Indiana Tribüne, Volume 22, Number 186, Indianapolis, Marion County, 26 March 1899 — Page 4
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Dtc tägliche .Tribüne ksfttt durch errj J entö per Woche, die EonmagS. Tribüne' -Sexta per Woche. Vetd, usee 15 Cents e Senk per Rauft Per V ierbalS tut geschtckz ix Ssraulie,iln, V Ja 18 Cäb V5sas Es Indianapolis. Ind.. 26 März 1899. 5üm5 - putaci. Da? hiesige Journal" hatte dieser Tage einen Artikel über einen Vor. trag, den DebS vor dem Nmeteenlh Century Club in New Sork gehalten hatte. DaS Journal" freut sich außerordentlich darüber, dah DebS vor dem Nineteenth Century Club sprach, und meint, daS sei ein Schritt in der rechten Richtung, und meint, daS sei viel besser, alö die Arbeiter zur Uebertretung der Gesetze aufzureizen. Der Nineteenth Century Club ist ein sehr nobler Club, wenigstens ein sehr reicher, vaS schon daraus hervorgeht, daß der Vortrag im Ballzimmer von Del. monico stattfand. Irgend welche Qc fahr der Aufreizung ist nun da allerdlngö nicht vorhanden. Eine eigenthümliche Erscheinung bleibt eS immerhin, daß diese . Leute in Zahl von über dreihundert kamen, um DebS zu hören. War eS bloße Reugierde, oder wirkliches Interesse, oder sonst etwak, sicher ist, daß eS Leuten wie DebS nicht sehr häufig vorkommen wird, daß sie Gelegenhett bekommen, vor Leuten dieser Klasse zu sprechen. Aber daS nur nebenbei. Darüber wollte ich gar nichts sagen. WaS mich veranlaßt hat, den erwähnten Artikel zum Gegenstand dieser Plauderei zu machen, daS ist folgende Bemerkung ttt Journal" : DaS Schlimme mit Herrn DebS ist, daß er so wenig über die Dinge weiß, welche er bespricht Neber Gesangmßverwaltung weiß er offenbar gar nichts. Cr sollte etwas von der Lage der Arbeiter wissen, wenn er überhaupt etwaS weiß, aber er zeigt auch hier große Unwissenheit. Alk ein Vrdsserer loyaler Zustande illustrikt er den Blinden, welcher den Viinocn fuhrt." Nun bal sich zwar DebS zu einem völlig klaren Verständniß der gesell schaftlrchen Zustände noch nicht durch gerungen, aber er hat in den ljter Jahren an Einsicht und Klarheit ung,. mein viel gewonnen und gewinnt stetig ES mag sein, daß sich in der Redaktion des Journal" Jemand btsikldet, der mehr von der Sache versteht als DebS aber ich habe daS noch nicht bemerken können. r Ich bin jedoch weit entfernt davon. einen Tadel gegen das Journal" aus. zusprechen. DaS Journal" hat einen oder zwei Redakteure, die AlleS verKthea und besser wissen und dieser eine oder diese zwei Redakteure unterscheiden sich in dieser Beziehung in N,ch: von den meisten anderen Redakteuren. Zeitungsschreiber schreiben über alleS, gleichviel ob sie etwaS von der Sache verstehen oder nicht. Und je weniger sie von einer Sache verstehen, desto mehr glauben sie davon zu der. stehen. Darin gleichen sie ganz und gar anderen Menschen. Der bekannte Humorist Saph'r einte einmal, daß eS kaum einen Menschen gebe, welcher nicht jede Kunst verstehe. Geht Einer an einem neuer, Gebäude vorüber, so sagt er : Wenn i$ der Architekt gewesen wäre, ich hätte daS so und so gemacht". Sieht Erver eine Statue, dann meint er, der Bild. Hauer sei ein Esel gewesen, er hätte das so und so machen sollen. Oser er siebt ein Drama und ist der Ueberzergung, daß der Autor weit bksser daran gethan hätte, diese, oder jene Szene so und so zu machen. ES giebt wohl kaum einen Men schen, der alleS weih, aber Menschen, die alleS besser w'ssen. giebt eS massen hast. Wenn ich mich aber stage, ob Diejenigen, die alle besser wissen, zv denen gebören, welche diel, oder zu de. ?n, welche wenig wissen, so muh ich offen sagen, daß ich glaube, sie gehören z i denen, welche wenig wissen. Da fallen mir. nun wieder jeve hudlchen Verse auS dem Tromveter von Sättmgen" ein. die ich, wenn ick nicht irre, erst vor Kurzem zitirt habe. Seht mein junger Freund, so lang di, . Welt steht, nurVi auch Menschen geben. Die auf St ckenpserden reiten; Der liebt M?siik und Attest. Jener alteS Kirsch enroasser. Em'ge suchen Alterthümer, ; Andre essen Maienkäfer, Dritte wachen schlechte Verse. . 'S ist ein eign r Spaß, daß Jeder DaS am liebsten treibt, wozu er Just a rse igsten Beruf hat. ( Stehst du lieber Leser, gerade die Diejenigen am liebsten Verse machen, die just am wenigsten Beruf dazu haben, so giebt es eine. Menge Zei-
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tungssckreibe?, welche am liebsten und am meisten von dem schreiben, wovon: f. n m V V V . I sie zu am wentguen mtu, uno av trifft hauptsächlich bei der Arbeiterfrage oder bei sozialen und Wirthschaftlichen Fragen überhaupt zu. Und gerade, wie Diejenigen, welche gar keinen Beruf zum Versemachen haben, eö nicht glauben, wenn man ei ihnen sagt, sondern meinen, die Welt müsse über ihre poetischen Leistungen geradezu in Entzücken gerathen, gerade so giebt es Zeitungsschreiber, welche eS niemals glauben, dah sie von einer Sache nichts verstehen, sondern meinen, die Welt müsse über ihre Weisheit gerade in diesen Dingen staunen. Daher kommt der große civilifirende Einfluß der ZeitungSpresse und die politische Weisheit deS Publikums. Der Plauderer. Seine Cxallcnj". HumoreZ?e ton Tiana. Die Wintersaison mit ihren geselle schaftlichen Anstrengungen, ihren Bai !en,Ab:ndg:sellschaften. Diners, JourS fi? bei verhaltenem Gähnen, lag wieder ernrnaf hinter uns. Hunderte von Vätern und Müttern der Gesellschaftathmeten in dem erlösenden Vewußksein auf, daß alles gelungen"; die Dame des Hauses ließ Gläser und Tel ler Revue passiren, um festzustellen, wie viel den Weg alles Porzellans gegangen, die jungen Mädchen, die das erste Mal ausgegangen waren, überzählten wie Indianer Skalpe, ihre Balltrophäen, bereits vertrocknete Kotillonbzuquets. wobei die Mama die wehmüthige Betrachtung anstellte, welche Menge von Sträußen auf eine einzige Verlobung zu rechnen sind. Der Frühling war in's Land gezogen, alles grünte und blühte und in meinem Herzen erwachte der Wandertrieb, der unö die langvermißten Schwalben zurückgebracht hatte. Vierzehn Tage darauf packten wir meine kleine Frau und ich die Koffer; wir hatten beschlossen, uns von den Anstrengungen d?r Geselligkeit und dem Treiben und Trubel der Hauptstadt in der Stille harzduftend:r Vogesenthäler zu erholen und in Einsamkeit und Natur schwelgend, dem Menschen (homo sapiens) nach Möglichkeit zu entfliehen. Die Vogesen. meinte meine Frau, seien dazu besonders geeignet, weil sie vom Strom des großen Verkehrs noch nicht so üb:rfluthet. wie Harz, Riesengebirge etc. und weil wir dort am wenigsten der Freude" ausgesetzt seien, liebe" Bekannte begrüßen zu können. In einem idyllischen Thale, inmitten grüner Matten lag unser Reiseziel, eine Ortschaft, die erst in letzter Zeit in weiteren Kreisen bekannt zu werden anfing;- in einem großen Loaierhause, das, nach Schweizer Art geoaut, von geräumigen Balkönen umzogen war, fanden wir bei einem freundlichen Wirthe Unterkunft. Von allen Seiten trat der dunkelgrüne Fichtenwald bis ganz nahe an die Häuser des OrtS heran, so daß wir bei fast stets geöffnetem Fenster Wzldgrün . und Waldduft aus nächster Nähe genossen und uns die felsumklarnmernden Waldbäume beim Erwachen Morgenlieder und Abends sehnsuchtsvolle Melodieen in's Ohr rauschten und flüsterten. Ein Gefühl stiller Zufriedenheit und heiltger Ruhe überkam uns. wie, etwa den Karawanenführer, der, in grüner Oase gelagert, am sandzelben Horizonte der Wüste die flammende Sonne versinken sieht. Dabei übte daS Unbekannte deS Ortes einen Zauber auf uns aus; wir hatten eine Empfindung, wie sie wohl ein Entdecker haben mag. der zum ersten Male ein fremdes Land betritt. Wir zogen auch wkkil'.ch auf Ent-deckungSreisen-auS; den Bädejer hat. ten wir zu Hause gelassen und gaben unS ganz der Freude eigenen FindenS hin; in der Umgebung unseres Hauptquartiers umherstreisend, nahmen , wir die Berichte der Kinder des Lande entgegen, die sie uns willig LberSchlösser und Burgruinen, über alte Sagen und Aussichtspunkte erstatteten. Dicht bei unserem Hause auf ,, einer kleinen Höhe, ganz im Grün . junge?. Richten, in deren Zweigen Vögel flatterten und sangen, den Blicken verborgen, lag; eine Bank, d:e ein vergessenesDasein führte. Wir hatten sie zufällig auf unseren Wanderungen entdeckt und hüteten diese Entdeckung vor unseren Mitbewohnern wie ein Geheimniß das unö der Berggeist, der in dieser Gegend sein neckisches Spiel mitunter treiben soll, unter der Bedingung des Schweigens verrathen hatte; wir nannten diesen Platz unser Nest.- Täglich in der Morgenfrüh: zogen wir, nachdem wir
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ZU HABE BEI ALLEN APOTHEKERN Ur. OROCERN uns verllazert, oajz uns Niemand belausche, dorthin in die Verborgenheit, von wo wir einen herrlichen Blick auf unser Haus, das Dorf und das weithingezogene Thal entlang bis in die Ebene genossen; ich gab mich dann einer interessanten Lektüre hin, während meine Frau die Kunst Raphaels bctrieb und wir beide den ganzen Gesellschaftsklatsch" vergaßen. Die Mahlzeiten wurden in verschiedenen Zimmern des Hotels, nicht in einem großen allgemeinen Saale eingenommen; in dem einen hatte der Wirth alle Gäste vereiniqt, die er zu den oberen Zehntausend rechnete; da saß auker uns em Rltterautsde stker aus Mecklenburg, ein General a. D. mit einer liebenswürdigen, unterhaltenden ttrau. ein Graf nebst Familie aus Schlesien, ein Landgerichtspräsident auS Oberfranken, ein Eommerzienrath nuz Nllrnbera: wir waren alle im besten Einvernehmen, es galt die still schweigende Voraussetzung, daß man sich nur zu den Mahlzeiten sah. im übrigen jeder vom anderen ungestört M-nifrvahm. waS ibm. beliebte. Des Abends saßen die verschiedenen Fami lien auf der Veranda an besonderen TisÄen: dann stattete man sich gegen seitig Besuche nach Gelegenheit und Stimmung ab. Reizend!" sagte meine kleine, lebhafte Frau, so leben wir für uns und doch nicht ohne andere'" Eines Tages standen wir früh auf unserem Balkon und schauten in das von der Morgensonne durchströmte. halb noch im Schatten des gegenüberliegenden Berges gelegene Thal; es war die Zeit, wo die neuen" Gaste von der eine Stunde entfernten Bahn nntirnt anzukommen vkleaten. Vor der Hausthür hielt ein Wagen, dem ein Herr und zwei Damen, eine ältere und eine jüngere, entstiegen. Meine Frau stieß ein leises Mein Gott!" hervor. Was ist denn, Pussi?" sagte ich. O Männchen, o Männchm, siehst Du nicht dort Erlkönigs Tochter am düsteren Ort!?- erwiderte sie mit tra gikomischer Miene; diese drei da unten, das ist de: Präsident Müller mrt seiner Frau und seiner verheirat!)' ten Tochter, der Baronin ..... die ich von der Schule her kenne; wir haben das Kleeblatt übrigens öfter in Berll ner G:sellschaften. allerdings meistens mehr von weitem gesehen; diese Familre ist em ganzes Reiervoir von vor nehmen Bckanntschaften, Gsch'chten und Neuigkeiten etc.; diese Pzndoraouchze wird sich schreällch offnen! Das Innere der Häupter Dieter Hainen wimmelt von Grafen, Baronen. Prinzen, Prinzessinnen, Geheim - Räth:. Excellenzen, Titeln, Orden, Be.ziehungen zum Hof, Ansprachen fürstliche! Personen, Conversatlonsphrasen.Eomplimenten! Jede Krawatte, jeder Blick, jedes Räuspern solcher Personen ist diesen Leuten der Gegenstand innig ster Betrachtung, erschöpfender Erörtc'rungen, tagelanger Unterhaltung, steten Bestrebens nach neuer Bekanntschaft! Nachbarin, Euer Flüschchen! Weh uns, dreimal weh!" Ich mußte über meine kleine Frau lachen, aber in xneinem Innern tauchte die trübe Ahnung gestörten Friedens auf. Als wir die Treppe hlnunterstlegen, begegneten wir den Nmangckommenen; große Freude und Begrüßung! Mein verehrter Herr v. S., Sie hier! Wi; reizend Frau v. S., Sie hier so überraschend zu treffen! Wir kommen direkt von B. Wissen Sie schon das Neueste? Die Prinzessin G. hat einen Fahrradclub für unverheirathete Damen der vornehmen Gesellschaft gegründet; man ist sich aber noch nicht übe? das Vereinskostüm einig; ist dai nicht interessant? Schade nur, daß wir die erste Auffahrt nicht mit ansehcn können! Es wird S'.e auch int:, ressiren," sagte die Baronin, geborenl Müller, zu mriner Frau, zu hören, daß sich die Gräfin F. Sie kennen sie doch! mit dem Baron A. verlob'n soll! Aber ich weiß es besser; ich glaube nicht daran, sie hat mir selbj. etwas anderes gesagt ... ja, ich kennl sie sehr gut, (das sehr" betonte sie), sie verkehrt in unserem Hause; bei Jhn:n gen;:ß auch?" Nein," sagte meine Frau. .So, ich dachte." sagte di: Baronin, augenscheinlich befriedigt. Uebrigens begann her Präsident, kommt Ihre Hoheit, die Erbprinzessin nächstens hierher aus Lerlin, um das Kinderheim in N. sich anzusehen." Du wirst ihr doch ein Bouquet überreichen," sagte die Präsidentin zu ihrem ehelichen Gemahl ge wendet. Sicherlich, liebe Frau!" Wir haben nämlich Beziehungen." erläuterte die Präsidentin: gefallt Ihnen die Tochter, Prinzessin Gerti? Ich finde sie reizend." Das kann ich nicht finden,"- sagte meine Frau, ich halte sie für hochnäsig." Ach, wir haben das nie gefunden," erwiderte b't Ba:o?in, grzen uns war sie immer die Liebenswürdigkeit selbst Aber Sie '.verden gewiß .auszupacken
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' y!',!. i haben," jagten wtr. --Hoffentlich sehen wir unZ recht bald w'eder," antwcrtete daL Kleeblatt im Chor. Als wir uns -ictrennt hat e sah mich meine Frau an; wir haittn uns verstanden. Weißt Du." sagte sie, ea: Trost bleibt uns: uns-? Nest, das entdecken sie ,chH" Ich ,'lckte; mit Mlkästen und Buch bewaffnet zogen wir in unser Waldversieck. Als wir aus unsere in.mer zurü'ehrten, fanv'.n wir drei Ä'.sitev karten vor, je eine cri: dem Präsldzr.ixn und oer Präs.d.ntin; auf der Uinui stand Bur ,i'in von P. . . oas geboren? 'Nuller" w.'.r weggelassen. Als wir oa5 Mittags zimmer oer cdcren Z.hi:nl ?.tö bctraten. bef.7.:o sich das K''.'.b!a:i bereits in Un' 'Haltung mit den är,cenTischgenossen; es hatte sich .hn.,: fd)'r:iai.ifr bekanntlmacht. Man schien i.?'r die Themai ', welche die Ankc?z'?nlmae c.'f das Tapet krachten, nicht .".llzu eutzüc?! zu sein; die Unterhaltung war matter wie gewöhnlich. Eine Pause benutzte der Vertreter des Kleeblatli'., um also vernehmlich zu reden: "Uebrigens habe ich aus sicherer Quelle erfahren, daß unsere Gesellschaft bald um eine intereFante Erscheinung bereichert werden wird; Seine Excellenz, der Minister P. wird hier in wenigen Tagen mit seiner Familie Aufenthalt nehmen." Es trat einen Augenblick Stille ein, die der Redner benützte, um den Eindruck seiner Worte zu beobachten; er war sichtlich unzufrieden, denn die Anwesenden ließen, sich aus der Betrachtung und praktischen Verwerthung des gerade servirten Kalbsbratens nicht im mindesten herausreißen. Ich freue mich sehr, wir freuen uns sehr. Seine Excellenz wiederzusehen," fuhr, der Präsident mit erhobener Stimme fort. Wir haben ihn und Gemahlin." fuhr die Baronin ergänzend fort, öfter in Berliner.Gesellschaften gesehen, er ist ein sehr liebenswürdiger Herr, kennen Sie diese Familie. . Frau v. S.?" Nein." sagte meine Frau lakonisch, in dem Genusse ihres Salats fortfahrend, wir haben nur von ihr gehört, durch Verwandte." Die Baronin sah uns mitleidig an. . : Am nächsten Morgen ogen wir wieder heimlich, mißtrauische Blicke um uns werfend, nach unserem Nest." Als wir denÄald bereits erreicht hatten und, um eine Ecke biegend, einen Theil des zurückgelegten Zwezes uoerschauen konntenflüsterte mir - meine Frau in's Ohr: Wir werden verfolgt, das Kleeblatt ist auf unserer Fährte, sieh Dich aber nicht um, um keinen Preis!" Zur Seite schielend bei einer Wegebiegung, sah ich wie recht sie hatte; wie ein Heer nahte uns der Feind, die Baronin als Avantgarde, als Gros der . Armee die Präsidentin, als Nachhut folgte der Präsident, sich von Zeit zu Zeit die Stirn wischend. Sie beeilten sich augenscheinlich; schreiten wir schneller," sagte meine Frau, vielleicht , entgehen wir ihnen, wenn wir dort die Ecke zur rechten Zeit erreichen, den Plad finden sie so leicht Nicht."- , Als ich gerade die ' interessante Lektllre eines neuen Kapitels begann und meine Frau den letzten Pinselstrich an ihrem Bilde Waldeinsamkeit" machen wollte, hörten wir plötzlich Schritte auf dem Kieswege und im nächsten Augen blicke ertönte es: Nein, sind Sie aber aut zu Fuß. fast wie die Prinzessin S., die neulich das Matterhorn bestiegen! Wie reizend! Sie malen und ohne Vorlage!" Da stand daS Kleeblatt pustend und fächelnd; wir begriffen in dem Augenblicke, wie man einen verhaßten Gegner vom Felsen in den Abg'rund stoßen könne. Ein rei zendes Plätzchen," sagte die Baronin, aber lassen Sie sich gar nicht stören! (Sie betonte das gar nicht"). Wenn Sie gestatten, setzen wis uns zu Ihnen und genießen so Natur und Gesellschaft; die Gräfin K. sagte neulich zu mir: daö Höchste, wenn sich Natur und Kunst vereinigen! Uebrigens. wissen Sie schon, daß sich die Baronin W. von ihrem Manne scheiden lassen will. Ein großer Skandal, na er war aber auch zu leichtsinnig! Wie konnten die beiden zusammenpassen! Meine Cou sine, die Gräfin D. erzählte mir neulich, wie :r ihre Bekanntschaft gemacht hat! Er: Rittmeister, sie: ein unerfahreneS Mädchen von siebzehn Iahren!" Hier ist übrigens die Ze!tung." sagte der Präsident, der Minister kommt ganz sicher, meine Erkundigungen waren richtig!" Haben. Sie diesesJahr viel Gesellschaften mitgemacht?" flötete .die Präsidentin; daS einzige, was man hier vermißt, ist die geistige Anregung, ich meine . . ." Meine Frau siel ihr boshaft in's Wort. Sie sprachen vorhin, Baronm, von Ihrer Cousine Gräsin D.; ich kenne sie in r ' . i7 ' guij ioie iji ic Mll Jynen oenn verwandt?" O." sagte die Baronin, sie ist die Schwägerin meines angeheiratheten Vetters." Ach so!" sagte diesmal meine Frau, was ihr einen gist!,ien Blick des Kleeblatts einbrachte. Eine Stunde drauf, nachdem wir in der Unterhaltung alle Anstrengungen der Saison noch einmal durchgemacht hatten, empfahlen sich die dreie mit den Worten: Wenn Sie erlauben, treffen wir noch recht oft hier zusammen ." Um." fuhr meine Frau fort, die Waldeinsamkeit zu genießen!" Gewiß." sagten die Arglo. sen. also auf Wiedersehen!!" Als sie fort waren, deklamirte meine Frau zur Bank gewendet: Meine Ruh' ist hin. Mein Herz ist schwer. Ich finde sie nimmer, Ach nimmermehr! Zwei Taae darauf saßen wir wieder auf der Veranda und tranken, friedlich wie wir gesonnen, . unseren Morgenkaffee," plötzlich erschien .die- Baronin anz außer Alhem, uns aufgeregt begrüßend: Wissen Sie schon?" Wir darbten Heide her Präsident der
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Vereinigten Staaten ei ermordet worden. Titin," sagte meine Frau. Sie kommen, sie sind ja da!" Wer denn?- Nun, Ministers!- Sie sah unZ vorwurfsvoll wegen so geringen Interesses und Verständnisses an. .Er läßt sich," fuhr die Baronin fort, jetzt einen Vollbart stehen, aber sie, die Excellenz, geht immer noch, wie ihre Gewohnheit in schwarz. Wie wir uns freuen, sie hier zu sehen!" Den ganzen Vormittag lag das Kleeblatt auf der Lauer, den ersten Stock vertheidigte der Präsident, die Veranda beherrschte die Präsidentin, während die Baronin im Garten patrouillierte. Doch die Excellenzen geruhten vorläufig nicht zu erscheinen. Schließlich erschien die die Baronin wieder bei uns, in fieber hafter Erregung: Augenscheinlich sind sie bei der Toilette!" Wer? sagte meine Frau, die Unwissende absichtlich spielend, Wer?" erwiderte die Varonin, mit einem Blick Zum Himmel, als wollte sie uns wegen unserer pleb.'i schen Gleichgiltigkeit zugleich anklagen und bedauern: Ministers!!" Am Mittagstisch waren vier Plätze freigelassen; natürlich hatte sich das leeblatt in die Nähe dieser Leere" gesetzt; es sprach nur davon, was die Excellenzen sagen, thun, denken oder fühlen würden. Nmand erschien. Jedesmal, wann sich,die Thür offnes und ein Kellner Braten oder Wein brachte, drehten sich die drei Hälse des zum Sprunge bereiten Kleeblatts nach der Richtuna. des Hereintretenden. Welche Enttäuschung, welche Seelenpein, die Armen!" murmelte meine Frau. Die Tafel ging zu Ende, ohne dak der Wunsch der Sehnenden erfüllt worden wäre. Das Kleeblatt befand sich in der höchsten Aufregung. Sie setzten sich an den Ausgang des Eßsaals, der die ganze Veranda beherrschte. Mir fielen die Worte Tell's ein: Es führt kein anderer Weg nacb Küßnacht; hier vollend' ich's!" Vsn. Kellner nämlich hatten sie erfahren, daß die Excellenzen zwar auf ihren Zimmern speisten. d:n Kaftce aöer aus der Veranda, e!nnehr.ien würden. Neu' Hoffnung! Der Präsident, wischte siä den Schweiß von der Stirn. d:e Präsi dentin fächelte, die Baronin stach sich bei ihrer Stickerei fortwährend .in die Finger. Endlich kam der große Mcment. Aber etwas Unerwartetes ge schah. Wir sahen, daß der Minister und seine Frau an der Thüre mit dem Oberkellner sprachen, ihre Blicke um herschweifen ließen und schließlich ge radewegs ohne das Kleeblatt zu bemer ken a'lf unsern Tisch zukamen. Sie stellten sich uns vor. Verzeihen Sie," sagte er, Herr von S.. war der Gen:ral a. D, gleichen Namens in München, Ihr Verwandter, wie ich vermuthe, Ihr On!.es?" ,Jch bejahte die Frage. Dann begrüße ich in Ihnen den Nes fen meines älteste :;nd besten Jugend freundes!" . Darauf lebhafte, lange Unterhaltung! Als sich Ministers" von uns verab schiedeten, hatten ich und meine Frau die Empfindung, als müsse ein großes Unglück geschehen, etwas als würde sich daö Kleeblatt kopfüber über die Brü. shlng der Veranda in die Tiefe stürzen. Daö geschah aber Nicht, denn äugen scheinlich verhinderte es da:an ein ohn machtartiger Schwächezustand. den die Enttäuschung herdorzerufen hatte; leichenblaß kamen die Armen zu uns herange.cylicaen. .So kennen Sie s Excellenzen und das hahen Sie uns verschwiegen? lljpelten sie demüthig vorwurfsvoll. Wir klärten ihnen mitleidig die Sach läge auf. Mi? ist es unbegreiflich.sagte der . Präsident, daß sie uns nicht angesprochen!- Er hat mich bei dem General v. D. zu Tisch geführt,? hauchte die Präsidentin. 'Und ich habe ihm so viel von meinen BeMuriaen zu der Prinzeffln .... erzählen müssen," klagte die Baronin, eS, kann nur dciran liegen, daß' sie' unS nur in Gesellschaftstoilette gesehen und jetzt man sieh: so anz anders auS. Du.
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7 Most Mastxingwn Papa, olM Otbc::'." ... Wir trös:e:en die gänzlich Gebrochenen. Am nächsten Morgen, als wir kurz vor Tisch auf dem Valkon saßen, erschien plötzlich dieVaronin; sie lächelte, ihre Züge waren verklärt, wie die eines Engels, der nach langem Erdenweh dem sich öffnenden Himmel wieder zu fliegt. Wie geht es Ihnen, liebe Baronin?" sagte meine Frau. Endlich, endlich!" hauchte sie. auf einen Stuhl in angenehmer Erschlaffung niedersin kend. Was ist denn geschehen?" riefen wir. Wir sind erkannt worden!!" tönte es zurück; Excellenz hat mich angesprochen!" Eine längere Unterhaltung?" Noch nicht." er. sagte nur guten Morgen!" aber so... so freundlich! Das Eis ist gebrochen." Da lachten wir beide gezen alle Regeln der Höflichkeit laut auf und riefen einstimmig: Wir. gratuliren!" Die Ministerkrisis ist also vorüber!" setzt? meine Frau hinzu. Seit dem Tage saßen wir wieder ungestört in unserem Nest; MinisterS" waren unsere Blitzableiter. Als wir sie drei Taae darauf im Walde trafen, waren sie gerade auf der Flucht vor dem Kleeblatt. Am Verea C r e e k in Clay County,' Ky., spielten die Knaben von Wm. Cormick mit einem Schießgewehr und tödteten ihr kleines Schwester! chen. EineErbschaftvon $60,000 zat ein Insasse des Armenhauses von F!ontgomery Countv, Pa., gemacht. S e l b st s ch ä tz u n g. Bauer: .Hören Sie. über dieses Feld dürfen'l lit reiten!" Reiter: W was. mit icmselben Recht, mit dlm die Ochser. wrt sein können, kann ica auch dort em:KindlicheVermuthung. Zehrer: Mayer, sage mir, warum Hai :ie Natur dem Rhinoceros ein Hoc:', mf die Nase gegeben?" Mayer: Weil ?eil damit ihm der Zwicker nich. 'V4l Vb. JbUt lUllUil. nn itfh Wie man eS auSffndet. füllen Sie eine Flasche oder ein ge ohnliÄeS GlaS Mit Urin und lasse. Sie ei U Stunden stehen. Ein Rie verschlag zeigt einen ungesunden Zu itand der Nieren. Häufiges Bedürfnis) ist Beweis, daß Sliere und Blase außer Ordnung find. WaS thun? ES ist beruhigend zu wissen, daß Dr Umer S Swamp Root, das große Nieren Heilmittel, Rheumatismus. Schmerzen ia Rücken, in teu Nieren, in der, Leber, in der Blase u. f. v kurirt. ES heilt, stetigen Drang und schmerzhaftes Uriniren, sowi alle schlimmen Folgen deS Genusses von L quor, Qein oder Vier, HZuffakelt des Bedürfnisses und öfteres Vufstebev in der Nacht. Die milde und außerordentliche Wirkung deS Soamp Root wird bald bemerkbar Seine Heilungen find rsundervoll. CS ift die beste Medizin. Oie können eine Vrobeflasöe und ein Ouch, welches alleS erklärt, haben. Beides wird Zonen frei per Voft zuae schickt, den Oie Ihre Ädresse an Dr Kilmer & ffo , BingbamSton, N 9.f nr ? 1 f C. k . uu latffen. wenn üie iorciörn. oann fi, hnk di.s, Osstttk in V i"-, 11 n n . t -t I I oer onctana .rioune- accicn oaocn St. Andreasberger (QlnarieN'vögel, Vapageie, Noth . Vögel und alle Sorten Sing, und Zier VSael. Sine aroi uf asil oller vortm StZRa: AauariaS, GUbtl, CoftftGt ,e. . Ferner daS beste Svouvoaelfurte?. beKeit Voge'Samen zu 7c dak Parket, 5 Paöe:t rur vj enn. ' C. F. Klepper, 4SS aFachnftt Ima. rff ttaumt.tMÜ - Kiis Kws. ...
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