Indiana Tribüne, Volume 22, Number 235, Indianapolis, Marion County, 14 May 1899 — Page 1

0 rlC sVs rlO Ä Si fVO -fr ks i W V W "sX F. 4 feKS t , ä w 8:l.t & V Office : No. 18 Sud Alabama Strahe. Telephon 1171. Jahrgang 22. Indianapolis. Jndiona, Sonntag, öen Mai 1899. No. 235

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Da Eisenbahnunglück. Philadelphia, 13. Mai. Drei

Wagen de bei Steter verunglückten Zuge kamen hier mit Verwundeten an Zwei Verletzte sind unterweg geftor ben. Die Zahl der Todten betragt in Folge dessen 28. ' , ,, Au de? HartkohlenRegion. Readina, 13 Mai. Die neuliche Meldung au Hazleton, welche besagt, daß die Kohlengräber vom 19. Mai an nicht mehr mit Nicht. UnionMitgliedern zusammen arbeiten wollen, betrifft keine lokale Angelegenheit. Vielmehr geht dieselbe - Bewegung durch da ganze Gebiet der HartkohlenRegion. Bekanntlich ist dieselbe überfüllt mit Arbeitern, aber nun ist eine beträchtliche Aenderung eingetreten. 3a Folge deS Aufschwung in der Weichkohlen. Region, wo sämmtliche Arbeiter beschäftigt find und noch nicht einmal ausreichen, sowie in sonstigen Industrie, entleert sich die Hartkoh-len-Region. Täglich gehen Trupp von Arbeitern nach dem Westen ab. 3n der oberen Region, am SukqueHanna, bekommen die Ortschaften ein ganz adere Ausehen. Ersatz sür die Abzieheoden trifft nicht ein. Viele Minevdörser stehen halb oder ganz leer. Die Hartkohlen - Industrie hat keinen Ausschwung genommen,' denn der Prei der Kohle ist zu hoch und wo immer möglich, wird sie durch Weichkohle ersetzt. Aber in Folge der Abnähme de? Arbeiterzahl werden die Suspensionen de Betriebe wenige? zahlreich, die Arbeiter find meh? in Anspruch genommen und daher auch aktionsfähige?. Deshalb haben sie eine Beweguug inscenirt, die zunächst dazu bestimmt ist, ihre Organisatio zu stärken. Diese Bewegung umsaßt, oweit sich ersehen läßt, da ganze Schuylkill- und Lehigh-Gebiet mit 43,000 Arbeitern. Sin großer Konflikt bereitet sich vor. Ein russischer Einwanderer verhungert. Mount Veenon, N. S, 13. Mai. Ich bin ein Russe und tras vor 14 Tagen per Dampser in New Jork ein. Ich habe mich seither nach Arbeit umgesehen und meinen letzten Cent ausgegeben. Seit einer Woche habe ich nicht gegessen. Laßt mich sterbe. Zuliu WaSkiesenSki." Also lauten die Worte eine Sterbenden, der inmitten einer herrlichen, mit prächtigen Villen besetzten Gegend vor Hunger umkam. Dienstag Nachmittag stießen George McElkove und Stanley E. Demorest in einem Gebüsöe, welche sich läng de Rye Lake hinzieht, etwa zwei Meilen von dem eleganten Viertel Rye' am Sund entfernt, aus einen Mann, der mit dem Gesichte am Boden lag. Vorsichtig näherten sie sich dem Daliegenden, drehten ihn um und gewahrten zu ihrem Entsetzen, daß der Fremde bi zum Skelett abgemagert war. Nicht al Haut und Knochen. Der Mann war so schwach, daß er Anfang weder ein Wort hervorbringen, noch sich bewegen konnte, Seine Augen lagen tief in den Höhlen. AI er zu sprechen begann stieß er einige unzusammenhängende Laute hervor. Nachdem man den Unglücklichen nach dem See-Ufer geschasst hatte, kam Dr. Curti zur Stelle, welcher ihn in ein Boot legte und nach dem Keeler'schen Clubhause bringen ließ. Flüssige Nahrung und etwa Milch brachte seine Lebenögeister wieder zu sich. Nachdem er sich im Clubhau einigermaßen erholt hatte, schrieb er seinen Namen und die Eingang mitgetheil ten Worte nieder. Dem Arzte, der ihn pflegte, sagte er in leisem Tone: Ich wollte in New Bork Arbeit suchen. Tag und Nacht befand ich mich auf den Beinen und kam schließlich nach Rye. Niemand hatte Beschäftigung für mied. Mehrere Tage lebte ich von Kräutern. Endlich legte ich mich hin, um zu sterben." De? Mann wa? ohne die geringsten Geldmittel. Die Umgebung der Stelle, aus welche? e? gesunden wurde, zeigte, daß er Wurzeln genagt hatte, um sei ne Hunger zu stillen. Coroner virch, der eine Autopsie an der Leiche dr-

Inahm, konstatirte, daß der Mavn ! Hunger gestorben sei. WaSkiesenSki 'hatte da Aussehen eine großen mu.

kulösen Manne, trug schwarzen Van Dyke Bart und war gut gekleidet. HU Aguinaldo verjagt die Auländer. Manila, 13. Mai. Aginaldo hat einen Befehl erlassen, wonach alle Ausländer innerhalb 48 Stunden da von den Insurgenten besetzte Gebiet verlassen müssen. E befinden sich in der Gegend bloß einige englische und deutsche Kaufleute. Aguinaldo glaubt, daß er dadurch, daß er diesen Auländern die Rechte von Non-Combattanten verweigert, ihre Regierung zwingen kann, die Insurgentenregierung anzuerkennen und in Unterhandlung mit ihr wegen de? Sicherheit ihrer (der fremden Regierungen) Angehörigen zu treten. Der glatte Ning. Humoreske von Gustav Krauß. Das junge Mädchen war kaum von dem Coupeeenster wegzubringen. Mit großen Augen sah es hinaus in die vräcbtiae Aeralandickait. durck die der Zug bwusenv und rasselnd dahinschoß. , "- i . w r f. ijit grüne sieiermari war oocy nocy viel Schoner, als V!izzi sie sich vorgestellt hatte. . .Mizzi!" . Ja, Ontel schau nur die Burgruine da drüben aus dem Berg. Wie wunderschön! Da haben wohl Raubritter küssen?" Du Mizzi, ich hab' jetzt zu reden mit Di'l" Ist das die Mur, Onkel? Das gischende. grüne Wasser da drüben.Nun griff der alte Herr mit ärgerlicher Miene nach dem Gürtel des Fräuleins und zog es auf den Sitz nieder. Was Mur! In einer knappen Stunde kommen wir an, und vorher hab' ich ernstbaft zu reden mit Dir! Also stell? die Naturschwärmerei einen Auaenb'.ick bei Seite und hör' zu.Di großen blauen Augen in dem frischen Ivtädchengesicht sahen jetzt satt vanglicy aus ven weigyaarigcn Mann. Was hatte der sonst so lustige Onkel nur? Er machte ja ein-ganz grimmiges Gesicht. Bist . . . bist Du böse, Onkel?Asd was böse, keine Spur. Wenn man mit Euch Weibern ernsthaft reden will, babt ?lkr immer aleick Anast . . . Ich habe Dich gern mitgenommen ins Bad, sehr gern. Aber was nur nicht taugt, das ist, die (saroeoame zu spielen. Das ist mir zu strapaziös. ' Und darum stectst Du diesen vtina an." Auf das Aeufzerste verblüfft sah Fräulein Mizzi auf den kleinen glatten Goldreis, den der Onkel ihr darreichte. Dabei sah sie an dem vierten Finger seiner rechten Hand einen gaz ahnuchen Ring leuchten Verwirrt stot terte sie: Aber Onkel. das das sind ja Eheringe?Na natürlich! antwortete der Alte. Wenn ick Dick als meine Nickte führe, muß ich üderall Hinter-Dir herlaufen. Und das ist mir zu anstren gend, wie ich eben gesagt habe. Also giltst Du einfach sür meine Frau." Deine Frau. Onkel! Das ist zu drollig! Ich Deine Frau!!- Mizzi brach in ein Helles Lachen aus. Die grauen Augen des alten Herrn blitzten schalkhast unter- den buschigen weißen Brauen hervor. Mir scheint gac.Du lachst mich aus, Du Kröte? Glaubst wohl, ich bin zu alt, um den Herrn Gemahl von so einem jungen Ding markiren zu können? Da möcht ich doch bitten! Wenn ich nur will, hab' ich in vier Monaten eine wirkliche Frau, die noch um ein, zwei Jahre jünger ist als Du und ein ga.. zes Theil hübscher Das Mädchen fiel ihm um den Hals. Aber gewiß, Onkel! Du bist doch ein so prächtiger alter Herr. Wenn Du nicht schon mein Onkel wärst, würde ich Dich selber heiratn. Alle meine Freundinnen sagen ja. daß mir Weiß am besten steht. Her mit dem Ringels Das soll ein Spaß werden Sie schob den Reif aus den rosigen Finger, Der Ring saß wie angegossen. In dem kleinen Badeorte gab es iln mächtiges Aussehen, als das ungleiche Paar aufzog. Er war ja ein schöner Mann von strammer Haltung, dem man den ehemaligen Officier ansah, aber gewiß schon über die Sechzig. Und sie so jung, keine Zwanzig. Und so märchenhast hübsch. Das konnte doch kein Ehepaar sein? Als die neue Kurliste herauskam. stürzte man sich ordentlich darauf. Richtig da stand's: Hauptmann a. D, Faber und Frau aus Wien, Unglaublich! Die arme junge Frau!- fügten die Oerren blnzu.

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arrangirt von Unabhängigen Turn - Verein, abgehalten am Sonntag, den 21 Mai 1899, im jCLi2?imiieXI:iiÄnim & HPsairfls:. Eintritt . . . 23 Cents. Man nehm? die Nord Indianapolis Straßenbahn.

i:zzi ul,iit sich fäx wohl in ihrer Rolle, sobald sie erst die anfängliche Befangenheit überwunden hatte. Sie war der Mittelpunkt der Badegesellschaft; wo immer sie sich zeigte, hatte sie sofort ein Cortege von dienstbeflissenen, sich in Aufmerksamkeiten erschöpfenden jungen Herren um sich. Dazu genoß sie eine Freiheit wie noch nie zuvor. eine geradezu köstliche Freiheit. Denn ihr Onkel, ja so ihr Mann, hatte sich eine Gesellschaft von ein paar alten Herren zusammengestellt, mit denen er jeden Nachmittag fünf Stunden lang dem edlen Tarok huldigte. Sie war indessen auf der Promenade oder machte Landpartien mit. die der Maitte dePlaisir- desKreises veranstaltete. Bei den Neunions spielte der Onkel wieder Tarok, und sie tanzte, tanzte ohne Aufhören, zum großen Aerger der Mauerblümchen und ihrer Mütter. Jeden Abend hatte sie ihrem Pseudogemahl etwas Neues zu berichten. Du. Onkel Herr Dornbusch, weißt Du. der Lange, will uns durchaus in Wien besuchen.Das hat nichts zu bedeuten. Kind. Solche gesellschaftlichen Beziehungen werden in den Badeorten immer derabredet. Wenn man abgereist ist, denkt man nicht mehr daran.Du Onkel Herr Rosenberg. der mit dem schwarzen Spitzbart, der behauptet, ich hätte ihn zu einem großar. tigen neuen Roman begeistert. Er hat mich um die Erlaubniß , gebeten, mir das Buch zu widmen. Dazu hat er so melancholische Augen gemacht! Und ein Gedicht hat er mir vorgelesen das war ganz'schauerlich schön!.Die Widmung des Romans kannst Du ruhig annehmen. Der Kerl bringt doch keinen zuwege. Die Gedichte hör' aber nicht mehr an, das bitt ich mir aus! Wie soll ich vor Deiner Mutter bestehen, wenn ich mit Dir zurücikomme. und Du siehst schlechter aus als bei der Abreise?Nach einiger Zeit aber begann der Redefluß des jungen Mädchens zu versiegen. Mizzi wurde nachdenklich und hatte manchmal einen so sonderbaren Glanz in den Augen. Der alte Herr ließ sie eine Weile gewähren und beobachtete blos scharf ihr verändertes Wesen. Dann fragte er sie eines Abends, als sie so recht gemüthlich beisammen saßen: Du erzählst mir ja garnickts mehr. Kind. Wie unterhältst Du Dich denn jetzt eigentlich?" Das junge Mädchen wurde roth und ließ das Kopfchen hängen. Onkel ich ich möchte am liebsten abreisen Der alte Herr machte eine erstaunte Bewegung. Oho? So auf einmal? Was ist denn los?Nlchts Onkel. Ich möchte nur fort. Ich habe solche Sehnsucht nach Mama und nach Anna und Minna.Jetzt hatte sie richtig Thränen in den Augen. Bestürzt zog sie der Onkel an sich. Aber Kind! Du hast mir doch versprochen, mir Alles zu erzählen. So sprich doch, ich bitte Dich," Mizzi weinte eine Weile still in sich hinein; dann zog sie mit resoluter Be wegung ihr Taschentuch hervor und trocknete sich die Augen. Warum soll ich's nicht sagen. ES ist da einer, Fritz Usberberg heißt er, der macht mir den 5of in einer Weise, wie ich nie geglaubt hätte, daß man es bei einer verheiratheten Frau thut . . Das hat nichts zu bedeuten. Herzchen Aber er schwört mir. er liebt mich." Das hat auch nichts zu bdeutcn." Aber ... aber ich ich hab' ihn auch lieb,"' Der alte Mann suhr zusammen. Mit gepreßter Stimme sagt? er: Das ist freilich schlimm. Er ist ja offenbar ein schlechter Mensch, sonst könnte er nicht Mizzi richtete sich jäh empor und suchte sich dem Arm des Onkels zu ent winden. Ihre blauen Augen funkelten. Nein. Onkel das darfst Du nicht sagen! Wenn er einer verheirateten Frau im , Das ist ganz ander? gekommen als Du denkst, Onkel, Im Anfang hat er sich ganz fern gehalten von mir. Ich sah, wie gut er mir war und wie er mit sich lämpste. um kalt zu scheinen. Da hat mir der gottlose Svak. den wir

und Schauturnen

treiben, schon leid gethan. Uno dann stellte er mir vor, daß ich doch nicht glücklich sein könne neben einem so alten Mann . . . und und ich solle mich scheiden lassen ... und er liebe mich mehr wie sein Leben und er wolle mich heirathen. sobald ich frei wäre. Und . . . und ich mußte das Alles anhören und konnte ihm nicht sagen, wie die Dinge liegen, ich schämte mich so sehr vor ihm." Sichtlich aufgeregt streichelte der alte Herr den blonden Scheitel des Mädchens. Ja. wir reisen, Herzchen, wir reisen. Uebermorgen, wenn Du dann noch willst. Und morgen nehm' ich mir diesen Herrn Doberberg'vor. Hast Du ihn denn wirklich so gern?" Ja. wirklich, Onkel!" Dann tröste Dich nur. Mizzi. Es kann ja noch Alles gut werden . . . Aber jetzt geh' schlafen.Der Herr Hauptmann a. D. ging die ganze Nacht rauchend und aestikulirend in seinem Zimmer auf und ab. Am frühen Morgen machte er dann Toilette und ging fort. Zwei Stunden kam er aufgeräumt zurück und brachte einen jungen Menschen mit, bei dessen Anblick Fräulein Mizzi erst die Flucht ergreifen wollte. Als ihr das Unverständige dieses Beginnens recht eindringlich vorgehalten wurde, sah sie es auch sofort ein und war so eifrig bemüht, ihren anfänglichen Fehler wieder gut zu machen, daß sie nun Herrn Fritz Doberberg geradewegs an den Hals flog. Während, das Pärchen Hand , in Hand und eifrig tuschelnd in der Di vanecke saß, schrieb der Herr Hauptmann vergnügt schmunzelnd folgenden Brief: Liebe Schwester! Uebermorgen kommen wir zurück und bringen einen hübschen, braven, in behaglichen BerHältnissen lebenden jungen Mann mit. der Dich um die Hand unserer Mizzi bitten wird. Damit habe ich Dir die Ueberlegenheit des Mannes sogar auf dem weiblichen Gebiete des Heirathsstiftens schlafend bewiesen. Du jammertest doch immer, daß Dir alle drei Mädels sitzen bleiben würden, weil sie blos hübsche Lärvchen und gute Herzen, aber wenig Vermögen haben, also keine gute Partien sind. Und nun habe ich alter Junggesell Dir die Aelteste binnen drei Wochen glänzend unter die Haube gebracht! Wie ich das gemacht habe? Ich kalkulirte einfach so: Wenn unsere jungen Leute sich in Gefahr fühlen, sich in in Mädel zu verlieben, so besehen sie sich die Umstände, in denen die Huldgöttin lebt. Sind die nicht glänzend, so reißt der Romeo einfach aus. um sias nicht hinreißen zu lassen. Einer jungen Frau aber machen sie ganz arglos den Hof. Darum gab ich Mizzi hier im Bade für meine Frau aus. Sogar einen Ehering habe ich ihr unter allerlei Vorwänden aufgeschwatzt. Sie hielt die Sache sür eine meiner Schnurren und ging mit Freuden darauf ein. Als der Köder so zubereitet war. legte ich mich auf die Lauer, um das Netz zuschnappen zu lassen, sobald der richtige Vogel erst hineingegangen wäre. Dieser richtige Vogel ist eben der Doberberg. Ein äußerst netter Mensch. Es macht mir ordentlich Gewissens bisse, ihn hereingelegt zu haben. Denn hereingelegt hab ich ihn doch. Er merkte denSchaden, den Amors Pfeil angerichtet hatte, erst, als er unheilbar war. Du hättest sehen sollen, wie famos tragisch - ritterlich er sich in der entscheidenden Unterredung mit mir. dem vermeintlichen alten Haustyran nen seiner Angebeteten benahm. Und wie unbändig er sich freute, als ich ihm sagte, daß Mizzi nicht meine Frau sei. Wer war also wieder einmal der Schlaue? Natürlich Dein treuer Bruder Gustav NeunzigP?ozent alle? Menschen haben unreine Blut und diese verursacht viele Krankheiten. HoodS Sarsaparilla kurirt diese Krankheiten, indem e die Unreinigkeiten entfernt. Hood Pillen irritiren nicht und find die einzigen Pillen, welche mit Hood Sarsaparilla genommen werden sollten.

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