Indiana Tribüne, Volume 22, Number 235, Indianapolis, Marion County, 14 May 1899 — Page 10
Schlaflosigkeit. ..Ich habt (Sa9trtt9 wegen Echlaslo, slßkeit gebraucht., un der ich länger ali zwauzg Iah tc fitltittn hab, ad ich kann sagen, datz EaZcaretl ir mehr Erleichterung gebracht habe, att irgend et andre Mittel, da ,ch je versuchte. Ich werde sie sicher meinen Freunden empfehlen, da sie alles da sind, alt Wal sie empfohlen werden.Tho. Gillard. Clgin, Jll.
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Ein romantisches Abenteuer. (Aus dem Spanischen, von Karl Nebehav) Als sich diese Geschichte ereignete, war ich ein Mädchen von 37 Jahren, das, romantisch, voll lebhafter Phantaste und Einbildung, keine andere Erfahrung besaß, als die, welche ich aus einem halben Dutzend gelesener Romane geschöpft hatte, die ich mir aus der Bibliothek meines Vaters unbemerkt zu verschaffen gewußt. Zu jener
Zeit bewohnten wir ein hübsches LandHaus, ferne der Stadt gelegen. Unsere nächsten Nachbarn waren die Familie des Grafen Teas, dessen Schloß von uns 11 Kilometer entfernt war. Die Tejas wollten das Fest der heiligen drei Könige mit Musik und Tanz feiern; auch ich hatte eine Einladung zu dem Fest erhalten. Ich war wie närrisch vor Freude. Handelte es sich doch um nichts weniger, als um meinen ersten Ball! Als ich die für den 1. Januar lautende, auf zierlichem Papier gedruckte, mit der Grafenkrone geschmückte Einladung in Händen hielt, fühlte ich wohl die größte Freude meines Lebens. Es fehlten nur mehr zwei Tage bis zu dem Fest. Mein Kleid war bereits fertig; es war ern kleines Wunderwerk aus weißem Tüll, mit Blumen geschmückt, und ich konnte mich im Spiegel nicht satt sehen. Da plötzlich, am nächsten Morgen hatte mein Papa, erne Halsentzündung, meine Mama eine leichte Influenza! Bis morgen konnte weder der Eme noch die Andere hergestellt sein. MeineVerzweiflung hatte keine Grenzen. Ade Freude, Hoffnung, Illusionen! Die Vorsehung der jungen Mädchen kam mir auch diesmal in Gestalt eines lieben Onkels und einer noch lieberen Tante zu Hilfe. Dieselben wohnten in der Richtung jenseits des gräflichen Schlosses und übernahmen die Verpflichtung, mich am Portal des Schlosses zu erwarten, mich einzuführen und wieder dann bis zum Wagen zu bringen. umer oem wquV von unici uno Tante ließ sich also die Sache veran stalten. Der einzige wunde Punkt war die einsame Fahrt in der dunklen Nacht nach dem weit entfernten Schloß, aber was war das Alles gegen eine sehnsüchtige Hoffnung, den Ball mitmachen zu dürfen! Ich hatte endlich meinen lic ben Eltern die Erlaubniß abgebettelt und abgeschmeichelt. Wilhelm, unser alter Kutscher, der mich als Kind kannte, wird mich tn unserer Arche Noah fahren. WaS hatte ich anter dem Schutz dieses alten, treuen Dieners zu furchten, der mich wie em Kind lieb hatte und mehr fast als meine eigenen Eltern hütete? Freilich konnte ich nicht leugnen, daß er fast taub war, allein dies schien mir kein Hinderniß zu sein, daß er mich fuhr. Endlich war meine lange gehegte Hoffnung erfüllt, ich hätte nur noch gewünscht, daß dieser Ball eine Woche lang gedauert hätte, doch so wie Alles endet, nahm auch diese Unterhaltung ihr Ende. Onkel und Tante verabschiedeten sich von mir beim Portal des Schlosses, setzten mich, eingewickelt wie ein Baby, in unsere alte Kalesche und empfahlen mich dringend der Obhut unseres alten Kutschers. Ich war überglücklich, doch, schrecklich müde. Bald verschwamm die Gestalt WilHelms in einem Nebel, ich wurde von süßen Träumen umfangen und schlief fest ein. Wie lange ich geschlafen hatte, weiß ich nicht mehr. Als ich erwachte, schien der Mond hell, und rn seinem Lichte konnte ich die Gestalt eines Mannes erkennen, der mir gegenüber sag und dessen Blicke mich durchbohrten. Der Schreck fuhr mir in die Glieder, schnürte mir die Kehle zusammen und hinderte mich, um Hilfe zu rufen. Mit einer raschen Bewegung suchte ich die Wagenthür zu öffnen, aber ein fester Arm hinderte mich daran, und eine gedämpfte Stimme sprach: Wenn Du schreist oder Dich rührst, bist Du verloren." Zu gleicher Zeit sah ich vor meinen Augen einen Revolver blinken. Was nun thun? Der Kutscher saß ahnungslos auf dem Bocke und fuhr gemüthlich seinen Weg weiter. So befand ich mich denn ohne Hilfe, ohne Vertheidigung. Ich drückte mich verzweifelt in die äußerste Ecke des Wagens, bedeckte mit beiden Händen mein Gestcht und fing bitterlich zu weinen an. Die Hufschläge der Pferde ertönten scharf aus dem ge frorenen Weg; mein Herz zitterte, mein Gehirn brannte, als plötzlich eine sanfte Stimme flüsterte: Arme Kleine, wie babe ich Dich geängstigt! Ich erhob rasch meinen Kops und betrachtete erschreckt mein Gegenüber. Der Mond beleuchtete voll sein Antlitz, und ich aewahrte emen schonen elegan ten Mann, wie ich ihn im Leben nie erschaut hatte. Er war jung, höchstens 25 Jahre alt, schwarz, mit einem Paar schwarzglänzender Augen, die mich mit einer Mischung von Traurigkeit und Bewunderung anblickten. Durch seine i w ! elegame icioung uno me icyon gepflegten Hände machte er m semer Er, scheinuna den Eindruck eines KavalierS. Der Revolver war verschwunden. .Haben Sie sich stark geängstiat?' frua er mit angenehmer Stimme. Weiteres Schweiaen meinerseits. wäbrend meine and mein bescheidenes Verlencollier ix verdecken suchte. r m . s. , m n o . f . yaoen reme ngii, raulein. und verbergen Sie nicht ,yr Collier," svrack er. .ick bin kein Räuber!" Nun. waS sind Sie denn?" stieß ich nMifo hrrhar !n?nn < f 8 waaen. tlV.l .w, w " . in meinen Wagen zu dringen, mich zu bedrohen und zu insultiren?" - .Warum ich dies that? Weil ich meine Freiheit suche. Ich bm em Mensch, welchen emige klenoe versol nen. Diese Nackt bin ick aus dem Jr renhause entflohen. Erschrecken Sie .nicht, ffräulem. ick bin nicht verrückt.,
ich versichere es Ihnen bestimmt! Betrachten Sie mich einmal ruhig und sagen Sie, ob ich wie ein Narr aussehe oder den Eindruck eines solchen auf Sie mache. Ich bin nicht verrückt," fuhr er fort, sondern einzig das Opfer einer infamen Verschwörung. Meine Verwandten haben beschlossen, mich, den Erben eines immensen Vermögens, für einen Narren zu erklären, um sich in den Besitz meines Vermögens zu setzen. Auf diese Weise kam ich in's Irrenhaus, und jene streiften mein Hab und Gut ein. Eingesperrt in eine furchtbare Zelle, jeder Verbindung mit meinen Freunden beraubt, blieb mir nur eine schwacheHoffnung: die Flucht! Verschiedene Male habe ich sie versucht, doch immer ohne Erfolg. Heute ist sie mir endlich gelungen, und von Ihnen hängt es jetzt allein ab, ob ich mich meiner Freiheit und meines Lebens weiter erfreuen darf, oder ob sich die Pforten meines schrecklichen Gesängnisses hinter mir für immer schließen sollen!" Es war für meinGegenüber entschieden ein günstiger Umstand, daß unter den Romanen, die ich gelesen hatte, eine ähnliche Geschichte sich abspielte, die mich bis in's Innerste erschaudern
machte. Jetzt kam sie mir neuerdings klar in's Gedächtniß. Also ich sollte die Retterin eines unschuldigen Opfers spielen! Von mir allein hing seine Freiheit, sein Leben ab! Ich zweifelte kemen Augenollck an der Wahrheit selner Erzählung, nur ließ ich mich von meinem tiefen Mitleid und von der wachgerufenen Phantasie nicht ganz allein führen, sondern nahm auch meinen Verstand zu Hilfe. Ich nahm au' meine Ruhe und Beherrschung zusammen und antwortete ihm: Bevor ich Ihnen irgend ein Versprechen gebe, verlange ich von Ihnen einen Beweis, daß das, was Sie sagen, auch wahr sei!" Er blickte mich einige Augenblicke befremdet an, beruhigte sich aber sofort, griff in seine Börse und entnahm derselben einen herrlichen Ring mit einem großen Stein, in den ein Wappen und eine Inschrift eingravirt waren. Den Ring gab er mir in dieHand und sagte: ,Jch besitze nichts anderes. , Diese Schurken haben mir bis auf dieses Kleinod, welches ich sorgfältig verbarg. alles genommen. Der Rmg tragt das Wappen meines Hauses." Ich betrachtete den Reifen aufmerksam; die Inschrift konnte ich zwar nicht lesen, allein das Wappen, welches einen Adler mit ausgebreiteten Flügeln dar stellte, erregte ln mir den Eindruck, als ob ich es schon im Leben einmal gesehen hätte. Ich weiß nicht, ob mich dieser herrliche Ring schließlich beeinflußte, der Erzählung dieses Mannes vollen Glauben zu schenken, oder ob mich sein Wesen schon früher überzeugt hatte, kurz, ich sagte ihm: Ich glaube Ihnen daö Gesagte und werde Ihnen nach Möglichkeit beistehen." Da warf er sich vor mir auf dieKnie, nahm meine Hände in die seinigen, bedeckte sie mit Küssen, und rief: Meine Wohlthäterin, meine Retterin, wie soll ich es Ihnen je danken! Dieses Benehmen schmeichelte mir. es machte mich verwirrt und ich sagte: Erheben Sie sich und berathen wir, was zu thun sei." ,Jch entfloh um Mitternacht und wartete auf Ihren Wagen. Die Lichter der Wagen, die beim Schlosse standen, erregten meine Aufmerksamkeit, und als ich hinging, erfuhr ich. daß ein jun ges Fräulein allein in ihrem Wagen nach X. heimkehre. Rasch war mein Plan gefaßt und glücklich ausgeführt." ,Aber was werden .Sie jetzt begin nen?" fragte ich ihn. Ich kann Sie in r . w : ' j i 2 unserem Hause mcyr veroergen; memr Eltern sind krank und die Diener würden Sie sehen!" .Ich kenne sehr genau den Weg. er widerte er; bevor wir zu Ihrem Hause kommen, passiren wir die Eisenbahnstation B. . . . Ich werde dort absteigen und den Morgenzug benützen, der nach .... fährt. Dort habe ich Freunde und bin in Sicherheit. Doch bevor ich von Ihnen scheide, habe ich noch eine letzte Bitte. Versprechen Sie mir unter Ehrenwort, in den nächsten 14 Tagen über da? Vorgefallene gegen Niemanden zu sprechen. Der Grund dieser Bitte ist wohl sehr einleuchtend. Würden meine Verfolger meine Spur entdecken, so wäre ich neuerdings verlo ren, da man Mir Alles nehmen wurde und eine neue Flucht gewiß zu verhindern wüßte. Kann ich also auf Ihre Verschwiegenheit rechnen?" Kerne Seele wird von mir em Wort erfahren!" sagte ich lebhaft erregt. Edles und aroßmüthlgeö Wesen. mit welcher Gut? behandeln Sik mich! Welch große Seele! Wie kann ich Jhnen in meinem Leben das bezahlen? Ab?: ich werde eö bis zu meinem letzten Augenblick nicht vergessen!". ' r. r l Diese GemuthSauöbruche beweaten mich mächtig, und ich hatte ein Gefühl großer Freude in dem lebhaften Empfinden, Gutes gethan zu haben. . Ich schwöre Ihnen," fuhr er fort, daß, sobald meine Angelegenheiten geordnet, ich zu Ihnen eile, um Ihnen ,9 m . m j. f meme tlesempsunoene , vanloarren kundzugeben." O!" es ich. kommen Sie bald. besuchen Sie uns, meine Eltern werden sich gewiß freuen. Sie kennen zu lernen and Ich verspreche Ihnen, Sie niemals zu vergessen!" Er schwieg einen Augenblick, wahrend in meinem Innern ein Vulkan arbeitete.. Seine Blicke sagten mir deut lich. was er für mich empfand, und meine Augen, meme fieberbaste Ausre gung, verriethen ihm, was mein Herz bewegte Plödlich näherte er sich mir und sagte mit zitternder, aufgeregter Stim ne: Nie werde ich Ihre Güte vergefen. Sie haben auf mich einen so tieen Eindruck gemacht, daß mich Ihr zauberhaftes Wesen., gefangen hält. Wenn ich als Herr meiner Titel' und
meines Vermögens wiederkehre, darf' . , . r .- f. z , 7W 'r
ick da leise 5)offnuna beaen. dak Sie. mein Herz und meine Hand annehmen? cy eye woylln, oan icy IN olkser Spanne Zeit nicht Ihre Liebe erwerben kann, doch nehmen Sie mir nicht die Hoffnung, sie erringen zu dürfen." Ich konnte nicht antworten, mein Herz schlug zum Zerspringen, ich fühlte die brennende Rothe auf meinen Mangen. Er ergriff meine Hand und dränatk' Nur ein t'im'lCltl Sfioti' 5?as i orailgic. Jtui cm cinso -ajötx. cu fl . Y. - . ,4. 1 I . . I. i gen Sie mir, bin ich Ihnen nicht gleich giltig?" Möge sich der Leser erinnern, daß ich siebzehn Jahre zählte und die Romane mir den Kopf verdreht hatten. Ich sprach das Wort nicht aus, aber ich lehnte mein Haupt an seine Schultern und fing an, krampfhaft zu schluchzen. Da umarmte er mich stürmisch, küßte mich mit toller Freude und gab mir einen Kosenamen um den andern. Nachher saßen wir beisammen, wie ein paar Verklärte, von Glückseligkeit berauscht, bis plötzlich die rothen Lichter der Station winkten. Herzensliebste, nun muß ich Dich verlassen," sprach er; kannst Du mir nicht ein kleines Andenken geben, welches mir diese bittere Trennung erleichtert?" Ich wollte erst meinem Collier eine Perle entnehmen, doch das konnte auffallen, und so gab ich ihm eine kleine Nadel mit einem Brillanten. Ich gab sie ihm mit zitternden Händen. Er küßte sie leidenschaftlich und verwahrte sie bestens. Darauf zog er den bewußten Ring aus der Tasche, ergriff meine linke Hand, steckte mir den Ring an und sagte: Das ist Alles, Liebchen, was ich Dir augenblicklich zu geben vermag; verwahre ihn gut und zeige ihn Niemandem!" Wir kamen zur Station, er nahm ein kleines Päckchen zu sich, umarmte und küßte mich und rief im Ausspringe.n: Lebe wohl, Geliebteste, vergiß mich nicht, ich komme bald wieder!" Ich blieb wie träumend zurück und dachte wirklich jetzt erst nach, ob es ein Traum oder Wirklichkeit gewesen. Als der Wagen über das Pflaster unseres Hofes rollte, kam ich wieder zu mir. Ich versteckte das theure Andenken und bewahrte selbstverständlich über das Vorgefallene tiefstes Stillschweigen. Einige Tage schwelgte ich im hochsten Glück. Meine junge Liebe wuchs leidenschaftlich, und Nachts zog ich den Ring hervor, dessen Anblick mich stets in eine selige Stimmung versetzte. Am drittenTage blickte ich mit einem ängstlichen Gefühl in die Zeitung, denn ich fürchtete, daß außer der Beschreibung des Balleö auch eine Nachricht über einen entflohenen Narren zu lesen sein könnte. Das Erste, was mir in die Augen fiel, war die nachstehende, mit fetten Lettern auf der Hauptseite des Blattes gedruckte Meldung: Frecher Raub im Schloß des Grafen von Tejas! Er hat sich in der Vallnacht ereignet. Während sich die Gräsin mit ihren Gästen befaßte, drang der kühne Räuber in ihre Gemächer und stahl ihren sämmtlichen Schmuck, dessen Werth eir. bedeutendes Vermögen repräsentirt. Noch hat man keine Ahnung, wer der Thäter ist. allein die Polizei ist auf de, Suche und glaubt, daß der Dieb den Zug nach .... erreicht hat, obgleich es unfaßbar ist, diesen weiten Weg in der kurzen Zeit zurückzulegen." Nun solgte die genaue Schilderuno der geraubten Juwelen und u. A. du Beschreibung eines prächtigen Ringes aus Gold mit demWahlspruch und dem Wappen des gräflich Tejas'schen Hauses. Ich. flog in mein Zimmer, schloß mich ein, nahm den Ring und die Einladung zum Ball, verglich und sah aus den ersten Blick, daß es stimmte; ich hatte einem Räuber in den Armen gelegen, es war ein furchtbares Erwachen iu meinem ersten Liebestraum! - Ein ein st weltbekann tes Bad, Mariabrunn bei Dachau in Oberbayern, kommt demnächst unter den Hammer. In den siebziger Iahren pilgerten vertrauensselig Tausende aus aller Herren Ländern zu der Doctorbäuerin" Amalie Hohenester nach Mariabrunn, um dort Heilung von ihren Leiden zu suchen. Nach dem Tode der Doctorbäuerin verschwand der Weltruf ebenso schnell, wie er entstanden war. das Bad kam immer meh? herunter, und jetzt wird der Notar in Dachau das ganze Anwesen sammt Brauerei. Wirthschaft u. s. w. versteigern. Besitzer des Bades war zuletzt Gras Heinrick von Rambaldi. r n v 1 1 g c 3 Jöerjnü g e n. Tochter: Vater, lcy moazleGe zu einem Maskenkostüm, ich will zi Schwalbe gehen!" Vater: ?cu. c. is e teireö Kostüm; ich werd Ä)'r lagen e billigeres. Steck' Dir Watte in de Ohren und geh' als Taube." Arme Thiere. A.: Wie kommt denn das? Sie annonciren ja schon wieder nach einem verlorenen ge gangenen Hund! Das ist ja schon der dritte in einem Monat!" B.: .Ja. wissen Sie. seit meine Tochter Gesangunterricht nimmt, kann ich keinen Hund mehr bei mir zu Hause halten!" Abgeholfen. Pfarrer (zu einem betrunkenen Dorfbewohner, der eben aus dem Wirthshaus taumelt): Mein Sohn, es schmerzt mich. Dich da herauskommen zu seheif." Betrunkener (in's Wirthshaus zurückkehrend): .Na. den Schmers sollen S' net lang aussteh'n. Herr Pfarrer, i geh' glei' wieder ner!" 'Der Varvenü. Baron: Ihren Stolz auf diese Ahnengallerie beareife ich nicht!. . . Bei mir ist das eine andere Sache!" Parvenü: Oho. Herr Baron! Was ist verdienstvoller: wenn ich mir waö erwerb'. oder wenn ich'S erb'?. . . Gewiß daS Erstere! Sie haben Ihre Ahnen geerbt Ich hab' , se mer sauer verdtenU
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Eisenbahn -Tabelle nkunft und Abgang der verschikdenen'Eistn bahnzüg tm Union Depot, Indianapolis. . vsndalia.
Mgang Postzug 7C5 Ad Erpreß 1l 35 Nm Expreß 12 37, Nm Accomodation 7 2? Nm Expreß 4 00Nm ßrvreß 8l0n Ankunft Expreß 3 2 P, , Expreß 4 4S Nw Accomodattsn 10 00 Cm Expreß 2 25Nm Schnellzug 7 9S Vn, Vccomadetton Schnellpostzug 8 20 Nm Tleveland, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Cleveland Diviston. Abgang Expreß. - 4 1 Pn. VN? 35Vm !preß 10 35 35m Limited Expreß 11 15 Vm Expreß 6 25 9?m Ankunft Expreß 4 10 Skr Expreß 11 30 m Lwited Expreß S4S Ab Expreß 310 Nm Ereß lOSONm et Louis Division. Abgang Expreß 7 30 35m nmueo xpreß ii4SVm Expreß 1120Nm Ervrek. tSalick 3 ßn i?m Ankunft Expreß täglich. 4 05Vm xpreft 10 30Tm Limited Expreß SSONm Erpreß S10 m Thicago und Eincinnati Diviston östlich Abgang Schnellzug 3 45 51 Accomodation tSgl 7 0 Vm CY V x . .ccüinooaxxon iuöu rn Postzug 2 46NM Accomsd. (nur Sonntags). Accomodatlon 6 30 Ihn Ankunft-RusHville Accomodation. Postzug 11 40 Jnd'plS Ace. (nur Sonnt.). Accomodation 11 15 Vm Accomodation 40 Ab Schnellzug 1105 97m Chicago und Eincinnati Diviston westlich Abgang Accomodation ... 710 Vm ScbnellPoft 11 45 Vm Lafayette Accomadation 5 16 Nm Schnellzug 12 30 53m Ankunft Schnellzug 3 30 Vm afayetre Accsmooansn ... 10 3 Vm Schnellpost 2 35Nm Accomodation 5 45 Nm Peoria Division veftttch. Abgang Expreß 7 25 Vm Expreß II 45 Nm Danville Accoutodation. . . . 4 35 Nm Expreß 11 15 Vm nkunft Expreß 3 30VM Danville Accomodation.... 10 30 Vm Expreß 2 42 Nm Expreß 6 1 Nm Peoria Division östlich. b gang Expreß 6 20 Vm Accomodation '. Expreß 8 25 Nm nkunft Expreß 1135 Accomodation Expreß..... 900 Lake lZrie vlxA Western. üb gang Expreß 7 00 Vm Expreß 1 20 Nm Expreß 7 00 Nm Schnell'Erpreß Ankunft Schnell Expreß xpre i iu Exprei 2 40NM Expreß... 00 Km PitUlurg, Cincinnati, Chicago und Ot. Louik. Indianapolis Divifion. Abgang Erpreß 5 03 3tm . v -.1 c .. 2 nr -. t -1 iy stA cn. tfiumirnö cconujcanön.. . i w ui Expreß 3 25 Vm Schnellpostzug No. 14 8 25 3U expreß 7 10 Vm Ankunft ogneuzug Expreß ; Accomodation... Expreß Expreß Chicago Division Abgang Expreß , Expreß 12 05 Km nkunft Expreß 3 45 Nm Expreß s 2Z Vm Louisville Division. Abgang Expreß : ... 3 30 Vm 8 16 Vm 3 30 Nm 4(0 Nm 10 20 Vin 1130 58m 5 4Nm 12 25 Loulsvllle Accomovatton.. . Schnellzug Accomodation Ankunft Accomodation Schnellzug Accomodation. , Spezial täglich Cincinnati, HamiUo und Daytonz Abgang Mail 8 05 25m Abgang Expreß 3 45Vm fri : i! vr . 4: . n . 00 viincxnnuii yiccomwiiuvn . . iu i vui : Expreß 7 00 Ab Expreß 4 45 Nm Expreß 2 45Nm Aakunft Accomodation 11 45 Vm Expreß a H5rn Expreß 750Nm Lxpreß 10 35 Sa Hpreß 6 50VM Ankunft-Wail 6 50Wm Indianapolis und BineenneS. Abgang Expreß 8 15 Vm Vincennes Accomodatio . . 4 20 Nm Ankunft Bincenn5sAccomodat.nlO 40 Vm Expreß ibuvivx Cincinnati, Wabash und Michigan. Abgang Expreß 6 35 33m xprey 11 10 m Erpreß 4bONm Ankunft Expreß 8 25Vm xpreß 3 10 im ' Expreß 8 45Nm Indianapolis, Deeatur nnd Western Abgang Expreß 815 Vu. Accomodation 3 45 Nm Schnell Erpreß...... 11 10 Nn. Onkunft Schnell.Expreß 3 35 83m uecomodation m Expreß 4 40Vm Chicago, Indianapolis und LoniSdille. Nonon Nonte. Abgang Expreß ...12 55 V Flver SSSNm Qail 7 00 83m Expreß (via I D 5 W) 11 50 m Lnkunft Expreß SSOLv Nail. 7 55N. expreß (via I D W) 240Nm RonvnFlYn 4S7NM
