Indiana Tribüne, Volume 22, Number 164, Indianapolis, Marion County, 4 March 1899 — Page 1

o C? AV d H fl H TKV Y. VS A VWvO C r W o W W W w vr j A Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis. Zndiano, Samstag, den 4. März 1899. Jahrgang S S. flcUGl

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Lrtundt nd ?c?annten die traurige airicht, daß 1.?euraM ' (größter, Schwi.g.ro...,. der und Onkel. Philipp Neichwein, s Freitag M.rg.a 5 Uhr. xldlich ia Folg. eine, Hirnschlagt,. WAltrr von SSJahr.a.clchikd. i D eerdigung fidt Soantag aimittag 2 Uhr. , Traunhaus.. c?. und Ohi Straße, au,, r. . ifv... tr,m G. -k Im n -r V 9T Krsn. Hau, woj iivn ,u uy - . Mitglieder der Famili Slxtooe'teReichwew. Sattta. oh Retchweta. Zll-'t . inder. Vaul'ne . l - ÄdatNeyer. I Nlber J5. Meyer, chwiegersohn. Paulme Retchwein. Echmikgertochtn. II 1 (ßco. fernuaiin ty$f$FT'? ZsichenbsßaSSeV, Office: 26 Süd Delawarestr. Stalle , 220. 222, 224, 226, 228 Ost Pearlstr. Telephon 011. Offen lag und Nacht. Turner Bau- und Spar-Verein macht Hypotheken-Anleihen zu den niedrigsten ZinSRaten. Abzahlungen der Schuld nach Belieben. Man erkundige sich bei dkn Beamten: lldert . Metzger. Prkftdent. LouiS Sielten. .Präsident. Arm! Botm. Eekrttk. rl S Lieber. chatz,iSr. Versammlung jeden Samstag Vbeud im Deutschen HauS. Sichcrc die Zukunft.. . Jedermann der bei seinem Tode Eigenthum hinterlaß', sollte ein T.stime"t machen und seinen letzten Willen in bindender ftoirn nie derleqen. - ES tft unme'se d ese Pflicht zu ver säumen. Die Union Tr st Co ladet zur Consultation in Betnff der Anfe ttgung letztwilliger Verfügungen und Trusts ein. Wo die, Gesellschaft als allniiger Erecutor genannt wir?, werden Testamente kostenfrei angefertigt. Testairente können kostenfrei depomrt werden. Ofsice : (Seiäude der Gesellschaft) No. 118 und 122 Ost Market Str. Einbezahltes Kapital S600,000 Ueberschuß.Sond 105,000 Verbindlichkeit der Aktio are ....600,000 -Beamte:Job v. vollidah. Präsident. Addis (. HrriS. I.Vice.Präftdent. Henry Eitel, 2. LlctPiäsidkt und Cchatztfter. H.S. Noltz Stkreiär. Pommersche Gänsebrüste und Gänseschlegcl, Kieler Bücklinge und Kieler Sprotten soeben eingetroffen bei John H. (lnding, Nachfolger von Edward Müller. 310 Ost Washington 55tc Teledben V87. Flaslc. Drlnklng cups. BrubhCases ILeaflner Koiuls Traveling mirrors. Dresslng cases, Cardcases. Cuff button. Brooches, Stick plns, öD" ewelurjir, Stick pin sets ; all in solid 14-carat gold. To find out what is new in Leather Goods and jewelry, look through our elegant assortment. OJas.VayEiilÖo 29 & 31 West Washington?. )tmn Stein Abstracter of Tilles, 5ie Market und PeNusylvaniä Ltt. Ths Leiccks, LuUk 829, ein, Trerve hoch. Tilgen 17C0. Indianapolis.

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Editorielles.

Eine Z5irma in Jndiana hatte , , . . 1,. B AsfigNMkNt" UNI dtM StSatögesetzt gemacht. Darauf reichte ein Gläubiger im hiesigen Bundesgerichte j $cfu CiN, die FikM bankerott ,U " 1 ' V . erklaktN. V&9 UÖC UQj tDUXDt 0ewlUlgl, j Massenverwalttr eingesetzt, und " . ... m,.:: k.fc vÄ V. mit c?i xaimDuuiiy, vup u vuimu' gesetz über dem Staatögesetze stehe wurde der Asfignee angewiesen dem Massenverwalter alle zu übergeben. Nun machen die Zeitungen ein rieft geö Aufhebens von der Geschichte, als ob Wunder was Merkwürdiges daran wäre und behaupten, es könne nun kein Mensch mehr ein Assignment unter dem Staatßgesktze machen. DaS ist slleö Uafinn. Die Cntschei dung ist ganz im Sinklang mit dem gesunden Menschenverstand und AffignmentS" können nach wie vor ge macht werden. Nur. wenn tM Falle eines solchen ein Gläubiger im BundeSgencht um Bankerotterklarung nachsucht, tntt daS Bankerottversahren an Stelle des AsfignmentverfahrenS, wo daS aber nicht geschieht, geht daS Assignmentverfahren seinen Gang. IHM Unser letzter ZensuS hat bt kanntlich als w,ssen'chasll,cheS und praktische Werk kein großes Lob geerntet. SS wimmelt von groben Fehlern und ist höchst unvollkommen. Zu dem kamen die einzelnen Bände so spät heraus, daß die darin enthaltenen Angaben veraltet waren, da zwischen der Zensur Aufnahme und der Berössentlichung ein Zeitraum von neun Jahren lag. Die Gründe für diesen Mißerfolg liegen aus der Hand. Die Zensuöbeamten wurden von Politikern, ohne Rückficht auf ihre Befähigung, ange stellt; und die Oberleiter deS ZensuS waren derart von der Vertheilung der Beute in Anspruch genommen, daß ßk hren gesetzlichen Verrichtungen keine Aufmerksamkeit zuwenden konnten. Für die Richtigkeit dieser Behaup. ung haben wir daS Zeugniß deß Herrn Porter, welch der Direktor des letz. en ZensuS war. Dieser erklärt in einer Monatsschrift, daß alle Mängel, welche dem ZensuS anhaften, in Folge deS schlechten Systems, daS sich zumeist in politischen Einflüssen bemerkbar machte, unvermeidlich waren. Nach solcher offener Darlegung hätte man erwarten sollen, daß der Kongreß bezüglich deS im nächsten Jahre vorzunehmenden ZensuS sich bemühen würde, die früheren Mißftände zu vermeiden; aber statt bissen hat daS HauS eine Bill angenommen, welche alle gerügten Fehler beibehält. Die Zensuöbeamten werden keiner Prüfung durö daS Z'.vildienft-Bureau unterworfen und die Anstellungen wer öen auf die verschiedenen Kongreßbezirke vertheilt, so daß die Aemter nur von voitklrern veraeoen wercen können. Anstatt sachverständige Leute mit der Arbeit zu betrauen, wild man das Werk Pfuschern in die Hand geben und so werden wir eine Statistik bekommen, die wissenschaftlich gar nicht zu derwerthen ist. Die demokratischen Mitglieder deS CongresseS haben sich in einem CaueuS gegen die Reichspolitik und gegen vte oauernoe Annezion oer Philippinen erklärt. SS ist selbftverftändlicd, daß dieS Seitens der republtkanischen Presse als eine Art Hochverrath angesehen wird, aber wir glauben, daß die Mehrheit deS Volkes in dieser Sache doch aus ihrer Seite ist. Wir können unö nicht denken, daß die Medrheit deS Volkes kostspielige AnM. fl W ner.lonen, ronipieltge rtegsuyruug und . die Sivsührung eines großen Sehenden Heere befürwortet. Wir glauben, daß in dieser Sache die Demokraten wirklich die Volksstimmung zum Ausdruck bringen, wir stid aber trohdem nicht davon überzeugt, daß ihnen bei der nächsten Präfidentenwahl die Mehrheit der Stimmen zufallen wird. Die wird nur dann der Fall sein, wenn sie eS einzurichten wissen, daß die lZzpanfion- und Militärsrage zur ausschließlichen Jssue" gemacht vi,d. Dazu gehört aber zweierlei: Daß gänzliche Fallenlassen der Silberfrage und die Aufkellung eines anderen Kandidaten alö Lryan. Ohne letzteres wird man ersteriS trotz Platform und Srklarung nicht glauben.

Man kann als sicher annehmen, daß wenn die Demokraten direkt die Silberfrage wieder aufnehmen oder indirekt durch die Nomination BryanS in den Vordergrund bringen, die unabLZ I r.lLaX.lti. ffl.m.iit.

lunuiutn ciuuuuuitycii vimuuiu; welche den AuSschlag geben eS sü wichtiger halten gegen Silberfreiprägung alö gegen Imperialismus zu stimmen. Die Stellung der Demokraten in der i?zpanfionSfrage ist eine vernünf tige und wenn sie sich den Brei nicht anderweitig versalzen, dann haben sie eine gute Chance bei den nächsten Wahlen den Sieg davonzutragen. ArchWrichlell. Wetterberiüt. Wolkiges Wetter, Regenschauer oder Schneegestöber heute Nacht; wol kig Sonntag. Höchste Temperatur in nerbalb der lebten 24 Stunden 53 Grad, niedrigste 38 Grad. Avancement in der Mar i n e. Washington, 3 März. Der Streit zwischen Sampson und Schley wird dahin geschlichtet, daß beide ViceAdmiräle werden, aber Schley zwei Nummern vor Sampson. Während deS ganzen TageS hatte der Marinesekretär an einer Liste arbeiten lassen, welche den genauen Rang, und die Nummer eineS jeden Offiziers nach dem neuen Gesetz feststellte. Die achtzehn Contre - Admiräle find danach : Me?Zair, Howell, Howison, Kautz, Remey. Farquhar, Watsoi, Philtp, Ro berlson, Schley, Casey, Sampson. Cronwell, Higginson, Picking, RodgerS, Kempss und Sumner. DreyfuS und Piequart. PartS, 3 März. Die Kriminal. abtheilung des KssationShofeS entschied, daß Oberst Picquart und der Advokat M. Lebloi wegen der gegen sie schwebenden Anklage der Fälschung vor einem Civilgerichte zu prozesfiren seien. DaS Gericht entschied ferner, daß das vichtb mit der angeblichen nn gesetzlichen Mittheilung osfiueller Dokumente durch Picquart an LebloiS zu thun habe und daß diesnhalb daS Militärgericht seine Con-petenz beibehalte. In Folge dessen werden die Militärbehörden Pquart den Civilbedökden ausliefern und die Anklage auf Fälschung wird als das schwerere Verbrechen ivvolvirend zuerst untersucht werden. Die vereinigten Abtheilungen deS Kassationbhofes werden in Uebereinstimmung mit dem neuen Revision?gesetze die Untersuchung in dem Falle DreyfuS morgen beginnen. . L o n d o n, 4. März. DaS Daily Chroniele" veröffentlicht heute eine zehn Spalten lange Mittheilung EsterhazyS von dem was derselbe im Falle DreyfuS ausgesagt hat und von dessen Verbindung mit dem französischen Generalstabe. Die zehn Spalten bilden bloß einen Theil der Aussagen und enthalten Briefe, Photographien, Mittheilungen, Handschristen usw. AuS Deutschland. Berlin, 4. März. Einer hier eingetrossenen Kabeldepesche zufolge ist ein neuer Chinesen-Aufstand in den Distrikten um dal, an Deutschland der pichtete Kiau-Tschau herum auSgebrochen und find im Distrikt Tan-Tschen-Shien 20 christliche Ansiedelungen zerstört, und 4 Christen getödtet worden Der Staatssekretär deS auswärtigen AmteS, Herr von Bülov. hat durch den deutschen Gesandten in Peking, Frhr?. v. Heyking, eine neue Warnung an die chinesische Regierung ergehen laIen. ES ist ein Criminalverfahren gegen daS sozialistische Organ vorwärts" eingeleitet worden, wegen der erwähnten Veröffentlichung einer Anzahl Briefe deS Freiherrn v. Otumm an den Redakteur seine OrganS, der Berliner Post", bezüglich Stumm'S Reinfalles mit Herrn Fink, einem frü heren Angestellten dieses OlatteS. SS wird behauptet, diese Briefe seien auS dem Postamt durch Einbruch erlangt worden. - Kaiser Wilhelm hat. daS Verdikt det Militärgerichts in Straßburg über den Lieutenant Tchlückmann bestätigt, welcher am 80. Januar wegen der Tödtung des reichen elfSsstfchea MüllersohneS Smile Tillement im Duell zu zwei

JahrenFeftungSbaft verurtheilt worden war. Der Streit zwischen den Duellanten war bekanntlich über eine junge Sängerin entstanden. Wegen der Nationalität deS Getödteten und des gro-

ßen Aufsehens, welche die Geschichte in Slaß machte, hielt man ,S schon von vornherein nicht für wahrscheinlich, daß der Kaiser von seinem Begnadigung Recht Gebrauch machen werde. Da Befinden be Papste. R o m, 3. März. Die Aerzte sagen, daß sie völlig zufrieden mit dem Besin den de Papste seien. Sr hat keinerlei Schmerzen, Pul und Temperatur find normal. Der Jahrestag der Krönung deS Papste wurde in der üblichen Weife gefeiert. Die Moravia." Salifa r. N. ft., 3. Man. Der Regierungsdampfer Aberdeen" lie ferte heute von Sable Island die Mannschaft des gescheiterte Dampfers Moravia" ein, welcher schon vor etwa Monatsfrist unterging. DaS Schiff mußte wegen Mangels an Kohlen seineu KurS ändern, lief bei stürmischem nebligem Wetter auf und begann schon nach zwei Stunden aufzubrechen. Die Rettungsmannschaft von Sable Island kam zu Hülfe und die Landung der Mannschaft gelang. Der zweite Offi zier Brentoa starb in Folge der Strapazen. Der groß'e Theil der Ladung wurde an Land geschwemmt. HissS-5?aSriSten. Angekommen in : R e v s o r k : Pennsylvania" von Hamburg; Werkendam" von Rotterdam; Alsatia" von Genua; Lucania" von Liverpool. Q u e e n S t o w n : Campania" von New Sork. Liverpool: Nomadie" von New Sork. . . allerlei. Vor circca zwei bis drei Monaten wurden die Farmer in der Nähe von Jasper, Md., von einem tolen Hunde in Schrecken qesetzt und ehe derselbe getödtei werden konnte, hatte er bereits verschiedenes Vieh gebissen, darunter auch ein Schwein auf der Farm von John Mallory. Dieser legte der Sache keine Bedeutung bei, vor etnigen Wochen wurde er jedoch plötzlich von dem betreffenden Schweine in das Lein gebissen. Nach kurzer Zeit stellte sich bei dem Gebissenen die Wuthkrankheit ein, er versuchte Alle, die in seine Nähe kamen, zu beißen und stieß dabei Töne wie ein Schwein aus. Zuweilen versuchte er sich auch den Kopf an der Wand einzurennen. Die Krankheit brach in einer solchen Weise aus, daß er gefesselt und nach dem Irrenhause gebracht werden mußte. Mallory ist 23 Jahre alt und verheirathet. Er steht bei allen seinen Nachbarn ln hohem Aasehen und der schreckliche Fall wird allgemein bedauert. Halvor Johnson, welcher ln ÄZllllams - olzsaller ager in Aitkin County. Minn., arbeitete, wurde in bedenklichem Zustande, das Resultat eines Kampfes mit Wölfen, nach MinneapoliS gebracht. Johnson blieb m der Nacht allem m Walde,- um Stamme zu schalen. Die anderenHolz fäller waren nach Feierabend in das Lager zurückgekehrt. Während er an der- Aroen W2r, wurde er von Wölfe angefallen. Er vertheidigte sich. so gut er konnte. Die Leute im Lager borten das Heulen der Wolfe und nethen sofort, daß ihr Kamerad von denselben attacknt worden se:. Sie eilten in den Wald und kamen gerade noch zur rechten Zeit auf dem Platze an, um Johnson vor einem schrecklichen Tod zu bewahren. Die hungrigen Bestien hatten ihm bereits die Beine zerfleischt und. nach wenigen Minuten würde er von dem Haufen Stämme, wo er, sich mit einem Knüppel vertheidigend, stand, heruntergestürzt und ihnen zum Opfer efallen sein. )vas- vrttlsche Vollschiss Persian Monarch", das größte Segelschiff der Welt, traf nach 180tägiger Reise von Japan in New Aork ein. Vor nahezu zwei Jahren hatte es mit einer Ladung Oel die Fahrt nach Javan unter dem Namen .May filmt" angetreten. Vierhundert Meilen von den Azoren gerieth eö in einen Tycloa und wäre beinahe zu Grunde gegangen. Stark mitgenommen mußte das Schisf einen Hafen anlaufen, um Reparaturen vornehmen zu lassen. Im Nove.nber 1597 setzte eö die Fahrt fort und erreichte am 1. Mai 1893, dem Tag, an welchem Dewey die spanischen Kriegsschiffe in der Bay von Manila zum Sinken brachte, seinen Bestim müngsort Hiogo. Acht Tage jpäter gerieth es in Kobe in Brand, und um das Schiff zu retten. ' ließ Kapitän NickolS ti in 28 Nuß tiefem Wasser

sinken. In Japan ging es In ')en Vestö englischer Rheder über und erhielt den Namen Persian Monarch", welchen es bereits geführt hatte, als es ncch ein Dampfer der Monarch Linie war, bis es 1899 an der Küste von Lona Island strandte. Das Wrack

wurde jedoch geborgen und der Rumpf als eael cyist umaebaut. Den Oberkörper aus dem Eise ragend, so fand man den 22 Jahre alten Neger Frank Tiaall von Skidmore Lane und Rackaway Ave., East' new M!, lm Äanderveer Creek als Leiche vor. Tigall war ausgezogen, um &iams" zu graben. Als er am tolaen den Morgen noch nicht heimgekehrt war, wurden seme Freunde don Besorgniß erfaßt und sie holten Nachbarn uno Bekannte kerdel. welche lbnen bal fen, den vermißten Mann zu finden. Truppweise durchstreiften sie dasMoor in der Nähe von Canarsie. bis sie zum Äanoerveer lireer aelanoten. David Holmes und Edward Johnson, welche den Anderen voranaeeilt waren, ent deckten auf der Eisfläche den nur mit dem Oberkörper hevorragenden Körper des Verschwundenen. Sie kamen näher und fanden, daß Tigall fest und steif gefroren war. Wahrscheinlich war er durch die Eisdecke gebrochen und konnte si h r.iht i?.ehr emporarbeiten. Währ nd der Nacht hatte sich die Oeffnung wie der mit Eis gefüllt und der Leichnam war angefroren. Die Freunde holten Aefte herbei, und erst nach langen Nemühungen gelang es. das Eis so weit zu offnen, dsß der Körper befreit und herausgezogen werden konnte. t-i-, c- I ' b c w e a t ? s Led hat der von der Gendarmerie in Jaloncourt veryastete Johann Reichert aus Mülhausen hinter sich. Jm Jahre 1881- zum 40. Jns.-Regiment nach Köln eingezogen, desertirte Reichert und ließ sich bei der französischenFremdenlegion anwerben. Nach fünfjähriger harter Dienstzeit bei dieser Truppe kehrte er in seine Heimath zurück. Nach Verbüßung einer 6monatlichen Festungsstrafe wurde er seinem früheren Regiment in Köln wieder überwiesen. Lin sofort wiederholter Desertionsversuch mißlang und brachte dem Reichert eine fünfzehnmonatliche Festungsstrafe ein. Nochmals demselben Regiment zugewiesen, wurde er als untauglich entlassen, und zwar mit der Verpflichlung, sich bei der jeweiligen Muste-rungs-Commission seiner Heimath zu melden. Anstatt dieser Verpflichtung nachzukommen, trat Reichert nochmals in die Fremdenlegion ein; nach abermaliger fünNahrigerDienstzeit nun würd? Reichert am 22. September 1898 ent lassen: er kam kurziich ln Jaloncourt an. wo er sich der Polizeibehörde freiwillig meldete. DerMilchhandlerJoos aus Schonach hatte sich mit seiner Frau zu einer Hochzeit nach Trirderg begeben und kehrte Nachts 11 Uhr wieder zurück. Beim . Betreten des Schlafzimmers fand man die 23 Jahre alte Bedienstete Ehrhardine Joos mit zerschmettertem Schädel' am Boden. Ein Kasten war gewaltsam erbrochen. Die Obduction ergab, daß der Mörder durch 13 schwere Schlage sein Opfer dem Tode überlieferte. Es wird vermuthet. daß die ersten Schläge auf den Kopf mittels eines Hammers vollführt , ?1 vr.a wurden, oer aoer oeim nxiieren Ausbolen vom Stiele absprang. Die übngen Schläge rühren von dem scharfen Keile einer Art her. womit dem Mäd eben der Kopf und die Schulter förmlich . ' t 4 4. . 9 1 l. gespalten wurde, ueoermes rrug meselbe am Halse Strangulirungsmale. ein weiterer Beweis eines verzweifelten Kampfes. Man rnmmt an, daß der Mörder, von dem man noch keine Spur hat. mit den Räumlichkeiten vertraut ' . . WI .. L war. va er me corowerrzeugr orm Hause selbst entnahm. Dieser Tage lfl der Professor emeritus deS Hebräischen an der Universität Aberdeen, Dr. John Forbes. im patriarchalischen Alter von 97 Jahren verstorben. Er war der letzte V. ' . '. i w-.i. Engländer, ver nocy Mir .oeioe gesvroöen hatte. ForbeS sah den Dichter 1829 in Weimar. Sein Eindruck war folgender: Die Frische von Goethe'S Aussehen ist erstaunlich, wenn man bedenkt, daß er jetzt im 81. Jahre steht. Sein Antlitz fast genau so, wie es die letzten Bilder darstellen.. ?e:ne Snrne ist hoch und voll, sein Auge klar und durchdringend. Sein Benehmen , ist wundervoll. Bon Statur , st Goethe eher klein. Trotz seiner Jahre aber hat er eine aufrechte Haltung. Sein Gesicht trägt viele Pockennarben. Seine grauen Haare sind ganz zurückgekämmt." AuS dieser Schilderung acceptiren wir Alles bis auf die vielen n J v u em Poaennaroen . lujagiicqcinua) yaoen die AlterLfalten in der Hautdecke, wie bei Greisen häufig, auf den englischen Besucher den -Eindruck hervorgebracht, alö seien viele Pockennarben" vorhanden. B 0 x el'n lgenTagen wurde vomBezirksgericht Leopoldstadt (Wien) eine Frau Namens Maria Petrowitsch zu 14 Tagen Arrest verurtheilt, weil sie, um sich an ihrer Quartiergeberin Ottilie Alexander zu rächen, eine Zehe des Kindes mit einem Haar umwickelt hatte. waS dem Kinde große Qualen bereitete. Die Frage, wie. die Verur. theilte auf diese rasfinir.i: g0rm r Folter kam. iduXu U derVerhandlung Ächt ausgesprochen, und es schien, als ob Marie Petrowitsch diese Art der siache selbst ersonnen hätte. Es ist nun

ein Schreiben des bekannten Criminalisten Dr. Hans Groß in Graz. des Verfassers des Handbuches für Unter-suchungsrichter-, an den Strafrichter eingelangt, der die Verhandlung leitete. Dieses Schreiben gibt über das Einbin-

den von Fingern und Zehen, das söge nannte Wellelknüpfen-, interessante Aufschlüsse. Prof. Groß bezeichnet die Handlungswelse der Verurtheüten als einen Act boshaften Aberglaubens, der aus uralter Zeit stammt und schon in der hex salica als schweres Verbrechen bezeichnet wurde. Prof. Groß findet den concreten Fall für so wichtig. daß er -ihn demnächst in einer AbHand luna besvrecben will. Hiesiges. Die New Telephone Co. Herr Knowle, der technische Leiter für die Einrichtung der New Telephone Co. machte gestern den freundlichen Führer deS Berichterstatter der Tri büne" und zeigte und erklärte die Einrichtung de Telephondienfte in dem Gebäude der Gesellschaft, No. 230 N. Meridian Str. E wird Tag und Nacht gearbeitet, um die Einrichtung bi zum 1. April fertig zu stellen. Im Keller sieht der Besucher dicke Bleilöhren, welche von 120 bi 260 LeitungSdrähte umschließen. Diese füh ren zu einem Gestell, wo die Drahte vertheilt und nummerirt werden, dann werden sie in daS oberste Stockwerk geleitet und mit dem Ausschalter derbunden. Die Gesellschaft hat hat keine Kosten gescheut und war nur daraus bedacht, daS Befte herzustellen. Herr Brady. einer der ttfahrenften Elektriker des Landes hat die Herstellung de Aus. schaltet unter sich. Wa für eine Arbeit die erfordert, läßt sich kaum beschreiben, aber man kann sich eine kleine Vorstellung davon machen, wenn man bedenkt, dah fünf Millionen Lölhun'gkn dabei nöthig waren. Der Ausschalter ist für 2080 Kunden eingerichtet, ist 100 Fuß lang und wird von 42 Madchen bedient. Sobald ein Kunde eine Verbindung wünscht, erglüht eine kleine Glühlampe Zur besseren Kontrollirung der Bedienuug sind diese Lampen verschiedenarbig. Der Saal, in welchem sich der Auchalter. befindet, ist 76 bei 44 Fuß groß, sehr gut ventilirt und beleuchtet. Im Sommer bereiten sechs große elekrische Fächer Kühlung und 200 Glühichter beleuchten den Saal des RachtS. Die Gesellschaft hat bi jetzt über SU,000.000 Fuß Kupferdraht unter Grund , gelegt. I Für nächsten Mittwoch, den 8 März, hat die Gesellschaft einen Empfang für ihre Kunden geplant und wer eine Einidung hat, sollte nicht versäumen, sich die Ginrichtung anzusehen. Sie ist wirklich sehenswerth. John Safewright, von dem wir gestern schon berichteten, wird wohl noch einige Zeit, im StationShauS bleiben müssen. Die hiesige. Irrenanstatt weigerte sich heute den Mann aufzunehmen, da er unheilbar irrsinnig ist Die Müdigkeit tm Frühahr ist verschieden von der. welche von Arbeit herrührt. Die Lektere wird durch Ruhe kurirt, die Erstere durch einige glaschen von Hood Sarsaparilla. Mogevbeschwerden nach dem Essen werden von Hood Pillen gehoben. Sie verursachen kein Leibschneiden. 25 Lei schlechtem Vetter braucht man gute Schuhe. Bei v JWl 1 sinken Sie die besten in der Stadt, alle möglichen Sorten. Sprecht vor und überzeugt euch selbst. 145 Ott Wasbinaton Ott. KstcrlUtt tit WS-WWkM BetrieX Kxt Ctf Irt J S. 1C3, '140 d ia rkguna Exzat

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