Indiana Tribüne, Volume 22, Number 244, Indianapolis, Marion County, 23 May 1899 — Page 2
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Meilen weit durchstreifte die. aus 4 Mitgliedern bestehende Par. tie zu Pferde ein unwirthsames Gebirgsland, bis zu einer Höhe von 10.000 Fuß über dem Meeresspiegel, während der eingeborene Diener, der sie begleitete, die ganze Reise zu FuK machen mußte. Und neun beinahe noch unbekannte Eingeborenenstämme wurden be- und untersucht, wovon die interessantesten die Mixes. die Juaves und die Triquies sind. Ueber die Juaves. ein an der Küste lebendes Fischervolk, dessen Männer fast gar keine Kleidungsstücke tragen, waren bisher überhaupt niemals Wissenschaftliche Angaben gesammelt worden, und so noch mehrere andere weltferne Stämme, darunter auch einer mit vollständiger Weiberherrschaft, gemildert durch die Schönheit und Anmuth dieses Evastöchter. Im Uebrien müssen die Ergebnisse dieser Expedition einem künftigen gro ßen Bericht vorbehalten bleiben. Wie reiches Material sich von demselben erwarten läßt, davon kann man sich noch aus Folgendem einen ungefähren Be griff machen und zugleich auch den theilweise neuartigm Charakter der Forschung? Methode erkennen: -Zu den wichtigsten Phasen der Arbeit von Prof. Starr gehörte eine Menge genauer Körpermessungen. In jedem besuchten Stamm wurden 100 Männer und 25 Frauen gemessen, was also bei 9 Stämmen 1125 gemessene" Personen macht, und zwar wurden an jeder dieser 14 Messungen vorgenommen! Außerdem wurden viele merkwürdige Kleidungsstücke und Geräthe langt, und allein 450 Photographien zur Veranschaulichung des Stammeslebens genommen, welche vieles st?c die Wissenschuft völlig Neue zeigen sollen. und endlich wurde eine Menge BüsteGußformen von lebenden Personen genommen. Letzteres ist ein besonders bemerkenSwerther Umstand, und bisher hat die wissenschaftliche Forschung noch sehr wenig Gebrauch von diesem Verfahren gemacht, das nicht ohne Gefahr ist, und zu welchem die Zustimmung der Eingeborenen vielfach noch schwerer erlangt werden kann, als zur Aufnähme von Bildern. Aber mit Geld oder dem, was diese Naturkinder als Werthe anzusehen geneigt sind kommt man schließlich beinahe überall durch. Professor Starr ist jetzt im Besitz von nicht weniger als 50 gip. senenSußformen von denBüsten lebender mexikanischer Eingeborenen, von 13 verschiedenen Stämmen. Auf di: jüngste Expedition entfallen davon 36 Gußformen, und die daraus zu gewinnenden Büsten sollen sehr werthvolle Bereicherungen der Wissenschaft bieten. Büsten mexikanischer Indianer sind überhaupt noch nie zuvor erlangt worden! Es ist erfreulich, daß auch die mexikanische Regierung allen diesen neuerlichen Forschungen weitgehenden Vorschub leistet. Japanische Arbeiter. Aus dem Nordwesten kommt die be rnerkenswerthe Nachricht, daß an der Nördlichen Pacificbahn die japanischen Eisenbahnler bereits in bedeutendem Maße die weiße Arbeit verdrängt hät ten und. wenn es im bisberiaen Ber HZltniß weitergehe, jedenfalls in naher Zukunft das g a n z e Feld allein einnehmen würden. Aehnliche. wenn auch etwas konservativer gehaltene Meldungen kommen von anderen westlichen M ? . . ' ' Vayrmnien, namentlich von der Süd lichen Pacificbahn. Die ausschließlich Anftelluna japaniscLer Arbeiter an die sen Linien vorausaesekt. dak ifrnn keine gesetzlichen Hindernisse in den fctfeg gelegt werden wird lediglich alö eine Frage der Zeit bezeichnet. Und such noch auf manchen anderen Gebie ten dürfte die japanische Arbeit in un senm Westen weiter vordrinaen. EWeStbeilö tmdcn die Arbeita?ke? die Verwendung solcker Arbeitskräfte sehr lohnend für sie, und anderntheilS vnv verncher:, vatz es buchstäblich noch Millionen von Javanern a&t. denen nichts lieber wäre, als für 50 EentS den Tag, nebst Kost und Unterkunft, irgendwelche Art körperlicher Aroett m unserem ande zu verrich ten. DaS mag etwas übertrieben sein aber soweit die japanischen Kulis und lyre Lage m der alten Heimath in Be tracht kommen, ist sicherlich nichts da ran zu verwundern. Fünfzig Cents in . amnikanlschem Geld bedeuten einen Dollar in japanischer Prägung, und die große Maffe dieser Kulis, wenige sienl außerhalb der Vertragshäfen verdient iabrauS. jahrein nickt mth ali 25 Sen (Eingeborenen Cents s) . im Taa und muß. daraus ihre lammt lichen Unterhaltötoster. bestreiten. Dr . m m m a & .
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Preisengleicht dieses Verhältniß denn
doch nicht aus, besonders da diese Leute außer Wohnung und Kost äußerst wenige Bedürfnisse haben, für welche sie ihr verdientes Baargeld in Anspruch zu nehmen brauchen. Ungefähr gmchzettia mit den ovi gen Meldungen wird denn auch, aus anderer Quelle, berichtet, daß die ja panischen Kulis gerade in jetziger Zeit r t i r. - i r, zu ;iaucnocn in uncc ano men . und zwar mm: V!0S nur oen Schiffen der Pacific Mail Co." sondern auch auf den Äooten, welche nach Bancouver, Victoria, Portland und Seattle laufen. Soweit übrigens. bekannt, zahlt die Nördliche Pacificbahn ihren japanifchen Arbeitern etwas mehr, als die erstgenannten Löhne; aber 50 Cts. pro Tag nebst Kost und Unterkunst kann als das Minimum betrachtet werden, auf welches bei noch größerem Zudrang solcher Arbeitskräfte die Arbeitsvergutuna allgemein herabsmken dürfte. Aber zu diesem Mindestlohn-, ruft ein Correspondent erschreckt auö wird Kult Arbeit genug zu haben sein, um jedenfalls sämmtliche weiße Streckenarbeiter westlich vom Mississippi, wenn nicht in den ganzen Ver. Staaten zu verdrängen!" Ein japanischer Kontract Arbeiter schwört stet? seinen Character als solchen ab und zeigt immer Geld genug, daß er im Zollamt durchschlüpfen kann, sobald er doch um die Ecke ist, gibt er diese? Geld dem Agenten der AuswanderunaS - Gesellschaft, welcher es ihm einfach geliehen hat. getreulich zurück: man kann sich darin und in allem Anderen auf die japanischen Contract - Arbeiter verlassen! Mit den Gesetzen gegen die Emfuhr von Contract - Arbeit ist daher nach dieser Seite hin blutwenig zu wollen. Unter allen diesen Umständen ist eZ nicht zu verwundern, daß gar Manche befürchten, wir konnten mit der Zelt eine mindestens ebenso brennende Japaner - Frage" erhalten, wie die Chinesen Frage es nur jemals war, und bald böse Rassenkämpfe in Aussicht ständen. etadtv,rbtsserungS?lmazon,n: Die Ansichten über die Ersprießlichkeit deS öffentlichen WaltenS der Evastöchter sind namentlich unter den lieben Deutschen verschieden: aber eine solche Art von Frauen - Regiment, wie das nachstehende, wird man sich wohl auch an gar manchen anderen Orten allgemein gerne gefallen lassen! Es sind jetzt zwei 5kahre her, daß die Herren" Frauen des kalifornischen Städtchens Petaluma zu einer MassenVersammlung zusammentraten und im Hinblick auf den verwahrlosten Zustand der Straßen, Parks u. s. w. feierlich proclamirten: Es muß annersch" werden! Die Parts des Städtchens wurten, und nicht mit Unrecht, als öde Unkrautsflächen, und die Straßen, Schattenbäume, Bänke und Brunnen als größtenteils jammervoll bezeichnet. Aber die Frauen von Peialuma begnügten sich nicht mit dem besagten Pronunciamento, sondern fügten sofort auch hinzu: W i r wollen es anders machen, wir wollen die Aermel aufschürzen und unseren Herren der Schöpfung, in denen kein Fünkchen von Ehrgefühl mehr zu stecken scheint, eine Lection ertheilen, die sie nie mehr vergessen werden, an die sie sich aber niemals anders, als mit Vergnügen, erinnern sollen." Die Männer von Petaluma schütte!ten die Köpfe dazu, ja sie sprachen sehr entschieden ihre Mißbilligung dieser Bewegung aus und erklärten sie für eine Verrücktheit; ihre besseren Hälften, sagten sie. sollten in ihrer häuslichen Sphäre bleiben, wo sie viel Wichtigeres zu thun hätten. Natürlich fachte dies den Eifer der Frauensleute, schon aus angeborenem Widerspruchsgeist, erst recht an, sie gründeten eine stramme Organisation unter dem Namen Ladies' Jmprovement Club of Petaluma", und sie unternahmen eine wahre Hercules-Arbeit, und mit glänzendem Erfolg! Das ganze Städtchen wurde wie umgezaubert, bis es fast nicht mehr zu erkennen war. Heute gehören die Straßen, Parks, Bäume - Anlagen u. s. w. von Petaluma zu den schönsten in ganz Californien, ohne daß dieses, dabei irgend etwas von seinem Rufe induftrieller Betriebsamkeit eingebüßt hätte. Letzteren Ruf hatten die Männer geschaffen denn auch ihnen möge etwas Gutes nachgefagt werden , aber den ersteren Ruhm haben ausschließlich ihre Frauen, Tochter und Schätze begründet! Nachdem diese StadtverbesserungSAmazonen zwei Jahre lang mit starkem Arm und hellem Kopf gearbeitet hatten, als gälte es, die Hölle in ein Pa radieS zu verwandeln, haben sie endlich auch ein klein Bischen Zug in die Compagnie" der Männerwelt gebracht und die Stadtverwaltung veranlaßt, ganze 30 Dollars pro Monat für die Fortsetzung deS guten Werkes zu bewilligen und sogar das nöthige Wasser dafür zu liefern. Denn so glorioS dieses Städtchen heute auch dasteht, ist dieselbstaufer. legte Arbeit ' seiner Amazonen noch lange nicht zu Ende; ihr Club hat soZusagen , . eisengepanzerte Statuten sammt Nebengesetzen und gedenkt, dieselben biö zum Tüpferlchen auf dem i durchzuführen, und wenn darüber das männliche Pbilistertbum aus der Saut fahren sollte. Noch mancherlei Punkte umfaßt dieses Reform Programm, wie: Pflasterung aller Strafen, mit Asphalt, großartige Vorkehrungen für Zuottsconcerre m den ParkS, und waS dergleichen schöne Dinge mehr sind, die man in amerikanischen, und auch in den meisten anderen Kleinstädten bis jetzt äußerst selten antrifft. Und daS Alles hat eine entschlossene Organisation von nicht viel mehr alS einem halben Hundert thatkräftiger nrauenöleute zuwege gebracht, oder ist im besten Begriff. eS weiterhin zuwege Zu brisen, (penn suö nicht gau obm
I gelegentliche mZnnNche'MchhIlfe, ine aber immer erst mit Macht beigezogen werden muß). UebrigenS denkt die Männerwelt von Petaluma durchaus nicht daran, darüber auS der Haut zu fahren, um so weniger, als die EigenthumSwerthe sich bedeutend gehoben haben und Alles kaufen will, wo früher
AlleS verkaufen wollte! Vom chirurgischen Standpunkt auö. Eine bemerkenswerthe Geschichte des amerikanisch-spanischen Krieges soll demnächst erscheinen: nämlich eine, die ausschließlich von wundärztlichem Standpunkt aus geschrieben ist und amtlichen Character hat aber etwas aufmerksamer gelesen werden dürste, als viele andere unserer amtlichen Pu. blikationen, zumal die Wirkung des Textes noch durch eine Reihe Jllustrationen erhöht werden wird. Dieses Werk wird sein cubanischeö. sein portoricanisches und sein ManilaCapitel haben, und die Adoudungen der verschiedenen Arten von Wunden, besonders die mit Anwendung der stoffdurckdrinaenden X-Strahlen tu langten Bilder, werden demGeschichts werk einen recht realistischen Character verleihen. Allerlei interessante Schlüsse und Vergleiche bezüglich der modernen und der frühern Knegsuhrung werden aus den beigebrachten Thatsachen entwickelt werden. Vor Allem aber kommen jene Ausführungen zu dem Schluß, daß die moderne Kriegsweise denn doch bedeutende Fortschritte gegegenüber der alten vom Gesichtspunkt der Humanität aus zeiaen und eine beständige Abnahme des Procentsatzes verhangmßvouer Äerletzungen m oen Gefechten darthun, trotz aller erhöhten Wirksamkeit der Waffen vom allgemeinen militärischen Standpunkt! .Die Zahl der Menschen, welche in einer Stunde getödtet werden, ist bedeutend geringer geworden", sagt dieses Werk"; sie betrug in der Schlacht zu Borodino (im Napoleonischen Feldzug gegen Rußland) 5800 pro Stunde, bei Leipzig 3000, bei Königgrätz 3906, bei Solferino 2771. bei Metz 2702," und so fort, mit seltenen Ausnahmen immer weiter abnehmend. Als MordInstrument" ist, denZusammenstellungen dieses Werkes zufolge, das vervollkommnete Krag-Jorgensen'sche Gewehr oder selbst das automatische Feldgeschütz gar nicht mit dem kurzen Schwert der römischen Legionen im classischen Alterthum zu dergleichen. Zu Murfreesborough (in unserem Bürgerkrieg) waren, nach officiellem Bericht von General Rosecrans, durchschnittlich 27 Kugeln aus gezogenen Gewehren und 155 Musketenkugeln erforderlich, um einen Mann zu treffen; in der Schlacht bei Marsla-Tour kamen deutscherseits aus 452 Schusse einer, der traf; und im amerikanisch spanischen Krieg traf ungefähr einer unter 400 Schüssen, die aus Krag-Jorgensen-Gewehren abgefeuert wurden. Mit andern Worten: a unsere Soldaten ie 100 Salven Munition mit sich führen, so erforderte es im Durchschnitt die ganze Munition voir 4 Mann, um einen Mann des Feindes zu treffen. Das Verhältniß der Getödteten zu den Verwundeten ist, den Aussuyrunaen dieses Werkes zufolge, jedenfalls nicht größer geworden, und während es z. V. in der Schlacht bei Leipzig 1 zu 2 betrug, belief es sich im amerika nisck-svaniscben Krieg auf 1 zu 5.6. das heißt, einen kleinen Bruchtheil niedriger, als im deutsch-französischen Krieg. Von Denjenigen, welche an klimatischen und andern Krankheiten starben, ist jedoch hierbei nicht die Rede. Daß der Procensatz Derer, welche von Wunden genesen sind, im Ganzen erbeblick steigert worden ist. wurde schon bei einer früheren Gelegenheit hervorgehoben. Schließlich macht dieses Werk noch die tröstliche Aussicht, dak bei künsti gen Kriegen die Zahl der Verletzungen höchstens" 20 Procent betragen, und daß nicht mehr als ew Viertel der Getrosfenen auf der Stelle getödtet werde. u e o e , dte bedeutende Etablissements des protestantischen Pfarrers Hermann Faulhaber in Schwäbisch - Hall mußte das Concursverfahren eröffnet werden, was im ganzen Lande ungewöhnliches Aufsehen crregt. Faulhaber, der als Militärpfarrer den Feldzug mitgemacht und daS Eiserne Kreuz erworben hat, wollte durch eine Eisenwaarenfabrik und eine große Buchhandlung social wirken und innere Mission auf mdusirieller Basis treiben; er war aber trotz organisatorischer Fähigkeiten den großartigen Unternehmungen geschäftlich nicht gewachsen. - Etwa 800.000 Mark sind gedeckt. Für Faulhaber, der sein ganzes Vermögen mitverliert, und zahlreiche Mitbetroffene ist der Zusammenbruch ein schwerer Schlag. Nicht mitbetroffen sind die großen, vonFaulHaber gegründeten Diakonissenhäuser und das Kinderhospiz deö Johanniterordens in Hall.' Eine sehr gefährliche Radfahrt wurde von einem Berussfahrer, Maurice Bertin, in Agen unternommen. Für. die Summe von 53000 verpflichtete sich Bertin, in einem Löwenkäfig mit seinem Rad um daöThier herumzufahren. Die Menagerie Himm wurde als Schauplatz für die kühne That bestimmt. Eine ungeheuer große Menge strömte hier zusammen, um dem ungewöhnlichen Schauspiel beizuwohnen. Der Besitzer der Thiere begleitete Bertin in den Käfig, wo der furchtlose Radfahrer sogleich auf sein Rad sprang und eine kurze Rundfahrt im Käfig machte.. Zwei Löwen und eine Löwin befanden sich darin. Zunächst starrten die Thiere das ungewohnte Schauspiel an. Dann aber stellte sich der eine Löwe in Positur, um sich auf den fahrenden Berrm zu stürzen. Der Wächter bemerkte es, hielt das Thier mit der Peitsche im Zaum, und Bertin gewann die Wette, nachdem er die versprochene Anzahl von Runden gemacht hatte.
zleuheilen für die Sommertoilette Die Einfachheit der Formen, die ?is jetzt die neuen Sommertoiletten zeigen, bedingt zunächst einen tadellosen Sitz der Taille und des Rockes,
denn im Durchschnitt werden beide genau nach der Figur gearbeitet. Ost bestehen Rock und Tunika oder Ueberkleid aus verschiedenen Stoffen, und die Taille aus dem Stoss der Tunika ist mit einem Einsatz aus dem Stoff des Rockes versehen. Vielfach ist die Tunika hinten ziemlich lang, oft so lang wie der darunter befindliche Rock, zuweilen tedock auch nur schürzenartig, so daß sie den Rock hinten in seiner ganzen ange freilaßt. Auch schn?idet man sie an beiden Seiten derartig aus. daß sie vorn eine schmälere, hinten ine breitere Zacke bildet. Um das ochflieaen dieser großen Zacken zu verhindern, wird ein kleines, sehr praktisches Mittel angewendet. Man befestigt nämlich am Rock ein Band, knapp 16 Zoll lang, das in der Mitte angenäht wird, so daß man zwei Enden hat. die man durch zwei an den gegenüberliegenden Punkten der Tunika befestigte Schnallen zieht. Auf diese Art fliegt die Tunika nicht auf und bleibt vor allen Dingen stets in der richtigen Lage. Tuch- und Covert-Coat-Costllme werden außer mit der sehr modernen Bisenstepperei auch viel mit glatt auf gesetzten Seidenbändern verschiedener Breite garmrt. Roth ist für junge Damen eine sehr beliebte Farbe, sonst aber stehen matte Pastellsarben oben an, deren weiche und doch satte Tönung beson ders hübsch in seinen Wollensatins und leichten Sommertuchen zum Auö druck gelangt. Ebenso beliebt ist auch Voile, der sogenannte Nonnen schleierstoff" und der immer hochelegante Crüpe de Chine, der ausreichend die Stelle guter Seidenkleider vertritt. Zu den letztgenannten Stoffen ver wendet man als Garnitur Applikationen aus weißer oder gelblicher, kraftl ger, irischer Guipürespitze und Volants aus seinen Chantillyspitzen. Die Zu sammenstellung dieser so verschiedenen Spitzen verleiht den Toiletten einen eigenen Reiz. Um die Wirkung der Gulpurespitzen noch zu erhohen, ziert man einzelne ihrer Blatter und Blu then mit faltigen Auflagen aus indi scher Seide, wobei selbstverständlich jedes Blättchen für sich benäht werden muß. Nur der äußere Spitzenrand bleibt stehen. Diese reliefartia wir kende Verzierung eignet sich besonders sur Foulard- und andre leichte Sei denstoffe. Sehr hübsch sind für dies Stoffe auch Passen und Einsäke auS gauffrierter Gaze, krausem Tüll u. deral.: mit diesen verbindet man bau fia paulettenartiae Einsäke für die Aermel, die eine Fortsetzung der Passe bilden. Spitzen und Tülls, selbst wenn sie zu ganzen Taillen verwendet werden, unterlegt man gern mit abstechender, farbiger Seide. Zu einem grauen oder sandfarbenen Kleid wirkt eine hellblau oder nelkenroth unterlegte Spitzentaille ganz besonders reich' und elegant. Passe und Jäckchen sind nicht allein mit Blusenformen, sondern ebenso oft mit glatten Taillen verbunden. Das wirkliche oder durch Besatz imitirte Jäckchen schließt zuweilen kurz unter den Armen' ab. verlängert sich aber auch nach Geschmack und Laune so, daß es zuweilen bis auf den schmalen Gürtel hinabreicht. Sehr niedlich sind zu den Jäckchen auch die abstechen den Seiden- und Spitzentaillen. Reichen, äußerst decorativenSchmuck bilden Madeirastickereien : auf . Blusen und Toilletten von hellfarbigem Taffet, auf dem die Stickerei in weißer Seide ausgeführt wird. Stickereien ller Art, Applicationen u. s. w. bilden überhaupt einen beliebten Schmuck eleganter Toiletten. Außerdem besetzt man sie mit Bändchen, Spitzen, Posamenten oder Bordüren und, nicht zu vergessen, mit Fransen, von der einfachen, federartigen Seidenfranfe bis zur breiten, eleganten, aus Cordonnetfcibc geknüpften Franse. Sehr belebend wirken schwarze Sammetschleifen in der Form Louis XV., die für sich oder gemischt mit weißen Spitzen am Schluß, auf den Schultern. , sowie aQ Kragen angebracht werden. - .
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' Die große Trulle und Verschieden heit des Gebotenen aber schließt auch die Möglichkeit in sich, ältere Kleider wieder modegerecht zu gestalten.' So bietet zum Beispiel die Tunika dazu eine sehr günstige Gelegenheit um so mehr, da man letzt vielfach verschie dene Stosse für eme Aoliene verwendet. Die boben Stebkraaen werden tot Niger in abstechenden Farben gearbeitet, sondern meistens nur mit ab stechenden, schmalen Bändern aus Sammet oder Seide besetzt. Für blaue Toiletten wählt man mit Vorliebe Malvenfarbe oder Heliotrop, doch auch am rrs. r . w Xj . laigrun, iuunicuoia u. oergu jedenfalls müssen die Farben immer mit seinem Sinn nebeneinander gestellt werden. Unsere erste Abbildung veranschau licht eine Toilette aus Seide mit Guipüretaille. Die Eleganz dieser Toilette aus yeiigrauer Seide wird durch die mit rotem Taffet unterleate. gelbliche Guipüretaille und -Garnitur noch erhöht. Den Rock ziert am Ansatz des hinten hoch hinaufsteigenden Serventinevolants ein Guivüreeinsatz. der von schmalen, schwarzen Seidenbandchen streisenartlg begrenzt ist; :n der Mitte sind diese über den Ansatz aefübrt. so daß sich ein Carreau bildet. Die seitlich geschlossene Guipüretaille ist mit Garnlturtheilen, die hinten die Form eines sich zuspitzenden Einsatzes haben, versehen. Bändchen bilden den carreauartigen Besatz der bis zu dem seidenen GUrtel reichenden Garniturtheile. Der hohe Stehkragen und die enaen. am Qandaelenk mit einer Zacke geschnittenen Aermel bestehen auö glatter Seide. Sehr neu und für junge, schlank; Damen auch recht kleidsam ist die aus hellgrünem Wollenkrepp und schwarzer Spitze gearbeitete Toilette, Figur 2, deren lose auf einem Futterrock gearbeiteter Rock unter dem obern, mit Blenden garnirten, flach anliegenden Theil leicht eengekraust ist. Die nngs um mit gleichen Blenden überdeckte, hinten geschlossene Taille hat eine auf grüner Seide gearbeitete Passe nebst Stehkragen au schwarzem Spitzen stoff und ist im Taillenabschluß mit einer, vorn lang herabhängenden Spitzenecharpe, die unter einer großen Rosette geschlossen wird, umgeben. Die Aermel sind zum Theil mit Blen den, zum Theil als Fortsetzung der Passe über Seide mit Spitzenstoff bedeckt. Die Achseln zieren schmale. schwarze Sammetbander, die vorn un ter Spitzenrosetten enden; eine gleiche Rosette schmückt den seitlichen Schluß des Kragens. Die vornehme Einfachheit des seit lich geschlossenen Princeßkleides aus dunkel graugrüner Seide, Figur 3, wird durch einen Garniturtheil aus weißer, mit grünlichen und rosa Pall leiten bestickter Seide noch wirkungs outz gestaltet. Der oben mit kleinem. rundem Ausschnitt versehene, nack dem Taillenabschluß zu schmäler werdende Garniturtheil ist am untern Rande vattenartig zugespitzt und oben von dunklen, .mit Goldknöpfen gezierten Sammetaufschlägen begrenzt. Den kleinen Ausschnitt füllt ein gleich Sammetlatz nebst hohem Kragen. Besonders hübsch ist der auö weiß und schwarzem Phantasiegeflecht bestehende runde Hut, der mit weißer, gauffrirter Gaze garnirt ist; diese schmückt, in Puffen geordnet, den Kopf und ist in der Mitte unter ' einer Similiagrasfe zusammengefaßt. Außerdem zieren den Hut zwei nach beiden Seiten fallende, weiße Straußfedern.' Ecru-farbener, roth gepunkelter Foulard ist für daö. hübsche Kleid. Figur 4, gewählt, dessen Rock, eine vorn auseinandertretende Tunika imitirend, mit einem flachen, roth gepaspelten Volant besetzt ist. den an den Rändern Grätenstiche von rother Seide zieren. Zwei gleiche, übereinanderfallende Volants garniren dorn den untern Rand des Rockeö, den ein rother Atlasbandgürtel begrenzt. Die Taille schmückt ein mit rothem Taffet unterlegter Einsatz, der aus ecru-farbenen, in Säumchen - gelegten Batiststreifen und auS von rothen BandkräuSchen bearemten irischen Spitzeneinsätzen zusammengesetzt und mit einem gleichen Stehkragen begrenzt ist.' Ein sich hinten, kragenartig um - den Einsatz legender, Bretellen bildender, mit Paspel und GrätenÜichen versierter Sarniturtheil
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deckt Un Ansatz der öden snMumchen aruvven genähten Blusentbeile. Sandfarbene Wollenetamine und mit hellblauer Seide unterlegte, gelb liche Guivüresvitze find für daö ae schmackvolle Kleid, Figur 5, gewählt. Der mit einem sich schoßartig um die Hüften ziehendenEinsatz von Guipürespitze versehene Rock ist oben am Ansatz des Guipüretheils bogenförmig ausgeschnitten und mit Stepperei verziert, die sich, der Form des Guipüretheils folgend, ' vorn in geraden Li nien bis zum Saum des RockeS fortsetzt. Die von einem schmalen, bellblauen Seidengürtel umspannte, mit spitze uverveclte 2aMe auö blauer Seide ist mit einem Jäckchen aus Etamine versehen, daö in eigenartiger Weise aus übereinanderliegendenBlenden zusammengesetzt ist und hinten eine aufsteigende Spitze hat. Vorn tritt das mit drei übereinanderfallende, hinten geschlitzten und durchsteppten Kr- .entheilen ausgestattete Jäckchen leicht übereinander. Bogenförmig abschließender Guipürebesatz ist, biö zum Ellenbogen reichend, über hellblaue Seide auf den engen Aermeln ange-bracht.-Humoristisches. Q w e h ! Nun, Moseö, bin ich nicht noch immer reizend V Reizend bist Du, aber zum Zorn!" Der Gipfel. Was ist der Gipfel des Geizes? Wenn Jemand nur weiter lebt, um die Begräbnißkosten zu sparen.' . Seufze r. Fräulein Eulalia (auf einer Jtalienreise gänzlich ausgeplündert): Alles haben sie mir geraubt nur keinen Kuß!" Vorsichtig. Du, Spund, ich will Dir nachher meine Braut vorstellen. Pump' sie aber um HimTnelswillen nicht an." . Knickend. Dichterlinz: Der Mond läßt sich heute Abend gar nicht sehen." Er merkt gewiß, daß Sir ihn andickiten rrF " Kolossaler Erfolg. Schmierendirector (zu den Schauspielern, als beim Benefi des Helden zwei Mark ür ihn blieben): Bereitet ihn langam vor.- damit ihm nicht etwa am End' vor Freude 'waö geschieht!" Der Verfehlte Beruf. Wenn ich daö Unglück . hätte, einen etwas beschränkten Sohn zu. haben.' würde ich mir dadurch helfen, daß ich ihn zum Geistlichen ausbilden ließe. Da scheint Ihr Herr Vater allerding? anderer Ansicht gewesen zu lein.
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