Indiana Tribüne, Volume 22, Number 193, Indianapolis, Marion County, 2 April 1899 — Page 1

. Q .. . ... . ... . - - yi n ox rfri o v Uf ts 1 KX) vo o W V W & & ä 4 Office: No. 10 Süd 5Uadama Strahes Telephon 1171 Indianapolis. Zndiano, Sonntag, öen 2 April 1899Jahrgang 3, No 195:

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Finanz.Auöweis der InflianaMqnst0o Am CHluge deZ Gesckäs Sj.hreS. 51. März 1899. AKTIVA. CoaDtf an4 City Bond $267,236 8 Otter Bondi and Stocks SM.337U Firtt Mortgtff Lom 15 Collateral Loam 104,544 80 Companys Baildlnf 8C7.415M VaalU and rixlare 60,61 T5 Inaaranco Department 8,101 14 jLdrancetoEatatea J.55401 Ckih. and Du from Banks : Company's Fund I1M.TM89 Trat F acdj T5.121 91-232,17 0 11,838,133 er PASSIVA. Capital Stock ?1,'0P,000 Paldln 1810,900 00 Surplus .' 80,0 0 00 UndlTlded Profits.,.. 14,81183 DsposiU 828,80011 Dui Trust Department TT.87891 11,689,133 67 Beamte: j. P. Frinzel, President. Frsd Fahklky, i. Vice-Pr. E G. Cornelius, a Vice-Pnei. Jmo. A Butt.br., Sekretär. DIBEKTOREH : Frtderlck Fahnley, Henry Jameson, Albert Lieber, Edvrard liawrkini, Jusm S Fall, H. VV. Lawrence, O.N. Frensel, Wm. F. Fiel, sr. T. O. DaxUoitoo, X. (i. Corneüus, John P. Frensel. I Starb : SYacei ünafel, CaoerfUj. tn 80. Mk,. t VLi lf nit. ,, KUtt mm 80 Zhr. QU titttUuRi flatct SiinUi achitti H Uhr oi tteuccloaf, . 184 CA lia i tri aus, sn an 8 Ütze , In H. Zts Kirch, aal ftatt, tisUttn Stt txcamttia Hlnt'rbtt,'' $e caOunfei. tUla. ftcanf ttuatel. 1 nie . nofeM . tbt.

äncwp i U D ) i ' (Kein Eflc&MiMmaimiin ,ftbd5 m U.,..'' 1 tidvsBnsnasffs3Z Umj VW V WWV V VVI Office: 26 Süd Delatuarcfir. Ct42 , 220, tll, 2U, 226, ?2S Ost Pearlstr. Telephon Oll. Offen la, und Nacht. Dramalischer Klub. lSettlsad ß Sz. Trderelk.I Sonntag, den 16. April 1899 I Teutschen Hause, Der große Komet Schwank in 3 Akten von C Lauf? m.d W. Jacob?. Eintritt .... 50c und 25c. 8, i ttsi Hsns,trt erd ,s,, put 7 Uhr Vlti iliT fut itati5cT tu HulZ. l'udet lt 2,a,ia.Pabltka. ,a htt CraatcUIAta ladS Ha'' IrllyllMilhleli. Die todten Soldaten. Washington, 1. April. Seneraladjutant Corbin telegraphirte an (Zentral Oli, daß der Keiegdsekeetar vünsche, daß die Leichen der in und bei Manila gefallenen Soldaten auf den desnächst abgehenden Transportschiffen nach den Ber. Staaten gebracht werden sollen. General Otis erwiderte, daß das vor tauf von sechs Monden mar ge schehen köane. weil die kl?maiischen ervailmrze verarr ,eten, oa vie ... . . mm . . . MQt gesasriiy ,ur die e,nnoyett. her die Leichen hantierenden sei. . Corbin telegraphirt zurück, die Berstttdung vorläufig z unterlassen, aber Oärge und Gräber sorgfältig zu bezeichnen. Oäo der Missionäre. Washington. 1. April. Die deutschen Verstärkungen, welche nach dem Lüden der Provinz Schantuvg (.schift werden, haben, wie hier bel&znt ist, hauptsächlich den Zweck die

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Missionäre und Ingenieure- in jener Gegend zu schützen. Die yxoedttion soll nicht dazu dienen Gebiet zu erwerben, sondern ist lediglich eine Schuhmaßreael. Die deutschen Trvp. pen find auch angewiesen, die ameri kanischen Mi'fionare, die sich in der

Gegend aushalten, zu beschützen. , ,,, Von den Philippinen. Washington. 1. April Folgende Depesche lies heute im Kriegdepartement ein : Manila, 1. April. SS herrscht Ruhe. Lasse die Teupoen bei Malo log und an der Eisenbahn recognoS F mt Cb a . ztren. ginoe oiop iitmt oniurgcnicn Haufen, welche sich bei unserer AnNäherung zurückgehen. Wir bereiten uni aus eitere aktive Campagne vor. Die Armee ist guten Muthe. O t i 6. Jüdische Kolonial -Bank e w S o r k, 1. April. In Uebereinftimmung mit den im August vorigen Jahre? von den Zioniftea - ongreß in Basel gefaßten Beschlüssen wurden gestern hier in New Lork sowie in London Subskription Litten für den Äewish kolonial Teuft, welcher mit einem Anfangskapital von $10,000,000 zur finanziellen Förderung der Zigniftea-Bewegung gegründet werken soll, aufgelegt. Die Liften erden erst ach einem Monat geschlössen werden, und man erwartet, daß big dahin daö Kapital viele Male überzeichnet sein wird. ' Aus dem europäischen Kontinent wird der Trust als Züöilche Kolonial Bank mit bt ichränktee Halldflicht bekannt sein, vaö Präliminar -Kapital von 1V 000.000. welches man später aus $50. 000 000 zu erhöhen beabsichtigt, soll in 1 999 900 gewöhnliche Aktien zu je $5 und 100 Tründler" - Aktien, ebenfalls zu je 55. getheilt werden. Spanier können nicht naturalisirt erden. Baltimore, 1. April. Suan Manuel, ein Spanier, welcher in der hiesigen Vorstadt Warech wohnt, machte neulich Appltkatioa, um Bürger der Ber. Staaten zu werden. Richter Pdilip rn der City ikourt hat ihn zurückgewiesen und zwar mit der Molivirung, daß ein panier o lange nicht Bürger werden könne, biö der Friede zwischen diesem Lande und Spaniel, voll und ganz ratifieirt vorden sei. , Rattenplage in Pennsylvania. P ittö b urg. 1. April. Während einer der letzten Nächte, vernahm der Farmer William D Barton in Wilklviburg, Allegheny County, ein Geräusch in seinem Stalle und als er sich dorthin begab, um eine Untersuchung vorzunehmen, sah er eine Anzadl von Rutte, die öder sein Vferd li,fen. Da arme Thier wälzte sich im Stall umher, um sich der Angriffe der ge ffA&tn fl?ttfit ; it -mrmn

'-.Barton rief seinen grojen Hund herbei ...

" " un vteier trteo ote vtaitea vaoon, wurde jedoch gleichfallt schlimm zer bissen. Die in der. Umgegend von Qilkiniburg, Sbgevood und Oviß dale wohnenden Farmer klagen über die große Anzahl von Ratten in diesem Winter, welche große Quantitäten Getreide verzehren und da Lieh angreisen. i Allerlei auk Deutschland. Berlin, 1. April. Der hiesige Korrespondent der associirtea Presse hört au zuverlässiger Quelle, daß, nachdem der sungirende Minister de Auswärtigen, Baron von Richihofea. gutt in Unkundiger Audienz mit dem beisammen war, Herr Andrew ' Wkite. der amerikanische Gesandte ine Stunde im auswärtigen Amte zubrachte. Man nimmt allgemein an, daß ein Ginoerständniß erzielt wurde, welches eine freundschaftliche und friedliche Lösung der samoanischen Angelegen heil herbeiführen dürfte. Obwohl die ver. Vta,te und Groß britannie, die zwei früheren Vorschläge Deutschlands zurückgewiesen habe soll doch ein dritter Vorschlag angenommen worden sei.

Nach einem hohen deaischen Beam

ten sollen die Erklärungen Amerika zufriedenstellend sein und der ncue Vorschlag besteht in der Absenkung einer Untersachuags-Commission nach Samoa. D'e ba'bolsiuelle Post fahrt fort dl Oamoa-Frage za besprechen und macht sich lustig über die 3dee daß Gewalt Deutschland gegenüber in AnWendung gebracht wird. Die Frage", sagt sie, ist zu unbedeutend, um zu großen' Konflikten zu führen, da weder Amerika, noch Engtand Veranlassung haben, Deutschland zu irritiren, was übrigen zu ernften Konsequenzen führen würde. Obwohl e mit der Abrüstung?Konferenz im Haag nun bitterer Er, ft wird, begegnet man an maßgebendrr Stelle doch immer noch einem m t-1 eidlaen Lächeln, wenn bieRede daraus kommt. Die allgemeine Ansicht ght dahin, daß bet der sedöien FriedenKonferenz nichts weiter fedlen wird. als ber Friede selber ad daß eö mir der Eintracht unter den versammelten Friedensaposteln nicht weit her sein wird. 3n, wischen find aber, um des ödllchea Zwecke halber, die Delegae Deulschlanbs. zur AbrüstungKonferenz ernannt worden und nnr bestedea dieselbe, nach der Nord deutschen Allgemeinen Zeitung", aus olgende-, Persöaiichkeiten : Botschafer Graf Münster, Prokessoe von Stengel - München, Professor ZornKönigsberg, denen noch zwei Offiziere des Heeres uäd der Flotte attachirt sem werden. Daß irgend einer dieser Deegatea mit besonderem Ber.rauen an die Erledigung seiner Aufgabe geht. äßt ftch nicht annehmen. Die Frage des Frauenstudium an der Berliner Universität, dem gegen über sich die Regierung bisher sehr adehnend verhielt, ist in ein neue Stadium getreten. Der Kultusminister verfügte, daß genügend vorgedilkete Feauen fortan ohne die bisher eifor derllche Genehmigung de UalversitätKuratbrium zu den Vorlesungen zuzulassen find. Sie haben nur idre Z?agnisse der Uaiverfitätöbehörde vorzulegen Die Genehmigung der be reffenden Professoren, bei vklchen zu ven Vorlesungen rm Ällgemernen ti gelassene Frauen Vorlesungen hören wollen, ist dagegen auch fortan in jedem einzelnen Falle erforderlich, so daß also ein Professor, der Feinen unter einen Hörern nicht dulden will, dazu nicht gezmungea werden kann. C he,ßt, daß eine (?roedition. bestehend au 120 Mann nach Zllschau a der Provinz Schaatung abgesch'cki werden soll, woselbst Ruhestörungen un Angriffe auf er fönen vorkamen Oaronin Hrrsch gestorben. P a ri ,1. April. Baronin Hirsch die Wittwe des. Millionärs und Phllaniropen ist gestorben. Sie bäite mehrere Millionen für wohlthätige Zweck vermacht. zm Erave. ack dem ranzösiscben von Wilhelm Thal. Es giebt keine ernsthifien Duelle nehr", sagte Einer auö unserm kleinen preise; .man ritzt sich ein wenig, drei Dropsen Blut, und dann geht man rüh stücken..DaS Duell ist, wie eS heute geHand zabt wird, ein Scherz!" Oder ein Unfug!- " Der Doctor Gariel, de? öi'Zher zugei'ört hatte, ohne an der Unterhaltung -heilzunehmen, was Niemanden wunzerte, denn er war nicht redselig, erhzb )en Kopf und murmelte: . .Glauben Sie?" .Und ' ich sage Ihnen", sagte er dann in recht klarem Tone, .dah e5 sehr ernsthafte Duelle giebt. . . daß ein Mensch getödtet werden u'.nn. i.ak er. obwohl enct auZ gezeichneten Familie anzeh'örig, obwohl er Freunde hat und sogar mit Beamten Beziehungen unterhalt, aus immer der schwinden kann, ohne datz Jemand welk. waS auS ihm geworden ist. .Aber der Leichnam muß sich doch irgenow? vefinoen?.Gemißt .Nun. Doctor, wir sehen an Ihrem Gesicht, daß Bit unS irgend eine tragt sche Geschichte zu erzählen haben: las sen Sie uns nicht schmachten, alö sb Sie einRomanschriftsteller waren; also ber mit der Geschichte. Der Doctor fuhr sich mit der Hand Über die Stirn und sagte: .bo'ren Sie also

Wir zündeten uns eine Cigarre an und setzter. unö bequem zurecht, um zuzuhören. i .Wie lange eS her .ist-, begann der Doctor, .kann ich Ihnen nicht sagen; ich' crucn mich nicht mehr genau. . . Doch es ist lange, lange her, nehmen (3t an. 25 bis 30 Jahre. . . Wo sich

die Geschichte abgespielt hat? - Bei den Wilden von Nyanza? Bei den Rothhäuten? Nein, mitten in Frankreich. Dennoch werde ich Ihnen den Namen der kleinen Stadt verschweigen. . . Su hen Sie auf der Katte Frankreichs. . . die kleine Stadt bsindet sich ganz in der Nähe einer nkedscinischen Facultat... - . ; In de? fraglichen kleinen Stadt ax leiteten zwei Studenten, die in demselben Alter standen und sich wie Brüder liebten, fleißig zusammen, ' um den Titel Arzt zu erwerben, der ihnen als eine Gewähr künftigen Glückes erschien. ' : DaS letzte Iah? ihrer Studien ging zu Ende; ihre Prüfungen waren glänzend gewesen, und eZ genügte eine leichte Anstrengung, um daS Ziel zu erreichen, daS heißt, d!e Erwerbung deö Divloms, welches ihnen gestattete, ungehindert ih:e Arbeiten fortzusetzen und sich für das Wohl der Menschheit praktisch, bethätigen zu können. Ich wiederhole Ihnen, eS waren zwei Freunde. Wie kam eS nun, daß diese Freundschaft sich' eineZ TageS in Haß wandelte? Wie kam eS. daß sie, die am vorigen Tage noch so fttPldschaftlich verkehrten, bittere Feinde wurden? Ein tiefer Moralist hat gesagt: .Suchet das Weib,- und wie, immer hätte man eö auch diesmal gefun den. - - Wer sie war. ob sie die wüthende Nivalität verdiente, die die beiden Brüder getrennt hatte? WaS thut das? Ein Weib ist. für die, die si: lieben, stets das erste unter allen. Ein wüthender Hatz trat an die Stelle dieser Freundschaft: doch mit ei ner gewissen stillschweigenden Uebereinstimmung verbargen sie ihn entschlossen allen Augen. . . Wie früher, so sah man sie auch jetzt zusammen; zusammen schlössen sie sich m daö Laboratorium ein, zusammen begaben sie sich irz dieKlinik.''. ' Eims Tages wandten sie sich an vier ihrer College, Studenten wie sie, und erklärten ihnen Folgendes: Sie haß ten sich todtlich, Niemand brauchte die Ursache dieser Antipathie zu kennen, die wie ein unheilbarer Wahnsinn in ihnen schlummerte; einer von beiden war zu v:el auf die, er Erde, sie waren entschlossen, ein Duell auf Leben und Tod auszukämpfen. Gerade damals verfolgte das Ge richt sehr eifrig die Duellanten, was, wie Sie ja wohl wissen, zeitweise vorkommt. Die beiden Duellanten, die die Einwürfe der Zeugen fürchteten, hatten diesen Fall vorhergesehen; es handelte sich darum, sich an einem Orte zu schlagen, wo iede Neugier ausgeschlossen war; außerdem mußte der Leichnam man zweifelte nicht, daß einer auf dem Platze bleiben würde- verschwinden, ohne daß die Aufmerksamkeit der Behörde erregt würde. Die Sache ging folgendermaßen zu: In einer Winternacht gegen Uhr Morgens verließen die sechs jun gen' Leute die kleine Stadt, ohne daß Jemand ihr Fortgehen bemerken tonnte. Die Zeugen terbargen in ihren Mänteln etwas, und dieses Etwas waren keine Degen. Man schlug abgelegene Pfade ein, auf denen man mitSicherheit Niemand begegnete, und erreichte so das kleine Dörfchen & Man befand sich gerad? am Fuße der Kirchhofsmauern, die ganze Gesellschaft war jung und behend, unv außerdem war .die kleine Kletterübung nicht besonders schwer. Bald befand man sich im Innern des Kirch' hofeS. DaS Schauspiel war wirklich ro mantisch. Beim erst:n Schein des Tageslichts traten die Weißen Gräber wie Gespensier mit ausgebreiteten Armen auö dem Morgcnnebel hervor: die Ssohlxtuu bildeten schwarze Flecken. Man wählte einen Ort, wo in absehbarer Zeit keine Beerdigung stattfinden würde. daS ließ sich auZ der Anlage der Alleen leicht ersehen. AlS man sich dann über den Ort geeinigt, zogen die vier Studenten unter ihrtn Mänteln die, Spaten hervor, die sie dort verborgen gehalten hatten, und fingen an, ein Grab zu graben. Nach einer Arbeit von zwanzig Minuten war ein zwei Meter langes und ein Meter breiteö Grab hergestellt.' Die beiden Feinde schlugen' jeden Bersohnungsversuch ab und übergaben den Zeugen jeder einen Brief, der erst nach dem Tode eines von ihnen geöfsjiet werden sollte. Nun entkleideten sich die Gegner bis zum Gürtel ; es durften keine blutbefleckten Kleidungsstücke übrig bleiben. . . . . '

. Dann gab man jedem ein Messer in die Hand, und sie sprangen in das offene Grab. Wie sie sich einer auf den Andern stürzten, wie sie sich umschlanqen, wie sie wahnsinnig, von der Wuth verblendet, aufeinander losstieften, daS wußte Niemand, denn sie wußten es in diesem Anfall der Wuth selbst nicht. Plötzlich sagte einer von ihnen mit röchelnder Stimme: .Er ist todt!" .Er- war der Andere! Er wa? Sieger, war am Leben, während der Andere zusammengesun ken in einer Blutlache dalag. Er mußte verschwinden. Der Eine der Studenten stellte den Tod fest ; dann schaufelte man daö Grab zu, trat es fest und kehrte in die Stadt zurück. Am nächsten Tage erhielten die El tern des Todten einen Brief, in welchem er ihnen mittheilte, daß er seit langer Zeit den Wunsch gehabt, fremde Lände? zu sehen, nach dem nächsten Hafen abreise und sich nach einem Orte einschiffen werde, den er erst nach seiner Ankunft bekannt geben werde. Diese NcuLricbt Kaben die armen El, tern nie erhalten." . 5 Die Zuhörer dieser düsteren Geschichte waren blaß geworden. .Aber der Andere?- fragte einer. .Der Andere, der am Leben geblieben ist,- versetzte der Doctor mit ernster Stimi, .war ich." . . .Und die Frau?- ' Sie war eine Elende, ich- habe sie nie wiedergesehen !- Drei Kartoffel. .Mein Gott, eine Anzeige wegen eines Kreuzers!" rief der Strafrichter deö Bezirksgerichtes Lezpoldstadt Wien erstaunt aus. als er die gegen den beschäftigungslosen sechzigjährigen Agenten Ernst Bauer dorliezende An klage gelesen hatte. Zitternd vor Angst stand der alte Manu vor dem Gerichts tische.' Richter: Sie sind beschuldigt, ein Stück Brod, daS auf einem Schrank vor dem Geschäfte bei GemischtwaarenHändlers Braun in der Lilienb?unn gasse lag. gestohlen zu habend Ist daö richtig? Angel!.: Nein, Brod habe ich nicht gestohlen, aber drei Kartoneln. Richter: Wozu haben Sie diese gebraucht? ! Angell.: Herr Richter, ich habe leinen Kreuzer Geld gehabt und de? Hunaer trieb mich dazu, die Kartoffeln zu stehlen. Richter: War Ihnen denn damit ge dient? Angekl.: Ich kann eö heute ja sagen. Ich hab' bei einem anderen Greißler ein Bierkreuerbrod gestohlen, um so zu einer Mahlzeit zu kommen. AIS man mich festnahm, glaubte der Commis-Braun's, ich habe, ihm daS Brod gestohlen und ließ mich verhaften. Der KommiS bestätigte die?. Richter: Welchen Werth haben drei Kartoffeln? AtiiMi (lachend): Ich weiß eS nicht. Richter: Wenn Sie solche Anzeigen erstatten können, dann sollten Sie sich auch über ven Werth deö gestohlenen Gutes insormiren. Zeuge: Der Werth ist ein Kreuzer. Richter: Ein schw.'r?S Vergeben vaö! Der Richter sprach den Angeklagten frei, u?id zwar mit der. Begründung, der Werth des gestohlenen Gutes sei ein so minimaler, daß der Angeklagte der Meinung sein konnte, Braun werde ihm angesichts des UmstandeS, daß ja nur in Hungriger drei Kartoffeln steh len wird, die Wegnahme erlauben. Außerdem hat der Angetlagte den Diebstahl aus Noth begangen und handelte sonach unter einem unwiderstehlichen Zwange. Der Angeklagte dankte ge rührt. Wo de? Vernunftige kühn, ist dn Dumme frech. Aus dem Eheleben. Mann (höhnisch); .Ja, ich hab' ein Weib wie zwei!- Frau (bissig): .Und, ich einen Mann wie gar keinen!" Vergnügen. .Du, dem Huber - Bauer habcn's ja schon wieder den Schädel gerauft!- .Js ihm schon recht, der mß ja auch bei jeder Unterhaltung und bei jedem Vergnü, gen dabei sein.Schnell abzuhelfen. Dame: .Ich meine, auf dem Portrait wäre mein Haar etwas zu . hell.Maler: .Da ist fchneN Abhilfe möglich; wollen Sie es ändern, gnädige Frau, oder soll icb's?7 t - t , Schiebe Sie nicht auf morgen auf. was heute geschehen sollte Wenn 3br Blut unrein ist und Sie sich schwach und müde füblen, so neh-

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schoben und unsere ganze Aufmerksamkeit den erhaltenen Auf-

trägen widmeten. Fast jeder Besucher letzter Woche hinterließ Bestellungen und kein Wunder. Mit einem gänzlkch neuen (ger saisongemäße Waaren und preisen weit unter denjen:gen anderer Geschäfte, wer wollte da nicht kaufen? Sie entdecken fofoit, daß wir Ihnen bessere Waaren, bessere Muster und größere werthe für Ihr Geld geben, denn irgend ein andere? Geschäft der Stadt. Zeder willkommen, ob er kauft oder nicht. ' '

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