Indiana Tribüne, Volume 22, Number 215, Indianapolis, Marion County, 24 April 1899 — Page 1

0 O rlv? Wft A w A A ox ks T ? w ww O W W 7

5

1

",,IM'M,MMM,llMM'MMMMIWMMMMM"M"iMMMMWiWWMWWWWMMEMPWi Office : L!o. 18 Sud Alabama Straße. Telephon 1 171 Jahrgang SS. Indianapolis, Indianer, Montag, öen 24. April 1899- StclZ. . 1 ,,

K giebt viele Leute, welche Geld auSzu Vi- v leihen haben, aber nicht mit den besten lSeschZftSmelhsde," bekannt find und Auskunft über verschiedene Arten von Kapitalanlagen ttünschea. Sie haben vielleicht keine Bekannte, welche ste für zuverlässig halten oder gehen nicht gerne zu ihnen, Sie brauchen den Rath von er fihrenen Leuten, aber wissen vichr, wo sie zu ftndenstnd. Die Union Trust Co., don Indianapolis wird sie gerne bedienen und sie können sich unum wunden mit den Beamten der Gesellschaft über ihre eaelkgenhkiten sprechen und eö kostet sie nicht wie die Mühe vorzusprechen.

Office: (ebäude der Gesellschaft) Ko. 118 und 122 Ost Market Str. Einhezahltes Rapital $600,000 Ueberschuß.Zond 105,000 Verbindlichkeit der Mio. nare 600,000 -B eamte : John S. volltdah, Präsident. Slddison E. Harris. I.Vice.Präsident. Henry Eitel, 2. Li:Prafidet und Schatzmeister. H. Wl. Solls, cckieiai. Paint & Yarnisli Co Einzige deutsche Farbenhandlung in I dlanzpoli. Alle Sorten von Farben, Lelen, Pinseln usw. für Maler. V6nstsrglo in allen Größen zu den maslgslen Preisen. 426 Ost Washington Str. Tel. 334. Vonnegut Hardware Co. We have received a carload of ö & Ui o Ch tt 3 w scl.oi,?MM o co fcß The highest awards over all ! Colurnbian Exposition. lSe. DlerriMairnim ,t JHtr&z. ZsichenbestMeV, Office: 26 Süd Delawarestr. et& llt , 22, 222, 224, 226, 228 Ost Pearlstr. Telephon 811. Offen Tag und Nacht. Aergert Dich Dein Auge s, reiße e nicht an, und werfe tl nicht von Dir sondern wende Dich an (rs te &w pllXM &CAÖ mQßr? wo man Dir für Dein uge da. nöthige Gla. anferttgt. ünftltche Augen werden schmerzlos eingesttzt. G r i l 0 p, erden nach den besten Methoden der Augen an gepabr. Ausgofunden. Schuhe muß ein Jeder Ihaben. Ehe Sie kaufen, feken Sie in Mode'i lerfiniifrr.fttr. da ist die Z?rübiabrsmode aus gestellt. lle möglichen Farben in niedrigen t 1 A- --C. ... (.1. HlUiAM S?lk vmo yoyrn ct9uv 8 iv ""pai" nie Sprecht vor und überzeugt Euch selbst. IDI. I0HiDcfllB, 145 Oll Wasblnaton Vtr Uuterstnöt die mmm ms ietrieben vo Union 0nschadqe. fj. 1S3, 140 mto 142 kgwta ZShtzz, Uk O. OoVills, Clap

Tkl lltiifr AWöWNWK

1;

... t

e & 7 O M n m 1 ll'WÄX I 1 - Ikj. vSJV ji!',1, 53 x? i-ifty.l i;; f I ly. H ft o 1 Jri & C QO ---N 1 TYLER-CO-SC.

WWÄWWSM

)MZ?zZ K lAfel P ttfVf PWt ä i vvjr -i V"7 r s Jij I y.T,L?fii- i , , a''u!!2rj y -

f w .. f ) Mi mJ j

Editorielles. Falls den FilippinoS die Nach, richt über den grauenhasten Lnchmord in Georgia zukommen sollte, dürste daö eine verzögernde Wirkung aus den Friedensschluß haben. Sie fragen sich vielleicht, welche Sorte Civilisation wir ihnen bringen.

-.. Der Münchener Professor Stengel, den die deutsche Negierung als Abgeordneten zu dem SntwassnungScongreß geschickt hat, hat eine Brochure veröffentlicht, worin er dem Kriege sehr stark daS Wort redet. Man fragt sich mit Recht, -ob ein solcher Mann bei einer Art Friedenscongreß der rechte Mann am Platze ist. -- Die großmäuligen taktlosen Schwätzer find wohl nirgends zahlreicher als in Amerika. Hat da ein Capitän Coghlan von dem Kriegsschisse Raley vor dem Army und Navy Club in New Aork eine Redeehalten, worin er erzählte, daß Dewey vor Manila über daS Benehmen des deutschen AdmiralS Diedrich ärgerlich geworden sei. daß er ihn habe wissen lassen, daß die Blockade vollständig ausrecht erhalten werden müsse. DiedrichS habe daraus erwidern lassen, daß er ja unter deutscher Flagge segle. Daraus habe Dewey gesagt, deutsche Flaggen könne man überall sür 60 CtS. die Fard kaufen und eine ganze spanische Flotte könne mit deutscher Flagge einfahren. Seinen Anordnungen müsse Folge geleistet werden, daS Gegentheil bedeute Krieg. Wenn Sie Krieg wollen, können Sie ihn haben. Daraus fügte der Kapitän FolgendeS hinzu : Ich gestehe offen, daß mir beinahe der Athem ausging. CS kam so plötzlich. Wir hatten eS lange erwartet, Dinge, die man erwartet, kommen aber immer unerwartet. Als der Ofsizier wegging, hatte er ein Gesicht, so lang. (Hier zeigte der Kapitän eS mit den Händen.) Der Deutsche sagte zu mir : Ich glaube, Ihr Admiral verSeht nicht genau. Sr versteht nicht nur, sagte ich, soder er meint auch, was er sagt und Sie sollten sich lieber in Acht nehmen. Darnach thaten sie nicht vier Athemzüge nach einander, ohne um Erlaubniß zu sragen." Am nächsten Tage wiederholte der Kapitän in einer anderen Rebe diese Erzählung. Wir vermuthen sehr, daß dieselbe aus Wahrheit beruht, so weit eö sich um Thatsachen handelt. Dasür spricht auch die Abberufung DiedrichS. Aber die Art der Erzählung und die begleitenden Bemerkungen sind im höchsten Grade taktloS. Wir haben übrigens den Vorgang als höchst unwichtig betrachtet und gänzlich unberücksichtigt gelassen und würden uns auch jetzt nicht weiter darum kümmern, wenn die Presse nicht so viel Aufhebens davon machen würde. Wir sind in Amerika solche Taktlosigketten gewohnt. Selbst in England sprechen sich übrigens die Zeitungen sehr mißbilligend über den Kapitän auS und unsere Regierung hat ihm sofort daS Maul gestopft und den Kapitän auf sein Schiff berufen. In Washington ist man, wie berichtet wird, von den Aeußerungen deS Kapitäns wenig erbaut, da sie den Befirebungen beider Regierungen, der griction in Manila möglichst wenig Bedeutung beizulegen, zuwiderläuft. 3n Marinekreisen fühlt man, daß Capt. CoghlanS Aeußerungen einzelne unangenehme Wahrheiten enthalten, die bisher auS politischen Gründen ge heim gehalten worden sind. , Aber in Rücksicht auf Capt. CoghlanS Leiftungen vor dem Feinde, wird seine DeSavourirung, wenn sie erfolgt, sehr milde ausfallen. Deutscherseits wird die Sache wahr scheinlich nicht beachtet werden und weitere Folgen wird sie nicht haben. -mRGNWlW. Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht und morgen. Höchste Temperatur inner halb der letzten 34 Stunden 72 vrab, niedrigste 66 Grad.

Grauenhafte Lyncherel Ein Neger wird gemartert, verstümmelt und lebendig verbrannt. Newman.Ga., 23. April. In Gegenwart von etwa zwei tausend Personen, wurde heute der Neger

Sam Hose gelyncht. Er war beschuldigt, sich in daö HauS eines Farmers, Namens Cranford geschlichen zuhaben, während die Familie beim Abendbrot saß. Den Mann erschlug er rücklings mit einer Azt, die grau vergewaltigte er. ' Er war verhaftet worden und be fand sich auf einem Eisenbahnzuge, um nach Atlanta gebracht zu werden. 3n Grissia wurde er erkannt und in Nooman, der nächsten Station von einer großen Volksmenge ergriffen. Der frühere Sovernör von Georgia, Atkinson, der in Newman wohnt, gab sicb viele Mühe, die Volksmenge zu veranlassen, den Mann den Behörden zu übergeben und der Justiz ihren Lauf zu lassen, aber vergeblich. Ruse wurden laut : Verbrennt ihn !" und der Neger wurde nach dem Hause der Mutter deS ermordeten Cranford gebracht woselbst sich auch die grau deö Ermordeten befand, welche den Mörder identifizirte. Man wollte ihn sofort im Hofe verbrennen, aber die Bewohner verbaten sich daö und die Menge führte ihn fort, um die schreckliche Exekution auf einem passenden Platze vor dem Städtchen zu vollziehen. Etwa anderthalb Meilen außerhalb Noonan machte man Halt. Hose wurde mit einer Kette an einen Baum gefesselt. Dann erlaubte man ihm, zu sprechen. Sr sagte, er habe Cranford umgebracht, aber Lige Strickland, ein farbiger Prediger in Palmetto habe ihn sür $12 dazu gedrungen. Die Frau habe er nicht vergewaltigt, daö habe ein Anderer gethan, er könne ihn identifiziren, wenn man ihm Zeit gebe. Er hatte kaum ausgesprochen, als man ihm die Kleider vom Leibe riß, dann schnitt man ihm ein Ohr ab. Er bat, ihn sofort zu tödten, aber seie Peiniger achteten nicht daraus, sondern schnitten ihm auch daS andere Ohr ab. Dann wurden ihm auch sämmtliche Finger, einer nach dem andern und darauf andere Theile seines Körpers abgeschnitten. Der Mann stieß SchmerzenSruse auS, die man eine Meile weit hören konnte. Als die Schinderei fertig war, übergoß an den blutüberströmten Neger mit Petroleum, schichtete Holz ringS um ihn auf, übergoß auch dieö mit Petroleum und zündete eö dann an. Die Leiche wurde in lauter kleine Stücke zerschnitten und diese wurden als SouvernirS vertheilt und kleine Knochenstücke für 25 Cents verkauft. Der von dem so scheußlich Hingerichteten beschuldigte Strickland wurde später eingefangen. Er wurde ach Palmetto gebracht und die Menge setzte um Mitternacht einen Gerichtshof ein. Der Mann ist sechzig Jahre alt und stellt die Angaben seine? BeschuldigerS entschieden in Abrede. Wohlmeinende Personen suche Strickland zu retten und stellen ihm ein guteS Leumundszeugniß aus. Der Souvernör hat Truppen nach Atlanta beordert, um zu verhindern, daß ein anderer Neger, NamenS Kerlin gelyncht wird. Palmetto, Ga., 24. April. Lige Strickland, der Negerpastor, wurde von einem Pöbelhaufen schuldig befunden und aufgehängt. Man fand die Leiche an einem Baume hängend. Ohren und Finger waren abgeschnitten. An der Leiche war ein Zettel angeheftet, worauf geschrieben stand : Wir müssen unsere südlichen grauen beschützen. Ein Pöbelhaufe begab sich nach dem Hause eines Negers, Namens Sewall, wahrscheinlich um ihn ebenfalls zu lynchen. ES ist dies der Neger, der vor einigen Tagen sagte, alle Neger müßten gerächt werden. Von den Philippinen. Manila, SZ. April. Vier Tkann vom NebraSkaer-Regiment, darnnt er Col. Stotsenburg, Lieutenant Siss on und 2 Mann vom 4. Kavallerie-Reai ment sind in einem Engagement bei Quevgua gefallen, und 76 Mann ver wundet worden. Die Filipinos zogen sich unter geringem Verlust zurück. Die Insurgenten hatten Schanze von

einer Meile Länge in einem Reiöfeld

am Rande eines Gehölze angelegt. Capt. Bell r.:it 40 Mann Kavallerie stieß auf einen parken Vorposten und verlor durch eine Salve an Todten 1 Mann und an Verwundeten 6. Die Amerikaner gingen zurück, nahmen aber ihre Verwundeten trotz heftigen Feuers und verfolgt vom Feind, der sich im Nebel stark genähert hatte, mit. Zwei Mann, welche einen Verwundeten trugen, wurden in die Arme geschossen, aber ließen den Kameraden nicht im Stich. Capt. Bell verlangte Verstärkung zur Bergung deS Todten und ein Bätaillon NebraSkaer unter Maj. Mus ford ging vor, bis eS durch Salven auS den feindlichen Schanzen zum Stehen gebracht wurde. Die Amerikaner warfen sich 800 Aards don den Schanzen in den Furchen deS Reisfeldes nieder, und hielten zwei Stunden Stand. Mehrere Leute wurden vom Sonnenftiche getroffen und ein Mann starb in Folge der Hitze, während man auf die Artillerie wartete. Schließlich langte das zweite Bataillon an und dann traf Col Stotsenburg ein, der während der Nacht in Manila bei seiner Familie gewesen war. Er wurde sofort .erkannt und mit Hurrah empfangen. Col. Stotsenburg hielt den Angriff für daS beste ArSkunstSmittel und führte die Attacke an der Spitze seines Regiments. Eine Kugel traf ihn etwa 200 FardS von den Verschanzungen in die Brust, und er starb augenblicklich. Lieutenant Sisson wurde durch'S Herz geschossen, in dessen Nähe er daS Bild eines Mädchens an einem Bande um den HalS trug. Unterdessen traf die Artillerie ein und beschoß die Schanzen. Die gilipinoS hielten auS, biö die NebraSkaer dicht bei den Schanzen waren, und zogen sich dann auf eine zweite Schanzenlinie in Entfernung einer Meile zurück. Da Regiment Nebraöka hatte 2 Todte und diele Verwundete, darunter zwei Offiziere. Daö Regiment Iowa hatte mehrere Verwundete, daö Regiment Utah 4 Verwundete, darunter 1 Offizier. 3n den Schanzen fand man 13 todte Filipinos und ir Verlust war in Folge der guten Deckung verhältnismäßig gering. Die Samoa-Affaire. Berlin, 23. April. Nach der Publikation des Lokal-Anzeiger von Briefen von ihremSpezial-Correspon-denten in Apia und von Herrn Marquardt, welcher Militär-Instrukteur unter Mataasa bis zur Abreise deS Dr. Raffel war, glaubt man in amtlichen Kreisen, daß sowohl Marquardt, als Hufnagel, und zwar gleichzeitig verhaftet worden seien. Bessere Stimmung ! Berlin, 23. April. Briefe, welche die jetzt zwischen Amerikanern und Deutschen in den Philippinen herrschenden ausgezeichneten Beziehungen bekünden, find hier auS amtlichen Quellen eingetroffen. ES scheint, daß Prinz Heinrich von Preußen einen liebenswürdigen und versöhnlichen Brief an Admiral Dewey geschrieben hat, und daß Admiral Dewey dem Besehlöhaber der Irene" bei ihrer Rückkehr von Jloilo Fleisch auS den amerikanischen VorrSthen zur Verfügung stellte, und daß die Kaiserin Augusta" Fleisch, SiS und Kohlen erhielt. SS wird hinzugefügt, daß die Besatzungen der Monterey" und Baltimore" in Hongkong kameradschaftlich mit denen der deutschen Schiffe verkehrten. Eine Anzahl ähnlicher Ereignisse wird erdiahnt. i , , I o S. Joachims Jubiläum. Berlin, 23. April. 3n der PhilHarmonie fand heute die Feier des 60jährigen Musikerjubiläums deS Violiniften 3oS. Joachim statt, in dem er mit 1S4 seiner jetzigen und früheren Schüler mitwirkte. Der Dirigent Fritz Steinbach führte daS Beethoven'sche Violinkonzert auf, daS nicht im Programm stand. Marie Soldatta, Gabriele Wietrowetz und Cmily Skinner brachten Joachim Violine und Bogen. Erst wollte er nicht spielen, aber schließlich betrat er daS Podium und begann daS Conzert. Er empfing eine unbeschreibliche Ovation. Fast jede bedeutende Stadt Europas hatte einen seiner alten Schüler zur Theilnahme entsandt. Aus daö Con zert folgte ein Bankett.

Etwas für die Silber-

freunde. Mexico, 23. April. Der Finanzminister Limantour tritt heute eine Reise nach den Ver. Staaten und Europa an. Es soll ein Projekt schweben, die Staatsschuld zu einem niedrigeren Zinsfuß zu convertiren. Von Europa soll versichert worden sein, daß die gro ßen Bankhäuser den Vorschlag sympa thisch aufnehmen würden. Mexico könnte nur gewinnen, wenn eS die Zinsrate von 6 Prozent in Gold auf 6 reduciren könnte. ES wird sogar behauptet, europäische Bankier? hätten vorgeschlagen, Mezlco solle seine Schuld aus eine SilberbafiS bringen, und dadurch die Verluste umgehen, die ihm auS den Schwankungen deö Wechselkurseö entstehen, die alle BudgetBerechnungen so sehr erschweren. Allerlei. Einerlei größten Miethscontracte. der seit langer Zeit abgeschlössen wurde, ist der, welcher in New York zwischen dem Restaurateur R. M. Hahn und August Belmont und den anderen Besitzern des neuen Park Rom Building, 1321 Park Row, zu Stande kam. Herr Hahn hat das ganze Erdgeschoß auf 20 Jahre zu dem Betrage von Z600.000 gemiethet. Die Fläche des nach Park Row gelegenen Erdgeschosses beträgt allein 6500Quadratfuß. und soll zu einem hochfeinen Restaurant eingerichtet werden, während im Keller ein .Rathskeller eroffnet werden wlro. Der Valtimorer Liederkränz in Baltimore. Md.. einer der Ptonicr-Vereine des deutschen Sanges und der Zweitälteste deutsche Gesangverein der Ver. Staaten, hat zu ezistiren aufgehört, und das Andenken an ihn wird nur mehr eine Marmortafel im Gedächtniß erhalten, welche in der Halle des Germania Männerchor angebracht wird, der die letzten -Mitglie-der des Liederkranz in seinen Verband aufgenommen hat. Seit einiger Zeit hatten Comites der beiden Vereine darüber berathen, in welcher Weise am besten der Liederkranz mit dem Germania Männerchor sich vereinen könnte, und in einer Generalversammlung des Germania Männerchor wurde beschlossen, die 16 aktiven Sänger. 25 Sängerinnen und etwa 30 passiven Mitglieder des Liederkrarkz aufzunehmen. und da man dem Vorschlage, den Namen Liederkranz mit Germania Männerchor zu verbinden, nicht entsprechen konnte, die Thatsache der Verschmelzung durch eine Gedenktafel zu verewigen. Der österreichische Dam pfer Sophie Bralli," Capt. Gerkich. welcher in Äaltimore anlangte, lzat mit den perfiden Engländern böse Ersahrungen gemacht. In der Nähe von Cap Henry bemerkte der Capiiän des Dampfers die britische Barke Bertha Gray" von Aarmouth. N. S.. welche sich in Noth befand, und nahm dieselbe auf Verlangen in's Schlepptau. Nach--dem Cap Henry passirt war, erschien der Schleppdampfer John L. Brady" auf der Bildfläche, und plötzlich zerriß das Schlepptau. Es stellte sich dann heraus, daß das Seil durchschnitten war. Der Capitän der Barke ries den Ocsterreichern dann zu. er brauche keine Hülfe mehr von dcm österreichischen Fahrzeug, und ließ sein Schiff von dem Schleppdampfer nach Norfolk bringen. Das Zerschneiden' von Schleppseilen wird schwer bestraft, und wenn es bewiesen werden kann, daß der Capitän der Barke sich ein solches Vergehen hat zu Schulden kommen lassen, dann wird es ihm schlecht ergehen. Capt. Gerkich wird Klage erheben. Anscheinend hat der Capitän der Barke den österttichischen Dampfer um das zu beanspruchende Bergegeld bringen wollen. Auf entsetzliche Weise sind in Kingsley, Mich., zwei Frauen um's Leben gekommen. In der Wohnung des George Geiger wohnte die sechzigjährige Wittwe Schubert, die seit Jahren des Gebrauches ihrer Glieder beraubt war. George Geiger war ein alter Freund der Frau und theilte sich mit der fünfzigjährigen Frau Decker in der Pflege derselben. .Neulich Morgen vor Tagesanbruch ries Frau Schubert ihren Pfleger, er möge nach dem Feuer sehen. Geiger kam mit einer Laterne in das Zimmer und setzte dieselbe unglücklicherweise so nahe an das Bett der Kranken, daß dasselbe mit der Flamme in Berührung kam und fast augenblicklich hell aufloderte. Das ganze Zimmer war in Rauch gehüllt und Geiger versuchte vor allem das Bett hinauszubringen. Aber die Thür war zu enge, und während Geiger hinlief, um eine Azt zu holen, verging die kostbare Zeit, Frau Schubert war bereits zu Tode gebrannt, als er zurückkehrte, um ihr zu helfen. - Inzwischen war auch Frau Decker herbeigeeilt, aber nur, um auch ihrerseits den Flammen zum Opfer zu fallen. Ihre Schmerzensrufe verhallten ungehört, und als endlich Hilfe kam, war es langst zu spät.

Wunderbare Abhilfe erlangt von Dr. Milcs' New ßkgkt Kilts.

AjGl. f

f ? bcock, von voca. N. I. ein T, eteraii iber 3. N. Y. Artillerie ud seit dreißig Jahren bei der Babrock & Munsel arriage Co. von Auburn sagt: Ich schrtibe. um meinen Dank aus,usprech,n für den wunder, baren Nutzen, den mir Dr. Milek' Heart Cure brachte. Ich litt seit Jahren an Sciatica alt Resultat des ArmeelebenS, wodurch mein Her, in schlimmster Weise ergriffen wurde, meine Glieder schwollen an von den Knöcheln aufwör'.. Ich war aufgeblasen, das, ich nicht im Stande war. meine leider ,u,uknöpfen. hatte heftige Schmerzen in der Herzgegend, erstickende Anfälle und kurzen Athem. Drei Monate lang konnte ' ich nicht liegen und nur in einem Armpuhl schla fen. Ich wurde von den besten Doktoren behan delk. aber allmählig schlimmer. Vor ungefähr einem Jahre begann ich Dr. MileZ' Heart Eure zu nehmen und eS rettete mein Leben wie durch in Wunder. ... Dr. MileZ' Mittel werden durch alle Apotheker verkauft unter einer positiven Garantie: die erste Flasche nützt oder da Geld wird zurücker stattet. Buch über die Krankheiten des Herzen - und der Nerven frei. jrss p WÄT' r ilectcrp 5. Htfth P uaj. Adresse: D r. Mil,Mediea!Co.. Elkhart. Ind. Zu den d e r l : 5 v e n e n Thronprätendenten, die' ihr -ruhiges Dasein in den Exilen verbringen, hat sich eine Prätendentin gesellt, deren Thronansprüche ganz eigenartiger Natur sind. Die Prinzessin Eugenie Palaelogus, die in Malta geboren und mit einem englischen Officier verheirathet ist, behauptet in directer Linie vom letzten Kaiser von Byzanz, Constantin Palaelogus abzustammen und hat demzufolge Erbansprüche auf den Thron von Konstantinopel geltend gemacht. Sogar die heilige russische Synode hat zu dieser eigenartigen Frage Stellung genommen. Nachdem in Rußland auf das Gewissenhafteste Papiere und Stammbaum der Prinzessin geprüft wurden, hat sich die Synode zu Gunsten der Kronprätendentin ausgesprochen und sie für die rechtmäßige Erbin des alten byzantinischen Reiches erklärt. Die heilige Synode sandte der Prinzessin ein Schreiben,. in .dem ihr die Erbansprüche' bestätigt, werden und sie selbst mit Königliche Hoheit angeredet, wahrend lhr Sohn als zukünftiger Beschützer der glorreichen Tradition des orthodoxen byzantinischen Kaiserreiches" qualificirt wird! Was wird jetzt der Sultan zu diesem weiblicken Concurrenten sagen? Unendlich roh war eine That, die der Arbeiter Pegler zu Prallst in Schlesien beging. Die Mutter des Arbeiters Konsowski hatte sich nachdem st: ihren Sohn eine Strecke des Weges begleitet, in ' die Wohnung begeben. Plötzlich hörte sie Hilferufe. Sie lies hinaus und sah den Arbeiter Peglcr, das gezückte Messer gegen Konsowski richtend. Sie bat den Pegler, er möge doch Erbarmen mit ihrem Eohne haben, der ihm doch nichts ZU Leide gethan hatte. Pegler gab aber mit den Worten: Er ist mir am ersten in den Weg gekommen. er muß sterben, und ich will in das Zuchthaus!" der Frau einen so derben Faustschlag gegen die Brust, daß sie rückwärts hinfiel. Mit einem sehr langen Messer, welches er oben mit einem Lappen bewickelt hztte, stach dann Pegler auf Konsowski blindlings ein. Mit den Worten: Fünf Jahre Zuchthaus nehme ich für ihn gern, wenn er stirbt." hat sich der Mörder entfernt. Schweizerbürger kann ein Ausländer nur werden, wenn er das Bürgerrecht eines Kantons besitzt. und dieses setzt wieder ein Ortsbürger recht in dem betreffenden Kanton voraus. Zur Erwerbung des Schweizerbürgerrechts hatte vor ungefähr einem Jahre der Professor der Nationalokonomle an der , Universität Bern, Herr August Oncken, aus Varel in Oldenburg gebürtig, die Aufnahme in das Bürgerrecht der Stadt Bern nachgesucht. Die Bürgergemeinde der Stadt Bern lehnte aber das Gesuch ab aus Verstimmung darüber, weil er gegen die Geldsammlung für die Armenier öffentlich Stellung genommen hatte. Nun ist Professor Dr. Oncken doch Schwelzerburger geworden, indem er für sich und seine Familie das Ortsbllrgerrecht des kleinen Dörfleins Ocourt im bernischen Jura hart an der franzosischenGrenze erwarb. Anstandslos hat ibm darauf der bernische Kantonsrath das bernische Kantonsbüraer- - y !.. . recyr oerueyen. Die Folgen der Grippe werden durch Hood'S Varsaparilla beseitigt. ES reinigt daS Blut, stärkt den Magen, kräftigt die Nerven und bringt daS ganze System in Ordnung. Ein vegetablischeS Präparat auf daS man sich verlassen kann HoodS Pillen.

JOAmW MDWM hB7ii3i Wukj ö MM.Mr y&r MFHMF . MMM " - z mP . l: & 'MAf feM- ? iv 1 VIV' xvä2 aX v?r5l xÄMx

IIDIMAP0LIS

ffifflWM

ottlmg Departement

Tel. Stahl Nur

Saranlirt erstcr Klasse. Oias. L. 'Hart man, 317 & 319 Ost Washington Straße. i Square um Courthouse.

l mi

102 Nord Pennsylvania Str.

UZT

ampfev

d und nach Europ. Alle Atlantische Dampfer.Linien sind turchuni tretkn. Vekkauk von Wechsel auf allen Orten Europa.

Die vefte

mit feinstem, importirtem Havana Filler."

dU QPimjSX XHIXTUCD.Ki;9 Fabrikant

ALBERT

(Nachsolger?on Fabrikant

Feine Chocoladen eine Specialttät. Händler in geschälten und ungeschälten Nüssen.

Bäcker, Groceriften, Sonntagsschulen, Vereine und Logen werden gebeten, mir ihre Kundschaft zukommen zu lassen. 5lo. 102 Lüd Vennsylvunin Ltrnke, gegenüber der GaS-Ossice, Majestic Bnildiag.

Deutsche

Feuer- Versicherungsges ellsch a von TTtto es TI camca Hauptoffice : S7 Süd Delatvare it.. Indianapolis,

Die älteste VersicherungS-Eeiellschaft mit 44jährige ehrenhaften Zefts: Oolibl OiSer ! Oillig ! Capital$100900O. Aktiva: $393,7S7.i

OerlÄert auch gegen OaS'Lrplosion und StunZ'öade !

lAooiloro Stoln.Vräfident. Loroxiz Ochnildt, Sekretär. Oox7ald 8oidonUekor, vvlkUn,

C0IPAI1

578 ! - Heerde R A6EE3TII 0 m - UnssÄge 10c Cigarre krull & Schmidt.) aller Coden TTtftftdöi TTvfti CÄaitTvCl August DSppcro. j .Cjlal sd Cift5tl2

-CT

m.m

v

KRULL