Indiana Tribüne, Volume 22, Number 157, Indianapolis, Marion County, 25 February 1899 — Page 1
O A 00 AC rÄ M rlC W Ct Ar fvf iy y iy w v v W V W Office : No. 18 Gab SUafcama Straße. Telephon 1171 Indianapolis, Indiano, Samstag, öen 25. Februar 1899. Jahrgang 83. nc3157
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Job Latber, am Freitag, den 24. Februar. Mor, gei! 4 Uhr, im Zllter van 57 Jahren und 1 Ms vat. Di Veerdigung findet am Sonntag, den 26. Februar, Nachmittag 2 Uhr vom Trauerhause an Northwestern Avenue, südlich vom Gounir? Glub Hgus, au statt wozu Freunde eingeladen sind. - Tie trauernden Hinterbliebenen. Keo IHIerriiiiainiffi '.v .LtLt'. T xk i-A-, -y-VTiy ÄÄ? i'nfvJ fc -HcVö?-rV 11 A FeichmbestMeV, Office: 26 Süd Delawarestr. Ställe , 220, 222, 224, 226, 223 Ost Pearlstr. Telephon 11. Offen Tag und Nacht. Meinen vcsten Dttnir sür die mir am ronnerstag Send dargeirahte Ooa tionen. namentlich Herrn Henry Victor für da wunder, schön Diplom mit meinem kild, dem Liederkranz für seinen herrlichen Sesang. ebenso Herc Gco. Lchleyer für da gezeichnet Sratulatioaigedicht, somi, dem eädstitt Zuxivixtia, Herr und Frau HSfler und mei ea Taazschülern sür di prachtvollen Vlumensttäub und den viele (Statutanten, intbesondei meinen Zu gevdfreundt un, Zurnbiülrrn. Herrn Eu"a,Ta'el, Ma,rn Siacinnati und Herrin J.J. Schellenbaum o Eincinnaii. chtungsvo?, Adolph Vaur. Sichere die Zukunft.... Jedermann der bei seinem Tode Eigenthum hinterlaß', sollte ein Xstamext machen und seinen letzten Willen in brndender fform nie derleaen. Es ist unrveise diese Pflicht zu ver säumen. Dle Union Trst Co. ladet zur Consultation in Betreff der Ar.feltigung letztwilliger Perfügungen und Trusts ein. 'Wo die Gesellschaft als alleiniger Executor genannt roirv, werden Testamente kostenfrei angefertigt. Ttstan-ente können kestmfrei deponnt werden. Ofsice: (ebäude der Gesellschaft) No. 118 und 222 Ost Market Str. Einbezahltes Kapital 5600,000 Ueberschutz-Zond .... 105,000 Verbindlichkeit der Altio. näre 8600,000 -Beamte:Johu . Holltday. Präsident. Addison C. Harri?. 1.vt.Präftd,nt. Henry Eitel, 2. ic, Präsident und Schatzmister. H. Wl. oltz. Etlre ar. Bei schlechtem Wetter braucht man gute Schuhe. Bei mm finden Sie die besten in der Stadt, alle möglichen Sorten. Sprecht vor und überzeugt euch selbst. 145 OS Washington Str. Pommersche Gänsebrüste und Gänseschlegel, Kieler Bücklinge und Kieler Sprotten soeben eingetroffen bei John H. (Tnding, Nachfolger von Edward Müller. 340 OS Washington Otr. Telephon 087. St. Andrea sberger CanarieN'Vögel, Papageien, Roth Vögel und alle Sorten mg- und ler.0ae!. Eine große Auswahl cller Sorte Käfige quarras. Globes, Goldfische . Ferner daS beste Spottvogelfutter, brsten Vogtt-?,amen zu 7c das Packet, 3 Pactete sur wj en:s. C. F. Klepper, 433 NaZsachufett, venu. otschin Vermont und ichtganLkai. xtxncx Bau- und Spar-Verein macht Hypotheken-Anleihen zu den niedrigsten Zinö-Raten. Abzahlungen der Schuld nach Be eben. Nan erkundige sich bei den Beamten: Silbers E. Metzger. PröKdent. Loui eielke. Dice.Prlftdent. Vrmta BoKn. eKttK. Gart v. Lieber, chatzmetön. Versammlung jeden Samstag Vbeud
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Also weitere 6000 Mann nach Manila. Und Tag um Tag Gefechte, und Tag um Tag schickt General OtiS seine Berichte über Gefallene und Vermundete. 2st deren Zahl auch jetzt noch nicht so sehr groß, mit der Zeit wird sie schon groß genug werden. Dabei ist noch erfreulich, daß der Gesundheitözuftand der Truppen ein günstiger ist, denn dat Kriegführen in Aequatorgegenden ist keine Kleinigkeit. Die letzten Tage haben gezeigt. waS bevorsteht. Wir werden keinen Krieg im großen Style zu führen haben, sondern unsere Soldaten werden bestandig auf der Hut sein müssen, nicht vor den in den Dschungeln und Dickichten auf sie lauernden Scharsschützen niedergeschossen zu werden. Sie dürfen sich n?cht zu weit von der Küste entfernen, weil sie den Schutz der Kriegsschiffe brauchen. Wir brauchen eine Armee und eine Flotte allein um Manila vor der Brandfackel und dem Plünderer zu schützen. Wir werden aller Wahr scheinlichkeit nach einen Jahre langen aufreibenden Kleinkrieg führen, und große Opfer an Gut und Blut bringen müssen. Wir schicken jetzt noch 6000 Mann nach Manila. Sachverstandige baben wiederholt behauptet, daß zur Unterverfung der Inseln 100.000 Mann nothwendig sind. Wir haben nicht den dritten Theil davon dort. Wir haben aber auch weiter nicht? von den Inseln in Besitz als Stadt und Hafen von Manila und der allernächsten Umgegend und die Stadt Jloilo. Und ' wir können diese beiden Städte nicht halen, ohne beständig eine Armee und eine Flotte daselbst in Bereitschaft zu haben. Und, ganz abgesehen davon, daß wir doch nicht daS geringste moralische Recht haben, den Bewohnern jener Ineln ihre politische und nationale Selbständigkeit zu verweigern, daß wir in Wirklichkeit nichts andere find als Eroberer mit der Abficht ein remdeS Volk gewaltsam zu unterjochen, waS haben wir denn von der ganzen Geschichte ? Mit Ausnahme einiger weniger Kapitalisten bat die ganze Bevölkerung der Ver. Staaten nicht daß geringste Interesse daran, daß wir die Philippinen unterjochen oder beherrschen. WaS haben unS die Leute gethan. daß wir sie bekämpfen? Warum kommen wir u ihnen nicht als Befreier, warum als Eroberer? Mit welchem Rechte zwingen wir ihnen unsere Herrschast, unsere Kultur, zwingen wir ihnen daS auf, waS wir unsere Freiheit nennen ? Diese Leute sind von unS verschieden in Sitten, Gebräuchen, Religion, Bildung, kurz fast in allem, worin Menschen verschieden sein können, wie dürfen wir da erwarten, daß sie unS Vertrauen schenken ? ES ist ohne Zweifel wahr, daß die amerikanischen Consuln in Singapore und Hongksng denjenigen, welche wir Rebellensührer nennen, Versprechungen gemacht haben, welche nicht gehalten wurden. DaS empfinden diese Barbaren" gerade so gut, wie wir eS empfänden. Man hat sie benützt, tie Spanier zu bekämpfen, sie find unS nützlich gewesen, sie find eS gewesen in der Hoffnung aus Unabhängigkeit und wir haben sie hingehalten und getauscht und betrachten sie alS Rebellen. Mit welchem Recht ? Sind sie unS zu Treue verpflichtet? Welches andere Recht haben wir, als daS deS Erobe?erS ? Ist aber sür unS, die Bürger einer Republik, die sich die freieste auf Erden nennt, die Rolle deS Eroberers eine passende? Offen gestanden, wir betrachten den Krieg mit Spanien und seine Folgen für ein nationales Unglück. Aber zu ändern ist daran nichts mehr, denn Stolz und Dünkel lassen kein Zurück mehr zu und Stolz und Dünkel werden daS, waS die maßgebenden Politiker gethan, auch gut heißen. Unser Volk leidet am Größenwahn, und eS ist zu befürchten, daß die Heilung schmerzhaft sein wird. ,- Wetterbericht. Wärmere, wolkiges Wetter ; gele gentlich Schnee oder Regen heute Nacht und am Sonntag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 32 Grad, niedrigSe 2 1 Grad.
MUlllsMen.
Von Manila. Manila, 24. Febr., 10 Uhr 30 Min. In Folge der Massenverhaftung aller verdächtigen Filipinos und der Räumung der Straßen um 7 Uhr Abends kam eS während der letzten Nacht nicht zu einer Erneuerung der gestrigen Krawalle. Abgesehen von etlichen Schüssen, welche in der Umgebung deS Zuchthauses sielen, war eS in der Stadt so ruhig, wie möglich. Außerhalb Manilas waren die Rebellen sehr thätig. 3n der Nähe von Calaocan hatte General Harrison Gray Otiö' Brigade mehrere lebhaste Scharmützel mit den Rebellen. Aber bei Tagesanbruch wurde der Feind mit großen Verlusten zurückgeworfen. W a s h i n g t o n, 24. Febr. Folgende Depesche ging beim KriegSdepartement von General OtiS ein : Manila, 24. Febr. Die Scandia" traf hier gestern Abend ein. In den Nachten deS 21. und 22 d. MtS. und gestern Morgen gelang es den Insurgentenlruppen bis zu den Stadtgrenzen hinter unseren Linien vorzudringen. Viele verbargen sich und etwa 1000 verschanzten sich Gestern wurden sie vollständig aufgerieben, und verloren an Todten und Verwundeten etwa 500 und an Gefangenen 200 Mann. Unsere Verluste sind äußerst gering. Die Stadt ist ruhig, daS Vertrauen wieder hergestellt, und daS Geschäst nimmt seinen Fortgang. (Gez ) OtiS. Washington, 24. Febr. Fol - gende Depeschen gingen heute dem Marine-Departement zu : Manila, 24. Febr. AuS politischen Gründen sollte die Oregon sofort hierher gesandt werden. (Sez ) Dewey San Francisco, 24 Febr. Die Oregon ist in Hilo am 4. und in Honolulu am ö. Februar, die 3riS und Scandia find am 12. eingetroffen. (Gez.) Griffen. DieBulgaria". Ponta Delgado, Azoren, 24 Febr. 8 Uhr 40 M. S ergiebt sich. daß die Bulgaria 11 Tage beilegte, um ihre Maschine und ihre Ruder zu repariren. Sie verlor bei der Operation nicht einen Mann. Der britische Dampfer Antillian. Capt Fost, welcher von Liverpool nach New OileanS ging, versuchte die Bulgaria inS Tau zu nehmen, gab den Versuch aber wieder aus und die Bulgaria machte schließlich ihre Fahrt allein. S o w a r S. Berlin, 24. Febr. 3m Reichstag kam vorgestern der Justiz. Etat zur Verhandlung, welche Gelegenheit der sozialistische Abgeordnete sür den 6. sächsischen Wahlkreis, Dr. Gradnauer, benutzte, um auf'S Schärfste daS Urtheil im Lödtauer Krawallprozeß und damit zugleich die in Sachsen beliebte Härte gegen die Sozialdemokraten zu kritiflren. Dr. Gradnauer führte zur Beleuchtung der sächsischen Justiz" u. A. auch an, daß in einem Urtheile deö OberlandeSgerichtS Dresden daS össentliche Vertheilen sozialistischer Wahlzettel ohne polizeiliche Erlaubniß sür unstatthaft erklärt worden ist. Er erklärte, daß jeneS Urtheil nicht nur der Gewerbeordnung widerspreche, sondern auch daS Wahlrecht gänzlich illusorisch mache. Geheimrath Dr. Rüger entgegnete vom BundeSrathStische auS, daß eS nur natürlich fei, wenn die von der Regierung eingeschlagenen Moßnahmen solcher Art den Sozialisten mißfallen. DieS sei jedoch höchst gleichgiltig, und überdies dürften gerichtliche Urtheile an dieser Stelle keiner Kritik unterliegen. (!) ES sei unzulässig, die parlamentarische Redefreiheit in dieser Weise zu mißbrauchen. (!) Aus diese Bemerkung hin erhob sich links Tumult, vorauf sich die Rechte veranlaßt fühlte, Stille dahinten 1" zu rufen. Erster Vize-Präfident Dr. v. Frege ertheilte dem Dr. Gradnauer einen Ordnungsruf, weil dieser da Löbtauer Urtheil eine brutale Gewaltthat" genannt hatte, bemerkte aber auö, daß Dr. Rüger durchaus kein Recht habe, einem Abgeordneten eine Rüge wegen Mißbrauch? der Redefreiheit zu ertheilen ; dieß sei einzig und allein Oache des Präsidiums.
allerlei.
Ein grauenerrrgcttoer Anblick bot sich E. L. Cabin von Di- ' vi.de. Mont., dar, als er neulich Mor- , . -i i . iu. .. i cn c . gens eme verlassene ulie m oer jtaijc des Flusses betrat. Es war die Leiche eines Mannes, welche theilweise in Decken gehüllt und gräßlich von wilden Thieren verstümmelt auf demFußboden der Hütte lag. Dem Anschein nach mußte sie sich bereits seit mehreren Monaten dort befunden haben. Später wurde festgestellt, daß es der seit An fang December verschwundene Eharle A. Bracken war, welcher sich Ende November in Divide aufhielt. i D-r 28 I a h r e alte John Zwick in New . Britain. Sonn., hat durch eine thörichte Wette sein Leben verloren. Um den Einsatz von $10 eröot er sich. 15 Schnäpse direkt nach einander hinter die Binde zu gießen. Wirklich gewann der SaufauS", doch nun trinkt er keinen Tropfen mehr. Mit Mühe und Noth erreichte er seine Klause, und am nächsten Morgen war er todt. Alkoholvergiftung war die' Todesursache. Die gewonnenen $10 bekommt der Undertaker". Drei Zimmermädchen wurden im Exchange - Hotel" zu Alexandria, Va., vrn Kohlengas übe?wältigt. Zwei von ihnen, Jennie Montague und Sophie Darling, starben nach kurzer Zeit und .die Dritte, Minnie Wingfield. wurde dem Leben erhalten. Die Mädchen hatten Feuer in einem offenen Ofen angezündet und die Klappe vollständig geschlossen. Sie begaben skt) zur gewöhnlichen Zeit zu Bette, und da sie am Morgen nicht auf die Weckrufe antworteten, wurde die Thüre des Zimmers erbrochen. Die sofort angestellten Hilfsversuche hatten nur bei Minnie Wingfield Erfolg. Vor einer Reihe von Iahren stiftete der Mayor William W. Pearce von Waukegan, Jll., der damals der Präsident des dortigen Junggesellen Clubs war, eine goldene Medaille für das Clubmitglied, das zuerst Vater von Zwillingen werden würde. Zu jener eZit dachte Niemand daran, daß der Lebemann Pearce sich je verheirathen würde, allein das Unerwartete geschah und dieser Tage wucde er sogar Vater eines Zwillingspärchens. Darauf kielt der Club eine Sitzung ab und :n feierlicher Wcise wurde dem abtrünnigen Mitglied die von ihm selbst gestiftete Medaille überreicht. In einemAnfallevonDelirium ließ der Streckenaufseher Joe Boyle in Fort Bragg eine brennende Lampe fallen und das Haus seiner Tochter, in dem er sich aufhielt, würd.' dadurch in Brand gesteckt. Er selbst rettete sich und sah aus einiger Entftrnung ruhig dem Spiel der Flammen m; seine beiden Enkel, 5 und 3 Jahre alt. kamen in den Flammen um. Äor,l: war früher ein leidenschaftlicher Trinker gewesen, seit fünf Jahren hatte er nichts angerührt, aber seit Kurzem hatet er, als er Chinin und Whisky gegen die Grippe nahm, sich dem Schnapsteufel wieder ergeben. Fünfundzwanzig Dollars war die Summe.für welche Wm. Marcy, ein Mann von Priceburg, vor einem Jahre seine Frau an John Vannort verkaufte; trotz dieses billigen Preises hat Marcy sein Geld nicht einmal erhalten vielleicht hatte der Käufer den Preis zu hoch erachtet. Dieser Menschenhandel kam in Scranton inGerichtsverhandlung zur öffentlichen Kenntniß, in welcher Frau Marcy eines thätlichen Angriffs auf Frau Eppelman beschuldigt war. Vannort zeigte die Kauf-Urkunde vor, die vom 18. Februar 1893 datirt und von vier Zeugen unterzeichnet war. Die Sache wird wahrscheinlich in den Gerichten noch ein Nachspiel haben. WieimaltenGriechenland sich sieben Städte um Homer stritten, so erheben in Georgia drei Orte darauf Anspruch, daö Nonplusultra von Schielaugigkeit zu besitzen. In Jaspar gibt es einen kleinen Nigger, welcher derartig schielt, daß er sehen kann, was in der Wolle auf seinem Hinterköpfe kribbelt. Das kann der größte .Schielbock- in Flowery Branch zwar nicht, aber wenn dieser weint, rieseln ihm die Thränenbächlein hinter den Ohren herunter. Der Grund warum Milton die Palme beansprucht, besteht darin, daß sein Wunderkind" in so hohem Grade schielt, daß es sich umdrehen muß, um zu sehen, ob die vorderen Knöpfe seiner Buxen" zugeknöpft sind. FerdinandBusenhop, welcher in den Marschen . bei Kearney, N. I., eine Pferdeschlächterei betreibt, verbraucht wöchentlich etwa 60 Pferde, und seiner Mittheilung nach kann er, der Leistungsfähigkeit seines Etablissements gemäß, mehr Pferde schlachten, wenn sie nur zu haben wären, denn die Nachfrage nach Pferdefleisch ist im Steigen begriffen. Wir versenden unsere Produkte," sagte er, nach New Jork, von wo sie nach Europa versandt werden. Nicht ein Pfund wird hier ! in Amerika verkauft. Unser Hauptj markt ist Norwegen, doch versenden wir ' auch Fleisch nach Deutschland und Frankreich. Eingemacht oder geräuchert ist Pferdefleisch ein schmackhaftes i (kffen, und es ist nur Vorurtheil, daß
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es itcn tn ven Aer. Staaten -nocff nicht als Nahrungsmittel eingebürgert hat." Derfrühere Schulmeister im kleinen Maplewood bei South Orange. N. I., James Ricalto, welcher trotz seiner geringen Mittel mehrfach . Reisen nach Europa und sogar nach Kleinasien und Afrika machte, hat auf . dem Negierungsdampfer Centennial" ; von San Francisco aus die Reise nach den Philippinen angetreten, wo er im Auftrag des Smithsonian Instituts die Frauen der Inseln studiren soll. Er ; ist dafür bestens ausgerüstet worden, t Ricalto, der im Anfang nur zum Ver- ' gnügen reiste, hat sich werthvolleKenntmsse und Erfahrungen erworben, welche er jetzt verwerthen kann. Seine letzte Reise machte er im Auftrag von Thomas Edison nach Ostindien, um eine Fiber zu finden, welche beim elekirischen Licht verwendet werden kann. Das Resultat ist nur ihm und Edison bekannt. Ein 23Jahre alt'erOfficier. Namens Alexiö Philosophow. hat in Petersburg unter eigenthümlichen Umständen seinem Leben ein Ende gemacht. Philosophow hatte einem Soldaten der von ihm befehligten Abthnlung wegen eines Disciplinarvergehens eine sehr strenge Rüge ertheilt. Als der Soldat hierauf mit frechen Worten erwiderte, ließ sich Philosophow vom Zorn so hinreißen, daß er den Revolver ergriff und den Soldaten niederschoß. Alsbald wurde er jedoch von tiefster Reue über seine That erfaßt und setzte seinem Leben durch eineu Revolverschuß ein Ende. Philosophow war ein Sohn des Privatsecretärs der Königin Olga von Griechenland. Er wurde unter der Aufsicht der Königin, die auch seine Taufpathin war, in Athen erzogen, absolvirte die militärischen Studien in Petersburg, worauf er als Officier in die kaiserliche Garde eintrat. Er gehörte auch der Ehrerescorte der Zarin an. Die französischen Gelehrten scheinen dem Radfahren nicht besonders hold zu sein, sich vielleicht auch gegen allzu kühne Neuerer ablehnend zu verhalten. Deschamps, der bekannte französische Radfahrer, hatte seine Doctor - Dissertation an der medicinischen Hochschule in Paris zu vertheidigen. Als Thema hatte er Der Radfahrsport, . seine physiologischen und therapeutischen Wirkungen", gewählt. Prof. Troisier eröffnete die Dissertation mit der folgenden bemerkenswerthen Erklärung: Wir sind enttäuscht über Ihr Thema, der Gegenstand ist ohne Interesse. Inwiefern könnte uns der Nadfahrsport interessiren?" Glücklicherweise dachten die übrigen Herren doch anders über die Sache und so wurde Herrn Deschamps der Doctortitel mit dem Pradicat genügend" verliehen. Die französischen Radfahrer aber werden gewiß nicht wenig stolz sein auf ihren College Dr. med. Deschamps. Eine Scandalaffaire erster Güte hat vor dem Schwurgericht in Heilbronn ihr Ende gefunden. Rechtsanwalt Mohr, ein Wüstling schlimmster Sorte, wurde wegen Nothzucht zu drei Jahren Gefängniß und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren verurtheilt. Schon seit Jahren trieb dieser Herr sein Unwesen. Als ihm der Boden zu heiß wurde, reiste Herr Mohr erst nachMünchen und dann nach dcr Insel Corfu, von wo er, unterdessen steckbrieflich verfolgt, dann und wann in Briefen an die Zeitungen sein demnächstiges Eintreffen in Aussicht stellte und himmelhoch seine Unschuld betheuerte. Die Schamlosigkeit und der hohe Grad sittlicher Verworfenheit, die in seinen eigenen Geständnissen zu Tage traten, wirkten erschwerend auf die Strasbemessung. Vor dem Zuchthaus wurde der Angeklagte lediglich durch die Annahme mildernder Umstände, die wohl nur pathologischerNatur sind, bewahrt. liin erschütternder Vorfall trug sich in Hagen i. W. zu. In der Körnerstraße geriethen mehrere junge Leute mit einem Maurer in Streit.- Im Verlauf des Streits zog der 23jährige Mechaniker Stickelbrock einen Revolver und feuerte auf den Maurer einen Schuß ab. Die Kugel streifte die Hand des letzteren und traf auf ihrer weiteren Flugbahn einen 13jährigen Knaben, den Sohn des Ma schinisten Knoblauch, der mit seiner Mutter gerade aus einem Specereigeschäst trat, in den Kopf. Die Kugel drang dem bedauernswerthen Knaben durch das Auge in's Gi.hirn, so daß er sofort hinstürzte und bald darauf starb. Die unglückliche Mutter fiel in Krämpfe; ihr Zustand ist bedenklich. Der Kaufmann E. V e r -kemeyer aus Lengerich hatte dem dortigen Kaufmann Oberhellmann, bei dem er in Condition stand, mehrere Hundert Mark unterschlagen und sodann das Weite gesucht. Als Qberhellmann erfuhr, daß Berkemeyer sich in Osnabrück aufhalte, reiste er ihm nach und . rr l . ? t l. . n.siiii(itAm4n I Ivollie lyN OülO) ClUCU uuflnvfcuuuui verhaften lassen. Auf dem Bahnhofs ' platze vor Hotel Hohenzollern" trafen . sie den Berkemeyer. Als er festgenom men werden sollte, sprang er einige Schritte zurück und feuerte auf seine Verfolger drei Schüsse aus seinem Redolver ab. ohne zu treffen; dann sprang er in die gegenüber Hotel Hohenzollern" befindliche Grube und schoß sich selbst ;wei Kugeln in den Kops.
In derNähevonArlon wurde eine Frau Makel, die sich mit ihrem fünfjährigen Söhnchen auf dem Heimwege befand, von einem Wegelagerer überfallen, in einen Graben geworfcn und erdrosselt. Das Kind hatte der Thäter vorher fortgejagt. Die
Ermordete war kurz vor rhrem Tode in Legleitung eines nach Virsch gehenden Grenzaufsehers einem Landstreicher begegnet, in dem man den Thäter vermuthet. KönigGeorg vonGriechenland hatte dem englischen Admiral Noel für dessen Verdienste auf Kreta das griechische Großkreuz vcrliehen,dem Admiral ist jedoch die Annahme dieser Auszeichnung von der englischen Reg rung (lies: Königin Viktoria) verboten worden. Die Königin mag dabei an ihre ruhmreiche Vorgängerin Elisabeth gedacht haben, die bei einem ähnlichen Anlasse erklärt hat. daß sie sich das Recht, ihre eigenen Schafe selbst zu theeren" vorbehalten wollte. Der Bergführer Collini aus Pinzolo, welcher den Fürsten Scipio Borghese aus Rom von Pinzolo aus über den Adamettogletscher nach Italien führte und dabei die Füße erfror, so daß er auf einem Wagen in seine Heimath zurückgebracht werden mußte, ist nun nach qualvollen Leiden gestorben. Der Unglückliche, welcher, um sich etwas zu verdienen, die für ihn so verhängnißvoll gewordene Partie unternommen hatte, hinterläßt -:n- Mittw, mit si Kindern. --' OchittS'Nachriqie. Angekommen in : Philadelphia: Pennland" von Liverpool. New Sork: Burgundia" von Marseilles; Saale" von Bremen; Hekla" von Christjansand. Neapel: Fürst BiSmarck" von New Jork. Queenötown: Canada" von Boston. Hiesiges. Der kleine Otadtherolv. Herr Adolf Baur beehrte daS Personal der Tribüne" mit Uebersendung eiveS FäßchenS Speeial Brew, daS auf sein Wohl geleert wurde. Geschieden wurden heute : Ada M. von ZameS L Reed. Samuel R. von Emma C. Greenvood. Martha A. von Franklin P. Kewp. Nellie 'von LewiS Stafford. Mary von Albert Price. Barbara von ZameS G. Jordan Verda von ChaS. Miller. CZT Der Board of Public Works beschloß gestern alleS in der Angelegenheit der Durchlegung einer Straße durch den Base Ball Park bisher Geschehene bis zum Oktober aufzuschieben oder mit anderen Worten : ZndianapoliS hat in diesem Sommer wieder seine gewöhnlichen Ballspiele auf dem alten Platze, worüber eitel Freude unter der Jugend und mächtiger Aerger unter den Bewohnern der Umgebung deS Platzes herrscht. CCT Die jährliche EierkalamitLt im Monat Februar macht sich diesmal ganz besonders bemerkbar. Sechkzig Cents daS Dutzend, oder fünf Cents daS Stück, war gestern der Preis. Die letzte Kälte hat die Hühner derart im Eier-Legen beeinträchtigt, daß fast keine Eier mehr zu haben sind. ES wird jedenfalls dieser Zustand mehrere Wochen anhalten. ES täuscht ein. DieseS ist eine der Eigenthümlichkeiten von HoodS Sarsaparilla. " Kuriren Scroffeln, Salzfluß, Geschwüre, Magen- und Nierenleiden und Nervosität. Hooö Pillen kuriren Leberleiden. Leicht zu nehmen und zuverlässig. 2ö Our lisao o TRUNKS rnore complete than ever before. Lightness and Strength, the two most necessary qualities in a Trunk to be found in all our goods. Steamer, Stirt, Shlrt Walst, Hat, Dresser, and any st 'le or size of Trunk, to be found in Nur Basement, , as.Vayeiio 20 tt 31 3tü Wsshkgtmkir.
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