Indiana Tribüne, Volume 22, Number 179, Indianapolis, Marion County, 19 March 1899 — Page 4
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ie tägliche. Tribüne kostet duzch den lrig?' J Seilt per Woche, die ontaaXrt&üiu"' lextl per Woche. Leide uscne 1 lern bett Sentl pe, k,t. per VK uierha de Ufc kgeschtZt I V,raube,hlg 5' Hit. Cffci 18 C3$ Nladams Indianapolis, Ind., 19. März 1899. Sonntags piitai. Die Straßenbahafrage zeitigt wirklich interessante Früchte. ES ist ja am Ende nichts Außergewöhnliches, daß ein Pöbelhaufe eine Versammlung ßört. DaS kann in dem geordnetsten Staatöwesen vorkommen. Die Art aber, wie die Störung am Donnerstag herbeigeführt wurde, berührt mich äußerst schmerzlich, weil sie zeigt, welch ein Lumpenproletariat existut, das sich zu Allem gebrauchen laßt und jedes SelbständigkeitSgefühleS bar ist. ES werden Viele geneigt sein, sich über die Sache luftig zu machen, sie gar als einen guten 3u; zu betrachten, solche Leute aber haben eine ganz Der kehrte Anschauung von der Sache. Die Störenfriede, welche da waren, handelten auf Kommando, nicht aus eigenem Antriebe. ES waren, so wird behauptet, die Leute der Straßenbahngesellschaft, der Wasserwerke, der GaSgesellschaft u. s. w. welche unter Führuig von Vormännern und Aussehern den Radau verübten. Nun sage aber Einer einmal den Leuten, sie seien Sklaven, sage ihnen Einer einmal sie seien wie eine Herde Schafe, die blind dem Leithammel folgt, oder wie eine Herbe Ochsen, die vom Prügel deö Treibers geleitet wird. Diese Leute werden fuchsteufelswild werden und emphatisch erklären, sie seien freie amerikanische Bürger. Ja, wenn daS freie amerikanische Bürger wären, dann möchte man wohl lieber keiner sein. Ich wollte den Leuten den ganzen Radau verzeihen, wenn sie nur gestehen wollten, daß sie thun mußten, wie sie thaten, auS Angst um ihre Stellungen; wenn sie nur daS Bewußtsein ihrer Lage hätten. Man thut manche? deS BrodeS wegen, waS man lieber nicht thun möchte. Aber daran liegt eben daS Traurige, daß ihnen daS Bewußtsein ihrer Sklaverei fehlt. Die Angestellten der Straßenbahngesellschaft lassen sich wirklich einreden, die Gesellschaft zahle ihnen um so bessere Löhne, je höher der Fahrpreis ist. Wenn morgen der. Fahrpreis auf 10 Cents stiege, die Gesellschaft würde den Leuten noch keinen Deut mehr bezahle. Und wenn sie im Stande ist, den Lohn herunterzudrücken, dann thut sie eS bei höherem Fahrpreis gerade so gut, wie bei niedrigem. Hungrige Korporationen werden niemals satt. (DaS soll sich natürlich nicht auf solche beziehen, die bloß der Form nach Korvorationen, in Wirklichkeit aber Privätsirmen find.) Die Sun" nannte den Namen eineS deutschen ManneS in städtischen Diensten, der eine Bande von 150 Mann in den Saal geführt haben soll. Er wird demnächst einen Vortrag übe, Expansion halten, der ELpanfion der Lungen, beim Niederschreien von Red nern nämlich. An der Betheiligung deS politischen GefindelS am Radau, an der Betbeili gung der Parteisklaven ist die Hank der Skadtverwaltuug erkenntlich, welch nicht gestört sein will. Der Spektakel ist aller Wahrschein, lichkeit nach über die Absichten der Ur Heber hinausgegangen, die Sklaver haben die Sache zu gui" gemacht, fi. haben in ihrem Diensteifer etwa? zu viel gethan, ein so schmählicher Skan dal war wohl kaum gewünscht worden Wir freien" Bürger dieser Re publik bekommen durch dtese Straßen bahn-Angelegenheit unsere Freiheit i, recht drastischer Weise vordemovstrirt Man sagt unk nämlich. der L.bschluh eines Kontraktes un.'er den Beding, ungen der Gesellschaft sei nothwendig weil eS keinen a? deren Weg gebe, um sich endlich von den alten Fesseln zu befreien. . Darin liegt diel Wahreö. Ich bin sehr sät einen Drei-Cent-Fabrpreis. aber ich kann Denen wirklich nicht gaz Unrecht geben, welche alleS Vertrauen in andere Hilfe verloren haben. Daß sie eS verloren haben, darüber brauch man sich nach den Entscheidungen solcher Richter wie Wood und Showalte? nicht weiter wundern. Da saLt man unS, seit zehn Jahren habe man fiuchtloS prozesfirt, immer und immer wieder sei zu Gunsten der Compagnie entschieden worden, Meh rere Prozesse schweben noch, wie lange die Prozessirerei noch fortgehen könne, ließe sich gar nicht sagen. . Inzwischen altt habe man veiter 5 Cent! zu bei
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fr Ihre königl. Hoheit Dle Prinzessin von WalcS, bestellt JOHANN HOFFS flüssiges Malzextrakt von Johann üoff' Depot in London. Marlborough bou)t. 6. W. Bittesenden Sie gefälligst sobald wie möglich fiir den Gebrauch von Ihrer königl. Hoheit. derDrinzejnn von Wale, se tiS Duycnk von Johann öoff' ftüist pem MalZ'Sxtrakt und geben Sie dem Ueberbringer dieZeZ zwei Flaschen zum sofortigen Gebrauch mit. Jodn ?wkllkm. Kellermann Ihrer königl. Hoheit. Johann Soff' ftujsigt, Malj.UNrakt macht Fleisch und Blut. El Dutzend Flaschen enthalten mehr NährftotsaUeinFakBier. Johann Hofs, Verlkn, Neue Wilhelm Ctr.. No. !. Var . 38. Ru d l'vchiquier. Kiw äoif, iLS Frankll Str. G m m Ä m m zahlen, und die Stadt bekomme von der Gesellschaft gar nichts. Man ist leider außer Stande, dagegen viel zu sagen. Aber man ärgert sich und schämt sich, daß eine Stadt mit 150 000 Menschen machtlos einer Gesellschaft gegenüber steht, (und ich spreche von der alten G, sellschaft) welche die Straßen der Stadt alS ihr Eigenthum behandelt, Hunderttausende dabei verdient und sich allezeit, den Bürgern gegenüber im höchsten Grade insolent gezeigt bat. Man empsiadet innerlich eine Wuth darüber, daß man den ungehobelten Gast nicht einfach vor die Thüre setzen kann. Aber trösten wir unS ! ES wird doch immerhin besser werden wie eö war und wenn wir auch keine Regierung für und durch das Volk haben, so können wir'S uns doch einreden. Der Plauderer. LcmmelZette's EliZckstag. Clne Skizze auS Ostpreußen, von Warida v. Rartels. Hegen, nichts als Regen. Von den Wirken, die zu beidenSeiten der Chzussee stehen, fallen die gelben Blätter, eines nach dem andern. In dicken, leuchtenden Klumpen preßt der Wind sie gegen die violettrothen Haufen von kleingeschlagenem Granit, die zur Ausbesserung der Straße vorsorglich bereit liegen. Sie sehen wie Gräber aus, wie sie da so regelmäßig zwischen den weißen Birkenstämmen stehen. Wunderlich giftig grün gefärbtes Gras wächst um die Steinhaufen und drängt sich durch die gelben Blätter, die Wind und Regen daran festhalten. Große tiefbraune Hezenpilze wuchern in ganzen Verzügen von den Birken ab, bis in den sauber ausgestochenen Chausseegraben und drüben am Grabenrand wieder aufwärts, bis zu den braunen glänzenden Ackerschollen. Kein Mensch weit und breit. Nichts als Regen, der so einförmig und stetig niederrauscht, daß auch der Harmloseste unter uns am Ende einsehen müßte, daß er erst aufzuhören beabsichtigt, wenn die Novemberkälte ihn in Schneeflocken wandelt. In den obersten Aesten der Birken sitzen die Krähen, mit den Schnäbeln gegen den Wind. Es ist eine gute Aussicht von da oben; über die brau nen Sturzäcker und die jungen Saatfelder. aus denen der Regen in weißen Nebelstreifen wieder auffliegt; über das Flüßchen zwischen den Erlenbäumen, die noch so grün aussehen, wie im Sommer; und hauptsächlich über die Chaussee, die in leisen Wellen sich schier endlos hinzieht, bis hinunter an das Haff. ' Manchmal stößt eine von ihnen, schwerfällig durch den Wind taumelnd, hinab in die Furchen des Sturzackers, die anderen hinterher; aber das Mäuslein, auf welches sie es abgesehen hatten. ist längst wieder in seinem regennassen Haus und dle Krähen haben das Nachsehen. Ein Weilchen gehen sie dann kopfnickend auf dem Äcker hin und her, bis die erste mit krah krah wieder auffliegt in die obersten Aeste der Birken, worauf alle anderen dasselbe thun; und dann sitzen sie oben im Regen und der kalte Novemberwind rüttelt die Birken und zaust der Krähen schmutziges Gefieder, wie zuvor, ohne daß das eine, wie das andere ei nen besonderen Eindruck auf sie machte. Endlich taucht aus der Chaussee ein Punkt auf, ganz weit noch, das heißt, so weit der Regenschl'eier zu sehen erlaubt, und dieser ist dicht und grau genug. Die Krähen werden unruhig, spähen scharf in den Dunst hinein und fliegen am Ende ein paar Bäume weiter landwärts, denn der Punkt, der sich langsam nähert und größer wird, ist ein Mensch und kommt von der Haffscite. Dann aber besinnen sie sich und mit lautem Gekrächz . fliegen sie dem Punkt entgegen, als wollten sie ihre übereilte Flucht wieder gut machen, denn, seht Ihr, was da naß und in. ein großes dreieckiges Regentuch vermummt herankommt, ist . ' ja die Semmeljette, ihre gute alte Bekannte. Was für Wege haben sie schon zusammen gemacht, die Semmcljette und die Krähen, Tag für Tag und Jahr für Jahr, in - Sonnenbrand und Sturrn. . Die Semmeljette mit dem
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großen XqV ".emmeln aus dem Rücken und einem kleineren auf der Brust, beide in ein grcßes Laken eingebunden, mit kurz geschürzten Röcken, unter denen im Winter hohe Männerstiefel zu sehen sind, im Sommer blaue Strümpfe und Holzschuhe. Sie trägt die Semmeln aus der kleinen Stadt auf die Landgüter derUmgegend, die Semmeln und die' Neuigkeiten und ihr rothbackiges altes Apselgesicht mit dem blonden glatten Haar unter dem hellen Kopstuch wird überall gerne gesehen, von den Einen wegen der Semmeln, von den Anderen wegen der Neuigkeiten. Daß die Krähen sie verkennen konnten! Es ist zum Erstaunen, denn die beiden Körbe machen eine so wunderliche Figur aus der Semmeljette, als nur möglich. Ja, für gewöhnlich. Aber heute, wie sie langsam durch den Regen auf der Chaussee entlang geht, ist es den Krähen nicht zu verdenken, daß sie vor ihr, wie vor einer Fremden, davonflogen, denn die Semmeljette geht ohne Körbe. Als wollten die Kräben ihren Irrthum vergessen machen, fliegen sie dicht n sie her und dann, wie sie fortschreitet. von Baum zu Baum mit ihr, die ganze endlose Chaussee entlang, von Thal zu Hügel, auf- und abwärts, während der Nordwind die g'lben Birkenblätter auf sie niederschüttelt und der Regen auf sie herunterrauscht. Ab und an tauchen die Gehöfte der alten Rittergüter aus dem nebligen Dunst auf, vornehm in sich abgeschlossen, ernst und schweigsam daliegend, inmitten ihrer Wirthschaftsgebäude, wie in einer Festung; etwas abseits die Wohnungen der Arbeiter, aus denen schon hier und da eine Lampe schimmert, denn das bischen Tageslicht ist im Verlöschen. Das Weib, das der Novembersturm vor sich hertreibt, achtet nicht darauf, denn ihre Gedanken sind bei den Papieren, die sie sich heute aus dem Geburtsdorf. weit drunten am Haff hat holen müssen. Sie kann sie nicht lesen, dkese Papiere, aber sie liebt sie und ihre Sand gleitet unter dem triefenden Wolltuch mehr als einmal prüenv tnci; ihrer Tasche, um das knittern derselben zu fühlen, denn die Papiere sollen morgen aus der wandernden Semmelfette eine ehrliche seßhafte Frau machen. Und das ist eine Sache. Was ist Regen und Novembersturm gegen die Gewißheit, daß Er- sie nun nicht mehr vor die Thür jagen kann wie einen alten Hund, wie er es ihr Hunderte von Malen gedroht hat. in all den Jahren, seit sie beisammen snid. Die Papiere geben ihr ein Dach über den Kopf, auch wenn er betrunken ist. wie gewöhnlich; und das Recht auf ein Unterkommen in dem Gut. wo er jetzt arbeitet, auch wenn der Branntwein ihm den Tod giebt und sie allein zurückbleibt. Und darum ist dieser Tag. trotz Regen und Wind, Semmeljette'S Glückstag, weil sie nun endlich alle diese Herrliehen Papiere hat beschaffen können. Von dem schweren Wolltuch rinnt das Wasser in die Fersen ihrer Holzschuhe und die nassen Röcke aus selbstgewebtem Zeug legen sich bei jedem Schritt hemmend um sie her, trotzdem der Wind sie vorwärts treibt. Sie merkt es nicht. Die fliegenden Wolken haben das Licht verschlungen, lange ehe es Zeit war und die Krähen sind fort. Die weißen Birkenstämme neigen sich phantastisch gegen einander, wie der Sturm sie rüttelt, und die Blätter fliegen wie Fledermäuse durch die Stille, wenn der Regen einen Augenblick nachläßt und der Wind Athem holt. Endlich ganz im Dunkeln biegt die Semmeljette von der Chaussee in den Landweg ab, der zu dem Gute führt, in welchem sie wohnt. Der aufgeweichte Erdboden schlägt über ihren Holzschuhen zusammen. sowie sie mit dem ersten Schritt von der gepflasterten Straße abweicht und ihr Gehen wandelt sich in mühseliges Kneten. Aber sie macht sich nichts daraus, denn vor ihr schimmern die Lichter aus den kleinen blinden Fenstern des Arbeitshauses, . zu dem sie hinstrebt und wenige Minuten danach legt sie. schweißtriefend vor Anstrengung. ihre Hand an den eise:n?n Thürriegel. der zu ihrer Wohnung führt und öffnet. Drinnen ist es ganz dunkel, nur der matte röthlich: Schein aus einem d?r Nachbarfenster zeigt in verwischten Umrissen das Fenster. Vorsichtig tap pend sucht sie Streichhölzer auf dem Fensterbrett und entzündet die Lampe, die ein bischen wacklig auf dem unebenen Lehmfußboden steht. Das qualmende röthlich: Licht zeigt die dunkelroth gestrichene Kommode und 'inige Stüh!e, den grzZ:n Ofen mit der halbrunden H'öhlung die zum Kochen d:?nt und daZ H:m.::cWt mit den reih und weiß farr:rt:a Vorhatten. Von diesen ist der eine halb abzei'ssen und zum Theil darein verwickelt, mit dem struppigen Kopf an das JÖPtf gelehnt, liegt der am Toden und schnarcht, der morgen Semmeljette's Gatte werden soll. .Karl Pintal. Karl Pintal." sagt sie halblaut vor sich hin, all wedder lesope Und vorsichtig nimmt sie dii alte Selterwasserflasche, die leer neb.'n ihm am Voden liest und st?llt sie binter ben Ocbönbeit sitzt im Blut. Reine Blut bedeutet reine Haut. Ohne diese keine Schönheit. Caöcaretö, Candy Cathartie reinigen daS Blut, kräftigen die Leber und entfernen alles Unreine ans dem Körper, gangeu Sie heute an, Pusteln, Qt schwüre, Mitesser und so deiter zu vertreiben. Schönheit für 10c. In allen Apotheken. Zutriedenstellu?a
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Ofen. Alles ganz rühg. ohne'Ä'srger. ohne Staunen oder Schreck, denn sie ist es gewohnt so in all den vielen Jah?:n, seit sie beisammen sind. Jeden Abend dasselbe. ' Das ist nun einmal so. Wer soll da etwas ändern. Darum geht sie auch, ohne sich mit ihm aufzuhalten, in die Kammer nebenan und komm! nach einem Weilchen trocken eingezogen und mit den kostbaren Papieren in der Hand zurück, die sie dicht neben sich auf den Tisch legt, damit sie sich daran erfreuen kann, solange die Lampe brennt. Dann nimmt sie die ganze Schürze voll Kartoffeln und beginnt sie für morgen zu schälen, eine nach der ondern und die qualmende Lamve bescheint ihr zufriedenes Gesicht, macht die Papiere, leuchten und wirrt einen tiefen Schatten nach der Gegend, nu2 der des Trunkenbolds Schnarchen kommt. ' Es ist so friedlich, als man es nur wünschen kann. Aber nicht lange. Kichernde Stimmen vor der Thi'r und halblautes Stille heischen. Hände probiren den Niegel, ob er die Thür ge schlössen hält und eine Menze von Na. sen drücken sich gegen die F.'nscerscheiben. Semmeljctte horcht und dann strahlt ihr altes faltiges Antlitz, als sie allmälig begreift, was das all:Z bedeutet, denn, o Du glückseliger Tag! sie nwl lcn ihr einen richtigen Polterabend machen, wie es sich gehört für eine ordentliche Hochzeit. Richtig, da saust ein K:b voll Scherben gegen die Thür, ein mächtiger Waschkorb voll, daß alles klirrt und kracht und dann fliegt die Thür auf und hinter dem Scherbenhaufen faht kichernd das ganze Dorf, voran das Stubenmädchen au dem Hof-, rc'c sie das Herrenhaus nennen. Die Ehre ist so überwältigend, daß die Semmeljette sitzen bleibt, wie angenagelt und kein Wort hvorbring. aber das Getöse der Schervcn ha! Karl Pintal so weit zu sich gebracht, daß m seinem umnebelten Hirn so ctwaö wie eine Ahnung aufgeht, er müsse sich jetzt als Herr der Situation zeigen. Schwerfällig wälzt'er sich herum auf seinem Platz, zeigt mit schwankendem Arm nach der Thür und lallt mit schwerer Zunge: Jieb ihr 'n Dittchen, lieb ihn 'n Ditt - Aber dle Geister des Branntweins sind stärker, als sein Wille. Sie übermannen ihn, ehe er geendigt und innrmelnd sinkt er zurück -gez?n die Bettkante. Da verstummt das Kichern. Sie waren gekommen, um mit dem alten Paar einen Scherz zu treiben; als sie aber in Semmeljette's glücklieS Gesicht sehen, wie sie halb stolz, halb beschämt sich für die Ehre bedankt, die man ihnen angethan, da hat Niemand den Muth, das alte Weiolem zu enttäuschen. Mi! verlegenem Lachen nimmt das Stubenmädchen, die den Scherbenkorb geworfen, das von .der Sitte vorgeschrieben? Zehnpfennigstück !n Empfang, stottert einen Glückwunich und verschwindet. Desgleichen di übrigen Zuschauer; alle etwa enttäuscht über diesen unerwarteten Ausgang. Nicht lange und die Thür ij; zu. di: Menschen sind fort und , :x Vifgcn fällt auf den Scherbenhuf'.'N ud geaen die Fensterscheiben. Auf dem Fußboden liegt der Mann, schl'mmer als ein Thier, und neben jem Tisch, im Schein der qualmenden amoe. sitzt sie und schält artcsfeln für mcrgcn, eine nach der ai'.d.rn. eine inch der andern. Das war Semlneliette's GlückZt:g.
Waö die Tolten sönnen. Der Volksglaube schreibt demvon der Seele verlassenen Korper noch gewisse LebensäuiZerungen und (nnwlrtungen aus die Redenden zu. Einige orlgmelle Gebräuche und Anschauungen mögen hier angeführt werden. Es ist eine alte und im historischen Interesse sehr dankenswenhe Sitte, dem Todten seine LiebUngsi,rücke mit in den Sarg zu geben.. In Hmterpommern wahtt man dazu ein (vesangouch und ein Fischernetz, damit der Todte 1 auch singen tonnt und sich nicht langweile, denn er hat reichlich damit zu thun, alle Jahre einen Knoten des Netzes aufzuknüpfen. Die Jsraeliten glaubten, rxr Todte höre die Gespräche, die an seiner Seite geführt würden. Besonders reichhaltig ist solcher Aberglaube bei den Slawen, vornehmlich den Südslawen. In Masuren wird den am 3., 5. und 15. Tage wiederkehrenden Todten ein Stuhl und ein Handtuch hingesetzt, damit sie sich setzen und ihre Thränen trocken können. Die Mitternachtsstunde ist ihnen zu nächtlichem Umherschweifen freigegeben, daran schließt sich der Glaube an nächtliche Gottesdienste 'der nf cr.!.v.... ' r t iuäcuyiwicn in ccn dreyen. A.uq Scbmerzempsindungen werden dein Todten zugeschrieben, daher der Wunsch, daß ihm die Erde leicht sein möge. Speise und Trank wird vielfach in die Gräber aebrackt. die ,u hitSim Zwecke besondere Oeffnungen erhalten. fif Ci!s.. . fi. l. c w p i . nuuj cuuug Ipcnoen oie Ävgei Hieve nen, wie es in dem Reliquienglauben hervortritt. Dem Todten wird Denken und seelisches Empfinden zugeschrieben. m. m tAftttMM..! JU . P t vuuwuiKi icg, wenn lernen ncy1 ! O i , i i . l ic uu Aicucn Ulgegengeyanoeil wrro, und .dreht sich im Grabe berum". Er freut sich über Aufmerksamkeiten, z. V. Blumenspenden an Gedenktagen oder am Allerseelentag. Aus dem Grabe heraus ertönen Bitten oder gute Rathschlüge, aber auch Schädigungen für die Lebenden gehen daraus hervor. So verläßt der Vampyr sein Grab, um Bräuten das Blut auszusaugen, er rann oas ogar, wenn er em Doppel sauger ist, durch Fernwirkung thun, ohne sein Grab u verlassen. Der Todte, der Gefühl für eigens aber nicht :ur rremve Dualen hat. ist sehr nker-
Schlechte Träume und unterbrochener Schlaf
find der Schreckk tr- . . . tn ndere ?kgehüinUch kett ist
und beide elgen, da, dle Sesundhett nicht gut . UmI.d,r gesund ,u sein, gebrauche man . . . . ?r. August tSnig'S Hamburger Tropfen le erden Linder,,? schaffen, heilen und te. derherfteNen.
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Theodore Stein, äfftest. Lorenz Schmidt, Sekretär. 0waI1 RfrinafinUp. gnftHIrw. süchtig auf sein Eigenthum, und ein Diebstahl daran, selbst wenn es nur eine Blume wäre, ist todtbringend; anderseits entledigt er sich dessen, was ihm unangenehm ist und duldet keine Elemente, die nicht in die gute Gesellschaft geboren, wie z. V. Selbstmörder. Die Südslawen schließen in den Wahlbrlldersckaften ordentliche Bündnisse mit den Todten, .um von ihnen durch guten Rath unterstützt zu werden. Selbstbewußtsein. Herr Lieutenant haben ein Loos genommenz glauben Sie. daß Ihnen Fortuna hold sein wird?" a wenn sie nur 'n bißchen Jeschmack hat. sicher!" Gelbe Gesichtsfarbe ES. nimmt keine Sachverständigen, um einen lerenleidenden sofort er kennen zu können. Die höhten Wan. cn, die eingesunkenen Augen, die chwarzen Ringe unter den Augen, die jclvc Gesichtksarbe, kennzeichnet ihn. Ein Arzt würbe Sie fragen, ob Sie an Rbeumattemu leiden, Schmerzen lm Rücken oder über den Hüften, Ma genbeschwerden. Drang zum. ober bren nende Schmerzen beim Uriniren haben und nach demselben ein unbefnedigtei esuhl und der Wunsch nach sofortiger Wiederholung deS Wasserlas. enS und ob der Urin einen starken Geruch ausströme. Wenn sich diese Symptome zeigen. müssen t sofort ein Mittel dagegen anwenden. Unterlassen Sie daß, so bekommen ie Blasenkatarrh. Entzündung. Ber. stopsung und Anwendung eines In. irumenteS wird nothrsendig Schließ l,ch artet die Sache in die Brigbt'scke Nierenkrankheit, die gefährlichste Sorte von Nierenkrankheiten, aus. Dr. Kilmkr Swsmp Root. das große Heilmittel des eminenten Nierenund Blasen-Svezialisten, ist ein Posttives Mittel für solche Krankheiten. (? hat einen Weltruf und Sie können da Mittel überall in jeder Apotbeke erhalten. Wenn Sie dagegen erst eine Vröbe rounfe&m; erwähnen Sie die Jndiana Tribüne und schreiben Sie um eine freie Vrob,flasche und Vuck. enthaltend Angaben übe? den Gebrauch ulw an Dr. Kilm'? & Co , Vlnahamton. N I . der Jbnen ulle vortofrei durch die yoft zusö'cken wird.
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