Indiana Tribüne, Volume 22, Number 221, Indianapolis, Marion County, 30 April 1899 — Page 9

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eila Deutsch und Französisch. Ein EKeroman. . I.Kapitel. o Tif' die Deutsche sehrr! rt, Sto verliebte er sich in sie und 1414 W I , 1 i-. m. Z' im nimsi DlC eiroioctic; wvii, j . les frangais!" 2. K a p i t e l. Er spricht ihr zuliebe nur franz'osisch. Sie bemüht sich gleichfalls, nur deutsch zu sprechen. , 3. K a p i t e l. Weißt Du,- sagt er eines Tages, .warum soll denn gerade ich mich anstrengen? Sprechen wir lieber deutsch!" Und nun redeten sie deutsch miteinander. 4. N a p i t 1 1. Jetzt spricht sie nur mehr französisch. Er antwortet nur deutsch. 5. K a p i t e l. ' In diesem Kapitel schweigt er deutsch, und sie schweigt französisch. 6. K a p i t e l. Jetzt spricht sie mit einem Andern französisch. Er hat eine Depesche gefunden. m Eingeschlafen. Von Felix Baumann. Caitän Hearn war rücksichtsvoll. Wohl glaubte er den jungen Mann schuldig, aber um nichts in der Welt hätte er ihn dies merken lassen. Er legte seine Hand auf die Schulter desselben und sagte freundlich: Mein lieber Junge, diesmal ist es noch glatt abgegangen, laß es Dir eine Warnung sein und nicht wieder vorkommen. Stirb, wenn es nöthig ist, aber mache Deinem Regiment keine Schande." Der junge Soldat sah seinem Vorgesetzten beredt in die Äugen. In seinen eigenen zuckte es ordentlich. Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, Herr Capitän," sagte er mit vibrirender Stimme, daß ich vor dem Kriegsgericht die Wahrheit gesprochen habe. Ich würde nicht gelogen haben und wenn es mir das Leben gerettet hätte." Dann haben Sie also nicht geschlasen?" Ich weiß es nicht." Die Worte des jungen Soldaten klangen verzweifelt, aber sie waren von einem ernsten Blick begleitet einer stummen Bitte. Ich kann es mir nicht erklären." Capitän Hearn fühlte sich erleichtert, wenn auch nicht ganz überzeugt. Nun, Fräser." sagte er leichthin, glücklicherweise für Sie war das Gericht selbst im Zweifel. ' Dennoch darf solches nicht wieder vorkommen. Bedenken Sie, daß es für einen Soldaten außer Feigheit kein größeres Verbrechen gibt, als aus Posten und noch dazu während eines Krieges, zu schlafen! Machen Sie also dem Regiment keine Schande!" Lustig pfeifend setzte er seine Ronde fort. Fräser war höchst erregt und sehnte eine Gelegenheit herbei, um seinem Capitän sich dankbar erzeigen zu können. Die ganze Compagnie würde für Hearn durch's Feuer gegangen sein, und Fräser selbst war kein Undankbarer. Nach seiner Freisprechung war ihm die erste bittere Erfahrung zu Theil geworden durch die Aufnahme seitens seiner Kameraden bei der Rückkehr. Er hatte die ganze Verhandlung in einer Art traumhaften Zustandes durchgemacht, ohne sich daher vollauf ganz des Ernstes seiner Lage bewußt zu sein. Jetzt aber, wo er die Zurückhaltung und das kalte Benehmen seiner Kämeraden gewahrte, empfand er diesen Ernst doppelt. Die Glückwünsche zu seiner Freisprechung klangen gezwungen, und kaum waren sie ausgesprochen, so zogen die ehemaligen Freunde sich auch zurück. In ihren Worten und ihrem Benehmen lag eine stumme Anklage. Er fühlte sich gebrandmarkt und auZgestoßen; seine Freisprechung hatte den wunden Fleck nicht wegwischen können. Er fühlte jetzt, daß die Freisprechung mehr aus Mitleid, als aus Gerechtigkeit erfolgt war. Heute war er nun wieder auf Posten. Mach dem Regiment keine Schande." Eine Drossel, getäuscht durch den herrlichen Mondschein am kubanischen Himmel und im Glauben, es sei Morgen, pfiff von der Höhe eines Palmenbaumes, und schien die Abschiedsworte des Capitäns zu wiederholen. In kurzer Entfernung sah Fräser die Zeltlager im Mondschein glänzen. Jubel und Gesang herrschte. Der Feind sollte ja nahe sein und jenes New Forker Freiwilligen - Regiment, welches den Ruf eines Elite - Regiments besaß, brannte vor Begierde, vor den Feind zu kommen. Aber Fräser auf seinem Posten litt Höllenqualen. Er war tapfer und hatte dieS schon bewiesen. Früher war er Buchhalter bei einer Bank gewesen und seine zarten weißen Hände, seine eleganten Manieren hatten zuerst die .Spottlust seiner Kameraden erregt. Aber diese ließ nach, als Fräser eines Tages während eines heftigen Gefechts und als die Compagnie gezwungen war. sich eines starken Feuers wegen zurückzuziehen, zurückkehrte und aus einer Entfernung von mindestens fünfzig Vards einen schwerverwundeten jungen Officier und trotzdem ihn selbst die Kugeln umpfiffen, in Sicherheit brachte. Es war auch nicht Angst vor einer tückischen Kugel aus dem Hinterhalt, die ihn jetzt ereilte, nein, er kämpfte gegen seinen mächtigsten Feind den Schlaf. ; Die intensiven Strahlen des Pracht-

rollen Monte un

Swpenna t juiiien tun u unwider teyilcyen a,k Rau chm tat Büsche chw . ; J e ' ' vnslA' Bleibe wach! Aus d-n Kronen der Palmen, vom 4iU9 V rY.MU.fl si!in .2 Winde hin und t)ergei.a)uurn, ,U tönen: Mache dem Regiment Schande!" , '"ne Fräser richtete sich und die Wange an f lauf pressend ' -"n kalten lmtm. bwobl " ' "tt er auf und ab. ovwom t m an hU zo'chel in den 1 ...psigen und Malaria ausströmenden Boden versank. Seme Augen waren weit geöffnet, und um seine Lippen zuckte es. Er dachte an seine schlanke, junge Frau, welche ihm einen blühenden. kleinen Knaben zum Abschiedskuß hinhielt. Wie herzlich hatten ihn diese Kinderaugen angelächelt, wie fest hatten ihn die kleinen Aermchen umschlungen. Augenblicklich war er vollkommen wach er wußte es. Er konnte jeden Gegenstand unterscheiden. Er fühlte sein Herz schlagen. Aber wenn er plötzlich bewußtlos werden sollte, wenn ihm die Sinne wieder schwinden würden. wie das letzte Mal. trotz aller Widerstandsversuche Niemand würde ihm die Geschichte noch einmal glauben. Er hätte sich furchtlos Hunderten von blitzenden Bajonnetten entgegenwerfen können, aber der Gedanke an einen schmählichen Tod von den Händen seiner Kameraden, machte ihn zum erbärmlichsten Feigling. Die Spannung seiner Nerven nahm zu, obwohl er es selbst nicht merkte. Die Einsamkeit, in welcher er sich befand, war schon an und für sich ein Fallstrick. Wenn er mit einem Menschen hätte sprechen können, ja selbst nur mit einem Thiere, sein entsetzlicher Zustand würde sich sofort verändert haben. Sein Zustand aber verschlimmerte sich, er begann heftig zu zittern und zu sich selbst zu sprechen. Er warf sein Gewehr.auf die linke Schulter und schlug sich auf die rechte Backe. Er wagte nicht, die Augen zu schließen, aus Furcht sie könnten geschlossen bleiben. Alle seine Gedanken, jeder Nerv in ihm war nur auf eins concentrirt, nicht auf ich will nicht schlafen", sondcrn nur auf was geschieht, wenn ich wieder einschlafe?" Stirb, aber mache Deinem Regiment keine Schander so hatte sein Capitän gesagt. Plötzlich stand Fräser still aufrecht und stramm; dann begann er aber zu taumeln, wie halb betrunken. Er knöpfte seine Bluse auf, entnahm aus einer Tasche ein schweres Enveloppe und zog eine Photographie heraus das Bild einer reizenden, jungen Frau und eines hübschen Knaben, welcher an ihre Schulter gelehnt, ihn lachend an sah. Er betrachtete das Bild lange und liebevoll eingehend, der prachtvolle Mondschein erleichterte ihm dies. Dann steckte er das Bild wieder zurück und chloß die Bluse. Er schüttelte sich dann heftig, wie em eben dem Wasser entsteigender Neusundländer Hund und begann mit großer Aufmerksamkeit und Sorge in die Umgebung zu spähen. Aber es half ihm nichts, er rieb sich die schläfrigen Augen und setzte sich dann auf einen kleinen Mooshügel. Seine Gedanken waren immer noch von einem schrecklichen Gefühl emgenommen; aber er lächelte ein schmerz liches, bekümmertes Lächeln. Er nahm sein Gewehr zwischen die Krnee und fing an mit einem StückchenBindfaden, welches er seiner Hosentasche entnommen hatte, zu hantiren. Capitän Victor Hearn war ein ge fühlvoller Mensch. Seine Popularität war aus zwei Ursachen zurückzuführen, auf seine persönliche Tapferkeit und Verachtung jeder Gefahr und dann auf das große Interesse, welches er dem Wohlergehen jedes seiner Soldaten zeigte. Dieses Interesse war es auch, welches ihn jetzt veranlaßte, den Kreis seiner lustig singenden und zechenden ameraoen zu verladen uno eine Runde zwischen den Posten zu machen. Er kannte Fräsers Familie und dachte daran, daß er wieder auf Posten war. Sein letztes Vergehen beunruhigte den Capitän. Als Hearn zu dem Popen kam, welchem er so großes Interesse entgegenbrachte, gerieth er in Zorn und seinen Lippen entfuhr ein wüthendes Goddam!" Vor ihm, wie ein Gespenst im Mondschein, saß der Mann, den er suchte. Die Hände umspannten den Gewehrlauf, Kopf und Brust waren nach vorn gebeugt und ruhten auf der Waffe. Fräser war unzweifelhaft wieder eingeschlafen. Im ersten Augenblick wollte der Capitän in seiner Erregung und seiner Dienstpflicht gemäß den Mann seinem Schicksal überlassen, welches er auch unzweifelhaft verdiente dem Schicksal, standrechtlich erschossen zu werden. Dann aber kam eine mildere Regung über ihn. Er dachte an Fräsers Frau und an sein Kind. Er entsann sich auch eines Bildes, das er einst gesehen und das einen tiefen Eindruck auf ihn gemacht hatte. Es stellte Napoleon dar, wie er eine Schildwache schlafend antrifft und das Verbrechen verzeiht. Die verschiedenen Gedanken vereinigten sich zu einem gütlichen Resultat. Nachdem er einige Sekunden still dagestanden hatte, ging er auf Fräser mit drohender Faust zu und rief: Wach auf. Du Idiot!" Bei den ersten Worten des Capitäns leuchtete es auf, ein dumpfer Knall und der Körper Fräsers fiel bewegungslos zu Boden. Hinterhalt, beim Jupiter." rief Hearn, feuerte seinen Revolver ab und erwartete den Angriff, vielleicht sein Ende durch eine andere tückische spanische Kugel. Die Postenlinie entlang wurden wieder andere Schüsse als Antwort abgegeben, und in der Entfernung konnte man sehen, daß das Lager alar-

mtrl war. AIS Hearn nach utn m Posten sah, erregte die bel"' ' .. todten des Gewehrs desselben ' ndere Lage samkeit. BHtzJtt' .. Me Aufmerkschenmesser t.itü nahm er sein Tafaden ' nd schnitt ein StückBindr1' ,ort. welches das Gewehrschloß ...ii dem Stiefel des Postens verband.

Schnell auch öffnete er das Schloß, warf die leere Hülse heraus und ersetzte dieselbe durch eine frische Patrone, welche er dem Posten abgenommen hatte. Ich möchte wissen," murmelte er während dieser Arbeit, ob Fräser der größte Feigling oder der muthigste Schwächling war. welcher jemals gelebt hat. Auf alle Fälle ist das Regiment nicht entehrt!" Als die Patrouille kam und das ganze Lager alarmirt war, half Capitän Hearn mit bewundernswerthem Eiser den erbärmlichen Feigling suchen, welcher Fräser hinterrücks erschossen hatte. Und nach New Jork aina die Na.ckricht an die junge Wittwe, daß ihr Mann, der Freiwillige Fräser, auf Vorposten in Ausübung seines Dienstes den Heldentod gefunden habe. l Die Modekrankheit. Von e. Jsclkri. In einer Zeit, da wieder einmal alle Welt an der Modekrankheit, der Influenza, erkrankt, gewährt es vielleicht den Erkrankten und denen, die durch die Jnfluenzirung Anderer zu leiden haben, einigen Trost, etwas aus der Geschichte dieser epidemischen Krankheit zu vernehmen. Vielleicht ist schon die Wahrnehmung tröstlich, daß m Zelt läufen, in denen die Influenza zeitwei lig auftrat, manche andere epidemisch austretende Krankheit verschwand, wie wir ja auch jetzt wieder in den zehn Jahren, in denen die Influenza wieder bei uns heimisch geworden, thatsächlich ein Abnehmen der Typhus - Epidemien beobachten konnten. Vor dem 14. Jahrhundert findet sich kein Symptom von epidemischen Katanken, und bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts findet man nur sehr we nig Beschreibungen von den Sympto men dieser Epidemie bei den Schrift stellern der damaligen Zeit. Im 14. und 15. Jahrhundert zeigte sich die Krankheit in Italien und Frankreich. Selbstverständlich wird die Epidemie in jenen Jahrhunderten außer in Frankreich und Italien auch anderswo aufgetreten sein, nur fehlen uns die Nachrichten darüber, weil jene beiden Länder die einzigen in Europa waren, wo die Aerzte ihre Beobachtun gen schriftlich aufzeichneten. Im 16. Jahrhundert durchlief die böse Grippe Italien. Frankreich und Spanien; sie verursachte den Tod der Königin Anna, der Gemahlin Philips I., und brachte das Leben des Papstes Gregor XIII. in Gefahr. In den wahren 1557. 1559. 1574. 1580 machte die Epidemie den Kreislauf durch ganz Europa. Sie war nicht allgemein von unglücklichen Folgen begleitet, außer in Italien, wo man zu häufig Aderlässe anwendete. In Rom allein unterlagen ihr 9000 Personen. Vilalta behauptet, die Grippe habe fast ganz Madrid entvölkert. Sie verbreitete sich so schnell in Barcelona, daß in einer Zeit von zwölf Tagen 20.000 Personen davon ergrissen wurden. Im siebzehnten Jahrhundert trat die Krankheit in England auf. 1669 und 1675 grassirte sie in Deutschland und Frankreich. 1676 in Deutschland und England. Sydenham, der sie beschreibt, spricht von ganzen Familien, die plötzlich davon befallen wurden. Im 18. Jahrhundert durchlief die Grippe zunächst Rußland, Frankreich und Italien und machte dann im Jahre 1729 einen Rundzug durch ganz Europa. Niemals war die Krankheit noch so allgemein gewesen, wie in diesem Jahre. Sie fing im Januar an, als Thauwetter ganz plötzlich auf harten Frost gefolgt war. Sie befiel Menschen und Thiere gleich stark. Damals nahm sie zuerst den Namen In sluenza an, den sie von Italien, wo sie damals ihren Anfang genommen hatte, mitbrachte. Derselbe sollte den angeblichen bösartigen Einfluß der Elemente bezeichnen. Die Teutschen nannten damals die Krankheit auch den katarrhalischen Blitz", um die Schnelligkeit der Erkrankung zu bezeichnen. Im Jahre 1799 herrschte sie in Rußland, in Kasan, in Moskau, Petersbürg. Kronstadt; 1800 war sie im südlichen Frankreich. 1802 in Italien und in Frankreich, 1813 ebenfalls inFrankreich, 1817 in England und in Frankreich, 1833 in ganz Großbritannien, und 1837 machte sie wieder eine Reise durch ganz Europa, um dann ein halbes Jahrhundert fast ganz zu derschwinden. Erst im Jahre 1889 trat sie dann wieder mit großer Heftigkeit auf und scheint sich seitdem zur jährlich wiederkehrenden Modekrankheit ausbilden zu wollen. Man nahm früher an, daß die Epidemie die unausbleibliche Folge einer strengen Kälte sei. auf die eine feuchte Witterung folgt; doch scheint mehr wohl die feuchte Witterung die Vorbedingung der Krankheit zu sein, da sie sich auch in feuchten Sommern gezeigt hat. Nicht allgemein bekannt dürfte übrigens sein, daß auch Goethe nicht nur an der Influenza gelitten, sondern auch derselben vorübergehend in einem' Sonett gedacht hat, allerdings wohl, bevor ihn die grimme Seuche", wie er die Krankheit nennt, selbst ergriffen haben mag. . Das betreffende Gedicht rjc.0i Nemesis" und beginnt wit den folgenden Worten: Wenn durch das Volk die grimme , Seuche wüthet. Soll man vorsichtig die Gesellschaft ' . lassen. Auch hab' ich ost mit Zaudern undVerpassen Vor manchen Jnsluenzen mich gekittet. . .

Ein anverer großer Dichter, Charles Dickens, beschreibt die Krankheit in seiner Wochenschrift Household Words" in bezeichnender Weise und gibt dabei auch einen kleinen Bericht über diese Epidemie in England. Da Manches. wasDickens da sagt, auch für uns zutrifft, sei es hier wiederholt. Es heißt da: Ich habe bemerkt. Missis Rummer, daß, wenn Sie den Schnupfen haben, Sie dann immer sagen. daß Sie die Influenza haben. Ohne Zweifel ist Influenza allerdings ein Katarrh, aber ein Katarrh, der als Epidemie auftritt und der glücklicherweise nicht immer herrscht. Während der letzten drei Jahrhunderte ist die Influenza ungefähr zwanzig Mal aufgetreten und nach jeder solchen Heimsuchung sind verschiedene Personen einzelnen Anfällen der Krankheit noch ausgesetzt gewesen, aber damit ist es dann zu Ende. Es ist eine Epidemie, aber eine ganz sonderbare. Die Krankheit wird durch feine Einflüsse in der Luft hervorgerufen und wird deshalb von den Italienern Influenza genannt, während die Franzosen sie als Grippe bezeichnen und alte Aerzte sie als an-

steckenden Katarrh" benennen. ' Sicher lich ist sie ansteckend, aber das ist noch nicht Alles; richtige Influenza schließt mcht nur alles Bose, was Katarrh ent hält, ein, mit einer mehr als gewöhnlich großen Neigung, sich auf die Augen zu werfen, sondern sie ist auch begleitet von einem gewaltigen Sinken der Lebensgelster. Man kann das Niedergedruckt sein, das in Folge der Influenza eintritt, so wenig mit dem vergleichen, welches nach einer Erkältung kommt. als man einen Brunnen mit dem Loch eines Regenwurms vergleichen wird. Die Krankheit hat einen raschen Verlauf: ein vorher gesunder Mann ist eine Woche lang krank, es bleibt ihm dann aber noch eine Schwäche zurück. Ein kränklicher oder alter Mann wird oft durch sie in 3 Grab gebracht. Die Jnsluenza von 1837 war in der That verderblicher als die Cholera, wenn auch nicht offenbar. An ihr starben nicht mehr, als in einer Cholerazeit sterben, aber die Zahl der Angefallenen ist bei Weitem größer. Die Influenza pflegt wohl die Halste der Einwohnerschaft emer Stadt zu erareifen. und wenn dann alle wieder gesund werden bis aus einen unter tausend kräftigen Leuten und mehrere schwächliche Per sonen' sterben, so kann die Sterblichkeit immerhin beängstigend groß erscheinen. großer als die, welche durch Cholera verursacht wird, die nur wenige von uns ergreift, aber die Hälfte oder ein Drittel von denen, die sie ergreift, da hinrafft. Daß geheimnißvolle Ein flüsse vorhanden sind, welche diese Krankheit hervorrufen, das ist keinem Zweifel unterworfen. Im Jahre 1833 kam die Krankheit zu uns (nach Eng land). Am 3. April dieses Jahres, den Tag seiner Ankunstfuhr ein Schiff, tag" genannt, denCanal herauf und gelangte um 2 Uhr auf die Höhe von Verry Head, an Bord Alles wohl. Dort wehte ein östlicher Wind vom Lande, und in einer halbenStunde wa ren 40 Mann von der Influenza befal len: um 6 Uhr standen 60 Influenza Kranke auf der Krankenliste, am folgenden Tage um 2 Uhr lagen 160 Mann krank darnieder. An demselben 3. April zeigte sich die Krankheit in London, an demselben Tage ging das Wache habende Regiment in Portsmouth beim besten Gesundheitszustand zu Äette, und am anderen Morgen wa ren nicht Soldaten genug vorhanden, die fähig gewesen wären, aufzustehen und den nöthigen Garnisondienst zu verrichten. ie Jnsluenza hatte sie er griffen. Was Influenza ist. vermaa kein Mensch mit Bestimmtheit zu sagen. Jnsluenza ist oster in merkwürdiger uiitx t ver Vorlauser der Cholera aewesen, und man setzt voraus, vielleicht mit Unrecht, daß sie t einer bestimmten Richtung vorrückt, ohne vom Winde abhangig zu sein. In diesem Falle sagt man, daß sie mit den magnetischen Strömen der Erde in Verbindung steht. tr i . i.. t i r m - 1 ' Aucy von oer elellriscyen escyassen heit der Luft soll sie abhängen, die ne gativ elektrisch wird, oder eine Anhäu fung von Elektricität im menschlichen Körper zu Wege bringt. Bei vielen Epidemien der erwähnten Art hat man die Erscheinung von trockenen, dicken Nebeln beobachtet, oder man hat nega tiv elektrische Wolken und Gewitter vor dem Ausbruch einer Epidemie wahrgenommen. Fleisch, das an dem Schwanz von Papierdrachen ' in die Hohe gesandt war, erwies sich beim Herunterkommen als faulig geworden. Man hat das Entstehen der Influenza jr. I n i 2z . . aucy oer umer oesllmmlen Bedingun gen erfolgten Entwickelung von Pflan 5 r.V r zenieimen ooer ieoenoen vejen zugeschrieben, die kleiner sind, als daß sie r -. 'e r -r . milro,iopiicy wayrneymoar wären; auf diese Weise könnte eine Person, die diese Keime mit sich herumträgt, durch Berührung oder durch Nahekommen die ttrankhelt aus andere Personen übertragen. So kann man die bestimmte Thatsache erklären, daß ein Mann, der mit der Eisenbahn von einer Stadt kommt, in welcher Influenza herrscht, ohne selbst krank zu sein, die Krankheit an seine Freunde, mit denen er zusammen wohnt, überträgt, ohne daß die Stadt, in der er wohnt, sonst von Influenza ergriffen ist." Das schrieb Dickens vor ungefähr 50 Jahren. Allzuweit scheint die Wissenschaft in der Erkenntniß dieser Epidemie und ihrer Entstehung seitdem nicht fortgeschritten zu sein. Im Luggenhusenscken Kirchspiel in Estland geriethen zwei gebildete Männer auf einem Spaziergange wegen einer Regel der russischen Grammatik so heftig aneinander, daß der ältere nach Hause lief, die geladene Flinte holte und seinen Gegner niederknallte. Der Tod trat sofort ein: der Mörder wurde verhaftet.

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