Indiana Tribüne, Volume 22, Number 137, Indianapolis, Marion County, 5 February 1899 — Page 4

ZndisVQ Tribüne. Ärschen TäzllS) uns

Dt, täglich. Tr'.bäne kostet durch ktXxli. i ?etl per LZockie, die Sontag?Trtbön' Xxtf pe, Ooche. Seide iuf acwe IS 3m:ä ir Se: pn rZtt. Ver VS 3$tr$aI5 c $js$ii I KM,,I52 5' DO. Of?te8 18 SM MsZeMS SwMs. ZndianavoliS, Ind., 5 Ftdrua? 1899 Da hat einer der Temperenznarren in der LegiZlatur einen netten Einfall gehabt. Er hat eine Bill eingereicht, nach welcher Wirthschaflelizensen nur an Vcrsone vergeben werden sollen, welche schon im Jahre vorher eine LizenS gehabt haben. Und da sage man noch, in der LegiSlatur gebe eö keine gescheidten Köpfe ! 5 ift geradezu wunderbar, welch neue Plane und Plänchen diese Herren mit der höheren Moral' auSzutüsteln im Stande .find. Der liebenswürdige Mann, der den obigen Plan auSgeheckt hat, will die Wirthe wie Leute öehandeln, die mit ansteckenden unheilbaren fifift Rnh Man iso HttuiyititM i . ilitt sie, man läßt Keinen zu ihnen, mit der Zeit sterben sie auö und dann find sie fort. Die Idee ist charmant vom Standpunkte des Temperenzlekö auS und un gemein schlau, i Ich glaube allerdings nichts daß sie vor der Verfassung, die Allen gleiche Rechte gewährt, Stand hält, aber der Schlauberger glaubt jedenfalls, daß sein Vorschlag von den Wirthen selber unte,stützt wird, weil denselben auf diese Weise jede neue Konkurrenz fern gehalten wird. Und in der That, wenn ich da? gottlose, sündhafte Gewerbe eine Wirthes betriebe, ich ci& nicht, ob ich in dieser eigennützigen Welt, in der alleS nach dem Grundsatz geht: Zeder für sich selber und den Letzten beißen die Hände", mich nicht für die Idee begeistern .könnte. Vorausgesetzt freilich, daß noch ältere Leute alS ich im Geschäfte wären und daß ich die Verficherung hätte, dieselben zu überleben. Ich vermuthe, daß die schlaue Idee einstweilen Idee bleiben wird, ihre Verwirklichung ist noch nicht sehr nahe. Zu Mancher Freude und zu Mancher Kummer werden die Wirthe in unserem Staate noch lange nicht auSfterben. Und sollten einmal die Prohibitioniften den Gieg davontragen, dann werden siq die Wirthe fichtbar machen, aber ' verschwinden werden sie nicht. ' Ich laS dieser Tage folgende hübsche Anekdote: Prediger stehen im Allgemeinen nicht im Ruf besonderer Galanterie, aber der Londoner NonconformifteaPrediger Mark Guy Pearse scheint wirklich eine Ausnahme zu machen. Sein Thema war kürzlich : Gva und der Apfel. Warum gab der Teufel dem Weibe den Apfel ?" Die mann lichen Mitglieder der Gemeinde schmunzelten und spitzten die Ohren. Eine Variation deS ThemaS: Schwachheit, dein Name ist Weib 1" klingt immer gut. DaS Schmunzeln aber eröarrte schnell. Der Teufel", so erklärte Ehrwürden mit tiefer Ueberzeugung, gab den Apfel dem Weib und nicht dem Mann, weil er wohl wußte, daß der Mann ihn allein essen, das Weib ihn aber theilen würde". Diese Anekdote ist nicht nur sehr geistreich, sondern veriäth auch diel Menschenkenntniß. GS liegt nicht hüt Galanterie sondern auch ein gut Stück Wahrheit darin. Sie zeigt, tn ihrer Art den psychischen Unterschied zvischer Mann und Weib, das zartere. Gemütd der Frau, ihre größere AufopferungS. sahigkeit. ; Und sie deutet auch an, daß der Mann mehr durch warme Empstadung beeinflußt wird. Stellen wir uns aber einmal vor, die Schlange hätte den Apfel dem Manne gegeben und der hatte wirklick wider alles Erwarten seiner Frau die Hälfte abgegeb:, ich' bin überzeugt die Frau hätte eS nicht gemacht, wie der Mann und dielen feiger Weise alt den Verführer bezeichnet, sondern hätte in aufopfernder Weise die ganze Schuld auf sich genommen. Beweisen kann ich daS freilich nicht, aber ich glaube-der Charakter des WeibeS rechtfertigt diese Annahme. WaS aber wäre geworden, wenn Adam nicht seiner Frau die Hälfte deß ApfelS gegeben hätte, sondern hätte ha allein gegessen ? Offenbar hätte dann, die Eva nicht auS dem Paradiese gejagt werden köanen, und. Leide wären getrennt gewesen. Ob sie nun daS Paradies sreiyillig derlasstn hätte, um zu Adam zu Frhev, oder ob Beide getrennt ge blieben wären und damit die Mensch3eit gleich von vornherein ein Ende gehabt, hätte, oder ob der Eva ein

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A . lmd anderen Ehrenden Krankheiten. An mangelhafter Ernährung leiden A y 25 We wenn die Nahrung, die sie zu sich nehmen, nicht ordentlich verdaut 6 A und assimilirt wird. Die Folge davon ist Abmaqenmq und Nachlassen A Ti V m....-:i. (7Ä Ct.fc.nif sitin'i'ifm ffi?r;lis5rrnf t rNrtnr fj

j Vll iUiytUitUjl. tUjit. owqum J v'y fj $ seinen Weltruf seiner Eigenschaft, diesem Ucbelstand abzuhelfen. Es ist 0

6 ein wirkliches Kraftmlttel, das Blut, und Flelschansatz erzeugt. SechS. p Pj undsies'zig Prämien sprechen dafür. Ehrenvollste Anerkennungsschreiben A fl nrt 9srini rt?frrrt itttN firffirtm (9rft slfssiaff nt flllä flslett A

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y njian ci vor uaiiquutjr Vttl y d Verlangt daS echte Aonann Hoff'sche Malzextrakt. d

neuer Adam, oder dem Adam eine neue Eva geschossen worden wäre, und ob in solchem galle sich die Menschheit vielleicht ganz anders gestaltet hätte, daS zu ergründen, überlasse ich der Phantasie deS LeserS. . Der Plauderer.' , mm Sparen. Von E. Venedek. Zählen wir unser Geld, sagte Lili. Ich glaube, Mama, daß ich eins so gu it Woche noch garnicht hatte. Sie setzten sich an den kleinen runden Tisch und Lili entleerte ihren Seidenbeutet ein Ueberbleibsel besserer Zeiten als sie noch in jenem Schlosse an der Donau wohnten, das in seiner Al terthümlichkeit noch immer hübscher war als all die prunkvollen Häuser in dieser Riesenstadt. Aber was geschah an ei nem kummervollen Herbsttage? Etwa, was sich diesseits und jenseits der Tonau in aller Herren Länder, nicht nur an traurigen Herbsttagen, sondern auch im blühenden Zrlihling oft genug ereignet. Der alte, ehrwürdige Wohnsitz, gerieth mit Allem, was dazu gehörte, unter den Hammer.' Mutter und Tcchter flüchte ten in die Großstadt, in diesen NettungSHasen aller Nuinirten, die hier vor den beleidigenden und nutzlosen BeileidsbeZeugungen der alten Bekannten sicherer sind, als im dichtesten Urwalde. Wo? hin ist die Lili verschwunden, die schöne, angebetete Lili? Welcher der Kavaliere, von denen sie einst umschwärmt wär, wird oiese Frage thun? Wird Einer unter ihnen sein, der gleich jenem Märchenprinzen sich auf ten Weg macht, um unermüdlich nach ihr zu forschen, bis er die schöne, goldlockige Lili gefunden hat, unü der, nachdem erste gefunden, sagen wird, sieh', ich halte keine Ruhe, bis ich Tich wieder fand. Tu warst reich, jetzt bist Tu arm, frag' ich danach? Ich lie be Tich, sei die Meine! , Lili war nicht romantischer als ek ein Mädchen sein soll. Wenn ihr Herz auch manchmal unter dem Einflüsse so!ch sü ßer der Mäichenwclt entnommenen Gedanken leise erbebte, kehrte sie doch bald wieder in die Wirklichkeit zurück. Sie datte mit der Vergangenheit abgerechnet. Und die Zukunft? In dem kleinen Zimmerchcn des niederen Häus chens hätte sichs wohl traulich schwär men lassen, a1?er sie fürchtete das Erwachen aus solchen Träumen. Das Zim merchen und die kleine finstere Küche gin gen auf den Hof, den drei Akazien zier ten. Nach dem prachtvollen Parke mit seinen wohlgepflegten Palmen und Via tonen! Tret Akazien in einem kleine Ho! Nach zehn vornehmen Zimmern eine kleine Etube und als einzigen Nest von all der früheren Pracht eine Nah Maschine ältern Systems, Friedlich lag Lilis Wochenvunst aus dem kleinen Tischchen, Kronen, Hel ler und dazwischen' ein paar Silbergülden. Ihr Gesicht erglühte, ihre Fin? ger zitterten, als sie d'.e Geldstücke auf. einanderlegte und wieder zählte: EinS, zwei drei .... Fast unglaublich! 20 JuldenöO reuzeri "Ja, ja," nickte die alte Frail dazu, aber dabei mußte sie die Thränen' zu. rückhalten. Ihr armeS Kind, daö Schloßfräulein von einst, erglühte vor Freude, weil es einaar Gulden erar bettet hatte wie eine Mad. ' : Lili dachte weniger sentimental. Sie berechnete, daß sie nunmehr "mit - dem Sparen beginnen können. Fünf Gul' oen wirv ne von dem unaebeure.il Ber dienst wegnehmen und in die Sparkasse Tv m . . legen. ie ganze acyt konnte ste nicht schlafen, vergebens drückte sie die Augen zu, sie träumte wach und versuchte, sich die Zukunft auszumalen. Wenn GotteS Segen auch weiter auf ihrer Arbeit ruht, wird sie jeden Sonntag . einen kleineren oder größeren Betrag in die Sparkasse tragen. In wenig: Jahren hat sie ein paar hundert Gulden beifammen, in zehn Jahren am Ende tausend, und dann .... Etwas bleich und übernächtig erwachte Lili nach dieser durchwachten Nacht; doch als sie auf die Straße trat, die kleine Geldbörse fest. in der Hand hal tend, kam ihre gute Laune wieder und fast stolz schritt sie in daZ Sparkassen, gebäude. Der Beamte behandelte sie mitausgesuchter Artigkeit, als wäre sie gekommen, eine Million einzulegen.' Ter Arme hieß Mayer. Johann Mann. war aber nichtsdestoweniger ein sehr netter Mensch, der trotz seiner Jugend bereits eine gutdotirte Stellung inne hatte. Lili trug ein noch auö der alten Herrlichkeit stammendes feines, nach neuester Fa?on umgearbeitetes Kleid, das ihre schöne, schlanke Gestalt vor. theilhaft hervorhob und im Verein mit ihrem vornehmen Wesen diesem guten .Herrn Mayer gar sehr imponirte. .Also suns Gulden und auf den Namen Litt befehlen, gnädigstes Fräulein?.Ja."" Sie nahm das Buch in Cm pfang, nickte dankend mit dem Kopfe, wobei ein sanftes Lächeln über ihre rothen Lippen glitt, und entfenrte sich. Herr Mayer blickte ihr lange nach und schalt nachträglich den Diener, der vergessen halte, der Dame die Phüre zu öffnen, als sie fortging. Seither erschien Lili jeden Sonntaa in kr. Sparkasse. Wer Wochen und)

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8 Zonale vergingen, und H'err. Johann Mayer wußte von Lili nichts Anderes als: Lili, 12. Februar, fl. 5. 12. März, fl. 6. Und so weiter. Als Lili aber auch jene fl. 5. brachte, die den ersten Hunderter voll machten, konnte Herr Johann Mayer sich nicht enthalten, begeistert auszurufen: Hundert Gulden! Sehr hübsch, sehr lobenswert!), Fräulein!" Ja, er ging sogar noch weiter, dieser begeisterte Herr Mayer: Andere junge Damen kommen mit ihrem Taschengelde nicht aus. und Sie, mein Fräulein! Wie glücklich doch Ihr Papa ist. Lili lächelte traurig. Ruhig, fast gleichgiltig sagte sie: Sie täuschen sich, mein Herr! Das habe ich selbst erworben . Unwillkürlich trat Herr Mayer einen Schritt zurück und schlug die Hände zusammen: Unmöglich Mehr konnte er nicht saen. denn Li li grüßte und entfernte sich so rasch, daß der Diener ihr gar nicht die Thüre öss ner konnte. Zu Ehren des Herrn Ma yer sei es gesagt, daß er deswegen den Diener den ganzen Vormittag schalt. Nicht vergebens betete Herr Mayer in brünstig, daß der AUgütige ihn auf des Mädchens Spur führen möge! Lilis Wohnung konnte er zwar nicht eruircn, doch Lili kam selbst bald wieder, alswä re nichts vorgefallen, und mit fröhlich stolzer Miene zählte sie ihm zehn Silber gülden vor. Prächtig frohlockte Mayer, wirk lich prächtig! Und all dieses Geld haben diese kleinen Hände verdient. Sogar noch mehr, das ist ja blos der Uederfluß.Mtt Schreiben, Nähen, Unterrichten? .... Bitte, seien Sie nicht döse, daß jch so neugierig bin." . ' ' Mit Nähen," erwiderte Lili lächelnd. Ach, wie gut." Ljli blickte Herrn Mayer ein wenig perwundert an. Gut? Warum ist denn gerade das Nähen gutT Das kann ich Ihnen jetzt nicht erklä ren, Fräulein; aber gestatten Sie, daß ich mich darüber'freue." . 'Wenn eö Ihnen Spaß macht. zZno dann, sagte sie lachend : Jch ge statte cö huldvollst.- . - Und wenn ich nur wüßte, für wel chen Zweck Sie das Geld sparen Glauben Sie nicht, daß Sie, ein wenig zu neugierig sind?- ' - In gütigem Tone sagte der Tages repjsor zu Herrn Mayer: Bitte, Herr Kassier, dieser Herr wünscht eine Äückzahlunq.? ' Unwillig übernahm Herr Mayer daö Buch, aber Vüi benutzte den Augenblick, und als Herr Mayer wieder zum Schal ter kam, war sie verschwunden. Langsam vergingen die Tage. Will es denn nicht Sonntag werden?! Endlich kam Lili wieder. Sie kam sehr früh, weyer der Buchhalter, noch der Revisor wann zuaeaen. -Herr Mayer war so erregt, daß er die Halste der schönen Nede, d:e er in schlaflo'en Nächten mühsam zusammenbrachte. terqcZ'en hatte. Aber etwas vielen licheS, dem Sinne Entsprechendes sagte (' - . er lyr oocy: üuuei&, icy renne Ntcyl einmal ihren Nanien, Lili' gefallt mir zwar furchtbar, allein wer . weiß, ob dies nicht Mr em Deckname ist, Frau lein, ich weiß, deß jch ein aam vermes sener Mensch bin, bitte, werden ' S.e' nur nicht ungehalten, ich habe keine' Uebung im Verkehr mit lunaen D.imen. ich bin sehr Ungeschick;; aber aber baben Sie m'ch nicht .uch ein wenisc GslpxwxsichlSsarbe Es ntmmt etuk-yachoernändigeo, um einen Alerenletdenvfjpkprl er kenn zu tSavea. Die - hohlen - LLan gen, die' eingesunkenen Uugeu, tu lchwarzea Kinge unter ßeo.yugen, tu gelbe ÄesilStbkarde, renvzetchnet lhn. lLln Arzr vuröe Hlt fragen, ob Sie an KheumatlkmuS llben, Schmerzen m vl un oder über den Husten via aenbelldwerden, Draoa zum, oder bren nende Schmerzen beim llnrnren haben und nach demselben eia undesriedigteb tsesühl und der Wunsch nach sosor. kiger Wiederholung teß Wasserlas. tenb und ob der Urin einen starken Geruch auikkömk. . - : Wenn sich diese Symptome zeigen müssen Sie sofort ein Zvclttel dagegen anwenden. - . . '' ; Unterlassen Oit haßi so bekommen Sie Llasenkatarrh, Entzündung, Ler Kopsung und' Llnyendung eineS 'Jn' nrumentes nmd vKlhrsendig.. chli,ß lich artet die Sache w die Ltigbt'scte Nierenkrankbeitdie gefährlichste Sorte von Nierenkravkheiten, aus." v: ' Dr. Kilmer Ötaamp- oot, daS große Heilmittel des evinenten Nieren und Llaskn.Lpezial'fikn, ik ein pofi' tives Mittel für solche Krankheiten Ts bat einen Weltruf und Sie köanen da Mittel überall in . jeder Tlpotbek, erbalten. Wknn Sie dagegen keine Vrobe roünsöen, erwäbnen Oie . die Jndiana Tribüne und süreiben Oie um eine freie Vroslasöe und 5ZuÜ. ent baltend yngaben über ' den Gebrauch usv.' ' an Oe. Ailm'e? lz (So.tXttnai kamhton N. Z , der 35nn alles Porto frei durch die yoft zuschiea vlrd.

lieb? Glaulen Slö 'mlr, ich bin eln ehrlicker.Kerl " Möl'.ch. daß Herr Mayer noch viel mehr Worte hcrvorprcßte aus seinem liebcerfüllten bravcn Herren. So viel ist mir nur begannt, daß Lilis Hand in der seinigcn ruhte, als der .Revisor eintrat. Herr Revisor, ich habe die Chre, Ihnen meine raut vorzustellen, Früu leln Lili. ili . . . Herr Revisor, Fräu lein Lili, Folio 36. am 12. Februar 5 fl., am 12. Mürz6fl., meine Braut, Herr Revisor. Lili .. (5r rang nach Worten, der glückselige Herr Mayr, ihm war, als müsse ihm die Brust zuspringen, wenn noch lern ger der Schalter ihil vcn dem Mädchen trennte, das hcchgerötheten Angesichts da draußen stand. In dem kleinen Zimmer mit der Aussicht auf die drei Akazien, die ge rade in voller Dlüthe standen, beschloß Herr Mayer seinen glücklichsten Sonntag. Das ist vor ein paar Jahren ge wesen. Heute darf ichs sagen : Einen braveren, liebevolleren Ehemann - wie diesen Herrn Mayer kann es unter Allen, die diesen Namen führen, nicht geben, aber auch keine glücklichere ftrau wie die sparfreudige Lili. Sie hat es mir selbst gesogt.

Zensurweseu vor 100 Jahren. Ueber einen Journalisten, der sich bezüglich des Verhaltens einiger Fürsten im bayerischen Erbfolgekriez eine eigene Meinung gebildet hatte, schrieb der Vertreter der Reichsstadt Aachen am Regensburger Reichstag in vorschriftsmäßiger Entrüstung: Er ist ein zuchthaus - mäßiger Pasquillenund Schriftenmischer, welcher Mensch sich erfrechen darf, gegen Geistlich und Weltlich' öffentlich zu lästern, ja gar die Souverains im letzten Bayrischen rieg anzutasten und Streit - Anfä hunaen unter sie gedruckt und unae druckt zu verbreiten." Diese SchuftenMischer" sollten dem Stimmvertreter am immerwährenden Reichstag"noch viel zu schaffen machen, besonders als die vorrevolutionäre Bewegung in Frankreich und die große Revolution selbst aus Teutschland einwirkten, und zwar in einer Tiefe und in einem Umfang, die man heute noch nicht genau kennt. In dieser Zeit schrieb der Reichs taasaesandte Aachens . verzweifelt: Dem großen Uebel der schmähsichtigen Schriften ist garnicht mehr abzuhel. fen." . Er emvfabl ein .allaemeines Reichsgebot, daß das Leesten aller neuen, mcht die Landes - Eensur passirten Bücher durchaus verbotlen sevn solle und ie heimliche Ameiaen neuer einschleichendten verdächtiger Wercke stattlich beloont werden, welches aar leicht auf Kosten der Uebertretter gr. scheyen konnte, Diese Versuche, das alte Reich vo dem Ansturm einer neuen Zeit 'zu schützen, waren erfolglos. Welche Ge. oanlen letztere in manchen Hopser er zeugte, ersehen wir aus einem Ai'.ilc der Augsburischen ordinairen Leillinz von taateyandlunqs" und ge lehrten Sachen mit Römisch - Kaiser licher allergnädigster Freiheit", der i:r Anfang des wahres 1793 erschien. Aus Anlak der 5)lnr!chtuna Ludwiae XVI. heißt es darin: Warum war et nicht auch em guter Regent? Ein getreue? Voltsbeamter? Seine Geburtb seine Erziehung, die Schmeichler, von venen me sogenannten Groftn von ihrer ukluhy an Zlets umgeocn sind, du ihres Nutzens weaen einen Menschet überreden, daß er eine Gottheit sey dieß waren die Ursachen seines Falles' Mogte doch dieses grose Beyspiel vor. crecytigkklt die Herrscher lehren, das sie nicht über die Gesetze erhaben sind Möate es denicinacn. die noch unte: der Ruthe des Despotismus seufzen, wenigstens erträgliches Schicksal verschaffen! Und die Völker werden dic Republik der Franken seanen. bt bir Menschheit gerächet und ein so altes als ungereimtes und schädliches Vor urtheil zerstört haben." Dieses äuser?t anstöü!e und ver wegene Rainsonnement" hatte sowohl für den die Censur ausübenden Maaistrat der Reichsstadt Augsburg wie für oen Verfasser oe Artikels böse Folgen. Dem ersteren aelana es scklieklick. .Jhro hochfreyherrlichen Excellenz dem aijerilcyen en oncommifsaria (Vicepräsident des Reichstaaes u be weifen, daß er feinen patriotischen ilser vts anyero noch bey allen Gelezenhcijen zu bethätigen, reichsverbandmäßig sich habe angelegen sein lasicn-.-namentlich auch dadurch, daß er den dasiqen Kupferstechern und Verlegern die Fertigung und den Verschleiß aller auf' den französischen Königsmord und Aufbewahruna der - Köniattcken Familie anspielender und Bezug haoenoer upserstlche, OdenLieder und sonstig anstößiger Vieren- verboten habe. Den Verfasser des Artikels ließ der Magistrat für fein kühn und frevelhaftes Vorgehen ohne weiter auf acht Tage lang mit Wasser und Vrod abwechslungZweiö in das gewöhnliche Bürgergewölb werfen." Nach dieser That .schmeichelte ein wohllöblicher Magistrat dieser Kaiserlichen freyen Reichsstadt Auasbura sich also. es werde weder fci fi ftnfreyherrlichen Excellenz dem Kaiserlichen Herrn ConcOmmissarZa. .w?d?r bey sonstigfürtrefllchen hohen Gesandtschaften der sie niederschlagende Gedanke eintreffen, als ob sie bieruntsr ( . i - - - - l- I'ITT" n2 MlJtnh.U rs,. t'jii. VU JJkiUWWHfc WttjUCII UilC, t

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