Indiana Tribüne, Volume 22, Number 231, Indianapolis, Marion County, 10 May 1899 — Page 1
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J . V x o 7 s Os 0 -rl w Y US A 0 'II Ill 1 All I I 1 I I II o W W w o o K AV Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Jahrgang SS. Indianapolis, Indiano, Mittwoch, öen 0 Mai 1899. No. 231
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(MXqR5!ÖN((IISDi iClNaiNNAElJJ CCO AXD "BITURK . ' i - j?58 Ssi.'iq.j.iiifai Sonntag, W Mai. Extra Zug hätt nur in Rushville, Connerödille und Hamilton an. Abfahrt 7 Uh? Lormittagö. Rückfahrt von Cineinnati 6 Uhr. Baseball Cineinnati gegen St.LouiS. Geo. W. Hayler, D. Pass. Agent. 0TT0 DEPPERMANN, Dentscher Zahn-Arzt, Majestic Gebäude. Zimmer No. 207. Jedermann's Diener. Die Dienste, welcke die Union Tru Ca. leisten kann, sind so verschledenartia, wie nur viele Per sonea fte gebe können. Eigenthum tn irgend elcber fform wird vermaltet, ierhe und Inte rene rouekttrt. Steuern unounagen vezaytt. erkSufe werden gemacht, apitalten angelegt, BerNckerunae besorgt und alles durch Leure, welche tn den verschiedenen Zroetgen volle Jr Iadrung Haben. Nachlassensaasten erven er edigt. einerlei ob die TheUung gleich stattfindet der dieselben jahrelang Verwaltet werde müs ten. atdsckläae bet der ukikduna vou Testa meatea werden kostenfrei ertheilt. Alle Dienste werden , billigen Preisen geleistet. Spreche isvor. - Union Trust Co., Office: (ebäude der Gesellschaft) tto. 118 und 122 Ost Market Str. Einbezahltes Rapital S600,000 Ueberschuß.Zond 105,000 Verbindlichkeit der Mio. näre.....' 600,000 Beamte: Job v. Solliday. Präsident. lddison . HarrtS. I. Vtc.Prasidt. Henry Titel, 2. VtPräfidt d Schtztftr. H.M.oltz. ee?mk. Ein LokabSiock ..zum Verkauf. Die New Telephone Company hatiZ großartige r.lage fertig unv da tt nun tai Begriffe stet. den Betrieb ,u begin ven, bietet ste ihren Gönnern, und zwar nur Tttvohnern von Indianapolis 8150,000.00 on ihren Aktien zum Verkaufe an. Das Ntien.Kapital beträgt $400,000, von welchen $250,000 bei der Union Trust Company untergebracht sind, unter einer Vereindarung, daß dieselben auf die Dauer von fünf Jahren nicht verduft werden sollen, um auf solche Weise zu vtthindern, daß sie an irgend ein Konkurrenz cder feindliches Interesse übertragen werden. Der Rest von $150, 000.(0 wird in Theilen von einer bis zu zeha Aktien an Subscribenten und hiesige Bemoh ner verkauft, um soviele Leute als möglich da für zu interessiren und diese Anlage zu einem ausschließlich einheimischen Unternehmen zu machet. Nicht mehr als zehn Aktien werden an irgmd eine Person verkauft und an keine, welche außerhalb der Stadt wohnt. Jede Aktie ist 9100 00. ZahlunaSbedingungen sind $30 Baar für jede gezerchntte Aktie ; der Rest in sieben mo natlichen Zahlung zu je $10. Keine Interessen werden für verzögerte Zahlunzen verlangt. DaS Ättienkapital beginnt vom 1. Juli an Interessen zu tragen. SechS Prozent Dividenden, zahlbar halbjährlich im Januar und Juli, sind auf fünf Jahre, der Periode der Irust.Pereinbarung, von der Union Trust Company vonJndianapoltS garantirt. DaS Aktienkapital ist fteivon Besteuerung. vaS eine Geldanlage von Netto ' Prozent auimacht. Die Rate von Dividenden ist nicht auf fechS Prozent beschränkt und mag erhöht werden, wenn es die Ertrage zulassen ; abtr sie sind zu Im erwähnten Betrage auf fünf Jahre ga rantirt. Für Prospekte und Zeichnungen adresnre man: -THE Union ffiijnst $o., 118 fc 122 Oft Market Str., City. (Geo. Elerriiüiajmim r r j . M 1 ""nlTIi r j - DäOA?. m ifVvNriLw'. ' PAVVLr ,ltzl&f? r? z,-st 1 'I,' l iTTV-"-Office: 26 Süd Delawarestr. Stalle , 220, 222, 224, 226, 228 Ost Pearlftr. Telephon 011. Offen Tag und Nacht. Saloon u. Billiard-Hall Ro.19! Oft Washington Str. Bolxn Mottacher, Lizesjhtwtt
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Lditorielles. New Aork und San Francisco streiten um die Ehre Dewey bei seiner Rückkehr zu empfangen. Dewey wird sich entscheiden müssen, ob er östlich über den stillen Ozean oder westlich
durch den Suez Kanal und den atlanlantischen Ozean reisen will. Daß der Spiritismus auch gefährlich und gemeinschädlich wirken kann, zeigt der Fall einer Miß Beilftein, welche in Pittsburg wegen Sr mordung ihrer Mutter prozesfirt wird. Sie stellt die That nicht in Abrede. Ihr Vater war plötzlich gestorben. Ein Medium sagte ihr, er würde nicht zu? Ruhe kommen, bis er wieder mit grau und .Tochter vereint sei, ein anderes Medium sagte ihr, er fühle sich einsam ohne Mutter und Tochter. Die Mörderin und ihre Mutter waren gläubige Spiritisten. Erstere hatte zuerst die Abficht, sich selbst zu vergiften, um sich mit ihrem Vater zu vereinen, aber ge rade als sie das Gift in das Wasser schüttete, kam eö plötzlich über sie, sie fühlte, daß ihre Arme stark wie Stahl wurden, sie erschoß ihre Mutter und brachte sich selbst eine schwere Schußwunde bei, von der sie wieder genaS. Dieser Fall zeigt auffallend die c?esährlichkeit deS Spiritismus, namentlich des unverantwortlichen, gewissenlosen, betrügerischen Treiben? der Medien und Wahrsager. Gegen die seS Treiben sollten die strengsten Se setze erlassen und durchgeführt werden. Man kann freilich keinem Menschen verbieten, an die spiritistischen Lehren zu glauben und diese Lehren Anderen mitzutheilen, aber daS Wahrsagen, daS angebliche Erscheinenlassen Todter, daS Reden- und Schreibenlassen Todter und all der Hokuspokus und der Schwindel, den die sogenannten Medien treiben, der könnte verboten werden. Der preußische Kultusminister Bosse hat den Privatdocent Dr.AronS an der Berliner Universität, der politisch zur sozialdemokratischen Partei gehört, von seiner Lehrthätigkeit suSpendirt. Dr. AronS wurde aufgegeben, seine Vorlesungen einzustellen und die Fakultät hat in erster Instanz zu entscheiden, ob dieser vorläusige Ausschluß von der Lehrthätigkeit aufrecht zu erhalten sei oder nicht. Dr. AronS ist ein Schwiegersohn deS bekannten Bankiers Bleichköder. Er ist der Regierung schon seit Langem ein Dorn im Auge, und sie wäre ihn längst gerne loS geworden. Sie scheiterte indeß stets an dem Widerstände der Fakultät. Dr. AronS hielt Borträge über Physik und Chemie, seine politischen Anschauungen hatten also direkt nichts mit seiner Lehrthätigkeit zu thun. ES handelt sich also bei dem Borgehen gegen ihn um die Frage, ob ein Docent außerhalb der Universität nicht jeneS Maß politischer Freiheit genießen soll, welches jeder andere Staatsbürger genießt. ES wird interessant sein, zu erfahren, wie sich die Fakultät zu diesem UkaS deS Ministers verhalten wird. Theoretisch steht daS Entscheidungsrecht der Fakultät zu. SS fragt sich nur, wie weit der widerstand der Professorea gegen die Regierung Stand halten wird. ES wäre traurig, wenn deutsche UniversitätSprofessoren sich derart in einen Zustand intellektueller und Potttischer Abhängigkeit von der Regierung sich versetzen zu lassen gewillt find. Die Nation", Dr. Barth'S latt, bemerkt dazu: Daß Herr Minister Bosse die philo sophische Fakultät in diese Lage gebracht hat, ist nicht verwunderlich. Zögernd hat er eS gethan; wie er jede reaktionäre Maßregel nur ängstlich zögernd zu vollziehen sich entschließt. Der Lärm ist ihm unangenehm, aber noch unangenehmer wäre eS ihm äugen scheinlich, irgend einem reaktionären Ansuchen, daS genügend dringend bei ihm gestellt wird, nicht zu entsprechen So gehört denn dieser dreußische Kul. tuSminifter, der persönlich sich soviel als möglich im bergenden Schatten zu halten sucht, zu den schlimmsten För derern der Reaktion, die Preußen seit langer Zeit gehabt hat; ei ist die Re aktion, die aus Filzschuhen geht, und die darum nicht deniger gefährlich ist."
Vrchllilllhrllhlell.
Wetterbericht. Regen, möglicherweise Gewitter heute Nacht. WolkigeS Wetter und Regenschauer Donnerstag. HöchfteTemperatur innerhalb der letzten 24Stunden 74 Grad, niedrigste S7 Grad. Ein theurer Platz. . C i n c i n n a t i, 9. Mai.' Während der Vorstellung von Buffälo - Bill in CumminSville stürzte heute Abend daS Dach der alten Turnerhalle ein, von welchem aus man die Schaustellung jenseits der Straße sehen konnte, und auf welchem sich in Folge über 300 Zuschauer befanden, welche für den Genuß je ö Cents zu erlegen hatten. Als die Vorstellung im besten Gange war, erfolgte der Zusammenbruch und etwa 50 Personen stürzten in eine Tiefe von 30 Fuß. Drei Personen wurden schwer verletzt, die übrigen trugen gleichfalls allerhand Beschädi gungen davon, aber waren doch im Stande ohne Hülse nach Hause zu gehen. Die Schwerverletzten sind : Der 8jährige ChaS. AdamS, Beinbruch ; W Glinö, Verletzung am Kopf, und Henry Carley, Armbruch. Carnegie'S neue Rolle. PittSburg, 9. Mai. ES derlautet auS zuverlässiger Quelle, Andrew Carnegie erhalte als seinen Antheil an der Carnegie Gesellschaft bei seinem Austritt auS derselben, der jetzt feststeht, tzl00.000.000 in sünfprozentigen ersten HypothekenbondS der neuen Gesellschaft. Er hat aber noch eine beträchtliche Anzahl Millionen außer diesen. Von der neuen Compagnie werden bevorzugte Aktien im Werthe von $250,000,000 und ge wöhnliche Aktien im Werthe von ebenfalls IS50.000.000 ausgegeben, so daß daS Gesammtkapital sich aus tzSOO,000.000 belaufen wird. Carnegie wird sich der Philantropie", der Truftbekämpfung und dem Anti-3m-perialiSmuS widmen und wahrscheinlich der demokratischen Partei beitreten. Sein Riesenvermögen hat er sich seit 1864 gemacht. Er gab etwa 10 Millionen für philantropische" Zwecke, Bibliotheken. Musikhallen etc. weg. Die Verantwortlichkeit für die Hom-stead-Assaire wird er ablehnen, da er sich nicht im Lande befand, als sie Pasfirte. Er hofft eö, daß sie ihm politisch nicht hinderlich sein wird. Er ist gegen 16 zu 1 Silber und will die demokratische Partei auf die Trustbekämpfung stimmen. Im letzten Winter hatte er eine lange Conferenz mit Bryan in New Sork und eS heißt, er habe diesen bewogen, sich seinen Ansichten zu fügen. Ueberschwemmungen in Deutschland. Berlin, 9. Mai. 3n Folge heftiger Regengüsse und durch Schneeschmelzen, namentlich im Riesevgebirge, ist in den Flußgebieten der Elbe und Saale, deS Bober und der QueiS Hochvasser eingetreten. Der bekannte Badeort Teplitz in Böhmen, an der Biela, einem Nebenfluß der Elbe, gelegen, und die nicht weit davon gelegenen Ortschaften Sichwald und Wistritz stehen unter Wasser. I Tharandt bei Dresden ist die Brücke über die Weißeritz fortgeschwemmt worden. Besonder? schwer hat daS Hirschberger Thal zu leiben, daS in seinem nördlichen Theile vom Bober, im südlichen Theile von der Lomnitz und dem Zacken durchgeströmt wird. Der am Zacken gelegene Kurort Warmbrunn bei Hirschberg ist überschwemmt und der mit tosendem Ungestüm über Stock und Otein dahinbrausende GebirgSström führt von HermSdorf aus FelSstücke, Balken und Möbel mit sich. Die Verbindung nach dem Kynafi ist völlig unterbrochen und in Hirschberg steht die Sandvorfiadt unter Wasser. Bei Birkicht, Reg.-Vezirk Siegnitz, drohen die Usermauern der Lamnitz einzustürzen. Aenlich lauten die Berichte auS anderen Orten. ,,, Die L o - v o n - R o m" - V e -weg un g. Wien, 9. Mai. Uufsehln hat ek hier erregt, daß die Berliner Post", welche der deutschen Regierung nahesteht, den evangelischen Wiener Pfarre? Sohannh angreift, weil derselbe in
Zeitungsartikeln gegen die LoS-von-Rom-Bewegung ausgetreten ist. dieselbe für die frivolste und auöfichtSloseste Agitation erklärt, eine Agitation, der jede religiöse afiS sedle und die lediglich auf politischen und nationalen Beweggründen beruhe.
Im Stadttheater von Graz hat die LoS-von-Rom"-Bewegung zu heite ren Zwischenfällen Veranlassung gege ben. AlS in Anzengruber'S Kreuze! schreib" Altlechner seine Abficht kund gab, nach Rom zu wallfahren, buch ein Lachsturm loS und bei Huber'S Worten Laßt mich' auS mit Rom" applaudirte daS Publikum stürmisch. Finnland'S Russisicirung. London, 9. Mai. Eine Massen auöwanderung von Finnen nach Ame rika ist im Gange. Sie ist die direkte Folge der Vergewaltigung deS Groß fürstenthumS durch die russische Regierung. Bekanntlich ist eS die Einführung deS russischen MilitärSystems, welche die Leute auS dem Lande treibt. Die Militär-Pflicht ist in Finnland bis jetzt sehr milde geWesen. Die Mazimal-StSrke der Armee war aus 5000 bestimmt, jährlich wurden nur 1900 Rekruten auSgehoben, die Dienstzeit war zwei Jahre und die Truppe dursten in Friedens zeiten daS Großfürftenthum nicht der lassen. DaS neue russische Gesetz aber schreibt fünfjährige Dienstzeit vor und nachher dürfen die Reservisten sich auf 13 Jahre nicht auS ihrer Heimath entfernen, damit man sie für denFall einer Mobilisation stets zur Hand hat. Die Dienstpflicht ist allgemein und statt 5000 Mann wird Finnland 36.000 Mann zu stellen haben, noch viel mehr aber, wenn die weniger rigorose rusfische Methode der Feststellung der kriegerischen Tüchtigkeit eingeführt wird, waS die russischen Offiziere erstreben. Die jungen Männer verlassen in Massen daS Land und gehen meistens nach Canada. Die panslavischen Gesellschaften suchen den einmüthigea Widerstand der Finnländer gegen die Rusfifizirung dadurch zu brechen, daß sie die soziale Frage ausrollen. Ihre Agitatoren durchziehen daS Land und machen den Bauern weis, die Güter der Großgrundgefitzer würden unter sie vertheilt. wenn sie sich loyal gegen den Czaren verhalten. DaS Manöver hat biS' j,tzt nicht den geringsten Erfolg gehabt. Allerlei telegraphische Nachrichten. Admiral Dewky wird demnächst durch Admiral Watson abgelöst werden und Dewey wird nach Hause kommen. Molineu; wurde auS der Haft entlassen, weil die Grand Jury wegen der Ermo'dung der Frau AdamS keine Klage gegen ihn erhob'. Er wurde sofort wegen deS Versuchs Harry Cornish zu ermorden, wieder verhastet und unter tzl0,000 Bürgschaft gestellt. Der Präsident deS französischen CassationShofeS kündigte an, daß er ungefähr am 21. Mai berichten wird, daß die öffentliche Verhandlung am 29. Mai beginnen und die Entscheidung in dem DreyfuS Prozeß am 2. oder 3. Juni erfolgen werde. Ochisss-Nachrle)tn. Angekommen in : New Sork: Amsterdam" von Rotterdam ; Furneffia" von Glasgow und Modille. Cherbourg: Pennsylvania" von New Sork. Hong-Kong: Smpreß of 3apan" von Vancouver. QueenStown: Pavonia" von Boston.. Philadelphia: Belgenland" von Liverpool. . allerlei. Wahrenvetnesnlnglampfes in einer Schwefelfabrik an Kent Ave. und Roß Str. in Brooklyn, N. I.. wurde der daselbst als Wächter angestellte Thomas Hassen von . seinem Gegner John Barrett gegen einen mit Schwefelsäure gefüllten Bottich ge, schleudert. Hasser siel mit dem Oberkörper in die Oeffnung und die atzende Säure verbrannte ihm die Haut an den Händen und an der Brust. Die Umstehenden sprangen hinzu und zogen ihn heraus, ehe er tiefer in den Bottich sinken konnte. - Der unglückliche Mann litt so furchtbare Qualen, daß er die Besinnung verlor. Eine - Ambulanz packte ibn nacb dem Eastern District-
Hospital. An 'den verbrannten SteUen
toste sich Die Haut, so daß das Fleisch sichtbar wurde. Hassen ist 30 Jahre alt und in No. 73 Graham Ade. wohnhaft. Einige Freunde hatten ihn besucht, die zum Zeitvertreib gymnastische Uebungen und athletisch Spiele in der Fabrik veranstalteten. Hassen ist ein tüchtiger Ringkämpfer und wollte seine Kräfte mit Barrett messen, welcher sich rühmte, ihm überlegen zu sein. DaS Resultat war der vorerwähnte Unfall. Die Polizei hat Barrett nicht verhaftet, da keine böse Absicht vorgelegen. Hassen wird wohl kaum mit dem Leben davonkommen. Um ihr eigenFleisch und Blut am Leben zu erhalten, hat sich Frau Anna Findlater in New York ei ner äußerst schmerzvollen Operation unterzogen und ihr Opfer scheint nicht vergeblich zu sein, benn ihr 14 Monate alter Georg beginnt bereits, sich zu erholen. Das Kind riß vor mehreren Wochen einen Topf mit kochendem Thee vom Tisch und die heiße Flüssigkeit verbrühte den zarten Körper derart. oaö man anfangs für das Leben des Kindes fürchtete. Die Hut der Brust, des Gesichtes und der Schultern war gänzlich abgebrüht und der Kleine zu schwach, um den natürlichen HeuungsProzeß zu überleben. Transplantation der Haut" schien das einzige Mittel, und da erbot sich denn die Mutter. durch eineReihe vsn Operationen ihren eigenen Korper entstellen zu lassen, um ihr Kind zu retten. JnWaterford, N. J.,läuteten kürzlich Kirchenglocken nicht zu Ehren Gottes, sondern als FeuerAlarm. Ein riesiger Waldbrand trieb gegen daS Städtchen, und die Noth war groß. Eine geradezu wunderbare Rettung erlebte der Greis Timothy Boylan; er hatte Bekannte bei Burel's Mühle besucht und wurde mitten im Walde von den Flammen überrascht. Er versuchte zu fliehen, doch vergebens. Da kam er an einen kleinen Teich, der aber fast kein Wasser enthielt. Er kroch in den Schlamm, bedeckte seinen Körper damit und ließ dann das furchtbare Flammenmeer über sich hinwegziehen. Die Hitze war entsetzlich. Der Schlamm wurde fast zu Stein an seinem Körper gebacken. Äls die Flammenfluth vorüber gezogen war, bahnte er sich einen Weg durch den noch rauchenden. glühenden Wald und erreichte Waterford, wo er in der Nähe seines Hauses bewußtlos zusammenbrach. Boylan ist schwer verletzt. An einen theilweisen Streik ist Rev. M. H. Bresinger. Pastor der St. Paulskirche in Merztown. Pa., gegangen, weil die Gemeinde mit der Zahlung seines Gehaltes für mehrere Monate im Rückstände ist. Da alle Ermahnungen nichts gefruchtet, hat Rev. Brensinger seinen Gemeindemitgliedern erklärt, daß er keinen Abendgottesdienst mehr halten wird, bis ihm nicht wenigstens ein Theil des ihm geschuldeten Gehaltes ausgezählt wird. Der Gottesdienst am Sonntag wird von ihm wie üblich gehalten werden. Die Mitglieder der Gemeinde, von denen viele wohlhabend sinV sind über die von ihrem Pastor eingenommene energische Stellung verschieden Ansicht. Em Theil derselben giebt ihm Recht, da sie der Ansicht sind, daß jeder Arbeiter, auch der im Weinberge des Herrn", seines Lohnes werth ist. während andere memen. daß er sich noch hätte gedulden und das Anbrechen besserer Zeiten für die Gemeinde hätte abwarten können. Diese neuartige Methode, säumige KirchenMitglieder zu größerer Opferwilligkeit anzuspornen, hat in weiten Kreisen Sensation erregt. " Eine furchtbare Entdeckung ist in dem Pariser VorortBoulogne gemacht worden. Man hat nämlich dort m der Seme einen Koffer aufgefischt, der den zerstückelten Leichnam einer jungen Frau enthielt. Die Kiste war von Schiffern bemerkt worden, als sie auf dem Wasser dahintrieb. Dieselben brachten sie sofort zum Pollzel - Commissanat, wo sich nach ih rer Oeffnung ein entsetzliches Bild den Versammelten bot. Ein blutiger. halb verwester Korper, der m eme gleichfalls blutgetränkte Leinwand ge- ?... 11 i Vk hüllt war uno dem ops uno eine fehlten, kam zum Vorschein. Der Körper ist drr einer 20 3l)jährigen Frau. DaS Leintuch, in daZ er gewickelt, war ein Mannshemd, das die wahrscheinlich von ner Wäscherin mlt rothen Baumwollfä'den eingestickten Vuchstaben A. P. auswies, ferner fand man in dem Koffer, der mit brauner Leinwand überzogen ist, ein Stück FrauenHemd ohne zedeö Zeichen. Nach dem Urheber dieses mysteriösenVerbrechens wird eifrig aeforsckt. hiesige Die Cigarrenhändler, denen Cigarren mit gefälschten Steuermarken der Firma Jacobs & Co., Lacaßer, Pa., eonsiSzirt wurden, können diese!ben zurück erhalten, denn-sie 50e Strafe per 1000 und die Steuermarken bezahlen. S. S. Reese, deutsüsr Zahnarzt, L4z Oft Ohio vtr. '
Dulöete W Zahre.
VA r. Mary Le wiS. Frau eine promi. 73ji nenten Farmers und wvhlbekanut unter w allen Bewohnern nahe Belmont. N. . schreibt: .Seit 27 Jahren litt ich fortwährend an nkrvöscr Erschlaffung und dezahltr arod Gkldsummkn für Doktorrn und angezeigte Mittel ohne Abhilfe. Vor drei Jahn wurde mein Zu, stand beängstigend, der geringste Lärm erregt mich und machte mich nervök. Ich konnte nicht schlafe und hatte eine Anzahl verderblicher An fälle und wurde allmählig schlimmer. Ich begann Dr. MileZ' Reftorative Nervine und Nerven und Ltber-Pillen ,u gebrauchen. Anfang schien die Medizin nicht u wirken, aber nachdem ich einig ZZlaschen genommen, trat Aenderung ein. Ich ruhte Nacht besser, mein Appetit bessert sich und ich befand mich bald wohler; nun bin ich nahezu wikder gänzlich gesund, wie eine Person meine Alter e erwarten kann. Gott segne Dr. Mile' Nervine. Dr. Mile' Mittel werden durch alle Apotheker verkauft unter einer positiven iXX Dr, tV& KcrvIno; Rcstcrcj 5 ifcshh StJMttlS aranlie; die erste lasche nutzt der da eld wird iiirüiers stattet. Buch der die Lrankheiten de Herzen und der Nerven frei. Adreffe: Dr. Mil Medieal ., Elkhart. Ind. Theo. F. Srnither, geschickt und zuverlässiger Dachdeöer Pech- und KieödScher. Dächer von Asphalt und ilsonit. Egro Händler in lle rteu von D a ch a 1 1 1 1 (!. Telephon Sli. 301 West Maryland 8t. e&baiUi& C von 3Rifftffli uutz Wrolaak t Landstreicher raubten den zwölfjährigen Karl PurviS auS Franklin, Ind. Der geangstigte Vater benachrichtigte die hiesige Polizei. Thau'S Pumpernickel, Roggenbrot, Sättigt, macht die Wangen roth ! Zu haben No. 861 HoSbrook Str und Marktstand 122. Bernhard Thau. Eli Kahn, der mit seinem Vater ein Kleitergefchäft in W. Wash. ington Straße betreibt, laS Montag Abend am Cirele zusammen mit einem Freund ein paar Mädchen aus und amüstrte ffch mit ihnen in einer Wirthschast in Market Straße, bis er entdeckte, daß ihm seine Diamantbusennadel im Werthe von $125 abhanden gekommen war. Die Mädchen verdufteten. Kahn klagte seinen Verlust der Polizei und eS gelang den GeheimPolizisten Asch und Dugan gestern Abend, die Mädchen zu verhaften, und auch die Nadel wieder zu erlangen. DaS Verhör wurde aus morgen verschoben. Die Folgen der Grippe werden durch Hood'S Sarsaparilla beseitigt. ES reinigt daS Blut, stärkt den Magen, kräftigt die Nerven und bringt das ganze System in Ordnung. Ein vegetablifcheS Präparat auf daS man sich verlassen kann HoodS Pillen. In der gestern Nachmittag abgehaltenen Sitzung der Art Assoeiation wurde bekannt gemacht, daß am Dienstag, den 23. Mai AbendS 8 Uhr ZameS Whitcomb Riley im Snglifh Opera House eine Vorlesung vor ben Mitgliedern der Art Association halten wird. Der Maler Steele reichte folgende Resolution ein: In Anbetracht der Thatsache, baß daS Zndiana SoldierS' and SailorS' Monument jetzt nahezu fertig gestellt ist und von große Einfluß auf die Kunfipstege im Staate sein wird, empneylt die Art Association von JnbianapoliS, daß die bestmöglichsten künftlerischen Resultate zur Bollendung deS großen Monuments gesichert werden, daß darum ein ernstlicher Versuch gemacht werde, wenigstens die SkulpturArbeiten fähigen Kunstlern zu übertragen und daß amerikanischen Künftlern die gleiche Gelegenheit geboten werde, damit daS Werk auch die Nation und den amerikanischen Soldaten wahrhaft repräsentire. Sollten den Monument Regenten nicht genügend Mittel zu Gebote stehen wird borgeschlagen, daß Nebensächliches fallen gelassen werde, um den künstlerischen Werth deö Werkes in 'keiner Weise zu beeintraeztigen." Gegen Annahme der Resolution stimmte nur Herr Karl Lieber.
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