Indiana Tribüne, Volume 22, Number 158, Indianapolis, Marion County, 26 February 1899 — Page 3
SlMNSMue.
Noman von Arthur Zapp. (7. Fortsetzung.) Sie nickte mit Ueberzeugung, während Herr von Galis fortfuhr: Wissen : - CYV 3 Ol.lJtf ..L - t oic. 2JCX5. -öaicgjoio, was Micy elgeniItö an Ihnen wundert! Nun? Sie sind in Louisiana geboren und grob geworden? Ja. Nun, mich wundert, daß Sie als Südländerin so warm für die Sache des Nordens empfinden. Mrs. Batchford senkte für ein paar Sekunden ihre Augen. Ich stehe auf der Seite, auf der das Recht ist, entaegnete sie pathetisch. Und ihre Hand schmeichlerisch auf den Arm des neben ihr Sitzenden legend, fuhr sie lebhafter fort: Also, was wurde im Kriegsrath beschlossen, Oberst? Aber er antwortete nicht, sondern haschte nach ihrer Hand, die sie ihm jedoch hastig, mit einer Miene des Unwillens entzog. Sie sind wirklich heute nicht zu Itl den. Oberst, sagte sie zornig aufbrausend. Und Sie, Mrs. Batchford, Sie sind grausam! Sie.... Er stieß heftig den Athem aus und fvrang in die Hohe. Es war nicht eine augenblickliche Aufwallung, sondern in seinem Ungestüm kamen die zurückgedrängten Empfindungen von Wochen und Monaten zum Ausdruck. Der starke, ernste, ruhige Mann zitterte vor Erregung. Sie spielen mit mir, Mrs. Batch ford! rief er, vor ihr stehend, mit flammenden Augen. Seit Monaten halten Sie mich hin von einem Tag zum andern. ohne daß Sie mir eine klare, U stimmte Antwort geben auf die Frage, die ich an Sie gestellt habe. Heute Abend sind Sie voll Liebenswürdigkeit. voll hinreißenden Zaubers, morgen behandeln Sie mich launisch, mürrisch, mit einer demüthigenden Kälte. Ich bin kein Kind. Mrs. Batchford. Ich bin im Stande,-ein Nein zu ertragen. Ich habe Ihnen gesagt, daß ich Sie liebe, heiß, leidenschaftlich, wie ich nie geglaubt habe, lieben zu können. Nun antworten Sie mir endlich. ob Sie meine Neigung erwidern oder ob ich in all der Zeit nur Ihr HauZnarr gewesen! Sie hatte sich erhoben und hinter den Sessel gestellt, vor dem er stand. Ihr Gesicht hatte wieder den neckischen, bezaubernden, verführerischen Ausdruck angenommen, vor dem noch nie eine Verstimmung des Officiers sich hatte behaupten können. Sie sind ein großes Kind, Oberst, sagte sie. Warum hätte ich Sie denn empfangen immer wieder? Weil Sie ein Spielzeug haben müssen für Ihre Launen. Sie lachte hell auf: Dazu wären Sie gerade der rechte Mann. Oberst! Sie schüttelte mit dem Kopf und sah ihn mit einem so bestrickenden, lockenden Lächeln an, daß es wie feurige Glut in dem Officier emporschlug, daß er die Arme nach ihr ausstreckte und nach ihr hinstürzte. Aber sie wich ihm aus und entschlüpfte ihm gewandt. Eine wilde Jagd begann. Den Säbel, der ihn hinderte und der ihn beinahe zu Fall gebracht hätte, riß der verliebte leidenschaftliche Mann von sich und schleuderte ihn in eine Ecke. Und nun hatte er die Fliehende erfaßt und hielt si: an beiden Armen. Lilli! rief er, glühend vor Leidenfchaft. Seine Arme legten sich um ihre Schultern. Sie sträubte sich heftig und bog den Kopf rechts und bog ihn links. Aber sie ließ es doch geschehen, daß seine Lippen die ihren fanden und eine Secunde lang fest auf ihnen ruhten. Dann riß sie sich los und eilte aus dem Zimmer. Fünf Minuten später kehrte Mrs. Batchford in's Zimmer zurück. Ein Mädchen, das das Theeservice, Tassen und die zur Bereitung von Sandwiches nöthigen Dinge trug, folgte ihr aus den Füßen. O Lilli! rief der Oberst, nachdem das Mädchen wieder verschwunden war. und schaute der schönen Wittwe ttluthvoll ins Auge. Pst! machte sie und hob wieder die Finger. Wenn Sie nicht hübsch artig sind, rufe ich Mrs Smith, damit sie uns für den Rest des Abends Gesellschaft leistet. ' Er machte eine erschrocken abwehrende Bewegung. Dann blickte er ihr mit glücklichem Lächeln zu, wie sie den Thee einschenkte und die Sandwiches bereitete. Er stand mit dem Rücken gegen das Fenster; von seinem Gesicht strahlte die innerliche Gluth. die der Gegendruck ihrer Lippen in ihm erzeugt hatte. Nun mag kommen, was will, Lilli! rief er leidenschaftlich. Wenn ich auch nicht wieder zurückkehre, ich Ha5e doch einmal Ihre Lippen auf den meinen gefühlt. Sie einmal in meinen Armen gehalten. Die Erinnerung daran wird mir' noch meine letzten Augenblicke derklären. Sie erwiderte nichts, sondern winkte ihm nur. zum Tisch zu kommen und sich zu setzen. Er folgte ihr willig. Als sie die gefüllte Tasse vor ihn hinsetzte, beugte er sich schnell herab, um ihre Hand zu küssen. Sie ließ es mit einem koketten Lächeln geschehen. Wird eS denn bald zurSchlacht kommen? fragte sie, anscheinend an seine letzten Worte anknüpfend, mit ängstlicher Miene. Er zuckte mit den Achseln. Das wird ganz davon abhängen, to'it der Feind sich unsern Operationen gegenüber verhalten wird. . Sie präsentirte ihm die Zuckerdose
mit ihrem verführerischsten Lächeln.
Sie marschiren natürlich geraden We ges auf Richmond? fragte sie dabei. Der Oberst blickte .sie berauscht in das verheißungsvoll zu ihm aufgeschlagene Auge. Nein! saqte er. Ganz so einfach ist unser Feldzugsplan nicht. Wir, die deutsche Dlölston, haben den Auftrag, uns nach dem Westen üb?r die blauen Berge nach dem Allegheny - Gebirge zu wenden, um den feindlichen General Jackson abzuhalten, sich mit der Hauptmacht des Feindes, die sich unter General Lee, wie wir annehmen, zwischen Fredericksburg und Richmond concentriren wird, zu vereinigen. Haben wir Jackson geschlagen, so rücken wir südöstlich' gegen Lee vor, während die Corps Sumter Bareside von der anderen Seite aus gegen den Feind und seine Hauptstadt Richmond, operiren. Die schöne Wittwe beschäftigte sich gerade damit, ein paar Stücke Zucker in ihre Tasse zu versenken, und hielt dabei ihr Gesicht über ihre Tasse geneigt. So konnte Oberst von Galis nicht sehen, mit wie gespannten Mienen sie seinen Worten lauschte und wie es in ihren Augen triumphirend leuchtete. Nach einer Weile erhob sie ihr Gesicht, über das sanfte Melancholie wie ein Schleier gebreitet war. Eins müssen Sie mir versprechen, lieber Freund, sagte sie. Alles, was Sie wünschen, LUU. Sie müssen mich auf dem laufenden erhalten über alle Ihre Operationen und Sie müssen mir schreiben, wie es Ihnen geht. Meine Gedanken werden immer bei Ihnen sein. Die Sprechende beschattete ihr Antlitz mit den Handen und ihre Stimme nahm einen tremulirenden Klang an. Mein Gott, wie werde ich zittern um Ihr Leben. Lilli! Der Oberst machte Miene, sich vor der schönen Wittwe auf seine Kniee zu werfen. Aber sie warnte rasch: Pst! Ich höre Mrs. Smith kommen. Und in der That, die Thür öffnete sich gleich darauf und die ältlicheDame, deren Gegenwart immer wie ein Schlaftrunk auf Oberst von Galis wirkte, trat ein. Die alte Lady war redseliger als je und ihr Geschwätz schlug den tapferen Ossmer bald in die Flucht. Die schone Wittwe schien sehr be wegt, als er ihr zum letzten Abschied Die Hand bot. Leben Sie wohl, mein lieber, theurer Oberst, flüsterte sie, ganz Wehmuth und Trauer. Ich werde Ihren ersten Brief mit Ungeduld erwarten. Auf baldiges Wiedersehen. Er mußte sich begnügen, ihre Hand zu küssen, alle alten Damen und Tugendwärterinnen zur Hölle wünschend. Als sich die Thur hinter dem Oberst geschlossen hatte,- veränderte sich das noch eben wehmüthig lächelnde Antlitz der schönen jungen Wittwe wie mit Zauberschlag. Ihre Augen blitzten drohend in dämonischem Haß und die schwellenden rothen Lippen, die sich vor einer Viertelstunde heiß auf die seinen gepreßt, murmelten dem Osslcier zornige Verwünschung nach. Dann kam eilige Geschäftigkeit über sie. Schnell, Mrs. Smith! tief sie. Helfen Sie mich ankleiden! Er hat mir die wichtigsten Nachrichten mUgetheilt. Ich muß noch heute Nacht hinüber. Eine Viertelstunde später öffnete sich die Thür zur Thoreinfahrt des Batchford'schen Hauses in Pennsylvania Avenue. Ein Reiter auf schwarzem Pferde ritt auf die Straße hinaus. Er trug Hut und Mantel eines höheren Officiers der Unionsarmee. Bon den Zügen war unter der tief in's Gesicht gedrückten Krempe nicht viel zu sehen, um so weniger, als dieStraßenbeleuchtung der Bundeshauptstadt im Jahre 1862 noch nicht auf einer hohen Stufe angekommen war. In scharfem Tempo trabte der Officier in der Richtung nach dem Lager bei Hunters Chapel davon. . Schwere Tage brachen für die Unionsarmee an. Die Unfähigkeit der meisten ihrer Anführer und die noch unfertigen, auf keine Erfahrungen sich stützenden Armee-Einrichtun-gen bereiteten den armen Truppen unnöthige, qualvolle Leiden. Es war ein zweckloses Hin- und Hermarschiren. Schon in den ersten Tagen war die Verbindung mit dem Train abgebrochen und der Hunger war der unentrinnbare Begleiter der marschirenden Soldaten. Dabei waren die Stiapazen fast unerträglich. Durch Wälder und über Berge, unter strömendem Regen und in drückender Hitze wurde marschirt und immer maischiV. Ganze Tage lang erhielten die erschöpften Mannschaften überhaupt keine Rationen. oft kam auf den einzelnen Mann nicht mehr als ein Stückchen trockenen, harten Zwiebacks und ein Schluck kaum genießbaren Kaffees. Meistens hatten die Soldaten nur ungesundes Sumpfwasser, um ihren brennenden Durst zu löschen, das Fieber und andere Krankheiten erzeugte und die Armee decimirte, bevor sie noch den Feind gesehen. Mit heroischer Geduld ertrugen die Soldaten alle Qualen; sie waren ja zum größten Theil ebenso unwissend und unerfahren wie ihre Generäle und wußten nicht, was den Soldaten zukam und was sie von ihren Anführern zu beanspruchen hatten. So litten sie, ohne zu murren, und ertrugen alle entsetzlichen Entbehrungen in dem Gedanken, daß ihre Leiden unabwendbar und die natürlichen Begleiter jedes Krieges seien. Die Division Blenker gehörte zu dem Corps des Generals Fremont, das die Aufgabe hatte die kleine Armee des südlichen Generals Jackson von der Vereinigung mit der Haupt'armee der Südstaaten vor Richmond zurückzubehalten.
General Jackson wich dem ihn aufsuchenden Feinde mit einer Gewandtheit aus, die erkennen ließ, daß ihm die Absicht und der Operationsplan seines Gegners wohl bekannt sein mufcie. Endlich Anfang Juli trafen die beiden Armeen bei Croß Keys aufeinander. Wieder war die deutsche Division, ähnlich wie bei Bull Run, in das Hintertreffen . gestellt worden. Und während der linke Flügel General Fremonts mit dem Feinde handgemein wurde, stand Blenker mit den Seinen unthätig in Reserve. Doch die Zeit, einzugreifen, sah der Befehlshaber der deutschen Division bald gekommen. Mittags um vier Uhr wurde der linke Flügel General Fremonts von dem tapferen Feind geworfen und zog sich in unaufhaltsamer Flucht zurück. Blenker aber sprengte in voller Carri6re vor die Front und mit donnernder Stimme rief er den Seinen zu: Vorwärts, Jungens! Wir reißen nicht aus! Marsch, marsch! Hurrah! Oberst von Galis hatte die Töte. Er führt sein Regiment zum Angriff mit einer Kaltblütigkeit und Ordnung vor, als befinde man sich auf dem Exercierplatz und nicht im Angesicht der feindlichen Kanonen, deren Kartätschen furchtbare Lücken in die Reihen der Angreifenden rissen. Die südliche Infanterie hatte sich wieder in ihre Stellung hinter einer ziemlich hohen Steinmauer zurückgezogen. Bis auf hundert Schritte ließ sie die stürmenden Regimenter herankommen. Dann prasselten betäubende Gewehrsalven los und Hunderte von tapferen Soldaten der deutschen Division stürzten todt und sich in ihrem Blut wälzend zu Boden. Vorwärts, - meine Braven! feuerte
Oberst von Galis seine Leute an, die zu stutzen begannen und von denen bereits mehrere Miene machten, sich zur Flucht zu wenden. Harry Bradley, der beim Ausrücken aus dem Lager von Hunters Chapel Corpora! geworden war, schwenUe die ffahne des Regiments, die ihm andertraut worden, hoch in die Luft. Hurrah! schrie e? im Riiui ch Kr Begeisterung und stürmte welter. 'eine Section mit ihm. Und wieder ging eZ in schnell sich schllr senden fceihei: vorwärts. Da, kurz vor der Mauer, traf eine fflintenkugel den braven Corpsri! ik'S Bein. Aber noch auf den Knieen hielt er seine Fahne hoch und schrie .ein. deaeistertes Hurrah, Hurrah! bis tiut zweite Kugel seine Brust durchbohrte und er bewußtlos vornüber smrzte. Oberst von Galis war der erste, der die Mauer übersprang. Seine Soldaten folgten ihm nach und tri:ö?ir den ffeind in die. Flucht. 12. .Harry schwer verwundet imEmorvHospital, Washington. Kommen. Sie fnfnrH (Srrrh ni?nfrft VirinnrrS GZap rn.. i.MlijW. v... -v zu sehen. Henning." Diese Depesche langte tn daar Tage nach der Schlacht von Croß Jlev an Margarets Adresse anv Da! junge Madchen erschrak so heftig, 'daß ste lautlos zu Boden sank, nachdem sie den kurzen JnhaU der UnglücksbJtschast überflogen hatte. Als lbre Mutter sie wieder m NÄ gebracht, kam eine fieberische Entschlossenheit über Margaret. Daß sie dem Wunsch des Verwundeten Folge 31t leisten habe, erschien ihr als ihre heiligste Pflicht. Frau Leiphold neth ihr zwar, zu Earne, die vielleicht, noch chne alle Nachricht war, zu. eilen. Aber Margaret widersprach. Sie dürfe nicht länger säumen, als unbedingt nothig. Sie gönnte sich nur soviel Zeit, eine tleine Reisetasche zu packen, dann fuhr sie in Begleitung ihrer Mutter nach dem Centraldepot dem großen Centralbahnhos New Sorks. Der Äua yand schon zur Abfahrt bereit und eS gelang Margaret gerade noch auf die Plattform des legten Wagens zu springen, als sich der Zug in Bewegung setzte. Athemws trat sie ein. Der Waggon war, wie alle Eiscnnr oc.:t. oaonivagen in Einern in. zuzei. xuci geschieden, die ein schmaler Gn von einander trennte. Jede Sei ces Waggons enthielt eine größere Anzahl von Doppelsitzcn, die elegant gepolstert und mit hohen Rücklehnen v-rsehen waren. Der Wagen, den Margaret betrat, war stark besetzt. Das junge Mädchen nahm neben einem alleren Herrn Platz, der ganz in seine Zeitung , rt ,v c ? . IC verlief! jcnien uno reine acoiij ven u;t nahm. Aufreauna und Schmerz z'ärien in dem jungen Mädchen so stark, daß sie wenig aufgelegt war, sich um ihr? Mit reisenden zu kummern. Ihr Tasch:n tuch vor das Gesicht gedrückt, weint: si? still vor sich hin. In Baltimore gab es einen einstündigen Aufenthalt. Die Reisenden benutzten die Unterbrechung der Fahrt, um für ihren Magen zu sorgen. Margaret Leiphold war nicht im Stande, mehr als ein . paar Schluck Kaffee zu genießen. Kein Wunder, daß sie sich schwach und abgespannt fühlte, als sich der Eisenbahnzug wieder in Bewegung setzte. Je mehr sie sich dem Ziel ihrer Reise näherte, desto größer wurde auch die Aufregung, die sie durchglühte. Eine folternde Angst schnürte ich: die Brust zusammen und das Herz klopfte ihr zum Zerspringen, während sie über die Folge nachdachte, in welchem Zustände sie den Geliebten wohl vorfinden würde. .O wie furchtbar sckwer das Schicksal doch gerade ste getroffen hatte, wie furchtbar schwer! Der alte Herr hatte seine Zeiwnz-Z-lectüre eingestellt. Auch er schien.- je weiter die Fahrt vorrückte, von um so größerer Unruhe beherrscht. Er rückte auf seinem Sitz hin und her und schien gar keine ihm zusagende Lag? mehr finden zu können. Bald zog er seine Uhr, bald drehte er die Daumen umeinander, bald blickte er sinnend durch daö Fenster in die Landschaft Jjinaufc.
Plötzlich bemerkte er, wie der Kcpf sei
ner Nachbarin schwer in das Polster zurücksank, wie sie ihre Augen schloß und bis in die Lippen erblaßte. Fehlt Ihnen was, Fräulein? fragte er erschrocken. Aber das junge Mädchen aniwortcte nicht und schien ihr Bewußtsein tcilo ren zu haben. Der alte Herr sprang auf und hob ihren Kopf in die 5)öhe. Auch von den anderen Sitzen kam man ihr zu Hülfe. Der Condu:tcnr des Wagens brachte Wasser, einer der Passagiere führte Cognac od sich und mit Hülfe dieser beiden Flüssigkeit:n wurc die Ohnmächtige bald wieder zum Bewußtsein zurückgerufen. Der Nachbar des jungen Mädchens txiancit sich, daß er in seinem Koffer clne Flusche guten starken Rothweins aufbewahrte. Er schenkte einen Becher davon ein ü."d reichte ihn dem jungen Mädchen. Sie trank ein paar Schlückchen und fühlt: sofort die belebende, kräftigende Wirkung. Sie reisen nach Washington, Fraulein? fragte der alte Herr, die Dankes äußerungen seiner Nachbarin unUx brechend. Ja, Herr. Ich sehe, Sie tragen Trauer. Mein Vater starb auf dem Schlachtselbe O! Der alte Herr richtete seine Blicke mit einem unwillkürlich erwachenden Mitgefühl auf die junge Blondine, die so etwas Samtes, Schüchternes und Hülfloses in ihrem Aeußeren und in ihrem Wesen hatte, daß es selbst den ernsten alten Herrn ergriff, dessen strenge Mie und tühlblickende Augen nicht gerade auf ein sehr weiches, empfindliches Gemüth schließen ließen. Und Sie reisen mm nach dem Kriegsschauplatz nnr seine um ihn nach der Heimath zu begleiten? Da5 junge Mädchen schüttelte mit dem Kops. Nein, mein Vater fiel schon im vo:igen Jahr bei Bull Ruir So fo. Nun, damr ist es also kein trauriger Anlaß-, der.- Sie fetzt nach Washington ruft? Margaret Leiphold seufzte tief. O doch, mein Herr! sagte ste und ihre Augen füllte, sich, wieder mit Thränen. Der alte Herr sah seine lumze Nachbarin mit immer größerem- Wohlgefallen und miteiner immer stärker sich regenden Theilnahme an. Sie Arme! Sie Habens gewiß noch einen Bruder bei der Armee? Das junge Mädchen erräthcte und mit einem Gemisch von Stolz, Trauer und Befangenheit, das ihrem lieblichen Gesicht einen besondern Reiz verlieh,berichtete sie: Nein, einen Bruder habe ich überhaupt nicht. Aber, mein Bräutigam ist Soldat in der deutschen Division im De Kalb Regiment. Im De Kalb - Regiment? wiederholte der alte Herr interessirt. Margaret nickte. Mein Bräutigam ist schwer verwundet, fuhr sie. mittheilsam fort, und er liegt nun.in Wash ington im . . . Sie dachte einen Augenblick nach, griff dann in ihre Tasche, und zog das Telegramm hervor, um nach dem Namen des Hospitals zu sehen, der ihr entfallen war.' Der alte Herr an ihrer-Seite beugte sich unwillkürlich vor und- blickte über ihre Schulter auf das Blatt. Er las ein Ausdruck unendlichen Staunens erschien plötzlich in. seinen. Mienen, er machte eine Bewegung höchster Ueberraschung und streckte seine Hand nach der Depesche aus. Erlauben Sie mir einmal, Fräulein, forderte er sie mit einer merkwürdigen Hast auf. Sie reichte ihm willig das Blatt. Der alte Herr las das Telegramm noch einmal durch,, jedes. Wort aufmerksam betrachtend. Das Staunen und die Ueberraschung prägten sich noch deutlicher in seinen. Zügen aus. Jetzt richtete er sich straff in die Höhe und fragte, sich ganz zu seiner Nachbarin herumdrehend und sie forschend betrachtend:. Sagen Sie mir. Fräulein, ist dieser Herr. Henning, der das Telearamm. hier unterzeichnet hat. Major im Stäbe des Generals Blenker? Ich glaube: Ja. Anfangs gehörte er dem De Kalb Regiment an, das weiß ich genau. Und in seinem bürgerlichen Beruf ist er Ingenieur in der Fabrik der Firma George C. Bradley in New York? Das junge Mädchen bejahte eifrig und freudig. . Sie rennen ihn? fragte sie. Der alte Herr nickte kurz, nicht gerade freundlich. Und dieser Harry. fuhr er forschend fort, der Sie an sein Krankenlager ruft, ist das Ihr . . . Ja. das ist mein Bräutigam, flüfterte das junge Mädchen, beschämt in ihren Schooß blickend. Harry Bradley? Das junge Mädchen blickte überrascht auf. Die freudige Verwunderung. die ihre Mienen noch eben bei dem fragenden Ausruf ihres .Nachbars beherrscht hatte, wich schnell einem Ausdruck der Betretenheit und einer unbestimmten Furcht. Die Augen des. alten Herrn sahen sie streng und zur--nend an; seine Augenbrauen waren finster zusammengezogen. Harry Bradley, der Sohn des InHabers der Firma George C. Bradley in New York, ist wirklich Ihr Verlobter? fragte er im Ton starken Zweifels. Margaret Leiphold bejahte durch eine Geberde. Verschiedenartige, einander widerstreitende Empfindungen rangen in ihrer Brust. Beschämung darüber, daß sie ihr zartes Geheimniß dem Fremden verrathen hatte Rathlosigkeit, Schmerz. Aerger und das Gefühl des Gekränktseins. Endlich raffte sie sich zu der Frage auf: Kennen Sie die Familie Bradley, mein Herr?
Ich? Zn dem Gesicht bei alten Herrn zuckte trnd vibrirte es. Ei überlegte und zögerte ein paar SecMden knd antwortete dann: Allerdings, ich kenne die Familie Bradley. sehr gut sogar, aber ich hcTbs nie gehört, daß Harry Bradley mit irgend Jemand verlobt sei. Wieder blickte Margaret Leiphold in rathloser Befangenheit und Bestürzung in ihren Schooß, und es dauerte eine geraume Weile, bis sie' sich ss weit gefaßt hatte, um mit stockender stammelnder Stimme zu entgegnen: . Wir haben uns erst während' des. Krieges verlobt, brieflich und ganz, geheim. Nur seiner Schwester hat' eZ Harry mitgetheilt. Wie? Die Augen des altere Herrn blitzten zornig und seine Zähne: nagten heftig in der Unterlippe. Carrie wußte drum? Das funge Mädchen nickte, den: Kopf auf die Brust senkend. Endlich wagte sie wieder ihren' Mck zu erheben und mit beengtem Athem,, mit einer Grimasse von zurückhaltender Schüchternheit und verlangender Wißbegierde fragte sie: Herr Bradley, Harry's Papa, ist. wohl sehr streng?. Ein grimmiges Lächeln zuckte unr des alten Herrn Lippen, während er erwiderte: Strenss? Nun ja, jedenfalls ist er ein ernster Mann, der über das romantische geheime Verlöbniß seines Sohnes wenig Freude empfinden dürfte. Das befürchte ich. stammelte daö arme junge Mädchen. Eine Pause, entstand. Das junge Mädchen hatten sich verschüchtert ein wenig von ihrem Nachbar zurückgezogen. Sie blickte seh? niedergeschlagen vor sich hin, ihre Augen füllten sich mit Thränen, die langsam über die erblaßten Wangen rollten. t Der alte Herr sah ftöif und starr in die andere Richtung. Seine Gedanken schienen nichts w:-
Niger als angenehm zu sein, denn er schüttelte wiederholt ärgerlich mit dem Kopf und murmelte dabei Unverständllches vor sich hin. Plötzlich wandte er sich wieder seiner Nachbarin zu. Darf ich Sie fragen wer Sre sind. Fräulein? fragte er in einem harten, gebieterischen Ton, als habe er das größte Recht zu dieser' Frage. Das junge Mädchen: erröthete und erblaßte. Es regte sich ein unwillkürliches Widerstandsgelüste in ihr und die unfreundliche, barsaze Weise des alten Herrn empörte sis. Aber sie hatte doch nicht den Muth, ihm die Antwort zu verweigern, und so. sagte sie: Ich heiße Margaret Leiphold. Meine Eltern sind Deutsche. Mein Bater war Officier in feiner Heimath. Und hier? Hier besaß er eine kleine Restaura tion in Houstonstraße, die meine Mutter noch jetzt betreibt. ' ' , So. Es lag etwas so Geringschätziges in dem Ton des alten Herrn, daß sich das junge Mädchen tief verletzt auf die Lippen biß und jetzt alles Ernstes sich vornahm, keineAntwort mehr zu geben. Aber sie kam gar nicht mehr in die Lage, ihren muthigen Vorsatz zur Ausfuhrung zu bringen. Denn der alte Herr richtete während des Nestes ihrer gemeinsamen Reise auch nicht ent ein ziges Mal mehr das Wort an sie. Er blickte die meiste Zelt über aus dem Fenster, nur manchmal drehte er den Kopf ein wenig zur Seite, um einen verstohlenen, prüfenden Blick auf seine Nachbarin zu werfen. Erst als der Elsenbahnzug m Washington hielt, wandte er sich wieder zu dem jungen Mädchen,das eben imBegriff war auszusteigen, mit den kurzen, fast Hernsehen Worten: Sie können sich mir anschließen. Auch ich- fahre nach dem Emory - Hospital. Margaret Leiphold, die Nicht viel : Selbstständigkeit befaß und noch nie allein auf der Reise gewesen war, fühlte sich von dem Gewirr und Getümmel auf dem, Bahnhof so betäubt. und verwirrt,, daß- sie die Einladung, gern annahm, so? wenig freundlich dieselbe auch geklungen hatte. Unterwegs in der Droschke, die. sie und ihren Begleiter nach dem Hospital trug, wurde kein Wort zwischen den beiden gewechselt. Das junge Mäd-, chen schien, ganx das Bewußtsein der Situation verloren zu haben; das Herz, schlug ihr.angMoll und in beklemmen-, der Spannung sah sie dem Wieder?sehen mit' dem Geliebten entgegen.. Der alte-Herr blickte immer mit dem--selben-sinstmr. nachdenklichen Zug im seinenr. ernsten Gesicht vor sich hin. Im Emory - Hospital betrat er.daS Büreau, während Margaret auf'dem-. Flur wartete. Schon nach wenigen Minuten kehrte er mit einem Herrn zu? rück, der beide in einen der Kranken-. säle geleitete. Es war ein hoher, luf tiger Raum, der mit Fahnen und Emblemen in den Unionssarben geschmückt, war und m dem eine peinliche Zauber-. Kit enzenehm in's Auge fiel. , Was in den nächsten Minuten gfc fchah. davon konnte Margaret. Leip hold sich später keine Rechenschaft ge. ben. Als ste wieder zum Bewußtsem ihrer selbst kam, kniete sie vor einem Bett, in dem ein junger Mann mit todtenbleichem Gesicht lag, dessen uafc Hand auf ihrem Scheitel ruhte. Auf der anderen Seite des K.ran!enlaaerZ stand der alte Herr, der während, d Eisenbahnfahrt ihr Begleiter zetrsen, und hielt die Rechte des Kranken: in seiner Hand. Mein lieber Junge, mein lieber Harry. wie befindest du dich? hörte sie ihn sagen. . Gut. Papa, flüsterte der Kranke jetzt sehr gut! - Und dann umspannte er die Hände der beiden mit Aufbietung seiner schwachen Kräfte und führte sie zusammen und legte sie ineinander, wäb rend ein gluckliches Lächeln sein lel.dendes Gesicht verklärte. Mit schrcckenövoll weit aufgerissenen
Augen sah Margare! nach -dem alten Herr? hin, dessen Hand sie fühlte es wohl nur widerstrebend die ihre erfaßte und dessen Gesicht wieder dm kalten, strengen abstoßenden Ausdruck angensmmen hatte, der sie schon während der Reise mit Furcht und Scheu erfüllt kMte. Sein Baker! Und nun winkte der Kranke mit seinen AuFerr den Vater zu sich hernieder, und nachdem der alte' Herr sich tief n dem Belö hernieder gcbeugt hatte, schlang Harry' den einen Arm um seineu Hals untf flüsterte ihn eindringlich etwas ins Ohr. Margaret bemerkte, wie MV. Bradley rfnt abwehrende, verneinende Geste machte, und hörte darauf die? Worte: Nein, mein Harry jetzt nicht! Bedenke deinen Zustand! Davon svrechen' wir, wenn du erst völlig wieder h-rgestellt bist. Und wenn ich nun sterbe, Papn? In den' Mienen des alten Herrn zuckte es. Unstnn, mein Jung Wenn du dich nur hübsch' ruhig halten möchtest. In den Zügen des Kranken erschsen der Ausdruck einer unendlichen seelifchen Qual, der dem Anblick des bleichen. leidenden Antlitzes, etwas Tiefere schulterndes gab. Ich kann ntcht, ich kamr nicht ruhig sein, flüsterte er, wenn' mein Wunsch nicht, erfüllt wird, wenn', ich ihrer Zukunft wegen in Sorge sein muß. Es ist
vielleicht meinv' letzte Bitte, an dick. Laß mich wenigstens in Frieden sier Ein Hustenanfall unterbrach den Kranken; schwach sank der Kopf, der sich ein wenig erhobeiH hätte, in dieKissen zurück; dieAugen schlössen sich. Ein Krankenwärter, den zur Seite gestanden hatte, trat rasch hinzu. Er fiößtrdem Kranken ein paar Tropfen aus einer Flasche-ein, die; auf einem kleinen Tisch zur- Seite.- ds SöttttZ standd Sie. dürfen den' Kranken' nicht aufregen,, sagte er zu 'Mr. Bradley, als Harry seine Augen' wiederr geöffnet hatte und zu sich gekommen war: Mr. Bradley fuhr'init derrHand an seinem Bart und blläte bald 'aufHorry und bald nach dem' jungen Mädchen, das sich auf einen Siuhl neben dem Bett, gesetzt hatte, des 'K'rankön Hand in der ihren. Ellr'.heftiger'seelischer Kampf schien sich lttndfcr'Bnift des alten Herrn abzuspielen.' In diesem Augenblick' öffnete sich die Thür,', die in: einen Nebensaal führte. Ein Herr in'deri Uniform der Oberärzte .derrArmee?trat euu. Mr. Bradley ging rasch auf'ihn zu. und Margaret,hinter der' die'. 'Herren stän-. den, hörte ein"paar hastige 'Redenund Gegenreden," . von" denen - sie nicht : alles verstand und deren ' Sinn sie -noch weniger begriffZuletzt hörte sie, wie Mr.-, Bradley in. ärgerlichem ? Tone lzwisoen den aufeinandergepreßten Zähncnm. durchzischelte 7 :Gut,' mags denn'.gesche-. Yen! Ich werdea-spater sehenUnd dann 'kam'errzurück, stellte sich wieder ?an. das Bett seines Sohnes, strich ihm beruhigend' über 'die : Stirn und sagte ?in7inem Tone, dem eristch offenbar r brauchte :tmtn recht welchen,, nachgiebigen Klang zu geben:: Sei still, mein lieber r Jurrge, dU'söllst'tjadeinen Willen" haben. Die ' Haupts ächc f ist. daß' du dich recht 'rahig hältstund bald wieder gesund wirst. Währende errstch' nach dem-Wärter: umdrehte, fügte: er.-hinzu: Nun-, denn, in Gottes Äamen! Holen .Sie den.Prebigcrr. Margaret Leiphold befand sich'- wie.in einem' Traumzustand. Sie sah'-.und hörte, das alles. ohne zu wissen, was' eigentlich vorging. . Nach, kurzer Frist sah sie, wie: ein. würdig aussehender Herriiw. dunkler: Kleidung., ein in Goldschnitt gebundenes s Buch) in- der Hand,, den Saal betrat. -und -mit. lautlosen, leichten. Schritten: zu: dem-, Bett' huschte, .an .das, ihn der.Krankenwärter fühlte. Ein.Händedrnck zwischen, ihm und Mr.-, Bradley erfolgte ' und. ein: kurzes Gespräch. Und nun winkte der. Fremde Margaret,, sich zu erheben.. Ihr Name,. Fräulein? fragte er sie. Und. als -sie denselben genannt, .fragte tti sie. weiter: Sie sind einverstanden, die.Ehesrau des Herrn Harry Bradley, Eorporals der. Unionsarmee,, zu. wer den?. ' Sie. sah verwirrt, vrständnißlos den. Fragenden an, und. van. ihm rich tete. sich, ihr Blick instinctiu. auf Harry, der ihr. schwach zunickte,, während zualeich'um Lächeln über, diec matten, leidenden Züge, huschte. Acht, fing sie an ziu begreifen;, und ihre. Berwirruna rourde. womöglich noch größer; noch immer vermochte sie kein: Wort hervorzMränFen. Anuorten Sie mi.r Fräulein! rmrhnte- der Predigern Jetzt: endlich hauchje. Margaret ein, imc.schämteS Ja! Der Prediger schlug fem Buch auf und. die Ceremonie be): Brnn. Mr. Bradley. und der Krankenr wartn fungirtem alZ Zeugen. SÜt feierliche Handlung: dauerte nicht läm ger als zwei Mmutea. Der Geistliche, küßte die juna: Frau auf die Stirn.. Mr. Bradley konnte nicht gut anders., als diesem Beispiel zu folgen. Mgaret erschauerte urrter der Berührung der kalten, schmalenLippen. Danu-.sqnt sie wie betäubt auf ihren Stuhls zurück und ein Thränenstrom verschaffte der bedrückten Brust ein wenig (5rleichte rung. Viel schneller, als sie j gedacht, hatte ste das heiß erwünschte Ziel er reicht. Sie war die Frau HarryBrad ley's. den sie liebte. Aber von Freude und Glück war keine Spur in ihr. O, es war zu traurig, unmöglich traurig! Wie so ganz anders hatte sie sich doch in ihren ffßen Mädchenträumen ihre Hochzeit ausgemalt! (Fortseiung folgt.) G e l d i st für viele der Sfadta gummi deS Gewissenskontos.
Kür die Küche.
U n g 5 r i s ch e Suppe mit Gänse keberwürfeln. Man lege d:e Ganseleber bis zum Gebrauche in Milch, wasche sie dann rasch in Wasser, trockne sie ab und treibe sie durch ein Sich. Rühre nun einen Eß lvffel. Butter u- Schaum, schlage zwei Eier und zwei Eidotter hinein und füge zwei abgeschälte, in Milch qeweichte und fest ausgedrückte Weißbrotchen,. etwas geriebenes Weißbrot, fein geschnittene Petusilie und Zwiebel, Salz, ein wenig Pfeffer hinzu, menge es gut untereinander und gebe zuletzt den Schn der Eiweiß daran. Bestreiche: eine Form mit Butter, bestreue sie mit geriebenem Weißbrot und fülle sie mit Lee Masse; , backe sie in der Röhre, schneide sie in Würfel und gieße gute Bouillon oder Jüs darüber. Roulr)en mi4 Farce. In Scheiben geschnittenes, rohes Rindfleisch wird'tüchtig geklopft und etwas gesalzen, eim? Farce van fein gewiegtem, rohen Schweinefleisch mit einigen Eiern und etwas gehackt Zwiebel und Pfeffer bereites und fingerdick, auf die Scheiben gestrichen, diese'.danw zusam mengerollt, gut.in Mehl eingehüllt und in steigende Butter gelegt., in welcher die Rouladen gar-braten müssen. Zitronencreme. Mi löst zwei Eßlöffel voll guter SZärke in etwas Wasser aufund fügt: den Saft und die abgeriebene Schale: einer EiNrone hinzu, sowie eine Tasse: Zucker. :,Jst dies gut verrührt, so qzeßt man Zweieinhalb Tassen heißes Wässer, drei geschlagene Eidotter hinzu unddläßt die ! Masse unter beständigem Rühren auf der Herdplatte verdicken. Vom. Feuer genommen, rührt man den Schnee der i drei Eiweiße rasch darunter und gießt 'tat Masse in eine chübsche Vrru zum .'Erkalten. Behutsames Stürzen ist i nothwendig. Schweinss'nlze.. EZ werlSn zwei Kalbssüße mit zwei: Pfund ! Schweinefleisch und einem! Pfund j Rindfleisch mit etwas. Salz 'weich ge- ! kocht. Die Brühe läßt man noch etwas ' einlochen, und schneidet.. das. Fleisch in zierliche Würfel, nachdem . mair alles Fett und etwaige Knochen entfernt hat. üiiin belegt man eine Form mit hartgelkochten Eiern und kleinen Gurken, beid3 m hübsche Rädchen. und feine Slreifchen geschnitten, und" packt das Meisch dann obenauf. .Run. läßt, man die Brühe durch ein feines Tuch laufen. !entfettet sie und würzt dieselbe.mit Esjsig oder Weißwein, auch Zitronensaft 'und etwas Fleischextrakt, probirt.noch'Mnls, ob genügend. Salz; dara ist, .und giebt so viel Gelatine weiß?) dakan, daß sie schön geliert. Diese Brühe igießt man über das Fleischund stürzt .anderen Tags die Sülze-. 1 F l e i s ch k n ch.e.n: .von Mänseleber. Man dampft die Mänseleber in Butter, zerstößt. sie: dann rnii zwei hartgekochten. Eigelben, in ;Bntter geschwitzten Champignons, ' Chalotten und Petersilie zn einemMörfer, fügt dann feingeschnitteneeMeischIrrste, Speckund Schinken.chinzu salzt, i Pfeffert und giebt nach, Belieben auch noch etwas gestonenen Muskat hinein und füllt die gut .durchgerührte: Masse in eine mit Speck belegte Formin der man sie etwa eine Stunde.-im heißen Ofen backen läßt.. Man-genießt die Speise warm oder. kalt, mitRemouladensauce oder Essig undOel. G ebarkene.Kart L..srn m i t Bratwurst.. Die Bratwurst wird in Butter mit fein -geschnittenen Zwiebeln gelblich gebraten. ein.Löffel Mehl hineingerührt,., danach g.ute- Fleischbrühe, etwas . Bratcnsatz,. Salz und Pfeffer hinzugefügt.-. Dann giebt man die vorher in.der Schale.-gekochten, heiß in Scheiben . geschnittenen: Kartoffeln hinein und läßt sie. ein. wenig durchschmoren. Von.diesen.Kärtosfeln giebt man eine Logecin eine. mit. Butter bestrichene und.'mit.geriebenun. Weißbrod bestreute Form, legt die. im fingerlange Stücke geschnittene. Bratwurst darüber hin und giebt, wieder eine Lnge Kartoffeln. darauf., bestreut-solche mit geriebenem Mißbrod, giebt, etwas geschmolzene. Butter darüber- und läßt dieses Gericht:in-einem.Ofen etwa 3 4 Stunden.oder.so lange, kalten, bis es eine gelbe-Kruste bekommen hat, stürzt es alsbann. auf, eine SchTssel und giebt es ztuTifch;. Sjch i n.k.e nstrudel. Aus etnem iPintt feinen Mehls, einem Ei. etwas' Salz und einer halben Tasse lauwsrmen: Wassers, macht man einen weichen. Wg arbeitet, ihn mit den in Mehl, getauchten Händen so lange durch; bis? et Blasen schlagt, läßt ihn eine halbe: Stunde anfeiner erwärmten Schüssel rasien, rollt ihn auf einem Btetttodcr Backtisch. emS und zieht ihn auff ei'mM mehlbesiäubten Tuche mit. den Landen möglichst dünn aus. Im diesem Ausziehen bei dem der Teignicht: zerreißen ds, besteht die Kunst? der-Bereitung. Nun bestreicht man. ihn: mit einer MLchung von einem hal-. ben: Pint fettend sauren Rahm, demmm etwas anfgelösten Liebig-s Fleifchextrakt öeigefügt hat und den man mit dreL Eidottern verquitlte, streut ein halöes Pfund fein gewiegten gekochten Schinken, den man auch zur Hälfte mit Zunge mischen kannüber rsllt den Strudel zusammen, lögt ihn in eine mit Butter auögestriche Kas serolle, belicht ihn mit zerlassener Butter und backt ihn bei mittlerer. Ofenhitze eine knappe Stunde, wäh-. rend dek Backens un wenig kochenden Rahm zugießend. Chokoladenspeise. Drei Eßlöffel feiner Zucker, drei Eßlöffel gut geriebene Chokolade werden mit drei Gelbeiern verrührt. Sodann giebt man das geschlageneEiweiß. sowie drei Tafeln aufgelöste weiße Gelatine dazu und rührt die Masse so lange, bis sie anfängt steif zu werden. Man füllt die Speis: schichtweise mit SchlaArahm in eine GlaZschJle.
