Indiana Tribüne, Volume 22, Number 222, Indianapolis, Marion County, 1 May 1899 — Page 2
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Erschein Täglich uud Sciratofi. Die tä glich .TriSLne- kostet durch itn trljet J ernt ex Woch, die Seats per Woche, Bette af ne 13 Cent tfen IS Senil pVt Ver tuöerhald I Btaf ptgeschtt 1 V,rab,Thlg v X, Jahr. CfltMi 18 ?üd Vlaam StraK Indianapolis, Ind., 1. Mai 1899. Nachrichten vom Südpol. In Punta Arenas, dem südlichsten Hafen Patagoniens. ist der Dampfer Belgica wieder eingetroffen, der die Stadt Buenos Ayres vor beinahe zwei Jahren verlassen und den man, da Nachrichten so lange ausblieben, schon für verloren gehalten hat. Die Expedition nach dem Südpol, die der belgische Baron de Gerlache an Bord des Schiffes unternommen hatte, schließt somit mit einem vollen Erfolge ab. Die betreffs der Expedition lange gehegten Besorgnisse sind hinfällig und man ist in genannter Stadt, wo de Gerlache bei seiner Abfahrt so herzlich Erfolg gewünscht worden war, sehr erfreut über den glücklichen Ausgang des Unternehmens. Der Dampfer erreichte gegen Ende des Frühjahres das südliche Packeis und trieb lange Zeit an ihm hin. Das Meer war gewöhnlich unruhig, das Wetter bis in den Juli hinein sehr schlecht und Stürme häufig. Der Dampfer, der nach den Erfahrungen Nansens am Nordpol erbaut und auf den vieleArbeit verwendet worden war, widerstand denStrapazen der beschwerlichen Fahrt sehr gut und bahnte sich seinen Weg durch das Packeis mit ziemlicher Schnelligkeit. Aus dem Wege nach Wedell - Land traf man auf ungeheure Mengen der riesigen Tangart Delesseria, die sich in einer Länge von mehr als hundert Fuß vom Meeresgründe erhebt und deren Riesenstämme, wenn sie im Meere treiben, einen unheimlichen Anblick gewähren. In dieser breiten Pflanzeninsel trieb das Schiff tagelang, ehe es freikam. Ende August wurde das erste Land erreicht und die Expedition konnte auf festem Boden kurze Rast machen. Das betreteneLand heißt Grahamsland und ist eine öde Steinsläche, deren Granitfelsen steil in das Meer abfallen. Die Kälte war sehr groß und das Thermometer zeigte oft weit unter zwanzig Grad E. Im September gerieth der Dampfer in das Treibeis und wurde, während dieKälte noch zunahm, ganz eingeschlossen. Ueber zwei Monate lang trieben die Seefahre? mit dem Eise in der Nähe von Alexander - Land und sahen zeitweilig in der Ferne Land auftauchen mit hohen Beraen und Vulkanen, die in der Nacht ihre Feuersäulen weithin leuchien ließen. Nach zweimonatiger Gefangenschast im Eise kam das Schiff los und in offene See, die sich anscheinend weit nach Süden erstreckte. Angeblich falsche Schmucksachen. Vor Kurzem hatte sich ein junges Liebespaar, der dreiundzwanzigjähMediziner Gustav Scholz und die lzehnjährige Näherin Anna Kastl, ... .iner Sommerfrische nächst Wien wegen der Aussichtslosigkeit ihres Verhältnisses durch Revolverschüsse getödtet. Diese Liebestragödie hat jetzt ein merkwürdiges Nachspiel. Die Lebensmüden hatten in einem der hinterlassenen Schreiben über ihren Nachlaß verfügt; in einem von Beiden unterschriebenen Brief hieß es: Unsere Schmuckgezenstände, sämmtlich falsch, haben wir bereits gestern dem Hotel ftubenmädchen zum Geschenke gemacht. Dem Mädchen ist auch unsere GoldinUhr sammt Kette auszufolgen." Das Stubenmädchen Christine Wikowsky hatte allerdings die Schmuckgegenstände, und zwar an Stelle des Trinkgeldes, von den jungen Leuten zum Geschenk erhalten, sie htte aber diese glitzernden Sachen, die ihr schon damals als falsch bezeichnet worden waren und die sie daher für nahezu werthlos hielt, wieder . an Freundinnen weiter verschenkt. -Durch einen Zufall kam es aber auf, daß die Schmucksachen echt waren und zusammen einenWerth von mehr als 10,000 Gulden repräsentirten. Auch die als Goldin-Uhr- bezeichnete Uhr war, ebenso wie dieKette, nicht aus Goldin, sondern aus Gold. Ob die Lebensmüden selbst die Schmucksachen für falsch gehalten oder ob sie diese mit bestimmter Absicht sür falsch erklärt hatten, wird selbstverständlich nie festgestellt werden können; die bescheidene Lebensweise, die sie führten, spricht eher für die erstere Annähme. Das Stubenmädchen wurde begreiflicherweise von Reue darüber gepeinigt, daß sie das Geschmeide verschenkt hatte. Da diese Beschenkten, ein Stubenmädchen und ein Extram'ädchen", die jetzt in einem Berliner Hotel bedienstet sind, zu einem Vergleiche nicht zu bewegen waren und auf dem Standpunkte verharrten, daß man geschenkte Sachen nicht mehr zurückzugeben brauche, strengte die unglückliche Erbin durch einen Wiener Advokaten gegen die zwei jetzt fern von Wien weilenden undankbaren Colleginnen die Klage auf Rückerstattung der Schmuckgegenstände an. da sie diese nur im Irrthum über ihren eigentlichen Werth verschenkt habe. Der Erfolg dieses Schrittes ist ein recht zwei felhaster Tas neueste Schönheitsmittel. Ein noch wenig bekannter Pariser Chemiker, der sich jahrelang mit dem Studium der Frauenschönheit und ihr Erhaltung beschäftigt hat. veröf fentlicht in der Belle Parisienne" einen Artikel, dessen Inhalt für die gesammte Damenwelt von außerordent.lichem Interesse sein dürfte. In der Wille Lumiöre erregt die Sache großes Aufsehen und die Vertreterinnen der holden Weiblichkeit, besonders diejenigen, deren Blüthezeit bereits entschwunden ist, haben sich in fieberhafte Thätigkeit gestürzt, um aus bet Of- - fenbarungen des uneigennützigen GeUihn größtmöglichsten Nutzen zu
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Ein ttaxet Wußt, klare Haut, ein klarer Kopf, ein klares System sind die Segnungen, welche das Karlsbader Sprudelfalz Euch beschert. Theilweise ist dies semer reinigenden, purisicirendm Wirkung auf das Blut, anderntheilS seinem lösenden, kräftigen den, stimulirenden Einfluß auf die Leber, Nieren, den Magen und die Eingeweide zuzuschreiben. ES versetzt diese in natürlicher Weise wieder in einen gesunden, natürlichen Zustand. Man lasse sich nicht von gewissenlosen Händlern täuschen, welche versuchen. Euch eine Mischung von SeidlitzPulver oder Glauber-Salz als verbessertes ("irnproved") Karlsbader Salz- oder künstliche Karlsbader Salz,."6errnan Lalt" oder unter anderen Namen zu verkaufen. Besteht darauf, den echten Artikel zu erhalten, der die Signatur E i ö n e r & M e n d e l s o n Co., Alleinige Agen ten, New Jork", auf jeder Flasche haben muß. ziehen, ehe es zu ipat ist. Ullonsteur Beaumain behauptet nämlich, dem Geheimniß der Ninon de l'Enclos auf die Spur gekommen zu sein und herausgefunden zu haben, durch welche kosmetischen Mittel jene berühmte Schöne sich bis in das hohe Alter von einigen achtzig Jahren ein faltenloses, jugendfrisches Antlitz bewahrt?. Da es dem Freunde aller Frauen", wie sich der Erfinder des Jugendbalsams" nennt, nicht daran gelegen ist, aus dem Nesultat seiner Studien und Experimente einen pekuniären Vortheil zu ziehen er ist mit irdischen Gütern mehr als reich gesegnet, machte er seine geniale Erfindung der ganzen Welt zum Geschenk. Eine in Paris lebende amerikanische Millionärin. die es sich nicht verhehlt, daß ihre reife Schönheit sehr auffrischungsbedürftig ist, erfuhr aus den Andeutungen eines Freundes, der mit dem betreffenden Chemiker intim verkehrt, von der kosmetischen Wundersalbe des M. Beaumain. So fort suchte sie diesen auf und bot ihm die Hälfte ihrer Millionen, wenn er ihr allein das Mittel überlassen würde. Der Gelehrte wies das vom Egoismus diktirte Ansinnen ruhig zurück, verLffentlichte aber nach wenigen Tagen den oben erwähnten Artikel. Es würde zu weit führen, wollte man auf alle Einzelheiten desselben näher eingehen. Der Franzose weicht mit seinen Rath--schlügen in Bezug auf die Pflege der weiblichen Schönheit auch nicht viel von der jetzt ziemlich allgemein verbreiteten Meinung ab, daß eine gcregelte Lebensweise, genügende Bewegung in freier Luft und vor allen Dingen tägliche kalte Waschungen und Douchen die Hauptbedingungen sind, um eine weiche, glatte Haut bis ins höhere Alter hinüberzuretten. Sobald aber die ersten Fältchen erscheinen, ist es Zeit, den von ihm erfundenen Jugendbalsam in Anwendung zu bringen. Dieser läßt keine Runzeln aufkommen, macht die Haut zarter und weicher, als sie je vorher gewesen ist. nur muß man dabei bestrebt sein, ein übermäßiges Embonpoint zu verhindern. Beaumains verjüngende Wundersalbe kann sich nun jede Frau, bei der sich die Vorboten des Alters eingestellt haben, mit leichter Mühe selbst bereiten. Man reibt zwei Eßlöffel voll süßen Rahm zehn Minuten lang in einem sauberen Porzellangefäß, und fügt dann allmählich unter beständigem Rühren folgende Ingredienzen hinzu: einen Eßlöffel Rosenessenz. 10 Gramm Froschlaich, das Gelbe von einem Kibitzei, 10 Gramm feingeriebene Mandelkerne, 5 Gramm Jungfernmilch aus Benzoeharz, 5 Gramm Borax, einen Eßlöffel voll zu Schaum gerührtes Hammeltalg und ein wenig Glycerin. Die Hauptsache aber wird ganz zuletzt dazu gethan, nämlich der aus dem Brei einer zerriebenen, in jeder Apotheke erhältlichen persischen Zwiebel gepreßte Saft. Dieser verleiht in Verbindung mit den anderen Bestandtheilen dem welksten Gesicht jenen rosigen Schmelz, der daö Eigenthum eines blühend schönen Backfisches ist. Mit etwa Klettenöl vermischt ibt dieser wunderwlrkende Zwiebelaft auch ergrautem Haar seine früher? arbe zurück. , Hl Mit un ohne Todesstrafe. Unter den Maßnahmen, mit denen sich der Heimgegangene Congreß befaßt hatte, die aber im augenblicklichen Drang anderer Angelegenheiten gegen Ende hin in den Hintergrund treten mußte, war auch eine Vorlage betreffs Abschaffung der Todesstrafe, soweit dieselbe unter die Zuständigkeit der Nationalregierung, resp, der Bundesgerichte kommt. Das Abgeordnetenhaus hat diese Vorlage angenommen, während der Senat keinen Beschluß darüber faßte. Ohne Zweifel wird die Sache bei erster Gelegenheit wieder auf's Tapek gebracht werden, obgleich unter den jetzigen Verhältnissen diese Gelegenheit im neuen Congreß nicht so sehr schnell kommen mag. und vielleicht auch er die Angelegenheit in der Schwebe lassen wird. Diese unbestimmte Haltung des Congresses entspricht im Allgemeinen der Haltung unserer verschiedenen Staaten und Territorien zu dieser Frage. 2A dieser Staaten, resp. Territorien haben die Todesstrase beibehalten, während 24 andere, entweder ,direct und unbedingt, oder indirect und bedingungsweise, eine andere Strafe dafür angenommen haben. Thatsächlich aber iüiüxjilttm Lqlle die.o-
deöstrafe meistens vorherrschend' gebNeden, und ihre endgiltige und absolute Abschaffung beschränkt sich auf die fünf StaatenMaine, Rhode Island, Michigan, Colorado und Wyoming. Der Zeit der Abschaffung nach steht Michigan obenan. Eine Wiedereinführung der Todesstrafe erscheint in diesen Staaten ausgeschlossen, da man mit den, seit der Abschaffung gemachten Erfahrungen im Großen und Ganzen zufrieden ist. Es ist nur zu natürlich, daß die Fraae der W i r k u n g der Todesstrafe das Publikum immer wieder bef es ästigt. Neuerdings bringt ein Mitarbeite? des Magazins Arena" über diesen Gegenstand eine Zlsammenstellung, die jedenfalls lese: swerth ist, obwohl sie den Gegenstand noch lange nicht erschöpft. Dieser Correspondent ist zu der Ansicht gekommen, daß die Anwendung der Todesstrafe in den Ver. Staaten ein entschiedenes Fiasco sei, und er stützt diesen Schluß auf die Zunahme der Tödtungen. Einige seiner zahlenmäßigen Mittheilungen sind auffällig genug. U. A. hebt er hervor, daß im Jahre 1880 nur 4290 Tödtungen in den Ver. Staaten vorgekommen seien. während nach nur fünfzehn Jahren die Zahl auf 10.500 gestiegen sei, also auch ganz außer Verhältniß zur Bevölkerungs - Zunahme! Die Frage der Zu-' oder Abnahme der Mord - Verbrechen, wie auch anderer, ist keine so sehr einfache. Auch die im vorliegenden Fall gegebenen Zahlen weisen darauf hin, daß die materiellen Lebensverhältnisse der Bevölkerung sehr viel mit der größeren oder geringeren Zahl der Tödtungen zu schaffen haben, von anderen, minderwerthigen Faktoren für diesmal abgesehen. In schlechteren Zeiten nehmen die Morde stets zu. 1891 betrug die Zahl der letzteren in unserem Lande 5900, oder 1616 mehr, als elf Jahre zuvor. 1892 stieg sie aus 6791; dagegen ging sie 1893 etwas zurück und betrug 6615, im unmittelbar folgenden Jahre aber, als die industrielle Lage in den Ver. Staaten eine so sehr gedruckte war, und so viele Arbeiter zu unsreiwilligenLandstreichern wurden, schwoll die Zahl der Morde auf 9300 an, stieg also in dem einen Jahr auf beinahe das Anderthalbfache! Und im Jahre darauf erreichte sie die Ziffer 10.500. Der Durchschnitt in den fünf Jahren, welche mit 1895 abschlössen, betrug beinahe 8000 pro Jahr. (Im Ganzen 39.612.) Der Amerikaner interessirt sich vorwiegend sür die praktische Seite jeder Frage, und auch die besagten Ausführungen bewegen sich in dieser Linie; die philosophische und .die sentimentale Würze mag sich Jeder nach Belieben selber dazu geben. Bekanntlich besteht der ausgesprochene Zweck der Todesstrafe darin. Andere von der Begehung von Mordthaten abzuschrecken; denn über den Gedanken einer öffentlichen Rache für den Mord sind die modernen rechtswissenschaftlichen Anschauungen hinaus (trotzdem das Wort Sühne" immer noch eine bedeutende Rolle im Volksgebrauch spielt), und der unmittelbare Schutz der Gesellschaft gegen den einzelnen Mörder ließe sich ja auch durch lebenslängliche strenge Jnhaftirung erreichen. Nur jenem unmittelbaren Schutz, durch Abschreckung Anderer, soll die Todesstrase dienen. Wird dieser Zweck bei uns oder anderswo erreicht? Die erwähnten Zahlen, und noch manche anderen, begünstigen jedenfalls keine bejahende Antwort, können aber in ihrer Unvollständigkeit immmer noch verschiedenartig gedeutet werden, je nach dem verschiedenen Standpunkt. Es wäre für die beiden Parteien in dieser Frage gewiß sehr wllnschenswerth, wenn wir durchaus erschöpfendes, und ohne alle Gunst oder Mißgunst, zusamengestelltes Material in dieser Angelegenheit besäßen, einer unter allen Umständen hochwichtigen Angelegenheit für die ganze menschliche Gesellschaft! Bis jetzt steht solches nicht zu Gebote, trotz aller dankeNswerthen Bruchstücke. Bemerkt sei noch, daß General Curtis unserem k4. Congreß einen ausführlichen Bericht über die diesbezüglichen Gesetze in allen Ländern der Culturwelt lieferte, aber darin keinen Versuch machte, den Einfluß der Anwendung oder Nicht - Anwendung der Todesstrafe auf die Mordverbrechen in den verschiedenen Ländern irgendwie klarzustellen. Vielleicht wird ein künftiger offizieller Bericht an den Congreß diesem Mangel abhelfen. vom Taubstummen. Kirchenwesen, Interessant, wie alle Vereinigungen und Verbände von Taubstummen sind, wenigstens für die Nicht-Taubstum-menwelt. ist auch das Kirchenwesen unter ihnen, namentlich in unserem Lande, ein recht bemerkenswerthes. Es sind noch lange nicht genug diesbezügliche Anhaltspunkte gesammelt worden, als daß sich ein vollständiger Ueberblick über dasselbe, noch die verschiedenen Konfessionen, geben ließe, und ob die kommende BevölkerungsAufnahme diesem Punkt besondere Aufmerksamkeit widmen wird, ist noch fraglich. Das religiöse Missionswerk unter den Taubstummen, durch taubstumme Vertreter, wird in den Ver. Staaten vorwiegend von der Episkopalkirche betrieben. Was es an TaubstummenVereinigungen anderer Bekenntnisse da und dort gibt, ist meistens von deren Mitgliedern selbständig ausgegangen. . Ungefähr eine Person unter 200.000 ist ein Lehrer, resp, eine Lehrerin von Taubstummen, und unter der ganzen Bevölkerung der Ver. Staaten gibt es nur ein Dutzend Geistliche, welche in der Zeichensprache ihres Amtes walten können. Die zugehörige Literatur beschränkt sich auf einen kleinen Kreis. Es mag aber hier bemerkt fein, daß weniger die Unterweisung in der ZeirtnXy toi . ttYlm .M f ..
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stummen-Unterrichk tst, sondern v:eser vielmehr hauptsächlich darauf ausgeht, daß diese Zöglinge ebenso gut lesen und schreiben lernen, wie jeder Andere, wobei natürlich die Zeichen, sowie Bilder als Mittel dienen müssen. Vor 39 Jahren begann die EpiscoPalkirche in den Ver. Staaten ihre Taubstummen - Missionsarbeit, und mit der Zeit hat sich dieselbe auf alle großenStädten und jedes wichtige Centrum der Union verbreitet. Der hervorragendste Vertreter dieser Mission ist der taubstumme Rev. Austin W. Mann, dessen Missionsgebiet nicht weniger, als zehn Staaten (westliche, mit Ausnahme von Pennsylvanien) umfaßt. In diesen Staaten hat er jedes Jahr 25.000 Meilen zu reisen, und an jedem der berührten Orte predigt er etwa einmal im Monat! Sein eigentliches Heim ist in Gambier, Ohio, aber mindestens die Hälfte seines Lebens hat er in Eisenbahn-Schlafwagen zu verbringen. , Russlche fflcierSdue,.
In dem amtlichen Militärblatt Raswedtschik" finden wir folgende, durch ihre starke Tendenz und den offiziellen Ort ihres Erscheinens besonders auffallende Skizze. Einleitend heißt es. zwei intime Regimentskameraden. alte Freunde schon von der Schule her, hätten in ihrer Wohnung gezecht und wären in der Weinseligkeit an einander gerathen. Hierbei erhielt A. von B. einen Schlag in's Gesicht. Anderen Tages wird der Geschlagene vor den Regiments - Commandeur beschieden: Sie. erinnern sich, was gestern Abend nach Tisch mit Ihnen ge-schah?-Es geschah nichts Besonderes. Herr Oberst." Gar nichts?Ich weiß von nichts." Nun. so sage ich Ihnen: Sie erhielten gestern von dem Lieutenant Wolotzki einen Schlag in's Gesicht, als Sie ihm nicht gestatten wollten, ein Pistol von der Wand zu nehmen. Entsinnen Sie sich dessen?" Nein. Herr Oberst. Entschuldigen Sie, wir Beide waren berauscht. Sollte das auch passirt sein, so jedenfalls ohne Absicht, in der Bewußtlosigkeit." Ueber Absichten habe ich kein Urtheil. Ich kenne die Thatsache. Sie fiel in Gegenwart von Zeugen vor, im Beisein von Officieren eines anderen Regiments. Wie gedenken Sie, hre Ehre wieder herzustellen, die Ihnen angethane Beleidigung abzuwaschen?" Der Beleidigte" begibt sich zu dem Beleidiger", seinem Herzensfreunde. Der liegt noch zu Bett und schläft. Er weckt ihn: Wassja, erinnerst Du Dich, was Du gestern thatest?" Nein, durchaus nicht. Ich war doch voll wie ein Stiefel. Was gibt's denn?" Du schlugst mich in's Gesicht." Sapperment (Wassja springt auf)! Verzeih, verzeih, Bruderherz! So ein Thier war ich! Aber total betrunken verzeih, mein Liebster nicht?" Ich weiß ja Alles, aber es waren Zeugen zugegen, Jwanzoff und Skribitzki. Sie haben geplaudert und . . . ." Und der Oberst hat Dich deshalb rufen lassen?" Er nickte schweigend. Bald darauf standen die Freunde zur Wiederherstellung ihrer Fhre auf der Mensur. Den Einen tödtete die Kugel, die ihren Weg zufällig unglücklicherweise nicht verfehlte, den Anderen brachte sein Gewissen zum Wahnsinn! .... Das ist die Novelle eines Organs des russischen Kriegsministeriums. Sie Mode. Die Frauenwelt, die durchaus nicht immer besondere Neuheiten, sondern nur hübsche Abwechslung in der Toileite beansprucht, benutzt gern die Gelegenheit. lange ausbewahrte Gegenstände wieder zur Verwendung zu brin gen. So bilden jetzt Fransen, die vor ungefähr vierzig bis fünfzig Jahren die Toilette beherrschten, wieder einen sehr beliebten Besatz, auf den heute um so viel mehr Rücksicht genommen wird, als die Toilettenformen im Ganzen einfacher geworden sind. Neben der schmalen Franse kommen jetzt auch breite, geknüpfte Fransen zur Geltung, und wer noch ein älteres Crepe de Chine - Tuch mit einer derartigen breiten Franse besitzt, kann mit dieser eine Toilette hochmodern gestalten. Noch weiter, d. h. bis in's sechzehnte und siebzehnte Jahrhundert zurück greifen die Spitzenbesätze, die auch in diesem Jahre wieder die bevorzugte Garnitur un eleganten Toiletten bilden. Es sind natürlich jetzt nicht die kostbaren Nadelspitzen jener Zeit, wohl aber kunstvolle, genau nach den schönen, alten Mustern hergestellte Nachbildungen. Point Duchesse, Point d'Argentin, Point d'Alencon u. dergl. werden von der Maschine sehr gut nachgearbeitet. Allerliebst sind auch bogen- oder spitzenzackige 'Spitzenapplikationen, die als Abschluß für Jäckchen und Tunilas, sowie für nach der Form aus Tüll geschnittene Garniturtheile und Kragen dienen und diesen dadurch das Aussehen abgepaßter Gegenstände verleihen. Vielfach wird für die Spitzen die feine öeurre" - Farbe aewählt. doch
findet man ebenso häufig das reine, schöne Elfenbeinweiß. Bei den Pas-
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sementerien und Verschnürungen begegnen wir in der Musterung öfter dem neuen Stil. Die abgepaßten und fortlausenden Besätze sind von einer überraschenden Vielseitigkeit. Die ersteren zieren den Rock tablierartig, grenzen ein Tablier ab, umgeben den Rock am unteren Rande oder oberhalb eines Serpentineansatzes oder bedecken auch die Seiten des Rockes, so daß nur ein schmaler Vordertheil und die hinten sich bildenden Falten unbedeckt bleiben; auch fallen sie in einzelnen Ranken und Motiven über den Rock. Für die Taille sind natürlich stets entsprechende Garnituren vorhanden, so daß die Toilette einen durchaus einheitlichen Charakter erhält. Diese Besätze werden in der kostbarsien Ausführung, aber auch einfach aus Mohairtresse, Wollensoutache und Schnur zu billigem Preis hergestellt. Oft sind Borten verschiedener Art und Breite dafür verwendet, wodurch die Musterung sich noch abwechslungsreieher gestaltet. Man hat derartige Besätze auch aus gelblicher Wollenlitze, die nus gleichfarbigem Tuch oder aus Wollenstoff wie eine Stickerei wirkt, aus weißer Mohairlitze und Mohairtresse, die namentlich hübsch für graue und marineblaue Kleider sind. 3m Allgemeinen werden Vassementerien, Borten, Ziehtressen, Bisengarnituren u. s. w. für stärkere Stoffe, Spitzen, gestickte Besätze, Band- und Chiffonkräuschen für Etamine, Foulard u. s. w. verwendet; doch läßt sich hier keine Grenze ziehen, denn ein elegantes Tuch- oder Wollenkleid kann ebensogut auch einmal mit Spitzen gar nirt sein, wie man ein ??oulard-. Ba rege- oder Etaminekleid mit Borten und Passementerien ausstatten wird. Gelbliche Spitzenbordüren schmücken das hübsche Kleid aus hellgraublauem Kaschmir. Figur 1, dessen Rock zum Theil durch eine vorn und hinten spitze Tunika gedeckt wird. Die Svikenbordllren garniren denRock, sowie die oben faltenlose Tunika; sie schmücken auch vorn die hinten glatt überspannte Taille, die obern, geschweiften Kragentheile und unten die mit einer Spitze aus das Handgelenk fallenden Aermel. Die in Bogen ausgeschnittenen Vordertheile sind Lbereinandertretend mit Halenschlub versehen, sodaß die spitzen, untern Enden sich kreuzen. Vervollstandlgt wird die Taille durch einen hinten kurzen, vorn längeren, aenrndt ten Einsatz aus weißem Taffet, der gruppenweise in Saumchen genaht ist Den Einsatz bearenzt ein binten bober vorn mit spitzen Garniturtheilen ausgestatteter Stehkragen, den eine gelbllche. Mit einer Schmucknadel gezierte Seldenkrawatte schmückt. Für das im englischen Geschmack ae arbeitete, sehr kleidsame Costüm mit offenem Paletot.Flgur 2, ist hellgraues Sommertuch gewählt. Der Rock hat ausschließlich des schmalenVordertheils einen angesetzten, rund geschnittenen Volant und darüber mit dunkler Seide ausgeführte, dichte Stepplinien. Der ungefütterte Rock liegt lose einem in einfacher Form geschnittenen Futterrock auf, der am untern Rande mit einem schmalen Plisse abschließt. Der Paletot mit vorn bogenförmig abgerundetem, glattem Schooß ist mit Stepperei umrandet und wird vorn mit kleinen Stoffriegeln und Krystall-Kugelknöp-fen über einem Blusenchemisett aus plissirter Shanghaiseide zusammengehalten. Eine große, mit Kräuschen und Spitzenapplikation. verzierte Krattattensüleife aus Libertvseide vervoll-
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Feuchtigkeit der Luft im Frühlinge erzeugt
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Rheumatismus und Neuralgie. DaS beste Heilmittel dagegen ist St. Jakobs el.
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says: I couldn't recommead this remedy as hcartily as I do if I didn't believe in it. I am not much of a medicinc taker. I am opposed to medicine, on principle. There ought to be no need of medicinc just S3 there ought to be no poverty but there is. If people lived right they would be well. Sunshine, air. exercise, fun, good food plenty and not too much are the best medicines, the natural ones; but men are tied to their desks, and women to thelr home cares, and both are tied to fashlon. Civilized existence is artisicial and need, artisicial regulators. I recoramend Ripans Tabules and take them myself. I know they are both harmless and effective. (1 know what they are made of.) They are the best remedy I know anythin about kor headaches, or indigestion, or biliousness, or any sort of sluggishness In the System. And they are in the handlest possible shape to carry ia the pocket."
ständigt das Jäckchen, dessen einfache Aermel manschettenartig durchsteppt sind. Sehr apart ist das Toquehütchen, das ganz und gar mit schönen Veilchenblüthen und Laub bedeckt und seitwärts mit großen Blüthentuffs garnirt ist. Zu der geschmackvollen Toilette, Figur 3, ist modefarbener Diagonalstofs und dunklererSammet- und Soutachebesatz verwendet. Die sich über einem WestentHeil aus Spiegclsammet off nende Jackentaille ist in horizontalen Linien mit Soutache besetzt. Born an den Seiten und hinten an der Mittel naht steigt der Besatz mit leichter Spitze empor. Die Aufschläge des Jäckchens sind pattenartig ausgeschnitten und wie der Umlegekragen am Rande durchsteppt. Die Aermel haben auf dem Oberarm und am Handgelenk Soutacheverzierung. Ein faltiger Stehkragen und em Gürtel aus Seide schließen den Westeneinsatz ab. Auch der lose, aus Futter gearbeitete Rock ist in regelmäßigen Entfernungen mit Soutache benäht, wobei die Linien an der linken Seite mit einer Spitze auf steigen. Recht kleidsam ist der kurze Paletot aus sandfarbenem Tuch mit durchsteppten Stoffstrelfen und Perlmutterknöpfen. Figur 4. Die Aufschlage des dop pelreihig geschlossenen Paletots hat man mit Tuch, den hochstehenden Kragen dagegen.ausschließlich eines schma len Randes, mit dunkler getöntem Sammet bedeckt. Zum Paletot passend ist der runde Strohhut mit aufae schlagener Krempe und hohem, spitzem N'opf gewählt. Um diesen schlingt sich ein Band, das vorn mit iner Rosette den Ansatz einer Algrette aus Lopho-phoren-und Phantasiefedern deckt. Sehr hübsch ist der anschließende, mit Seidenfutter versehene Paletot aus schwarzem Tuch mit einer gleichen Applikation, Figur 5, deren Umrandung ud FüllungVerschnllrung von schwarzer Soutache bildet. Diese begrenzt auch den Außenrand des Paletots einschließlich der kleinen Aufschläge und des Umlegekragens. Die Aermel sind festonartig zweimal mit Soutachebordüren geschmückt. Vom Unglück verfolgt. Ach, lieber Herr, geben Sie mir ine kleine Gabe ich werd' immerwährend vom Unglück verfolgt !" Hm. . . kamen Sie denn nicht neulich als S t u m m e r zu mir?" Ja, sehen Sie. das ist ja g'rade der deutlichste Beweis meines Unglücks! Muß
ich nun gerade Ihn e n m die Hand: lausen!" i : . . .
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