt, sür die ZuchthausVorlage gestimmt hat. 3m Reichstage wurde gestern über die Vorlage debattirt, welche eine erwetterte Fürsorge sür arbeitsunfähig gewordene Arbeiter verfügt. Singer kam gelegentlich der Debatte auf die ungenügenden Wohnungen für die ländliche Arbeiterbevölkerung zu spreüen und nahm Bezug auf die Aeußerungen deS Kaisers, die dieser gelegentlich eineS Besuches seines ihm testamentarisch vermachten Jagdschlosses Kabinen machte. (Der Kaiser sagte, wie schon gemelbet, daß ein Vergleich zwischen den Arbeiter-Wohnungen und den Viehställen nicht gut zu ziehen sei, denn letztere erschienen den ersteren gegenüber alS wahre Paläste und daß eS nicht gut angehe, daß auf einer kaiserlichen Besitzung die Schveineställe besser seien alö die Arbeiter-Wohnun-gen.) Singer meinte, daß die Autorität. welche Derartiges gesagt habe, gewiß nicht angezweifelt werden könne und zweifelsohne auf der Rechten auch nicht angefochten werden würde. Präsident Ballestrem unterbrach den Redner, indem er sagte, daß seine Bemerkungen unzulässig seien, da unbeglaubigte Aeußerungen deö Monarchen nicht in die Debatte gezogen werden dürfen." Wie bereits gemeldet wurde, beschäftigt sich die deutsche Regierung mit Plänen für die von Spanien erwordenen neuen Besitzungen im malayischen Archipel. Wie eö nun heute heißt, so wird der Reichstag um eine Nachbewilligung für die Flotte angegangen werden, da daö Reich ein fiärkereö Geschwader in Ostafien zu halten gezwungen sein wird. Um nun den Flottenbestand dadurch nicht zu derringern, wird die Nachforderung unterbreitet werden. 3n den chinesischen Besitzungen deö ReichkS wird z. Zt. ein Regiment auS Eigeborenen gebildet, bei dem nur daS Offiziers- und UnterofsizierS-KorpS auS Deutschen bestehen wird; dieS Regiment wird vermuthlich aus den neuerworbenen Inseln zur Anwendung kommen. -! Beklagen die Geheimnißkrämerei. 3m Haag, 10. Juni. Die Delegaten zur AbrüstungSeonserenz besprachen heute die Klage der Deutschen über die Geheimnißkrämerei und die falschen Berichte, welche an die Oessentlichkeit kommen. Die Deutschen wollen vorschlagen, daß die Protokolle der Plenarsitzungen veröffentlicht werden. Frauen alö Aldermen. London, 10. Juni. Daö von Leonard Henry Courtney. einem fortgeschrittenen Liberalen, zur Londoner Municipal Regierungö-Bill beantragte Amendement, die Wählbarkeit der Frauen zu Aldermen und Mitgliedern deö Londoner County Councilö zu dekretiren, ist mit eine: Votum von 196 gegen 161 vom britischen Pariament angenommen worden. Die Abstimmung ließ ersehen, daß die Mitglieder sich dabei nicht von Parteirücksichten leiten ließen, obwohl im Allgemeinen die Conservatiren, einschließlich der Mitglieder deö CabinetS, gegen die Neuerung waren, während Arthur, Gerard, Balfour und andere Unionisten, sowie die Mehrzahl der Liberalen sür daS Amendement gestimmt haben. ---

Die Paris". C o v e ? a ck, Cornwall, 10. Juni. Der amerikanische Dampfer Paris", der an ManacleS strandete, wird j,tzt als verloren betrachtet. Die See geht hoch, die Kessel haben sich verschoben und die Taucher sind nicht im Stande zu arbeiten.

Der alte Gnkel.

Humoreske von H. Hirtn. Arnold Zeller saß in seiner Redak tion und starrte voll Unmuth auf eine Reihe eingelaufener Schreikicn, die ganz nach Briefkastenansragen auStayen. Da habe ich mir eine.schöne Suppe eingebrockt" murmelte, er. .Giebt man da in einer launigen Anwand lung ein paar witzige Antworten, und nun überschwemmen mich diese Klein städter vor Neugicrde und Langeweile Mlt Anfragen r Ein paar junge Mädchen hatten ihm ihr Leid geklagt,, da hatte er ihnen einige drollige Rathschläge gegeben und sich als alter Onkel" titulirt. Seit her regnete es nur so von Anfragen. Er öffnete die Briefe und beantwortete die Fragen der Reihe nach. Jetzt kam er an ein zierliches, rosa Briefchen mit niedlicher Handschrift. Ein jungcs Mädchen frug neckend an, wann man aushöre ein , Backfisch" zu sein. Ob sie mit siebenzehn Jahren noch nicht erwachsen sei? und fügte hinzu: Bitte sehr, verehrter alter Onkel, ent scheiden Sie zu meinen Gunsten! Sie werden sicher nicht so ein trockener, alter Hagestolz sein?" - Die Unterschrift lautete Dora Schwarz." " 6r antwortete ihr: Damen haben immer recht, selbst ein alter Hagestolz" giebt es ihnen mit Vergnügen. Ich denke mir aber, wenn Sie die Tanzschule absolvirt, alle Haus und Handarbeiten kennen, darf Sie Niemand mehr einen Backfisch" nennen. Dann sind Sie erwachsen", eine junge Dame, die alle die Huldigungen de? Männer als selbstverständlichen Tribut entgegennehmen kann, und wäre ich nicht eben schon der verehrte, alte Onkel", ich würde mich am Ende auch noch dazu sollen. So aber heißt es .tempi passati" !" Er lachte laut auf, daß die ehrwürdigen Redaktionswände widerhallten, wenn er an sein Alter" dachte. Diese Antwort hatte nun am mei sten Furore gemacht. Man tuschelte beim Kränzchen man . stritt in der Kasseeschlacht, wer dieser neue Redakteur sei. Und schließlich steckte sich die Weiberlist, die ja über alle List geht" hinter einen Reporter, lud ihn ein, und als er anfing, die Welt rosig zu sehen und redselig zu werden, rief dk Frau Rendant: Ihr Redakteur. daS ist ein Witzbold! Haha, dieser steinalte Onsei." Richt wahr?" saate er. Und so ein hübscher Kerl, und erst jechsund zwanzig Jahre! Wir amüsiren uns täglich riesig darüber." Die jungen Damen waren starr. Dann leiteten sie geschickt auf anderes über, man wußte genug. Tora Schwarz war auch dabei und staunte mit den andern, aber in ihrem Köpfchen reifte der Plan, ihm daS nicht so hingehen zu lassen, ihn dafür zu strafen. ste spiomrte so lange, bis sie ihn aus der Redaktion kommen sah. Und da gefiel er ihr ausnehmend, groß, tchlanl, ein edles Gencht. bestimmte Haltung. ganz ihr Ideal! Aber er hatte doch die Mädchen von KirchHeide schnöde zum besten gehabt!' Ex dachte wohl, es oute nach lhm ae? angelt werden?! O, da sollte er sich gründlich verrechnen, sie, deS BürgerMeisters Töchterlein, war viel zu stolz dazu und würde ihm seine That schon heimzahlen! ES war ein schöner klarer Winter tag, und die Jugend deS Städtchens amüsirte sich beim Schlittschuhlaufen. Da faßte Arnold Zeller auch das Verlangen, wieder jung zu sein, und er eilte zum Eisfest. Eben sauste er dahin, machte eine elegante Wendung und wurde von eiyer jungen Dame mit krausen, blonden Löckchen, die unter einer Pelskappe hervorquollen, mit einem niedlichen Stumpfnäschen, gehörig angerempelt. Mühsam rettete er seine Haltung, dann folgte beiderseitige Entschuld gnnq. Tausendmal Verzeihung, daß mir das auch bei einem alten Hagestolz passiren mußte," sagte sie spöttisch. Blitzschnell kam ihm der Gedanke: DaS ist das Backfischchen!" Aber ehe er noch etwas erwidern konnte, war fie fort. Wie leicht sie dahin schwebte, wie entzückend ihr das eng anliegende, grüne Tuchkleid mit dem Pelzbesatz stand! Er mußte ihr nach. Und bei der Restauration erreichte er sie. Eben wollte sie ihre Schlittschuhe ausziehen und drehte verzweifelt an dey schneebedeckten Schrauben. Gnädiges Fräulein gestatten, daß ich Ihnen helfet sagte er mit galanter Verbeugung. Ein fester Griff, und der Schlittschuh siel ab. Warum wollen Sie denn schon so früh fort, wo Sie so vorzüglich laufen!" suchte er sick einzuführen. Sie sah ihn schelmisch an. Sie meinen, ich sollte die Huldigungen der Herren alS schuldigen Tribut entgegennehmen? Ich danke!. Ueberhaupt, wie konnten Sie sich bei Jhze.m Alter

noch aus-? ilö wagen?, Plagk Sie

mcyi chon oas Podagra?" Er beugte sich zu ihr und sagte: Fräulein Schwarz, nicht wahr, ich habe Sie erkannt, warum sind Simir böse? Sollten Sie nicht einen. erz verstehen können?" Das junae Mädcken sab in ein mttnn liches aufrichtiges Gesicht, zögerte eine eiunoe uno meinte: Wenn Sie es so ernstlich bereuen, ja. Nun wohl. oann lausen wir jetzt emmal zusam ment" Sie flogen dahin die endlose Strecke, sie sprachen, aber was, das wußten sie nachher kaum noch. -Es war schön, herrlich, sie waren glücklich, und das fühlten sie, und es leuchtete ihnen aus den Augen. Der junge Redakteur entdeckte in den nächsten Tagen, daß der Weg zur Redaktion durch die Bcchstraße viel besser sei als der frühere. Daß Bürgermeisters Blumen auch pünktlich um drei Uhr von Fräulein Dora begossen werden mußten, war ja eigentlich kein Grund zum Umweg. Er wurde auch plötzlich sehr gesellig, tanzte gern auf kleinen Festen, blos zufällig" gewiß mit Dora, und lernte sogar der dicken Bürgermeisterin schön thun. Es war im Frühling, bei einem Waldfest, da traf er das iunae Mädchen allein in einem Seitenwege. Er ergriff ihre Hände, sah ihr tief in die Augen und zoa sie iubelnd an . seine Brust. ' ' . Als die Beiden sick nach aeraumer Zeit dem Vater entdeckten, da meinte der joviale Bürgermeister schmunzelnd: as hatte ich doch von solch' altem Onkel nicht gedacht!" Nach zwei wahren bolte Arnold sein Bräutchen in die große Stadt, in der er sich inzwischen eine' aute Stelluna errungen. Und beim Hochzeitsmahl erklang der Toast: Ter gute, alte nlei soll leben!" Irrthümer über Theesorten. Das diele Gerede, welches jetzt wieder die Lebensmittel - Verfälschungen, harmlose und andere, in unserem Lande verursachen, hat auch vielfach wieder den Thee, der sich immer noch ziemlich stramm als Nationalgetränt behauptet, in den Vordergrund des öffentlichen Interesses gebracht. Sehr weit verbreitet ist bei uns noch heute der Glaube, daß es von Hause aus zwei verschiedene Hauptsorten von Thee gebe, einen grünen" und einen schwarzen", und viele Jahre lang war dieser Glaube ja auch von der büchermachenden Gelehrtenwelt verbreitet worden. Es ist aber vollkommln grundlos, und jene Bezeichnungen sind blos in Bezug auf die Bereitung des Thees für den Handel von Werth. Es gibt nur eine einzige Gattung Theepflanze, von welcher sämmtlicher Thee des Handels kommt wenn er nicht gefälscht ist , obwohl man viele Spielarten dieser Gattung hat, theils künstlich hervorgebracht, theils schon durch Klima und Bvden - Unterschikde .'Ntstandcn. Grüner Thee ist unreifer Thee, der einfach an der Sonne oder aber einem ff euer unter Hin? und Herrollen getrocknet wird, während mit :m schwarzen, reisen Thee viel mehr Umstände gemacht werden, und er nicht nur getrocknet, sondern auch einem Gährungsverfahren unterworfen wird. Ganz reinen grünen Thee" g:ot es gar nicht; solcher wäre nämlich ungenießbar. Viele glauben auch noch immer, dah die eigentliche Heimath der Theepflanze China sei; indeß hat man zur Genüge festgestellt, daß sie aus Assam. Indien, wo sie frei in den Wäldern wächst und 40 Fuß hoch werden kann, erst nach China und von da nach Japan gewandert ist. Die Cultur unseres amerikanischen Thees ist trotz der stellenweisen günstigen Erfayrungen noch nicht über die Versuchsstufe hinausgekommen. Von sachverständiger Seite wird neuerdings versichert, daß die Ver. Staaten in größerem Maße, als jedes andere Land, eine Ablagerungsstätte für alle Sorten gefälschten und gefärbten Thees bildeten, welche zum großen Theil aus Abfällen und Bodensatz des echten bereitet seien! Natürlich erhalten wir auch echten Thce, ganz echten, der aber Caviar für die Volksmassen" ist. Daran tönncn auch TheePrüfer nichts ändern. Das Ehepqa? WolfSommerfeld in Dornheim bei GroßGerau feierte das fünfundsechszigste Ehe - Jubiläum. Der Jubilar ist 90 Jahre, seine Gattin 85 Jahre alt. Beide erfreuen sich der besten GesundM Die I olg en derGrippe werden durch Hood'ö Sarsaparilla beseitigt. Ei reinigt da? Blat, stärkt den Magen, kräftigt die Nerven und bringt daß ganze System in Ordnung. Sin vegetablischeS Präparat auf daö

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