Indiana Tribüne, Volume 22, Number 216, Indianapolis, Marion County, 25 April 1899 — Page 2

Zudwns Tribüne.

Erschentt Täglich und SeMtaz. Xtt täglich IriJine kofttt durch den Xxlc J Jt ptz Docht, di ontaa.trt8Üe"J Xcxtf pn Oochk. Selbe iuf ttmcs IS TtS feu M Cmtf p Vtt. Vtx Vft inhali CUfc plgeschiSt tt itwfltiOUnfl V p gaU. Cffti 10 ca NlaZsma CttctU Indianapolis, Ind., 25. April 1899 LungenentzündungS'Neuigkelten. Jüngst sind, ungefähr gleichzeitig in amerikanischen und in europäischen Aerzte-Kreisen, einige Stimmen aufgetaut, welche eine wesentlich neue Auffassung der Naturgeschichte der gefürchteten Lungenentzündung- vertreten, die im verflossenen Winter bei uns besonders viele Opfer gefordert hat. Von Interesse ist in dieser Beziehung namentlich die fachmännische AbHandlung von Dr. And. H. Smith, die erst nächstdem vollinhaltlich erscheinen soll, aus welcher sich aber bereits einige Hauptpunkte mittheilen lassen. Daß auch bei der vorliegenden Krankheit gewisse microscopische Lebewesei: oderOrganismen von Bedeutung sind oder wenigstens vorkommen, wird auch bereits von anderer Seite einge räumt. Dr. Smith nimmt aber den radikalsten Standpunkt in dieser Hinficht ein; er behauptet, daß man den bisher beliebten Namen dieser Krankheit gar nicht oder höchstens in Gänse, füßchen anzuwenden berechtigt sei, indem dieselbe überhaupt keine eigentliche Entzündung der Lunge darstelle, sondein vielmehr lediglich durch natllrliche Züchtigung gewisser Seuchenkeime in den Luftzellen der Lunge verursacht werde; die mit der Lunge in Verbindung stehenden Functions-Ge-säße sollen den Vermittlungsstosf für diese Keim-Züchtung liefern. Wenn Diese Auffassung richtig sein sollte, dann würde auch die Nachricht, daß ein deutscher Professor eine Se-rum-Heilbehandlung" für das vorliegende Uebel entdeckt habe eine Nachricht, die vorläufig ohne weitere Aufklärung übermittelt wurde wenigstens so vernunftgemäß erscheinen, wie seinerzeit die Nachricht von der Herstellung eines Dyphtheritis-Serums und anderer Serum-Präparate, über welche das letzte Wort noch lange nicht gesprochen ist. Einstweilen muß diese Frage eine offene bleiben; doch mögen einige der. noch weiterer Bestätigung bedürsenden Auslassungen von Dr. Smith . über den Charakter dieser wichtigen Krankheit unter allen Vorbehalt hiermit folgen: Der Schlüssel zur Beurtheilung der ganzen Frage scheint mir in der doppelten Blut-Circulation der Lungenflügel zu liegen; diese ist zwar eine allx. rr- j- . . it. !fx. oq . oeiannie allzc, iqic paiqoiogie cdeutung aber hat man bisher übersehen. In keinem anderen Organ unseres Körpers, als gerade in der Lunge, könnten gesunde Structur und krankhafte Thätigkeit dirt neben einander bestehen ; denn die Lunge ist das ein zige Organ (obwohl das Herz bis zu einem gewissen Grade eine ähnliche Verfassung aufzuweisen hat) in welchem die Blut-Zufuhr fürErnährungszwecke und diejenige für functionelle - Arbeitszwecke getrennt von einander geliefert werden. Was man Pneumonia" nennt. kann schon deswegen keine Entzündung

der Lunge sein, weil es die Ernährung dieses Organes nicht beinträchtigt" (dies ist wenigstens die Meinung von . Dr. Smith) .und ich bin zu der Uebert zeugung gekommen, daß diese Krank--heit weiter gar nichts ist, als ein Keim-

züchtungs-Verfahren; der Stoff, in welchem diese Bacterienkeime wachsen, wird durch die funktionellen Haarröhr-chen-Gefäße .der Lunge zugeführt; sofern er aus dem Blut kommt, wird je- . de dem Blute beigegebene Substanz

I auch in jenem Stoff zu finden sein; es käme also darauf an, in daS Blut eine

Substanz einzuführen, welche dem Wachsthum der Pneumoma-Keime un günstig ist. Hier ist der Punkt, an welchem eine gründliche Behandlung dieser Krankheit wird einsetzen mus sen." Wie man sieht, zielt Dr. Smith auf eine legelrechte Antitoxin-Behandlung -der sog. Lungenentzündung und er . waltet von einer solchen ' eine große Zukunft. Trotz seines Radicalismus in dieser Beziehung bleibt er mdeß vor sichtig und sügt hinzu, daß bis jetzt noch gar nichts Verläßliches zu diesem Behuf vorliege. Auch scheint er die.bekannte Anwendung von Creosot, fall cylsauremSodium und Chinin vorlaur? -rr. i slg geucn zu iacn. Oeyndeamte aus eisen. Zu den Wahrzeichen des Frühlings bei un? gehören auch die häufigen In ftfiriinrt&fnhTißrt hnn s?tfnfirrfin-nm I f V 4 V w II V IIVUWtlVMUI

. ien in Pnoar -Waggons lyrer hinten, s und da Erscheinen solcher, nicht für

das Publikum vorhandenen rollenden Paläste" und ihrer Insassen' ist na 'mentlich in .ländlichen Gegenden alle ' mal ein Gegenstand großen Interesses, ja eS verursacht vielfach ebenso be deutende Zusammenläufe, als ob der Präsident der Ver. Staaten selber per l?rtrazua anaedamvft komme, oder mit

,. c J o s -rr " -i - - " - in europäischen Städten das Erscheinen des Fürsten! Sind doch in vielen unserer ländlichen Gegenden die Eisen-

t bahnen in allen praktischen Beziehun

gen so ein Art Regierungszweig", WilV HVlU'VUjU vt. ilUUJ iiiicuuiuc. x. v . v. Nicht als ob nicht auch in Winters-

: zelten solche Amts - Jnspectionsrel äsende manchmal in ihren Prioatwagl 'gons auftauchten; mitunter erschein

dies sogar dringend nothwendig. Aber die Frühjahrszeit ist doch die eigentliche ir r.! wi.r. cf 13 rn . : r . vsaijo ui oicjc 'Uinia - jicicii im weiten Reich der Schienenstränge. Da bat sich eme Menge Arbeiten vom Win ter her aufgehäuft; die Bahnbetten, die so lange verschneit waren, lassen sich jetzt auf das Gcnaueste untersuchen (wenn sie nicht etwa unter Höchwasser iitttnll nil langer lass der Ziitä

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.Das ..Jobann Hoff'sche Malz - (straft"

wurde mit ausgezeichnetem Erfolge angewandt, und haben es die Kranken mit großem Vergnügen genommen.5l. v. BiSmarck.

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macht

Fleisch und Blut.

Johann Hoff 0

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über den Zustand des Bodens täuschen. und es gibt gar vielerlei uebelftanve abzustellen und große und kleine Verbesserungen zu machen. Man- kann sagen, daß diese Jnspections - Reisen dasselbe für die Bahnlinien sind, wie die Frühjahrs - Hausreinigung für eine Wohnung, und beinahe auch ebenso ungemüthlich, obgleich die schneidige HauSfrau mit dem SchrubbBefen und dem leichten Sturm-Häub-chen mchts dabei zu bestellen hat! , Viele stellen sich die Geschichte allerdings ganz anders vor und meinen Wunder, ein wie riesiges Vergnügen solche obrigkeitlichen JnspectionsReisen für die Bahnbeamten (BahnPräsidenten oder die anderen Großmogule) sein müßten. Sind doch in manchen ländlichen Zeitungen diese amtlichen Privatwaggons beinahe wie Feenpaläste geschildert worden, oder doch wie die großartigsten Verbindun gen luxuriöser Ausstattung. Dieses Bild will jedoch schlecht passen. Man kann darüber streiten, wie weit in sonstigen Beziehungen unsere Bahn Präsidenten, Bahn - Superin tendenten, General Betriebsleiter u. s. w. herrlich in der Welt leben". Thatsache lst aber, daß diese amtlichen Jnspections - Touren alles Andere eher, als Frühjahrs - Vergnügungs reisen sind, ja daß sie vielmehr zu den unangenehmsten und strapaziösesten Obliegenheiten dieser Leute gehören und namentlich im Westen thatsächlich ihre schwerste Arbeit bilden, und sie eine wahre Gänsehaut vor ihnen haben, gerade wie der biedere Hausherr vor der Frühjahrs - Reinigung! Und was die Ausstattung dieser amtlichen Privatwaggons anbelangt, so sind dieselben keine rollenden Pa läste, sondern vielmehr rollende Geschäftsstuben und Kanzleien im strengen Wortsinn und enthalten kaum ein einziges Stück, das nicht geschäftlich nothwendig ist, sei es auch nur indirekt, wie z. B. der Küchen - Waggon. Obwohl ein gewöhnlicher Privatwaggon seine 514.000 bis $20,000 kostet, ist Raum - Ersparniß und nüchterne Einfachheit hier Trumpf, und an Comsort oder gar Luxus lassen sich diese Ge schäftsstuben auf Rädern bei Weitem nicht mit den Bahnwagen vergleichen, welche für das allgemeine Publikum gebaut wurden, das heißt, für denjenigen Theil desselben, der für eine komfortable Reise bezahlen kann! Die Eisenbahn - Herrschaften, welche solche Jnspections - Reisen sich leisten müssen, athmen allemal erleichtert auf, wenn der Rummel wieder glücklich vorüber ist, und sie sich auf ihren Lorbeeren" ausruhen können. Gegen Haserbrand. Der Verlust, den die Farmer in Wisconsin durch den Brand in Hafer erleiden, belauft sich jährlich auf mehrere Hunderttausende von Dollars, welche Summe mit geringen Kosten durch rechtzeitige Behandlung des Samens von Hafer vor dem Pflanzen gespart werden kann. Man hat jetzt, wie der Horticulturist E. S. Hoff von der Staats - Versuchsstation in Madison, Wis., in einem Bulletin bekannt macht, eine billige und einfache Methode zui Verhütung von Brand im Hafer gefunden. Man muß den Samen gehörig mit einer Auflösung, die aus einem Pfund Formalin mit 50 Gallonen Wasser vermischt besteht, durchtränken und den Samen ungefähr zwei Stunden lang vor dem Trocknen darin las sen. Zu diesem Zweck lege man eine Schicht Hafer, drei oder vier Zoll dick, auf den Boden und befeuchte dieselbe mit der genannten Auflösung; dann lege man eine zweite Schicht darüber und durchtränke dieselbe ebenfalls, und so weiter, bis aller Samen durchtränkt ist. Hierauf lasse man ihn zwei Stunden lang trocknen, und dann breite man den Hafer in ganz dünner Lage aus, bis tz vollständig trocken ist. Formalin kann man in irgend einer Apotheke kaufen; dasselbe kostet von 33 bis 50 Cents per .Pfund. Etwa eine Gallone der Auflösung ist genügend für einen Vushel Hafer und daher reicht ein Pfund Formalin für 50 Bushel Hafersamen auS. Formalin ist ungefährlich und unschädlich für den Hafer. Oras Waldersee". Auf seiner Jungfernreise ist Graf Waldersee", der neue Dampfer der Hamburg-Amerika - Linie, nach einer glücklich verlaufenen Reise in New York eingetroffen. Graf Waldersee" ist ein Schwesterfchiff der Pennsylvania" und Pretoria", doch enthält er umfangreichere Kajüten - Einrichtungen, da viele Passagiere, die von der Seekrankheit zu leiden haben, die Fahrt auf einemDampfer dieser Klasse der mit einem Schnelldampfer vorziehen. Diese Dampfer haben sich in der That als Passagierschiffe ganz ausgezeichnet bewährt. Zu noch weiterer Erhöhung der Stabilität ist der Graf Waldersee" mit Seitenkielen versehen worden. Gleich der Pennsylvania" und Pretoria" hat das Schiff eine Länge von 560 Fuß. eine Breite von 62 Fuß und eine Tiefe von 41 Fuß. Bei voller Befrachtung . hat er ewen Aiefgang von 21 Fub.und eine Was

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Berlin.

sVerlln, fttue Wilhelm Ztr. I. i Pari. 88 Kne de l'Echlquler. fttw Bork, 136 FranNin Sir.

0 lerverorangung von W.000 Tonnen. Die nach denVorscbriften der deutschen See - Verufungsgenoffenschaft eingerichteten zwölf Querschotten theilen das Schisf in dreizehn vollständig von einander abgesonderte Abtheilungen. Die unteren Laderäume enthalten auch stählerne Längsschotten, sogenannte Schlingerschotten, die -das Uebergehen der Ladung verhindern. Der Graf Waldersee" hat vier durchgehende Decke, die von unten nach oben Zwischendeck, Hauptdeck, Oberdeck und Awningdeck (Sturmdeck) heißen. Unterhalb des Zwischendecks befindet sich noch ein partielles Deck, das sögenannte Raumdeck.' Die Aufbauten aus dem Awningdeck haben wiederum drei DeckS, und zwar das Salondeck, darüber das vollständig sonnengeschützte Promenadendeck und über diesem das aus Holz construirte Vootsdeck. Der Doppelboden ist durch die vorerwähnten zwölf Querschotten, sowie durch LängSschotten in fünfundzwan zig Abtheilungen eingetheilt, die sämmtlich als Wassertanks dienen und 1800 Tons Wasserballast aufzunehmen vermögen. Die Frischwassertanks fassen 412 Tons Trinkwasser. Die Laderäume, neun an der Zahl, haben insgesammt 73.000 Kublksuß Raum inhalt und vermögen 13.000 Tons Schwergut zu fassen. Zwei davon sind zum Transport von Fleisch, Fischen und sonstigen Waaren, die kühl gehal ten werden müssen, mit besonderen Jsolations - Einrichtungen versehen. Die Kohlenbunker fassen 1430 Tons Kohlen. Die Maschinen des Graf Walder see", zwei aufrecht stehende Quadru pel - Expansions Maschinen von zu sammen 6000 indicirten Pferdekräf ten, geben dem Schiff durch zwei vier flüaelige Bronzeschrauben eine Geschwindigkeit von 14 Seemeilen in der Stunde. Vier doppelendige Kessel mit je sechs Feuern dienen zur Erzeugung des Dampfes. Die elektrische Erleuch tungsanlage erstreckt sich auf alle Räume des Schiffes. 850 Glühlam pen dienen zur Erleuchtung des Sa lons. der Passagierkammern, wie der Officiers- und Mannschaftsräume. Die Lösch- und Ladevorrichtungen sind nach den neuesten .Erfindungen hergestellt. Zur Passagier - Beförderung hat der Graf Waldersee" auf dem Awning - Deck, dem Salon- und Prome naden Deck für die Passagiere erster Klasse dreiundsechzig Kammern von außergewöhnlicher Größe, die. mit Ausnahme einiger Familienkammern, mit nur drei Personen belegt werden. Insgesammt sind die Kammern zur Aufnahme von 210 Passagieren erster ttlasse bestimmt. Die Kajüten - Passagiere zweiter Klasse erhalten Kam mern im Hinterschiff aus dem Oberdeck. Es sind vierzig, die theils mit zwei, theils mit vier Personen belegt werven. Auch einiae Famllienkam mern mit sechs Betten sind vorgesehen. Die Höchstzahl der Passagiere ist 125. Für Zwischendecks - Passagiere bietet ver Dampfer gleichfalls gute Einrichtungen. Es sind für eintausend 5iwi schendecker theils auf ' dem Oberdeck Kammern vorhanden, theils sind die Kojen im Block - System vorgesehen. sCl ! r . r , r . . vsiii cigcnci pcifcial. iowie reichliche Waschhäuser mit Douchen etc. siehen den Zwischendecks - Passagieren zur Verfügung. Das ganze Vorderschiff dient ihnen als Promenadedcck. Sämmtliche Räume haben eine vorzllgliche Ventilation. Außer den gewohnlichen feststehenden Ventilatoren werden auf dem Awning - Deck noch fünf durch Dampfkraft getriebene Ventilations - Maschinen aufgestellt. Der Dampfer führt insgesammt zweiundzwanzig große eiserne Rettungsboote, davon' 14 von 30 Fuß Länge und 3 sogenannte Klappboote von 26 Fuß Länge. Der Noman einer Fürstin. Ein Proceß, der das Interesse des Publikums schon länge in Anspruch nahm, fand, in diesen Tagen' in. Rom seinen Abschluß. ' Der Advokat Can. nella war angeklagt wegen Freiheitsberaubung, begangen an der Fürstin Maria La Grua di Carini, Gattin des Marchese Artale. Am 20. December 1897 erhielt der Advokat Maltese von der Fürstin einen Brief, in welchem sie ihn von ihrer Lage in Kenntniß sehte: Die Behörden begaben sich sofort in die Villa Carini, die man aber verschlossen fand. Man stellte eine Leiter an ein offenes Fenster im ersten Stock und gelangte so in den Palast, der fast leer von Möbeln war. Die Fürstin fiel beim Anblick des StaatsanwaltS vor freudigem Schreck auf die Kniee und wollte ihrem Retter aus qualvoller Gefangenschaft die Hände küssen. Von dem., ganzen einst auf's , prachtvollste ausgestatteten Palast bewohnte die Fürstin mit ihrer blinden Tochter ein einziges, höchst dürftig eingerichtetes Zimmer im linken Flügel. Die Tochter lag krank im Bett, vor dem einTisch stand mit den Resten einer kärglichen Mahlzeit. Um. jede Bewegung der Fürstin überwachen zu können, schlief im Nebenzimmer "ihr Peiniger, der fürkUÄ tafcite: Oulervervaltn

Cannella. In seiner Abwesenheit mußte der 35jährig: Pförtner derFürstin den Wachdienst übernehmen. Im immer Cannellas fand man . einen

Pack Rentenp.'riere. welche der Fürstin j gehörten und ;.r. Testament, in dem er um Erben oes größten Theiles des ürstlichen Vermöge. Z eingesetzt wurde. us dem Procek ama hervor, van ver Verwalter Cannella zu der, trotz des vorgerückten Alters immer noch sehr eitlen Dame in ziemlich nahen Beziehungen gestanden hatte; als sie sich spater entzweiten und die Fürstin ihn entlassen wollte, drohte er mit einem Skandal und brachte die geängstigt? Frau so m seine Gewalt, daß sie ihm unbedingten Gehorsam leistete. Erst als der gewissenlose Unmensch einmal abwesend war, konnte sie den vorher aescbilderten Rettungsversuch unter nehmen und an Maltese schreiben. Der Proceß fand nach 12 Sitzungen mit der Verurthenung Eannellas zu 6 Jahren 2 Monaten Gefängniß fernen Ab schluß. Seine Verurtheilung, sowie die seines Mitschuldigen, des Portlers FrancescoRandanzzo wurde vom zahlreich anwesenden Publikum mit großem Beifall aufgenommen. Im ZZeilye öer ZUode. Die Anordnung der Frühjahrstoilette erfordert schon deshalb die größte Aufmerksamkeit, weil me ganze Toi lette. d. h. Kleid, Jäckchen oder Um hang, Hut, Schirm u. s. w. nicht nur unter sich, sondern auch mit der Trage rin in geschmackvoller Uebereinstim muna stehen müssen. Für einen Toi lettengegenstand ist nicht allein der Reiz oder die Neuheit maßgebend; er muk vor allem fernen Zweck erfüllen Solche Bedenken sind auch gegenüber den von der Mode so sehr begünstigten. nach der Figur geschnittenen, oben eng anliegenden Röcken am Platze. Sie sind nur hübsch für schlanke, noch jugendliche Gestalten, während ältere und starke Damen sie vermeiden sollten. Für diese ist der einfachste Rock mit hinten zwei nach innen gelegten Falten, sowie das Ueberkleid oder die lange Rocktumka am passendsten. Da die Röcke der modernen Costürne häufia lose auf dem Futterrock aearbeitet werden, so empfiehlt es sich, diesen mit einem mäßig weit geschnittenen Serpentlnevolant, krausen Frisuren, Rüschen oder dergleichen zu besetzen; auch erbalt dieser untere Vioa eine Stoßkante und Schutzborte. Der darüber fallende Rock ist mit emem einfa chen Saum zu versehm, dem zumSchutz ebenfalls eme Borte gegengesetzt wird. Für die modernen Tumkarocke ser trat man selbstverltanvllaz nur ernen Rock an. der oben, so weit ihn die Tu nika deckt, aus Futterstoff gearbeitet und unten nur glatt mit Oberstoss be kleidet oder mit einem eingereihten, ge raden oder auch rund geschnittenen Volant garnirt wird. Die Röcke sind nicht mehr ganz so weit wie biöher, na mentlich bilden sie seitlich nicht meh so viele 5?alten. Neu ist auck eine tun Tunikasorm, die ein bis zum Rande i r f. i p in ves noaes reichender, runo gejaznittener Volant begrenzt; dieser ist wellen förmia mit 30 bis 35 aanz schmalen eingesteppten Säumchen versehen, die rc!w m:r. rjc".. fcu V5moluu von ;oicntqniuEucn im chen und darum auch Bisenstepperei ge nannt werden. Cin sehr beliebter Zierrath an den Frühjahrscostümen sind Patten. Sie . i ;i fi-t!f t r. lveroen um miaz utn in ounucc Heller oder auch abstechender Farbe gar nirt. Die Bise erscheint wie ein feines ungedrehteö Atlasschnürchen und wirkt rn . . r rr - r- . r eis Begrenzung wie ein seiner ajoci Außerdem werden noch Visenverschnü rungen, einfache Steppereien und Bor. tenbesatz viel angewendet. Knövfe in unaemein vielseitiaei Ausführung nimmt man gleichfalls zum Schmuck der leider; nur sollte man hier beachten, daß der Knopf einen wirklichen oder wenigstens scheinbaren Zweck hat. . Sehr beliebt sind außer den , engli' schen Taillen auch die kurzen, anschlie ßenden 5k3ckcken in den verschiedensten offen und geschlossen zu tragenden Formen. Die Jäckchen werden vielfach in abstechender ??arbe oder in kellerer Schattirung als derRock gewählt. Man vervoustanvigl Pe durch Jabots, Alu senchemifetts u. dgl. Die Blusentaillen haben das Ueberbauschende verloren und werden meist durch einen schmalen Stoffgürtel begrenzt. Im Lücken smd diefTMn zum Roßten

Thetl glatt mit Stoss velpannk und oft obne Naht. An englischen Taillen

werden zedoch selbstverständlich alle Nähte auch im Oberstoff ausgeführt. Die modernen Aermel müssen so lana und ena wie möalich fein. Man fertiat sie jetzt auch aus einem Theil an. der von oben biö'unten unter dem Arm mit kleinen Riegeln und Knöpfen geschlössen wird; unter dem Ellenbogen befinden sich, um die freie Bewegung des Armes zu ermöglichen, zwei flache Falten. Außer der so sehr beliebten ein- und mehrfarbigen Seiden- und Applikationsstickerel bilden Litzen, Äleylrejjen und auch buntgestickte Borten häufig den Schmuck; diese Borten sind be;onders hübsch für Marineblau, Grau, Mode, Roth u. s. w., während gewebte scbwae oder weiße, sowie auch melirte Borten ebenso gut für gestreifte, karrnte oder anders gemusterte Stosse verwendet werden können.' Diese Besäke eianen sieb auch vortrefflich zur Neugestaltung vorjähriger Kleider. DleHalskragen sind noch lmmer sehr boch und haben oft die verschiedensten Üeberfalltheile. die aber nicht mehr so ff"Y' . r?t. TS aussaulg wlricn wie sruycr. dagegen bleibt der kleidsame, nicht allzu aroße Mediciskragen fortdauernd das Lieblingskind der Mode. Bezüglich der Farbenzusammenstel lungen bedarf es heute beinahe eines künstlerisch geschulten Sinnes, denn wenn beispielsweise, wie so häufig. Türkisblau und Lila oder Braunroth und Türkisblau zusammen gewählt wird, so müssen die Farben mit großer Sorgfalt zu einander abgestimmt wer den, um einen feinen Zusammenklang zu ergeben. Reicher Besatz aus weißer Mohair franse mit einem obern Abschluß aus grüner Tresse ziert das hübsche Kleid aus roth, grun und ,eiß gestrelftem, feinem Wollenstoff, Figur 1. Der glatte Rock ist zum Theil von einer ziemlich langen, vorn offenen, abgerundeten, Tunika bedeckt, die dreimal von Fransen umgeben ist. Die oben faltenlose Tumka hat hinten eine Naht, an der die Streifen des Stoffes schräg zusammenlaufen. Den mit der Tunika verbundenen Rock begrenzt ein faltiger Gürtel aus grüner Seide. Hieraus besteht auch der gruppenweis rn Saum chen genähte Einsatz, über dem sich die hinten glatt überspannte, vorn blusen förmig gearbeitete Taille mit runden. mit Fransen besetzten Aufschlagen off-' net. Der Einsatz umschließt einen kleinen Latz aus weißem Atlas mit Steh kragen, der hinten durch kleine, mit Fransen besetzte Garniturtheile und vorn durch eine ebenso verzierte Kra Watte geschmückt ist. Die engen Aer mel haben mit Fransen begrenzte Ser pentmetheile und epaulettenarttge n ffranienoela. Modefarben, weiß gestreifter, feiner Wollenstoff ist zu der geschmackvollen Toilette. Figur 2. verwendet, deren Garnitur theils aus hellblauem Taffet, theils aus modesarbenem Atlas, sowie weißem Tuch. Goldknöpfen und Goldsoutache besteht. Der Rock hat einen geraden, oben leicht eingereihten Volant, auf den eine vorn und hinten tief herabfallende, an den Seiten kurze Tunika fällt. Modefarben Atlaspaspel umrandet die Tunika, sowie die hinten glatt überspannte Taille, die sich vorn über einen Einsatz aus hellblauem, in feine Säumchen genähtem Tafset öffnet. Dem Einsatz liegen seitlich schmale, weiße Tuchstreifen auf. die mitGoldknöpfen besetzt sind. Gleiche nopse schmucken auch die den Vordertheilen angeschnittenen, über dem Einsatz zusammentretenden Patten. Um den Stehkragen aus weißem, mitGoldsoutache benähten Tuch leat sich eine schmale Krawatte aus hellblauem Taffet. die vorn eine Schmucknadel ziert. Der breite Reverskragen ist zum Theil mit modefarbenem Atlas bedeckt und die eigenartig geschnittenen Äermel enden in Spitzen. Zur Vervollständigung des Kostüms dient ein weißer Lederaürtel, dessen Schloß aus weißer Emaille mit einem Drachen in blauer Emaille geschmückt ist. Aeußerst fesch wirkt die Promenadentoilette aus braunem und beigefarbenem Covert-coat-, Figur 3. Aus dein dunklen Stoff besteht der Rock, der an 'dem mäßig breiten Vordertheil mit zwei schmalen Stoffstreifen abgegrenzt ist. Die Hinteren Theile des sehr hütschen, kleidsamen Rockes sind kürzer, sowie, am unteren Rande bogenförmig ausgeschnitten und mit einem ebenfalls boenfölrÄg ceschnlttenen, schmalen

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A rnachinist in St. Louis rel&testhat for eighteen rnontb bis life had been a perfect torturc by reason of paios and general bad'fwling arUiog from Indigestion, but having read about RIpaes Tafoüles he said: " I made p taj mlnd at last to try them, and they are great I I now use them every now and then, and havt no more Indigestion, no bad feeling, and tny appetitt is much better. Evarybody tbat uffersfrom Indigestion ahoold try them."

Td)eil, sowie mit einem Serpentinevo lant begrenzt, bie saumartig untergesteppt sind. Die kurze, mit Steppstichen verzierte, mit farbigem Seidenfutter versehene Jäckchentaille aus hellem Covert-coat" hat unten abgerundete Vordertheile mit kleinen, aufgesteppten Stoffapplikationen, die in einem Dreiblatt enden. Auf die Vordertaille legen sich außerdem kurze, ab gerundete Jackentheile, die sich mit den Vordertheilen zugleich mit durchsteppten, ziemlich breiten Aufschlägen umlegen. In dem hierdurch gebildeten Ausschnitt wird ein Latz nebst Stehkragen aus plissirter, rothlila Seide sichtbar, den eme Krawattcnschleife aus weißer Gaze mit Kräuschenbesatz schmückt. Die engen, mit einer Spitze über die Hand fallenden Aermel sind hier und amOberarm it viermal durch steppt. Der Toilette angepaßt ist der beigefarbene, runde Basthut mit niedrigem Kopfe, dessen Garnitur aus flotten, gleichfarbigen Bandschleifen, einer hübschenSimilischnalle und einem vollen Tuff von schönen, großen Parmaveilchen besteht; ein gleicher Tuff befindet sich hinten unterhalb der leicht aufgebogenen Krempe. Sehr geschmackvoll ist die Toilette, Figur 4, aus fliederfarbenem Tuchstoff, deren glatter Rock hinten in zwei nach innen gekehrte Falten geordnet und auf diesen mit kleinen Passementerieknövfchen garnirt ist. An der Taille schließen die vorderen Blusentheile einen glatten Einsatz ein, dessen rechte Hälfte am Rande bogenförmig ausgeschnitten und mit einem zierlichen Börtchen, sowie einzelnen applicirten Spitzenfiguren verziert, der linken leicht übertritt. Die gleiche Garnitur schmückt auch den hochstehenden Kragen, wahrend der große, mit Passementeriefranfe begrenzte, hinten eckig geschnittene Kragen Spitzenbordüre zeigt. Ein schmaler, vorn unter einer altsilbernen Schnalle geschlossener Sammetaürtel deckt den untern Rand der Taille, deren Aermel an dem kelchförmigen Theil Börtchen und Spitzenapplikationen haben. . Eine besondere Neuheit bildet der Umhang aus einem silbergrauen Crepe de Chine - Shawl, Figur ö, der an dem den UmHang ergebenden Theil mit einem Volant umrandet ist, den zartfarbige Stickerei ziert. Die herabhängenden Shawlenden sind an den Querrändern mit gleichen Volants begrenzt. Silbergraue Atlasschleifen schmücken im Nacken die hochstehende Volantgarnitur und decken den vorder Schluß, an dem der Shawl in graziöse Falten celt .HL ui JInf crturnsa ti3

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