Indiana Tribüne, Volume 22, Number 238, Indianapolis, Marion County, 17 May 1899 — Page 1

o xf7 S TS AA A 00 AA Av I llil . ri I III 11 i - i i vo o w vv w o o y v ly . Office : No. IS Göb Qlabama Straße. Telephon 1171. Jahrgang SS. Indianapolis. Zndiano, Mittwoch, den Z. Mai 1899. No. 238

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Editorielles.

Bundeörichter Baker gab gestern eine Entscheidung ab, worin er den Sheriff von Scott Counth verantwortlich hält, für den an Marion Tyler verübten Lynchmord. Der Nachlassenschastsverwalter, der aus Schadenersatz klagte, wohnt in einem andern Staate und hat deshalb seine Klage im Bundeögerichte eingereicht. Als der PSbelhaufe nach der 3ail kam, leistete der Sheriff keinen Widerstand, sondern gab ohne solchen die Schlüssel heraus. Richter Baker entschied, daß der Sheriff sür ihm anvertraute Menschen gerade so verantwortlich sei, wie für ihm anvertraute Gegenstände. Er wies die Einwände gegen die Klage zurück und der Prozeß wird seinen Gang nehmen. Wir halten die Entscheidung für logisch richtig, wir können aber nicht der Ansicht beistimmen, daß sie von irgend welchem Einflüsse in VerHinderung deö Lynchenö sein wird. Eö trifft sich nicht immer so, daß die klagende Partei in einem anderen Staate wohnt, also sich an das BundeSgericht wenden kann, und auf die Lokalgerichte ist in solchen Fallen nicht der geringste Verlaß, wenigsten? nicht aus die Juries. Auch wird der Sheriff nicht immer ohne irgend welchen Widerstand dem Pöbel den Gefangenen überliefern, und wenn er auch nur cheinbaren Widerstand leistet, so dürste daS doch genügen, ihn der Verantwortllchkeit zu entziehen. Versuche, die Lyncher selbst zur Verantwortung zu ziehen, find gänzlich ehlgeschlagen, obwohl Richter und StaatSanvialt sich ehrlich deshalb bemühten.-. Hätte man in Scott County elbft die Lyncher festgenommen und bestraft, fo Ware das Rechtsbewußtsein weit mehr befriedigt worden, als dadurch, daß der Sheriff eine Summe Geldes an lachende Erben bezahlen muß. Die Entwaffnung?- oder Friedenöconferenz, oder wie man sie immer nennen mag, welche auf Einladung deS russischen Zareil dieser Tage im Haag zusammentritt, bildet den Gegenstand vieler ZeitungSaufsätze und Arikel. Im Allgemeinen ist die Stimmung derselben eine höchst pessimistische und Niemand verspricht sich ein greisbareS Resultat von der Konferenz. ES giebt sogar nicht wenig Schriftsteller, welche sich weidlich luftig über dieselbe machen. Sie deuten auf die selbst in der allerletzten Zeit vorgenommenen Verstärkungen der Heere und der Flotten und bezeichnen diese Konferenz als eine Komödie. Nun braucht man aber durchaus nicht unmittelbar greifbare Resultate von dieser Konferenz zu erwarten, um. doch der Ansicht zu sein, daß sie von prakischem Werthe ist, und für eine Komödie braucht man sie deshalb noch lange nicht zu halten, weil die Regierungen einstweilen ohne Rücksicht auf diese Konferenz handeln. Die alten Zustände lassen sich nicht so mir nichts, dir nichts, aus dem Wege räumen, die alten Streitfragen lassen sich nicht plötzlich entfernen, das Entstehen neuer nicht auf einmal verhindern. Auch läßt sich nicht äugenblicklich ein gegenseitiger Zustand deS Vertrauens herstellen, welcher jede Wehrbereitschaft überflüssig macht. Aus der anderen Seite darf man aber auch nicht vergessen, daß die Kriegsbereitschaft der Völker einen unheimlichen Umfang genommen hat, derart, daß eine stetig fortschreitende Steigerung zu den ernstlichsten Befürchtungen Veranlassung geben muß. Die Steuerkraft der Völker wird aus eine furchtbare Weise angespannt, so daß sür jede? Volk der Zeitpunkt in Aussicht steht, in dem eS nicht weiter geht. Sodann ist die Größe der Armeen eine solche, die Furchtbarkeit der Geschosse eine derartige, daß ein Krieg, wenn zwischen zwei oder mehr große Nationen geführt, selbst dem siegreichen Lande ungeheure Wunden schlagen' muß. Unter solchen Umständen ist der AuSbruch eineS europäischen Krieges allerdings nicht wahrscheinlich; er wird verhindert durch die Schlagbereitschaft der Völker, durch die ungeheure Größe und Ausdehnung, die er nähme,. durch die Gewißheit der furchtbaren Opfer, die er kosten würde. Diese Konferenz ist immerhin ein

Zeichen, daß man die Unerträglichkeit

der Verhältnisse zu fühlen beginnt, daß das Bedürfniß nach Erleichterung beNebt. Daran ändert die Thatsache i ' ' 'nicht?, daß die Anregung von Rußland ausging, daS trotz seiner Größe sinan ziell schwach ist und der Ruhe zum Ausbau seiner zivilisatorischen Be strebungen, seiner Bemühung, die Kultur deö Westens einzuführen, be darf. Die dynastischen Bestrebungen treten so wie so immer mehr vor den kommerziellen und industriellen 3n teressen zurück. Wenn auch für den Augenblick gar nichts Praktisches bei dieser Konferenz herauskommt, so mag sie doch einen Wendepunkt in der Geschichte der Völ ker bilden. Der Gedanke, an die Stelle der steten Kriegsbereitschaft, der steten Vergrößerung der Heere, der Entscheidung durch daö Schwert etwaS Anderes zu setzen, ist einmal da, ist offiziell im Rathe der Nationen besprechen worden und wird nicht mehr untergehen. Der erste Versuch mag ein völliger Fehlschlag sein, deshalb wird früher oder später doch ein zweiter folgen. Die Nothwendigkeit wird darauf hindrängen und, wie lange eS auch immer dauern mag, der Gedanke wird einmal praktische Gestalt annehmen. 3edeS Ding will seine Ansang haben. UOMWll. Wetterbericht. Kühler, Gewitter heute Nacht. Schö. neS Wetter Donnerstag. Höchste Tem. peraiur innerhalb der letzten 24 Stun den 87 Grad, niedrigste 70 Grad. Aguinaldo angeblich ge- . .flohen. New So rk, 16. Mai. Eine Depesche deS Herald" auS San Miguel, vina Manila, sagt: Aguinaldo ssll nach der Provinz Nueva Ccija geflohen sein. Am 29. April begab er sich zu Wagen von Balinag nach San Jsidor und seitdem hat man nichts wieder von ihm gehört Die 5000 Gefangenen Spanier, welche die Insurgenten in Händen haben, find nach einer nördlichen Provinz befördert und dort auf kleine Garnisonen vertheilt worden, die Amerikaner können ihnen nicht helfen während dieser Saison, wenn die Uebergabe der Filipinos nicht in den nächsten drei Wochen stattfindet. Durch San Miguel wurden auch ö gefangene Amerikaner geführt, aber ihre Namen kennt man nicht. Der Jnsurgenten-General GregoriS del Pilar glaubt, daß die InsurgentenRegierung ihn im Stich gelassen hat, und er wünscht die Waffen zu strecken, wenn es unter ehrenvollen Bedingungen geschehen kann. Sein HauptproviantDepot liegt nur sünf Meilen von General LavtonS Front. Die Sntrüstung der Eingeborenen hat die 3nsurgenten - Generäle genöthigt, den Befehl zum Niederbrennen der aufzugebenden Ortschaften zurückzunehmen. Die Schonung, welche die Amerikaner in dieser Beziehung üben, gewinnt ihnen unter den Eingeborenen viele Freunde. Manila, 1. Mai. General LawtonS Vorhut hat San Miguel in der Richtung von San Jsidor verlassen, aber schwere Regengüsse hinderten daö Vordringen der Truppen und unterbrachen die Verkehrklinie, als die Truppen noch sieben Meilen von ihrem Ziel entfernt waren. Der kleinste der Siliputaner schwört dem deutschen Kaiser ab. New A o r k, 16. Mai. Franz Ebeling, dem deutschen Theater Publi kam besser alö Franz Tbert" bekannt, erschien gestern vor Clerk John H. LooS im NaturalisationS-Bureau der Supreme Court, um die Erklärung abzugeben, amerikanischer Bürger zu werden. Der kleine Mann, welcher nur drei Kise hoch ist, wäre beinahe schlecht angekommen, als er un sein Erstes Papier" bat, denn der Clerk glaubte, erst, man wolle ihn uzen. Kinder werden hier nicht naturalisirt," meinte der Gestrenge überlegen, komme in neun oder zehn Jahren wieder, dann kannst Du Bürger ver den, ohne daß Du ein Erstes Papier 'brauchst." Franz betheuerte entrüstet,

er sei kein Kind mehr, sondern wohl-

gezählte 31 Jahre alt. Mit 21 Jahren sei er inS Land gekommen, hebe alle Staaten bereift und wolle jetzt amerikamscher Bürger werden. Der Clerk übergab ihm schließlich ein Formular, das Franz stolz unterschrieb, indem er bemerkte, eS mache ihm besonderes Ver gnügen, dem deutschen Kaiser die Treue abschwören zu können. Franz geht demnächst wieder mit den Liliputanern nach Europa und will dann, wie er sagt, seinen Landsleuten damit im Poniren, daß er Amerikaner ist. Allerlei aus Deutschland. Berlin, 16. Mai. Die inspl. rirte" Presse veröffentlicht einen Be. richt über eine Versammlung sammt licher Chefö der Handlungshäuser in Samoa, auch englischer und amerika nischer. Aus derselben wurde die Zu kunst der Samoa-Jnseln besprochen und die Erklärung abgefaßt, daß der beste Weg zur Lösung aller Schwierigkeiten die Uebertragung der Souveränität an Deutschland sei. Bezüglich der Fahrten und deö EndeS deö Prinzen Löwenftein äußerte sich gestern eine zuverlässige Persönlichkeit in folgender Weise : WaS den Prinzen Löwenstein anbetrifft, der die Kämpfe zwischen den Amerikanern und Filipinos als Schlachtenbummler mitmachte und bei Calooean aus Zufall erschossen wurde, weil er sich fortwährend an ezponirten Punkten herumtrieb, so hat daS amtliche Deutschland keinerlei Beziehungen zu ihm gehabt. Er war ein Abenteurer, der die verschiedensten Streiche ausführte, und unter Anderem auch dem Manila-Klub in Manila, in welchem alle repräsentativen Ausländer verkehren, den Bären ausband, er wisse in Folge seiner guten Beziehungen daß die Deutschen unter der Hand'zum Kriege trieben. Diese Geschichte ist um so peinlicher, weil sie eS sehr begreiflich macht, wenn auf amerikanischer Seite gegen Deutschland Verdacht geschöpft wurde." Die preußische Regierung hat beschlösse, dem Landtage daö Gesetz für die Besteuerung der großen GeschäftsBazare nicht vorzulegen. Die Regiernng beabsichtigte ursprünglich, die kleinen Geschäfte auf Kosten der großen zu schützen, stieß aber in HandelSkreisen auf so großen Widerstand damit, daß sie daS Gesetz zurückzog. DaS preußische Herrenhaus hat beschlössen, die Regierung aufzufordern, jungen Leuten biS siebzehn Iahren den Aufenthalt in Wirthschaften zu verbieten und gleichzeitig die Kommunen anzuregen, sur eme erfrischende und veredelnde Unterhaltung an Sonnund Feiertagen Sorge zu tragen, damit die Jugend nicht in Versuchung gerathe, sich die Zeit in Kneipen zu vertreiben. - - Badeni versucht Selbst mord. London, 16. Mai. Nach einer Depesche auS Wien hat der frühere österreichische Premier, Graf Badeni, wegen Verluste, welche er auf der Rennbahn erlitten hatte, versucht, sich daS Leben zu nehmen. Ochisss-5rachrit)ten Angekommen in : New Zork: Westernland" Antwerpen. Liverpool: Sylvania" Boston. B o u l o g n e : Rotterdam" von von von NewIork. Aucklan d : Alameda" nach San Francisco. New Sork: Königin Louise" von Bremen; Cevic" von Liverpool. allerlei. Als zwei Kinder vonAugust Gordon an dem Ufer des Kanals in Süd-Cumberland, Md., spielten, stürzten beide in's Wasser. Benno C. Knoll, ein betagter Gärtner, ver gerade vorbeiging, bemerkte ein kleines Mädchen von 5 Jahren im Wasser und rettete es schnell und als die Kleine weinend nach dem Wasser zeigte und Knoll bemerkte, w sich Ringe an der Oberfläche des Wassers bildeten, sprang er schnell nochmals in's Wasser, tauchte unter und brachte ein ein Jahre altes Kind herauf. Dasselbe war bnnahe todt, doch waren Wieder belebungsversuche erfolgreich. JmSvielmitieinem Schul kameraden John Rose ist der 12 Jahre alte Nrederick Rvan in der elterlichen.

Wohnung an 63. Str. und 19. Ave., Bath Beath, Long Island, erschossen

worden. Der Knabe war mlt einer Kugelwunde im Herzen todt aufgefunden worden und Niemand konnte den Hergang der Traqödie erklären, bis John Rose nach anfänglichem Leugnen ? iTi - fi L P ein eanomg aviegle. lii erzaylle, daß er mlt Freddie Krieg" gespielt und un Spaß das Gewehr anaeschla gen habe. Wenn Du ein Spanier warst, wurde ich Dich erschließen! sagte Freddie und zielte mit dem Re volver aus ihn. Und ich bin Aguinaldo und schieße auch!" erwiderte Johnnie, und unwillkürlich drückte er an den Hahn und der Schuß krachte. Freddie siel lautlos zu Boden und er rannte davon. Da er Angst vor Strafe hatte, schwieg er und den Tod des Kameraden erfuhr er erst, als er von der Polizei in's Verhör genommen wurde. Zu einem skandalösen Auftritt ton es in der Negerkirche zu Fishkill Landing, N. Der Pastor der Gemeinde, Rev. S. V. Gumbs. hatte einem Schäflein Namens Alice Hunt mehr Aufmerksamkeiten, als von verschiedenen Gemeindemitgliedern für schicklich gehalten wurde, erwiesen, und es wurde eine Untersuchung gegen ihn eliIgeleltet, die aber nichts Belastendes ergab. Als nun am nächsten Sonntag die Negerdamen vor dem Altar standen, um an ihren Sprößlingen .die Taufe vollziehen zu lassen, schlug Emma Hunt, eine Schwester der vorgenannten Alice Hunt, einer anderen dunkelhäutigen Schönen Namens Addie Henry, die auf Alice eifersüchtig war, in's Gesicht. Das war das Signal zu einer allgemeinen Rauferei, bei der Rastrmesser eine große Rolle spielten. Der Aelteste Thomas Lefevre wurde in dem Tumult zum Fenster hinausgeworfen und verschiedene Combattanten erheblich verwundet; auch Addie Henry wurde böse zugerichtet. Alö neulich Nachts der Schnell-Güterzug aus Jersey City in den Cozton Yards der Lehigh ValleyBahn bei Wilkesbarre. Pa., eintraf, fand man in einem der Güterwagen zwei Männer am Boden liegen, von denen der eine todt, der andere bewußt,ios war. "Der intensive Alkoholgeruch, welcher dem Wagen entströmte, ein geleerter Schnapskrug, der zwei Quart Whiskey enthalten hatte, sowie eine fast ganz ausgetrunkene Flasche mit Holzgeist ließen nur zu deutlich erkennen, was den Beiden passirt war. Einem schleunigst herbeigeholten Arzte gelang es, den Bewußtlosen so weit zu sich zu bringen.'daß er Angaben ma chen konnte. Der Mann sagte dann, daß er John Hannon heiße, aus Weehawkon, N. I., komme und mit seinem jetzt todten Kameraden, einem Kellner Namens George Gassonway aus New York, in Jersey heimlich den Zug bestiegen habe, um eine Freifahrt nach Buffalo zu ergattern. Gleich in den ersten Stunden der Fahrt hatten sie zusammen die zwei Quart Schnaps und die Flasche mit Holzgeist getrunken. Wahrend eines heftigen Gewitters wurde in der Canal Str. in New York Sadie Tunic, ein 13jähriges russisches Mädchen, vom Blitz getroffen, der, wie man annimmt, durch die stählerne Stange ihres Regenschirmes angezogen wurde. Sadie wurde nach einem Hospital gebracht, wo es sich herausstellte, daß sie am Unterleib, am rechten Bein, an beiden Handgelenken, an der Nase und der rechten Wange stark verbrannt worden war. Vom oberen Theil der Brust nach unten zu zeigten sich auf der Haut mehrere Brandflecke, während sich an jeder Hüfte, bis zum Knie hinunter, eine Reihe von Ringen befand. An jedem Handgelenk waren ähnlich einem auf die 5aut tätowirten Armbande, zwei Ninge. Diö Kleider des Mädchens waren unberührt. Fast eine Stunde nachdem Sadie in das Hospital gebracht worden war, waren ihre beiden Beine gelahmt aber später erlangte sie den Gebrauch derselben wieder. Sie sagte, daß sie zu keiner Zeit irgend welche Schmerzen gehabt habe. Die Aerzte glauben nicht, daß daS Mädchen wieder hergestellt werden wird, und sind erstaunt darüber, daß es nicht auf der tztelle get'ödtet N?u.rde, Der frühere Geme inde Präsident und Kantonsrath G. Eberhard in Kloten wurde vom Obergerichte in Zürich wegen Betruges im Gesammtbetrage von 41,300 Francs zu 6 Jahren Zuchthaus und 10-jähri ger Einstellung in Aktivbürgerrecht verurtheilt. Die Betrügereien hatte Eberhard dadurch bewerkstelligt, daß er Formulare von Inhaber - Obliga tionen, welche seine Gemeinde zur Deckuna einer Eisenbahnschuld verausgabte, widerrechtlich ausfüllte, sie mit seiner und des Gemeindeschreibers Unterschrift v;?sah und durch die gefälschten Titel sicb Geld versckasfte. Das Fest der Rosenbraut wurde auch in diesem Jahre in Mainz in herkömmlicher Weise gefeiert, nachdem die städtische Spezialcommis. sion die 1860 geborene Tochter Gertrude deS verstorbenen Buchbinders Heinrich Schultheiß zur Rosenbraut gewählt hatte. Es war die Wittwe deS Großherzoglich .Frankfurtischen Ministers Theodor Freiherrn von Ebenstein, die in Erinnerung an das Fest der Rosiöre in Frankreich im Jahre. 1835 12.000 Gulden für die

Lokomotitl -Ingenieur

giebt Zeugniß über den erhaltenen Nutzen von Vr. Nkles' Mitteln. C 8 althi sein verantwortliche Stellung auf Erde als die ewes Lokomotivführer. , ' I " O ' II AVV sicherem Auge und vollftändiger Celbftbehnr, fchung hängt die Sicherheit des Zugek und da Leben der Passagiere ad. Dr. Milek' Nervine - und anderen Mittel find besonder geeignet, die Nerven stetig, den Kopf klar und die geiftige Fähigkeiten unbeeinträchtigt ,u erhalten. .k"hrer F. W. McCcy, früher ton I3Ä Broadway. Council BlufsZ. der aber jetzt in 3411 Humboldt Ctrabe. in Denver wohnt, schreibt, .das, er Jahre lang an Verstopfung litt, wa, ihm krankhaftes. nervöseZ und billiöse opfweh verursachte, und seine Gesundheit würd VöU,g wiederhergestellt durch Dr. Mile' Rrr, re.. unp Leber-Pillen. Ich empfehle Dr. Mile' Mittel herzlich. Bo einm ttetiam 9rrint rinrm Tr. MileS' Mittel werden durch alle Apotheker verkauft unter einer positiven Garantie; die erste y lasche nützt oder da Geld wird zurückerstattet. Buch über die Krankheiten Iti Herzen und der Nerven frei. Adresse: jjcS?'. . 7 5 r ä3ä Ä. ZomAld festere F Hrtsy UJy Dr. RileeMedieal H .. Elkhart. Ind. Schassung der Matnzer Noienoraulstiftung hinterließ. Von den Zinsen sollten am 1. Mai jeden Jahres 500 Gulden der durch edle Sitten und Tugend am meisten ausgezeichneten Jungfrau überwiesen werden. Ferner bestimmte die Freifrau, daß 100 Gulden für ein Festmahl verwendet det werden sollten, das unter derTheilnähme der Behörden stattzufinden habe, den Ehrensitz habe die Rosen braut. In Pietät hat die Mainzer Stadtverwaltung bis auf den heutigen Tag die letztwillige Verfügung der Freifrau respektirt. Der im voriaen 5labre verstorblne Ebrenrltter des ?lokanniterordens Rittergutsbesitzer v. Seebach hatte dem Orden ein Legat von 200,000 M. vermacht. Wie im letzten Kapitel beschlossen wurde, soll das Legat zur Errichtung einer Heilanstalt z: !, n)i!.int?(..ti jm cuuycuuuiuc im yuyitimiyyciu Erfurt Verwendung finden. 2)U Bevölkerung hnn Palastina hegt ernstliche Besorgnisse in Betreff der tzrnteaussichten dieses Jahres, da vom ordantbal berauk die Heuschrecken in ungezählten Schaa- . ! . I . r:w . . n - m uiuuucu. cic ino eis! vklnaye t nen Zoll aroß und können nock nickt fliegen. Männer aus allen Dörfern sinv an den stabyang des Gebirges beordert, wo sie die Thiere auf Saufen zusammentreiben und mit Vetroleum verbrennen. Obgleich die Fellachen diese Arbeit umsonst verrichten müssen, sind sie nichts weniger als aufrührerisch geaen hie Regierung. Willig fügen sie mts i M.r. erCi..v: ' ' ttiiii ii viit UlwV'yiCiC UNO verlieren selbst nicht den guten Humor dabei. Noch größere Mengen von ganz kleinen Heuschrecken sollen s:ck ienseits des Jordans finden, denen aber vorerst noch, biS die Flüael aewackfen irnd. der Fluß Halt gebietet. Auch bei Hebron Md diese ungebetenen Gäste aufgeheten, und bei der Eisenbahnstation Betir, wo sie vor einigen Tagen in dichten Massen die Schienen besetzten, vaven jie eine viertelstündige Verspätung des Zuges verursacht. Eö täuscbt ein. Diese, iü eine der Eiaentbümlicbkeiten von HoodS Sarsaparilla. Kuriren Seroffeln, Salzfluß, Geschwüre, Magen- und Nierenleiden und Nervosität. $oobt Pillen kuriren Leberleiden. Leicht zu nehmen und zuverlässig. 25. Der ew 1ork tose II lMdlirl 1853.) :.,!. Buitmck Muster I Donnerstag ist ...S9c Tag.... in diesem Laden und in allen Departements werden neue saisongemäße Waaren, werth 29c 50c und darüber zu 29c offerirt. Versäumen Sie nicht zu kommen, Sie sparen "Selb. Der ganze Laden . nimmt Theil in diesem Verraus. tstit II H l?

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