Indiana Tribüne, Volume 22, Number 156, Indianapolis, Marion County, 24 February 1899 — Page 2

Zudiaua Ariöüue. Erscheint Tazlich und SenÄLg.

rie tZzltche .Tr'.dSn'' kzstkt durch den IrlZtt H 8ctit& Pe- Woche, die SonntagS,!rrtbaS Scxtl per OoSe. Leide ,usa'e II 5tS ,dn u SentI p, r?,t Per Vft nberhalb Iti ffittfc egeschitt I ,radkihlna V ptr IaZ. cmwi 13 CO las SMS Ci?6& Indianapolis, Znd.,24. Februar 1899 rdttche Mordlust. Gutes und Schlimmes, Großes und Grauenvolles erbt sich von Vater zu Sohn fort, verbreitet sich in einer Jamilie durch eine Reihe von Kindern und Verwandten. Die Geschichte des deutschen Geisteslebens weist ganze Geniefamilien auf: Man gedenke nur des Namens Feuerbach! Oft zeigt sich in einer Familie die Anlage für bestimmte Fächer erblich: Was zum Hause Siemens gehört, leistet im Felde der Technik und des Finanzwesens das Höchste. Aber auch verbrecherische, Menschheitbedrohende Neigungen erben mit unwiderstehlicher Gewalt "unter Verwandten fort, zeigen sich gleichmäßig bei Mitgliedern eines Hauses, und beinahe scheint Ibsen Recht zu behalten, der in der Vererbung des Bösen, der den Einzelten ohne seine Schuld unterjocht, die Stellvertretung des Schicksals und der Schicksalstragödie der Alten sieht. Ganz besonders in Italien hat nun neuerdings solche Familienkatastrophen beobachtet und beschrieben, und es ist in der That merkwürdig, daß das Land, welches einst der Menschheit seine größten Geister schenkte, einen Tizian und Michelangcls, das das gewaltigste und erhabenste aller Universalgenies, Leonardo da Vinci, hervor brachte, j:tzt bestimmt zu sein scheint, ihr die schlimmsten Verbrecher zu geben, einen Caserio und Luccheni. Dieses herrliche Land, das so viel hat dulden müssen, weil es immer wieder die Begehrlichkeit fremder Volker zeigte, macht scheinbar jetzt nicht nur politisch und social, sondern auch volksgesm?dheitlich eine ernsthafte Krisis durch. Den geistigen Ueberreizungszustanden, in die viele der Gebildetsten dieses Landes verfallen sind, und die durch die Gestalt und die Schriften Gabriel d'Annunzios am besten gezeichnet werden, entsprechen die Temperamentserkrankungen, die sich im niederen Volke finden, und von denen ein einheimischer junger Gelehrter, Dr. Niceforo, in einem kürzlich erschienenen Buche L'Italia barbara" die interessantesten Beispiele gibt. Auf eine andere höchst charakteristische Erscheinung machte unlängst Dr. Silvio Venturi, der Director des Jrrenhauses von Girifalco, aufmerksam. Die Familie Misdea in Calabrien ist eine wahre Morderfamilie. Vier Brüder haben kurz nacheinander in der grauenvollsten Weise geendet. Satvaiore. der älteste, wurde als sechsfacher Mörder im Jahre 1884 erschossen. Pietro Antonio, der zweite, kam mit 25 Jahren in Nicastro in's Zuchthans, weil er einen Bauernburschen ermor dete ohne jedes Motiv. Der Bursche sollte ein Mädchen heirathen, in das ein Freund Pietro Antonio's derliebt war. und um diesem gefällig zu sein, ermordete er den Nebenbuhler. Michele. der dritte, roheste und gefährlichste, schritt von einer Verurthe:lung zur anderen und starb im ZuchtHause an epileptischen Anfällen. Cofimo, der letzte, seinem Gewerbe nach Steuerbote, war Gewohnheitstrinker und Epileptiker und wurde zum M'örder durch einen Wuthanfall gegen einen Knaben, den er nach Wein weggeschickt hatte und der für den Gang eine kleine Belohnung forderte. Epilepsie und Trunksucht, die letztere das Ergebniß eines unwiderstehlichen Naturzwanges, waren bei Allen zu finden, obwohl sie sich sonst in ihren Eigenschaften wesentlich unterschieden. Salöatoic war ein Mensch von brennender Leidenschaftlichkeit, Michele ein Idiot, ein Thier in Menschengestalt. Pietro Antonio ein Renommist, obwohl im Grunde feig und furchtsam. Keinem der dreien fehlte es ganz an sympathischen Zügen: Salvatore hatte eine innige Liebe zur Mutter, zur Familie Pietro Antonio besaß Freunde. die ihn sehr gern hatten er konnte munter und liebenswürdig sein. Den meisten Antheil erregte dasSchicksal des Vierten er hatte sich Jahre lang treu und anständig gehalten, man wußte, daß er einen wackeren Kampf mit den argen Trieben in der eigenen Brust führte und . Jedermann hoffte, daß er allein dem Fluch entgehen würde, der über seiner Familie lastete bis zuletzt, zum allgemeinen Schrecken und Bedauern, in einem Momente der durch den Alkohol herbeigefüh:teil Will?nserschlaffung das schreckliche Verhängniß seiner Hrrr wurde. Auch be: entfernteren Mitgliedern derselben Familie hat sich Aehnliches gezeigt. Bei zwei jungen Vettern der Brüder und bei dem Kinde eine? Schwester üußerien sich epileptische Anfälle und Anzeichen einer ursprünglichen Mißbildung des sittlichen Bewußtseins. Dr. Vennisi erzählt von einem alten Fraulein, das allein von allen Mitgliedern der Familie Misdra dem furchtbaren Verhängniß entgangen und geisteszefund geblieben zu sein schien, bis f.e vor Kurzem fühlte, daß etwas Schre.tliches in ihr vorging. Ohne äußere Veranlassung verfiel sie plötzlich in furchtbare Angst, und jammernd und schreiend klagte sie: O mein Gott, sieh mir bei ich fühle es, ich merke es. ich werde sonst wahnsinnig! O mein Gott, laß mich doch lieber gleich sterben, aU im Wahnsinn leben! Was habe ich denn gethan, daß ich so schrecklich gestraft werden soll, wie meine ganzen .Verwandten?Man erschrickt fast bei dem Ged.in--itn, daß derartige Zustände in Italien beinahe geschichtlich geworden sind, ja, daß Aehnliches sich sogar bei großen und berühmten Kindern des Landes gefunden hat. Benvenuto Cellini schilitü selbst, wie er einen ttföea nie-

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Seit fünfhundert Jahren und länger ist die ganze Welt" nach Karlsbad gegangen, um sich kuriren zu lassen. Störungen des Magens, der Leder, der Eingeweide, der Nieren und der Blase, Gicht, Rheumatismus, Zuckerrühr, Fettleibigkeit für alle diese Uebel ist von den Aerzten die Kur in Karlsbad verordnet worden. Genau dasselbe Heilmittel, welches in Karlsbad Wunder verrichtet, kannst Du aber bequem im eigenen Hanse haben, nämlich das Karlsbader Sprudelsalz, welches verdichtetes und an Ort und Stelle in Pulverform gebrachtes Spru delwasser ist. Du bedarfst seiner bei Verstopfung, bei Verdauungsbeschwerden, bei Biliosität gerade so, wie bei anderen und schwereren Leiden und Krankheiten. Alle Apotheken führen eS. Achte aber darauf, nur den echten, importirten Artisei zu erhalten ; er ist kenntlich an dem Namenszug der EiSner k Mendelfon Co., Alleinige Agenten, New Nork, sowie an dem Wappen der Stadt Karlsbad, auf jeder Flasche. dergestochen. ohne Veranlassung, tut weil ihn plötzlich die Wuth packte, und viele Züge von Grausamkeit und plötz' licher Brutalität im Leben Napoleon's I. hängen vermuthlich mit seiner cpileptischen Anlage zusammen. Weitere Verbreitung haben solche Zustände jedoch erst gefunden, seit in dem italienischen Volk der Alkohol eingedrungen ist. Italien hat diesen Stoff in seinen gefährlichsten Herstellungsformen erst spät kennen gelernt, und der Reisende sieht mit Erstaunen, wie in diesem früher so mächtigen Lande die Läden der Liquorista" sich zu häufen und zu drängen anfangen. Gerade weil der Italiener von Hause aus und durch Jahrhunderte lange Gewohnheit nüchtern, harmlos und gutmüthig ist scheint der Alkohol auf ihn eine vernichtende Wirkung zu üben, etwa ähnlich wie auf den Indianer oder Samoaner während er uns Deutschen, die wir historisch im Trinken geübt und durch Gewöhnung so etwas wie immunisirt sind, bei weitem nicht so gefährlich wird. Auch das italienische Klima mit seinen furchtbaren Gegensätzen, seinen hohen Wärmegraden macht den Alkohol offenbar viel gefährlicher, viel leichter berauschend und nicht minder die mangelhafte (Zrnährung des Volkes. Das Elend der unteren Klassen besonders in Süditalien fängt die sonst so nüchternen Bewohner an, zur Trunksucht zu treiben, und in Folge seiner mangelhasten Ernährung kann der Körper ihren Wirkungen nur geringen Widerstand entgegensetzen. Ein Original. Petersburg, im Februar. Graf Anton Aprazin ist nicht mehr; mit ihm steigt eine der originellsten und populärsten Persönlichkeiten in's Grab. Die offiziellen und die verschämten Armen betrauern ihn tief; trocknet: er doch so manche Thränen, spendete er Hilfe und Rath fast jedem, de? sich an ihn wandte. Er hatte es auch dazu, der vielfache Milionär, doch das Gros jener nicht minder vom Glücke Vegünstigten thut's gewöhnlich nicht. Zwischen 2 und 4 Uhr Nachmittags pflegte er alltäglich sein Palais zu verlassen, um den gewohnten Spaziergang anzutreten. Wer das kleine unscheinbar Männchen meist in recht schäbiger Toilette trotz seiner achtzig Jahre noch rüstig ausschreiten sah, vermuthete in ihm sicherlich nicht den früheren schneidigen Gardeofsizier, den bekannten Generallieutenant, und endlich den stadtbekannten Millionär. Einen Pelz kannte er kaum, und während der stärksten Fröste gestattete er sich nie die Annehmlichkeit, seine Hände warm zu kleiden, sondern er steckte sie nur ab und zu in seine weiten Nockärmel. raf, es dürfte wirklich an der Zeit sein, Ihren Paletot zu wechseln." Warum?" Ja, haben Sie den einmal genau betrachtet, der schillert ja bereits in allen Regenbogenfarben", äußerte lächelnd eine bekannte Arisiokratin. Finden Sie, meine Gnädigste? Der Rock macht nicht immer den Mann, doch zu Ihrer Beruhigung will ich Ihnen verrathen, daß mein Kammerdiener bereits den neuen Paletot für mich einträgt, ich hasse nämlich neue Sachen." Sobald er sein Palais verliiß, sah er sich stets von einer großen Anzahl Personen begleitet. Seine Taschen waren immer mit Rubelscheinen wohl gefüllt, denn täglich setzte er für Bedürftige eine gewisse Summe iin, die er eigenhändig vertheilte. Wu:de er auf offener Straße zu sehr belästig!, so hieb er ganz kräftig mit seinem traditionellen Regenschirm um sich. Doch nur auf Augenblicke gelang es ihm, sich von seinen treuen Ä'giettern zu befreien; standhast folgten sie ihm in gewissen Entfernung, um bei nächster Gelegenheit abermals in seine unmittelbare Nähe zu rücken. Er fragte nie nach Namen und Stand des Bittstellers, sah ihn nur einen Moment scharf an, griff schnell in die Tasche und spendete mit meist abgewandtem Gesichte die erbetene Unterstützung. So mancher Bruder Studio, den die hartherzige Wirthin an die Luft jetzcn wollte, erhielt den rückständigen Miethszins von jenem unscheinbaren Männchen. Schon wieder!" war alles, was er manchmal rauh hervorbrachte. Bedeutete ihm der Studio, daß er erst zum ersten Male seine Hilse in Anspruch nehme, so sah er ihn nur psiffig lächelnd an. Mit Beginn der tfaif.cn Froste ge

sellte sich zu den täglichen Begleitern auf seinen Spaziergängen noch em ganz anderes Publikum, nämlich jene, die ihre warmen Sachen studi.-en" lassen. Mit urwüchsiger Gemüthlichkeit zeigte ihm jüngst eine Dame ihre Pfandscheine. Wieviel?"... Ach, Herr Graf, 25 Rubel. Warum versetzen Sie denn so hoch, heute habe ich kein Geld mehr . . ." Wenn Sie gestatten, erwarte ich Sie morgen", stottert sie niedergeschlagen. Er zögert noch einen Moment. Es ist so kalt. en Graf" . . . So. so. .ia dann erwarten Sie mich nur morgen . und mit lanaen Schritten biegt er um die nächste Straßenecke. Zin alter Kamerad tritt ihm ;n den Weg, sie plauderten über Tagesfragen und sehen nicht den gebeugten Greis hinter sich; beinah: hätten sie ihn umgerannt. Da ruft Aprazin: Alter

Freund, sind Sie's?" Es Uellt iq beraus. dak der Greis, der eine ziemlich defecte Uniform trägt, ein ehemaliger Regimentskamerad der velven Wie groß war das Erstaunen des Freundes, als er beim nächsten Diner den gemeinschaftlichen armen Kameraden am Tische des Millionärs findet. Der Graf war nämlich sofort am Tage nach der Begegnung in aller Frühe zu diesem geeilt. Die ärmliche Behausung gab ihm die gewünschte Aufliarung über seine Verhältnisse. Seiner mündlichen Aufforderung zum Mittagessen legte er. wie er selbst bemerkte, seine Adresse in geschlossenem Couvert bei. Groß und wahrhaft rührend war die Freude, als der arme Kamerad in dem Umschlage 1500 Rubel in Banknoten erblickte. Das war die An und Weise, wie das Original Hilfe zu jpcnden Pflegte. Zwei Freunde gingen eines Tages auf offener Straße beim Anblick eines ziemlich heruntergekommenen Grelj.s eine Wette ein: Das ist Graf Aprazin", behauptete der eine, während der andere ob des schlechten Scherzes laut auflachte. Letzterer entschloß sich endlich, den Grafen persönlich zum Schiedsrichter anzurufen. Entschuldigen Sie. Herr Gras . . . ." Der Graf griff bereits in die Tasche, den höchst anständig gelleidet.-n Herrn einen Moment musternd. Ich habe dieWctte verloren, so handelt bekanntermaßen nur Graf Apraxin." Als die b??len demselben ihre kuriose Wctie mittheilten. lachte er. wie er es ihnen selbst versicherte, nach langer Zeit zum ersten Male wieder aus vollem Herzen. Seinem Sarge folgte eine unabsehbare Menschenmenge, und wer das Leichengefolge betrachtete, konnte nicht Im Zweifel sein, daß es v?u wahrer Trauer beherrscht wurde. Fetischaberglaube. Ueber Fetischgebräuche und Aberglauben der Völker am unteren Ogowe gibt der Cultur - Ingenieur Bouysson einige Mittheilungen, aus denen wir das Folgende hervorheben. Wenn die Enengua. die übrigens geistig auf einer verhältnißmäßig hohen Stufe stehen, Jemandem den Tod wünschen, so streuen sie ein Gemisch von Pulver, Gehirn und Haartheilchen auf den kleinen Finger und weisen damit auf die betreffende Person hin. Chamäleonasche thut's ebenfalls. Gewissen Mischungen schreibt man überhaupt übernatürliche Kraft zu. Um einen Sturm zu erregen, wirft man Salz, vermischt mit ben Blättern des Goniastrauches, in's Feuer. Unfruchtbare Frauen und solche, die einen Mann haben wollen, wenden sich vertrauensvoll an einen besonderen Fetisch; ein anderer soll Sicherheit gegen die feindlichen Waffen oder den Sieg über die Feinde gewähren. Man kennt auch gewisse pflanzliche Heilmittel, die in der That wirksamen Erfolg haben; so für Bauchweh, für Wunden. Fieber. Krätze. Taubheit und Kopfschmerzen. Die Verrichtung aller Fetischceremonien liegt den Fetischpriestern ob, die oft einen gewaltigen Einfluß besitzen. Diese sind nach Bouysson der Bestechung unzugänglich. So verordnet der Fetischpriester sehr oft, wenn Jemand seine Unschuld am Tl,de eines Anderen beweisen muß. den bekannten Gifttrank Mbudu (Absud von einer Strophantusart). achtet jedoch nicht darauf, ob der Beschuldigte davon viel oder wenig trinkt. Wenn nun der Delinquent die Probe überlebt, so läge das nicht daran, daß der Fetischpriester den Trank nur schwach gemischt oder dem Beschuldigten heimlich sofort mit einem Gegenmittel, wie Oel, zu Hilfe kommt; sondern es sei das daraus zurückzuführen, daß der Beschuldigte im Bewußtsein seiner Unschuld die Schale mit Gift bis auf den Grund leert, das Gift aber, da er es in so großer Menge genossen, gleich wieder von sich geben kann. Die Giftprobe wird dann verordnet, wenn Jemand in den Verdacht kommt, einen Stammesgenossen vergiftet zu haben. Solche Vergistungsmorde kommen nun zwar thatsächlich nicht häufig vor; da der Neger indessen niemals, es sei dmn im Kriege, eine natürliche Todesursache annimmt und immer die böswillige Einwirkung anderer Personen, in seinem Sinne stets Vergiftung", voraussetzt, so sind solche Gisttrankproben an der Tagesordnung. Ueber die Her kunft der Europäer äußerte ein Schwarzer Bouysson gegenüber folgende, dort landläufige Ansicht: Du warst zuerst schwarz wie ich; Du hast aber wie alle Deine Brüder im Wasser gewohnt und bist dadurch weiß geworden. Als es Dir dann im Wasser zu langweilig wurde, bist Du auf die Erde und zu uns gekommen." Diese Anschauung geht von der Beobachtung der Schwarzen aus, daß ein Negerleichnam im Wasser nach einigen Tagen eine blässere Farbe bekommt.. Boshaft. Dame: Halten Sie die Frauen zum Studium für besäh'rgt?" Herr: Unbedingt! Die Exa. mina müssen sie doch geradezu glanzend bestehen, wo sie einem nie eine Antwort schuldig bleiben.-

Sizre beste IMt. Von Lajo? Gottier. Ein schmucker Salon mit zierlichen, vergoldeten Rokokomöbeln. Die Wände mit meergrüner Seide tapezirt, über und über mit Photographien bedeckt. Sie stellen die Gräfin in ihren Paraderollen dar. Eine kleine Gesellschaft, die sich hier jeden Donnerstag zum Thee einzusinden pflegte, war vollständig versammelt. Man hörte einen Wagen in die Thoreinfahrt rollen es war der der Gräfin, die aus dem Theater gekom men war. Eine Minute später erschien ihre Kammerzofe: Die Herren mögen sich noch einige Augenblicke lang nach Belieben amüsiren die Frau Gräfin wünsche von ihrer anstrengenden Rolle auszuruhen." Die Diener boten auf silbernen Tassen feine Weine und aromatische Cigaretten an. Schriftsteller, Künstler, Kunstfreunde reihten sich zu ungezwungenen Gruppen, deren gemeinsamen Mittelpunkt eine in diesen Kreisen ganz ungewohnte Erscheinung bildete: Se. Excellenz der Minister. Er, der Familienvater, der große

Moralrichter, war auf recht einfache Weise hierhergerathen. Zufall war 3 gewesen, daß er heute Abend im Magnaten - Kasino einen alten Freund getroffen hatte, der hierher kommen wollte. Zufall, daß Se Excellenz gerade gut gelaunt war und mit fuhr. So war er da. Er sazte eben Dora, der einzigen Tochter des Hauses, einer htbxmta den Blondine mit stahlblauen Augen, Artigkeiten. Heute hatte sie, allerdings in Begleitung einer englischen Gouvernante, ausnahmsweise tm Sa Ion erscheinen dürfen, um scheu di Huldigungen der Herren anzuhören, unter deren Kreuzfeuer sie erröthete. wie ein erblühendes Moosroschen. Se. Excellenz ließ sich - von dem schüchternen Kinde neue Abenteuer von Papa erzählen, der zur Zeit m Käme run Löwen jagte, als eine frische Stimme hinter dem Vorhang rief : Verderben Sie nur nur das Krnd! Allgemeines Lachen erscholl, in das Se. Excellenz miteinstimmte. Der Vorhang theilte sich, die Künstlerin er schien in einem Negligee von weißem Crepe de Chine, das von kostbaren, duftigen Spitzen überrieselt war. Sie stand in jenem Alter, in dem man schöne grauen noch immer schon nennt, einem Alter, das in dem Leben geseierter Künstlerinnen die Glanzepo ehe heißt. Betroffen über die unerwartete AnWesenheit des Ministers blieb sie einen Augenblick lang stehen. Verzeihen Sie, Gräfin, mein Ein dringen in Ihren vertrauten Kreis," fagte der Ezcellenzherr, nachdem ihn sein Freund vorgestellt hatte, und ver beuate sich vor der Frau des Hauses. Sie erwiderte mit leichtem Kopfnicken und empfing freundlich die Glückwünsche zu ihrem heutigen großen Erfolge. Gestehen Sie. Gräfin, daß Sie kei ne Ihrer früheren Rollen so gern creirt haben," sagte ein Schriftsteller, dessen Stücken sie manchen Erfolg verdankte. Ich will nicht unhöflich gegen Sie sein." entgegnete die Künstlerin und noch weniger den Theilhaber meines heutigen Triumphes allzu stolz machen. Erlauben Sie mir also, die Antwort schuldig zu bleiben. Der junge Autor des neun Stückes läcbelte glückselig und küßte ehrsurchtsdoll die Hand der Gräfin. Man setzte sich an die kleinen Tische, um den Thee einzunehmen. Dora zog sich mit ihrer Gouvernante in das Nachbarzimmer zurück. Es wäre sehr interessant, zu erfahren, welche Rolle Ihrer berühmten Laufbahn Ihnen die liebste war." Und der Minister beugte sich, die Thee schale in der Hand, in seinem Fauteuil vor. Die schöne Frau ihm gegenüber sah mit ihren sammtbraunen Augen eine Sekunde lang in sein Gesicht, dann in die grelle Flamme der Hängelampe, so, als blättere sie in ihren Memoiren. Die Gesellschaft lauschte gespannt. Se. Excellenz hatte die Schale weggestellt und zwirbelte seinen Schnurrbart. Ich soll Ihnen von meiner besten Rolle erzählen?. . . Gut. . . Wenn Sie mir erlauben, ohne Jahreszahlen zu sprechen! Seit einiger Zeit liebe ich es nämlich nicht mehr, Daten zu nennen. Wenn Frau Erzse, meine Collegin und liebste Feindin, hier wäre, würde sie hinzufügen, das sei schon lange der Fall. Sie dürfen ihr aber nicht Alles glauben." Genug davon es ist irgend einmal geschehen. Ich war damals schon recht bekannt hier, man liebte mich sogar ein wenig. Meine Wohnung hatte ich in der Sandorgasse. Es war ein trüber Herbsttag und draußen regnete es in Strömen. Ich probirte noch ein mal die neue Toilette, in der ich in irgend einem französischen Stücke eine junge Bäuerin geben sollte. Ein einfaches Battistkleidchen hatte ich an, eine Schürze vorgebunden und eine niedliche Haube auf dem Kopfe. Eine Kleinig' keit an dieser Toilette gefiel mir nicht, und ich schickte mein Stubenmädchen nach der Schneiderin. Das Mädchen blieb lange aus. Da ging ich in ihr Zimmer, nachzusehen, ob sie denn noch nicht da sei. Es klingelte. Ah das ist sie!" dachte ich und öffnete. Statt meiner Luise stand ein hübscher junger Mann vor mir mit blondem Bärtchen und blauen Augen. Er war verlegen und fühlte sich offenbar sehr unbehaglich in seinem zwar feierlichen, aber auch etwas stark abgetragenen schwarzen Anzug. Wen suchen Sie?" Entschuldigen Sie, Fräulein! Ist die Gnädige zu Hause?" sagte der Besucher, ein großes, gefaltetes Papier hervorziehend. Er hielt mich wegen meines kuen Kleidchens und der wei-,

ßen Schurze offenbar für die Kammerzofe. Die Situation gefiel mir. Die Gnädige ist mt zu Hause." sprach ich, aber sie kommt bald. Treten Sie in mein Zimmer, dort können Sie sie erwarten." Ich führte ihn in das Zimmer des Stubenmädchens, hieß ihn niedersetzen und fragte nach seinem Begehr. Anfangs wollte er nicht recht mit der Sprache heraus, dann berichtete er mir, einer meiner alten Bekann ten, bei dessen Kindern er einiae Jahre hindurch Erzieher gewesen, habe ihn an die Gnädige" empfohlen. Ich möge ihn beim Minister protegiren. damit er irgend eine Stelle erhalte. Ich forschte ihn dann noch nach Dem und Jenem aus. Er erzählte mir, wie sehr er es bedauere, mich noch nicht spielen gesehen zu haben, aber er habe kein Geld, um in's Theater zu gehen." Sie Sache fängt an, interessant zu werden," warf einer aus der Gesellschaft ein. Se. Excellenz heftete seine stahlblauen Augen aufmerksam auf die Erzählerin. Die Gräfin fuhr fort: Das Mädchen kam noch immer nicht und ich spielte ihre Rolle weiter. Der Regen plätscherte lustig an die Fensterscheiben. Ich bot meinem Gaste Thee, geradeso wie jetzt Ihnen. Zum Beißen war auch etwas da, und wir tranken auch einige Gläser Wein darauf aus einer halbgefüllten Flafche. Der junge Mann wurde immer zuthunlicher und wagte schließlich sogar ein Geständniß. Die Situation wurde außerordentlich hübsch. Im Ofen brannte ein prasselndes Feuer, kurz, eS war ganz so. wie man es in den Romanen liest. Da Luise auch jetzt noch nicht kam, übernahm ich das Bittgesuch und versprach dem jungen Mann, in seinem Interesse Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen." Die Künstlerin unterbrach sich einen Moment. Im Nebenzimmer lachte

Dora und die Gouvernante sprach ir aend etwas Englisches. Mein Schützling kam auch nachher öfter zu mir. Ich bestellte ihn immer für eine stunde, da die Gnadige nicht zu Hause sein würde" und empfing ihn dann als Kammerzofe. Er wünschte nun gar nicht mehr, die Künstlerin selbst zu sprechen und begnügte sich mit der Protektion der Zofe. Mir schmeichelte es, daß der naive, blonde Junge allein für meine Person und nicht für meine Kunst schwärmte. Um keinen Preis der Welt hätte ich mich verrathen! Nun folgte die alte Geschichte: e war verliebt in mich! In mich, die Kammerzofe! Er wollte mich heira then! Und die Zofe war just auch Nicht von Holz. Wenn die Sache lan ger fortgedauert hätte, wer weiß, was geschehen wäre! Zum Glück erwirkte die Protektion dem jungen Manne nach einem Monat eine Stelle: im sechsten Komitat. weit weg von hier. Es gab ein herzerschütterndes Scheiden, und er ging. Er ging und vergaß mich ebenso rasch, wie er sich für mich erwärmt hatte! Nicht wahr, mein? Herren, das war nicht schön von ihm. da er mir doch seine ganze Laufbahr, zu danken hatte? Die anspruchslosen Leute in der Provinz wählten nämlich den anspruchslosen Jungen nach etlichen Jahren zum Abgeordneten. Weder vorher noch nachher kümmerte er sich um mich. Freilich erfuhr tz niemals, wer die kleine Zofe gewesen war. der er seine ersten Eide geschworen hatte. Das ist die Geschichte meine? besten Rolle." Die schöne Frau schwieg. Ergriffen schwiegen auch die Zuhörer. Se. Excellenz stand auf urcd ging zum Fenster. Dort preßte er seine Stirn an die kalten Scheiben. Und die kleine Zofe kränkte sich nicht um ihren Anbeter?" fragte der hoffnungsvolle Autor von heute, de: einen Stoff zu einer neuen Novelle suchte. Sie hatte keine Zeit. Sie wurde bald Gräfin. Dann bekam sie wieder eine Rolle, die sie sehr freute: die Rolle der jungen Mama. Das war auch eine von denen, die sie am liebsten spielt. Nicht wahr, Dora?" Das T'öchterchen war auf der Schwelle des Salons erschienen, und die Diva schloß es in leidenschaftlicher Aufwallung an ihre Brust, das lockige Blondhaar küssend. Gerührt sah die Gesellschaft zu. Als schon alle gegangen waren, stand unter einer Laterne auf der anderen Seite der Straße, der Wohnung der Gräfin gegenüber, ein einsamer Mann und sah unverwandt hinauf zu den erleuchteten Fenstern. Ein altes süßes. melancholisches Märchen flüsterte ihm die Erinnerung an seine erste Liebe zu. Der verlorene Sohn. (Der jüngste Sprößling der Walzer, dynastie Strauß war nach einer Wiener Meldung mit Enterbung bedroht worden, falls er zu Lebzeiten seines Vaters Eduard und Oheims Johann mit einem musikalischen Vühnenwerk hervortreten sollte. Inzwischen hat Johann Strauß jun. bekanntlich mit einer Operette Katze und Maus" debutirt. Die Lustigen Blätter behandeln nun dieses Thema in der nachfolgenden parodistlschen Szene:) Franz, ein Reporter: Aber ist Euch auch wohl, Edi? Ihr seht so blaß? Der alte Strauß: Ganz wohl was hattest Du mir zu sagen? Franz: Die Presse ist angekommen Vornotizen über das Theater an der Wien. Der alte Strauß: Nachrichten von meinem Sohne Johann? Gott! Gott! was werd' ich hören! Franz: Laßt mich vorerst auf die Seite gehen und eine Thräne des Mitleids vergießen um den verlorenen Strauß; ich sollte schweigen auf ewig, denn er ist Euer Sohn; ich sollte seine Schande verhüllen auf ewig, denn er ist der Neffe des großenJohann. Aber die Thatsache läßt sich nicht länger verheimlichen: Qzx Sohn comvonirt!. " :

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A renerable old lady, hose hoirn U ia St. Loni, relaU Seme ti&e ago I started to tue M-P'A XABIULES et the ntfcsestloa es my u, who edvised roe to try thera. I talc one Tebule eiter each oteet, end can now loolt forward to meal-time with e pleasure which I have not experienced for years. Tbe headaches that constantly harassed me la the past, and the accumulation of pasea upon my ttumach, have disappeared, and these improvementa I attributc to Ripant Tabules. For nvre ttaan twelve jreart I suflered from indigestion and nervou dyspepsia. I iuffered inteoseljr daring that time, and spent large ums of moncy in the employment of St. Louis' noit prominent physician, bat the relif a&orded was only tmporary. 1 had besun to eive np all thought of ever being prrmanently ourrd, but now my ealy regret is that a Knowledge of Ripans Tabulea came to rac ao late ia Me."

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MKMona Der alte Strauß: Und ich Hatte tk ihm doch so streng verboten! Johann, sagte ich zu ihm. weide Beamter! Das Componiren bei den Straußens muß doch endlich einmal aufhören! Und mein Bruder, der Walzerkönig, hatte auch so dringend gewünscht, daß wc nigstens ein einziger Strauß aus de Art schlüge. Weiß es der Walzerkönicz )qoM Franz: Er weiß es und rast. Dre Taktstöcke aus Ebenholz und eine Geige hat er in der ersten Wuth entzweigebrocyen. Niemals, so nes er aus, hatte ich meinen Nessen einer solchen Gemernhei für fähig gehalten! Der alte Strauß: Was hat er denn compomrt? Franz: Eine Operette: Katze und Maus. - Der alte Strauß: Eine Operette! Also erblich belastet! Da haben wir nun schon eine Fledermaus in der Familie, und jetzt eine Maus, und eine Katze dazu wie soll man sich denn in dem Viehzeug zurechtfinden! Wie war es denn in der Generalprobe? Franz: Theatralisch genommen aus gezeichnet. Viele Musiknummern zündcten, und man rechnet auf einen guten Erfolg. Der alte Strauß: Dann ist er ver loren, unrettbar dem Dämon der Mu sik verfallen! Daß ich so etwas an mei nem eigenen Sohne erleben mußte! Franz: Was soll ich ihm melden? Der alte Strauß: Melde ihm. das ich meine Hand von ihm wende; das. ein Strauß, der compornri, in der Eomponlstenfamllle Strauß nicht ge duldet werden kann: melde ihm. das. wir Anhänger der Enterbungstheori? sind. Franz: Soll ich auch hinzufügen, daß Ihr entschlossen seid, niemals ein Tanzstuck von ihm zu dinguen? Der alte Strauß: Nein, das wäre übertrieben. Bring' meinen Sohn nicht zur Verzweiflung. Ich konnte ihn nicht nach meinem Willen lenken, aber dir: giren werde ich ihn jedenfalls, vielleicht schon beim nächsten Hofball! Große Unters chlagungen in einem Berliner Bankhause hat der Handlungsoehilfe Hugo Haupt verübt. Die Summe der von ihm länaere Zeit hindurch hinterzogenen Gelder wird aus 96,500 Mark geschätzt. Der ungetreue Beamte ist flücbtia. Es lieat ein besonders grober Vertrauensbruch vor. denn Haupt, welcher jetzt 38 Jahre alt ist. trat als Lehrling in das Geschäft ein und war seit 19 Jahren darin thätig. Er genoß das volle Vertrauen seines Chefs und hatte eine einträgliche Stellung, so daß er alljährlich größere Reisen unternehmen konnte. Wie es scheint, haben mißglückte Spekulahonen und mehrere Liebschaften ihn auf die schiefe Ebene getrieben. Aus Furcht vor Entdeckung hat er mit anscheinend nur geringen Geldmitteln die Flucht ergriffen, als er sich außer Stande sah, die durch falsche Buchungen verschleierten Mancos länger zu decken. Seinen Eltern schrieb er einen Abschiedsbrief und bat sie um Verzeihung. ....

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