Indiana Tribüne, Volume 22, Number 211, Indianapolis, Marion County, 20 April 1899 — Page 1

o W AO f O r1 rfT O kv V4V 1$ vy iy y w v w ich. ' o w v ä. Office : No. IS SKd Alabama Straße., Telephon 1171 Indianapolis. Zndiana, Donnerstag, den 20. April 1899. Jahrgang 22

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AnEditorielles. In Wbeelina. W. Va.. ist ein Streik der Angestellten der Straßen, bahngesellschaft im Gange, bei dem die übliasen Unruhen vorkamen, und bei dem euch ein Bundeörichter den üblichen EinhaltSb.sehl erließ. Einige der Angestellten, welche den Einhaltsbeseht unbeachtet ließen, wurden wegen Mißachtung deö Gerichtes bestraft. Bei dieser Gelegenheit ließ der Richter eine Tirade loö, wobei er Folgendes sagte: Der Trubel in diesem Falle scheint der zu sein, daß ein Theil der Ange- ' ' stellten die Gesellschaft zwingen will, die Löhne zu erhöhen, ohne zu wissen, r I ob ein solches Verfahren gerechtfertigt v ' I tit. Jeder Arbeitgeber bat das Reedt zu em aelven, weicyen uoirn er trn Verhältniß zu seiner Einnahme be zahle kann. Kein Arbeiter kann daS entscheiden, denn der Arbeitgeber allein kennt die Thatsachen, worauf er seine Entscheidung und sein Verfahren be gründet. Man muß bedenken, daß der Arbeitgeber gerade so viel Interesse daran hat, den Betrieb ausrecht zu er fc.sl V c qauca unv cm Einkommen aus oemselien zu ziehen. Wenn der Arbeiter nicht Lohn genug bekommt, dann mag er seine Stellung aufgeben und eine andere suchen." So weit spricht wohl der Richter im Sinne des Gesetze, und wir nehmen an, daß er eS ehrlich meint. DaS Gesetz, wie eS heute beschaffen ist, steht zwar nicht im Einklang mit den.beftehenden Verhältnissen. SS ist leicht gesagt, der Arbeiter möge seinen Platz verlassen und einen anderen suchen, wenn er mit dem Lohne nicht zufrieden ist, aber eö ist schwer gethan. ES ist zwar richtig, daß kein Arbeitgeber gezwungen wer , r m . oen rann, meyr zu oezaylen, alö er Luft hat, aber eS ist auch richtig, daß der Lohn oft nicht ausreicht, um daS Leben zu fristen und eö iS richtig, daß nZt N,;,,s,.. sn.I wir .. I.IHVDIIt)M)ll yUH H I Alle giebt. i Aber, wie gesagt, der Richter dertritt daS gegebene Eesetz, er macht eS nicht selbst, und er hat daS Recht, sich auf den Standpunkt desselben zu stellen. Jener Bundeörichter aber ging einen Schritt weiter. Sr nannte in seiner Entscheidung die Sympathie deö Publikumö und der Presse für die Streiker einen Irrthum. Kein Gemeinwesen könne als solches zwischen dem Rechte des Anstellerö und deS Angestellten entscheiden. Diese irregeführte Sympathie sei ein Unrecht und wirke zum Rachtheile nicht nur der Parteien, sondern auch deö Publikum? im Allgemelnen. Arven werde immer das . I Kapital beherrschen, wenn daö Kapital im Stande ist, dafür zu bezahlen. DaS Kapital werde stets die Arbeit beHerrschen, wenn eö fühlt, daß daö berechtigt ist. Man muß wirklich Bundeörichter sein, um solchen Unsinn niederzuschreiben. Man muß eine beim Studiren alter verstaubter Akten und vergilbter Bücher vertrocknete Seele haben, man muß blind sein für daö, vaö wirklich in der Welt vorgeht, und nur sehen, waS man auS Büchern gelernt hat, um die Theilnahme, welche ein Gemeinwesen für streikende Angestellte einer Straßenbahngesellschaft fühlt, einen Irrthum zu nenne. Der Mann, der heutzutage sagen!

kann, daß die Arbeit zu irgend einer

Zeit das Kapital beherrscht, hat gar kein Verständniß für die wirthschaftlicheo Zustände; sagt er aber noch außerdem, daß da5 Kapital die Arbeit nur dann beherrscht, wenn eS sich dazu berechtigt fühlt, (Kapital und Gefühl!) ihn dann einen Esel zu nennen, ist zwar nicht elegant, aber berechtigt. Wenigsten fühlt man sich dazu ierechtigt". 3n einer Zeit, wie der unsrigen, in welcher die sprichwörtlich herzlosen, oder eigentlich seelenlosen Korporationen immer mehr sich zu Beherrschern der Gemeinwesen auswerfen, dem Gemeinwesen die Theilnahme für die Angestellten einer Korporation als einen Irrthum vorzuwerfen, ist ebenso dumm wie herzlos. In einer Zeit, wie der unsrigen, in welcher die Zahl der wirthschaftlich Abhängigen immer größer wird, in welcher eö für Millionen immer schwieriger wird, Leid und Seele zusammenzu. halten, rann man eö zwar cem vllcyter nicht übel nehmen, wenn er sich in seiner Entscheidung auf den StandPunkt deö Gesetzes stellt, aber er kann doch nebenbei noch Mensch sein und braucht seine Augen nicht vor der rrr ..fif'.t . Tl . rrncyrett zu oeriqn.pen. vtmw MC nach kann man a icht einmal gezwungen werden, einem Verhungernttn e!st Stückchen Brod zu geben, Der Nichter mag nach dem Gesetz, entscheiden, aber er braucht einem Gemeinwesen kein. Moralpredigt einer Straßenbahngesellschaft wegen zu en. So welt sind w,r glücklicher Welse no" ma1 ÖÖ" Achtern unsere Sympathieen und Antipathie vorschrelben lassen zu ff CY ? . ?? LT.L A u V en. ormunz liegen ozop gen ,n ereicye es rierzi, , . n w A! X Uttvettv. Perz uno Piru nno noq e V V - M Y - . ! 1 f.f .!f. .u 1X110 n,C"CXI " aucjCU 0lClDin' i. n x i . t t t .er . . weniguens iiajicnicqcr oopngicii uno richterlicher Anmaßung gegenüber. IrchlNllsiichleli. Wetterbericht. Kühler und Regenschauer heute Nacht; schönes Wetter Freitag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 70 Grad, niedrigste 54 Grad. D i e Gefangenen. Wash in g ton, D.E., 19. April. Im Marinedevartement glaubt man. daß die von den FilippinoS gefangenen Amerikaner gut behandelt werden. Er kundigungen über die Behandlung dreier schon früher gefangener Ameri kaner ergaben, daß sie gut behandelt werden und daß Gen. OtiS die Kosten ihrer Ernährung bezahlt. Auch die spanischen Beamten, welche von den FilippinoS gefangen wurden, werden gut behandelt. Falschmünzer verhaftet. Washington, 19. April. Ar 'Yur Taylor und Batkwm . eoeu, welche die auf 5100 lautenden als m m m m -w IV ölooroe keaä bekannten Silberzcrti stkate nachmachten, wurden von BundeödetektiveS verhaftet. Zwei promiente Cigarrenfabrikanten, welche mit ihnen in Verbindung standen, wurden ebenfalls eingezogen. Die Platten und viele fertige Scheine wurden in ihrem Besitze gefunden. Taylor und Bedell find geschickte Graveure, und die Fälschungen waren sehr gut. Bon den hundert Scheinen, welche sie in Umlauf gesetzt haben, find bis jetzt bloß zehn entdeckt worden Der Advokat Harvey . Newttt wurde m Verbindung mtt dieser Angelegenheit verhastet. Sr ist beschuldigt, den Versuch gemacht zuhaben, ,incn zu oeneqen. V ITS -t .11! - m ... t . n . i l n unerhörter Skandal. Washington, 19. April. Eine Entsöeidung in dem Fall gegen Capi tan Ooerlin M. Carter vom Inge lnieur - Corpö der Ver. Staaten, welcher der Anklage überführt ist, tz1,000,000 Regierungögelder verschwinden haben zu lassen, dürst? nie ersolgen, da pbli tischer und sozialer Einfluß zu mächtig find, um dem Gesetze seinen Laus zu lassen. Sollten von Seiten des JustizDepartements nicht sofort Schritte un ternommen werden, um die fraglichen Gelder wiederzuerlangen, so würde Verjährung geltend gemacht, wodurch die Angelegenheit für immer beigeleg wäre. Trotz der Erklärung deö Gene-

ralanwaltS Griggö, betreffenv ve, riefigen Materials von Zeugenauösagen, daS wieder aufgenommen werden müßte, steht eS fest, daß der Anwalt des KriegS-DepartementS diese Arbeit

innerhalb zweier Wochen erledigt hat, und daß der frühere Senator Edmundö, welcher für denselben Zweck vom KriegSsekretör Alger angestellt' war, seine Ausgabe in derselben Zeit erfüllt und auch seine Gutachten abgegeben hat. Senator T. C. Platt von New Sott st einer derjenigen, die bis jegt den Präsidenten davon zurückgehalten haben, die Entscheidung gegen Eapitan Earter zu veröffentlichen. Hatten die Administrationöbeamte nicht ' die bäusigen Versprechungen gegeben, daß die Entscheidung in Kürze verkündet werden solle, so würde der Congreß jedenfalls der Sache auf den Grund gegangen sein. Unter Andere, die den Präsidenten in dieser Hinsicht beeinflussen, sollen sich Frank Thompson, Präsident der Pennsylvania Bahn, und Senator Sewell von New Srsey befinden. Wie Generalanwalt Gr,ggS gesagt hat, will er den Fall nochmals erwägen, wenn er seine Ferien antritt. Daö heißt, die Entscheidung wird wenigstens bis nächsten Herb derchleppt. Earter ist bekanntlich von einem Militär-Gericht zur Ausstoßung auS der Armee und zu sechs Jahren ZuchthauS verurtheilt worden. Die Durchftechereien, in welche er verwickelt war, betragen weit mehr als .$1,600,000, aber die übrigen waren verjährt. Earer läuft frei herum und bezieht sein Gehalt alS Capitän. DaS Erdenkichsteift bereits gethan worden, um h loszueisen, und eö sieht ganz darnach auö, alö ob die politischen und gesellschaftlichen Einflüsse, welche hinter ihm stehen, daö auch fertig bringen werden. Ein neuer Senator. T a l l a h a s s e e, Flor., 19. April. Die Legislatur erwählte heute IameS P. Talaferro zum LundeSsenator. Er ist Demokrat, Präsident einer Bank und hatte nie vorher ein politisches Amt. Von den Philippinen. Manila, 19. April. Admiral Dewey hat die Nachricht von dem seltsamen Verschwinden von I. C. Eilmore und 14 Leuten der Mannschaft deö Kanonenbootes Forktown erhalten. Daö Schiff lag am Samstag bei Baler, an der Ostküste der Insel Luzon vor Anker, um die 50 Mann starke spani sche Garnison zu befreien, welche seit Monaten von mehreren hundert Filipinoö belagert ist. Lieut. Gilmore und eine Bootömannschast gingen den Fluß hinauf, um sich mit den Spaniern in Baler in Verbindung zu setzen, welches etvaö landeinwärts liegt. Snsig W. H. Standleh landete an der Mündung deS Flusseö und will drei Salven, ein Hornsignal und Jubel fteomaufwärtö gehört haben, aber daö Feuer deö automatischen Geschützeö, welche? mitgenommen wurde, hörte er nicht. Später ruderte sich Standley in einem Canoe zurück nach der Aorktown, welche Nachforschungen nach dem Boot und der Mannschaft ohne Erfolg anstellen ließ, und schließlich nach Jloilo ging, von wo dem Admiral Dewey die Meldung von der muthmaßlichen Gefangennahme der Leute, oder Senkung deö BooteS gemacht wurde. Sine Kundschafter. Abtheilung hatte heute ein Scharmützel mit Rebellen eine Meile östlich von MaloloS, daö harmlos verlief. Der erkrankte Brigade - General King ist seines Kommandos enthoben und nach der Heimath beordert. DeS Moinö, Iowa., 19. April. Congreßmann Hull, der Vorfitzende deS Militärcomites deS HauseS, sprach heute die Anficht auS, daß die Verhältnisse aus den Philippinen den Präfidenten nöthigen würden, mehr Truppen anzuwerben. Das Gesetz ermächtige den Präfidenten, - nötigenfalls weitere 35,000 Mann auf 2 Jahre anzuwerben, welche 47 neue Regimenter bilden, und 1500 Offiziere brauchen würden. Aber die Regierung wünsche daS möglichst zu vermeiden. Die Kosten würden sehr groß sein, und die .Truppen würden nur auf zwei Jahre vorhanden sein, so daß die Werbekosten von Neuem ent stehen würden, wenn sie gerade dienst -

tauglich würden. Aber eö sehe auS' als werde die Anwerbung nöthig wer-den.

Die Deutsch - Amerikaner. B er! in, 19. April. Die jüngste Demonstration von feiten der deutschen Vereine Chicagos in Opposition gegen jeden Versuch, Conflikte .zwischen' den Ver. Staaten und Deutschland herbeizuführen, wird von den hiesigen Blättern mit der größten Genugthuung begrüßt. Die halbamtliche Post begrüßt solchen Beweis beutscher Gesinnung freudig" und glaubt, er zeige, daß die deutschen Auswanderer, welche ihre Heimstätten in der neuen Welt finden, für daö Vaterland nicht verloren find, sondern ihm in ihrem Herzen eine Treue bewahren, welche größeren Werth hat, alö die Versicherungen nationaler Gesinnung bei festlichen Gelegenheiten, welche fehlt, wen man ihrer bedarf". Die Post spricht dann die Hoffnung auS, daß sich die Bewegung nach den östlichen Staaten verbreiten, und zu einer muthigen Vereinigung aller Deutsch-Amerikaner führen wird. Dreyfuö- Prozeß. Paris. 19. April. Der Figaro publizirt heute die Auösage deö Hauptmannö LeBrun Renaud vor dem Kassationöhos im Dreysuß-Prozeß. Der Hauptmann, welcher Drehfuß zur Zeit seiner Degradiruvg zu überwachen hatte, schilderte eine Unterhaltung mit diesem. Dreyfuö versicherte zuerst seine Unschuld und behauptete, ihm stehe eine glänzende Zukunft bevor und setzte dann hinzu : Ich bin unschuldig. Nach Jahren wird meine Unschuld anerkannt werden. Die Minister wissen eS. Oberst du Paty de Clam kam vor etlichen Tagen zu mir und sagte mir, die Minister und Andere wüßten, daß wenn ich Dokumente an Deutschland lieferte, sie nicht von Wichtigkeit waren und bezweckten, dafür wichtigere zurückzuhalten. Der Zeuge erzählte dann, daß er die Worte Dreyfuö' zahlreichen Ossizieren wiederholt habe. Am nächsten 'Tage wiederholte er sie dem General Mercier und dem Oberst du Paty, welcher ihn zum Präsidenten Cafimir Perier brachte. Dieser befragte ihn bezüglich seiner Indiskretion gegen Journalisten. Der Zeuge leugnete jedoch bei dieser Gelegenheit, daß er zu Reportern gesprechen habe, gab aber zu, daß er so gesprochen haben möge, daß sie ihn hören konnten. General Mercier und Oberst du Paty arbeiteten dann in Gegenwart deö Zeugen eine Notiz an die Agence Havaö auö, und fügten hinzu, daß er Reportern keine Mit theilung gemacht habe. Seit jener Zeit und in Folge dieser Beschuldigung und zur Warnung seineö Vorgesetzten, Oberst Riöbourg, habe er über die Sache nur gegen etlicheVorgesetzte gesprochen. Ein Afsidavit habe er nicht gemacht, aber im gewöhnlichen Berichtwege über die Unterhaltung gesprochen, welche er alö ein Geständniß der Auslieferung von Dokumenten angesehen habe. Dem Präsidenten Cafimir-Perier und dem Minister Dupuy wiederholte er die Worte Dreyfuö' nicht, da sie ihn über Dreyfuö nicht befragten. Hospital-Greuel. 2 o n d o n, 19. April. Dr. R. E. Dudgeon hat sich eingehend mit den in der letzten Zeit zahlreich auftretenden Beschuldigungen befaßt, daß Aerzte in den Hospitälern und UniverfitätöKliniken arme Patienten in frevelhastester Weise alö Versuch. Objekte behandeln, und hat eine Menge Material darüber gesammelt, welches diese Praziö bestätigt. Er veröffentlicht dasselbe in einem neuen, gegen die Vivisektion gerichteten Blatte, betitelt Abolitionift". Unter Anderem führt er folgende Thatsachen an : Die Deutsche Medizinische Wochen schrist" vom 19. Februar 1891 verössentlichte einen Bericht deö Pros. Schreiber von Königsberg, in welchem er Experimente an neugeborenen Kin dern in der dortige Entbindung? anstatt mit Koch'S Tuberculin be schreibt. Die Injektionen waren biö zu 50 Mal so groß alö Koch sie für Kinder unter 6 Iahren dorschreibt. Auch Frauen wurde sie eingeimpft. Dr. A. -Doederlein berichtet, daß er einem erwachsenen Mädchen Siter-Ba 'zillen eingeimpft habe.- Dr. Menge,

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