Indiana Tribüne, Volume 22, Number 222, Indianapolis, Marion County, 1 May 1899 — Page 1

x o Ss Os AAv M O r 6 ' i i f n i i .1 i r iny vV y kX vv W O O W V Office : No. 18 Gab Alabama Straße. Telephon 1171. Jahrgang SS. Indianapolis, Zndiano, Montag, öen . Mai 1899. No. S2L

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Wetterbericht. Schöne Wetter heute Nacht und Dienstag. Höchste Temperatur innerhalb der lehten 24 Stunden 85 Grad, niedrigste 70 Grad. Sie sind am Leben. Wasbinaton. 1. Mai. Daö Marineamt hat eine Depesche von Admiral Dewey. empfange, wonach Lieutenant Gilmsre und die anderen Leute bei Boote der Lorktown sich als Gefangene im Hauptquartier der Insurgenten befinden. Bier fehlen. Dieselben find wahrscheinlich todt. Eine Depesche deö Gen. Oti meldet daö unaufgeklärte Verschwinden des Capt. Rockafeller.Z Uh land. Feier in Ele v e land. Clev eland, O.. 30. April. Gestern Abend fand hier in der Germania Halle eine große Festlichkeit statt, die um so mehr Erwähnung derdient, als her Festredner des Abends, Dr. 23. L. Rosenberg, im Hinweis auf die Geringschätzung, mit der zur Zeitgewisse anglo-amerikanifche Kreise daS Deutschthum betrachten und behandeln, den deutschen Vereinen und Gesellschaften den Rath gab, in Zukunft mehr alS je die Gedächtnißtage der großen Denker und Dichter Deutschlandö zu feiern. In diesem Sinne gestaltete sich auch die gestrige Feier, die von vier großen Gesangvereinen, dem Uhland - Gesangverein", dem Harugari - Mannerchor". Liederkränz" und Orpheus" zu Ehren deö VolkSdichterS Ludwid Uhland veranstaltet war. Die vier Vereine sangen fast nur Kompositionen Uhland'scher Gedichte und erzielten einen großen Erfolg. Die genannten Vereine, denen sich wahrscheinlich noch eine Anzahl anderer anschließen wird beabsichtigen, auch die Gedenktage anderer deutscher Geist?Sheroen festlich zu begehen. E i n Vorschlag zur Güte. B o st a n. 30 ölhris V flrrnt ' r .'.. tlv - Auöschuß der Antl-Jwperlallst-Union nabm die kolaende Resolution an, die dem Präsidenten zugestellt wurde: An den Präsidenten : Wir empfehlen, der Philippinen - Regierung die tolaenden 9fnrftfn nt mriXn 5Mk, ,i,hkn , , s sahren ,5, D " . g HIHHflll , schen moralische Unterstützung; die Philippinen - Regierung ersetzt unö die Zahlung an Spanien; die Ver. Staa!ten behalten die kleinen Inseln. Erving WinSlow, Sekr. ' Die deutsch - evangelischlutherische Synode. S t. L o u i ö, 20. April. Nach ei- ... . ntw Bkkiq!, welcher , d,r General , : . ... .... Conserenz de: deutschen evangelisch lutherischen Synode der Ver. Staaten unt 6önabst "ftöttet wurde, hat die ynode 1898 und ln dem btSherlgen Abschnitt deS Jahres 1L9S für Mif fionen und wohlthätige Zwecke $205, 615 verausgabt, darunter für wohlthätige Anstalten, Waisenhäuser, Hos pitäler und Heimstätten für alte Leute, und im Ganzen 9 böbere Lekranstalten. WWomn unter Un Neger. Einwan ' ' 1 ' lllfn unll S-OBlUiimm.n qk Ak Heiden in Indien. w w w w wmwm w V, m W HMV Der Synode gehören an 1627 Pastören un: Professoren, 2049 Congreaationen. 685 Predigtpläbe. 696.291 Personen, 1671 Parochialschulen, 794 I ctX..lTA... ..V an tt c ax..n: v uuurllk uuv oVfttu ujuuin.ti. Heute predigten viele von den als Delegaten an der Conferenz theilneh wenden Geistlichen in hiesigen Kirchen. Am Montag . werden' die Sitzungen fortgesetzt und die Geschäfte der Synode erledigt. Auch die Beamtenwahl und die Wahl der Mitglieder der Comites I der Synode ist noch vorzunehmen. Gegen unsere PhilippinenPolitik. Chicago, 30. April. 3n der Central Musik Hall fand heute Nach ! mittag eine stark besuchte Versamm lung statt, welche gegen die Haltung der Administration bezüglich der Phi lippinen proteftirte. Ein- oder zwei mal wurden die Verhandlungen durch Opponenten unterbrochen. Professor I. Lawrence Laughlin sagte in seiner Rede: Damit ist unsere Flagge daS Symbol der Tyrannei und der Schlich- ' terei. (Ruf von der SallerieVer-

rath"). Bischof 3. L. Spaulding von

Peoria erklärte, England sei niemals ein Freund unseres Landes gewesen, worauf ein Engländer schrie : DaS ist eine Lüge". Der Bischof beachtete jedoch diesen frechen Zwischenruf nicht Dr. Henry Wade RogerS, Präsident der Northwestern Universität, fungirt, alS Vorfitzender der Versammlung Außer ihm waren die Redner Pros Laughlin, Bischof Spaulding, Dr Jenkin Lloyd 3oneS, Edwin Burritt Smith, Sigmund Zeiöler und Frl. Jane Adams. Dem Zweck entsprechende Resolutionen wurden angenommen. 9 Von den Philippinen. Manila, 30. April. Obwohl zu erwarten ist, daß die Abgesandten der FilippinoS mit neuen Vorschlägen zu rückkehren werden, so läßt doch Gen. OtiS in der energischen Führung deS Krieges nicht nach. Die Aussicht auf Frieden wird 'von der Mehrheit der Armee freudig begrüßt. Gefangene berichten, daß sich nördlich von San Fernando 75,000 Flüchtlinge befinden. ES scheint, daß sich die Blattern unter ihnen ausbreiten. Währendder Unterhandlungen mit den Abgesandten der FilippinoS bemerkte Herr Worcester, ein Mitglied der philippinischen Commission, daß ein Waffenstillstand den FilippinoS Zeit geben würde, zu entwischen. Mein Gott," war die Antwort, wohin sollen wir denn entwischen ?" DieS bezog sich auf die drohende Haltung der Stämme hinter den Linien der Filipvinoö. 3m Laufe der Unterhandlungen sagte der Commissar Schurman, daß. wenn die 3nsurgenten jetzt ihre Waffen niederlegen würden, die Commission mit ihnen über die künftige Regieungöform berathen und zusehen würde, daß alle ihre billigen Anspräche berücksichtigt würden. AlS Oberst ArguelleS bemerkte, daß die unbedingte. Uebergabe eine Demüthigung sei, erwiderte Schurman :,TS ist keine Demüthigung, wenn Gen. OtiS unsere philippinischen Brüder so behandelt, wie Gen. OtiS unsere amerikanischen Brüder bei Appomatox behandelte. Auö Deutschland. Berlin, 30. April. Fast alle Blätter sprechen sich höchst befriedigt über die schnelle Regelung der Coghlan - Affaire auS; alle erklären den Zwischenfall nunmehr alS erledigt und oben die prompte Thätigkeit der Washingtoner Regierung 'und die perSnliche Liebenswürdigkeit deS Präfidenken McKinley, die zur schnellen Beeitigung dieser kleinen politischen Differenz so viel beigetragen habe. An der Spitze dieser befriedigten Blätter steht die Norddeutsche Allgemeine Zeitung", die ausdrücklich erklärt, sür Deutschland sei der Zwischenfall beseitigt. Die Vosfische Zeitung" geht sogar noch weiter und meint, die unbesonnenen Aeußerungen deS amerikanischen KapitänS hätten die freundlichen Beziehungen zwischen Deutschland und den Ver. Staaten noch gebessert, weil die Regierung in Washington bei Regelung der Angelegenheit den Beweis geliefert habe, diese guten Beziehungen in jeder Hinsicht fördern zu wollen. DaS Blatt hofft, daß dieser gute Wille auch bei der Lösung der Samoa-Frage andauern möge. Nur die Deutsche Tageszeitung" findet den Verweis für Coghlan zu milde, steht aber, wie gesagt, damit so ziemlich allein. 3n Amsterdam hat der dortige amerikanische Konsul 3. G. Corey einen öffentlichen Vortrag gehalten zum Beöen der verschiedenen Wohl thätigkeitS-Bereine Amsterdams, und auS den für Eintrittskarten vereinahmten Geldern sollte auch die dortige deutsche UnterftützungSgesellschaft einen Antheil erhalten. Die Amsterdamer Deutschen haben aber auf den für sie bestimmten Antheil verzichtet, weil Konsul Corey in seinem Vortrag den alten Kohl wieder aufgewärmt hat, BiSmarck habe darauf gedrungen, daß Deutschland die Niederlande annektire, und noch heute habe die deutsche Re gierung diesen Plan nicht aufgegeben. Die Geschichte wird ja selbst in Hol land nicht geglaubt; sie ist aber be zeichnend sür die Sucht gewisser Ame rikaner, den Deutschen möglichst viel UebleS nachzureden und ihnen die gevaltthätigstea Pläne anzudichten. Co rey'S Kollegen, die übrigen in Amfter dam beglaubigten Konsuln, scheinen

übrigens vorher Unrath gewittert zu haben. Sie haben es vorgezogen, die

ihnen zugegangenen Einladungen zum Besuch der Corey'schen Vorlesung UNbeachtet zu lassen. 3m Reichstage wurde heute die Reichsbank. Novelle in zweiter Lesung nach den Kompromiß-Beschlüssen der Kommission angenommen. Der bekannte Silberapofiel Dr. Arendt. siel mit seinem Versuch, die Reichsbank zu verstaatlichen und dieselbe zu veran lassen, Landwirthen längere Kredite alS dreimonatliche zu bewilligen, jammerlich durch. Nur der deutschkonservative Rittergutsbesitzer Freiherr V. Wangenheim, der Vorsitzende deS Bundes der Landwirthe. sprach sich für die Verstaatlichung und auch dafür auS, daß daS Reich die ganze Kapitalshöhung der Bank im Betrag von 60 Millionen Mark auf eigene Rechnung und Gefahr übernehmen solle. Die Debatte über die Novelle war kurz und sachlich, und die Annahme folgte dann prompt. Dennoch wird sich in den Einrichtungen der NeichSbank prinzipiell nur Geringes ändern. 3n der zweiten badischen Kammer hat daS Centrum eS durchgesetzt, daß sein Antrag, die religiösen Orden dieder zuzulassen, angenommen wurde. Dieser Antrag ist derselbe, welcher alljährlich im Reichstag angenommen und von den Bundesregierungen alljährlich ad scta gelegt wird. Seine Annahme zeigt aber deutlich den Niedergang der früheren liberalen Majorität im badischen Landtage. Er möge kommen. L o n d o n, 30. April. AuS Brüssel wird gemeldet, die Jacht deS Königs werde für eine Reise deS Königs nach den Ver. Staaten in Stand gesetzt. Allerlei telegraphische Nachrichten. Die FrühjahrSstürme richten wieder ihre Verheerungen an und derbreiten Tod und Verderben. 3n NebraSka wütheten in den letzten drei Tagen Stürme, welche Werthe von dielen Tausenden von Dollars vernichteten. Auch in 3owa gab eS heftige Stürme. 3n der Nähe von Rochester, N. S. entgleisten auf der Rochester und Lake Ontario Eisenbahn zwei Wagen eineS ExcurfionSzuzeS und wurden nahezu vollständig zertrümmert. Zwei Personen wurden getödtet und achtzehn verwundet. 3n der Transvaal Republik, SüdAfrika, wurden im vergangenen Lahre für 81 Millionen Dollars Gold gewonnen. Si-Souvernör 3ohn P. Altgeld von Ällinoiö ist schwer krank. Er leibet an einem chronischen Uebel und er ist niedergeschlagen. Dr. Senn meint, daß seine Nerven vollständig zerrüttet seien. In OSceola. Ark. wurde ein Neger, NameaS Willis SeeS wegen Brandstiftung gelyncht. Er wurde an einem Baume aufgehängt. Bellamy Storer, der neue amerlkanifche Gesandte nach Spanien wird der Königin am nächsten Donnerstag seine Beglaubigung überreichen. 0chiffs-5taehri)ten Angekommen in : New Sork: Menominee" von London; La Normandie" von Havre; Rotterdam" von Rotterdam und Bologve. Havre: La Touraine" von New Sork. allerlei. Der 40 Jahre alteHenrn Johnson in West Spring Creek. 10 Meilen südlich von Carry, Pa., wurde Abends von einer Schaar Männer, die sich drch Masken unkenntlich gemacht hatten, aus seiner Behausung hinweggeschleppt und fürchterlich geprügelt. Man fesselte ihn unbekleidet an einen Baum und hieb mit Peitschen auf ihn los. bis er blutüberströmt das Be wußtsein verlor; dann ließ man ihn am Boden liegen. Mühsam gelang es ihm, als er wieder zu sich gekommen war, seine Wohnung zu erreichen, wo er jetzt an den Folgen der erlittenen Mißhandlungen schwer krank darnie derliegt. Johnson hatte die Prügel er halten, weil er sein Weib schlecht be handelte. Man hatte ihn schriftlich ge warnt, es würde ihm schlimm ergehen, wenn er ferne Frau noch einmal schla gen sollte. Er aber beachtete die Warnuna mcht und nun wurde dem We: derprügler ein Denkzettel mit Peitschen aus den Rucken aesckrreben.

I n L a n c a st e r, P a., v e r s u ch-

te der im Gefängniß befindliche, zum Tode verurtheilte Mörder äalph W. Wireback, der wegen Ermordung von D. B. Landis am 17. Mai d. I. erhängt werden soll, die Kleider seines Wächters Jacob Schenk anzuzünden, offenbar um letzteren umkommen zu sehen und dadurch vielleicht eineChance .des Entrinnens zu haben. Wireback nahm in seiner Zelle ein BündelStroh aus der Matratze seines Bettes und entzündete es an einer Gasflamme. Letztere brannte zwar aus dem Corndor, doch konnte der Verurtheilte durch Hindurchschieben seinesArmes zwischen dem Eisengitter der Thüre das Stroh an die Flamme bringen. Der genannte Wächter saß nicht weit davon auf einem Stuhle und es wird vermuthet, daß er schlief. Als das Stroh lichterloh brannte, warf es Wireback auf Schenk. Aber er hatte die Distanz zu kurz bemessen; das Strohbündel fiel einen Fuß von dem Wächter entfernt zu Boden und die Flammen richteten nur aerinc2en Schaden an. JnOdent"on, Anne Arundel County, Md.. ist eine Familie angelangt, welche im November vorigen Jahres von Clay City, Kansas. auf. gebrochen war und den weiten Weg bis Odenton, mindestens 500 Meilen, zu Fuß zurückgelegt hatte. Die Familie bestand aus dem 63jährigen FamilienHaupt Chas. Roberts, dessen 53jähriger Ehehälfte Sarah und drei Kindern. Von diesen waren die beiden al testen, ein Zwillingspaar, John und Thomas, 14 und das jüngste, Jsaac, 11 Jahre alt. Jeder von den Fünfen hatte seinen Pack auf dem Rücken; so schleppten die Wanderer ihr Kochgeräth, Bettzeug und Kleider mit sich. Roberts, das Haupt der Familie, dem unterwegs, ein Capitän des 201. New Yorker - Freiwilligen - Regiments einen Soldaten - Anzug geschenkt hatte, worin er gar kriegerisch aussah, erzählte, vor sieben Jahren habe er sich verleiten lassen, mit den Seinen aus Odenton nach 5dansas auszuwandern, um eine dortige Farm zu übernehmen. Nach siebenjähriger Arbeit auf dem schlechten Ackerlande habe er sich aber genöthigt gesehen, die Farm aufzugeben, und den Entschluß gefaßt, wieder nach Odenton zurückzukehren. Joshua R. Rines, deraltesie Briefträger an der Pacific Küste, ist in San . Francisco . gestorben. Der Genannte wurde im Jahre 1834 in Nova Scotia geboren und kam 1856 um's Horn herum nach Californien und siedelte sich in Marysville an. Bei der Feier des 4. Juli 1861 wurde Rines ein Arm abgeschossen. Mit Hilfe verschiedener bekannter Kaufleute wurde er dann zum Briefträger gemacht und aus den Taschen von Privatleuten bezahlt, denn einen regelrechten Regierungspostdienst gab es damals an der Pacificküste noch nicht. DerRedacteurFrank Gnsfin von der Maryville Daily Review" in Marymlle Mo., wurde durch drei Schüsse schwer verwundet, die C. G. Jesse auf ihn abgefeuert hatte. Letzterer hatte Griffin gewarnt, seinen Namen in verlaumderischer Weise in seinem Blatte zu erwähnen. Trotzdem erschien ein Artikel in der Daily ReView , worin Jesse beschuldigt wurde, eine verbotene Wirthschaft zu betreiben. Das Resultat hiervon war die Schießaffaire. Jesse wurde verhaftet. und man zweifelt am Auskommen Kriffens. JnetnerWelNsruoe oer Lvenue de Choise in Paris kam es zu einer sonderbaren Scene. Zwischen zwei Frauen Namens Lea Foret und Julie Barniere, die beide ein und denselben Herrn mit ihrer Zuneigung beehrten, kam es zu einem heftigen Streit. Der Wirth bat die Damen, den Raum zu verlassen, in der Hoffnung, daß die kühle Nachtluft von gllnstigem Einflüsse auf die erregten Gemüther sein würde. Doch hier flammte die Eifersucht um so stärker empor und in heißem Zorn beschlossen beide ein Duell auf Leben und Tod auszufechten. Nachdem sie Messer herbeigeschafft, griffen die Frauen wie zwei Furien einander an und zerhackten sich ;rbarmungslos. Wären nicht mehrere Zaschauer dazwischen getreten, so wäre es um Julie Barniedes Leben geschehen. Jetzt haben Beide vorläufig nur die Freiheit eingebüßt. Ein Gattenmordproz e ß wurde dieser Tage vor dem Schwurgericht in Tübingen verhandelt. Der 34jährige in besten BerHältnissen lebende Mühlenbesitzer Speidel von Mägerkingen (O.-A. Reutlingen) hatte seine Frau vor 9 Jahren des Geldes wegen geheirathet. 1897 nahm er seine damals 16jjähr!ge Cousine in's Haus, mit der er bald ein ehebrecherisches Verhältniß begann, das er auch gar nicht geheim hielt, weder vor seiner Frau, noch vor den Ortsbewohnern. Bald führte die Cou sine das Regiment im Hause und die Ehefrau hatte die schwersten MißHandlungen zu erdulden. Im November 1898 hieß es, Frau Speidel sei infolge eines Sturzes in den Keller gestorben. Der Verdacht, daß ihr Mann sie umgebracht, bestätigte sich; Speidel gestand, daß er seiner Frau im Keller den Kopf so lange gegen die Kante der steinernen Treppe schlug, bis sie todt war. Speidel wurde wegen Todtschlags zu 12 Jahren verur-

6in zerrüttetes Nervensystem Schließlich Herzbeschwerden, esunvheit wiederhersefttUt durch Dr.

I SRilet' Nervine. ! err Edward Hardv, der jovial Mana Jij ger ttt grobea Stores der Shepperd Eo. zu Braceville. Jll.. ichreibt: .Ich war ie einen Tag krank in meinem Leben, bi 1390. Ich litt s schlimm an nervöser Erschlaffung, daß ich meine Stelle nicht dersehen konnte und u medi z!viren anfangen musste. Ich versuchte unsere Lokal'Aer,ie und einen in Joliet, aber keiner konnte mir helfen und ich dachte, ich würde per ben. Ich wurde verzagt und stand unsägliche Angst aui. konnte weder essen, noch schlafe und ruhen. t schien 0.1 könne ich nicht eriftire. Nach Verlaus von sechZ Monaten wa? ich ur ein Cchattk und zuletzt wurde mein Her, eraris, sen und ich war wahrhaft elend. Ich nahm sech oder acht Flaschen von Dr. Milej' ervine. die mir von Anfang an Linderung brachte und mich schlicblich kurirte. Der größte Segen meine Lebens. Dr. Mile,' Mittel werden durch alle Apotheker verkauft unter einer positiven Garantie: die erste Flasche nutzt oder da Geld wird ,urückerstattet. Buch über die nnkheiten dej Herze i und der Rerven srei. Adresse: r.:::-2' 3 .Kcivino n?tore9 5 ' Hesfth V JMllS D r. M ! l e M e d i k a l o.. Clkbart. Ind. A e h n 1 i ch den schwebend:n Gärten der Semiramis zu BabyIon soll nach einem dem Kaiser Wilh:lm II. genehmigten Projekt ein Theil des Parkes von Sanssoun und der Anlagen des neuen Orangeriegebäudes umgestaltet werden. Es handelt sich um die Ausführung einerLieblingsidee Kaiser Friedrich's. Auf neugeschaffenen Terassen und einem Viadukt sollen die prächtigstenGartenanlagen geschafft werden, zwei mächtige Springbrunnen, sowie' reichhaltiger SkulpturenschmuÄ find vorgesehen. Ein Modell des Projekts in Gips, das sich jetzt im neuen Palais befindet, soll in diesem Jahre in der Berliner Kunstausstellung ausstellt werden. -. .. Einen Aufsehen e r r e - aenden Selbstmord hat der Arbeite: Zwicklardt aus Aschasfenbrz vollfuhrt. Er war Werlsührer der Zell-stoff-Fabrik Waldheim bei Mannheim und mußte sich, wie alle Beamte und Werkmeister jener Fabrik, verpflichten. im Falle seines Ausscheidens aus der Fabrik, auch bei Entlassung, innerhalb dreier Jahre in kein ähnliches Etablissement einzutreten. Am 1. December röurde Zwickhardt eines geringen Vorkommnisses wegen aus Waldheim entlassen und suchte und fand Stellung in der Cellulosefabrik Stockstadt am Main. Diese Stelle hatte er behalten, wenn nicht die Verwaltung von Waldheim die Fabrik Stockstadt benachrichtigt hätte, daß Zwickhardt nach seinem Vertrag dort drei Jahre lang nicht arbeiten dürfe. Daraufhin wurdeZwickbardt entlassen. Er fand keine Stellung mehr und erschoß sich. Bemerkt sei, daß das deutsche Reichsgericht solche Verträge, wie die erwähnten, als gegen die gute Sitte verstoßend erklärt hat. - Sö täuscht ein. Diesei ist eine der Eigenthümlichkeiten von Hoodi Sarsaparllla. Kuruen Scrosseln, Salzfluß, Geschwüre, Magen- und Nierenleiden und Nervosität. Hoodö Pillen kuriren Leberleiden. Leicht zu nehmen und zuverlässig. 25 Der ew york lötablirt 1853.) aititiiioe ' juA-:-! Ynr.ist. i gente sx vmuwiw XOx placirten soeben auf UN' seren Verkaufstischen beinahe 50 Stücke von 50c Seiden Crgandies zu 39c die Yard. Sie sind hübsch weiß gemustert und gestreift aufmarineblauem und schwärzem Grund. Sie versäumen etwa?, wenn Sie sich nicht ein Kleid davon kaufen. M 6 . 90M. M i ftr li WUf joh ttoo4wte.Ttoy,N.Yt Work tar . ItMttor. ja mf " Bik M utk, bl mm c. IMch jo qatcllj feow t tu fron fit IV aas M tut, ! mw m roa ( Aaiaric. rx caa oiiiwi mt kLa. rW. . Bot mm, 11 j. la ay rt et U work. AU t bw. tiraa a feCU fof ararrworkar. W Urt roa, faraiakis - - i.iki.. viiitv b.Vrki w i r ior all romt ti. Bar aooMaU obIt ta ' w w . v. mm. .KiKTk ifr icLXArt. nX.tm a a 1 - A. 1 1 i

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